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Mittwoch, 24.04.2019
Thema des Tages
12.378 km Australien - Sven Furrer auf Abwegen

Die Australier behaupten, auf ihrem Kontinent lebten die glücklichsten Menschen. Stimmt das? Sven Furrer will es wissen und reist 12 378 Kilometer durch das Land auf der Südhalbkugel.

14:15 - 14:55, 3SAT
12.378 km Australien - Sven Furrer auf Abwegen

Die Reise startet in Alice Springs. In der Stadt im australischen Outback leben 25 000 Menschen und rund 6000 Giftschlangen. Das zumindest behauptet Rex Neindorf, der Schlangenfänger von Alice Springs. Mit dem Aborigine Dale Campbell erkundet Furrer das Outback. Als Ranger betreut Campbell das Land, das traditionell seinem Stamm, den Arrernte, gehört. Der Gast aus der Schweiz lernt, dass man sich in Australien das Glück erkämpfen muss. Es herrscht eine Bruthitze, und aggressive Stechfliegen lassen selbst beim malerischen Sonnenuntergang keine Romantik zu. Anschließend reist Sven Furrer auf dem legendären "Oodnadatta Track", einer alten Handelsroute, durch endloses Buschland. Er macht Halt in William Creek. Das Dorf hat fünf Einwohner, einen Pub, eine Tankstelle und ein Hotel. Beim Frühstück lernt Furrer den Wirt Trevor Wright kennen, dem nicht nur der Pub, sondern das ganze Dorf gehört.

14:55 - 15:40, 3SAT
12.378 km Australien - Sven Furrer auf Abwegen

In der zweiten Folge besucht Sven Furrer die Clayton Station, eine riesige Rinderfarm. Die typische australische Farm hat die Fläche des Kantons Tessin. Früher bewirtschaftete Familie Oldfield ihre Farm fast ausschließlich auf dem Rücken von Pferden. Darum halten Vater Shane und Sohn Clayton noch eine Herde halbwilder Pferde - "aus Sentimentalität", wie Shane Oldfield sagt. Als "Benzin-Cowboy" ist Sven Furrer auf dem Motorrad unterwegs - ein wildes Abenteuer mitten im Outback. Nach zehn Tagen in der Wildnis erreicht er die Südküste. Auf der Suche nach einem Surflehrer findet er zufällig Daniel "DJ" Skinner, einen sympathischen Kauz ohne festen Wohnsitz. Daniel lebt den Traum der großen Freiheit, übernachtet am Strand und zeigt Sven Furrer, wie er das Glück auf der perfekten Welle findet. In der Millionenstadt Melbourne lernt Furrer eine ganz andere Seite des roten Kontinents kennen, modern und urban: Er hat sich mit der Künstlerfamilie Nelson verabredet. Tochter Olympia spielt Geige im Jugendorchester, ihre Mutter Polixeni Papapetrou ist eine berühmte Fotokünstlerin.

15:40 - 16:20, 3SAT
12.378 km Australien - Sven Furrer auf Abwegen

In der dritten Folge trifft Sven Furrer in der Nähe von Canberra auf Karreen Thomas. Sie opfert ihre gesamte Freizeit für die "Australian Wildlife Rescue Organisation". Sie kümmert sich um Känguru-Waisen, die meist durch Autounfälle ihre Mutter verloren haben. Urs Wälterlin, Australien-Korrespondent vom Schweizer Radio und Fernsehen, zeigt Sven die Hauptstadt Canberra. Gemeinsam besuchen sie das nationale Kriegsdenkmal. Seit jeher zieht Australien an der Seite des Mutterlands England in Kriege und Schlachten. Auf der Farm von Charlie Prell taucht Furrer in das Leben der Schaf-Farmer ein. Die Region um die Stadt Goulburn war früher das Zentrum der australischen Wollproduktion. Edle Merinowolle eroberte von dort aus die ganze Welt. In den Blue Mountains trifft Sven Furrer Chris Darwin. Er ist der Ururenkel von Charles Darwin, dem Begründer der Evolutionstheorie. Der gebürtige Engländer führt das Erbe seines Ahnen fort und setzt sich für den Artenschutz ein.

16:20 - 17:05, 3SAT
12.378 km Australien - Sven Furrer auf Abwegen

Diesmal besucht Sven Furrer Sydney. In der größten Stadt Australiens steuert er nicht das berühmte Opernhaus an, sondern trifft die Globetrotter Charis und George Schwarz. Er ist Schweizer, sie Australierin. Sie lernten sich vor über 50 Jahren in Spanien kennen und fuhren mit dem Motorrad durch die ganze Welt. Das nächste Reiseziel ist "Daintree National Park". In dem Regenwald des Parks lebt rund ein Drittel aller Säugetiergattungen Australiens. Auch 700 Pflanzen wachsen ausschließlich an diesem kleinen Fleck. Furrer trifft Alex Cheesman von der James Cook University. Der Biologe erforscht die Auswirkungen des Klimawandels auf den Regenwald. Mit einem Kran schwebt Cheesman in die Baumkronen der Urwaldriesen. Im tropischen Norden Australiens gilt in vielen Gewässern ein striktes Badeverbot. Immer wieder kommt es zu tödlichen Angriffen von Salzwasserkrokodilen. Der Krokodilexperte Charlie Manolis erklärt, warum die gefürchteten Reptilien trotzdem wertvoll für die Region sind. Furrer hilft mit, als der Chef-Wissenschaftler des "Crocodylus Park" mit seinen Mitarbeitern ein riesiges Salzwasserkrokodil fängt und umsiedelt. Auf der Gibb River Road lockt das Abenteuer: Die legendäre Offroad-Piste führt 660 Kilometer durch die wildromantische Region der Kimberley.

17:05 - 17:45, 3SAT
12.378 km Australien - Sven Furrer auf Abwegen

In der fünften Folge erkundet Furrer die Kimberleys. Dort, im Nordwesten Australiens, reist er ins unberührte Buschland und taucht ein in die Welt der Aborigines. Er lebt drei Tage lang bei Neville Poelina vom Stamm der Nyikina und lernt, wie man mit den Blättern eines bestimmten Baums Schmerzen lindern kann. Weiter geht die Reise in die Minenstadt Newman. Das Durchschnittsalter der rund 5000 Einwohner beträgt nur 32 Jahre. Wer in Newman lebt, arbeitet entweder in der Mine oder für ein Zulieferunternehmen. Im Tagebau werden fast 40 Millionen Tonnen Eisenerz pro Jahr abgebaut. Furrer besucht die riesige Eisenerzmine von Mount Whaleback. Nobby Clark arbeitet seit 20 Jahren als Kranführer dort und ist der Coach der Newman Saints, einer von vier Football-Mannschaften in Newman. Furrer begleitet ihn zum Match der Saints gegen die ungeschlagenen Erzrivalen der Centrals. Weil viele seiner Spieler Schicht arbeiten, kann Nobby nie verlässlich planen. Auch heute fehlen ihm wichtige Spieler, und er muss selbst auf das Spielfeld.

17:45 - 18:30, 3SAT
12.378 km Australien - Sven Furrer auf Abwegen

In der letzten Folge reist Sven Furrer in die ehemalige Minenstadt Wittenoom. Zur Geisterstadt gibt es im Reiseatlas sogar einen Warnhinweis: Wer die Stadt besucht, riskiert seine Gesundheit. Denn in Wittenoom wurde in den 1950er-Jahren Asbest abgebaut. Rund 2000 Menschen sollen an den Spätfolgen gestorben sein. Furrer wagt sich in die Sperrzone und macht überraschende Bekanntschaften. Dann geht es weiter zum Ningaloo Reef im Nordwesten. Dort geht Furrer mit der Meeresbiologin Dani Rob und riesigen Walhaien schwimmen. Der glückliche Kontinent hat noch eine Schattenseite: In Australien gelten äußerst rigorose Gesetze für Flüchtlinge. Hinter Stacheldraht müssen sie oft bis zu drei Jahre lang ausharren und auf ihren Asylentscheid warten. Sven Furrer lernt einen afghanischen Flüchtling kennen, der endlich sein "Lucky Country" gefunden hat.

Sonntag, 27.04.2019
Thema des Tages
Faszination Japan

Am 30. April 2019 tritt der japanische Tenno, Kaiser Akihito, ab. Damit endet seine 30-jährige Amtszeit, die Heisei-Ära. Am 1. Mai 2019 tritt sein ältester Sohn, Kronprinz Naruhito, seine Nachfolge an. 3sat nimmt diesen Amtswechsel zum Anlass, einen Thementag lang die "Faszination Japan" in Dokumentationen, Magazin-Sendungen und Spielfilmen in all ihren Facetten zu beleuchten.

06:00 - 06:45, 3SAT
Der Marathonmönch von Kyoto

Der japanische Mönch Hoshino Endo hat sich für eine besondere Art zu beten entschieden: Jede Nacht läuft er auf schmalen, steilen Pfaden 30 Kilometer durch die Zedernwälder des Berges Hiei. Der 31-Jährige ist Marathonmönch, ein Gyogia, wie die Asketen des buddhistischen Enryaku-ji-Ordens genannt werden. Was ihn antreibt, ist die Suche nach Erleuchtung. - Der Film begleitet Hoshino Endo bei seinen Läufen und in seinem Alltag. In den nächsten drei Jahren will der Mönch seine Laufstrecke auf 84 Kilometer pro Nacht steigern. Nach sieben Jahren wird er auf eine Gesamtstrecke von mehr als 38 000 Kilometern kommen. Selbst wenn er mit seiner Leistung jeden Athleten in den Schatten stellt, Hoshino Endo läuft nicht aus sportlichen Ambitionen: Über sich hinauszuwachsen, seine eigenen Begierden abzulegen, das ist das Ziel seiner Strapazen. Umkehren kann Hoshino nicht mehr. Einmal begonnen, muss ein Gyogia den Weg bis zu Ende gehen. Ob Krankheit oder Verletzung, ob Taifune oder Schnee, Hoshino wird keinen Kilometer auslassen. Denn sonst bliebe ihm nur der Tod. Eine Waffe für den Suizid trägt er immer bei sich. Knapp sechs Stunden ist Hoshino jede Nacht unterwegs, mindestens eineinhalb Stunden davon betet er: an Tempeln, Schreinen, Bäumen, Steinen und Bächen. 255 heilige Orte auf dem Berg Hiei sind es insgesamt, und jeder hat seine eigenen Regeln. An manchen ist es nur eine kurze Handbewegung, ein dahingeworfenes Wort oder eine Segnung, an anderen eine ausgefeilte Choreografie. Hoshino ist zurzeit im vierten Jahr seiner Askese. Wenn alles gut geht, wird er in wenigen Jahren ein Heiliger sein.
06:45 - 07:25, 3SAT
Der Weg der Weisheit

Japan ist ein Land von eigenwilliger Schönheit und voller Kontraste zwischen Tradition und Moderne. Sie werden auch entlang des ältesten Pilgerwegs Japans, dem Saigoku, deutlich sichtbar. Die buddhistische Priesterin Maruko Tsuyuno bereist den Saigoku auf seinen über tausend Kilometern entlang einzigartiger Heiligtümer. Der erste Teil der Reise führt über verschlungene Pfade zu den uralten Tempeln des Saigoku-Weges in den Bergwäldern der Insel Honshu. Die Reise führt auch zu Produktionsstätten von typisch japanischen Erzeugnissen wie Washi-Papier, Shiitake-Pilzen, Grüntee oder Tuschesteinen. Und zu Menschen, deren Lebensaufgabe die liebevolle Herstellung dieser Dinge geworden ist.
07:25 - 08:10, 3SAT
Der Weg der Weisheit

Die buddhistische Priesterin Maruko Tsuyuno bereist den ältesten Pilgerweg Japans, den Saigoku, auf seinen über tausend Kilometern entlang einzigartiger Heiligtümer. Der Traum der jungen Frau geht über das bloße Pilgern hinaus. Sie möchte einen eigenen Tempel als Zufluchtsort für Hilfsbedürftige gründen. Dafür sucht sie Inspiration auf ihrer Reise. Tatsächlich trifft sie auf vielerlei Ratgeber. Der zweite Teil der Reise führt von der Millionenmetropole Osaka über Kyoto bis nach Ibigawa. Im 1300 Jahre alten Tsubosaka-Tempel werden die Filmemacher Zeugen uralter Rituale. Sie treffen am Yoshino-Fluss auf einen japanischen Papiermacher und beobachten die Herstellung von rasiermesserscharfen Klingen in der Messerstadt Sakei. Außerdem besuchen sie das spektakuläre Gion-Festival in Kyoto und erhalten in Uji einen Einblick in das Leben der letzten Kormoranfischer, bevor der Pilgerweg mit einem geheimnisvollen Ritual im Kegon-ji-Tempel endet.
08:10 - 08:40, 3SAT
Das perfekte Sushi

Mit 85 Jahren ist Jiro Ono der älteste Drei-Sterne-Koch der Welt. Obwohl er seit über 70 Jahren Sushi zubereitet, zeigt er sich mit seinen Sushi noch immer nicht ganz zufrieden. Zusammen mit seinem Sohn Yoshizaku führt Jiro Ono in Tokio ein unscheinbares und fensterloses Sushi-Restaurant im Untergeschoss eines Bürohochhauses. Er gilt für viele als der "Sushi-Papst", doch die Suche nach dem perfekten Sushi habe kein Ende, sagt er. In dem Film der Reihe "NZZ Format" verrät Jiro Ono, wie er seine (fast) perfekten Sushi zubereitet.

08:40 - 09:20, 3SAT
Omotenashi

Zwischen Gast und Gastgeber herrscht in Japan trotz klarer Rollenverteilung eine grundsätzlich ebenbürtige und von gegenseitigem Respekt getragene Beziehung: "Omotenashi". Der perfekte Gastgeber muss die individuellen Bedürfnisse seiner Gäste erkennen und möglichst diskret bedienen - am besten so, dass der Gast seine Wünsche nie zu äußern braucht. Der Film aus der Reihe "NZZ Format" stellt diese Gastfreundschaft auf höchstem Niveau vor. In Japans alter Kaiserstadt Kyoto finden sich bis heute traditionelle Gasthäuser, sogenannte Ryokans, in denen solche Gastfreundschaft gepflegt wird.
09:20 - 09:50, 3SAT
Der Kimono - Zauber aus Seide

Er ist ein Zauber aus seidenen Fäden und ein Stück traditioneller japanischer Kultur: der Kimono. Das körperlange, einteilige Gewand besticht vor allem durch seine Farbenpracht. Es wird von einem breiten Gürtel, dem prunkvollen Obi, gehalten. Die Königinnen des Kimonos sind noch immer die Geishas. Sie tragen handgefertigte Seidengewänder mit aufwendigen Mustern und beherrschen die Kunst des Kimonotragens perfekt. Einen Kimono richtig anzulegen und zu tragen, bedarf langjähriger Übung. Viele junge Japanerinnen haben die traditionelle Tracht für sich wiederentdeckt und besuchen spezielle Kimonoschulen, um das komplizierte Regelwerk dieses Kleidungsstücks zu erlernen. Einige von ihnen heiraten sogar im Kimono. Ein handgefertigter Kimono, der bis zu 20 000 Euro kosten kann, ist nicht für jede Trägerin bezahlbar. Viele Frauen entscheiden sich deshalb für preiswertere, industriell gefertigte Kimonos aus Baumwolle und Polyester, die überdies auch leichter zu pflegen sind. Die Dokumentation von Nicola Graef und Susanne Brand zeigt den Kimono in all seinen Facetten: von der Herstellung eines handgefertigten Seidenkimonos auf der Insel Amami Oshima über den ritualisierten Alltag der Kimono-tragenden Geishas bis zur alljährlichen Kimono-Queen-Wahl.

09:50 - 10:20, 3SAT
Kirschblütenfest in Japan

Sakura, die Kirschblüte, markiert im japanischen Kalender den Anfang des Frühlings. Sie ist Symbol der vergänglichen Schönheit und besagt, dass das Leben schön, aber kurz ist. Für die Japaner ist Sakura gleichbedeutend mit Wiedergeburt, Leben und Hoffnung. Das sonst so einförmig wirkende Japan wird durch ein Meer von Kirschblüten in Rosa und Weiß getaucht und ist plötzlich unwirklich schön. In den etwa zehn Tagen, in denen in Japan die Kirschen in Blüte stehen, feiern fast alle Bewohner zwischen Tokio, Kyoto und Fukushima das Kirschblütenfest mit Freunden, Kollegen oder Familie. Die japanische Kirschblüte inspiriert oft auch die Künstler: Literatur, Malerei, Comics, Fotografie, Musik und die meisten traditionellen japanischen Künste sind beeinflusst durch die farbenfrohe Zeit.

10:20 - 11:05, 3SAT
Reisen in ferne Welten: Tokio - Japans Mega-Metropole

Tokio ist eine Stadt der Superlative. Über 37 Millionen Menschen leben in der Region. Das ist Weltspitze. Die Megacity bietet laut Umfragen dennoch eine hohe Lebensqualität: Wie kann das sein? Aus der Ferne wirkt Tokio wie ein riesiger Ameisenhaufen: beeindruckend, aber nicht einladend. Doch der erste Eindruck täuscht. Bei Umfragen nach den lebenswertesten Städten der Welt landet Tokio immer wieder auf den vorderen Plätzen. Wo verbringen die Tokioter ihre Freizeit, wie wohnen Familien in der Metropole, was essen sie gern? Natürlich Sushi, aber auch Ramen - also Nudelsuppe. Der Film zeigt, welches die schönsten und welches die eher unbekannten Ecken der Megacity sind. Die Menschen in Tokio arbeiten hart. Doch nach Feierabend lassen sie Dampf ab. "Izakaya" heißen die kleinen Kneipen, in denen Geschäftsmänner sich in Stimmungskanonen verwandeln - Sake und Bier machen es möglich. Neben dem grellen neonbeleuchteten Vergnügungsviertel existieren auch ruhige, entschleunigte Viertel. Tokio ist eine Stadt der Gegensätze: Automatenstraßen und Robotercafés sind nur die eine Seite. Die vielen gepflegten Parks geben den Tokiotern die Möglichkeit, sich von der Überdosis Großstadt zu erholen. Am Stadtrand liegt sogar ein großes bergiges Waldgebiet. Hier scheint die Tokio ganz weit weg zu sein.

11:05 - 11:50, 3SAT
Geheimnisse Asiens - Die schönsten Nationalparks

Die Insel Kyushu ist die südlichste der vier Hauptinseln Japans. Auf ihr befinden sich die aktiven Vulkane Unzen, Aso und Sakurajima. Sie prägen die Landschaft und das Leben auf den Inseln. Um für den Schutz der Anwohner zu beten, holt beispielsweise der Shinto-Priester Hirose jedes Jahr zum Herbstfest eine Göttin aus ihrem Schrein am Vulkan Unzen, der schon vielen Menschen den Tod gebracht hat.
11:50 - 12:30, 3SAT
Wildes Japan

Es gibt ein Japan jenseits von Tokio: Das Kaiserreich kann mit atemberaubenden Landschaften und seltenen Tieren wie dem Riesensalamander oder dem Mandschurenkranich aufwarten. In den Japanischen Alpen auf der Hauptinsel Honshu leben Makaken. Keine andere Affenart hat sich so weit in den kalten Norden vorgewagt wie sie. Im Tiefschnee ist die Futtersuche für die Primaten mit dem dicken Fell mühsam, aber sie tollen gern im Schnee herum. Eine Gruppe der Schneeaffen lässt es sich allerdings extrem gut gehen: Wenn ihnen zu kalt wird, gönnen sie sich eine Wellness-Pause in heißen Thermalquellen. Diese zeugen von der vulkanischen Aktivität Japans, an allen Ecken und Enden brodelt und zischt es. Das Kaiserreich mit seinen vier Hauptinseln und Tausenden von kleinen Eilanden liegt auf dem Pazifischen Feuerring; zahllose Erdbeben, Vulkanausbrüche und Tsunamis suchen das Land immer wieder heim. Ganz im Norden liegt die Insel Hokkaido. Wilder und kälter kann es in Japan nicht sein: Während sich der Winter auf Honshu langsam verabschiedet, herrschen auf Hokkaido noch sibirische Temperaturen. Zu dieser unwirtlichen Zeit beginnen die seltenen Mandschurenkraniche ihre extravaganten Balztänze, große Gruppen von Riesenseeadlern gehen zwischen den Eisschollen am Meer auf Fischfang. Das Ende des Winters symbolisiert die Kirschblüte. Halb Japan ist dann auf den Beinen und begrüßt mit Picknicks im Park das Frühjahr. Dann ist auch die Zeit des Reispflanzens und des traditionellen Stierkampfes gekommen, eine Art Sumo-Ringen für tonnenschwere Bullen. Die wertvollen Tiere kommen dabei nicht zu Schaden.

12:30 - 13:15. 3SAT
Wildes Japan

Kyshy ist die südlichste der vier japanischen Hauptinseln. Klimatisch hat Japan dort bereits einen subtropischen Charakter. Auf einer vorgelagerten Insel lebt eine besondere Makaken-Art. Wissenschaftler konnten beobachten, dass sie Kartoffeln im Meerwasser wäscht und diese Tradition auch weitergibt. Die Affenhorde ernährt sich aber nicht nur vegetarisch, sondern auch von den Meeresfrüchten, die bei Ebbe an den Strand gespült werden. Ganz im Süden Japans liegt das tropische Eiland Okinawa, näher an Taiwan als an Tokio gelegen. Dort leben viele Tiere, die nur in dieser Region zu finden sind, zum Beispiel der Okinawa-Specht oder die Okinawaralle. Die besondere Inselfauna ist allerdings bedroht. Grund dafür ist die Vipernart Habu. Die Giftschlange sollte mithilfe von ausgesetzten Mungos bekämpft werden. Doch die Mungos jagten und fraßen nicht die Schlangen, sondern stellten den am Boden lebenden Okinawarallen nach. Das hatte fatale Folgen: Die Vogelart ist inzwischen kurz vor dem Aussterben. In den Mangrovensümpfen Okinawas bietet sich ein ganz anderes Bild. Wenn sich bei Ebbe das Wasser zurückzieht, tauchen skurrile Kreaturen auf: Winkerkrabben und Schlammspringer suchen im Morast nach Nahrung, genauso wie Horden von Armeekrebsen. Mehr als 3000 Kilometer weiter nördlich auf der Insel Hokkaido lernen kleine Bärenjungen fürs Leben. Auf Schritt und Tritt folgen sie ihrer Mutter. Sie zeigt ihnen, welche Pflanzen genießbar sind und welche nicht, wann man eine Chance hat, einen Sikahirsch zu erbeuten und in welchen Situationen es aussichtslos ist, und vor allem, wo es im Herbst die besten Lachse gibt. Denn nur mit einer ausreichenden Fettschicht auf den Rippen können die Braunbären den Winter im Norden Japans überleben. Während im Süden noch die wärmende Herbstsonne die Ahornwälder in ein goldenes und feuerrotes Farbenmeer verwandelt, lassen die ersten Fröste die Natur Hokkaidos erstarren. Nur die durchdringenden Rufe der Singschwäne hallen dann noch über das Land.
13:15 - 17:35, 3SAT
Japan von oben

Die fünf Folgen der Reihe "Japan von oben" laden den Zuschauer ein, in das Alltagsleben der Japaner einzutauchen, ihre Lebens- und Denkweisen kennenzulernen und sowohl die faszinierende Welt der Traditionen als auch das moderne Japan zu entdecken. Atemberaubende Flugaufnahmen zeigen die Landschaften im Land der aufgehenden Sonne im Wechsel der Jahreszeiten. Im Verlauf der fünf Folgen entsteht ein Bild von dem Inselstaat, dessen Bewohner sich in bemerkenswerter Weise an die natürlichen Gegebenheiten anzupassen verstehen. Ständig sind sie Risiken wie der Gefahr von Vulkanausbrüchen, Erdbeben und Tsunamis ausgesetzt, manchmal mit zerstörerischen Auswirkungen. Dennoch weist das Land eine städtische Besiedlung auf, die weltweit ohnegleichen ist. Das Gesicht der Nation ist zugleich geprägt von Hypertechnologie und Technikbegeisterung wie auch von den lebendigen Traditionen eines feudalen Systems, das erst vor 150 Jahren an Bedeutung verloren hat.

17:35 - 18:05, 3SAT
Im Reich der Spiegel

150 Jahre ist es mittlerweile her, dass Japan sich der Welt öffnete und mit Riesenschritten den Anschluss an die Moderne suchte. Dennoch blieb in Japan einiges anders als anderswo. Die japanische Schauspielerin Kaori Momoi, Stararchitekt Tadao And?, die Regisseurin Naomi Kawase gewähren neben anderen Kulturschaffenden Regisseurin Bianca Charamsa Einblick in die japanische Seele. Dabei taucht immer wieder das Bild des Spiegels auf. Für Roland Barthes, Theoretiker der Sprache und Zeichen, steht der Spiegel im Westen für Narzissmus, im Osten hingegen für die Leere. Regisseurin Bianca Charamsa hat sich während der Zeit der Kirschblüte in Japan auf den Weg gemacht, um dort im Gespräch mit Künstlern den Eigenheiten des Landes auf die Spur zu kommen. Unter ihren Gesprächspartnern waren neben der Schauspielerin Kaori Momoi, dem Stararchitekten Tadao Ando, der in Cannes ausgezeichneten Regisseurin Naomi Kawase weitere Kulturschaffende wie der Künstler Takahiro Iwasaki und der Schriftsteller Keiichiro Hirano. Obwohl zwei gewaltige atomare Katastrophen das Japan der Moderne erschüttert und geprägt haben - die Bomben von Hiroshima und Nagasaki im Jahr 1945 sowie der Super-GAU von Fukushima 2011 -, sieht Künstler Takahiro Iwasaki die Erinnerung an die Atombombenabwürfe trotz all der gefalteten Kraniche, die Besucher an der Gedenkstätte hinterlassen, langsam verblassen. Auch Naturkatastrophen wie See- und Erdbeben erschüttern Japan immer wieder. Vielleicht schließt deshalb auch die "Wabi Sabi" genannte japanische Ästhetik neben Schönheit immer auch Verfall mit ein. So wie man beim traditionellen Hanami, dem Kirschblütenfest, der Schönheit beim Vergehen zuschaut.
18:05 - 18:50. 3SAT
Fokus Japan

Exotisch und spannend, fremd und doch faszinierend - so erlebt Fotograf Patrick Rohr seine Reise durch Japan. Die erste Folge der Reihe "Fokus Japan" führt in die hektische Megacity Tokio. Dort trifft Patrick Rohr die Halbschweizerin Christine Haruka, die mit 16 Jahren von Zürich nach Tokio zog, um ihre japanischen Wurzeln kennenzulernen und eine Karriere als komisches TV-Talent aufzubauen. Sie ist gern gesehener Gast in japanischen Fernsehsendungen. Jedes Kind kennt sie. Christine zeigt Patrick Rohr die ersten Kirschblüten im Stadtpark, entführt ihn in ihr spezielles Lieblingsrestaurant und gibt ihm einen wichtigen Tipp: In Japan wird wenig erklärt, das meiste muss gespürt werden. Zusammen mit dem Halbschweizer Kultur- und Sprachübersetzer Dennis Kyosuke Ginsig erkundet Patrick Rohr das Tokioter Ausgehviertel Golden Gai. Der kuriose Barkeeper Yugo Matsuzaki hat als fest angestellter "Salaryman" jahrelang oft im Büro übernachtet, wie so viele in der japanischen Leistungsgesellschaft. Jetzt ist er selbstständig und betreibt auch einen Onlineshop für Second-Hand-Kleider aus den USA. Patrick hilft ihm zu Hause beim Versand und lernt die japanischen Schriftzeichen kennen. Yukinobu Takanashi versucht den Spagat zwischen individuellem Leben und Familientradition: seinen Traum als Fotomodell zu erfüllen und gleichzeitig das Familienvermächtnis zu ehren - den Fischladen seiner Eltern weiterzuführen. "Idoru" sind Idole, Starlets. Singen, Modeln, Schauspielen - davon träumen viele Mädchen. Kamen Joshi ist eine Girlband, die mit Hockey-Masken auftritt. Patrick Rohr begleitet die junge Frontfrau Erina Kamiya einen Tag lang und stellt ernüchtert fest, wie mit dem Kindfrauen-Image viel Geld verdient wird und wie Talentfirmen die Träume junger Frauen ausnutzen. Im Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen lernt Patrick Rohr, warum man in Japan die Speisen immer häppchenweise im Kreis isst. Im verschneiten Bergdorf und UNESCO-Weltkulturerbe Ainokura übernachtet der Fotojournalist in einem "Minshuku" bei einer Gastfamilie, die Abendessen, Übernachtung und Frühstück günstig anbietet. Japan hat unzählige heiße Quellen. In einem traditionellen Badehaus, "Onsen" genannt, erfährt Patrick Rohr, warum Tattoos in Japan geächtet sind und warum die tägliche Bade- und Waschkultur auch den Geist reinigt.

18:50 - 19:30. 3SAT
Fokus Japan 

Diesmal geht es um das Leben mit Tsunamis. Außerdem begegnet Patrick Rohr japanischer Effizienz im Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen und dynamischer Kampfkunst mit friedlicher Philosophie. Am 11. März 2011 löst ein Erdbeben in Japan einen Tsunami aus. Die dabei zerstörte Küstenstadt Onagawa wird seither von Grund auf neu gebaut. Patrick Rohr trifft den jungen Bürgermeister Yoshiaki Suda und staunt, als sich dieser als Heavy-Metal-Gitarrist entpuppt. 30 Minuten vor dem Tsunami kam der Alarm. Doch Fischer Nobuaki Aihara und sein Vater nahmen die Warnung nicht ernst. Aihara überlebte, sein Vater nicht. Patrick Rohr begleitet den Fischer der dritten Generation zu seiner Silberlachszucht auf dem Meer, das Aihara Leben und Einkommen gibt, aber auch Tod und Verderben über sein Dorf gebracht hat. Auch das Spital von Onagawa, 16 Meter über dem Meeresspiegel, blieb nicht verschont von der Katastrophe, die über 800 Menschenleben kostete. Dank Schweizer Spendengeldern wurde es wiederaufgebaut. Im neu integrierten Alters- und Pflegeheim erlebt Patrick Rohr als Pflegehelfer die Herzlichkeit von Menschen mit hoher Lebenserwartung, die nun in Form der Überalterung die größte Herausforderung der japanischen Gesellschaft darstellen. Sauberkeit und Effizienz sind Trumpf in Japan, auch im Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen. Der Fotojournalist tauscht seine Kamera mit dem Putzlappen und staunt, in welch unglaublichem Tempo die Züge gereinigt werden. Fujiyoshida liegt am Fuß des berühmtesten japanischen Bergs Fuji. Lokaler Leckerbissen ist die Udon-Nudelsuppe in ihren unzähligen Variationen. Patrick Rohr lernt, warum es eine dreijährige Udon-Ausbildung braucht und warum ein Mittelschüler sein Herz an diese Nudel verloren hat. In der ehemaligen Kaiserstadt Kyoto herrscht friedliche Kirschblütenzeit, als Patrick Rohr frühmorgens das Trainingslokal von Yoko Okamoto betritt. Die Powerfrau ist 62 Jahre alt und hochgradierte Lehrerin der defensiven Kampfkunst Aikido. Yoko zeigt Patrick gleich den Meister - und am Ende auch ihren Humor. Sie gewährt ihm Einblicke in eine Persönlichkeitsschulung, die mit körperlichem Training lehrt, auch auf emotionale Herausforderungen angemessen zu reagieren: mit Klarheit, Respekt und eigener Stärke.
19:30 - 20:15, 3SAT
Fokus Japan

Patrick Rohr besucht diesmal einen strengen Zen-Tempel. Außerdem geht es um das Geheimnis des langen Lebens auf Okinawa und das Familienglück im subtropischen Naturparadies. In Kameoka ist einer der wenigen Tempel in Japan, in dem Ausländer Zen lernen können. Patrick Rohr unterwirft sich den strengen Regeln und versucht, Körper, Geist und Atmung durch Achtsamkeit in Einklang zu bringen. Zen-Schüler Rohr staunt über die Kraft des 80-jährigen Tempelmeisters und bekommt unerwartet den Stock der Erweckung zu spüren. In der Millionenstadt Osaka unter vielen Menschen sein, und doch ohne Partner - das liegt nicht nur an der japanischen Schüchternheit. In einer Single-Bar gewinnt Fotojournalist Rohr Einblick in die verschlossene Gedanken- und Gefühlswelt der jüngeren Generation, die immer mehr zum Individualismus neigt, der früher als Ausdruck westlicher Dekadenz galt. Manager Shingo Hashiguchi ist Experte im "omiai", der Partnervermittlung. Im traditionellen Noh-Theater werden Masken getragen und Gefühle mit langsamen Bewegungen ausgedrückt. Patrick Rohr erlebt in Osaka die völlige Hingabe des Maskenschnitzers Yasuo Miichi, der erst nach 15 Jahren Ausbildung seine erste Maske fertigen durfte, und die Leidenschaft der Künstlerfamilie Kongo, die in der 26. Generation ein Theater führt. Noh ist beeindruckend. Die Wirkung der Masken ist hypnotisch, aber für Patrick Rohr nur schwer zu verstehen. Auf der Insel Okinawa verdient Reporter Rohr Essen und Unterkunft bei Familie Yamagami - mit dem Schneiden von Unkraut bei feuchter Hitze. Beim Nachtessen erfährt er den Grund der doppelten Diskriminierung Okinawas: Das früher eigenständige Königreich wird seit der Annektierung durch Japan vom Festland als Provinz zweiter Klasse behandelt. Und seit dem Zweiten Weltkrieg sind zwei Drittel der amerikanischen Militärbasen in Japan auf Okinawa stationiert. Gegen die US-Militärpräsenz regt sich Widerstand - Protest in einem Land, wo sonst kaum jemand öffentlich die eigene Meinung kundtut. Fotojournalist Rohr beobachtet eine Demo, die von der Polizei aufgelöst wird - sehr höflich, japanisch eben. Im Dorf Ogimi leben die ältesten Menschen der Welt. Patrick Rohr besucht die 93-jährige Hana Miyagi. Jeden Tag arbeitet Hana im Garten, pflegt ein aktives Sozialleben und isst das gesunde Gemüse Goya. All das trägt zur langen Lebenserwartung bei. "Hara hachibu", lacht die fröhliche Mutter von zehn Kindern: Füll den Bauch nur zu 80 Prozent! Auf der südlichsten Kleininsel Ishigaki erzählt der sympathische Bootsbauer Tomohiro Yoshida, warum er dem krankmachenden Tokio entflohen ist und wie er mit seiner Familie hier das subtropische Paradies gefunden hat. Nach dem gemeinsamen Schnorchel-Ausflug findet Patrick Rohrs großes Japan-Abenteuer ein erkenntnisreiches Ende beim Lagerfeuer mit Tomohiros Familie. Ihr Motto: Leben statt überleben, und so tieferes Glück finden.

20:15 - 22:05, 3SAT
Kirschblüten und rote Bohnen

Als Entschädigung für ein von ihm begangenes Verbrechen betreibt Sentaro lustlos einen Imbiss für Dorayaki - japanische Pfannkuchen. Bald wird er zum Zentrum einer Art Patchwork-Familie. Ein emotional tiefer, anrührender und zugleich heiterer Film der prämierten Regisseurin Naomi Kawase. Sentaros alte, verkrüppelte Angestellte Tokue geht ganz in der Zubereitung der süßen Bohnenpaste, mit der die Eierkuchen gefüllt werden, auf und bindet so die Kunden. Die Schülerin Wakana verbringt ihre Nachmittage hier, um nicht mit ihrer Mutter zu streiten. Sentaro und Tokue werden für Wakana, deren alleinerziehende Mutter rastlos auf der Suche nach einer neuen Liebe ist, mehr und mehr zum Familienersatz. Als publik wird, dass Tokues verkrüppelte Hände von einer auskurierten Lepraerkrankung herrühren, bleiben die Kunden aus, und die Imbiss-Besitzerin zwingt Sentaro dazu, seine Angestellte zu entlassen. Als Sentaro und Wakana später Tokue in ihrem Zuhause, einem Quarantäne-Heim für die letzten japanischen Leprakranken, besuchen, finden sie Tokue voll Dankbarkeit. Denn durch die Arbeit sei ihr der Wunsch erfüllt worden, sich in der und für die Gesellschaft nützlich zu machen. Wie in den Filmen der japanischen Altmeister Yasujiro Ozu und Kenji Mizoguchi geht es auch in "Kirschblüten und rote Bohnen" um den Verlust der traditionellen japanischen Werte und handwerklichen Fähigkeiten in einer von entfremdeter Arbeit geprägten Moderne. Die Regisseurin Naomi Kawase hat es geschafft, universelle Themen wie Schuld, den Wert des Einzelnen in der Gesellschaft und den Konflikt zwischen Tradition und Moderne in der Traditionslinie der alten Melodramen, aber gleichwohl mit Humor, zu erzählen.

Mit "Kirschblüten und rote Bohnen" hat Naomi Kawase zum ersten Mal Kritiker und ein breites Publikum begeistert. Stärker als ihre bisherigen Filme ist er vom japanischen Melodram geprägt, das von einfachen Leuten und ihren bescheidenen Träumen erzählt. Ganz auf seine charismatischen Figuren konzentriert, erzählt der Film unspektakulär, aber mit Humor von ihrer Sehnsucht nach einem Platz in der Gesellschaft. Beim Festival von Cannes, wo Kawase regelmäßig im Wettbewerb läuft und 2007 für "Der Wald der Trauer" den Großen Preis der Jury erhalten hat, lief der Film als Eröffnungsfilm der Sektion "Un Certain Regard".

Dienstag, 30.04.2019
Thema des Tages
Amerikas Westküste

Die Westküste Amerikas ist für viele Reisende und Einwanderer seit jeher das Traumziel. Keine andere Region in der Welt hat so viele Menschen immer wieder inspiriert und steht so sehr für die Verbindung von atemberaubender Natur und menschlicher Kreativität, technologischer Innovation und freiem Denken. Filmemacher Jörg Daniel Hissen trifft auf der Reise entlang der Westküste diese außergewöhnlichen Menschen, erzählt ihre Geschichten und entwirft ein buntes Kaleidoskop des Lebensgefühls der "Westcoast". Im Mittelpunkt der fünfteiligen Dokumentationsreihe steht die überwältigende Natur, die den Mythos der legendären Westküste entscheidend geprägt hat.

13:20 - 14:05, 3SAT
Amerikas Westküste

Die Reise beginnt an der Grenze zu Kanada im US-Bundesstaat Washington. Entlang der Westküste im Nordwesten der USA trifft er auf Menschen, die für das Lebensgefühl im pazifischen Nordwesten stehen. Unter anderem begleitet er den Walforscher Ken Balcomb auf seinen Touren im Wasserflugzeug und mit dem Boot zu den Killerwalen im Pazifik. In Seattle erfährt er alles über das erfolgreiche Kaffeeunternehmen Starbucks. Mit dem Ranger Jon Preston geht es anschließend in einen der schönsten Nationalparks der USA, den "Olympic National Park". Das Filmteam begleitet den professionellen Angler Jack Glass auf den Columbia River auf Fischfang und fliegt mit dem Geologen Jon Major in den Krater des Vulkanes Mount St. Helens.

14:05 - 14:50, 3SAT
Amerikas Westküste

Im eher unbekannten Bundesstaat Oregon trifft Filmemacher Jörg Daniel Hissen auf Menschen, die für das Lebensgefühl im pazifischen Nordwesten stehen. "Sandboarden" ist ein neuer Trendsport entlang der Dünen der weiten Strände Oregons. Der Tsunami-Forscher Tom Horning erzählt alles über die Tsunami-Gefahren entlang der Westküste. In Portland besucht das Team den Outdoor-Spezialisten Columbia Sportswear. Mit dem Pilzjäger Kouy Loch geht es in der Nähe des berühmten Crater Lake auf die Suche nach dem teuersten Speisepilz der Welt. Der Designer Allen Christensen zeigt, wie das exklusivste und teuerste Wohnmobil der Welt in Handarbeit gefertigt wird. In den endlosen Nadelwäldern Südoregons besucht das Team den in völliger Abgeschiedenheit lebenden "Feuermelder" Jim Shotwell auf seinem Wachturm.

14:50 - 15:35, 3SAT
Amerikas Westküste

Im Gegensatz zum Süden des US-Bundesstaates ist der Norden Kaliforniens eher unbekannt. Filmemacher Jörg Daniel Hissen reist entlang der Pazifikküste Nordkaliforniens. Er trifft auf Menschen, die für das Lebensgefühl Kaliforniens stehen. So begleitet er unter anderem den Wasserflugzeugpiloten Aaron Singer auf sein Hausboot in Sausalito. Mit der Biologin Emily Benito durchstreift er die berühmten Redwood-Wälder mit ihren Mammutbäumen, die über 100 Meter hoch werden können. Der mexikanische Einwanderer und Winzer Ulises Valdez erzählt, wie für ihn der amerikanische Traum wahr wurde. Junge Ökobauern zeigen stolz ihre Farm, und der Fotokünstler Chris McCaw stellt an den Stränden Nordkaliforniens seine Bilder vor. Höhepunkt der Reise durch Nordkalifornien ist eine Zeppelinfahrt mit dem Piloten Ben Travis hoch über der quirligen Metropole San Francisco. Sie eröffnet eine ganz neue Sichtweise auf "The Golden State" an der Westküste der USA.

15:35 - 16:15, 3SAT
Amerikas Westküste

Diese Folge führt ins eher unbekannte Zentralkalifornien. Der Film begleitet den Biologen David Chapman bei seiner Arbeit mit den Kondoren entlang der spektakulären Küste von Big Sur. Im "Yosemite National Park" geht es auf Klettertour, und im Silicon Valley spricht Mike McCue über sein erfolgreiches Start-up-Unternehmen Flipboard. Wyatt Patry führt das Filmteam im Aquarium von Monterey in die faszinierende Welt der Quallen. Und mit dem Helikopter-Piloten Robin Petgrave erleben die Zuschauer die Millionen-Metropole Los Angeles von oben.

16:15 - 17:00, 3SAT
Amerikas Westküste

Kalifornien endet kurz hinter San Diego an der Grenze zu Mexiko. Unterwegs besucht der Filmemacher Jörg Daniel Hissen Doug Scroggins auf einem Flugzeugschrottplatz in der Mojave-Wüste. Doug baut aus verschrotteten Flugzeugteilen Filmsets für Hollywood-Produktionen. Die Dokumentation begleitet den Biologen Calvin Duncan auf der Insel Santa Catalina bei der Arbeit mit der einzigen Bison-Herde Kaliforniens. In Palm Springs lässt sich alles über die Mid-Century-Wüstenarchitektur erfahren. In Huntington Beach stellt der Profi-Surfer Paul Pugliesi seine ganz eigene Welt vor. Und in San Diego springt der Stuntman Troy Hartman mit einem Flügelanzug aus dem Flugzeug und erfüllt sich in der Wüste Südkaliforniens mit einem selbst entworfenen Rucksack mit zweifachem Düsenantrieb den Traum vom eigenständigen Fliegen.

Donnerstag, 02.05.2019
Thema des Tages
Die Inseln der Queen

In der Dokumentationsreihe "Die Inseln der Queen" bildet die Entdeckung aus der Luft das Gerüst der Erzählung, die das Leben in einer einmaligen Landschaft aus einer völlig neuen Perspektive zeigt. Ob auf Schatzsuche auf Jersey oder zur Teatime auf den Shetlands - diese Reise ist "very British".

13:20 - 14:05, 3SAT
Die Inseln der Queen

Ob türkisblaues Wasser an weißen Stränden oder schroffe Klippen und tosende Wellen, ob Steinhütten im Hochmoor oder tropische Gärten auf Tresco: Die Britischen Inseln bieten das ganze Spektrum. Die fünfteilige Reihe stellt "Die Inseln der Queen" vor, deren Landschaften oft unerwartet und einzigartig sind in Europa. Teil eins führt zu den nördlichsten Inseln unter der britischen Krone, den Shetlands. Bewohner erzählen, wie sie mit dem rauen Klima leben. Hinter dicken Steinmauern, zwischen farbenfrohen Blumen und Büschen, malt James B. Thomason die Welt vor 100 Jahren, als die Inselbewohner noch vom Fischhandel lebten. Jackie Murray trainiert bei Wind und Wetter die Rugby-Frauenmannschaft in Lerwick und springt ein, wenn das Rettungsboot der königlichen Küstenwache zu einem Noteinsatz gerufen wird. Die Melodien seiner Band sind für den Instrumentenbauer Kenny Johnson eine Aufmunterung in den langen Wintermonaten. Und Raymond Henderson sorgt beim königlichen Postdienst dafür, dass auch bis in die nördlichste Region Briefe und Pakete verteilt werden. Die Natur der Shetlands ist beinahe unberührt, die Felsen der baumlosen Landschaft gehören zu den ältesten Gesteinsschichten der Erde. In den Sommermonaten nisten Tausende Papageientaucher in den Klippen, und Orcas jagen Seerobben. Die Naturfotografen Richard Shucksmith und Brydon Thomason haben das Leben der Fischotter studiert, die hier besonders gut zu beobachten sind. Aus dem dicken Pelz der Shetland-Schafe spinnt Elizabeth Johnston feine Wolle für die berühmten Pullis mit Fair-Isle-Mustern, die auch von der königlichen Familie getragen werden. Und nicht zuletzt kommt auch das Maskottchen der königlichen Garde von hier - das Shetlandpony. Die Landschaft der Britischen Inseln ist oft unerwartet und einzigartig in Europa. Das weiß auch die Queen: Früher ging sie mindestens einmal im Jahr mit der königlichen Familie auf einen "Island Cruise" um die britische Westküste herum. Die meisten der Inseln sind unbewohnt oder dünn besiedelt. Im Norden leben die Inselbewohner in Abgeschiedenheit und von dem, was die karge Natur ihnen bietet und was ihre Vorfahren den Inseln mühsam abgetrotzt haben. Im Süden sind die Inseln zwar erschlossener, gelten aber unter Touristen immer noch als Geheimtipp.
14:05 - 14:50, 3SAT
Die Inseln der Queen

Mitten in der Irischen See zwischen England und Irland liegt die Isle of Man. Sie ist Kronbesitz der Queen, aber ein Land mit eigener Sprache und Regierung. Die UNESCO hat die Insel als erstes Land der Welt zur Biosphärenregion erklärt. Ihre Abgeschiedenheit bietet vielen Tieren einen geschützten Lebensraum: Für Zugvögel ist sie ein wichtiger Rastplatz, und eine einzigartige Schafrasse lebt nur hier. Die Menschen achten und schätzen ihre Insel, sie pflegen ihre Eigenarten und eine Kultur, die bis in die Zeit der einst hier siedelnden Wikinger zurückreicht. Auf der Isle of Man haben Berufe und Traditionen überlebt, die anderswo längst ausgestorben sind: Die älteste Pferdetrambahn der Welt fährt durch die Hauptstadt, eine Dampfeisenbahn verbindet seit 150 Jahren die Städte der Insel. Auch das Parlament ist das älteste der Welt, es wird am Nationalfeiertag mit Rosshaarperücken und Blasmusik gefeiert. Zugleich ist die Insel ein Ort, der jungen Leuten Raum bietet, Neues zu entwickeln. Der Film stellt Menschen vor, die die Isle of Man nie verlassen haben oder zurückgekehrt sind, weil das Inselleben ihnen Zufriedenheit schenkt und ein Leben in Einklang mit der Natur ermöglicht. Hier ticken die Uhren anders, die Bewohner haben in ihrer ursprünglichen Sprache Manx einen Ausdruck dafür: "Traa-dy-Liooar", time enough: Es gibt Zeit genug. Die Isle of Man ist ein Ort, der Tradition und Wandel vereint und sich genau deshalb treu bleibt. Die Landschaft der Britischen Inseln ist oft unerwartet und einzigartig in Europa. Das weiß auch die Queen: Früher ging sie mindestens einmal im Jahr mit der königlichen Familie auf einen "Island Cruise" um die britische Westküste herum. Die meisten der Inseln sind unbewohnt oder dünn besiedelt. Im Norden leben die Inselbewohner in Abgeschiedenheit und von dem, was die karge Natur ihnen bietet und was ihre Vorfahren den Inseln mühsam abgetrotzt haben. Im Süden sind die Inseln zwar erschlossener, gelten aber unter Touristen immer noch als Geheimtipp.

14:50 - 15:35, 3SAT
Die Inseln der Queen

Die Äußeren Hebriden liegen im Nordwesten des Vereinten Königreichs. Vor dem schottischen Festland befinden sich die Inseln Lewis und Harris, South und North Uist sowie die Insel Barra. Die Inseln bieten Extreme: sturmumtoste Felsküsten und Strände mit türkisblauem Wasser. Wegen der Natur ist die junge Familie MacKay zurückgekehrt: Nach 15 Jahren in Glasgow leben Norman und Leona mit ihren Kindern heute am Strand von Luskentyre. Er gilt als einer der schönsten Strände der Welt. Ihr Nachbar ist der Weber Donald John MacKay. In seiner Scheune webt er den weltbekannten Harris-Tweed. Dank eines Großauftrags konnte er der heimischen Tweed-Industrie neues Leben einhauchen und sie vor dem Verfall bewahren. Die Queen zeichnete ihn dafür als "Member of the British Empire" aus. Wer die Äußeren Hebriden Richtung Westen per Boot verlässt, stößt auf die Inselgruppe St. Kilda. Die Inseln waren bis in die 1930er-Jahre besiedelt. Jeden Sommer kommen Freiwillige, um die Ruinen des verlassenen Dorfs wieder aufzubauen. St. Kilda hat einen seltenen Doppelstatus als UNESCO-Weltnatur- und Weltkulturerbe und beheimatet über eine Million Zugvögel, die auf gewaltigen Klippen nisten. Die Landschaft der Äußeren Hebriden ist karg und baumlos. Steve Liddle arbeitet daran, die Inseln wieder zu bewalden. Zwischen Traumstränden und Mondlandschaften begibt sich der Fotograf John Maher auf die Suche nach verlassenen Häusern und Anwesen. Hier wird sogar noch Torf per Hand gestochen. Auch die Queen schätzt die Ursprünglichkeit: Die Äußeren Hebriden sind ein beliebtes Urlaubsziel der königlichen Familie. Die Landschaft der Britischen Inseln ist oft unerwartet und einzigartig in Europa. Die meisten der Inseln sind unbewohnt oder dünn besiedelt. Im Norden leben die Inselbewohner in Abgeschiedenheit und von dem, was die karge Natur ihnen bietet und was ihre Vorfahren den Inseln mühsam abgetrotzt haben. Im Süden sind die Inseln zwar erschlossener, gelten aber unter Touristen immer noch als Geheimtipp.

15:35 - 16:20, 3SAT
Die Inseln der Queen

Die Scilly-Inseln liegen mitten im Golfstrom, fast 50 Kilometer südwestlich von Land's End, dem südlichsten Ort Großbritanniens: 140 teils winzige Inseln, nur fünf davon bewohnt. Türkisblaues Meer, traumhafte Naturlandschaften und subtropische Temperaturen machen sie zum sonnigen Paradies. Als Teil des Herzogtums Cornwall gehören die wunderschönen Inseln dem jeweiligen Thronfolger Großbritanniens. Prinz Charles und die Mitglieder der königlichen Familie besuchen sie gern. Die rund 2200 Bewohner der Isles of Scilly möchten nirgendwo anders leben - trotz höherer Lebenshaltungskosten und niedrigerer Löhne als auf dem Festland. Über die Jahrhunderte haben die Scillonians erstaunlichen Erfindungsreichtum darin entwickelt, sich auf den abgeschiedenen Inseln ein Einkommen zu sichern. Viele haben mehrere Beschäftigungen, sind Musiker und Koch, Winzer und Hummerfischer, Tischler und Schiffswrackjäger. Die Riffe und Strömungen vor den Scilly-Inseln galten als die gefährlichsten der Welt und wurden vielen Schiffen zum Verhängnis. Mehr als 800 sind hier gesunken, einige wurden bis heute nicht gefunden - ein Eldorado für Taucher und Abenteurer. Die größte Berühmtheit der Inselgruppe ist eine Polizeistation auf der Hauptinsel St. Mary's. Sergeant Colin Taylor hat sie mit seinen lustigen Facebook-Posts und einem höchst unterhaltsamen Buch auf der ganzen Welt bekannt gemacht. Ein weiteres Highlight ist der exotische Abbey Garden auf der Insel Tresco. Er gilt als einer der schönsten Gärten Englands mit über 20 000 Blumen und Palmen aus den entlegensten Gebieten der Erde. Die Landschaft der Britischen Inseln ist oft unerwartet und einzigartig in Europa. Das weiß auch die Queen: Früher ging sie mindestens einmal im Jahr mit der königlichen Familie auf einen "Island Cruise" um die britische Westküste herum. Die meisten der Inseln sind unbewohnt oder dünn besiedelt. Im Norden leben die Inselbewohner in Abgeschiedenheit und von dem, was die karge Natur ihnen bietet und was ihre Vorfahren den Inseln mühsam abgetrotzt haben. Im Süden sind die Inseln zwar erschlossener, gelten aber unter Touristen immer noch als Geheimtipp.

16:20 - 17:00, 3SAT
Die Inseln der Queen

Kennzeichen von Jersey, der größten und mit gut 100 000 Einwohnern zugleich bevölkerungsreichsten Kanalinsel, sind schöne Sandstrände, die Macht der Gezeiten und großer kultureller Reichtum. Nur 25 Kilometer Luftlinie trennen Jersey vom französischen Festland. Elizabeth II. ist zwar Staatsoberhaupt der sonnigen Kanalinsel, allerdings nicht als Königin von England und Nordirland, sondern als Duke of Normandy. Normannisches Erbe findet sich auf Jersey an vielen Stellen: in der Architektur, in Ortsnamen wie Saint Helier oder in dem selten gewordenen Inseldialekt, dem Jèrriais oder Jersey-French. Im Gegensatz zu anderen Inseln der Queen steigen die Einwohnerzahlen auf Jersey beständig an. Viele junge Leute gehen zwar zum Studieren aufs Festland, kehren aber im Laufe ihres Lebens wieder zurück. Das könnte am milden Klima, den bekannten Surfspots oder einem Höchststeuersatz von 20 Prozent liegen. "Englands Monaco", wie Jersey auch genannt wird, ist auf jeden Fall eine Insel der Gegensätze und gilt als Steueroase. Mindestens jeder fünfte Einwohner arbeitet im Finanzsektor. Jersey ist übersät von Anwaltskanzleien und Banken. Einwanderung und Bebauung müssen gesetzlich eingeschränkt werden. Dennoch prägt nach wie vor die Landwirtschaft das Erscheinungsbild der Insel. Bei Ebbe scheinen die sozialen Unterschiede wie weggespült zu sein. Dann kommt eine endlos wirkende Wattlandschaft zum Vorschein. Fast nirgendwo sonst auf der Welt ist der Tidenhub so gewaltig. Bis zu zwölf Meter kann der Wasserstand variieren. Das heißt, die Insel vergrößert ihre Fläche um rund ein Drittel bei jedem Niedrigwasserstand. Und das ist nur eine der Besonderheiten der Insel. Die Landschaft der Britischen Inseln ist oft unerwartet und einzigartig in Europa. Das weiß auch die Queen: Früher ging sie mindestens einmal im Jahr mit der königlichen Familie auf einen "Island Cruise" um die britische Westküste herum. Die meisten der Inseln sind unbewohnt oder dünn besiedelt. Im Norden leben die Inselbewohner in Abgeschiedenheit und von dem, was die karge Natur ihnen bietet und was ihre Vorfahren den Inseln mühsam abgetrotzt haben. Im Süden sind die Inseln zwar erschlossener, gelten aber unter Touristen immer noch als Geheimtipp.