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film.gif (3907 Byte) Spielfilme
Sonntag, 24.02.2019
20:15 - 21:55, arte
Trommeln am Mohawk

In dem Jahr, in dem Gilbert Martin und Lana Borst im Staat New York heiraten, erklären die englischen Kolonien in Nordamerika ihre Unabhängigkeit gegenüber dem Mutterland. Gil und Lana suchen ihr Glück als Siedler im Westen, ihre neue Heimat wird das Mohawk-Tal. Dem Krieg können sie dort nur kurz entfliehen. Bald muss auch Gil an die Waffen. Nach ersten Gefechten und ersten Verlusten kehrt eine kurze Zeit Ruhe ein. Doch es dauert nicht lange bis zum nächsten Indianerangriff, auf den genauso schnell eine Phase der Ruhe folgt. Gil und Lana schlagen sich durch, bekommen sogar Nachwuchs. Doch der Frieden ist wiederum nur trügerisch. Noch einmal greifen die Engländer mit Unterstützung von Indianern an. Diese letzte massive Belagerung verlangt den Kolonisten größte Anstrengungen und Opfer ab.

Mitreißend, hochdramatisch und in farbenfrohem Technicolor zelebriert Western-Ikone John Ford mit den großen Hollywood-Stars Henry Fonda und Claudette Colbert in den Hauptrollen den bewegenden Kampf eines nach Frieden und privatem Glück strebenden Ehepaares in den blutigen Wirren eines gnadenloses Krieges. Für die Kameraarbeit von Bert Glennon und Ray Rennahan sowie die Leistung der Darstellerin Edna May Oliver gab es 1940 zwei Oscar-Nominierungen.

22:10 - 23:50, 3SAT
Nichts zu verzollen

Der belgische Zollbeamte Ruben hasst die Franzosen. Auch nachdem die Grenzkontrollen abgeschafft wurden, schikaniert er die Reisenden. Zur Strafe muss er mit einem Franzosen Dienst schieben. Nach dem preisgekrönten Welterfolg "Willkommen bei den Sch'tis" nimmt Regisseur, Autor und Hauptdarsteller Dany Boon die historische Rivalität zwischen Belgiern und Franzosen aufs Korn und führt die absurden Auswüchse von Rassismus und Länderklischees vor Augen. Der Belgier Ruben Vandevoorde liebt sein Heimatland über alles. Von Kindesbeinen an wurde ihm von seinem Vater nicht nur strammer Patriotismus eingetrichtert, sondern auch ein fanatischer Hass auf alle Franzosen. Die beiden würden lieber verdursten, als französisches Mineralwasser zu trinken. Als Zollbeamter an einer belgisch-französischen Grenzstation in der Provinz konnte Ruben seinen Rassismus bisher ungehemmt ausleben: Wann immer ein Franzose nach Belgien einreisen wollte, wurde er auf schikanöse Weise kontrolliert. Die Europäische Union ist für den pedantischen Bürokraten der Beginn des Unheils. Als am 1. Januar 1993 die Grenzen fallen und plötzlich jeder Gallier ungehindert in sein Land reisen kann, sieht Ruben sich als Fels in der Brandung des Binnenmarkts. Ungeachtet aller Politik will er weitermachen wie bisher: Jeder Franzose ist ein potenzieller Schmuggler. Diese aberwitzige Unnachgiebigkeit sorgt natürlich bald für Ärger. Um den boshaften Zöllner zur Räson zu bringen, wird er von seinem Chef zur schlimmsten aller Strafen verdonnert: Er muss mit dem französischen Kollegen Mathias Dienst schieben. Als mobile Patrouille soll das ungleiche Duo im ländlichen Grenzgebiet nach Schmugglern Ausschau halten. Obwohl der schüchterne Franzose sich um ein friedvolles Miteinander bemüht, greift Ruben ihn pausenlos mit chauvinistischen Sticheleien an. Die Tatsache, dass Mathias heimlich in Rubens Schwester Louise verliebt ist, macht die Sache nicht einfacher. Erst als die beiden Zöllner einer Bande von vertrottelten Drogenschmugglern auf die Spur kommen und wirklich zusammenhalten müssen, entwickelt sich zwischen ihnen fast so etwas wie eine Freundschaft. Doch Rubens neu erlernte Toleranz nimmt ein jähes Ende, als er von der Beziehung zwischen Mathias und Louise erfährt.

Donnerstag, 28.02.2019
13:55 - 16:00, arte
Wer den Wind sät

1925. Der junge Lehrer Bertram T. Cates bringt die Mitglieder der fundamentalistischen Gemeinde von Hillsboro im amerikanischen Süden gegen sich auf: Er wagt es, seine Schüler mit der Lehre Darwins vertraut zu machen, die besagt, dass der Mensch ein Geschöpf der Evolution ist. Auf Betreiben des militanten Reverends Brown wird er festgenommen und muss sich vor Gericht verantworten. Der sogenannte „Affenprozess" schlägt weithin Wellen. Der renommierte Journalist Hornbeck vom „Baltimore Herald" sorgt dafür, dass Cates mit Henry Drummond einen erfolgreichen Verteidiger bekommt; die Anklage übernimmt Matthew Harrison Brady, ein ähnlicher Eiferer wie Reverend Brown. Damit stoßen im Gerichtssaal zwei äußerst konträre Positionen aufeinander: Drummond steht für die Freiheit der Rede und des Denkens, Brady führt dagegen einen religiösen Fundamentalismus ins Feld, für den jedes Wort der Bibel die letzte Wahrheit ist ...

Spencer Tracy und sein Gegenspieler Fredric March verkörpern die beiden unterschiedlichen Protagonisten mit großem Elan, ein Kritiker sprach vom „Schauspielerkampf des Jahres". Fredric March gewann einen Silbernen Bären bei der Berlinale 1960 als bester Darsteller, Spencer Tracy wurde für diese Rolle für den Golden Globe und den Oscar nominiert. Beide wurden ebenfalls bei den BAFTA Awards nominiert. Zudem war der Film bei den Oscars für Drehbuch, Kamera und Schnitt nominiert, bei den Golden Globes und BAFTA Awards als bester Film.

Freitag, 01.03.2019
12:30 - 14:00, MDR
Die Kinder des Monsieur Mathieu

Der arbeitslose Komponist Mathieu erhält 1949 eine Anstellung als Aufseher in einem französischen Internat für schwer erziehbare Jungen. Der Direktor traktiert seine Schüler nur mit Prügeln und Arrest. Mathieu gründet gegen dessen Widerstand einen Chor und gewinnt bei den Proben allmählich das Vertrauen seiner widerspenstigen Schützlinge. Die Kraft der Musik, die Mathieu nachts komponiert, erreicht die Herzen der Schüler, deren Lerneifer und Disziplin sich merklich bessern. Allein der Direktor ist von dieser Entwicklung nicht begeistert. Anlässlich des Todes seiner Mutter kehrt der berühmte Dirigent Pierre Morhange nach Jahrzehnten erstmals in sein französisches Heimatdorf zurück. Dort erhält er von einem Schulfreund das Tagebuch seines früheren Musiklehrers. Als Pierre darin zu lesen beginnt, erwachen die Erinnerungen an seine Schulzeit wieder zum Leben: Damals, im Jahr 1949, findet der arbeitslose Musiker Clément Mathieu eine Anstellung als Aufseher in einem Internat für schwer erziehbare Jungen. Dessen hartherziger Direktor Rachin hat die Kinder, meist Kriegswaisen oder Söhne lediger Mütter, längst abgeschrieben. Gnadenlos traktiert er die Jungen mit Prügel und Arrest. Mathieu aber hat eine andere Idee: Als die Jungs mal wieder außer Rand und Band sind, lässt er sie vorsingen und motiviert sie dazu, einen gemeinsamen Chor zu gründen. Getrieben von dem Wunsch, seine eigenen Kompositionen vertonen zu können, scheint für Mathieu der erzieherische Mehrwert der Gesangsstunden zunächst eher unwichtig. Doch instinktiv vermittelt er bei seinem Bemühen um einen wohlklingenden Chor auch Disziplin und Zusammenhalt. Direktor Rachin indes sieht die zart erblühende Lebensfreude der Schüler und ihre beachtliche Kunstfertigkeit nur mit kritischen Augen. Als ein besonders schwer erziehbarer Junge, der fälschlich des Diebstahls bezichtigt und deshalb der Schule verwiesen wurde, sich rächt, indem er das Haus anzündet, sieht sich der Zyniker in seinen veralteten Methoden bestätigt und entlässt Mathieu. Traurig packt Mathieu seine Sachen, doch beim Verlassen des Internats erwartet ihn eine wunderbare Überraschung.

Mittwoch, 06.03.2019
20:15 - 22:15, arte
Wüstenblume

Geboren in der Wüste Afrikas, wächst Waris im ständigen Kampf ums tägliche Überleben auf. Als sie mit 13 Jahren zwangsverheiratet werden soll, flieht sie, um dem Willen ihres Vaters zu entkommen. Sie irrt tagelang durch die Wüste, bis sie schließlich die somalische Hauptstadt Mogadischu erreicht. Die Familie ihrer Mutter nimmt sie auf und verschafft ihr eine Stellung als Dienstmädchen in der somalischen Botschaft in London – wo sie jahrelang das Haus nicht verlassen darf. Als ihr ein paar Jahre später die Rückkehr nach Somalia droht, flieht Waris erneut. Sie taucht in der Metropole unter, hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und findet in der quirligen Verkäuferin und Lebenskünstlerin Marilyn eine Freundin und Vertraute. Doch dann wird sie von einer Modelagentin entdeckt und ein Märchen wird wahr: Die Designer reißen sich um sie, Jetset und Presse lieben das einstige Nomadenmädchen, das aus dem Wüstenstaub den Weg auf die berühmtesten Laufstege der Welt gefunden hat. Waris Dirie wird zu einem der bestbezahlten Models der Welt. Doch bei allem Erfolg holen sie immer wieder die Schatten der Vergangenheit ein. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere erzählt sie in einem Interview von der grausamen Tradition der Frauenbeschneidung, deren Opfer sie selbst wurde. Die Veröffentlichung löst eine Welle von Mitgefühl und Protest aus und Waris entschließt sich, ihr Leben dem Kampf gegen dieses Ritual zu widmen ...

20:15 - 21:55, 3SAT
Suffragette - Taten statt Worte

Vom friedlichen Protest zu Hungerstreiks und Brandsätzen: Eine junge Arbeiterin wird Teil des Kampfs britischer Frauen um das Wahlrecht - gegen die Polizei und ihren eigenen Ehemann. Der Weg zur Einführung des Frauenwahlrechts in Großbritannien Anfang des 20. Jahrhunderts ist steinig und am Ende auch blutig. In den Strudel der Ereignisse gerät eine junge Frau, die seit ihrer Kindheit unter unwürdigen Bedingungen in einer Großwäscherei schuftet. Armut, Gewalt, Demütigung - ein Teufelskreis, den die junge Arbeiterin nicht infrage stellt, bis sie eher zufällig die Bekanntschaft der Suffragetten macht. Als sie die Gelegenheit erhält, vor Premierminister David Lloyd George und dem britischen Parlament vom Elend ihrer Arbeit in einer Wäscherei zu berichten, führt dies zu ihrer politischen Erweckung. Maud verwandelt sich allmählich von der braven Ehefrau und Mutter eines kleinen Jungen zur kämpferischen Frauenrechtlerin, die in der Apothekerin Edith eine enge Verbündete findet. Die polizeilich gesuchte, charismatische Anführerin der Suffragetten, Emmeline Pankhurst, motiviert die Bewegung aus dem Untergrund. Wegen ihres Engagements wird die 24-jährige Maud von Kolleginnen und Vorgesetzten in der Wäscherei geächtet und bald auch in ihrer Nachbarschaft wie eine Aussätzige behandelt. Als sie als Aktivistin der Suffragetten-Bewegung mehrfach von Polizeiinspektor Steed verhaftet und ins Gefängnis gesteckt wird, ist das aus der Sicht ihres Ehemanns Sonny eine Schande, mit der er nicht leben kann: Er wirft Maud aus der gemeinsamen Wohnung und gibt ihren Sohn zur Adoption frei. Verzweifelt, aber entschlossen, bleibt Maud von nun an nur noch die Flucht nach vorn. Der Kampf der Frauen wird zunehmend militanter.

Ein fesselndes - großartig besetztes - Historiendrama über einen Meilenstein auf dem Weg zur weiblichen Gleichberechtigung. Schauplatz des Films ist die Metropole London im Jahr 1912. Bis zum allgemeinen Wahlrecht für Frauen mussten die Britinnen übrigens noch bis zum Jahr 1928 warten - in Deutschland war es nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg schon 1918 so weit. Mit der fiktiven Figur der Maud Watts blickt Sarah Gavron einmal von innen auf die historische Suffragetten-Bewegung, die vor allem von Frauen aus dem bürgerlichen Milieu geprägt wurde. Ihr Film macht deutlich, dass Unterdrückung und Rechtlosigkeit der weiblichen Bevölkerung vor einem knappen Jahrhundert in Großbritannien und im restlichen Europa nicht nur gang und gäbe, sondern offizielle Regierungspolitik waren. Die Bezeichnung "Suffragette", ursprünglich die herabsetzend eingefärbte Bezeichnung der britischen Presse für alle Aktivistinnen, die für das Frauenwahlrecht - englisch "suffrage" - kämpften, hat die Bewegung schließlich für sich übernommen. Regisseurin Sarah Gavron durfte übrigens an Originalschauplätzen in den Houses of Parliament drehen - erstmalig für einen Spielfilm. Hauptdarstellerin Carey Mulligan ("An Education", "Shame") ist einem größeren Publikum durch den Action-Thriller "Drive" bekannt geworden, Ben Whishaw ("Cloud Atlas", "Im Herzen der See") durch seine Rollen in "Das Parfum" und als neuer Technik-Freak "Q" an der Seite James Bonds. Dem englischen Publikum hat er sich als Stimme des freundlichen Bären Paddington ins Herz gesprochen.

22:00 - 23:35, B3
Marie Curie

Für Marie (Karolina Gruszka) und Pierre Curie (Charles Berling) geht ein Traum in Erfüllung. 1903 erhalten die beiden Forscher gemeinsam mit ihrem Professor Henri Becquerel den Physik-Nobelpreis für den Nachweis der spontanen Radioaktivität. Nie zuvor hatte eine Frau einen Nobelpreis erhalten - Marie Curie wurde so zu einer Ikone ihrer Zeit. Doch die Freude über die Anerkennung ihrer Leistungen währt nicht lange, denn Pierre Curie kommt wenige Jahre später bei einem Unfall ums Leben. Nun ist Marie alleine mit ihren zwei Kindern. Für Marie (Karolina Gruszka) und Pierre Curie (Charles Berling) geht ein Traum in Erfüllung. 1903 erhalten die beiden Forscher gemeinsam mit ihrem Professor Henri Becquerel den Physik-Nobelpreis für den Nachweis der spontanen Radioaktivität. Nie zuvor hatte eine Frau einen Nobelpreis erhalten - Marie Curie wurde so zu einer Ikone ihrer Zeit. Doch die Freude über die Anerkennung ihrer Leistungen währt nicht lange, denn Pierre Curie kommt wenige Jahre später bei einem Unfall ums Leben. Nun ist Marie alleine mit ihren zwei Kindern. Sie stürzt sich wie besessen in die Arbeit. "Pierre hätte es so gewollt!", da ist sie sich sicher. Und so übernimmt sie nur wenige Wochen nach seinem Tod seine Vorlesungen an der Sorbonne. Zwei Jahre später wird ihr der Lehrstuhl für Allgemeine Physik offiziell übergeben. Marie Curie ist somit die erste Professorin an der Sorbonne. Trotz ihrer Brillanz fällt es ihr immer wieder schwer, sich in der von Männern dominierten Wissenschaft zu behaupten. Dennoch forscht die Visionärin beharrlich weiter, lebt den mühevollen Alltag einer alleinerziehenden Mutter und kämpft für die Gleichberechtigung. Und auch die Liebe kehrt zurück in Maries Leben. Nach langer Trauer um Pierre verliebt sie sich in den verheirateten Wissenschaftler Paul Langevin (Arieh Worthalter) und beginnt mit ihm eine leidenschaftliche Affäre. Als Pauls gekränkte Ehefrau Wind davon bekommt, hetzt sie die Pariser Presse auf das Liebespaar. Der Zeitpunkt dafür könnte ungünstiger kaum sein, denn gerade jetzt bewirbt sich Marie Curie um die Aufnahme in die "Académie des sciences". Außerdem ist sie erneut für einen Nobelpreis vorgesehen. "Marie Curie" ist ein sehr persönliches Porträt des aufregenden Lebens der zweifachen Nobelpreisträgerin, bei dem sich Regisseurin Marie Noëlle auf die Zeit zwischen den beiden Auszeichnungen fokussiert. Die Auswertung von unzähligen Originaldokumenten aus der Zeit wie persönliche Briefe, Tagebücher, Zeitungsartikel und sogar Laborberichte, macht diesen intimen Einblick erst möglich. "Wir wollten von einem Kampf einer Frau um Anerkennung erzählen, einem Kampf, der sie zwang, viele Aspekte ihrer Weiblichkeit zu verleugnen, um ihrer Passion für die Wissenschaft nachgehen zu können.", so Marie Noëlle. Es geht aber auch um den verantwortungsvollen Umgang mit der Wissenschaft, Idealismus und einem von Vorurteilen geprägten Zeitgeist.