banner_klein.jpg (6301 Byte)

Navigation

Diese Woche
Samstag
Sonntag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag

Nächste Woche
Samstag
Sonntag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag

Länderübersicht

Tip des Tages
Tagesthemen

Bahn- und Verkehrsgeschichten
Empfehlungen
Geschichtssendungen
Kindersendungen
Kulinarische Entdeckungen
Religionen
Spielfilme
Tier- und Natursendungen
Weltkulturerbe
Weihnachtszeit
Wissenschaft & Technik

Kommunikation  
Gästebuch
Kontakt
Impressum
Datenschutz

 


geschichte.gif (1360 Byte) Geschichtssendungen
Samstag, 08.12.2018
14:55 - 16:35, arte
HMS Erebus: Das arktische Totenschiff taucht auf

1845 stach der britische Polarforscher und Seeoffizier Sir John Franklin mit 128 Männern auf zwei hochmodernen Schiffen der Royal Navy in See, um die damals als undurchdringlich geltende Nordwestpassage zu erkunden. Die Expedition schlug fehl und nahm ein dramatisches Ende: Die Besatzungen der „HMS Erebus“ und „HMS Terror“ kamen ums Leben – unter rätselhaften Umständen. 1859 tauchte eine Nachricht auf, der zufolge Franklin und 23 weitere Besatzungsmitglieder erst verstorben seien, als die Schiffe bereits seit zwei Jahren im Eis festsaßen. Ein knappes Jahr nach dem Tod des Kommandanten Franklin sollen 105 Personen in Richtung Festland aufgebrochen sein, doch keiner überlebte die Wanderung. Die beiden Schiffe wurden vom Eis verschlungen und blieben 170 Jahre lang verschollen. Nach siebenjähriger Suche entdeckten Archäologen der kanadischen Bundesbehörde für Natur- und Kulturerbe Parks Canada mit Unterstützung der kanadischen Küstenwache im September 2014 die beinahe unbeschädigte „HMS Erebus“ in nur elf Meter Tiefe am Grund des Queen Maud Gulf. Ermöglicht wurde der Fund mit Hilfe von mit Sonargeräten ausgestatteten Booten und dem Unterseeboot „Arctic Explorer“, das zur detaillierten Kartographierung der Meeresböden eingesetzt wird. Auf der Grundlage von sonargestützten Synthesebildern wurde ein 3D-Modell des Wracks erstellt, das verblüffende Details enthüllt. Diese Bilder, Beiträge von Historikern sowie hochwertige historische Rekonstruktionen zeichnen in dem Dokumentarfilm die Geschichte von Franklins Expedition und ihrem tragischen Ende nach.
Sonntag, 09.12.2018
08:50 - 09:15, arte
Kleine Hände im Großen Krieg

Die zwölfjährige Jessica flieht mit ihren Eltern vor dem Krieg in Europa. Sie besteigen ein holländisches Frachtschiff, das sie zurück in die USA bringen soll. An Bord entdeckt das Mädchen einen blinden Passagier. Der Kapitän ahnt etwas davon und versucht ihn auszuhungern und so zu finden, aber das Mädchen hat Mitleid und versorgt ihn heimlich mit Essen. Schließlich wird der blinde Passagier entdeckt. Die amerikanische Familie muss sich entscheiden, ob sie sich aus dem Konflikt heraushält oder Stellung bezieht. In dieser Episode wird die Problematik mangelnder Solidarität zwischen Menschen in Krisensituationen behandelt. Es wird allerdings klar, wie unmöglich und auch unmoralisch es ist, sich um jeden Preis aus der Tragödie anderer Menschen herauszuhalten. Außerdem wird ein entscheidender Wendepunkt im Ersten Weltkrieg thematisiert: der Kriegseintritt der USA. Es gibt unterschiedliche Ursachen für Krieg, doch vor allem wird er für den eigenen Vorteil geführt. Der Eintritt der Weltmacht sollte den Krieg in Europa endlich beenden. Ist Krieg also manchmal ein notwendiges Mittel, um Frieden zu stiften oder zu erhalten?
12:20 - 13:15, arte
Ägyptens versunkene Hafenstadt

In der versunkenen Hafenstadt Herakleion im Mündungsdelta des Nils soll früher ein buntes Leben geherrscht haben. Die Stadt galt um die Zeitenwende als das Tor nach Ägypten. Hier kamen die Handelsschiffe aus Griechenland an, und im Haupttempel erhielten die neuen Pharaonen ihre Weihen. Doch im 7. Jahrhundert versank die Stadt auf rätselhafte Weise in den Fluten und verschwand zunehmend aus dem Gedächtnis der Menschen. Von Herakleion blieb nicht viel mehr übrig als ein paar dürftige Erwähnungen in antiken Texten. Über die Jahrhunderte verschob sich die Mündung des Nils, und an der Stelle, an der einst die Stadt gewesen sein musste, ist heute nur noch Wasser. Der französische Meeresarchäologe Franck Goddio wagt sich mit großer Beharrlichkeit an die Herkulesaufgabe, die versunkene Stadt wiederzufinden. Das Forschungsgebiet erstreckt sich über 150 Quadratkilometer – was etwa der halben Fläche der Stadt Leipzig entspricht. Die Sicht unter Wasser ist extrem schlecht, und die Reste der Stadt liegen versunken im Sediment. Nicht einmal ihr Name ist eindeutig. In den alten Texten ist mal von Herakleion, mal von Thonis die Rede. Schließlich machen Franck Goddios Taucher eine sensationelle Entdeckung: Sie legen den Haupttempel Herakleions frei, den legendären Amun-Gereb-Tempel. In den folgenden Jahren geht es Schlag auf Schlag: Goddio findet meterhohe Kolossalstatuen, Gold und Schmuck, Anker, Schiffe, Keramiken und Alltagsgegenstände. Wie lebten die Menschen in Herakleion? Wie intensiv war der Seehandel? Wie groß war der kulturelle Austausch mit den anderen Mittelmeerländern? Jeder gefundene Gegenstand gibt Aufschluss über das Leben in der antiken Stadt. Am Ende gelingt es Franck Goddio sogar, das jahrtausendealte Rätsel um die beiden Städtenamen zu lüften. Mit jedem Quadratmeter Meeresgrund, den der Meeresarchäologe erforscht, wird die legendäre Hafenstadt lebendiger. Ein Mythos taucht auf. Die Dokumentation schildert die jahrelange penible Suche nach der versunkenen Stadt und zeigt, wie einzelne Funde langsam ein Gesamtbild ergeben, von ersten Umrissen bis hin zu einem detaillierten Stadtplan der einst blühenden Hafenstadt.
13:15 -14:05, arte
Kleopatra - Porträt einer Mörderin

Kleopatra gehört zu den schillerndsten Gestalten der Geschichte. Die ägyptische Königin wurde durch ihre Schönheit, ihre Liebesbeziehungen zu Julius Caesar und Marcus Antonius, ihre List und ihren Freitod zur Legende. Eine bahnbrechende Entdeckung enthüllt nun eine dunkle und skrupellose Seite der großen Herrscherin. In der szenischen Dokumentation "Kleopatra" wird ein historisches Drama aufgerollt. Eine Reihe zufälliger Entdeckungen, die mit einem sensationellen Knochenfund in einer verschollenen Grabstätte ihren Höhepunkt erreichten, haben Archäologen zu erstaunlichen Schlussfolgerungen kommen lassen: Vieles deutet darauf hin, dass es sich bei den Knochen um das Skelett von Kleopatras jüngerer Schwester Arsinoë handelt, die von Marcus Antonius auf Befehl seiner Geliebten Kleopatra ermordet wurde. So kommt ein neues Gesicht der glorreichen ägyptischen Herrscherin ans Licht, das mit der mitfühlenden Femme fatale, die uns Hollywood einst vorführte, nicht mehr viel gemein hat.Kleopatra führte einen Kampf gegen ihre Schwester Arsinoë, in dem es um alles oder nichts ging. Römische Historiker berichteten von Kleopatras nationalistischer, kämpferischer Schwester, die sich gegen Cäsar auflehnte und auch gegen Marcus Antonius wandte. Doch bisher war dieses Thema ein Feld nicht belegbarer historischer Spekulation. Diese Dokumentation zeigt zum ersten Mal und mit Hilfe modernster Computeranimationen, was wirklich geschah - und damit eine bisher unbekannte Seite von Kleopatra.
Montag, 10.12.2018
13:25 - 14:05, 3SAT
Die Deutsche Hanse - Eine heimliche Supermacht

Sie waren "Global Player" des Mittelalters: Deutsche Kaufleute und Abenteurer, die ein Handelsnetzwerk gründeten, das von Island über England und Flandern bis nach Russland reichte. Die zweiteilige Dokumentation "Die Deutsche Hanse - Eine heimliche Supermacht" erzählt vom Aufstieg eines weitgehend unbekannten und unterschätzten Wirtschaftsimperiums, das Europa prägte und in der europäischen Geschichte einzigartig ist. Für den Zweiteiler begleitet das Filmteam in Lübeck die bislang größte archäologische Grabung zur Hanse. Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen geben den neuesten Stand zu einem einzigartigen Phänomen des Mittelalters wieder, das seiner Zeit in vielen Bereichen weit voraus war und damit die Grundlagen für unser heutiges Europa bereitete.

14:05 - 14:50, 3SAT
Die Deutsche Hanse - Eine heimliche Supermacht

Ende des 14. Jahrhunderts haben die Koggen des mittelalterlichen Handelsbundes ein Weltreich erobert. Das Bündnis von freien Kaufleuten und Städten wird zu einer ökonomischen Supermacht. Teil zwei erzählt die wechselvolle Geschichte des Kaufmanns Hildebrand Veckinchusen und blickt auf das Handelsimperium an seinem Wendepunkt - bedroht von Piraten, ausländischen Konkurrenten und der wachsenden Maßlosigkeit der Hansekaufleute. Die Handelsverbindungen reichen von Russland bis Spanien, von Venedig bis nach Island. Dann wollen immer mehr Menschen am Reichtum der Hanse teilhaben. Die Handwerkerzünfte rebellieren gegen die reichen Kaufleute, und auf den Meeren treiben Piraten ihr Unwesen. Die Kaufleute, darunter der junge Hildebrand Veckinchusen, müssen etwas unternehmen. Es geht um den Erhalt von Macht und Geld - und Veckinchusen ist ein Mann, der mit Leidenschaft spekuliert und schließlich für das Geschäft seines Lebens alles auf eine Karte setzt.

14:50 - 15:35, 3SAT
Kampf um die Ostsee

Seit Jahren fahnden die Männer von der "AG Wrackforschung" in den Gewässern der Kieler Bucht nach dem verschollenen Großsegler "Hedvig Sophia" der dort vor über 300 Jahren auf Grund lief. Im Frühjahr 2008 stieß ein Reviertaucher nur wenige Seemeilen von der Schleswig-Holsteinschen Küste entfernt auf einen über 20 Meter langen Hügel. Vor Ort machen die Archäologen einen überraschenden Fund. Endlich können die Forscher den Fall zu den Akten legen.
16:20 - 17:00, 3SAT
Freibeuter der Meere

Die Freibeuter der Meere: "Terra X" erzählt von muslimischen Piraten, die vor Europas Küsten unzählige Weiße in die Sklaverei verschleppen: die berüchtigten Korsaren. Diese Seefahrer aus Algier, Tunis und Tripolis sind bis ins 19. Jahrhundert unterwegs. Ihr Auftrag: Schutzgelderpressung. Bei Widerstand: Verschleppung und Sklaverei. Hark Olufs aus Amrum fiel 1720 in die Hände der Korsaren und lernte ihr Imperium kennen. Anhand von Olufs Aufzeichnungen erzählt der Film ein unglaubliches Abenteuer. Um zu überleben, wird er Muslim, macht als Haussklave Karriere und bringt es schließlich zum Oberbefehlshaber der Flotte des Bey von Constantine. Ein Ausnahmeschicksal - denn die meisten der entführten Europäer verschwanden auf den Sklavenmärkten Nordafrikas, wenn sie nicht von ihren Verwandten freigekauft werden konnten. Sie waren das "Weiße Gold" - man schätzt, dass zwischen 1500 und 1800 über eine Million weißer Kinder, Frauen und Männer in den muslimischen Stadtstaaten versklavt wurden. Dieser Menschenhandel war in den Augen der Muslime nichts Anrüchiges - er war eine legitime Form des Heiligen Krieges gegen "Ungläubige" und folgte klar formulierten Gesetzen und finanziellen Anreizen. Die USA geboten 1805 den Korsaren Einhalt. Ihre Forderung: Freiheit des Seehandels, Ende von Schutzgeld und Sklaverei. "Terra X" zeigt, wie die USA für den Kampf gegen die Korsaren ihre erste Hochseeflotte bauten, die vor den Mittelmeerküsten die Korsaren aufrieb. Das war der erste außenpolitische Triumph der USA - und der Beginn des heute so gefährlichen Antagonismus zur muslimischen Welt. Die Geschichte der Korsaren - oder der Barbaresken, wie sie auch genannt werden - durchzieht die Geschichte des christlichen Europa über Jahrhunderte. Bedeutende Schlachten wurden geschlagen (Lepanto), und immer neue Feindbilder entstanden. Und dennoch wissen wir erst wenig über Korsaren und ihre Staaten in Nordafrika.

17:00 - 17:45, 3SAT
Freibeuter der Meere

Dieser Teil der "Terra X"-Reihe "Freibeuter der Meere" erzählt die grandiose Geschichte von Sir Francis Drake – und wie seine Raubzüge zur Grundlage des British Empire wurden. Ein Pirat dreht am Rad der Geschichte: Francis Drake. Er rettet Königin Elisabeth vor dem Bankrott, schwächt die spanische Seemacht, macht den Weg frei für die Kolonien. Drake steht am Anfang unseres Turbokapitalismus – effizient und erfolgreich. Dabei kam Francis Drake aus ärmlichsten Verhältnissen. "Terra X" erzählt die unglaubliche Biografie dieses Piraten, der schon als Kind lernte, wie man überlebt. Als Kind einer protestantischen Familie, als Kind von "Ketzern", ist er immer auf der Hut vor den Häschern der katholischen Königin Mary Tudor. Erst unter Königin Elisabeth genießt er Sicherheit. Ein Glück: Er kann lesen und schreiben. Auf dem Schiff seines Onkels lernt er das Seefahrerhandwerk. Bald macht er sich selbstständig - und seine Klugheit, sein Mut und seine Weitsicht bringen ihm nicht nur die absolute Treue seiner Leute, sondern auch die Gönnerschaft der Königin ein. Elisabeth I. braucht ihn für ihre Pläne: die Schwächung der Großmacht Spanien. "Terra X" analysiert, wie Drake ans Werk geht, wie er den Spaniern die Schätze abjagt und mit einer Weltumsegelung die englische Staatskasse saniert. Die Autoren besuchen Drakes Schloss bei Plymouth, sprechen mit britischen und amerikanischen Drake-Spezialisten, die ihn als einen typischen Vertreter der Neuzeit, ja der Moderne sehen: ein rationaler Geistesmensch, der die überkommenen Machtstrukturen des 16. Jahrhunderts kurzerhand für erledigt erklärte und die Welt nach seinen Vorstellungen ordnete. Ein echter Freibeuter eben am Beginn eines neuen Zeitalters: der Zeit des Kolonialismus und des Kapitalismus.
17:45 - 18:30, 3SAT
Freibeuter der Meere

Die Freibeuter der Meere! Die Dokumentation rekonstruiert die dramatische Fahrt der "Wolf", einem Kaperfahrer der deutschen Marine im Ersten Weltkrieg. Die "Wolf" war im Auftrag des deutschen Kaisers unterwegs. Perfekt als Handelsschiff getarnt, fuhr das Kriegsschiff in den beiden letzten Kriegsjahren bis nach Australien und Papua-Neuguinea. Der Auftrag: kapern, versenken, zerstören, um die Nachschublinien zu stören. Man nannte Fregattenkapitän Karl-August Nerger und seine Besatzung "Piraten des Kaisers", weil sie wie Piraten aus alten Zeiten agierten. Sie wechselten die Beflaggung je nach Bedarf. Sie konnten nicht riskieren, einen Hafen anzulaufen. Sie konnten nur überleben, indem sie fremde Schiffe enterten, plünderten und versenkten. Und sie waren erfolgreich - über 40 Kaperungen gehen auf ihr Konto. Das Dokudrama erzählt 451 Tage an Bord der "Wolf" - vom November 1916, dem Auslaufen aus Kiel, bis zur Rückkehr im Februar 1918. Dabei wird das Schicksal dieses "Himmelfahrtskommandos" aus der Sicht des Kapitäns Nerger und des Matrosen Theodor Plievier erzählt, dem späteren Friedenskämpfer und Bestsellerautor. Authentisches Filmmaterial von der "Wolf" ergänzt die opulenten Inszenierungen um den Schauspieler Oliver Mommsen, und Uwe Nerger, ein Enkel des Kapitäns, zeigt wertvolle Erinnerungsstücke aus dem Nachlass seines Großvaters. Denn die "Wolf" war mehr als ein Militärschiff im grausamen Krieg. Sie war eine Schicksalsgemeinschaft aus Proletariern und feinen Offizieren, aus Kaisertreuen und aus Kommunisten, aus Deutschen und 600 britisch-australischen Geiseln an Bord. Ihre Fahrt in die Südsee und sichere Rückkehr ist der Trip in eine Epochenwende aus der Kaiserzeit in die Republik: Die Fahrt der "Wolf" gibt in dieser Dokumentation Einblick in die Welt der letzten Kaperfahrer.
Freitag, 14.12.2018
14:50 - 15:30, 3SAT
Wunder der Baukunst

Durch alle Jahrhunderte hinweg errichteten geniale Baumeister Monumente, die durch ihre Wucht, ihre schiere Größe oder durch ihre Schönheit bis heute Staunen und Bewunderung auslösen. Seit die Menschheit Religionen entwickelte, begeben sich Pilger an heilige Plätze der Kraft und der Anbetung, um mit ihren Göttern in Verbindung zu treten. Im Lauf der Zeit hat die Stärke des Glaubens so in aller Welt beeindruckende Sakralbauten entstehen lassen. Zu ihnen gehören die Pyramiden von Gizeh ebenso wie Klöster in Bhutan, Indien und Nepal oder die Hagia Sophia in Instanbul, aber auch Antoni Gaudís Sagrada Familia in Barcelona, an der nach aktueller Planung noch bis ins Jahr 2026 gebaut werden wird.

15:30 - 16:15, 3SAT
Wunder der Baukunst

Paris ohne den Eiffelturm ist ebenso undenkbar wie Rio de Janeiro ohne die Christus-Statue, New York ohne die Freiheitsstatue oder Rom ohne das Kolosseum. Diese Bauwerke sind so markant, ihr Anblick so einzigartig, dass sie weltweit sofort identifiziert werden können. Sie stehen meist ikonografisch für eine Stadt, die umgekehrt ohne dieses berühmte Wahrzeichen viel von ihrer Identität verlieren würde. Durch alle Jahrhunderte hinweg errichteten geniale Baumeister Monumente, die durch ihre Wucht, ihre schiere Größe oder ihre Schönheit bis heute Staunen und Bewunderung auslösen.

16:15 - 17:00, 3SAT
Wunder der Baukunst

Brücken verbinden und führen Menschen zueinander. Einige von ihnen sind mehr als nur Konstruktionen zur Verbesserung der Infrastruktur: Sie sind Meisterwerke der Architektur und der Technik. Nicht selten sind Brücken sogar Wahrzeichen der Orte, an denen sie erbaut wurden: sei es die Karlsbrücke in Prag, die Tower Bridge in London oder die Golden Gate Bridge bei San Francisco. Dafür sorgen oft auch Geschichten, die sich mit den Brücken verbinden. Durch alle Jahrhunderte hinweg errichteten geniale Baumeister Monumente, die durch ihre Wucht, ihre schiere Größe oder ihre Schönheit bis heute Staunen und Bewunderung auslösen.

Samstag, 15.12.2018
11:50 - 13:35, arte
Napoleon Bonapartes Russland-Feldzug

Napoleon braucht einen schnellen, entscheidenden Sieg, der den Zaren zur Kapitulation zwingt. Die Russen weigern sich jedoch zu kämpfen und verlegen sich auf die Taktik der verbrannten Erde, um den Vormarsch des Angreifers zu verhindern, ihn zu schwächen beziehungsweise auszuhungern. Bei drückender Hitze marschiert die Grande Armée im Sommer 1812 von Kaunas nach Smolensk. Die Soldaten brechen zusammen, verdursten oder erliegen dem Typhus. Doch die Moral der Truppe bleibt gut. Der Grenadier der kaiserlichen Garde, Sergent Bourgogne, vertraut auf einen erneuten Sieg Napoleons. Bereits im Alter von 27 Jahren wurde er Veteran der napoleonischen Armee. Es gelingt ihm, seine angsterfüllten jungen Kameraden zu beruhigen. Als Smolensk im August 1812 bei einem ersten größeren Gefecht in Flammen aufgeht und weder die historische Altstadt noch die Zivilbevölkerung verschont bleiben, löst das in der russischen Bevölkerung eine schwere Krise aus. Der Zar muss die Achtung seines Volkes zurückgewinnen und will im Kampf gegen den Besatzer und den „Antichristen“ die Reihen hinter sich schließen. Tausende Leibeigene werden ihren Familien entrissen und eingezogen. Es ist an der Zeit, dem Feind die Stirn zu bieten. Bis Moskau, zum „Herzen Russlands“, sind es nur noch drei Tagesmärsche. Bei Borodino, etwa 100 Kilometer vor Moskau, ließen sich die Russen unter dem Oberkommando von Fürst Michail Kutusow am 7. September auf den blutigsten Kampf des Krieges ein. Das Gemetzel endete mit dem Tod von 80.000 Soldaten. Die Schlacht weckt in Frankreich erneut Hoffnungen auf einen triumphalen Sieg Napoleons. Die Russen treten den Rückzug an und die Grande Armée marschiert am 14. September 1812 in Moskau ein. Dort erwartet Napoleon ein verhängnisvolles Geschenk: eine menschenleere Stadt und verlassene Paläste. Als die Flammen himmelhoch auflodern, schnappt die Falle zu: Moskau verwandelt sich in ein brennendes Labyrinth.

13:30 - 14:00, NDR
Oh du fröhliche - Die Geschichte eines Weihnachtsliedes

Es gehört zu den bekanntesten Weihnachtslieder weltweit: "O Du Fröhliche", geschrieben wahrscheinlich im Jahr 1815 in Weimar. Das Heer Napoleons ist gerade besiegt, eine Zeit neuer Hoffnung für viele Menschen bricht an. Auch für die Kriegswaisen, um die sich der Schriftsteller und Laientheologe Johannes Daniel Falk kümmert und für die er dieses Lied schreibt. Eine Zeitreise nach Weimar Wir begleiten Moderator Julian Sengelmann auf einer Zeitreise nach Weimar zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Die Folgen des Krieges sind überall noch spürbar. Auch in der Familie von Johannes Daniel Falk, der vor 250 Jahren geboren wurde. Vier seiner eigenen Kinder sterben. Er und seine Frau Caroline öffnen den Kriegswaisen ihr Haus. In Hamburg tut Johann Hinrich Wichern später dasselbe und gründet das Rauhe Haus.Das ist der Beginn der sozialen Arbeit der Kirchen. Orte, in denen das Lied entstanden ist, gesungen und dadurch weltbekannt wurde. Eines der beliebtesten Weihnachtslieder überhaupt In Weimar und Hamburg spürt Julian Sengelmann der Geschichte von "O Du Fröhliche" nach und spricht dabei mit prominenten Gesprächspartnern, etwa dem Klimaforscher Mojib Latif und dem MDR Moderator Andreas Freyer. Und der bekannte Liedermacher Rolf Zuckowski bekennt: "Für mich ist ohne 'O Du fröhliche' kein Weihnachten. Es gehört zu den beliebtesten Weihnachtsliedern überhaupt".

13:35 - 15:05, arte
Pionier der Arktis - Jean-Baptiste Charcot

Ende des 19. Jahrhunderts waren nahezu alle Regionen der Erde erforscht. Nur in die Polarregionen wagten sich lediglich einige wenige Pioniere vor, die ihre Hauptmotivation oft in dem ehrenvollen Auftrag sahen, als Erste die Flagge ihres Landes im ewigen Eis aufzustellen. Langsam begriff man, dass in diesen entlegenen Teilen der Welt viele neue Entdeckungen warteten. Doch welche Schiffe waren in der Lage, den Weg dorthin zu überqueren, welche Instrumente und Methoden zur Untersuchung der Eiswüsten erforderlich? Jean-Baptiste Charcot war einer der Ersten, die sich dieser Herausforderung stellten. In den ersten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts bereiste er mit anderen Gelehrten auf dem legendären Forschungsschiff „Pourquoi Pas?” mehrmals die Polargebiete, in die bis dahin kein Mensch vorgedrungen war. Charcots Erkenntnisse in Disziplinen wie Meteorologie, Biologie oder Geografie bilden bis heute die Grundlage wissenschaftlicher Arbeiten und spielen eine wichtige Rolle bei der Untersuchung des Klimawandels. Damit bereitete der Wissenschaftspionier auch anderen Forschern den Weg – Paul-Emile Victor würdigte Charcot als den „Altmeister der Polarforschung”. Doch heute weiß man kaum noch etwas über seine Zeit in den Polarregionen, die mit den Antarktisexpeditionen begann und tragisch endete, als sein Schiff 1936 vor Westisland unterging ... Mit zum Teil unveröffentlichten Archivfotos und Filmaufnahmen, Reisetagebüchern sowie zahlreichen Berichten und Kommentaren zeichnet der Film den einzigartigen Werdegang des Wissenschaftspioniers Charcot nach.
Sonntag, 16.12.2018
08:45 - 09:05, arte
Kleine Hände im Großen Krieg

Nachdem sie ihren Ehemann im Ersten Weltkrieg verloren hat, kann eine französische Mutter den Bauernhof nicht mehr bewirtschaften. Das gelingt ihr erst, als ihr ein deutscher Kriegsgefangener zum Arbeitseinsatz zugeteilt wird. Ihre drei Kinder projizieren ihren Schmerz über den Verlust ihres Vaters auf diesen „Feind“. Dieselbe Ideologie prägt auch die Friedensverhandlungen von Versailles – und sät so die Saat für einen neuen Krieg. Diese Folge behandelt das Problem, dass Kriegssieger oft versucht sind, sich an den Besiegten zu rächen. Auch in den Friedensverhandlungen von Versailles nach dem Ersten Weltkrieg wurden die besiegten Länder zu hohen Reparationszahlungen verpflichtet, die sie als Entschädigung an die Siegerländer zahlen mussten. Aus diesem Verhalten heraus – aus Rachegelüsten und der Erniedrigung ehemaliger Feinde – entstehen jedoch oft noch mehr Konflikte und Kriege, wie die Geschichte gezeigt hat. So waren die Reparationszahlungen, die Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg zu leisten hatte, ein Grund für die Wirtschaftskrise der Weimarer Republik. Diese Krise begünstigte rechtsextreme Ansichten unter den deutschen Wählern, die Hitler zur Macht verhalfen. Aber auch andere militärische Auseinandersetzungen des 20. Jahrhunderts wie der Kalte Krieg und der Nahostkonflikt sind auf den Ersten Weltkrieg und die Verträge von Versailles zurückzuführen. Um Kriege langfristig zu vermeiden, sollten Staaten auf Verständigung und Mitgefühl statt auf Rache setzen, damit würden sie auch in ihrem eigenen Interesse handeln.
13:15 - 15:00, SWR
Die Gärtnerin von Versailles

Frankreich, im 17. Jahrhundert. Die selbstbewusste Landschaftsgärtnerin Sabine de Barra (Kate Winslet) bekommt die Chance ihres Lebens: Unter der Leitung des angesehenen André Le Nôtre (Matthias Schoenaerts) soll sie einen Teil der Gärten von Versailles gestalten. Beim Bau des Prunkschlosses stellt Ludwig XIV. (Alan Rickman) höchste Erwartungen an alle Gewerke. Um den Sonnenkönig zufriedenzustellen, müssen seine Gartenmeister selbst die Natur übertreffen und ein Fenster zur Vollkommenheit erschaffen. Die verwitwete Sabine verfügt zwar über den Mut, sich gegen die Vorurteile männlicher Kollegen zu behaupten. Der hohe Zeitdruck lastet jedoch schwer auf der unkonventionellen Gärtnerin. Ihr Auftraggeber Le Nôtre ist jedoch felsenfest von ihrem Talent überzeugt: Sabines chaotische Kreativität und sein ästhetischer Ordnungssinn ermöglichen im Zusammenspiel, etwas völlig Neuartiges zu erschaffen. Auch der einflussreiche Herzog von Orléans (Stanley Tucci), ein enger Vertrauter Seiner Majestät, stärkt ihr den Rücken. Als intrigante Gegenspielerin erweist sich Françoise Le Nôtre (Helen McCrory). Ihr ist jedes Mittel recht, die aufkeimende Liaison zwischen ihrem Mann und der Gärtnerin zu verhindern.

Montag, 17.12.2018
11:55 - 13:25, B3
Reisen in ferne Welten: Der Oregon Trail

Ab 1843 zogen innerhalb von 25 Jahren rund 300.000 Siedler vom Tal des Mississippi aus durch die Prärien und über die Rocky Mountains, um im gelobten Land am Pazifik zu siedeln. Die Dokumentation aus der Reihe "Reisen in ferne Welten" folgt auf den Spuren der alten Siedler dem Oregon Trail. Vorgestellt werden u. a. deutsche Weinbauern in Missouri, Rodeo-Cowboys in Wyoming und eine stolze indianische Bison-Züchterin. Außerdem hat das Filmteam einen Weltklasse-Kitesurfer in Oregon getroffen und die Nachkommen deutscher Trail-Pioniere besucht, die noch die Blasinstrumente der preußischen Kapelle von damals als Familienerbe bewahren. Die Stadt Portland illustriert mit ihrem bunten Farmers Market die bis heute überreiche Fruchtbarkeit Oregons und zugleich den Öko-Anspruch der "grünsten Metropole Amerikas".
Mittwoch, 19.12.2018
21:00 - 21:45, NDR
Weihnachten oder der Karpfen in der Badewanne

Weihnachten unserer Kinderzeit: das erinnert an aufregende Tage, rote Wangen und klopfende Herzen. Der Weihnachtsmann und die Bescherung, der Duft von Tannengrün und Braten, Gedichte aufsagen und Weihnachtslieder singen - jede Familie hatte ihre eigenen Traditionen, an denen viele bis heute festhalten. Der Film "Weihnachten oder der Karpfen in der Badewanne" erzählt davon, wie das Fest früher gefeiert wurde. NDR Autorin Kati Grünig trifft die Kinder von damals, die heute erwachsen sind und taucht mit ihnen ein in ihre ganz persönlichen Erinnerungen, als Mutter den Weihnachtsmann spielte, Matrosen auf See eine Tanne mit Lametta aus Nudeln schmückten oder eine Familie sich nicht traute, den Weihnachtskarpfen zu schlachten. Yared Dibaba erlebte Weihnachten sowohl in seinem Heimatland Oromia (Äthiopien) als auch in Norddeutschland. Besonders gern singt er norddeutsche Weihnachtslieder, am liebsten "op platt". Wenn er "Buten is Wiehnacht" hört oder selbst singt, bekommt er noch heute eine Gänsehaut. Bei Lutz Ackermann gab es viele liebevoll bewahrte Familientraditionen. Ganz wichtig: der bunte Teller. Weil er keine Süßigkeiten mochte, prangte darauf jedes Jahr ein Räucheraal. Für viele Familien war Weihnachten aber auch eine stressige Zeit. Pastoren, Landwirte, Einzelhändler - sie alle mussten arbeiten. Die Kinder halfen mit und erinnern sich noch heute daran, dass nach der Bescherung der Vater oder die Mutter erschöpft einschlief. Die Familie von Anuschka Blockhaus betrieb ein Räucherfischgeschäft und arbeitete bis Heiligabend rund um die Uhr. Besonders eingeprägt hat sich ihr ein Weihnachtsfest, als die Familie statt wie üblich "Rundstück warm" Karpfen essen wollte. Vor dem Fest schwamm er tagelang in der Badewanne, aber niemand traute sich, ihn zu schlachten. Eines haben sie alle gemein: mit leiser Wehmut erinnern sie sich an Weihnachtsfeste ihrer Kindheit, bei denen noch die ganze Familie zusammen war. Denn das war das Schönste zu Weihnachten.
Freitag, 21.12.2018
20:15 - 21:55, ARD
Der kleine Lord

Der Earl of Dorincourt lässt seinen kleinen Enkel Ceddie aus Amerika nach England kommen, um ihn auf seinem Schloss standesgemäß zu erziehen. Unter dem Einfluss des liebenswerten Jungen verwandelt sich der grantige alte Herr in einen Menschenfreund und Wohltäter. Alec Guinness spielt auf unvergessliche Art den Großvater in Jack Golds rührender Verfilmung des gleichnamigen Jugendbuchs, die sich zum vorweihnachtlichen TV-Klassiker entwickelt hat. Der achtjährige Ceddie Errol (Ricky Schroder) lebt zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit seiner verwitweten Mutter (Connie Booth) in bescheidenen Verhältnissen in New York. Eines Tages taucht Mr. Havisham (Eric Porter), ein Abgesandter des Earl of Dorincourt (Alec Guinness), bei Mrs. Errol auf. Der Earl ist Ceddies Großvater. Sein Enkel kennt ihn aber nicht, denn der adelsstolze alte Herr hatte sich seinerzeit von seinem Sohn Cedric - Ceddies Vater - losgesagt, als dieser eine Amerikanerin heiratete. Da inzwischen alle seine Söhne tot sind, wünscht der Earl, dass Ceddie nach England kommt, damit er als Erbfolger auf Schloss Dorincourt eine standesgemäße Erziehung erhält. Mrs. Errol willigt ein - unter einer Bedingung: Ihr Sohn soll nie erfahren, welche Abneigung der alte Herr gegen sie empfindet. Auf das Schloss darf sie nicht, stattdessen wird sie in der Nachbarschaft einquartiert. Ceddie, nun Lord Fauntleroy, ahnt nicht, wie es zwischen seiner Mutter und ihrem Schwiegervater steht. In seinen Augen ist der grantige alte Earl, der sich aus verletztem Stolz hinter einer Fassade versteinerter Gefühle verschanzt hat, der beste Großvater der Welt. Dieser wiederum gewinnt seinen Enkel rasch lieb; die frische Herzlichkeit des Jungen weckt in ihm Regungen, die für immer verschüttet zu sein schienen. Umso größer ist der Schock für den alten Herrn, als eine Frau auftaucht und behauptet, ihr Sohn sei der rechtmäßige Erbe des Titels. "Little Lord Fauntleroy", im englischsprachigen Raum bis heute ein Klassiker der Jugendliteratur, wurde mehrfach verfilmt. Jack Golds stimmungsvolle Inszenierung erfreut mit prächtigen Dekors und beweist gleichermaßen Sinn für Rührung und Komik; Alec Guinness gelingt es unvergleichlich, die im Roman recht klischeehafte Figur des Earls Mensch werden zu lassen. Tatsächlich bezaubernd ist der damalige Kinderstar Ricky Schroder als Ceddie, nicht nur beim abschließenden Weihnachtsfest. Die Chemie zwischen den beiden Darstellern erklärt die ungeheure Popularität des Films.