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Tip des Tages
Samstag, 20.04.2019
15:40 - 17:25, RBB (auch 23:35 - 01:20, MDR)
Ziemlich beste Freunde

Driss kommt aus dem Knast und benötigt eigentlich nur einen Nachweis für das Arbeitsamt, als es ihn in das luxuriöse Pariser Domizil des vermögenden Philippe verschlägt. Der sitzt nach einem Unfall im Rollstuhl und sucht einen neuen Pfleger. Driss' frecher Auftritt hinterlässt Eindruck bei dem durch sein Schicksal verbitterten Philippe, und so bietet er ihm eine Arbeitsstelle auf Probe an. Wie sich herausstellt, hat er genau die richtige Wahl getroffen. Die auf Tatsachen beruhende Komödie über eine ungewöhnliche Männerfreundschaft verzauberte das Kinopublikum und wurde zum erfolgreichsten französischen Film aller Zeiten. Sie stammen aus verschiedenen Welten: Der vermögende Philippe (François Cluzet) wohnt in einem schicken Pariser Viertel und muss sich um seinen Lebensstandard eigentlich keine Sorgen machen. Doch seit einem verhängnisvollen Gleitschirmunfall ist er querschnittsgelähmt, sitzt im Rollstuhl und benötigt häusliche Rundum-Betreuung. Driss (Omar Sy) dagegen ist ein Einwandererkind, lebt mit seiner Mutter und seinem kleinen Stiefbruder in der Vorstadt und hat gerade eine Gefängnisstrafe hinter sich. Als Philippe eine neue Pflegekraft sucht, erscheint Driss bei dem Vorstellungsgespräch nur, um sich für das Arbeitsamt einen Nachweis unterschreiben zu lassen - wohl wissend, dass er den Job nie bekommen wird. Da aber irrt er sich gewaltig: Von Driss' lässiger Art und der völligen Abwesenheit geheuchelten Mitleids beeindruckt, bietet Philippe dem unkonventionellen jungen Mann eine Arbeitsstelle auf Probe an. So zieht Driss in der luxuriösen Stadtwohnung ein, macht es sich gemütlich und mischt mit seiner unangepassten Art das edle Domizil gehörig auf. Vor allem aber schafft er es, seinen notorisch kritischen Chef nicht nur richtig anzufassen, sondern ihn mit frischer Energie und Lebensfreude aus den depressiven Stimmungstiefs zu holen. Mit der Zeit wächst das gegenseitige Vertrauen der beiden grundverschiedenen Männer. Eine tiefe Freundschaft entsteht. Auch als Philippe von der kriminellen Vergangenheit seines Angestellten erfährt, stellt das für ihn keinen Entlassungsgrund dar. Einerseits von Driss' Spontaneität fasziniert und mitgerissen, führt er seinen Pfleger andererseits an die Schönheit von Kunst und klassischer Musik heran. Als Driss von der Zuneigung Philippes zu einer langjährigen Brieffreundin erfährt, ermuntert er seinen Arbeitgeber, sich endlich mit der aus der Ferne Angebeteten zu treffen - auch wenn diese Begegnung zunächst an Philippes desolatem Selbstbewusstsein scheitert. Doch dann steht eines Tages der Stiefbruder von Driss vor der Haustür und erinnert ihn daran, dass er woanders noch eine Familie hat. Vor die Wahl gestellt, weiter für Philippe zu sorgen oder sich seiner eigenen Verantwortung zu stellen, muss Driss eine Entscheidung treffen.

Sonntag, 21.04.2019
20:15 - 21:45, H3
Serengeti

Durch das jahrzehntelange Engagement von Prof. Bernhard Grzimek für die Serengeti ist dieser ostafrikanische Nationalpark gerade für das hessische Publikum besonders interessant. Er zählt zu den größten Naturwundern der Erde. Seine großartige, unberührte Landschaft erstreckt sich viele hundert Kilometer von Tansania bis an die nördlichen Ausläufer des Schutzgebietes in Kenia. Alljährlich wiederholt sich in diesem 30.000 Quadratkilometer großen Gebiet ein grandioses Naturereignis: Fast zwei Millionen Antilopen, Büffel, Gazellen, Gnus und Zebras ziehen Hunderte von Kilometern weit auf der Suche nach Nahrung und Wasser durch die schier endlose Savanne, von den Weiten der Ebenen unter den Vulkanen des Kraterhochlandes, über die dornigen Buschländer der zentralen Serengeti bis zu den üppigen Weiden im Norden an der Grenze Kenias im Nationalpark Massai Mara über den Ngorongoro Krater. Sie benutzen immer dieselben Routen und müssen dabei, dem Wechsel von Regen- und Trockenzeiten unterworfen, größte Hindernisse überwinden. Ihnen dicht auf den Fersen sind ihre natürlichen Feinde: Löwen, Leoparden, Geparde und Hyänen. Kaum anderswo auf der Welt bietet der Kampf ums Überleben ein solches Schauspiel wie im Massenzug der Tiere in der Serengeti. Bildgewaltig und berührend - mehr als 50 Jahre nach dem "Oscar"-gekrönten Film "Serengeti darf nicht sterben" von Bernhard Grzimek - bietet der Dokumentarfilm "Serengeti" ein ganz neues, spektakuläres Naturerlebnis. In faszinierenden Bildern und mit atemberaubenden Zeitlupen mit bis zu 2.000 Bildern pro Sekunde haben der erfahrene Tierfilmer Reinhard Radke und seine Kollegen über zwei Jahre das Leben der Bewohner dieses einzigartigen UNESCO-Weltnaturerbes eingefangen. Hardy Krüger jr. führt als Sprecher durch dieses herausragende TV-Ereignis.

Montag, 22.04.2019, Ostermontag
17:45 - 18:30, Phoenix
Jenseits des Krieges

Diese Reportage zeigt keine Bomben; sie zeigt nicht den Krieg, sondern nimmt die Zuschauer mit in eines der schönsten Länder der Welt: Afghanistan. ARD-Korrespondent Gábor Halász reist darin unter anderem nach Bamiyan, wo einst die Buddha-Statuen standen, die die Taliban gesprengt haben, und in die Stadt Herat, die im Westen Afghanistans als Kulturhauptstadt gilt. Dieser Film zeigt keine Bomben. Dieser Film zeigt nicht den Krieg. Dieser Film nimmt uns mit in eines der schönsten Länder der Welt: Afghanistan. ARD-Korrespondent Gábor Halász beginnt seine Reise in Kabul. Über der Stadt thront noch immer der zerschossene Palast des Königs. Die Ruine erzählt von den Kriegen, die durch das Land zogen. So wie auch das von Falten durchzogene Gesicht des alten Gärtners, der immer noch täglich die Beete des Königs pflegt. Er sagt, er sei weit über 100 Jahre alt, und erzählt von den friedlichen Zeiten. Als Kabul ein Sehnsuchtsort war. In den sechziger und siebziger Jahren zogen die Hippies in die Stadt. Fotos zeigen Frauen in kurzen Röcken und eine Freiheit, die sich nur noch ahnen lässt. Berühmt war auch mal der Zoo der Stadt. Vor allem wegen Marjan, dem Löwen, der einst von Köln nach Kabul kam. Marjan überlebte alle Kriege. War am Ende blind und starb nach dem Sturz der Taliban. Jetzt endlich hat Kabul wieder einen Löwen, und er heißt wieder Marjan. Die Reise führt auch nach Bamiyan. Dort, wo einst die Buddha-Statuen standen, die die Taliban gesprengt haben. Nur noch die Löcher lassen die Schönheit erahnen. Sie gehören wie das Tal zum UNESCO-Welterbe. Viele wünschen sich, dass die Statuen wieder aufgebaut werden. Doch bislang kann das keiner bezahlen. Das Team aus dem ARD-Studio Neu Delhi unternimmt eine abenteuerliche Reise durch die wilden Berge. Dorthin, wo absolute Ruhe herrscht, wo kein Telefon Empfang hat. Wo auf einem Berg ein einsames Ferienhaus steht. Der Ort scheint ideal, die Touristen könnten kommen. Doch leider trauen sie sich nicht. Afghanistan gilt als zu gefährlich. Herat im Westen gilt als Afghanistans Kulturhauptstadt. Die Freitagsmoschee und ihr wunderschönes Blau lassen Besucher staunen. In Herat trifft das Team auch eine junge Schauspielerin und zwei Musiker, die meistens traurige Lieder spielen. Denn Lieder aus Afghanistan sind so gut wie immer traurig. Dieser Film zeigt nicht den Krieg. Aber dennoch zeigt er die Angst, dass alles wieder zerstört werden könnte. Dass die Taliban zurückkehren, wieder die Macht übernehmen könnten. Es ist auch die Reise durch ein zerbrechliches Land.

Dienstag, 23.04.2019
20:15 - 21:00, WDR
Mythos Nil

Im Alten Ägypten war es keine Frage, woher der Nil kommt. Er war einfach ein Geschenk der Götter. Doch bereits in der Römerzeit machte man sich auf die Suche nach den Quellen dieses einzigartigen Stroms. Und seit Forscher Ende des 19. Jahrhunderts die am weitesten von der Mündung entfernte Quelle fast 1.000 Kilometer südlich des Victoriasees entdeckten, steht fest, dass der Nil der längste Fluss der Erde ist. Ein Fluss derartiger Größe hat zwangsläufig viele Quellen. Bereits die Römer kannten das Gebiet der Mondberge, heute heißt es Ruwenzori - das drittgrößte Gebirge Afrikas mit Gipfeln über 5.000 Meter. Alles Wasser, das an den Berghängen abregnet, fließt in den Nil. Auf seinem Weg passiert es märchenhafte Landschaften, in dem Erika Heidekräuter baumhoch werden und Lobelien meterhohe Blütenstande haben - und das, obwohl nur ein einziges Tier im Ruwenzori in der Lage ist sie auch zu befruchten... Weiter südlich ist der Nyungwe Nationalpark der größte zusammenhängende Bergwald Ost- und Zentralafrika. Von Meerkatzen und Mantelaffen bis hin zu Riesenameisen findet man hier eine Vielfalt seltener Tier- und Pflanzenarten. Wasser gibt es hier das ganze Jahr über reichlich - und es sammelt sich schließlich im größten See Afrikas - dem Victoria-See. Ein See, der noch vor kurzem für seine Artenvielfalt berühmt war. Doch um die Fangquoten der Fischer zu steigern, wurde hier ein besonderer Fisch ausgesetzt. Er vermehrte sich explosionsartig und rottet inzwischen fast alle anderen Arten im See aus. Nördlich des Victoria-Sees fließt der Nil nach Stromschnellen und gewaltigen Wasserfällen im Murdison-Falls-Nationalpark ruhig dahin. Nilpferde, Elefanten und riesige Nilkrokodile bevölkern den Fluss und seine Ufer - gemeinsam mit über 400 Tierarten.

Mittwoch, 24.04.2019
20:15 - 21:00, NDR
Amerikas Naturwunder - Die Great Smoky Mountains

"Ort des blauen Rauchs", so nannten die Cherokee-Indianer einst die Hügellandschaft im Osten der USA, in der heute der Great Smoky Mountains Nationalpark liegt. Zu etwa 95 Prozent besteht der Park aus Wäldern. Ein Viertel davon ist unberührter Urwald mit einer erstaunlichen Pflanzenvielfalt. Vor allem im Indian Summer leuchtet das Laub der Bäume in allen erdenklichen Rot- und Gelbtönen von den Hängen. Botanische Vielfalt Neben seiner botanischen Vielfalt ist der Nationalpark berühmt für seine Schwarzbären, die im Sommer Wildkirschen in den Baumwipfeln ernten. Wilde Truthühner liefern sich auf den Lichtungen erbitterte Rangkämpfe. Einzigartig ist auch eine Vielzahl von Salamandern, die an den Ufern der kristallklaren Bäche leben. Faszinierende Superzeitlupen, bewegte Zeitraffer und Aufnahmen mit versteckter Kamera porträtieren einen der schönsten Abschnitte des Appalachen-Gebirgszuges. Das Zuhause der Schwarzbären Wenn sich langsam der Winter aus den Smoky Mountains zurückzieht, erwachen die Ersten der über 1.500 Schwarzbären des Nationalparks. Nirgendwo sonst in den USA leben mehr Bären pro Quadratkilometer als dort. Über die Hälfte von ihnen überwintert in Baumhöhlen, teils 20 Meter über dem Boden. Die Jungen werden mitten im Winter geboren und verbringen ihre ersten Wochen im Schutz der Höhle. Ihr erster Kontakt mit der Außenwelt beginnt mit einer waghalsigen Kletterpartie. Aber die Kleinen sind geborene Baumsteiger. Dank der fetthaltigen Milch ihrer Mutter haben sie beste Voraussetzungen, in den Wäldern des Nationalparks zu überleben. Truthähne signalisieren ihre Kampfbereitschaft Auch die Lichtungen wie Cades Cove locken viele Tiere an. Hier versammeln sich Truthühner, die wilden Vorfahren der Puten. Mit leuchtenden Hautlappen und glucksenden Lauten signalisieren sie ihre Kampfbereitschaft. Flügelschlagen, Beißen und Treten, alles ist bei den Hähnen erlaubt, um zu klären, wer das Recht zur Paarung hat. Der Nationalpark wurde 1934 gegründet. Gerade noch rechtzeitig, denn weite Flächen der einstigen Urwälder waren schon komplett gerodet. Heutzutage wachsen hier wieder gut 100 verschiedene Baumarten, mehr als in Nord- und Mitteleuropa zusammen. Der vielfältigste Nationalpark der USA Die Smoky Mountains sind der vielfältigste Nationalpark der USA. Die Wälder bieten 100.000 Tier- und Pflanzenarten eine Heimat. Darunter über 30 Salamanderarten wie dem urtümlichen Schlammteufel, schillernden Kolibris, die im Schwirrflug aus speziell angepassten Blüten Nektar sammeln, und trickreichen Fischen wie dem Flussdöbel, der in den kristallklaren Bächen aus Kieselsteinen kleine Burgen für seine Eier baut. Eines der faszinierendsten Naturwunder können die Besucher im Sommer erleben, wenn die Nächte schwülwarm sind. Mit kleinen "Laternen" werben mehr als ein Dutzend Leuchtkäferarten um Partner. Sie versammeln sich zu Zigtausenden und beginnen synchron zu leuchten. Lichtwellen, die durch den Wald pulsieren, sollen Weibchen in großer Zahl anlocken. All das macht die Smoky Mountains zum meistbesuchten Nationalpark der USA, ein Naturwunder, das nur wenige Menschen in Europa je gesehen haben.

Donnerstag, 25.04.2019
20:15 - 21:00, NDR
Im Herzen Österreichs - Ein Sommer in den Bergen

Eine Welt voll steinerner Giganten. Insgesamt 695 Dreitausender Gipfel gibt es laut österreichischem Alpenverein. Der Großglockner ist mit 3798 Metern der höchste Berg und das Wahrzeichen Österreichs. Wer in den Bergen des Nationalpark Hohe Tauern lebt, braucht Kraft und Gelassenheit. Denn die Natur, sie gibt den Takt des Lebens vor. Da kann es auch vorkommen, dass es im August plötzlich schneit. Helga Pratl ist Hüttenwirtin. Die Salmhütte liegt unterhalb des Großglockners auf 2644 Metern. Drei Monate im Jahr bewirtschaftet die gelernte Köchin das Haus, in das rund 1500 Übernachtungsgäste und 250 Tagesgäste während der Saison einkehren. Eine Materialseilbahn, die Lebensmittel zur Salmhütte bringt, gibt es nicht. Einmal in der Saison kommen Material und Trockenprodukte per Helikopter. Frische Lebensmittel, wie Obst und Gemüse, schleppen Helga und ihre Mitarbeiter aber jede Woche zu Fuß nach oben. "Manchmal denk ich mir auch, ich hab' ein bisschen einen Vogel, wenn ich alles da herüber schlepp, aber dann ist es auch wieder so schön und fit wird man auch noch dazu", sagt die 54-jährige Helga zu ihrem harten Job. Auf der Grieswiesalm im Rauriser Tal findet jedes Jahr ein Kampf unter Hengsten statt. Zehn Tiere kämpfen hier in einer Arena um die Position des Leithengstes. Der wird später die Gruppe anführen, wenn die Tiere den Sommer auf der Alm verbringen. Georg Lechner ist mit Kratos, seinem 3-jährigen Hengst, das erste Mal dabei. Beißen, treten und boxen - erlaubt ist an Machtdemonstration alles. Was rau und brutal aussieht, ist für die Tiere ein überlebenswichtiges Ritual. Und es gibt eine Überraschung: Nicht der Stärkste macht das Rennen! Anders ist das beim Ranggeln. Das ist eine Art Ringkampf - Brauchtum in Österreich - und eine letzte Männerbastion. Schon die Ritter sollen gerangelt haben, um sich auf ihre Wettkämpfe vorzubereiten. Später ging es darum, dem Kräfte messen einen Rahmen zu geben. Hermann Höllwart ist einer der besten Ranggler in Österreich. Abgeguckt hat sich der 30-jährige die Technik von seinem Opa, den er zusammen mit seinen Rangglerfreunden besucht. Im Sommer lebt Hans Höllwart mit seiner Frau in einer einsamen Hütte auf einer Alm im Rauriser Tal. Da kommt ihm jede Abwechslung recht. "Ich schau noch gerne zu. Denn ich war selber mal a Kanone," sagt der 92-jährige. In Armschlag, in Niederösterreich, kann man den Zauber des Mohns erleben. Das Dorf mit seinen 87 Bewohnern ist das Mohndorf Österreichs. Sie machen alles aus ihrem Graumohn: Mohnöl, Mohnhonig oder Mohnschnaps. Sogar Mohnhandcreme gibt es. Früher war der Ort ein Gott verlassenes Nest ohne Perspektive. Heute leben viele vom Mohn und seiner Vermarktung. Auch Markus Weinmann und seine Familie. "Die schönste Saison ist die Blüte des Mohns," schwärmt er. Doch die Saison ist kurz. Jede Blüte blüht nur einen einzigen Tag. Gerade einmal zwei bis drei Wochen im Jahr kann man den Zauber bewundern. In Gaflenz hat eine Gruppe Mädels eine alte Tradition auf den Kopf gestellt. Sie "platteln", wie das hier heißt. Natürlich in Lederhosen. Dabei war das Platteln früher den Männern vorbehalten. Die wollten damit die Mädels beeindrucken. Das hat auch in Gaflenz funktioniert, nur fanden die Mädchen es so gut, dass sie sich das selbst beigebracht haben und jetzt selbst auftreten. "Ein Großteil war begeistert, aber es gab auch einen Teil, der gesagt hat, Mädchen und platteln, das passt nicht." sagt die 20-jährige Stephanie Riegler zur Resonanz bei den Männern. Uneingeschränkter Zuspruch kommt von Spielmann Manuel Reitner. "Es ist einfach a Gaudi mit den Mädchen. Und es ist super, weil man der Hahn im Korb ist."

Freitag, 26.04.2019
20:15 - 21:00, 3SAT
Kritisch Reisen: Safari in Südafrika - Vom Schnappschuss zum Abschuss

Viel Zeit, einen Löwen zu schießen, haben Jagdtouristen nicht: Sie wollen schnell zu ihrer Trophäe kommen. Die Reportage ist unterwegs in Südafrika auf den Spuren der Safari-Touristen. Die Reporter schauen hinter die Kulissen der Safari-Idylle. Und sie erfahren, wie die Menschen leben, die den Touristen den Traumurlaub ermöglichen. Sie kämpfen mit niedrigen Löhnen, rationiertem Trinkwasser und der Ungleichheit zwischen Schwarz und Weiß. "Sie können hier alles schießen, was Sie wollen. Aber einen Löwen zu schießen, dauert seine Zeit", erklärt Stan Burger, Jäger und ehemaliger Präsident des südafrikanischen Jägerverbands. Ein Geschäftsmodell für Safari-Touristen hat sich in Südafrika gebildet: Löwenbabys werden zuerst gezüchtet und früh von ihrer Mutter getrennt. Die kleinen Löwen werden auf Farmen zum Streicheln für Besucher bereitgestellt. Sind die Tiere älter, stehen sie als Ware für Jagdtouristen zur Verfügung. Von diesem Geschäft mit den Löwen bekommt der Tourist nichts mit. Ihm wird in seinem Urlaub verkauft, dass er wilde Tiere sieht, das perfekte Foto bekommt. Abenteuer, die nicht mehr so traumhaft wirken, wenn man genauer hinschaut. Doch kaum ein Urlauber weiß, was vor den Toren der Luxus-Lodges passiert, weil er sie auf eigene Faust kaum verlässt.

Sonntag, 27.04.2019
13:15 - 14:00, NDR
Usbekistan - Auf der Seidenstraße unterwegs

Wilde Reiterspiele, märchenhafte Paläste und gastfreundliche Menschen, die stolz sind auf ihre großartige Kultur sind. All das findet man auf einer Reise entlang der Seidenstraße in Usbekistan. Das zentralasiatische Land grenzt im Norden an Kasachstan und im Süden an Afghanistan. Die Reportage nimmt den Zuschauer mit von Samarkand über Boysun, Termez und Shabsrisabz in die Hauptstadt Taschkent und dann von Buchara nach Khiva entlang der alten Handelsrute. Wilde Reiterspiele, märchenhafte Paläste und gastfreundliche Menschen, die stolz sind auf ihre großartige Kultur sind. All das findet man auf einer Reise entlang der Seidenstraße in Usbekistan. Das zentralasiatische Land grenzt im Norden an Kasachstan und im Süden an Afghanistan. Die Reportage nimmt den Zuschauer mit von Samarkand über Boysun, Termez und Shabsrisabz in die Hauptstadt Taschkent und dann von Buchara nach Khiva entlang der alten Handelsrute. Das zentralasiatische Land grenzt im Norden an Kasachstan und im Süden an Afghanistan. Die Reportage führt von Samarkand über Boysun, Termez und Shahrisabz in die Hauptstadt Taschkent, dann von Buchara nach Chiwa entlang der alten Handelsroute. Jahrhundertelang boten märchenhafte Städte wie Samarkand, Buchara und Chiwa den Handelskarawanen auf der Seidenstraße die nötige Infrastruktur. Dort wurden Waren umgeschlagen, Menschen und Tiere beherbergt. Atemberaubende Gebäude zeugen noch heute von der Pracht und dem Reichtum, den der Handel in die Oasenstädte brachte. Inmitten dieser Baudenkmäler findet das alltägliche Leben der Usbeken statt. In Samarkand, einer der ältesten Städte der Welt, lebt Aschur Eschpulatow. Er ist ein Kenner der usbekischen Kultur und Geschichte. Der ehemalige Germanistikprofessor betreibt heute einen Souvenirladen in einer ehemaligen Koranschule am berühmten Registan-Platz. Samarkand ist bekannt für seine wertvollen Seidenteppiche. Noch heute werden sie nach traditioneller Methode Knoten für Knoten handgeknüpft. Auch die dazu verwendete Seide wird immer noch traditionell gefärbt, zum Beispiel mit Walnusshüllen. Bei der Stadt Boysun im Hissargebirge wird vor schneebedeckten Dreitausendern das uralte, wilde Reiterspiel Kopkari ausgetragen. Dabei versuchen mehr als 100 Männer hoch zu Ross, einen Ziegenbalg vom Boden zu greifen und mit dieser Beute den Mistreitern zu entkommen. Schorre, einer der besten Reiter der Region, hat schon mehrfach den Kopkari-Wettbewerb gewonnen. Es ist ein harter und wilder Wettbewerb. Schiedsrichter und Aufseher setzen sich bei Reitern und Zuschauern mit Megafon und Peitsche durch. In Shahrisabz lebte im 14. Jahrhundert der mächtige Herrscher Amir Timur. Der Palast, den er bauen ließ, war gigantisch. 1.000 mit Edelsteinen geschmückte Zimmer soll sein Ak Saray gehabt haben. Heute ist von dieser Zentrale der Macht nur eine eindrucksvolle Ruine übrig geblieben. Der Restaurator Azis lebt vom Mythos des sagenumwobenen Palastes. Er kopiert die historischen Kacheln und malt Bilder mit historischen Motiven aus der Glanzzeit des Palastes. Seine Werke bietet er den Touristen zum Kauf an. Der Film berichtet über Usbekistan wie es heute ist, zeigt seine märchenhaften Bauten, faszinierende Landschaften und begleitet Menschen, die stolz sind auf ihre Tradition, die aber auch mit den Herausforderungen der heutigen Zeit zurechtkommen müssen. Er verschweigt aber auch die Probleme des Landes nicht: die Versalzung von Feldern durch den extensiven Baumwollanbau und die sehr eingeschränkte Pressefreiheit.

Samstag, 28.04.2019
16:30 - 17:15, ARD
Mythos Kongo

Der Fluss, der alle Flüsse verschluckt - so nennen ihn die Einheimischen. Tatsächlich ist der Kongo, gemessen an seinen Wassermassen, der zweitgrößte und tiefste Fluss der Erde. Als Rinnsal entspringt er im Norden Sambias, fließt dann gen Westen, wobei er immer mächtiger wird. Je gewaltiger der Kongo wird, desto größer sind auch Tiere, die im und am Strom leben. Der Schuhschnabel lauert im dichten Papyrus. Meterlange Pythons gehen auf Bäumen auf Beutejagd, gewaltige Nilpferdbullen kämpfen um die Macht im Wasser. Um am Kongo zu überleben, müssen sich Tiere extremen Bedingungen anpassen - die Evolution hat hier einzigartige Wesen hervorgebracht. Fische mit Lungen, Flügeln oder solche, die an Land jagen gehen. Mit außergewöhnlichen Aufnahmen gewährt der Zweiteiler "Mythos Kongo" Einblicke in eine der geheimnisvollsten und gefährlichsten Regionen unserer Erde. Seine Größe und Kraft ist dem Kongo noch nicht anzusehen, wenn er als Chambeshi im Norden Sambias entspringt. Einmal im Jahr ist die Quellregion des Kongos die Arena für eines der größten Tierspektakel der Welt: Millionen von Flughunden entern ein winziges Waldstück, um sich mit reifen Früchten die Bäuche vollzuschlagen. Der Chambeshi fließt nach Bangweulu, in ein gigantisches Sumpfgebiet. Verdeckt im Dickicht lebt der Schuhschnabel, der größte Schreitvogel der Erde. Aufrecht stehend ist der Schuhschnabel nahezu so groß wie ein Mensch. Dem Fluss folgend geht es in den Dschungel im Südosten der Demokratischen Republik Kongo. Hinter Kisangani wird der Kongo breit und ruhig, haushohe Sandinseln türmen sich im Fluss auf. Durchzogen von kleinen Urwaldflüssen, bilden sie eigene Lebensräume. Der Kongo-Fluss speist den zweitgrößten Regenwald der Erde. Hier liegt die Heimat der Waldelefanten. Immer wieder zieht es sie an einen einzigen, magischen Ort: die Dzanga Bai. Mit den Elefanten kommen unzählige andere Waldbewohner hierher. Was macht diesen Ort so besonders? Die Dokumentation "Mythos Kongo" spürt diesen und weiteren Geheimnissen des großen afrikanischen Flusses nach.

Montag, 29.04.2019
20:15 - 21:45, 3SAT
Passion for Planet - Leben als Tierfilmer

Die Dokumentation begleitet fünf der besten und erfolgreichsten Tierfilmer der Welt auf ihren Reisen rund um den Globus. Sie kommen aus Deutschland, Österreich, den USA, Kanada und Indien. Alle kämpfen vor beeindruckenden Naturkulissen um außergewöhnliche Tieraufnahmen. Die Leidenschaft lässt die Filmemacher Anstrengungen und Gefahren in Kauf nehmen. Auch müssen sie erleben, wie Lebensräume verschwinden, Tiere sterben und Ressourcen zerstört werden. Der kanadische Filmemacher Rob Stewart setzt sich mit der extremen Dezimierung der weltweiten Haibestände auseinander, und Jan Haft hat sich der mühsamen Suche nach positiven Beispielen für Artenschutz in Deutschland verschrieben. Mit der Problematik der Wilderei bei der verarmten Landbevölkerung wird Rita Banerji in Indien konfrontiert. Auch Mark Shelley aus Kalifornien geht keinen leichten Weg: Mit seinen "augenöffnenden Filmen" stößt er auf Widerstand bei Kollegen und Fernsehsendern. Währenddessen haben die Österreicher Michael und Rita Schlamberger in Sambia mit ganz anderen Problemen zu kämpfen: Sie müssen sich den Anforderungen ihrer Auftragsgeber stellen, Idyllen jenseits der rauen Realitäten zu erzeugen.

Dienstag, 30.04.2019
10:25 - 11:10, B3
Das blaue Wunder

Ein geheimnisvoller Inselarchipel liegt vor der Westküste Papua Neuguineas: Raja Ampat. Heimat von Eingeborenen, seltenen Baumkängurus und bunten Paradiesvögeln. Inmitten des "Korallendreiecks", birgt die Südsee einen gerade entdeckten Schatz. Nirgendwo sonst in den Weiten der Ozeane, so scheint es, leben so viele Arten wie in den Tiefen von Raja Ampat. Viele davon sind noch völlig unbekannt.

Mittwoch, 01.05.2019, Tag der Arbeit
17:45 - 18:35, arte
Die Kunst der Anpassung

Auf Borneo, der drittgrößten Insel der Welt, wuchs 130 Millionen Jahre lang in aller Abgeschiedenheit ein bis heute fast intakter Regenwald. Trotz der Verschiebung der Kontinente blieb der Archipel immer in Äquatornähe, so überlebten die Wälder selbst während der Eiszeiten. Flora und Fauna konnten sich in einer stabilen Umgebung entwickeln. In den Eiszeiten waren die Inseln Borneo und Sumatra mit dem asiatischen Kontinent verbunden. Orang-Utan, Elefant, Rhinozeros und verschiedene Katzenarten gelangten auf die Inseln. Am Ende der letzten Eiszeit brach der Austausch mit dem Festland ab. Isoliert vom Rest der Welt, entwickelten sich auf Borneo verschiedene Zwergarten: das Sumatra-Nashorn, der Malaien-Bär und der Borneo-Zwergelefant. Der Orang-Utan hingegen – Asiens einziger großer Affe – hat seine beeindruckende Statur behalten. Während die Fauna Miniaturen hervorbrachte, entwickelte sich die Flora entgegengesetzt. Auf Borneo werden die Bäume mit bis zu 60 Metern höher als in jedem anderen Regenwald. Flügelfruchtgewächse haben hier fliegende Tierarten entstehen lassen. Zwischen den hohen Wipfeln dieser Laubbaumgattung, die kein Astdickicht aufweist, haben die 30 Arten von Flugtieren freie Bahn, um von einem Baum zum nächsten zu segeln. Doch Borneo ist kein Paradies. Die Regenwälder wachsen auf einem nährstoffarmen Boden, der von starken Regenfällen und hohen Temperaturen ausgelaugt wird. Doch eine Pflanze trotzt diesen Böden: Die fleischfressende Kannenpflanze profitiert von einer engen Symbiose mit einer Spitzhörnchenart, dessen Exkremente sie als Dünger nutzt.

Donnerstag, 02.05.2019
20:15 - 21:00, NDR
Venedig - Legende und Lagune

Weltberühmt und wunderschön: Seit Jahrhunderten zieht Venedig die Menschen magisch an. La Serenissima, die Erhabene, wird sie von den Italienern genannt. Auf Pfählen thront sie inmitten der Lagune, trotzt Jahr für Jahr Flut und Ebbe und dem Besucheransturm. Viele schon haben den Untergang dieses legendären Ortes besungen. In Venedig sind oft die Frauen am Ruder. Vogalonga heißt der venezianische Sportwettkampf, bei dem im Stehen gerudert wird. Eine Tradition, die auch Guilia und Elena pflegen. Sie trainieren hart vor atemberaubender Kulisse, denn schon bald steht die jährliche Regatta der Frauen an. Dann werden die 15 Boote mit jeweils sechs Ruderinnen begleitet von Feuerwehr, Ambulanz und Polizei. Wenn sie die Kanäle nicht gerade für ein Rennen sperrt, macht die Polizei in Venedig das, was sie in Deutschland auch macht: Sie blitzt Fahrzeuge, nur eben auf dem Wasser. Wer mit mehr als sieben km/h durch Venedig braust, bekommt ein Knöllchen von der Polizistin Lorenza Mariutti. Und eine klare Ansage. Denn es geht hier nicht nur um die Sicherheit, sondern auch darum, dass die entstehenden Wellen am Fundament der Paläste nagen. Einsturzgefahr! Nur Stau gibt es hier nie, nicht einmal morgens im Berufsverkehr, wenn Kuriere, Müllabfuhr und Fischerboote unterwegs sind. Auf dem Rialto-Markt wird jeden Tag frischer Fisch verkauft. Ein lokaler Leckerbissen sind die Moleche, Krebse aus der Lagune, die nur für wenige Tage genießbar sind. Dann, wenn sie ihren Panzer abwerfen, der schnell nachwächst. Wer die Tiere in diesem Zeitraum fängt, kann gutes Geld verdienen. Domenico Rossi ist einer der Krebsfischer auf der Insel Burano. Mit seinen selbst gebauten Reusen holt er die Delikatesse aus dem knietiefen Meer. Die Venezianer hängen an ihrer traditionellen Küche. Die Insel Sant`Erasmo ist der Gemüsegarten der Stadt. Artischocken, Radicchio, Zwiebeln, alles, was hier wächst, soll besonders gut schmecken, dank dem Salzgehalt von Luft und Wasser. Carlo und Claudio Finotello bauen das Gemüse nicht nur an, sie liefern es den Kundinnen und Kunden sogar vor die Haustür. Bei Sonnenuntergang fahren die Brüder mit ihrem randvoll beladenen Boot durch die Lagune in Richtung San Marco. An vielen Brücken warten schon die Leute und bekommen genau das, was sie wollen: regional, saisonal, frisch. Und das möglichst stressfrei. Wie so vieles in Venedig. Denn la Serenissima heißt auch so viel wie die Gelassene.

Freitag, 03.05.2019
17:40 - 18:35, arte
Naturwunder des Nordens

Norwegens Fjorde gehören zum Spektakulärsten, was Europa zu bieten hat. Bis zu 200 Kilometer ziehen sie sich von der Atlantikküste ins Land hinein, manche sind mehr als tausend Meter tief. Sie sind Relikte der Eiszeit, als gewaltige Gletscher Täler ausfrästen und selbst härtestes Gestein zermalmten. Obwohl ihr Wasser kalt und dunkel ist und kaum ein Lichtstrahl in die Abgründe fällt, ist das Leben im Fjord erstaunlich bunt und üppig. Im Reich der Finsternis wachsen Korallenriffe, und in der Strömung wogen fluoreszierende Seefedern und seltsam leuchtende Meeresschnecken. Im Winter treiben Orcas riesige Heringsschwärme tief in die Meeresarme hinein. Was von ihrer Mahlzeit übrig bleibt, ernten Vögel, Fische und Seesterne. Im Sommer wandern Lachse die Flüsse der Fjorde hinauf, um oberhalb der Wasserfälle und Stromschnellen, fernab der Feinde im Meer, zu laichen. Bis zu fünf Jahre werden die Junglachse in geschützten Buchten ausharren, bevor sie zurück ins Salzwasser der Fjorde wandern. Wie aber kommt es, dass unter den extremen Bedingungen im und am Fjord ein so großer Reichtum herrscht? Was ist das Geheimnis der Fjorde? Die Dokumentation taucht ein in die unergründlich scheinenden Tiefen der Fjorde Norwegens und zeigt die Vielfalt des Lebens im und am Wasser der „ertrunkenen Täler“. Mit aufwendigen Zeitlupen und Zeitraffern, Nachtaufnahmen und teils noch nie gesehenem Tierverhalten zeichnet Naturfilmer Jan Haft ein spannendes wie informatives Porträt der Fjorde – bei Mitternachtssonne und Mondschein, bei Eis und Schnee sowie im Glanz der Polarlichter.