banner_klein.jpg (6301 Byte)

Navigation

Diese Woche
Samstag
Sonntag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag

Nächste Woche
Samstag
Sonntag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag

Länderübersicht

Tip des Tages
Tagesthema

Bahn- und Verkehrsgeschichten
Empfehlungen
Geschichtssendungen
Kindersendungen
Kulinarische Entdeckungen
Religionen
Spielfilme
Tier- und Natursendungen
Weltkulturerbe
Wissenschaft & Technik

Kommunikation  
Gästebuch
Kontakt
Impressum
Datenschutz

 


Tagesthema
Dienstag, 26.02.2019
Thema des Tages
Mit dem Zug durch...

Faszinierende Reisen in Zügen durch die ganze Welt...

13:20 - 14:05, 3SAT
Mit dem Zug durch Wales

Wohl nirgendwo sonst in Europa sind auf so kleinem Raum so viele Naturschönheiten und so viele historische Eisenbahnlinien vereint wie in Wales an der Westküste Großbritanniens. Schauplatz der Dokumentation ist der Norden von Wales, der fast zur Hälfte als Nationalpark ausgewiesen ist. In der Gebirgswelt des Snowdonia-Nationalparks fährt seit über 100 Jahren die Touristenbahn "Snowdon Mountain Railway". Sie kämpft sich mit Dampfloks noch aus ihren Anfangsjahren per Zahnradantrieb den höchsten Berg von Wales hinauf, den Mount Snowdon - ein atemberaubendes und unvergessliches Erlebnis. Mehr im Westen von Nord-Wales liegt das liebliche Tal des Dee. Dort fährt die Llangollen Railway, vor einigen Jahren auf einem kleinen Abschnitt von Eisenbahnliebhabern wiedereröffnet. Früher verband sie England mit der walisischen Küste. In der Nähe des Städtchen Llangollen kann man sich auf sogenannten Narrowboats auf Kanälen fortbewegen, entweder von Pferden gezogen oder motorisiert über eine der größten walisischen Attraktionen, das Aquaedukt Pontcysyllte. Die Schmalspurbahnen "Welsh Highland Railway" und "Ffestiniog Railway" wurden einst als Transportwege für die blühende Schieferindustrie in Nordwales gebaut. Heute gibt es nur noch wenige Schieferbrüche, dafür sind die beiden Bahnlinien nach ihrer zeitweiligen Stilllegung wieder hundertprozentig für Touristen in Betrieb. Der große Traum ihrer privaten Betreiber ist es, aus beiden Bahnen eine zu machen. 2011 soll die "Welsh & Ffestiniog Railway" ihre Passagiere von der Küstenstadt Caernarfon über das walisische Hochland bis zur Hafenstadt Porthmadog bringen und noch ein Stück hinein in den Snowdon-Nationalpark - 60 Kilometer Schmalspurvergnügen durch alle Landschaftsarten, die Nordwales zu bieten hat. Angereichert sind die kleinen Bahnporträts mit Ausflügen in die englische Trutzburg Caernarfon Castle, in einen gemütlichen Tea Room, in eine Schieferbruchwerkstatt und zu einem typisch walisischen Männerchor, der allerdings weit über die britische Insel hinaus bekannt ist. In dem Küstenort Portmeirion kann man sich an mediterranem Flair ergötzen, und auf der Insel Anglesey läuft man Gefahr, sich mit dem längsten Stationsnamen der Welt die Zunge zu verknoten. Das kleine Land ist vielfältig und überraschend: Croeso i Gymru - Willkommen in Wales!

14:05 - 14:35, 3SAT
Polen auf Schienen

In Polen gibt es sie noch: die gute alte Dampflok. Im Westen zwischen den Orten Wolsztyn und Leszno fährt sie jeden Tag hin und her. Es ist die letzte regelmäßige Dampflokstrecke in Europa. Filmemacher Ulrich Adrian trifft den Schrankenwärter, der die Strecke betreut. In seiner Reise zeigt er aber nicht nur diese Rarität, sondern auch andere ungewöhnliche Schienenfahrzeuge, die die polnische Landschaft durchpflügen. Zum Beispiel Schiffe, die in den Masuren auf Schienen Staustufen überwinden. Und er trifft Touristen, die auf einer Draisine zur Wolfsschanze ganz im Osten Polens fahren, dem militärischen Lagezentrum der Nazis während des Zweiten Weltkrieges.

14:35 - 15:20, 3SAT
Mit dem Zug durch Andalusien

"Al-Andalus" heißt der luxuriöse Zug mit geräumigen Schlafwagen, der in sechs Tagen auf einem 1200 Kilometer langen Rundkurs die kulturellen Highlights Andalusiens anfährt. Die Reise beginnt in Sevilla, wo die Giralda zu bestaunen ist, ein ehemaliges Minarett, das heute als Glockenturm der Kathedrale dient. Weiter geht es über Cádiz, die älteste Stadt Europas, nach Jerez de la Frontera. In Ronda trainiert Juan Molina seinen Sohn. Seit seinem vierten Lebensjahr ist es dessen Wunsch, Stierkämpfer zu werden. In einer unblutigen Corrida erlegt der Junge gekonnt einen Holz-Stier. In Granada befindet sich der wohl berühmteste Gebäudekomplex Andalusiens: die Alhambra, eine Ansammlung von Palästen, die im 13. und 14. Jahrhundert als Residenz der maurischen Könige errichtet wurde. Im sich anschließenden Palacio de Generalife, dem uralten "Garten der Erkennenden", erklärt der Chefgärtner sein ausgeklügeltes Pflanzkonzept: Er kombiniert Pflanzen, die in jeder Beziehung zueinander passen - nicht nur was Nährstoff-, Licht- und Wasserbedarf anbelangt.
15:20 - 16:00, 3SAT
Mit dem Zug durch die Toskana

Seit jeher lockt "Bella Italia" mit Altertümern, Sonne und Meer. Aber auch Eisenbahnfreunde kommen hier auf ihre Kosten, denn Italien besitzt zahlreiche museale Lokomotiven. Das Fernsehteam begleitet einen Sonderzug, der mit wechselnden Zugpferden in die Toskana unterwegs ist. So geht es über den Brennerpass durch Südtirol nach Siena und von dort weiter in die Crete Sienese bis nach Rimini. In Italien kümmern sich verschiedene Museumsbahnvereine wie "Musi Neri" oder "Italvapore" mit Unterstützung durch die italienische Staatsbahn um die Wiederaufbereitung, Wartung und Reparaturen von historischen Lokomotiven. So verkehren diese auf diversen Strecken im Land. Zum Auftakt der Reise fährt ein deutsch-österreichisches Dampfgespann auf den Brennerpass hinauf. Elektrisch geht es weiter durch Südtirol bis Trient. Auf dem Stationsplan stehen so verheißungsvolle Namen wie Val Sugana, Vicenza oder Faentina, Strecken und Städte auf dem Schienenweg in eine der reizvollsten Landschaften Europas. Höhepunkt für die Eisenbahnfreunde ist eine Begegnung mit der legendären Franco-Crosti-Lokomotive, für die Kultursuchenden unter den Passagieren der Aufenthalt in Siena, der schönsten Stadt in der Toskana. Mit Dampf geht es weiter in die Crete Sienese, in den Weinkeller Italiens, von wo der Chianti und Montepulciano kommen und so edle Tropfen wie der Brunello di Montalcino. Zum Abschluss der Reise bringt der Dampf-Sonderzug seine Fahrgäste nach Rimini an die Adriaküste. Einsam und verlassen liegen die Strände im zauberhaften Licht eines sonnigen Oktobertags.
16:00 - 16:45, 3SAT
Mit dem Zug durch Brasiliens Süden

Der "Serra Verde Express" mit seiner knapp 110 Kilometer langen, spektakulären Trassenführung durch den atlantischen Regenwald ist der Touristenzug Brasiliens schlechthin. Der "Serra Verde Express" startet in der südbrasilianischen Metropole Curitiba. Nach fast 1000 Höhenmetern erreicht er die Hafenstadt Paranaguá am Atlantik - ein Eisenbahn-Abenteuer. Die knapp 110 Kilometer lange Eisenbahnstrecke gilt als ingenieurtechnische Meisterleistung. Die Stadt Curitiba ist Brasiliens Ökohauptstadt mit der höchsten Lebensqualität des Landes und war einer der Austragungsorte der Fußball-Weltmeisterschaft 2014. Täglich fährt der Zug durch die Serra do Mar, ein dicht bewachsenes Küstengebirge. Früher war der Gebirgszug, der parallel zum Atlantischen Ozean verläuft und seit 1999 zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt, mit dichtem Regenwald bestanden, der aber größtenteils abgeholzt wurde. Nur noch wenige Personenzüge fahren heute in Brasilien. So ist diese Reise etwas Besonderes. Häufig nehmen 1000 Touristen, die meisten davon Brasilianer, den Zug. Die Trassenführung ist wahrlich spektakulär. Sie windet sich durch eine völlig unberührte, zerklüftete Gebirgslandschaft. Der Zug überquert die mit 113 Metern längste Brücke der Strecke, das Viaduto São João, und fährt über das 80 Meter lange Viaduto Carvalho, wobei er förmlich an der Wand klebt. Diese Stelle wird auch "Teufelskurve" genannt. Bis zu 5000 Menschen sollen innerhalb der fünfjährigen Bauzeit an Typhus, Malaria und durch Unfälle gestorben sein.
16:45 - 17:30, 3SAT
Mit dem Zug durch Panama

Um Amerika zu durchqueren, haben die Menschen schon immer die schmalste Stelle des Kontinents in Panama benutzt - zunächst zu Fuß, dann auf Pferden und mit Kutschen. Später mit dem Zug. Ab 1855 wurden mit Zügen größere Waren von Schiff zu Schiff transportiert. Dieser erste Schienenweg des Panama-Canal-Railways liegt heute über weite Strecken unter Wasser. Über ihn fahren die großen Schiffe hinweg: auf dem Kanal und im aufgestauten Gatun-See. Letzterer ist 1,3 Mal so groß wie der Bodensee und versorgt die Kanalschleusen mit Wasser. Die Panama-Canal-Railway wurde entlang des Isthmus während der Jahre 1850 bis 1855 gebaut – also vor dem Bau des Kanals. Ihre Länge beträgt 47 Meilen, das sind 76 Kilometer. Sie verbindet Colón am Atlantischen Ozean mit Ciudad de Panamá am Pazifik. Beim Bau der Strecke starben schätzungsweise zwischen 6000 und 12 000 Arbeiter unter widrigsten Bedingungen, vorwiegend an Cholera und Malaria. Für die Entscheidung zum Bau des Kanals in Panama spielte die Existenz der Eisenbahnstrecke eine entscheidende Rolle. Während des Kanalbaus wurde auf der Bahnlinie das größte Frachtvolumen pro Zug in der Welt befördert. Im 19. Jahrhundert befand sich das Zentrum des Transportes über den Isthmus auf der karibischen Seite Panamas, das damals ein Teil Kolumbiens war. Dort, in Colón, im Gebäude des heutigen Hotels "Washington", residierte die Eisenbahngesellschaft und steuerte den interozeanischen Transport auf der Schiene. Der schnellste und bequemste Weg von San Francisco nach New York führte durch Panama. Die Bahn war so gefragt und erfolgreich, dass die Aktien der Panama-Railroad eine Zeitlang die teuersten an der New Yorker Börse waren. 1913, ein Jahr bevor der Panama-Kanal in Betrieb genommen wurde, transportierte die Bahn fast drei Millionen Passagiere und mehr als zwei Millionen Tonnen Waren. Ohne die Bahn und deren Transportkapazitäten hätte der Kanal niemals gebaut werden können. Der Transport von Passagieren - überhaupt erst seit sechs Jahren wieder möglich - ist heute sehr bescheiden: Ein einziger Zug fährt morgens von Panama-Stadt nach Colón und abends wieder zurück. Es ist die schnellste Verbindung zwischen den Ozeanen. 57 Minuten benötigt der Luxuszug der ersten Klasse, um über den Isthmus zu fahren. Auf der stets verstopften Straße benötigen die Reisenden unter Umständen zwei Stunden und mehr. Die Schiffe auf dem Kanal schaffen es - allerdings nach einer tagelangen Wartezeit draußen vor den Zufahrten zum Kanal - in rund acht Stunden. Genutzt wird der Zug von Reisenden und Kreuzfahrtpassagieren, die sich eine Auszeit vom Schiff nehmen, und von Geschäftsleuten. Kaum ist der Zug losgefahren, werden die Laptops aufgeklappt. Für die Händler aus der Freihandelszone in Colón ist der Zug mit seinen herunter gekühlten Waggons ein idealer Treffpunkt, um mit Einkäufern und Partnern noch Feinabstimmungen zu besprechen, Preise zu vergleichen und Angebote vorzulegen. Durch die großen Fenster können sie dabei das Grün des tropischen Waldes genießen. Immer wieder öffnet sich der dichte Vorhang und gibt den Blick frei auf den Gatún-See, über den die großen Dampfer gleiten. An einigen Stellen gleitet auch der Zug, mitten durch den See, auf einem Damm knapp über die Wasseroberfläche dahin. Für Touristen und Fotografen ist der beste Platz im Zug der Panoramawagen mit gläserner Kuppel. Eine ganz andere Art von Eisenbahnsystem ist die sogenannte Treidelbahn, eine Schiffsschleppbahn, die die Schiffe durch die Schleusen ziehen und sie gegen die Strömungen in den Schleusenkammern beim Wasserein- und -auslass stabilisieren. Die Loks, auch "Mulis" genannt, wiegen rund 45 Tonnen und funktionieren mit einem Zahnstangensystem des berühmten Schweizer Konstrukteurs Riggenbach. So bewältigen die Lokomotiven, die erst seit 2012 im Einsatz sind, die bis zu 45 Grad steilen Rampen zwischen den Schleusenkammern. Eine faszinierende Arbeitswelt.
17:30 - 18:00, 3SAT
Mit dem Zug durch Kanadas Westen

Das Tal des Fraser River ist eine der wichtigsten Lebensadern in Kanadas Westen. Auf abenteuerlichen Trassen wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts der "Wilden Westen" erschlossen. Auf diesen Trassen sind die Züge heute noch unterwegs. In dichter Folge drängen sie sich durch die Täler, Berge und Wälder von British Columbia. Der Film unternimmt eine Erkundungsreise mit der Eisenbahn durch die westlichste Provinz Kanadas. Die Züge sind ungewöhnlich lang: 100 Wagen sind keine Seltenheit, und die Container werden häufig sogar doppelstöckig transportiert. Auf dem Weg Richtung Westen liegt auch das "Tor zur Hölle", Hells Gate, ein 34 Meter breiter Engpass, der dem Entdecker Simon Fraser vor rund 200 Jahren augenscheinlich den Angstschweiß auf die Stirn getrieben hat. Heute schwebt man bequem mit einer Seilbahn über die Stromschnellen oder geht zu Fuß über eine Eisenbrücke.

18:00 - 18:30, 3SAT
Im Zug von Chicago nach Kalifornien

Die Tour von Chicago nach San Francisco ist die längste durchgehende Zugfahrt, die man in den USA bewältigen kann. Die Strecke aus der Zeit der Besiedelung Amerikas ist legendär. Der Film zeigt die Reise mit dem "California Zephyr", dem "Kalifornischen Westwind". Zu bestaunen gibt es spektakuläre Ausblicke und Landschaftspanoramen. Auch die Geschichten der Mitreisenden und an den Schienen Lebenden werden erzählt. "Es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich Zug gefahren bin - ich hatte ja keine Ahnung, wie wunderschön so eine Reise ist!" Die 50-jährige Susanne ist erschöpft, aber begeistert. Gerade hat sie die Tour zurückgelegt. Knapp drei Tage hat das gedauert. Natürlich kann man einfach fliegen - und locker in viereinhalb Stunden ankommen. Die meisten Amerikaner tun das auch. Denn die Eisenbahn, die einst die Besiedlung des westlichen Teils der USA erst möglich machte, ist als alltägliches Verkehrsmittel nahezu vergessen. Einmal täglich fährt er aber noch - der "California Zephyr". An Bord sind ein einige Hundert Passagiere. Die meisten gönnen sich - wie Susanne - zum allerersten Mal dieses ganz besondere Reise-Erlebnis. Es war der Bau dieser Schienenstrecke, der im 19. Jahrhundert unzählige europäische Einwanderer in ihre neue Heimat Amerika brachte. Manche Passagiere erinnern auch heute noch an diese Vergangenheit: Zugfahren ist besonders bei Mennoniten und Amish beliebt, Anhängern von Glaubensgemeinschaften, die viele technische Errungenschaften der Moderne ablehnen. Flugzeug und Auto sind für sie tabu. Der Zug allerdings ist erlaubt, und das nutzen viele von ihnen, wenn sie auf Reisen gehen. Doch auch alle anderen, die sich auf das dreitägige Zugabenteuer einlassen, werden reich belohnt: Die Fahrt im Panoramawagen bietet großartige Ausblicke - in die endlosen Weiten Nebraskas, die grandiosen Canyons Colorados, die Salzwüsten in Utah und die Wildwest-Dörfer Nevadas. Wer - ein wenig zerknittert von den Nächten im engen Schlafwagen und durchgeschüttelt vom enormen Rumpeln auf den alten Schienen - im kalifornischen San Francisco ankommt, hat eine besondere Erfahrung hinter sich. Der Zug fährt durch ein Amerika, das sich abseits der üblichen Touristenstrecken viel von der Seele der Pionierzeit bewahrt hat.
Mittwoch, 27.02.2019
Thema des Tages
Europa ungezähmt

Von den Eiswüsten Nordeuropas über die waldreichen Mittelgebirge, den Feuchtgebieten des Donaudeltas bis zu den Halbwüsten der Iberischen Halbinsel – Europas Landschaften sind einzigartig.

14:50 - 15:35, 3SAT
Europa ungezähmt

Der erste Teil der Reihe "Europa ungezähmt" widmet sich "eisigen Welten": Während auf dem Großteil des Kontinentes mildes Klima herrscht, müssen sich die nördlichen Regionen auf Temperaturen bis zu minus 40 Grad einstellen. Ein Härtetest für jede Form von Leben. Trotzdem findet sich eine enorme Vielfalt: vom weltgrößten Landraubtier, dem Eisbären, der die eisigen Polarregionen durchstreift, bis hin zum kleinsten Wiesel, das in den tief verschneiten Wäldern auf die Jagd geht. In dieser lebensfeindlichen, weiß umhüllten Welt überleben nur die Stärksten. Wer hier nicht perfekt angepasst ist, hat keine Chance.

15:35 - 16:15, 3SAT
Europa ungezähmt

Im zweiten Teil der Reihe geht es um die großen Wälder Europas. In den Karpaten beispielsweise haben sich bis heute unberührte Wälder erhalten. Sie sind Heimat des Eurasischen Luchses. Die Neuansiedlung Europäischer Bisons in den Karpaten war erfolgreich. Die urtümlichen Tiere sind natürliche Landschaftsgärtner: Als Grasfresser sorgen sie für artenreiche Lichtungen, Lebensraum für Blütenpflanzen, Insekten und Vögel. Ein ganz anderes Landschaftsbild findet sich in der Taiga: In den tiefen, dunklen Nadelwäldern nahe am Polarkreis haben Braunbären, Wölfe und Bartkäuze ganz unterschiedliche Strategien entwickelt, um die langen schneereichen Winter zu überleben.

16:15 - 17:00, 3SAT
Europa ungezähmt

Europa ist ein grüner und fruchtbarer Kontinent – dank seines gemäßigten Klimas und seines Wasserreichtums. Mit 2857 Kilometern Gesamtlänge ist die Donau der zweitlängste Fluss Europas. An der Donau in Ungarn ereignet sich regelmäßig ein ungewöhnliches Schauspiel: Die großen Theiß-Eintagsfliegen starten zum Hochzeitsflug, Millionen tanzen in der Abenddämmerung über dem Wasser, paaren sich, legen ihre Eier und sterben. Im Donaudelta leben verwilderte Pferde und eine seltene Spezies: der Goldschakal, dessen Lieblingsspeise Karpfen ist.

17:00 - 17:45, 3SAT
Europa ungezähmt

Mit Gipfeln und über 82 Viertausendern liegt der mächtige Gebirgszug der Alpen mitten in Europa. Ihre schwer zugänglichen Hochgebirgsregionen bilden einen weitgehend naturbelassenen Lebensraum. Oberhalb der Baumgrenze sind die Reviere der Murmeltiere. Sie legen große unterirdische Höhlensysteme an, die zum Schutz und Überwintern dienen. Dort können sie sich auch vor dem Steinadler in Sicherheit bringen, dessen Lieblingsspeise Murmeltiere sind. 1200 Adler-Paare haben sich in den Alpen wieder angesiedelt.

17:45 - 18:30, 3SAT
Europa ungezähmt

Trockenheit und Hitze im Sommer, milde Winter mit geringen Niederschlägen: Im fünften Teil der Reihe "Europa ungezähmt" geht es um den "trockenen Süden". Auf der Iberischen Halbinsel wachsen einzigartige Wälder aus immergrünen Korkeichen und Steineichen – Lebensraum des Pardelluchses, einer extrem seltenen Raubkatze. Es gibt nur noch 150 Tiere dieser Art. Dank menschlicher Hilfe wird er vielleicht überleben. Die Extremadura ist für ihre großen Geier-Vorkommen bekannt. Die gefiederten Gesundheitspolizisten sind wahre Flugkünstler und kreisen in Höhen von bis zu 6000 Metern. Die wüstenhaften trockenen Regionen sind Heimat von Perleidechsen, Hornottern und Chamäleons, und an der rauen Atlantikküste Portugals haben sich Weißstörche eine ökologische Nische erobert.