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Die Weihnachts- und Adventszeit
Samstag, 22.12.2018
05:30 - 05:55, ARD
So köstlich schmeckt's zur Weihnachtszeit

Aus allen Ecken duftet es nach Weihnachten: Plätzchen, Lebkuchen, Spekulatius, Punsch, Orangen, Maronen: Los geht's Willi, immer der Nase nach! Zuerst trifft sich der Reporter mit Konditor Flo in einer Backstube, um ein Lebkuchenhaus zu bauen: Teig anrühren, Formen ausstechen, Lebkuchenteile backen, die Einzelteile verbinden und schließlich das Bauwerk mit Zuckerguss und bunten Schokodrops verzieren. Zum Schluss noch ein wenig Puderzucker aufs Dach: Weiße Weihnachten sind doch einfach am schönsten! Auf dem Münchner Viktualienmarkt will Willi wissen, was die Leute außer den süßen Leckereien zur Weihnachtszeit noch besonders gern und häufig essen. Orangen zum Beispiel haben Saison, sie sind jetzt schön frisch und saftig. Von Gewürzhändler Hans erfährt der Reporter einen besonderen Trick: Mit Nelken gespickt verströmen die Orangen einen herrlichen Weihnachtsduft. Fischhändlerin Hella freut sich, dass auch Fisch oft über die Ladentheke wandert. Traditionell kommt bei vielen Familien besonders Karpfen auf den Weihnachtstisch. Koch Alexander Herrmann hat sich für Willi ein ganz besonderes Weihnachtsessen ausgedacht: Hackfleischröllchen Christbaumstyle. Klar, dass Willi beim Vorbereiten und Kochen hilft. Und während Alexander schließlich den Nachtisch "Beereneis mit Vanillekipferlsahne" zubereitet, macht Willi sich noch schnell auf dem Weihnachtsmarkt nützlich: Gemeinsam mit Sepp verkauft er Maronen. Vorsicht, heiß! Dann aber schnell zurück zu Alexander, das Essen ist fertig. Und jetzt erfährt Willi auch, warum Alexander für vier Personen gekocht hat: Als Weihnachts-Überraschung für Willi hat der Koch noch zwei ganz besondere Gäste eingeladen: Gemeinsam mit dem Christkind und dem Weihnachtsmann schmeckt es nämlich noch mal so gut, oder?

11:25 - 12:10, 3SAT
Vorarlberger Weihnachtskrippen - Von der Entstehung kleiner Kunstwerke

Krippen haben nicht nur zu Weihnachten Saison: Vorarlberger Krippenbauer fertigen das ganze Jahr über verschiedenste Modelle an - von Heimatkrippen bis zu Ausführungen im orientalischen Stil. Materialien wie Wurzeln, Moos und Flechten oder selbst geschnitzte Figuren aus Zirbenholz geben den Krippen eine persönliche Note. Zur Dokumentation dieser Tradition haben Krippenbauvereine für das Vorarlberg Museum 20 Weihnachtskrippen angefertigt. Jede Krippe ist einzigartig und erzählt ihre eigene Geschichte. In die Gestaltung der Krippen fließen heimatliche Gefühle ebenso ein wie die Geschichte Jesu. So steht einmal die schwangere Maria auf Herbergssuche im Vordergrund, eine andere Krippe zeigt hingegen die Flucht nach Ägypten. Auch markante Gebäude einzelner Gemeinden sowie Geschichten, die eine Ortschaft über Generationen geprägt haben, werden nachgebaut. In manchen Krippen finden sich traditionelle Trachten oder Berge der Umgebung wieder. Krippenbaumeister behaupten, dass dieses Handwerk süchtig machen kann. Viele unter ihnen haben bereits mehrere solcher Kunstwerke gebaut. Die Ausstellungsleiterin des Vorarlberg Museums, Theresia Anwander, möchte dieses Brauchtum für die Nachwelt festhalten. Von Kastenkrippen bis Wurzelkrippen werden alle Krippentypen gesammelt und ausgestellt. Die Vorarlberger sind wahre Krippen-Fans. In Dornbirn etwa steht Österreichs einziges Krippenmuseum. Die jüngste Errungenschaft ist eine 21 Meter lange Krippe, die 16 Stationen aus dem Leben Jesu zeigt. Der Meister, Antonio Pigozzi, hat beinahe ein ganzes Jahr daran gearbeitet. Die Dokumentation zeigt das Krippenbaugeschehen in Vorarlberg, wirft aber auch einen Blick auf die Tradition dieses jahrhundertealten Brauchtums in ganz Österreich.

11:30 - 12:15, NDR
Weihnacht in Schweden

In Nordschweden sind die Wochen vor Weihnachten für die Menschen eine ganz besondere Zeit. Wenn draußen die Temperaturen auf bis zu minus 20 Grad sinken und der Schnee schnell mehr als einen Meter hoch liegt, bereiten drinnen die Bewohner des Fjälls das Weihnachtsfest vor. Die Menschen mögen es gemütlich und heimelig, viele Traditionen wurden bewahrt. Aber die Schweden sind auch gern in der beeindruckenden Natur der Winterlandschaft. Die Sami treiben in dieser Zeit ihre Rentierherden zusammen. Es sind die Wochen der Rentier-Scheidung. Dann werden die Tiere von den Sami als Zeichen ihres Besitzes markiert. Obwohl die Markierungen an den Ohren kaum zu erkennen sind, weiß Niklas Walkeapää genau, welches der Tiere ihm gehört. Rentierwurst ist ein wichtiger Bestandteil des typisch schwedischen Weihnachtsbuffets, des Julbords. Familie Wagenius beginnt mit den Vorbereitungen für ihr Julbord schon Wochen vor dem Fest. Das frische Rentierfleisch wird in der eigenen Küche durch den Fleischwolf gedreht, gewürzt und in den Naturdarm gefühlt. Auch der Jul-Schinken wird in Ruhe und Sorgfalt nach einem Familienrezept eingelegt, gewürzt und gebraten. Für Tove Dahl erfüllt sich ein Traum: Sie ist die heilige Lucia. Der Lucia-Tag am 13. Dezember gehört zu den wichtigsten Feiertagen in Schweden. Alle Mädchen wollen einmal die heilige Lucia sein. Tove Dahl hat einen Wettbewerb gewonnen und ist in ihrer Heimatstadt Lillhärdal die Lucia. Mit ihrer Kerzenkrone, dem weißen Mantel und ihrem Gefolge zieht sie am Lucia-Tag durch die Stadt, besucht die Altenheime und singt dort das Lucia-Lied. Es ist eine Geste für diejenigen, die in der Weihnachtszeit alleine sind, deren Angehörige weit entfernt wohnen. In Östersund freuen sich alle auf das Wochenende, an dem der Weihnachtsmarkt geöffnet wird. Dann reisen die Familien der Umgebung an, um typisch schwedische Vorweihnachtsatmosphäre zu genießen. Gunnar Angström bereitet sich mit großer Sorgfalt auf den Weihnachtsmarkt vor, er ist nämlich der Weihnachtsmann. Bei ihm dürfen die Kinder ihre Weihnachtswünsche abgeben. Ein echter schwedischer Weihnachtsmann ähnelt einem Tomte, dem Hauswichtel, sehr viel mehr als dem aus Amerika bekannten Santa Claus. Gunnar Angströms Mantel besteht aus Tierfellen, ist braun, nicht rot. Nur der Bart des Weihnachtsmanns muss auch in Schweden lang und würdig sein. Die Kinder auf dem Weihnachtsmarkt in Östersund stehen geduldig an, um ihre selbst geschriebenen Zettel mit ihren Wünschen zu zeigen. Der Weihnachtsmann nimmt sich dann viel Zeit, um mit den Kindern über ihre Wünsche zu reden. Auch Birgitta Westin kommt jedes Jahr auf den Weihnachtsmarkt. Sie verkauft eine typische schwedische Weihnachtsspezialität, den Glögg. Der schwedische Glühwein wird ohne Alkohol gebraut, nur mit Wasser, Beeren und Gewürzen. Birgitta Westins Glögg gehört zu den besten im Land, ist mehrfach ausgezeichnet worden. In ihrer Glögg-Küche zeigt sie, was es für einen echten schwedischen Glühwein braucht. Per Johan Göransson aus Tångeråsen zieht es dagegen in der Weihnachtszeit hinaus ins Fjäll. Für den Hundeschlittenführer sind diese Wochen die ideale Zeit, um mit seinen Hunden zu trainieren. Obwohl es schon bitterkalt ist, können es seine Hunde kaum erwarten, durch die verschneite Bergregion in Jämtland zu laufen. Vor ein paar Jahren hat er seine Liebe zu den Schlittenhunden entdeckt, seitdem nutzt der Starkstromelektriker jede freie Minute mit den Tieren. Die Wochen vor dem Jahreswechsel sind für Per Johan die schönste Zeit. Wenn dann frischer Schnee liegt, wollen seine Hunde zeigen, was in ihnen steckt. Für Familie Wagenius beginnt der Weihnachtstag stets mit einer Skiabfahrt auf dem Hausberg. Die Eltern und die vier Kinder fahren schon früh am Morgen hoch, um möglichst viele der Abfahrtspisten befahren zu können, bevor der Touristenstrom sich an den Liften drängelt. Am Abend feiert die Familie dann ihr Weihnachtsfest mit einem Julbord.

13:35 - 15:15, SWR
Charles Dickens' Weihnachtsgeschichte

Der alte Ebenezer Scrooge ist ein hartherziger Geizkragen, wie man ihn im ehrwürdigen London wohl kaum ein zweites Mal antrifft. Für seine bedürftigen Mitmenschen hat er nur Geringschätzung übrig und Weihnachten hält er für geld- und zeitverschwendenden Humbug. In der Nacht zum 25. Dezember jedoch erhält er unerwarteten Besuch. Der Geist seines verstorbenen Geschäftspartners Jacob Marley sucht ihn auf, um ihn vor einem schrecklichen Schicksal zu warnen. Die schaurige Erscheinung ist an eine lange, schwere Eisenkette gefesselt. Jene Kette, die er sich mit seiner Hartherzigkeit, seiner Gier und seinem Geiz im Leben selbst geschmiedet hat. Marley bietet Scrooge nun eine Möglichkeit sich zu bessern und seine eigene, jetzt noch unsichtbare Kette abzustreifen. Dazu werden ihn drei Geister aufsuchen. Zunächst erscheint Scrooge tatsächlich der Geist der vergangenen Weihnacht und nimmt ihn mit auf eine Reise in seine eigene Vergangenheit, wo er sich selbst als einsamen und verlassenen Knaben sieht, da sein Vater ihm nicht vergeben konnte, dass seine Mutter bei seiner Geburt im Kindbett gestorben war. Auch zeigt der Geist ihm seine große Liebe Belle wieder, deren Gunst er durch seinen damals aufkeimenden Geiz verloren hat. Verwirrt fällt Scrooge in unruhigen Schlaf, als ihm der zweite angekündigte Besucher, der Geist der gegenwärtigen Weihnacht erscheint. Der riesenhafte Geselle führt Scrooge durch den Weihnachtstag all seiner direkten Mitmenschen: seinem Angestellten Cratchit mit seinem kranken Sohn Tiny Tim, seinem Neffen Fred und seiner Familie, und auch in die Armenviertel. Überall sorgt die Weihnachtszeit für feierliche Stimmung - Scrooge wird aber mit seinen hartherzigen Aussagen konfrontiert, dass es doch für solche Menschen Gefängnisse und Arbeitshäuser gebe. Kurz darauf erscheint auch noch der Geist der zukünftigen Weihnacht, eine durch und durch düstere Erscheinung, die ihm vor Augen führt, was Geiz und Gier in dieser Welt alles anrichten können. Als er dann auch noch auf dem Friedhof mit seinem eigenen kargen, ungepflegten Grab konfrontiert wird, bricht Scrooge zusammen und gelobt auf seinen Knien sich zu bessern und die Weihnacht in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in seinem Herzen zu bewahren. Plötzlich befindet Scrooge sich am Morgen des 25. Dezembers wieder in seinem Schlafzimmer, als wäre er nie weg gewesen. Erleichtert springt er durch das Zimmer, voll guter Vorsätze für sein "neues Leben". Und Scrooge wird seinem Schwur vor den Geistern mehr als gerecht

Die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens ist eine der am häufigsten für Theater und Film adaptierten Texte der Literaturgeschichte und erfreut sich jedes Jahr wieder äußerster Beliebtheit. Diese 1984 von Regisseur Clive Donner in England fürs Fernsehen produzierte Version zählt zu einer der besten Verfilmungen. Dies liegt nicht zuletzt an der kongenialen Besetzung des Geizkragens Ebenezer Scrooge mit George C. Scott. Der Oscar-prämierte Amerikaner (1971 als General "Patton" ausgezeichnet) verkörpert perfekt die dunkle Seite des geschäftstüchtigen alten Einzelgängers, der erst durch Geistererscheinungen an seine menschliche Seite erinnert wird. Generationen von Fans liegen nicht falsch: Hier finden sie die perfekte Weihnachtsbotschaft.

15:15 - 15:55, B3
Tiroler Bergweihnacht

Musikerin Zabine Kapfinger begibt sich auf Spuren der Tiroler Bergweihnacht im Alpbachtal Seenland. Die Bevölkerung hier ist tief verwurzelt mit diesem besonderen Land, lebt Kultur und Brauchtum. So trifft Zabine Kapfinger in Brandenberg die Bergbäuerin und Kräuterexpertin Gertrude Messner, die Anregungen liefert, wie jeder von uns die staade Zeit für seine innere Einkehr und Gesundheit nützen kann. In Breitenbach, einer der Wiegen des Perchten-Brauchtums, ist beinahe der ganze Ort am "Peaschtln laffn" beteiligt. Der Rattenberger Advent ist längst über seine Grenzen hinaus bekannt und lockt seine Besucher mit Kerzenlicht und Feuern zum besinnlichen Beisammensein. Stadtturmbewohner Heini Unterrader sieht dabei von oben, was so geschieht ringsum im Land und trägt es poetisch lyrisch vor. Im Kramsacher Museum besucht Zabine Kapfinger Tiroler Bauernhöfe aus längst vergangener Zeit und Sagzahnschmied Hans Guggenberger führt sie durch seinen besonderen Museumsfriedhof.
17:30 - 18:00, SWR
Weihnachtsbummel durch Straßburg

Straßburg, "Capital de Noël", Hauptstadt der Weihnacht: alljährlich und pünktlich zur Adventszeit verwandelt sich die elsässische Metropole in ein Weihnachtsmärchen, in eine Art begehbaren Adventskalender. Überall funkelt's und glitzert's, riecht's und klingt's - Straßburg hat zusammen mit Dresden den ältesten Weihnachtsmarkt Europas - das verpflichtet ... Höher, prächtiger, festlicher heißt das Motto. Die berühmte Riesentanne reist alljährlich aus den Vogesen an und misst auf der "Place Kleber" 30 geschmückte Höhenmeter. Aber natürlich steht auch das strahlende Münster zur Weihnachtszeit im Mittelpunkt des Lichtermeers.
20:15 - 21:45, WDR
Wunderschön! NRW feiert Weihnachten

Feierlich oder fröhlich, traditionell oder modern, märchenhaft oder ein bisschen verrückt - in Nordrhein-Westfalen feiern die Menschen Weihnachten, wie es ihnen gefällt. Die "Wunderschön"-Moderatorinnen Tamina Kallert, Andrea Grießmann und Anne Willmes entdecken überall in NRW alte Bräuche, ungewöhnliche Genüsse und verwunschene Orte. Und sie treffen viele unterschiedliche Menschen in Weihnachtsstimmung. Sie begleiten den Krippenkönig von Münster bei seiner Arbeit, begegnen der Weihnachtsfrau von Emmerich und besuchen das Christkind in Engelskirchen. Sie staunen über ein "Mickey-Mouse-Weihnachtszimmer" in der Füchtelner Mühle in Olfen und versuchen in Dülmen, das Geheimnis des "Stephanus steinigen" zu lüften. Glockenbeiern und Wurstsingen Im westfälischen Ochtrup geben die Midwinterhorn-Bläser mit ihrem an ein Alp-Horn erinnerndes Instrument ein Ständchen und trinken vor fast jedem Haus einen Schnaps. In einem Wirtshaus in Dülmen trifft man sich am 2. Weihnachtstag zum feuchtfröhlichen "Stephanus steinigen" - wer seinen Stein vergisst, gibt einen aus. Beim "Wurstsingen" im Sauerland gehen junge Menschen von Tür zu Tür, singen mehrstimmig Weihnachtslieder und erbitten eine Wurst. Und auf dem Turm von St. Martin in Nottuln probiert Tamina Kallert das Glockenbeiern aus. Lebkuchen, Eierpunsch und Currywurst Gehackte Mandeln, Gewürzspekulatius und Walnüsse kommen in die mit Marzipan verzierte Weihnachtstorte von Heike Averbeck aus Münster. Nach Koriander, Nelken, Ingwer und Muskat duftet es in Borgholzhausen. Hier werden zig Tausende von Lebkuchen gebacken. Bratäpfel mit Quittengelee wie vor 100 Jahren kann man im Freilichtmuseum Kommern probieren. Der selbst "gekochte" englische Plumpudding gehört für den Eifer Krimiautor Ralf Kamp zu Weihnachten - wie für die sizilianische Familie in Hattingen die Biscotti mit getrockneten Feigen. Weihnachtsstraße und Post vom Christkind Vom 1. Advent bis zum 6. Januar wird die Hummelsbergstraße im Kölner Stadtteil Sülz zur "Weihnachtsstraße". Krippen und Krippenfiguren findet Tamina Kallert im Museum, aber auch in den Straßen und Gassen der Wallfahrtsstadt Kevelaer. Im Postamt von Engelskirchen gehen jedes Jahr fast 200.000 Wunschzettel aus der ganzen Welt ein - und werden alle vom Christkind beantwortet. Und die Dechenhöhle im Sauerland verwandelt sich in der Weihnachtszeit in eine magische Konzerthalle.
Sonntag, 23.12.2018
05:30 - 05:55, ARD
Was wünscht sich das Christkind zu Weihnachten?

Das will Willi herausfinden und ist deshalb auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt unterwegs. Der wird ja traditionell vom Christkindl eröffnet, also hat man hier die besten Chancen, es persönlich zu treffen und nach seinem Weihnachtswunsch zu fragen. Überall auf dem Weihnachtsmarkt riecht es nach Glühwein, Mandelbrot und Lebkuchen. Wie werden Lebkuchen eigentlich hergestellt? Willi wills wissen und fährt immer dem Duft hinterher - Gewürze, Zucker, und was noch? Mal sehen, ob ihm jemand das Geheimrezept verrät. Kein Weihnachten ohne Weihnachtsbaum! Auf einer Christbaumplantage erfährt der Reporter, welche Nadelbäume sich zum Aufstellen im Zimmer eignen. Wer einen Baum ergattert hat, der möchte ihn doch bestimmt auch schmücken zum Beispiel mit Glaskugeln. Bei einer Firma in Rödental rollen 55 Millionen Kugeln im Jahr durch die Fertigung. Wer das Christkind nicht persönlich trifft, um ihm einen Wunschzettel zu übergeben, der kann ihm auch schreiben: Im Weihnachtspostamt in Himmelstadt, das nur zu dieser Jahreszeit geöffnet ist, werden Tausende von Briefen an das Christkind gesammelt und beantwortet. Klar, dass Willi gleich mithilft, die eingegangenen Briefe zu öffnen und zu sortieren. So viele Wünsche! Ob die alle erfüllt werden können?

06:00 - 06:30, RBB
Von Tannenbäumen, Weihnachtsgänsen und Musikantenengeln

Christbaum, Gänsebraten und Holz-Engelchen - das gehört in fast jedem deutschen Haushalt zum Weihnachtsfest. Doch wo kommen die Tannen eigentlich her und was treibt die Verkäufer ein ganzes Jahr lang durch die Plantagen? Wann sind die Weihnachtsgänse aus den Eiern geschlüpft und was hatten sie für ein Leben? Warum schwitzen die Musikantenengel schon im Hochsommer und warum verleiht man ihnen grüne Flügel? Der Film begleitet Familie Brandt und ihre Mitstreiter vom "Tannenparadies Berlin", die Geflügelzüchterin Marzella Fröhlich aus Südbrandenburg und die Mitarbeiter der Traditionsfirma Wendt & Kühn im Erzgebirge.

20:15 - 21:45, MDR
Die schönsten Weihnachtsbräuche

Weihnachten ist eine Zeit, in der man sich gern an alte Bräuche erinnert. In fast allen Familien gibt es einen Weihnachtsbaum, es brennen vier Kerzen auf dem Adventskranz und auf den Tisch kommen Speisen, die es eigentlich nur zu dieser Jahreszeit geben sollte. Zudem entwickelt jede Familie für sich noch ihre eigenen Rituale und Bräuche, die das Weihnachtsfest für jeden einzelnen so speziell machen. Axel Bulthaupt ist ins Erzgebirge nach Rittersgrün gereist, um zu erkunden, wie ein Dorf, das sich gern als "Weihnachtsdorf" bezeichnet, diese Traditionen wirklich noch lebt. Er übt sich im Pyramidenanschieben, begleitet Kurrende-Sänger, lässt sich mit neunerlei Speisen verwöhnen und lernt, dass unter der Tischdecke auch mal Stroh liegen kann. Darüber hinaus wirft Axel Bulthaupt auch einen Blick über den Tellerrand der erzgebirgischen Weihnachtsbräuche hinaus und erkundet, woher der Adventskranz stammt, warum der Weihnachtsbaum auch mal von der Wohnzimmerdecke hängen kann und wie sich das Fahrzeug des Weihnachtsmannes auch an die modernen Zeiten anpasst. Das Rentier bleibt dann im Stall. Den feierlichen Höhepunkt der Sendung bildet eine bergmännische Weihnachtstradition, die Mettenschicht, die immer noch in Rittersgrün gefeiert wird, obwohl es dort schon lange keinen Bergbau mehr gibt.

Montag, 24.12.2018
09:15 - 09:45, NDR
Oh du fröhliche - Die Geschichte eines Weihnachtsliedes

Es gehört zu den bekanntesten Weihnachtslieder weltweit: "O Du Fröhliche", geschrieben wahrscheinlich im Jahr 1815 in Weimar. Das Heer Napoleons ist gerade besiegt, eine Zeit neuer Hoffnung für viele Menschen bricht an. Auch für die Kriegswaisen, um die sich der Schriftsteller und Laientheologe Johannes Daniel Falk kümmert und für die er dieses Lied schreibt. Eine Zeitreise nach Weimar Wir begleiten Moderator Julian Sengelmann auf einer Zeitreise nach Weimar zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Die Folgen des Krieges sind überall noch spürbar. Auch in der Familie von Johannes Daniel Falk, der vor 250 Jahren geboren wurde. Vier seiner eigenen Kinder sterben. Er und seine Frau Caroline öffnen den Kriegswaisen ihr Haus. In Hamburg tut Johann Hinrich Wichern später dasselbe und gründet das Rauhe Haus.Das ist der Beginn der sozialen Arbeit der Kirchen. Orte, in denen das Lied entstanden ist, gesungen und dadurch weltbekannt wurde. Eines der beliebtesten Weihnachtslieder überhaupt In Weimar und Hamburg spürt Julian Sengelmann der Geschichte von "O Du Fröhliche" nach und spricht dabei mit prominenten Gesprächspartnern, etwa dem Klimaforscher Mojib Latif und dem MDR Moderator Andreas Freyer. Und der bekannte Liedermacher Rolf Zuckowski bekennt: "Für mich ist ohne 'O Du fröhliche' kein Weihnachten. Es gehört zu den beliebtesten Weihnachtsliedern überhaupt".

09:40 - 10:25, 3SAT
Eine ostpreußische Weihnacht

In Ostpreußen, in Ermland und Masuren, beginnt der Winter früh. Oft fällt der erste Schnee schon Mitte November, eine Eisschicht überzieht dann die zahllosen Seen. Eine "weiße Weihnacht" ist fast selbstverständlich in den masurischen Dörfern. Und natürlich gelten auch noch die alten Traditionen bei den wenigen noch verbliebenen deutschstämmigen und meist protestantischen Familien wie auch bei ihren katholischen Nachbarn. Die Roszigs und die Korzeniewskis sind miteinander befreundet. Sie haben gemeinsam ein Schwein zum Fest geschlachtet, der Auftakt für die unmittelbaren Festvorbereitungen. In den Küchen auf beiden Höfen herrscht nun Hochbetrieb: Blut- und Grützwurst werden gemacht, Mettwurst und Schinken, Speck und Spirkel, das ostpreußische Gulasch. Natürlich wird in beiden Familien gebacken, Plätzchen und Pfefferkuchen zum Beispiel. Aber es gibt auch Unterschiede: Bei den evangelischen Roszigs werden drei Tage vor dem Fest Gänse als Festtagsbraten geschlachtet, bei den katholischen Korzeniewskis gibt es Karpfen am Heiligen Abend. Schließlich ist das Festessen an diesem Abend eigentlich ein Fastenessen. Der Film begleitet beide Familien in den Tagen vor dem Fest bis zum Heiligen Abend.
10:25 - 10:55, 3SAT
Christbaumschmuck aus Lauscha - Illusionen aus Glas

Kaum einer kann sich dem Zauber des gläsernen Christbaumschmucks entziehen. An ihm hängen Kindheitserinnerungen, Familientraditionen und das Wohl eines kleinen Thüringer Dörfchens - Lauscha. Vor gut 170 Jahren begannen Lauschaer Glasbläser, Kugeln vor Gasflammen zu formen. Ein Industriezweig entstand. In fast jedem Haus wurde das Wohnzimmer zur Arbeitsstube. Jeder musste mit ran, um die Illusionen aus Glas zu fertigen - vom Kind bis zur Großmutter. Lauschaer Christbaumschmuck eroberte die Welt, hing an deutschen, englischen und vor allem amerikanischen Weihnachtsbäumen. Lauscha wurde zum Synonym für den festlich geschmückten Baum. Was das mit dem örtlichen Gaswerk und dem Amerikaner Woolworth zu tun hat, mit Botenfrauen und Verlegern, mit Perlen und Blei, mit Spießkistlquote und Lampe, das verrät dieser Film.

10:55 - 11:25, 3SAT
Weihnachten in Prag

Die Gassen rund um den Hradschin erstrahlen im Lichterglanz, auf den Plätzen locken Weihnachtsmärkte und Glühweinstände, ein Laternenanzünder macht seine Runde: Es weihnachtet in Prag. Die Filmemacher begleiten die junge Familie Plachý - Jirí und Pavla mit ihren drei Töchtern - durch die Adventszeit. Dabei lernen sie böhmische Weihnachtstraditionen kennen: vom filigranen gläsernen Christbaumschmuck bis zum Heiligabend-Karpfen. In aller Geschäftigkeit bleibt auch Zeit für ein wenig Einkehr - beim Christbaumschlagen im eigenen Waldstückchen oder bei der Böhmischen Hirtenmesse, ohne die sich eine wirklich böhmische Weihnacht gar nicht vorstellen lässt.
11:45 - 12:30, NDR
Süße Weihnachten - Backtradition im Norden

Weihnachten ist die Zeit der ganz süßen Versuchungen. Zu keiner Jahreszeit gibt es derart viele traditionelle Süßigkeiten: Dominosteine, Zimtsterne, Lebkuchen und Printen, Christstollen, Spekulatius und Weihnachtsbaumschmuck aus Schokolade. Das bewährte Duo Carlo von Tiedemann und Tarik Rose ist auf Weihnachtsmission. Sie haben sich vorgenommen, die ultimativ leckerste Weihnachtsnascherei zu finden. Was gibt es alles an weihnachtlichen Süßigkeiten? Und was essen die Leute am liebsten? Was gehört im Norden an Weihnachtsleckereien unbedingt zum Fest? Was sind die neuen Trends und was die beliebten Klassiker? Woher stammen die unterschiedlichen Rezepte und Traditionen? Die Sendung gibt Einblick hinter die Kulissen einer Schokoladenfabrik oder beim Stollenbäcker und Konditormeister "um die Ecke" und erzählt die geschichtlichen Hintergründe zu den einzelnen Köstlichkeiten. Die beiden Protagonisten naschen sich plaudernd von Süßigkeit zu Süßigkeit, besuchen Bäckereien und Produktionsstätten. Sie schauen den Machern über die Schulter und erfahren dabei das eine oder andere Geheimrezept. Und schon ist die Weihnachtsstimmung perfekt.

12:15 - 13:15, 3SAT
Winterzauber

Wenn es im Norden kalt wird und schneit, beginnt dort eine ganz besondere Zeit: die Adventszeit, angefüllt mit liebgewonnenen Traditionen. Doch auch die Natur hat dann ihre Reize. Das Filmteam begibt sich in die winterlichen Landschaften von Schweden, Norwegen, Finnland und Island zu den Menschen, die den Winter lieben. Darunter ist auch Morten Blien aus Tana bru. Sehr viel weiter nördlich kann man in Norwegen nicht leben. Morten Blien ist für die Straßenreinigung zuständig. Im Winter ist er Tag und Nacht mit dem großen Schneepflug unterwegs, um die wichtigen Verkehrswege zu räumen. Zuerst schaut Morten in diesen Wochen morgens früh auf den Schneeradar, den sein Handy anzeigt: Kommt wieder neuer Schnee? Wie heftig wird es schneien? Der 32-Jährige liebt die Einsamkeit in der norwegischen Finnmark. Es leben nicht viele Menschen dort. Daher ist es umso notwendiger, mobil zu bleiben, damit auch die kleinen Dörfer im Winter nicht von der Versorgung abgeschnitten werden. Mortens Job ist für alle Bewohner in dieser Region überlebenswichtig. Der Finne Tim Reinvuo ist dagegen am liebsten dort unterwegs, wo es keine Straßen gibt. Der 60-jährige Mitarbeiter des Forstamtes von Savukoski genießt es, wenn er alleine im Pyhä-Luosto-Nationalpark in Mittelfinnland nach dem Rechten schaut. Touristen kommen nur im Sommer dorthin. Timo nutzt die Winterzeit, um die Hütten wieder zu reparieren und für die nächste Saison vorzubereiten. Es stört ihn nicht, dass es draußen seit Wochen tief verschneit ist. Im Gegenteil. Der Ranger sorgt für Gemütlichkeit in den einfachen Unterkünften. Mit seiner Frau weilt er in der Vorweihnachtszeit am liebsten im gemeinsamen Holzhaus bei einer typischen Weihnachtssuppe. Für die junge Schwedin Tove Dahl erfüllt sich ein Traum: Sie ist in diesem Jahr die heilige Lucia. Der Lucia-Tag am 13. Dezember gehört zu den wichtigsten Feiertagen in Schweden. Und alle Mädchen wollen einmal die heilige Lucia sein - bestaunt und bewundert, mit ihrem leuchtenden Kranz voller Kerzen auf dem Haar. Für die schwedische Familie Wagenius beginnt der Weihnachtstag stets mit einer Skiabfahrt auf dem Hausberg. Die Eltern und die vier Kinder brechen schon am frühen Morgen auf, bevor sich die Touristen an den Liften drängeln. "Skifahren zu Weihnachten gehört für uns einfach dazu, es ist der ideale Start in diesen besonderen Tag", bemerkt Jon Wagenius. Am Abend feiert die Familie dann ihr Weihnachtsfest mit einem Julbord. Mit den Vorbereitungen dafür beginnt die Familie schon Wochen vor dem Fest. In der Küche wird frisches Rentierfleisch durch den Fleischwolf gedreht, gewürzt und in den Naturdarm gefüllt, für die beliebte Weihnachtswurst. Auch der Jul-Schinken will nach Familienrezept mit Ruhe und Sorgfalt eingelegt, gewürzt und gebraten werden. Vor allem die Kinder mögen gar nicht aufhören, die anderen herzhaften Leckereien und Süßigkeiten zu probieren. Es sind stets lange und gemütliche Abende, die die Familie miteinander verbringt. Weihnachten im hohen Norden ist noch wirklich ein Erlebnis, es bedeutet Zeit für Muße und Gemeinsamkeit und nicht Weihnachtsstress und Geschenke-Kauf.
13:15 - 14:15, 3SAT
Lichterglanz und Schneegestöber

In Nordschweden ist die Adventszeit für die Menschen eine ganz besondere Zeit: Draußen sinken die Temperaturen auf bis zu minus 20 Grad, und der Schnee liegt schnell mehr als einen Meter hoch. Drinnen bereiten die Bewohner des Fjäll das Weihnachtsfest vor. Wegen der Kälte lieben sie es zuhause besonders warm, gemütlich und heimelig, viele Traditionen wurden bewahrt. Aber die Schweden sind immer auch gerne draußen - in der beeindruckenden Winterlandschaft. Die Sami treiben in dieser Zeit ihre Rentierherden zusammen. Es sind die Wochen der Rentierscheidung. Dann markieren die Sami ihre Tiere, als Zeichen des Besitzes. Obwohl die Markierungen an den Ohren kaum zu erkennen sind, weiß Niklas Walkeapää genau, welches der Tiere seines ist. "Das lernt man, es ist wie lesen lernen", sagt der Sami. Rentierwurst ist ein wichtiger Bestandteil des typisch schwedischen Weihnachtsbuffets, des Julbords. Familie Wagenius beginnt mit den Vorbereitungen für ihr Julbord schon Wochen vor dem Fest. Das frische Rentierfleisch wird in der eigenen Küche durch den Fleischwolf gedreht, gewürzt und in den Naturdarm gefühlt. Auch der Jul-Schinken will mit Ruhe und Sorgfalt eingelegt, gewürzt und gebraten werden, nach einem Familienrezept. Der Luciatag am 13. Dezember gehört zu den wichtigsten Feiertagen in Schweden, und alle Mädchen wollen einmal die heilige Lucia sein. Tove Dahl hat einen Wettbewerb gewonnen, sie ist in ihrer Heimatstadt Lillhärdal in diesem Jahr die Lucia. Mit ihrer Kerzenkrone, dem weißen Mantel und ihrem Gefolge zieht sie am Luciatag durch die Stadt, besucht die Altenheime und singt dort das Lucialied. Es ist eine Geste für diejenigen, die in der Weihnachtszeit alleine sind, deren Angehörige weit entfernt wohnen. In Östersund freuen sie sich das ganze Jahr auf das Wochenende, an dem der Weihnachtsmarkt geöffnet wird. Dann reisen die Familien der Umgebung an, um typisch schwedische Vorweihnachtsatmosphäre zu genießen. Gunnar Angström bereitet sich mit großer Sorgfalt auf den Weihnachtsmarkt vor, er ist nämlich der Weihnachtsmann. Bei ihm dürfen die Kinder ihre Weihnachtswünsche abgeben. Ein echter schwedischer Weihnachtsmann ähnelt einem Tomte, dem Hauswichtel, sehr viel mehr als dem amerikanischen Santa Claus. Gunnar Angströms Mantel besteht aus Tierfellen, ist braun, nicht rot. Nur der Bart, der muss auch in Schweden lang und würdig sein. Die Kinder auf dem Weihnachtsmarkt in Östersund stehen geduldig an, um ihre selbst geschriebenen Zettel mit ihren Wünschen zu zeigen. Der Weihnachtsmann nimmt sich dann viel Zeit, um mit den Kindern über ihre Wünsche zu reden. Auch Birgitta Westin kommt jedes Jahr auf den Weihnachtsmarkt. Sie verkauft eine typische schwedische Weihnachtsspezialität, den Glögg. Der schwedische Glühwein wird ohne Alkohol gebraut, nur mit Wasser, Beeren und Gewürzen. Birgitta Westins Glögg gehört zu den besten im Land, ist mehrfach ausgezeichnet worden. In ihrer Glöggküche zeigt sie, was es für einen echten schwedischen Glühwein braucht. Per Johan Göransson aus Tangerasen zieht es dagegen in der Weihnachtszeit hinaus ins Fjäll. Für den Hundeschlittenführer sind diese Wochen die ideale Zeit, um mit den Hunden zu trainieren. Obwohl es schon bitterkalt ist, können es seine Hunde kaum erwarten, durch die verschneite Bergregion in Jämtland zu laufen. Vor ein paar Jahren hat er seine Liebe zu den Schlittenhunden entdeckt, seitdem nutzt der Starkstromelektriker jede freie Minute für die Tiere. Die Wochen vor dem Jahreswechsel sind für Per Johan die schönste Zeit, denn dann liegt frischer Schnee, und seine Hunde wollen zeigen, was in ihnen steckt. Für Familie Wagenius beginnt der Weihnachtstag stets mit einer Skiabfahrt auf dem Hausberg. Die Eltern und die vier Kinder fahren schon früh am Morgen hoch, um möglichst viele der Abfahrtspisten befahren zu können, bevor der Touristenstrom sich an den Liften drängelt. "Skifahren zu Weihnachten gehört für uns einfach dazu, es ist der ideale Start in diesen besonderen Tag, für uns alle", bemerkt Jon Wagenius. Am Abend feiert die Familie dann ihr Weihnachtsfest mit einem Julbord. Vor allem die Kinder mögen gar nicht aufhören, die herzhaften Leckereien und die Süßigkeiten zu probieren - es sind stets lange und gemütliche Abende.
14:15 - 14:45, 3SAT
Weihnachten in Lettland

Das Erzgebirge gilt in Deutschland als das Weihnachtsland schlechthin. Diesen Ruf verdankt es im Besonderen den weihnachtlichen Bräuchen und der typischen weihnachtlichen Festkultur. Hängeleuchter, Pyramiden, Lichterfiguren, Räuchermännchen und Nussknacker kennt jeder. Buckelbergwerke und weihnachtliche Heimatberge jedoch sind weniger bekannt. Die Legende sagt, dass alles mit Modellen für den Bergbau begonnen hat. So originalgetreu wie möglich und in der Mechanik so korrekt wie nötig sollten sie sein. Im Zusammenspiel mit der Schnitz- und Bastelkunst der Erzgebirgler sind so immer komplexere mechanische Wunderwelten, die sogenannten Weihnachtsberge entstanden. Die ersten wurden Mitte des 19. Jahrhunderts in oft jahrzehntelanger Arbeit geschaffen. Fast jede Familie besaß ein solches Wunderwerk. Weihnachtsberge stellen als Dioramen die Geschichte um Jesu Geburt nach. In vielen der dreidimensionalen Schaubilder findet sich das Erzgebirge mit seinem Brauchtum und seiner Landschaft. Buckelbergwerke waren den Bergleuten vorbehalten, die aufgrund von Verletzungen nicht mehr untertage arbeiten und sich durch Vorführung der mechanischen Wunderwerke auf Jahrmärkten ein wenig Geld verdienen konnten. Nachdem die Tradition lange in Vergessenheit geraten war, flammt nun das Interesse an Weihnachtsbergen und Buckelbergwerken wieder auf. Immer mehr Wunderwerke werden restauriert oder komplett neu gebaut. Zimmer werden geräumt, um sie Besuchern zu präsentieren. Jeder Weihnachtsberg hat seine eigene Geschichte. Mit spezieller Aufnahmetechnik dringt der Film in die Miniaturwelt ihrer Mechanik vor und bewegt sich in den fantastischen Landschaften "auf Augenhöhe". Und er stellt auch die Menschen vor, die mit diesen Werken verbunden sind.
19:00 - 19:30, MDR
Weihnachten in Sankt Petersburg

Weihnachten im russischen Sankt Petersburg - das ist ein funkelndes Wintermärchen! Mittendrin liegt eine der berühmtesten Straßen der Welt, einzigartiger Touristen-Hotspot und Schaufenster zum Westen: der Newski-Prospekt! Auf 4,5 Kilometern finden sich hier viele Kirchen, der berühmte Feinkostladen Jelissejew und das traditionsreiche Grand Hotel Europe. Am Weihnachtstag sind die beiden Magdeburger Kerstin und Uwe Dörfer schon früh auf dem Newski-Prospekt unterwegs. Ihr Ziel ist der nahe gelegene internationale Weihnachtsmarkt. Anders als in Deutschland öffnet der erst am 24.12. seine Pforten. Dort verkaufen die Dörfers in ihrer Hütte Bratwurst und Glühwein. Seit sechs Jahren machen sie das schon, sozusagen als kulinarische Weihnachtsbotschafter. Viele Freundschaften sind in dieser Zeit entstanden. Und während Dörfers am Rummel des Marktes ihren Spaß haben, ist Katja Bondareva mit ihrer Mutter Christine und Söhnchen Dania zwischen den Ständen unterwegs. Die Zutaten für das Weihnachtsessen müssen besorgt werden und die Jolka-Tanne ist auch noch nicht geschmückt! Für die Hausfrau bedeutet die Weihnachtszeit immer viel Arbeit. Denn die Familie hat russische und deutsche Wurzeln: Da kommen dann am Heiligabend alle zusammen, um gemeinsam mit russischen Liedern, Wodka und Väterchen Frost ganz traditionell zu feiern. Die Reportage begleitet Russen und Deutsche durch die turbulente Weihnachtszeit. Auf einer der schönsten Straßen der Welt treffen verschiedene Kulturen und Traditionen aufeinander. Es ist auch die Geschichte einer mythischen Stadt und ihrer Bewohner.
19:15 - 20:00, 3SAT
Das Geheimnis der Geburt Jesu

"Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde": So beginnt die Weihnachtsgeschichte. Aber stimmt sie überhaupt? Wie viel von dem, was die Bibel über die Geburt Jesu erzählt, hat sich tatsächlich so zugetragen? Petra Gerster zeigt in einem "Faktencheck", was wirklich dran ist an dieser die Welt bewegenden Geburt, von der die Evangelisten Lukas und Matthäus berichten. Die Weihnachtsgeschichte wirft mehr Fragen auf, als sie beantwortet. Deshalb streiten bis heute Historiker und Theologen, Archäologen und Astronomen darüber, was genau in jener Heiligen Nacht geschah: Wurde Jesus tatsächlich in einer Krippe geboren? War Maria wirklich Jungfrau? Wies der Stern von Bethlehem den Heiligen Drei Königen den Weg? Was ist Wahrheit, was fromme Legende an dieser "frohen Botschaft"? Die Journalistin Petra Gerster begibt sich auf Spurensuche an den eindrucksvollen Schauplätzen im Heiligen Land. Von der Geburtskirche in Bethlehem macht sie sich auf, um Licht ins Dunkel einer 2000 Jahre alten Geschichte zu bringen. Mit Hilfe renommierter Experten, einer Astronomieprofessorin und einem Fachmann für Geburten in der Zeit Jesu, entsteht dabei Fakt um Fakt das Bild, wie die Umstände der Geburt Jesu nach wissenschaftlichem Ermessen tatsächlich gewesen sind. Muss die Geschichte von Jesu Geburt im Stall von Bethlehem heute anders - oder sogar neu erzählt werden?

Dienstag, 25.12.2018
19:10 - 20:00, 3SAT
Glaskugeln, Strohsterne und Lametta - Eine Kulturgeschichte des Christbaumschmucks

Ein festlich geschmückter Christbaum ist eine beliebte Weihnachtstradition. Anita Lackenberger entführt in eine Welt voller regionaler Besonderheiten in der Ausgestaltung des Baumschmucks. Weihnachtlich geschmückt werden die Bäume seit dem frühen 19. Jahrhundert. Der Film zeigt Glaskugeln und Glasvögel aus Tschechien, gedrechselte Holzkugeln aus der Schweiz sowie geschnitzte aus Südtirol und essbaren Christbaumschmuck wie die bayrischen Springerle. Für die Holzkugeln wird heimisches Holz verwendet, und es braucht große Erfahrung, Holz-Christbaum-Kugeln individuell herzustellen. Die kulinarischen Köstlichkeiten werden ebenso kunstvoll von Hand gefertigt. Lebkuchen-Herzen werden liebevoll mit Zuckerguss verziert, bevor sie ihren Platz auf einem Christbaum-Zweig finden. Aus Honigwachs lässt sich schöner Behang für den Baum herstellen. Gerne wird es noch mit Goldglitzer und Goldstaub veredelt. Weihnachten ist die Zeit, Träume wahr werden zu lassen: Kinderträume nach einem Paradies-Baum, der ein Christbaum ist, - und oft ist ein schöner Christbaum auch ein Traum der Erwachsenen, den sie sich jedes Jahr aufs Neue erfüllen können.

Mittwoch, 26.12.2018
09:10 - 11:10, ARD
Der kleine Lord

Der Earl of Dorincourt lässt seinen kleinen Enkel Ceddie aus Amerika nach England kommen, um ihn auf seinem Schloss standesgemäß zu erziehen. Unter dem Einfluss des liebenswerten Jungen verwandelt sich der grantige alte Herr in einen Menschenfreund und Wohltäter. Alec Guinness spielt auf unvergessliche Art den Großvater in Jack Golds rührender Verfilmung des gleichnamigen Jugendbuchs, die sich zum vorweihnachtlichen TV-Klassiker entwickelt hat. Der achtjährige Ceddie Errol (Ricky Schroder) lebt zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit seiner verwitweten Mutter (Connie Booth) in bescheidenen Verhältnissen in New York. Eines Tages taucht Mr. Havisham (Eric Porter), ein Abgesandter des Earl of Dorincourt (Alec Guinness), bei Mrs. Errol auf. Der Earl ist Ceddies Großvater. Sein Enkel kennt ihn aber nicht, denn der adelsstolze alte Herr hatte sich seinerzeit von seinem Sohn Cedric - Ceddies Vater - losgesagt, als dieser eine Amerikanerin heiratete. Da inzwischen alle seine Söhne tot sind, wünscht der Earl, dass Ceddie nach England kommt, damit er als Erbfolger auf Schloss Dorincourt eine standesgemäße Erziehung erhält. Mrs. Errol willigt ein - unter einer Bedingung: Ihr Sohn soll nie erfahren, welche Abneigung der alte Herr gegen sie empfindet. Auf das Schloss darf sie nicht, stattdessen wird sie in der Nachbarschaft einquartiert. Ceddie, nun Lord Fauntleroy, ahnt nicht, wie es zwischen seiner Mutter und ihrem Schwiegervater steht. In seinen Augen ist der grantige alte Earl, der sich aus verletztem Stolz hinter einer Fassade versteinerter Gefühle verschanzt hat, der beste Großvater der Welt. Dieser wiederum gewinnt seinen Enkel rasch lieb; die frische Herzlichkeit des Jungen weckt in ihm Regungen, die für immer verschüttet zu sein schienen. Umso größer ist der Schock für den alten Herrn, als eine Frau auftaucht und behauptet, ihr Sohn sei der rechtmäßige Erbe des Titels. "Little Lord Fauntleroy", im englischsprachigen Raum bis heute ein Klassiker der Jugendliteratur, wurde mehrfach verfilmt. Jack Golds stimmungsvolle Inszenierung erfreut mit prächtigen Dekors und beweist gleichermaßen Sinn für Rührung und Komik; Alec Guinness gelingt es unvergleichlich, die im Roman recht klischeehafte Figur des Earls Mensch werden zu lassen. Tatsächlich bezaubernd ist der damalige Kinderstar Ricky Schroder als Ceddie, nicht nur beim abschließenden Weihnachtsfest. Die Chemie zwischen den beiden Darstellern erklärt die ungeheure Popularität des Films.

11:40 - 12:05, 3SAT
Magische Weihnachten in Schwaz

Zur Weihnachtszeit werden in Schwaz in Tirol regionale Schmankerl wie Honigbrot und der traditionelle Weihnachtszelten gebacken. Außerdem werden viele weihnachtliche Traditionen gepflegt. So ziehen jedes Jahr zur Adventszeit die „Anklöpfler“ mit ihren Liedern von Haus zu Haus, und die Knappenmusik spielt ihre Weihnachtsweisen auf Burg Freundsberg, wo auch eine köstliche Adventjause auf die Gäste wartet. Ein Besuch im stillgelegten Bergwerk darf in Schwaz auch nicht fehlen. Und zum Abschluss gibt es eine Führung durch das historische Stadtzentrum, verbunden mit einem Besuch beim alljährlichen Adventmarkt, wo man sich von der Kunstfertigkeit der Schwazer überzeugen kann und wo für weihnachtliche Stimmung gesorgt wird.
12:05 - 12:50, 3SAT
Torten, Stollen und Pandoro - Weihnachtskuchen in Europa

In ganz Europa werden in der Zeit rund um Weihnachten die unterschiedlichsten Torten, Kuchen, Biskuitrollen, Sterne und Stollen gebacken - die Zutaten sind je nach Region höchst unterschiedlich. Ob reichhaltiger Hefestollen mit Trockenfrüchten, würzige Linzer Torte oder schokoladig-zarte "Bûche de Noël": Der Duft von frisch Gebackenem weckt Kindheitserinnerungen, und so mancher freut sich das ganze Jahr auf die eine oder andere süße Köstlichkeit. Aus der oberösterreichischen Hauptstadt Linz kommt eine Weihnachtsspezialität mit langer Tradition: Die "Linzer Torte" gilt als älteste Torte der Welt. Die teuren Zutaten, vor allem die Gewürze, waren auch im Mittelalter in der Handelsmetropole Linz zu erhalten. Die Linzer Torte findet sich im 18. Jahrhundert bereits in verschiedenen Kochbüchern, das älteste erhaltene Rezept stammt von 1653. Ein traditionelles tschechisches Gebäck sind die Kolatschen: Germteig-Taschen, die mit Quark und zusätzlich mit Pflaumenmus, Nüssen oder Mohn gefüllt und nach dem Backen noch festlich verziert werden. Eine der bekanntesten, süßen Spezialitäten aus Tschechien sind die Karlsbader Oblaten. Sie werden mit dem Karlsbader Quellheilwasser hergestellt. Heute fast vergessen ist die mit Schokoladebuttercreme gefüllte Oblaten-Torte, die auch an Festtagen gereicht wurde. Weihnachtsstollen sind eine deutsche Spezialität. Sie werden meist nach traditionellen Rezepten hergestellt, die in den Bäckerbetrieben oder Familien seit Generationen weitergegeben wurden. Stollen wird aus einem schweren Hefeteig mit hohem Fett- und Zuckeranteil gebacken, der Teig wird durch Trockenfrüchte und kandierte Früchte verfeinert. Die Tradition verlangt, dass der Christstollen erst zu Weihnachten angeschnitten werden darf. Mit dem im Erzgebirge entwickelten Stollenkuchen kann man sich schon die Adventzeit versüßen. In Frankreich bäckt man zu Weihnachten eine "Bûche de Noël", einen Weihnachtsbaumstamm. Tatsächlich erinnert die Form der Biskuitrolle an einen Baumscheit. Mit Schokoladecreme gefüllt und überzogen und entsprechend verziert, ist diese Spezialität auch optisch ein Kunstwerk. Das Weihnachts-Gebäck in Verona ist der "Pandoro", das "goldene Brot". Dabei handelt es sich um einen äußerst aufwendigen Germteig, dessen Herstellung mehrere Tage in Anspruch nehmen kann. Die gelbe Farbe erhält der Teig von reichlich frischen Eiern, die verwendet werden. In Urfahr bei Linz backt man traditionell zum Jahreswechsel den Neujahrsstern. Dabei handelt es sich um ein süßes Germgebäck, das aufwendig zu einem Stern geflochten wird. Wer ein Stück abbekommt, soll Glück im neuen Jahr haben. Der Schweizer Dreikönigskuchen bietet neben dem Geschmackserlebnis eine zusätzliche Belohnung: Im Gebäck ist ein kleiner König versteckt. Wer diesen in seinem Stück findet, wird den ganzen Tag von seiner Familie wie ein König verwöhnt.

12:50 - 13:35, 3SAT
Lebkuchenreisen

Manchmal sind die einfachsten Dinge die kostbarsten: Lebkuchen etwa. Sie werden aus Honig, Roggenmehl oder Weizenmehl, Zucker, Nüssen und teuren Gewürzen wie Zimt, Pfeffer und Nelken gebacken. Die Geschichte des Lebkuchens ist eine europäische Erfolgsgeschichte, die seit mehr als einem Jahrtausend anhält. Er hat seinen Platz in den verschiedensten Kulturen und schmeckt zwar immer nach Lebkuchen, aber doch nie gleich. Eine europäische Spurensuche. Ursprünglich war die Lebkuchenherstellung eng mit den Klöstern verbunden: Zum einen siedelten sich rund um die Klöster stets viele Handwerker an, zum anderen konnten sich auch nur gewisse Bevölkerungsgruppen - wie Mönche - die teuren Gewürze leisten. Auch wenn sich diesbezüglich bis heute viel verändert hat, spürt man in Seckau in der Steiermark nach wie vor die jahrhundertealte Tradition. Die Bäckerei und Konditorei Regner produziert dort mittlerweile in der vierten Generation herrliche Lebkuchen. Thorn ist die Lebkuchenhauptstadt Polens. Bis heute wird dort die Backtradition hoch gehalten, und so wundert es nicht, dass im gotischen Kopernikushaus auch ein Lebkuchenmuseum eingerichtet wurde, dass jährlich von vielen Schulklassen aufgesucht wird. Die vermutlich bekanntesten Lebkuchen Polens sind die Thorner Katharinchen. Zahlreiche Sagen ranken sich um die Entstehung dieses Gebäcks. Sicher ist aber, dass die heilige Katharina die Namensgeberin dieses Lebkuchens war. In Pardubice in Tschechien werden die Lebkuchen mit Holzmodeln gebacken. Die Zunft der Modelschnitzer war dort früher hoch angesehen und mit der Zunft der Lebzelter stets eng verbunden. Heute wird diese alte Tradition im dortigen Lebkuchenmuseum bewahrt. Um die wunderschönen Muster der Gebäckmodel noch hervorzuheben, wird der Lebkuchen mit Zuckercouleur bestrichen - das macht die Gewürzkuchen zu einer unverwechselbaren Spezialität der Region. Die Tradition des Maissauers Lebkuchens geht weit bis ins 17. Jahrhundert zurück. Das liegt einerseits daran, dass Maissau an einer der wichtigsten Handelsrouten zwischen Wien und Prag lag, und andererseits daran, dass die österreichische Stadt jahrhundertelang das Hauptanbaugebiet von Safran war. Dadurch kamen viele Gewürzhändler nach Maissau, die neben Safran noch andere teure Gewürze führten. Auch im ungarischen Debrecen gibt es eine lange Tradition der Modellebkuchen. Es gab ungewöhnliche Formen wie bunte Husaren und Wickelkinder - und vor allem gab es Lebkuchen, die ausgestochen wurden. In die Mitte der leuchtend roten Herzen wurde ein kleiner Spiegel gelegt, der den Beschenkten vor Unglück bewahren sollte. Man sagt, das rote Lebkuchenherz mit dem Spiegel in der Mitte könne schüchternen Männern helfen, ihre Auserwählte zu erobern. Innsbruck hat für Lebkuchenfreunde ebenfalls etwas zu bieten. Christoph Munding bäckt in seiner Traditionskonditorei köstliche Lebkuchen, bei denen neben langer Erfahrung auch moderner Zeitgeist spürbar ist. Im Winter steht ihr kleines Lebkuchenhäuschen mitten auf dem Platz vor der Konditorei. Eine Hexe gibt es nicht in diesem Knusperhäuschen, nur eine große Auswahl an Christoph Mundings frisch gebackenen Lebkuchenköstlichkeiten.

19:15 - 20:00, 3SAT
Vanille, Zimt und Mandelsplitter - Weihnachtsbäckerei in Europa

Weihnachten ohne Plätzchen, das mag sich niemand vorstellen. Vor allem für Kinder ist das gemeinsame Backen eines der Highlights im Advent. Aber auch die Erwachsenen lieben das Plätzchenbacken. Jede Region, jedes Land hat eigene Zutaten und Spezialitäten. Filmemacherin Anita Lackenberger begibt sich auf die Suche nach den "Weihnachtsklassikern" in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Dabei macht sie auch Abstecher nach Tschechien und Italien. Der Trend zu Regionalem und Saisonalem, zu Tradition und Selbstgemachtem hat auch das Backen erfasst. Die Wiederentdeckung von "Omas Rezepten" bringt die Generationen zusammen und Köstlichkeiten wie Vanillekipferl, Zimtsterne und Nusskrapferl auf den Tisch. In einer Schweizer Backstube geht Anita Lackenberger dem Geheimnis der echten "Zimtsterne" nach. In Trient verfeinern die Bäckereien ihre Weihnachtskekse mit der Schale und dem Saft von Zitronen und Orangen und machen diese dadurch erst so richtig fruchtig. In Friaul hingegen lebt die Habsburger-Monarchie noch in den Keksrezepten weiter: Teure Gewürze, kandierte Früchte und vor allem viel Schokolade kommen hier zum Einsatz. Auch Prag kann - als alte Monarchie-Stadt - auf eine reichhaltige Weihnachtskeks-Tradition zurückgreifen, wenn etwa die "Bärenpratzen" mit viel Zimt und Nelken im Teig jede Weihnachtsküche zum Duften bringen. In Niederösterreich werden Mürbeteigkekse reich verziert, in Tirol mit selbst gemachter Marmelade veredelt, und aus Wien kommen die Vanillekipferln - die absoluten Lieblingsplätzchen der Österreicher. Welche Kunstwerke man mit schlichtem Buttermürbeteig zaubern kann, beweisen die Profi- und Hobbybäcker in Hannover. Hier fand auch das Wort "Keks" erstmals Eingang in die deutsche Sprache und den Duden. Die Wurzeln für dieses "neue" deutsche Wort kommen vom englischen Wort "Cakes" und wurden im ersten Dudeneintrag in der Einzahl "Keek" und im Plural "Keeks" genannt.