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ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) Empfehlungen der Redaktion
Samstag, 23.02.2019
09:30 - 10:00, B3
Hippos Traum vom tiefen Wasser

Eine dramatische Geschichte aus der Welt der Tiere kurz vor der Regenzeit schildern Catherine Kanhema und Udo Zimmermann. Es ist der Höhepunkt der Trockenheit in Simbabwe. Viele Flüsse sind ausgetrocknet und an den letzten verbliebenen Tümpeln sammeln sich Zebras, Gazellen, Affen und Antilopen. Für die Tiere ist es ein Albtraum - acht Monate liegen die letzten Regenfälle zurück. Nur am Sambesi, dem größten Fluss im Süden Afrikas, findet sich noch ein frisches Grün. Und hier leiden auch Tiere, von denen man es nicht erwartet hätte: die Flusspferde. Denn wenn die Nebenflüsse versiegt sind, wird selbst im breiten Sambesi der Lebensraum knapp. Revierkämpfe nehmen zu und nicht selten muss ein unterlegener Bulle ins Trockene abwandern - einem ungewissen Schicksal entgegen.

13:30 - 15:00, arte
Die Bambusflößer von Bangladesch

Die Tropenwälder im Nordosten Bangladeschs sind eine Welt, die von oben gesehen atemberaubend schön ist, vom Boden aus betrachtet ist sie voller Blutegel, Tausendfüßler und Schlangen. Für so manchen Tagelöhner, der dort den Bambus schlägt, entpuppt sich der grüne Dschungel als heimtückischer Ort, in dem sogar Geister hausen. So erzählt es der Vorarbeiter Liakot, der für das Wohl und die Nöte mehrerer Dutzend Männer verantwortlich ist. Seit fast 30 Jahren ist er dabei, als kleiner Junge schon von seinem Vater ins Handwerk eingeführt. Mit seinen Leuten fällt Liakot Jahr für Jahr ungezählte Bäume, hebt Kanäle aus, baut Dämme, um das Bergwasser zu stauen und den Bambus damit ins Tal zu schiffen. Am Fluss warten die Flößer, die das Holz weitertransportieren. Zunächst jedoch müssen sie die Bambusstangen bündeln und in tagelanger Arbeit zu einem riesigen Floß zusammensetzen. Auf dem Floß werden sie in den nächsten vier Wochen Tag und Nacht verbringen. "Toilette, Badezimmer, Waschküche, alles in einem. Mit dem Wasser kochen wir auch", erzählt einer der Männer und zeigt grinsend in die braunen Fluten. 300 Kilometer Floßgemeinschaft: Piraten und korrupte Polizisten gehören als unwillkommene Besucher dazu. Ob im Wald oder auf dem Wasser – die Wanderarbeiter und Tagelöhner eint, dass der Bambus sie von zu Hause fortlockt, von den Sorgen ihrer Frauen, mit denen sie verheiratet wurden, als sie fast noch Kinder waren. Manche wollten sich entziehen, doch die Tradition und der soziale Druck waren mächtiger. So sind das Floß und der Wald ihr zweites Zuhause, ihre Zuflucht, geworden.
15:00 - 15:30, 3SAT
Bhutan

Als einziges Land der Welt misst Bhutan seinen Wohlstand nicht am Wirtschaftswachstum, sondern am Wohlbefinden seiner Menschen. Das "Bruttonationalglück" ist nicht die einzige Besonderheit des letzten Himalaja-Königreichs: Es gibt keine Ampeln, keine Werbeplakate, keine Plastiktüten, und bis vor wenigen Jahren gab es auch keine Fernseher. Allmählich öffnet sich das Land jedoch. Bhutan gehört weltweit zu den drei Ländern mit dem schnellsten Wirtschaftswachstum, während ein großer Teil der Bevölkerung immer noch unter der Armutsgrenze lebt. Wie wirkt sich die Globalisierung auf das "Land des Donnerdrachens" aus? Und was ist überhaupt dran am selbst verordneten Glücksprinzip? Die Reportage bietet malerische Landschaftskulissen, aber vor allem den Blick dahinter: auf die Lebenswirklichkeit von Mönchen und Ministern, von kritischen Bloggern und vom Klimawandel bedrohten Bauern, von Tänzern und Tourismusführern.

16:00 - 16:45, 3SAT
Myanmar

Wer durch Myanmar reist, erlebt ein widersprüchliches Land. Seit die Zivilregierung politische Reformen durchführt, hält die Moderne in rasantem Tempo Einzug, besonders in den Städten. Dennoch bestimmen nach wie vor alte Traditionen das Leben der Menschen, die während der Militärdiktatur fünf Jahrzehnte abgeschottet waren von der Welt. Nun können Bewohner und Besucher in einen Austausch treten - für beide Seiten ein Gewinn. Als Reisender ist man überwältigt von der Gastfreundlichkeit der Myanmaren, von ihrem Wissensdurst und ihrer tiefen Religiosität. Deren äußeres Zeichen sind Tausende von Pagoden, die ganz selbstverständlich zum Alltag gehören und oftmals in prunkvollem Gold erstrahlen. Dagegen ist der Alltag der Bauern noch archaisch und von Armut geprägt. Die Reise durch Myanmar führt in die Hauptstadt Yangon, an den Inle-See, in die früheren Königsstädte Mandalay und Bagan sowie an den Strand von Ngapali am Golf von Bengalen.

18:10 - 18:25, arte
Äthiopien - Vom Hunger zum Wirtschaftswachstum?

Äthiopien gilt als die Wiege der Menschheit: Hier wurde 1974 bei Grabungsarbeiten das Skelett von „Lucy“ gefunden. Auf dem heutigen Staatsgebiet von Äthiopien und Eritrea befand sich einst das Kaiserreich Abessinien, der zweitälteste Staat des Christentums und Reich der Königin von Saba. Neben seiner Zivilisation hat Äthiopien entlang des großen Grabenbruchs Rift Valley spektakuläre Naturschauplätze zu bieten. Nach Jahren von Diktatur, Krieg und Hungersnot erlebt Äthiopien derzeit einen Aufschwung. Politische Stabilität und Wirtschaftswachstum ziehen chinesische Investoren und Firmen an. Auch das Geschäft mit dem Ackerland floriert, denn das „grüne Gold“ ist als Zukunftsware begehrt.

Sonntag, 24.02.2019
03:55 - 04:25, 3SAT
Abenteuer Hurtigruten

Viele Passagiere meinen, es sei die schönste Schiffsreise der Welt. Tradition und Moderne, atemberaubende Winterlandschaften - die Hurtigruten. Eine Schiffsreise auf den Hurtigruten ist ein Erlebnis. Im Süden Norwegens beginnt das Abenteuer. Es geht entlang der zerklüfteten Fjordlandschaft hoch in den Norden zum Polarkreis. 1893 wurde die Strecke von einem Postschiff erstmals befahren. Endlich gab es damals eine Verbindung zwischen den Handelszentren im Süden und den unerreichbaren Fischerdörfern im Norden Norwegens. Aus der Transportroute von damals ist längst ein Touristenmagnet geworden. Besonders im Winter, wenn Schnee und Eis die Küsten in eine faszinierende Landschaft verwandeln und Reisende vom Polarlicht verzaubert werden. Von Menschen, die sich mit dieser Reise einen Lebenstraum erfüllen, von Besatzungsmitgliedern, die das einzigartige Erlebnis möglich machen, und von Norwegern, die die "MS Nordkapp" für Behördengänge oder Arztbesuche nutzen, erzählt der Film. Teil eins der Reise beginnt in Bergen, der zweitgrößten Stadt Norwegens. Umgeben von sieben Bergen, wird sie auch das "Tor zu den Fjorden" genannt und ist zentraler Ausgangspunkt für Norwegen-Reisen. Die Mischung aus Lokalkolorit und Geschichte kann man am besten im Hafenviertel Bryggen kennenlernen. Das UNESCO-Weltkulturerbe und ein Besuch auf dem Fischmarkt stimmen die Passagiere auf die kommenden Tage an Bord der "MS Nordkapp" richtig ein. Die Reise führt durch den atemberaubenden Nordfjord auf das offene Meer. Erster Halt ist Ålesund. Mit ihren Jugendstil-Türmen ist die Stadt schon aus der Ferne gut zu erkennen. Im Hafen werden Waren, Lebensmittel und Post aus- und wieder eingeladen, Arbeitsalltag für die Crew. Weiter geht es zur drittgrößten Stadt Norwegens, nach Trondheim. Es ist Zeit zum Verweilen. Der Wikinger und spätere König Olav Tryggvason gründete die altertümliche Stadt 997 nach Christus. Hier befindet sich die Kathedrale "Nidarosdom", die einzige Norwegens aus gotischer Zeit. Am vierten Tag wird der Polarkreis überquert und dieser Augenblick mit einer zünftigen Polarkreis-Zeremonie zelebriert. Dann tauchen schon bald die Lofoten auf, mit einer 1000 Meter hohen Eiswand am Horizont. Den Charme der Inselgruppe erleben die Passagiere, vorbei an den kleinen, malerischen Fischerdörfern auf dem Weg zum Städtchen Bodø. Bei einer Winterwanderung außerhalb des Stadtzentrums von Bodø hat man einen beeindruckenden Ausblick auf die 13 schneebedeckten Gipfel der Bergkette Borvasstindan.

04:25 - 04:55, 3SAT
Abenteuer Hurtigruten

Die Autoren sind mit der "MS Nordkapp" unterwegs auf den Hurtigruten - von Bergen im Süden Norwegens bis in den hohen Norden nach Kirkenes. Die Linie der alten Postschiffe wurde 1893 zum ersten Mal befahren. Sie war die einzige Verbindungsstrecke zwischen den Handelszentren im Süden und den abgelegenen Fischerdörfern im Norden Norwegens. Heute ist aus dem Transportmittel längst auch ein touristisches Unternehmen geworden, das jährlich viele Tausende Touristen anzieht. Sie wollen die Urgewalten der zerklüfteten Fjord-Landschaften erleben, meterhohe Eiswände bestaunen und sich von den bizarren Polarlichtern verzaubern lassen. Eine Reise im Winter kann zudem sehr abenteuerlich werden. Schnee, Kälte und Sturm sind vor allem für die Besatzung eine Herausforderung. Das Wohlfühlprogramm an Bord, Wandertouren und Schlittenfahrten an den verschiedenen Orten werden für die Passagiere zu einem einzigartigen, unvergesslichen Erlebnis. Mittlerweile ist die "MS Nordkapp" nördlich des Polarkreises und steuert die "Hauptstadt der Arktis", Tromsø, an. Während das Schiff im Hafen liegt, ist Zeit für einen Stadtbesuch. Sehenswürdigkeiten gibt es viele, hier steht beispielsweise die am nördlichsten gelegene Kathedrale der Welt. Nach kürzeren Stopps im hohen Norden erreicht das Schiff das Tor zum spektakulären Nordkap. Per Bus geht es dann an der schroffen Felsenküste entlang zum Plateau des Globus-Denkmals, dem Symbol für das Nordkap. Nur 2000 Kilometer entfernt befindet sich der geografische Nordpol. Mit dem Gefühl, am Ende der Welt zu sein, geht die Schiffsreise weiter ins Kernland der Samen. Im Fischerdorf Kjøllefjord gehen viele Passagiere von Bord, um eine aufregende Fahrt mit dem Schneemobil durch die entlegensten Landschaften in Lappland zu erleben. Schneebedeckte Täler und - mit etwas Glück - das hypnotisierende Nordlicht am klaren Sternenhimmel sind die Highlights. Der Ausflug endet in Mehamn in der Nähe des nördlichsten Punkts des europäischen Festlands an der stürmischen und wilden Küste der Finnmark. Endstation der Schiffsreise ist Kirkenes im äußersten Nordosten Norwegens. Viele Touristen gönnen sich hier eine Hundeschlittenfahrt mit heimischen Huskys, um noch einmal den Zauber des verschneiten Nordens zu erleben. Die "MS Nordkapp" wird hier umdrehen und nach geschäftigem Ein- und Ausladen von Gütern, wie Lebensmitteln oder Medikamenten, die Rückreise antreten.

05:40 - 07:05, 3SAT
Das Wüstenparadies

Im Südwesten Nordamerikas liegt die Sonora-Wüste. Zwischen bizarren Felsformationen und riesigen Kakteen entfaltet sich dort mehr Leben als in so mancher fruchtbaren Gegend. Nirgendwo sonst hat das Nebeneinander von Wasser und Wüste eine so beeindruckende biologische Vielfalt hervorgebracht wie in der Sonora: Wale ziehen ihre Bahnen durch die Küstengewässer, Blaufußtölpel, Schaufelfußkröten und Leguane bevölkern die Inseln.
14:30 - 15:15, WDR
Auf hoher See

Die Hälfte unseres Planeten ist von einer blauen Wüste bedeckt der Hochsee. Die Tiere hier haben ein massives Problem: Nirgendwo können sie sich verstecken - und Nahrung ist in dieser Unendlichkeit nur schwer zu finden. Der offene Ozean ist die Sahara der Meere. Wie schaffen es Delfine, Schildkröten und all die anderen Bewohner, auf Hoher See zu überleben? Die Kamerateams folgen den Tieren in den offenen Ozean. Mit revolutionärer Technik rücken sie ihnen so nahe auf die Haut oder die Schuppen wie nie zuvor. Spinner-Delfine etwa bilden riesige Suchtrupps von 5.000 Tieren. Denn 10.000 Augen sehen mehr, 5.000 Sonare orten mehr. Fischschwärme in der riesigen Weite auszumachen, ist eine Kunst. Wenn aber Laternenfische zum Laichen auf den Tiefen aufsteigen, geraten sie in ein Schlaraffenland. Die Fischchen sind zwar kaum so groß wie ein Zeigefinger, aber das machen sie durch Masse wett. Sie sind die häufigsten Wirbeltiere der Welt und bringen es zusammen auf 600 Tonnen. Pottwale legen zwar nur einen Weg von etwa einem Kilometer zu ihrer Beute zurück - aber der führt in die Tiefe! Das Kalb muss auf die Mutter warten, denn so lange wie sie - über eine Stunde - kann es die Luft noch nicht anhalten. Ein Mikrofon fängt auf, wie sich die Klicks der Mutter verändern, wenn sie der Beute näher kommt - sie nutzt sie als Echolot. Produziert werden sie in ihrer gewaltigen Nase, der größten im Tierreich. Dem Team gelangen auch eindrucksvolle Bilder von den schlafenden Giganten - ein atemberaubender und zudem seltener Anblick. Denn kein anderes Säugetier kommt mit so wenig Schlaf aus - etwa einer Stunde am Tag. Doch dafür schlafen Pottwale tief und fest wie wir Menschen und wer weiß? Vielleicht träumen sie sogar. Viele Tiere nutzen Strömungen als ideales Transportmittel - vom Walhai bis zur Ohrenqualle. Ein Tier - oder besser gesagt ein Kollektiv aus vielen kleinen Tieren - setzt sogar noch ein Segel obendrauf. Die Portugiesische Galeere ist ein Zusammenschluss aus vielen Polypen, von denen einige eine gasgefüllte Blase, andere bis zu 30 Meter lange, nesselnde Fangarme und wieder andere Verdauungsenzyme bilden. Die Blase enthält eine Membran, die aufgestellt in den Wind für Vorschub sorgt. Auf sicherem Kurs durch die Wellen fängt die kleine Piratenmannschaft mit ihren gefährlichen Tentakeln bis zu hundert kleine Fische - täglich. Einfühlsam begleitet die Kamera auch ein alterndes Wanderalbatros-Paar, wie es sein wohl letztes Junges aufzieht. Jeden Tag fliegen die Eltern hunderte von Kilometern über den Südatlantik, um immer wieder aufs Neue Nahrung herbei zu schaffen. Geschwächt von den Strapazen wird das Paar wohl nie wieder auf ihre angestammte Brutinsel Südgeorgien zurückkehren. Vor einer Gefahr, der jedes Jahr viele Albatrosse zum Opfer fallen, können selbst die besten Eltern ihr Junges nicht schützen: Plastik. Heute gelangen jedes Jahr fast acht Millionen Tonnen Plastik ins Meer - mit dramatischen Folgen. Denn Plastik zerfällt in Sonne und Salzwasser in winzige Mikroteilchen, die oft Gifte enthalten. Kleine Organismen filtern sie aus dem Wasser - große Organismen wie die Wale, die am Ende der Nahrungskette stehen, reichern sie in gefährlichen Konzentrationen an. Wird die Plastikflut in die Ozeane nicht gestoppt, werden noch jahrhundertelang unzählige Tiere vergiftet. Die Tiere der Hochsee leben weiter entfernt von der Zivilisation als alle anderen. Aber nicht weit genug. Denn ihre Welt ist über Flüsse, Meere und Luft untrennbar mit unserer verbunden.

14:30 - 15:15, B3
Der Main

Der Main zieht sich in vielen Windungen über 542 Kilometer von Ost nach West durch Deutschland, vom Fichtelgebirge bis nach Mainz. Er ist der zweitlängste Fluss, der auf seiner ganzen Strecke in Deutschland fließt. In den 1960er- und 70er-Jahren glich der Main mehr einer Kloake als einem Fluss. In den letzten Jahrzehnten korrigierte man Fehler der Vergangenheit, so dass der Main nun auf der gesamten Strecke wieder viele unerwartete Naturräume zu bieten hat. Am Main zeigt sich die unglaubliche Anpassungsfähigkeit von Tieren und Pflanzen, selbst unwirtliche Lebensräume zu nutzen. So bietet der Main Raum für rare Spezialisten und seltene Arten wie Schwarzstorch, Wildkatze oder gar Luchse und Fischadler. Auf seinem langen Weg fließt er an vier großen deutschen Mittelgebirgen vorbei, Fichtelgebirge, Steigerwald, Spessart und Hassberge liegen an seinen Ufern. Auwaldreste, Feuchtgebiete und Trockenhänge säumen seinen Weg. Der Main ist ein Spiegelbild der deutschen Natur, gezügelt und doch unbändig.

20:15 - 21:55, arte
Trommeln am Mohawk

In dem Jahr, in dem Gilbert Martin und Lana Borst im Staat New York heiraten, erklären die englischen Kolonien in Nordamerika ihre Unabhängigkeit gegenüber dem Mutterland. Gil und Lana suchen ihr Glück als Siedler im Westen, ihre neue Heimat wird das Mohawk-Tal. Dem Krieg können sie dort nur kurz entfliehen. Bald muss auch Gil an die Waffen. Nach ersten Gefechten und ersten Verlusten kehrt eine kurze Zeit Ruhe ein. Doch es dauert nicht lange bis zum nächsten Indianerangriff, auf den genauso schnell eine Phase der Ruhe folgt. Gil und Lana schlagen sich durch, bekommen sogar Nachwuchs. Doch der Frieden ist wiederum nur trügerisch. Noch einmal greifen die Engländer mit Unterstützung von Indianern an. Diese letzte massive Belagerung verlangt den Kolonisten größte Anstrengungen und Opfer ab.

Mitreißend, hochdramatisch und in farbenfrohem Technicolor zelebriert Western-Ikone John Ford mit den großen Hollywood-Stars Henry Fonda und Claudette Colbert in den Hauptrollen den bewegenden Kampf eines nach Frieden und privatem Glück strebenden Ehepaares in den blutigen Wirren eines gnadenloses Krieges. Für die Kameraarbeit von Bert Glennon und Ray Rennahan sowie die Leistung der Darstellerin Edna May Oliver gab es 1940 zwei Oscar-Nominierungen.

22:10 - 23:50, 3SAT
Nichts zu verzollen

Der belgische Zollbeamte Ruben hasst die Franzosen. Auch nachdem die Grenzkontrollen abgeschafft wurden, schikaniert er die Reisenden. Zur Strafe muss er mit einem Franzosen Dienst schieben. Nach dem preisgekrönten Welterfolg "Willkommen bei den Sch'tis" nimmt Regisseur, Autor und Hauptdarsteller Dany Boon die historische Rivalität zwischen Belgiern und Franzosen aufs Korn und führt die absurden Auswüchse von Rassismus und Länderklischees vor Augen. Der Belgier Ruben Vandevoorde liebt sein Heimatland über alles. Von Kindesbeinen an wurde ihm von seinem Vater nicht nur strammer Patriotismus eingetrichtert, sondern auch ein fanatischer Hass auf alle Franzosen. Die beiden würden lieber verdursten, als französisches Mineralwasser zu trinken. Als Zollbeamter an einer belgisch-französischen Grenzstation in der Provinz konnte Ruben seinen Rassismus bisher ungehemmt ausleben: Wann immer ein Franzose nach Belgien einreisen wollte, wurde er auf schikanöse Weise kontrolliert. Die Europäische Union ist für den pedantischen Bürokraten der Beginn des Unheils. Als am 1. Januar 1993 die Grenzen fallen und plötzlich jeder Gallier ungehindert in sein Land reisen kann, sieht Ruben sich als Fels in der Brandung des Binnenmarkts. Ungeachtet aller Politik will er weitermachen wie bisher: Jeder Franzose ist ein potenzieller Schmuggler. Diese aberwitzige Unnachgiebigkeit sorgt natürlich bald für Ärger. Um den boshaften Zöllner zur Räson zu bringen, wird er von seinem Chef zur schlimmsten aller Strafen verdonnert: Er muss mit dem französischen Kollegen Mathias Dienst schieben. Als mobile Patrouille soll das ungleiche Duo im ländlichen Grenzgebiet nach Schmugglern Ausschau halten. Obwohl der schüchterne Franzose sich um ein friedvolles Miteinander bemüht, greift Ruben ihn pausenlos mit chauvinistischen Sticheleien an. Die Tatsache, dass Mathias heimlich in Rubens Schwester Louise verliebt ist, macht die Sache nicht einfacher. Erst als die beiden Zöllner einer Bande von vertrottelten Drogenschmugglern auf die Spur kommen und wirklich zusammenhalten müssen, entwickelt sich zwischen ihnen fast so etwas wie eine Freundschaft. Doch Rubens neu erlernte Toleranz nimmt ein jähes Ende, als er von der Beziehung zwischen Mathias und Louise erfährt.

22:30 - 23:15, Phoenix
Fluch des Pazifik

Die Menschen auf den Inseln des Pazifiks lebten lange am, mit und vom Wasser. Jetzt kämpfen sie gegen das Wasser. Uwe Schwering und das Team des ARD-Studios Tokio reisen an Orte, die andere bald verlassen könnten - schon macht der Begriff ‚Klimaflüchtling' die Runde. Doch die immer häufiger überfluteten Marshall-Inseln zu verlassen, das ist für Staatschefin Hilda Heine keine Option. Zu viele Einwohner leben nach den Atomtests der Amerikaner nach dem Zweiten Weltkrieg seit Jahrzehnten als Migranten im eigenen Land. Sie wissen, wie es sich anfühlt, heimatlos zu sein. Der klette rnde Meeresspiegel infolge der Erderwärmung bedroht die Menschen hier doppelt: Strände erodieren, die Häuser sind in Gefahr - und der Beton-Sarkophag, der die strahlende Hinterlassenschaft der Amerikaner in Schach halten soll, ist undicht. Im Keller entweicht Plutonium. Das steigende Meer ist nicht mehr weit weg. Das Paradoxe an dieser Situation: Der Klimawandel führt auf den Marshalls auch zu längeren Dürren, dann heißt es: mitten im Ozean und nichts zu trinken. Schon mehrfach wurde wegen Trinkwasserknappheit der Notstand ausgerufen. Trotzdem lässt sich Hilda Heine nicht unterkriegen. "Man kann ja leicht die Hoffnung verlieren - aber das können wir uns nicht leisten. Der Klimawandel raubt mir auch nicht den Schlaf. Ich denke positiv und sage: Wenn wir es schaffen können, dann lasst es uns tun." Ihre Strategie: unermüdlich die Gefahren entschärfen, das Leben anpassen. Mit Wassertanks und Flutwällen, Sandvorspülungen und Landgewinnung. Und einer ordentlichen Portion Optimismus. Fidschi, drei Flugstunden entfernt. Hier kämpft ein Mittzwanziger um sein Dorf und das mit ihm um den gemeinsamen Lebensraum. Samuela Kuridrani aus Namatakula liebt die Insel, auf der er lebt: "Es ist traurig. Doch wir wollen nicht umsiedeln. Wir wehren uns. Damit die Jugend mal in der Lage ist, sich dem Klimawandel entgegen zu stellen." Fast hätten sie kapituliert vor der Natur - bis Samuela eine Selbsthilfegruppe gründete, übersetzt: den ‚Baum des Lebens'. Eine Dorfbrigade pflanzt jetzt Palmen und Mangroven, legt die Häuser höher, versucht, die Nahrungsgrundlagen zu sichern und zu verbessern. Alles im Dienste der Widerstandsfähigkeit. Denn was ‚Untergang' bedeutet, sieht man schon heute auf Vanua Levu. Fidschis zweitgrößte Insel ist vulkanisch und sehr fruchtbar. Doch die Zeiten, in denen hier traumhafte Zustände herrschten, sind vorbei. Küstenbewohner verlieren ihre Heimat. Die Siedlung Vunidogoloa musste umziehen. Der Ozean ließ ihr keine Wahl. Der Pegel steigt stetig. Jetzt sitzt das Dorf auf einem Hügel, zwei Kilometer Luftlinie vom Wasser. 32 neue Häuser für 132 Bewohner. Dorfchef Sailosi Ramatu ärgert zwar, dass seine Gemeinde - unverschuldet - ein Drittel der Kosten tragen musste, erkennt aber doch die Vorzüge: "Wir lieben es hier. Denn jetzt sind wir außer Gefahr. Besonders unsere junge Generation, die Kinder. Am alten Ort sehen wir keine Nutzpflanzen mehr oder Gemüse. Da ist alles vom Salzwasser überschwemmt." Weitere 2000 Kilometer östlich, an der Datumsgrenze, liegt Kiribati. Der Inselstaat ist eines der ärmsten Länder der Welt. Und der Klimawandel macht es noch ärmer. "Das wird schon sehr traurig, wenn ich meine Familie nicht mehr sehe", sagt Rubeaua Tabela. "Aber diese Schule ist die Gelegenheit, meine Eltern zu retten. Nur so kann ich mir und anderen helfen." Rubeaua besucht die Matrosenschule ‚MTC' (Marine Training Center) auf der Hauptinsel Tarawa. In sechs Monaten wird er sein Zuhause verlassen, um auf einem japanischen Thunfischtrawler zu arbeiten.
Montag, 25.02.2019
10:30 - 11:25, arte
Eishockey, Mädchentraum im Himalaya

Ladakh im Nordwesten Indiens ist ein Gebiet der Extreme. In einer Höhe zwischen 2.500 und fast 7.700 Metern herrscht monatelang klirrende Kälte und es gibt kaum Niederschläge. So ist Ladakh eine Gebirgswüste mit wenig Vegetation, aber strategisch wichtig durch die Lage an der Grenze zu Pakistan und China. Neue Entwicklungen oder gar moderne Umbrüche halten nur sehr zögerlich Einzug. Umso verwunderlicher, dass es seit einiger Zeit in Ladakh sogar Frauen- und Mädcheneishockey gibt. „360° Geo Reportage“ hat das aussichtsreichste Frauenteam besucht, mitten im Himalaya. Übersetzt bedeutet Ladakh: Land der hohen Pässe. Direkt hinter der Hauptstadt Leh windet sich die Straße die Gebirgskette hoch bis auf 5.600 Meter und führt in ein Tal an der Grenze zu China. 20 Kilometer außerhalb der Stadt, am Ufer des Indus, liegt das Secmol-Internat, in dem Tsewang Chuskit lebt und lernt. Secmol steht für: Students Educational and Cultural Movement of Ladakh – übersetzt: Studenten- und Schülerbewegung von Ladakh. Eine private Schulinitiative, die Kindern und Jugendlichen aus armen Dorffamilien den Zugang zu Bildung ermöglichen will. Eishockey ist ein wichtiger Teil des Erziehungsprogramms. Chuskit wohnt seit zwei Jahren hier und trainiert wie die anderen Mädchen jeden Morgen auf dem schuleigenen, selbst gebauten Eishockeyfeld. Von Mitte Dezember bis Ende Februar sind Schul- und Universitätsferien. Dann wird jeden Morgen und jeden Abend Eishockey trainiert und gespielt. Nach dem gewonnen Halbfinale bereitet sich das Team jetzt auf das kommende Endspiel vor. Insgesamt spielen in Ladakh inzwischen rund zwölf Männerteams und vier Frauenmannschaften. Das Team Secmol hat schon viele Turniere gewonnen, vor allem die Mädchen. Wie wird es in diesem Jahr sein? Wird Chuskit mit ihrer Mannschaft siegreich aus dem Finale hervorgehen?
11:25 - 12:15, arte
Nepal – Die Heimkehr der Schnee-Kinder

Die Bergwelt des Himalayas ist von atemberaubender Schönheit, doch das Leben in der Abgeschiedenheit ist hart. Wie fast alle Kinder im Internat der Snowland Ranag Light of Education School in Kathmandu wurden auch das Mädchen Tsering Deki Lama und die beiden Jungen Nima Gurung und Jeewan Mahatara im Alter von vier Jahren von ihren Eltern in die Hauptstadt geschickt, um an der von einem buddhistischen Mönch geleiteten Schule die Erziehung und Bildung zu genießen, die ihnen ein besseres Leben verspricht. In all diesen Jahren konnten sie ihre Eltern weder sehen noch mit ihnen kommunizieren; so fühlen sie sich von ihren Familien völlig verlassen. Deshalb ermöglicht die Schule den jungen Leuten nun nach dem Abschluss, für die Dauer von drei Monaten zu ihren Familien zurückzukehren. Die Dokumentation begleitet die drei auf ihrem langen Weg zurück zu ihren Familien. Sie reisen per Flugzeug und Bus, vor allem aber zu Fuß, denn nur auf diese Art können sie bis in die abgelegenen Bergdörfer vordringen, wo sich das Leben der Menschen seit Jahrtausenden kaum verändert hat. Die Jugendlichen haben sich dagegen an das bequeme Leben in Kathmandu gewöhnt, wo sie jeden Tag duschen und drei Mahlzeiten zu sich nehmen können, Handys besitzen und in den sozialen Netzwerken unterwegs sind. Die Dokumentation bietet ihnen die Gelegenheit, sich mit der eigenen Geschichte und dem Gefühl des Verlassenseins auseinanderzusetzen, das harte Landleben der Familie zu teilen und verloren geglaubte Familienbande neu zu knüpfen. Dass sie sich dabei selbst filmen, verleiht der Dokumentation eine sehr persönliche, emotionale Note.
17:40 - 18:35, arte
Laos - Das Dorf über den Wolken

Irgendwo im Nordwesten von Laos, hoch über den Wolken, liegt das Dorf Peryensang Mai abgeschnitten vom Rest der Welt. Ohne befestigte Straße, ist es bis heute von moderner Zivilisation fast unberührt geblieben. Auch seine Bewohner vom Volksstamm der Akha scheinen in einer anderen Zeit zu leben: Ihre eigene Sprache kennt keine schriftlichen Zeugnisse, ihr Alltag wird bestimmt durch die von den Vorfahren überlieferten Regeln und Zeremonien, etwa dem Opfern von Tieren, um Unglück abzuwenden. Das Festhalten an den teils sehr brutalen Bräuchen gibt den Akha Halt und Orientierung. Besonders die Frauen des Dorfes haben ein arbeitsreiches Leben. Ihre Aufgaben reichen von der Landwirtschaft über Arbeiten im Haus bis hin zur Herstellung traditioneller Kleidung. Denn die Akha sind größtenteils Selbstversorger. Die Dokumentation erzählt die Geschichte der Familie Laovan. Die Mutter Yeapheun musste stets hart arbeiten, um die große Familie durchzubringen. Der Vater wacht als Dorfältester über die Einhaltung der strengen Regeln und Gebote der Akha. Für die beiden und ihre ältesten Kinder ist kein anderes als das mühsame Leben auf dem Berggipfel vorstellbar. Hoffnungsträger der Familie ist daher der jüngste Sohn Kienglom, der seit seinem elften Lebensjahr in der Stadt zur Schule geht. Das Volk der Akha steht, wie viele Bergvölker in Laos, vor einem Umbruch: Ein Umzug ins tieferliegende Tal würde Strom, fließendes Wasser und eine bessere medizinische Versorgung bedeuten – aber auch das Aufgeben uralter Rituale. ARTE nimmt den Zuschauer mit auf eine emotionale Entdeckungsreise zu einem Volk, das hin- und hergerissen ist zwischen Tradition und Moderne und das sich in der heutigen Zeit neu erfinden muss.
20:15 - 21:05, 3SAT
Mein unbekanntes Amerika

In South Dakota taucht Arthur Honegger in die Welt der Lakota Sioux ein. Von ihnen lernt er reiten und kommt auch ihrem besonderen Verständnis für Mensch, Tier und Natur näher. Acht Jahre war Arthur Honegger USA-Korrespondent des Schweizer Fernsehens. Insgesamt 47 von 50 Bundesstaaten hat er in jener Zeit besucht. Für eine vierteilige Reisedoku-Serie kehrt er zurück – nun aber in das unbekannte Amerika. In South Dakota reist Arthur Honegger ins Reservat Pine Ridge. Es ist eines der Reservate, in welche die Ureinwohner nach der Eroberung Nordamerikas verbannt wurden, gezwungen ihre traditionelle Lebensweise abzulegen. Die Region ist heute eine der ärmsten in den USA: Jobs gibt es kaum und auch praktisch keine Familie, die nicht mit Alkohol- oder Drogen-Problemen kämpft. Trotzdem haben die Ureinwohner ihre eigene Kultur nicht vergessen. In diesem, sonst verschlossenen, Mikrokosmos will Honegger grundlegenden Fragen nachgehen: Wie lebt dieses Volk im heutigen Amerika? Was macht die besondere Beziehung aus, welche dieser Stamm zu Pferden pflegt, zu Büffeln und zur gesamten Natur? Was kann er als Europäer davon lernen? Auf der Suche nach eben dieser Verbundenheit setzt sich Honegger zum ersten Mal auf ein Pferd. Sein Ziel: gemeinsam mit den Lakota Sioux durch den Badlands Nationalpark zu reiten. Der Park ist Teil des Reservats und bekannt für seine spektakuläre Landschaft. Abseits der großen Politik macht Honegger seine ganz persönliche Naturerfahrung. Der Vegetarier begleitet eine traditionelle Büffeljagd und betet gemeinsam mit Einheimischen in einer Schwitzhütte.

21:05 - 22:00, 3SAT
Mein unbekanntes Amerika

Der Hurrikan Maria hinterließ im September 2017 eine Spur der Verwüstung auf Puerto Rico. Für einen Wiederaufbau fehlt oft Geld und Unterstützung. Arthur Honegger packt an. Als Honegger in Puerto Rico ankommt, erkennt er sofort: Auch Monate nach dem verheerenden Wirbelsturm sind die Folgen der Katastrophe unübersehbar. Viele Menschen haben noch immer keinen Zugang zu fließendem Trinkwasser, geschweige denn ein festes Dach über dem Kopf. Auch das Kinder- und Jugendtheater in Loìza, einige Kilometer von der Hauptstadt San Juan entfernt, liegt nach wie vor in Trümmern. Honegger möchte beim Wiederaufbau helfen. Er lernt Zora kennen, die unermüdliche Direktorin des Theaters, und David, ihren Jugendfreund. Gemeinsam versuchen sie die Bürgermeisterin von Loìza zu überzeugen, Geld zu bewilligen. Vielleicht kann ja die Anwesenheit der Kamera aus dem fernen Europa helfen. Aber die Zeit ist knapp und weitere Helfer für den Wiederaufbau zu finden schwierig. Trotz allem wird auf der Baustellte gesungen, getanzt und gelacht. Honegger erfährt während der Aufräumarbeiten viel über das Lebensgefühl auf Puerto Rico, die Politik und das schwierige Verhältnis zur USA, welche die Karibikinsel als Außenterritorium und nicht als eigenständigen Bundesstaat definieren. Im Vordergrund steht für ihn für einmal aber nicht die Weltbühne, sondern die kleine Theaterbühne in Loìza. Ob Honegger und seine Helfer es schaffen, das Theater bis zur geplanten Aufführung wieder herzurichten? Acht Jahre war Arthur Honegger USA-Korrespondent des Schweizer Fernsehens. Insgesamt 47 von 50 Bundesstaaten hat er in jener Zeit besucht. Für eine vierteilige Reisedoku-Serie kehrt er zurück – nun aber in das unbekannte Amerika.

Dienstag, 26.02.2019
11:10 - 11:55, B3
Über den Inseln Afrikas - Madagaskar

Im Auftrag internationaler Zeitschriften und Agenturen hat Ami Vitale als Fotojournalistin über 75 Länder der Erde bereist. Nun startet sie zu einem ganz besonderen Abenteuer: Auf Madagaskar arbeitet sie an einem Fotoband über die Inseln vor Afrika. Ami Vitale beginnt ihre Reise auf der ehemaligen Pirateninsel Nosy Bé im Nordwesten des Landes. Gemeinsam mit dem französischen Skipper Nicholas segelt sie die zerklüftete Küste entlang bis ins Reich eines Königs der Sakalava-Kultur. Das tägliche Leben der Madagassen wird durch Verbote und Tabus geregelt. Je nach Volksgruppe kann es verboten sein, ein Chamäleon zu berühren, über Krokodile zu sprechen oder donnerstags zu arbeiten. Bewaffnet nur mit ihrer Kamera und einigen frisch gelernten Vokabeln der lokalen Sprache wagt die Fotojournalistin sich in Dörfer, in die sich selten Fremde verirren. Die Frauen zeigen ihr, wie man Wassereimer auf dem Kopf balanciert, Getreide aussiebt und sich unter der gleißenden Sonne Afrikas eine schöne Haut bewahrt. Beim großen Ahnenfest der Sakalava begegnet Ami Vitale den Geistern verstorbener Dorfbewohner. Sie muss lernen, dass das Chamäleon Unheil bringt und der nächtliche Schrei der Lemuren durch Mark und Bein geht. Schließlich gelingt es ihr sogar, eine Privataudienz bei König Momad zu bekommen, einem der letzten Könige Madagaskars. In Diego begegnet Ami Vitale dem Edelsteinhändler John, der sie zu den Saphirminen führt. Dort riskieren Glücksritter jeden Tag ihr Leben in der Hoffnung auf den ganz großen Fund. Mit seiner kleinen Propellermaschine bringt der Pilot Yves die Fotojournalistin ins Hochland Madagaskars, in das Herz der Insel. In der Hauptstadt Madagaskars, Antananarivo, trifft Ami Vitale den Musiker Rajéry, der ihr noch ein letztes Geheimnis verrät - über den Klang Madagaskars, der mitten ins Herz trifft.

17:40 - 18:35, arte
Nepal - Die Stimme der Frauen

Nisha Budha wurde in einem nepalesischen Dorf geboren und wuchs in einer von patriarchischen Strukturen, Alkoholismus und uralten Tabus geprägten Gesellschaft auf. Doch sie hatte einen fortschrittlichen Vater, der sie nach Indien zur Schule schickte. Nach ihrem Abschluss kehrte sie nach Nepal zurück und machte dank der Organisation Empowering Women of Nepal eine Ausbildung in Ökotourismus. Sechs Jahren führte sie Touristen als Trekking-Guide bis zu den Basislagern am Mount Everest, am Annapurna, in Langtang. Dann kehrte sie zurück, um ihre Familie zu besuchen. Das Leben dort ist hart: Die Arbeit auf dem Feld und im Haus wird größtenteils von Frauen verrichtet. Nisha schätzt sich glücklich im Vergleich zu anderen nepalesischen Frauen, von denen viele noch in den alten Traditionen und Tabus gefangen sind. Vor dem Hintergrund der prächtigen Landschaften des Himalayas zeigt die Dokumentation den Wandel im Land. Der Tourismus verändert langsam die Lebensweise der Bevölkerung. Parallel dazu findet in der Politik ein Umdenken statt: So wird eine neue Verfassung ausgearbeitet, die wieder ein Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern herstellen soll. Eine neue Generation von Frauen ist sich ihrer Rechte bewusst und will Bildung und Ausbildung nutzen, um ein besseres Leben zu führen. Der Film folgt der Entwicklung Nisha Budhas, die dadurch, dass sie ihre Wünsche auslebt, anderen jungen Frauen aus ihrer Gemeinschaft eine Perspektive eröffnet. Sie sind zwar noch den alten Traditionen ausgeliefert, werden sich aber vielleicht durch einen besseren Bildungszugang bald emanzipieren können.

20:15 - 21:00, WDR
Unterwasserdschungel

Wenn die Sonne im Frühjahr das Meer erwärmt, setzt sie eine riesige Verwandlung in Gang: Karger Meeresboden verwandelt sich in einen Unterwasserdschungel. Überall streben Tangwedel dem Licht entgegen, emporgezogen von ihren Schwimmbojen - gasgefüllten Blasen. Ausgewachsen erreichen diese Riesenalgen bis zu 60 Meter. Sie bilden die Tropenwälder der Meere. Nirgendwo sonst in unseren Ozeanen herrscht eine solche Lebensfülle. Die Teams der BBC-WDR-Koproduktion dringen dicht in das Unterwasserdickicht ein und öffnen den Blick auf seine faszinierenden Geheimnisse. Erstmals gelangen ihnen Aufnahmen von einen wahren Verwandlungskünstler. Der Oktopus ist dafür bekannt, dass er sich farblich geschickt seiner Umgebung anpassen kann. Was aber tut er, wenn er sich einem Räuber gegenübersieht, der auf elektrische Felder reagiert und der sich zudem in fast jede Ritze zwängen kann: er zieht sich in Windeseile eine Rüstung an - aus Muschelschalen. Zwar verdeckt er damit nicht sein elektrisches Feld - doch ist der Hai so verwirrt von den Muscheln, die plötzlich vor seinem erwartungsvollen Maul auseinanderstieben, dass der Oktopus in dem ganzen Durcheinander fliehen kann. Betrogen wird auch unter Speer-Fangschreckenkrebsen. Deren Jagdmethode ist einzigartig: Schwimmt ein Fisch vorbei, schnellt das Männchen blitzschnell aus seiner Höhle und bohrt seine zu kleinen Harpunen umgewandelten Vorderbeine in das Opfer. Das aber verzehrt es nicht allein, sondern füttert seine in der Höhe wartende Partnerin. Es gibt Paare, die über zwanzig Jahre zusammen leben. Sie kümmert sich um die Eier, er jagt. Solange er immer wieder kommt, geht die Rechnung auf. Doch eines Tages bleibt er aus: Ein verlockender Duft hat ihn aus seinem Bau gelockt. Er stiehlt sich davon und schlüpft in einen andern Bau zu einer größeren Partnerin. Größer heißt mehr Eier, heißt mehr Nachkommen. Was ihm aber wohl erst später aufgehen wird: Größere Weibchen haben auch größeren Hunger. Wer aber hätte gedacht, dass Haie zu den Klimaschützern zählen? Eine Seegraswiese nimmt 35 Mal mehr Kohlendoxid auf als eine vergleichbare Fläche Regenwald. Auf den ersten Blick erscheint es da fatal, dass eine einzige Grüne Meeresschildkröte an nur einem Tag über zwei Kilo davon abweidet. Zwar verbreitet sie mit ihrem Kot auch die Seegrassamen. Doch noch etwas anderes sorgt dafür, dass die marinen Rasenmäher nicht alles kahlscheren: Tigerhaie. Mit ihrem gewaltigen Gebiss können sie die gepanzerten Reptilien wie Nüsse aufknacken. Deshalb dürfen die Schildkröten nie lange an einem Ort bleiben - ständig auf der Hut vor ihrem Feind. Die Haie arbeiten also indirekt durch den Erhalt der Seegraswiesen auch für den Klimaschutz. Jedes Jahr sorgt die Frühjahrsonne in den Meeren der gemäßigten Zonen für immense Algenblüten. Diese grünen Massen sind der Beginn einer langen Nahrungskette. Sie dienen kleinsten Tierchen als Nahrung - und die wiederum locken unzählige Sardellenschwärme an. Delfine, Seelöwen, Seevögel - sie alle sind dann hinter diesen kleinen Fischen her. Letztendlich hängt alles Leben im Meer von diesen winzigen grünen Organismen ab - bis hin zu Riesen. Die größten Gäste bei diesem vor Kalifornien gedrehten Riesenbankett sind Buckelwale. Bei jedem Auftauchen verschwinden mehrere hundert Kilo Fisch in ihrem Maul. Auch die vorletzte Folge der Serie über unseren blauen Planeten erzählt spannende Geschichten mit eindrucksvollen Bildern.

Mittwoch, 27.02.2019
13:20 - 14:05, 3SAT
Der Rhythmus des Eises

Die Sonne zeigt sich in Grönland Anfang Februar nach über drei Monaten zum ersten Mal. Etwas für uns so selbstverständliches wie ein Sonnenaufgang wird dort zu einem gefeierten Naturwunder. Die Kinder basteln Papiersonnen, um das Erscheinen der Sonne nach der langen Dunkelheit zu begrüßen, die Erwachsenen veranstalten Schlittenrennen: zwei der vielen Traditionen, die Nathalie und Alain Antognelli während ihres Aufenthalts in Savissivik kennenlernen. Die beiden französischen Fotografen verbringen neun Monate bei einer Inuit-Familie, gehen mit ihr auf Eisbärjagd und Robbenfang, lernen das Fahren von Schlittenhundegespannen und das Herstellen von Kleidung. Sie erkennen, dass das Leben auf dem Eis seinem eigenen Rhythmus folgt und dass das Leben des Naturvolks bedroht ist. Die Welt der Inuit schrumpft, und ihre traditionelle Lebensweise gerät in Gefahr. Durch die Erderwärmung wird das Packeis immer dünner. Es ist nicht mehr tragfähig genug, das offene Meer rückt immer näher, und die Inuit können ihre Jagdgebiete nicht mehr mit dem Schlitten erreichen. Die jungen Inuit haben eine ungewisse Zukunft.

17:40 - 18:35, arte
Eine Jugend in Ladakh

Die zwölfjährige Padma wohnt im Internat, denn ihre Schule ist zweieinhalb Busstunden von ihrem über 4.000 Meter hoch gelegenen Heimatort Gya in Ladakh entfernt, der im Norden Indiens liegt. Alle drei Monate besucht sie ihre Familie, hilft bei den Feldarbeiten und kümmert sich um die Tiere. Wegen der Abgeschiedenheit ist der Zusammenhalt für diese Gemeinschaft überlebenswichtig. Fester Bestandteil des Alltags der Dorfbewohner ist die buddhistische Religion. Dieses Jahr wollen Padma und ihre Schwester Kasket zum ersten Mal an der großen Gotchak-Prozession teilnehmen, obwohl sie dafür eigentlich noch recht jung sind. Dieser drei Tage und zwei Nächte währende traditionelle Umzug führt über hohe Berge und breite Flüsse durch eine atemberaubende Landschaft. In regelmäßigen Abständen halten die Teilnehmer inne, werfen sich auf den Boden und bitten um Frieden und Harmonie für die Welt, für Menschen, Tiere und sogar für Bäume.

20:15 - 21:00, NDR
Der Sambesi - Der donnernde Fluss

Die spektakulären Victoriafälle locken alljährlich unzählige Besucher an. Der Sambesi, der Fluss, der sie speist, ist jedoch über weite Strecken nahezu unbekannt. Noch nie zuvor ist der mächtige Strom so umfassend porträtiert worden wie in dieser zweiteiligen Naturfilmdokumentation. Der Film des vielfach ausgezeichneten Naturfilmers Michael Schlamberger folgt dem Sambesi über 2.600 Kilometer. Der zweite Teil zeigt die faszinierende Tierwelt im riesigen Delta aus Mangrovensümpfen, in das sich der mächtige Strom verästelt, bevor er auf den Indischen Ozean trifft. Die spektakulären Victoriafälle locken alljährlich unzählige Besucher an. Der Sambesi, der Fluss, der sie speist, ist jedoch über weite Strecken nahezu unbekannt. Noch nie zuvor ist der mächtige Strom so umfassend porträtiert worden wie in dieser zweiteiligen Naturfilmdokumentation. Der Film des vielfach ausgezeichneten Naturfilmers Michael Schlamberger folgt dem mächtigen Strom Sambesi über 2.600 Kilometer. Der Ursprung des Sambesi liegt fast unscheinbar versteckt im Dickicht bewaldeter Hügel im Nordwesten Sambias. Auf seinem Weg Richtung Osten durchfließt er sechs afrikanische Staaten und verwandelt unzählige Male seine Form: vom schmalen Rinnsal in ein gigantisches Überschwemmungsgebiet, vom mächtigsten Wasserfall der Welt in eines der üppigsten Feuchtgebiete der Erde. Schließlich vereinigt sich sein Wasser an der Küste von Mosambik mit dem Indischen Ozean. Mehr als 100 Meter stürzt der Sambesi über die Victoriafälle an der Grenze zwischen Sambia und Simbabwe in die Tiefe. Hier erreicht das "Temperament" des Flusses seinen Höhepunkt. Im April eines jeden Jahres schießen 550 Millionen Kubikmeter Wasser in der der Minute über den Felsabriss. Doch Mitte des letzten Jahrhunderts kamen neue Mächte ins Spiel. 1959 wurde die Kariba-Talsperre unterhalb der Victoriafälle fertiggestellt. Durch den Rückstau ist eine riesige Seenlandschaft entstanden. Der Kariba-Stausee ist mit einer Länge von 220 Kilometern der zweitgrößte künstliche See der Welt. Vor dem Bau der Kariba-Talsperre wurden die Ebenen unterhalb des großen Damms, die Mana Pools, Jahr für Jahr vom Hochwasser überschwemmt. Heute werden Zeitpunkt und Umfang der Überflutungen von Menschenhand gesteuert, nur vier Becken des Sambesi führen immer Wasser. Diese Wasserstellen sind ein Treffpunkt für viele Tiere, darunter die seltensten Raubtiere des Schwarzen Kontinents: Afrikanische Wildhunde. Auf seinem letzten Teil der Reise, in Mosambik, nimmt der Sambesi Kurs Richtung Südost. Bevor er auf den Indischen Ozean trifft, verästelt sich der Fluss in ein riesiges Delta aus Mangrovensümpfen mit großen und kleinen Kanälen. Der Bullenhai ist als eines von ganz wenigen Tieren in der Lage, zwischen den Welten aus Salz- und Süßwasser zu pendeln. Vor dem Bau des Kariba-Damms wanderten einige Exemplare von ihnen bis 1.000 Kilometer den Fluss Sambesi hinauf.

22:00 - 22:45, RBB
Orcas - Vorstoß in die Arktis

Der Film zeigt die massiven Veränderungen, die sich in der ökologisch hochsensiblen Polarregion abspielen. Als eindrucksvolles Beispiel dienen die Hauptprotagonisten der arktischen Tierwelt an Land und im Meer: Eisbär und Orca. Neben Aussagen von Wissenschaftlern, die das vermehrte Auftauchen der Orcas in der Arktis beobachten, stützt sich das Filmteam auch auf Berichte von Inuit-Jägern. Die Dokumentation präsentiert die massiven Veränderungen, die sich in der ökologisch besonders sensiblen Polarregion abspielen. Als eindrucksvolles Beispiel dienen die beiden Hauptprotagonisten der arktischen Tierwelt an Land und im Meer: Eisbär und Orca. Neben Aussagen von Wissenschaftlern, die das vermehrte Auftauchen der Orcas in der Arktis beobachten und untersuchen, stützt sich das Filmteam auch auf Berichte der lokalen Bevölkerung: erfahrene Inuit-Jäger erzählen von ihren Begegnungen mit den berüchtigten "Killerwalen".

22:45 - 23:30, RBB
Expedition 50 Grad - Auf dem Breitengrad der Extreme

Der erste Teil der Reise beginnt in den europäischen Urwäldern. Ein kurzer Blick auf ein wildes bewaldetes Europa, das die Expedition nach Osten verlässt, um schon bald in völlig fremde Landschaften einzutauchen: Die Steppen und Halbwüsten Asiens erinnern mehr an die Landschaften Ostafrikas mit den riesigen Weiten der Serengeti. Die Tiere muten seltsam an - wie die Saigaantilopen. Mitten durch Europa verläuft der 50. Grad nördlicher Breite. Entlang dieses Breitengrads hat sich eine Expedition auf die Reise gemacht über Kontinente und durch Ozeane. Die Filmteams erleben Natur und Landschaften, wie sie gegensätzlicher nicht sein könnten. Einmal rund um die Erde auf dem Breitengrad der Extreme: 30.000 Kilometer - immer der Sonne entgegen. Der erste Teil der Reise beginnt in den europäischen Urwäldern. Ein kurzer Blick auf ein wildes bewaldetes Europa, das die Expedition nach Osten verlässt, um schon bald in völlig fremde Landschaften einzutauchen: Die Steppen und Halbwüsten Asiens erinnern die Teams mehr an die Landschaften Ostafrikas mit den riesigen Weiten der Serengeti. Die Tiere muten seltsam an - wie die Saigaantilopen mit unförmigen Nasenverlängerungen.
Donnerstag, 28.02.2019
11:10 - 11:55, B3
Über den Inseln Afrikas - Sao Tomé und Principe

BFotograf Rui Camilo reist in den westafrikanischen Inselstaat São Tomé & Príncipe - auf der Suche nach Bildern, die die Seele des kleinen Inselstaates einfangen sollen: faszinierende Landschaften aus der Vogelperspektive und nie gesehene Einblicke in das Leben der Einheimischen. Ruis Projekt ist ein Traum aus Kindheitstagen in Lissabon, als seine Lehrer begeistert von den Kakaoplantagen der portugiesischen Kolonie erzählten. São Tomé war einmal der weltgrößte Kakaoproduzent. Daran knüpft heute der Italiener Claudio Corallo an: Er experimentiert mit fast vergessenen Kakaopflanzenarten - und versucht mit großer Leidenschaft, die beste Schokolade der Welt herzustellen. Überall auf den Inseln zeugen überwucherte Ruinen vom Erbe der alten Kolonialmacht - heute bewohnt von den Nachfahren ehemaliger Sklaven. Rui nähert sich den Menschen mit dem Portugiesisch seiner Jugend. So findet er schnell Zugang zu den Inselbewohnern, speziell zu den Jugendlichen. In einem Workshop zeigt er zehn Jungen und Mädchen, wie sie selbst Fotos machen können. Am Ende soll eine Ausstellung in der örtlichen Markthalle die Ergebnisse des Projektes zeigen. An seinen freien Tagen zwischen den Fotokursen bereist Rui die beiden faszinierenden Tropeninseln - zu Fuß, per Jeep und mit einer Propellermaschine. Menschenleere Palmenstrände erwarten ihn, ein kaum betretener Urwald und gerade geschlüpfte Meeresschildkröten. Doch am meisten begeistern Rui die Menschen vor seiner Kamera. Rui Camilo taucht tief ein in die Seele der sympathischen Santomeer und entdeckt die Geheimnisse von zwei fast unbekannten Trauminseln. Regisseur Christian Schidlowski und sein Team sind auf dieser Reise dabei.
11:55 - 12:40, B3
Reisen in ferne Welten: Route 66

Die berühmte Route 66 wurde zur existenziellen Lebenserfahrung für Generationen von Amerikanern - und durch Filme und Romane später auch zu einem Mythos in Europa. Als schneller Weg nach Westen hat die Route 66 längst ausgedient. Doch Amerikas berühmteste Landstraße lebt als Mythos fort: in Bobby Troups musikalischer Landkarte "Get your kicks on Route 66", in rostenden Tankstellen und Oldtimer-Museen entlang des alten Highway. Schon das Schild Route 66 mit dem Asphaltband im Hintergrund vermittelt ein Gefühl von Freiheit. So blieb die Route 66 bis heute ein Symbol für Aufbruch und Abenteuer. Das Filmteam macht sich auf die Suche nach diesem Mythos, fährt mit einem Wohnmobil die Route 66 von Chicago bis L.A., redet mit Menschen über Geschichte und Geschichten an der Straße. Die schönsten Abschnitte liegen im Westteil der Strecke von New Mexiko bis zum Pazifik. Hier ist noch am meisten vom Flair der alten Route 66 erhalten: nostalgisch verwitterte Neonschilder, Motels aus den Fifties, bunte Diner-Lokale. In Arizona trifft das Drehteam auf den Schauspieler Martin Semmelrogge, der wie viele Harley-Fans auf dem alten Highway die Freiheit sucht und das Easy-Rider-Feeling nachleben möchte. Und das Filmteam nimmt teil am alljährlichen Route-66-Festival, fährt mit den Autofans in ihren polierten Oldtimern auf dem längsten noch erhaltenen alten Routenstück mit.

13:55 - 16:00, arte
Wer den Wind sät

1925. Der junge Lehrer Bertram T. Cates bringt die Mitglieder der fundamentalistischen Gemeinde von Hillsboro im amerikanischen Süden gegen sich auf: Er wagt es, seine Schüler mit der Lehre Darwins vertraut zu machen, die besagt, dass der Mensch ein Geschöpf der Evolution ist. Auf Betreiben des militanten Reverends Brown wird er festgenommen und muss sich vor Gericht verantworten. Der sogenannte „Affenprozess" schlägt weithin Wellen. Der renommierte Journalist Hornbeck vom „Baltimore Herald" sorgt dafür, dass Cates mit Henry Drummond einen erfolgreichen Verteidiger bekommt; die Anklage übernimmt Matthew Harrison Brady, ein ähnlicher Eiferer wie Reverend Brown. Damit stoßen im Gerichtssaal zwei äußerst konträre Positionen aufeinander: Drummond steht für die Freiheit der Rede und des Denkens, Brady führt dagegen einen religiösen Fundamentalismus ins Feld, für den jedes Wort der Bibel die letzte Wahrheit ist ...

Spencer Tracy und sein Gegenspieler Fredric March verkörpern die beiden unterschiedlichen Protagonisten mit großem Elan, ein Kritiker sprach vom „Schauspielerkampf des Jahres". Fredric March gewann einen Silbernen Bären bei der Berlinale 1960 als bester Darsteller, Spencer Tracy wurde für diese Rolle für den Golden Globe und den Oscar nominiert. Beide wurden ebenfalls bei den BAFTA Awards nominiert. Zudem war der Film bei den Oscars für Drehbuch, Kamera und Schnitt nominiert, bei den Golden Globes und BAFTA Awards als bester Film.

16:00 - 16:50, arte
Yukon – Arktische Wildnis

Kaum eine Gegend ist so unberührt wie das Yukon-Delta im Westen Alaskas. Dieses faszinierende Geflecht aus Sümpfen und Flussarmen mutet an wie eine Landschaft zu Anbeginn der Menschheit. Nur 25.000 Menschen leben in dieser kargen Region, die annähernd so groß ist wie Griechenland. Die meisten dieser Einwohner sind Indigene und gehören zur Eskimo-Volksgruppe der Yupik. Ihren Lebensunterhalt bestreiten sie vor allem an den Steilufern des Yukon River. Auf den Spuren des Nationalfisches von Alaska, dem Lachs, folgt die Dokumentation dem Lauf des Yukon River und reist von Russian Mission, einem früher von orthodoxen Russen besetzten Dorf, bis zur Fischerstadt Emmonak an der Beringsee. Diese dokumentarische Abenteuerreise durch das Herz Alaskas begibt sich nicht zuletzt in die Fußstapfen von Elchjägern. Man wird Zeuge einer unbarmherzigen Robbenjagd, die als Teil der Yupik-Tradition toleriert wird, denn in der eisigen Einöde Alaskas spielt die Weitergabe von Tradition und Wissen eine besondere Rolle.Der Sommer ist in dieser Gegend sehr kurz. Bereits ab Mitte August bedecken dicke Wolken den Himmel. Zwischen dem letzten und dem ersten Eis bleibt den Yupik nur wenig Zeit, um zu fischen und genügend Vorräte für den langen Winter einzulagern. Seit zwei Jahrzehnten gehören die Yupik zu den wichtigsten Beobachtern des Klimawandels. In ihren Dörfern, die zum Schutz gegen Hochwasser auf Pfählen gebaut sind, erkennt man die Auswirkungen der Wetterveränderungen auf die Natur – und auf das entbehrungsreiche und dennoch von Gemeinschaft geprägte Leben der indigenen Bevölkerung.

20:15 - 21:00, NDR
Abenteuer Kenia

Unter uralten Vulkanen liegen unendliche Ebenen, die heute als Wiege der Menschheit gelten: der große ostafrikanische Graben. Wie nirgends sonst hat sich hier eine Artenvielfalt in einer gewaltigen Landschaft erhalten, die das Bild von Afrika seit Generationen tief geprägt hat. Viele Wildhüter kämpfen mit aller Macht für deren Erhalt. In den vergangenen 100 Jahren ist der Löwenbestand um 96 Prozent zurückgegangen. Im Durchschnitt wird alle 15 Minuten ein Elefant getötet! Viele Experten prophezeien, dass es in 15 Jahren keine frei lebenden, großen Tiere in Afrika mehr geben wird. Unter uralten Vulkanen liegen unendliche Ebenen, die heute als Wiege der Menschheit gelten: der große ostafrikanische Graben. Wie nirgends sonst hat sich hier eine Artenvielfalt in einer gewaltigen Landschaft erhalten, die das Bild von Afrika seit Generationen tief geprägt hat. Doch das Leben der großen Tiere Afrikas ist bedroht! Viele Wildhüter kämpfen mit aller Macht für deren Erhalt. In den vergangenen 100 Jahren ist der Löwenbestand um 96 Prozent zurückgegangen. Im Durchschnitt wird alle 15 Minuten ein Elefant getötet! Viele Experten prophezeien, dass es in 15 Jahren keine frei lebenden, großen Tiere in Afrika mehr geben wird. Die Bevölkerung Kenias hat sich in den letzten 20 Jahren fast verdoppelt. Der Lebensraum der wilden Tiere wird immer kleiner. Elefantenherden streifen über Tausende von Quadratkilometern durch die Savanne, immer auf der Suche nach Futter. Eine bequeme Nahrungsquelle sind die Felder der Menschen, deren eigenes Überleben auch an den kleinen Anpflanzungen hängt. Oft vergiften die Bauern die Elefanten, um ihre Felder und damit ihre Ernte zu verteidigen. Mama Simba (Mutter der Löwen) wird die Amerikanerin Cathryn Combes von den Menschen in Kenia genannt, da sie seit Jahren für das Überleben der Raubkatzen kämpft. Gemeinsam mit anderen Wildhütern fängt sie Löwen, die in die Dörfer einfallen, und wildert sie an anderer Stelle wieder aus! Und Craig Miller von der Naturschutzorganisation Big Life kämpft mit seiner Anti-Wilderer-Einheit gegen den Elfenbeinhandel und der Elefantenjagd. In beeindruckenden Natur- und Tieraufnahmen erzählt die Dokumentation über die Verdrängung von Löwen, Elefanten und den anderen großen Tieren aus den Savannen Kenias. Sie erzählt aber auch über Menschen, die eng verbunden mit ihren Traditionen bis heute im Einklang mit der Natur leben.

21:00 - 21:45, NDR
Heimat Tansania - Unter dem Kilimandscharo

Tansania, das Land unter dem Kilimandscharo, ist geprägt aus einer Zeit, als es Deutsch-Ostafrika genannt wurde. Noch heute findet man an den Hängen des legendären Berges alte Farmhäuser, die einst von deutschen Siedlern erbaut wurden. Aus der Kolonialzeit stammt auch die Makoa-Farm. Sie gehört den Tierärzten Elli Stegmaier und ihrem Mann Lazlo. In ihrer Tierklinik behandeln sie vor allem kranke und verletzte Wildtiere. Diese Dokumentation zeigt in opulenten Bildern, wie Menschen in den weiten Landschaften ihren Traum von Freiheit verwirklichen und sich für die Tierwelt engagieren. Tansania, das Land unter dem Kilimandscharo, ist geprägt aus einer Zeit, als es Deutsch-Ostafrika genannt wurde. Noch heute findet man an den Hängen des legendären Berges alte Farmhäuser, die einst von deutschen Siedlern erbaut wurden. Aus der Kolonialzeit stammt auch die Makoa-Farm. Sie gehört den Tierärzten Elli Stegmaier und ihrem Mann Lazlo. Auf einer Höhe von über 1.000 Metern haben sich die beiden Deutschen ihren Traum von "einer Farm in Afrika" erfüllt. In ihrer Tierklinik behandeln sie vor allem kranke und verletzte Wildtiere. Fast täglich werden sie zu Büffeln, Geparden und anderen Wildtieren gerufen, die in Fallen von Wilderern geraten sind. Nicht weit vom Landhaus der beiden Deutschen entfernt, liegt die Momella-Farm. Anfang der 1960er-Jahre drehte dort der Schauspieler Hardy Krüger senior mit John Wayne den Hollywoodklassiker "Hatari". Dabei verliebte er sich in das Anwesen, kaufte es und errichtete eines der ersten Buschhotels in Ostafrika. Aber inzwischen sind die kleinen weißen Rundhütten verfallen. Touristen übernachten jetzt in den ehemaligen privaten Wohnhäusern des Schauspielers. Der in Afrika aufgewachsene Diplomatensohn Jörg Gabriel hat die gesamte Lodge im Stil der 1960er-Jahre eingerichtet, so wie damals in "Hatari". Am liebsten verbringt der Hotelier und Fotograf seine freie Zeit auf dem Momella-See, immer auf der Suche nach geeigneten Motiven. Auch in vielen Städten haben die Deutschen ihre Spuren hinterlassen. So stehen in Lushoto, das einst Wilhelmstal hieß, immer noch die alte Schlachterei und das Posthaus, so als seien die alten Besitzer gerade ausgegangen. Auch die Gleise der Usambarabahn aus früheren Tagen, die einst Tanga am Indischen Ozean mit der Stadt Moshi am Kilimandscharo verband, gibt es noch. Filmemacher Michael Höft zeigt aber auch ein anderes Tansania fernab der Zivilisation. Er besucht ein abgelegenes Dorf der Massai. Der Stamm muss ständig neuen Weidegrund für die Rinder suchen, da ihre Zahl ständig wächst. Mit der Größe der Herden hat sich die Natur auffällig verändert. Wo das Vieh der Massai graste, finden andere Tiere oft kein Futter mehr. Ein weiterer Grund für die kleiner werdenden Wildbestände in Tansania ist der enorme Bevölkerungszuwachs des Landes. Tierschwund gibt es aber auch in den Nationalparks wie dem größten Schutzgebiet Tansanias, dem Selous Game Reserve. Vor allem die Zahl der Elefanten verringert sich. Nach wie vor werden die Dickhäuter wegen ihrer Stoßzähne illegal gejagt. Ihr Bestand soll im Selous innerhalb der vergangenen fünf Jahre von 70.000 auf 13.000 Exemplare gesunken sein. Diese Dokumentation zeigt in opulenten Bildern, wie Menschen in den weiten Landschaften ihren Traum von Freiheit verwirklichen und sich für die Tierwelt engagieren. Der Autor gibt Einblicke in das ursprünglichen Leben der Massai und stellt erstaunt fest: Auch hier wollen die Teenager nicht auf alle Errungenschaften der Neuzeit verzichten. Während sie tagelang durch die Steppe marschieren, leistet ihnen das Handy Gesellschaft.

Freitag, 01.03.2019
12:30 - 14:00, MDR
Die Kinder des Monsieur Mathieu

Der arbeitslose Komponist Mathieu erhält 1949 eine Anstellung als Aufseher in einem französischen Internat für schwer erziehbare Jungen. Der Direktor traktiert seine Schüler nur mit Prügeln und Arrest. Mathieu gründet gegen dessen Widerstand einen Chor und gewinnt bei den Proben allmählich das Vertrauen seiner widerspenstigen Schützlinge. Die Kraft der Musik, die Mathieu nachts komponiert, erreicht die Herzen der Schüler, deren Lerneifer und Disziplin sich merklich bessern. Allein der Direktor ist von dieser Entwicklung nicht begeistert. Anlässlich des Todes seiner Mutter kehrt der berühmte Dirigent Pierre Morhange nach Jahrzehnten erstmals in sein französisches Heimatdorf zurück. Dort erhält er von einem Schulfreund das Tagebuch seines früheren Musiklehrers. Als Pierre darin zu lesen beginnt, erwachen die Erinnerungen an seine Schulzeit wieder zum Leben: Damals, im Jahr 1949, findet der arbeitslose Musiker Clément Mathieu eine Anstellung als Aufseher in einem Internat für schwer erziehbare Jungen. Dessen hartherziger Direktor Rachin hat die Kinder, meist Kriegswaisen oder Söhne lediger Mütter, längst abgeschrieben. Gnadenlos traktiert er die Jungen mit Prügel und Arrest. Mathieu aber hat eine andere Idee: Als die Jungs mal wieder außer Rand und Band sind, lässt er sie vorsingen und motiviert sie dazu, einen gemeinsamen Chor zu gründen. Getrieben von dem Wunsch, seine eigenen Kompositionen vertonen zu können, scheint für Mathieu der erzieherische Mehrwert der Gesangsstunden zunächst eher unwichtig. Doch instinktiv vermittelt er bei seinem Bemühen um einen wohlklingenden Chor auch Disziplin und Zusammenhalt. Direktor Rachin indes sieht die zart erblühende Lebensfreude der Schüler und ihre beachtliche Kunstfertigkeit nur mit kritischen Augen. Als ein besonders schwer erziehbarer Junge, der fälschlich des Diebstahls bezichtigt und deshalb der Schule verwiesen wurde, sich rächt, indem er das Haus anzündet, sieht sich der Zyniker in seinen veralteten Methoden bestätigt und entlässt Mathieu. Traurig packt Mathieu seine Sachen, doch beim Verlassen des Internats erwartet ihn eine wunderbare Überraschung.

16:15 - 17:45, 3SAT
Chiles wilder Süden

Landschaften von unvergleichlicher Schönheit und Ursprünglichkeit erwarten Reisende in Chiles Süden, dem untersten Zipfel des Landes. Südlicher findet man nur noch das Eis der Antarktis. Viele, die einmal hierher kamen, blieben. Seit der Portugiese Hernando Magellan 1520 als erster Europäer die Meerenge durchsegelte, die nach ihm benannt werden sollte, zieht es Abenteurer und Handelsleute in die windumtoste Region. Der südlichsten Metropole an der Magellanstraße, Punta Arenas, verhalfen sie mit Schafzucht zu Ruhm und Reichtum. Die Inschriften auf den schneeweißen Gräbern und Mausoleen des prächtigen Friedhofs der Stadt zeugen von kroatischen, französischen, deutschen und anderen europäischen Einwanderern. Dem Pioniergeist dieser Siedler folgt der Film auf der Reise in die entlegensten Gebiete Patagoniens, von denen viele wie damals nur auf dem Wasserweg zu erreichen sind. Inmitten einer zerklüfteten Inselwelt und den gewaltigen Eismassen einer der größten Kontinentaleisflächen der Welt führt ein einziger Landweg in Chiles Süden: die Carretera Austral. Sie verläuft quer durch den gemäßigten Regenwald mit seinen gewaltigen Farnen und den riesigen Blättern der Nalca-Pflanze. Dazwischen, mitten im dichtesten Urwald, den die Siedler gegen alle natürlichen Widerstände urbar machten, findet sich eine Handvoll spitzgiebeliger Holzhäuser in typisch deutscher Bauweise. Sie sind Zeugnisse einer der jüngeren Pioniertaten in Chiles wildem Süden, der Gründung des Dorfes Puyuhuapi: 1935 erklärten vier Sudetendeutsche den abgelegenen Fjord zu ihrer Heimat. Die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt lockt bis heute Siedler an - fasziniert von einer Landschaft zwischen schneebedeckten Gipfeln und inselreichen Fjorden. Die Natur ist nicht nur in Form von verheerenden Erdbeben und Vulkanausbrüchen allgegenwärtig. Das Filmteam kann Buckelwale, die in der Magellanstraße Krill und Fisch in rauen Mengen fangen, Kondore, Kormorane und Seelöwen beobachten und entdeckt eine einmalig artenreiche Unterwasserwelt. Ihr haben sich Vertreter der jüngsten Generation von Einwanderern verschrieben: europäische Meeresbiologen, die alles daransetzen, die unvergleichliche Vielfalt der Natur in Chiles wildem Süden zu erhalten.

17:40 - 18:35, arte
Hook, der junge Mann und das Meer

Hook ist ein junger Mann, der auf dem Kabang – einem traditionellen Hausboot – seiner Familie auf dem Ozean aufwuchs. Wie jeder Moke hat auch er schwimmen gelernt, bevor er laufen konnte. Er kennt jede Korallenart, jede Wasserpflanze und jeden Fisch, seine Tauch- und Fischfangtechniken sind atemberaubend. Die Moken leben seit Tausenden von Jahren auf dem Mergui-Archipel. Sie konstruieren beeindruckende Segelboote aus Holz und lebten bis vor kurzem als Meeresnomaden: Sie gingen auf Tauchfang, tauschten ihren Fisch gegen Reis und bauten auf dem Festland Bambushütten, die sie nur während der Regenzeit bewohnten. Mitte der 90er Jahre wurden sie von der Regierung zur Sesshaftwerdung gedrängt. Im Verlauf der letzten zehn Jahre ging die Zahl der halbnomadisch lebenden Moken drastisch zurück. Gewiss hat die Sesshaftigkeit auch Vorteile: Sie bietet ihnen Zugang zum Gesundheitswesen, zu sanitären Anlagen und Schulen. Doch da die Orte, an denen sie angesiedelt wurden, als Nationalparks deklariert sind, haben sie keinerlei Freiheit, ihren traditionellen Aktivitäten nachzugehen – sie dürfen weder fischen noch sammeln oder Bäume fällen, um sich daraus neue Kabangs zu bauen. Ihre Identität und ihr Überleben sind heute bedroht. Hook arbeitet auf der thailändischen Insel Ko Surin in der Tourismusbranche. Da sein Vater krank ist, unternimmt er mit zwei anderen jungen Männern eine Reise im Kabang. Er möchte mit Hilfe von Verwandten auf einer anderen Insel einen Baum fällen, um sich ein eigenes Kabang zu bauen – und so seine Kultur zu bewahren und das Überleben seines Volks zu sichern.
Samstag, 02.03.2019
08:45 - 09:40, arte
Eishockey, Mädchentraum im Himalaya

Ladakh im Nordwesten Indiens ist ein Gebiet der Extreme. In einer Höhe zwischen 2.500 und fast 7.700 Metern herrscht monatelang klirrende Kälte und es gibt kaum Niederschläge. So ist Ladakh eine Gebirgswüste mit wenig Vegetation, aber strategisch wichtig durch die Lage an der Grenze zu Pakistan und China. Neue Entwicklungen oder gar moderne Umbrüche halten nur sehr zögerlich Einzug. Umso verwunderlicher, dass es seit einiger Zeit in Ladakh sogar Frauen- und Mädcheneishockey gibt. „360° Geo Reportage“ hat das aussichtsreichste Frauenteam besucht, mitten im Himalaya. Übersetzt bedeutet Ladakh: Land der hohen Pässe. Direkt hinter der Hauptstadt Leh windet sich die Straße die Gebirgskette hoch bis auf 5.600 Meter und führt in ein Tal an der Grenze zu China. 20 Kilometer außerhalb der Stadt, am Ufer des Indus, liegt das Secmol-Internat, in dem Tsewang Chuskit lebt und lernt. Secmol steht für: Students Educational and Cultural Movement of Ladakh – übersetzt: Studenten- und Schülerbewegung von Ladakh. Eine private Schulinitiative, die Kindern und Jugendlichen aus armen Dorffamilien den Zugang zu Bildung ermöglichen will. Eishockey ist ein wichtiger Teil des Erziehungsprogramms. Chuskit wohnt seit zwei Jahren hier und trainiert wie die anderen Mädchen jeden Morgen auf dem schuleigenen, selbst gebauten Eishockeyfeld. Von Mitte Dezember bis Ende Februar sind Schul- und Universitätsferien. Dann wird jeden Morgen und jeden Abend Eishockey trainiert und gespielt. Nach dem gewonnen Halbfinale bereitet sich das Team jetzt auf das kommende Endspiel vor. Insgesamt spielen in Ladakh inzwischen rund zwölf Männerteams und vier Frauenmannschaften. Das Team Secmol hat schon viele Turniere gewonnen, vor allem die Mädchen. Wie wird es in diesem Jahr sein? Wird Chuskit mit ihrer Mannschaft siegreich aus dem Finale hervorgehen?
16:25 - 17:15, B3
Wildes Albanien - Im Land der Adler

Das Symboltier Albaniens ist noch etwas zerzaust: Die zwei Steinadler-Küken haben sich gerade erst aus ihren Eiern gepellt. Vor ihrem Nest breiten sich die Albanischen Alpen aus, die von den Einheimischen auch "Verwunschene Berge" genannt werden. Der ganz im Norden Albaniens liegende und von Gletschern geformte Gebirgszug ist reich an Wäldern und Wiesen, unzugänglich und deshalb von jeher dünn besiedelt. Ein idealer Lebensraum für die Steinadler. Berge machen in Albanien gut die Hälfte der Landesfläche aus. Unzählige Flüsse durchziehen sie in ostwestlicher Richtung. Alle münden in der Adria und geben der 362 Kilometer langen Küste ein unverwechselbares Gesicht. Das Land zwischen Meer und Bergen offenbart auch eine außergewöhnliche Artenvielfalt. Auf der Schlickinsel in der Karavasta-Lagune herrscht im Frühsommer großer Trubel. Die Kolonie der Krauskopfpelikane hat viel Zuwachs bekommen. Auf dem kleinen Eiland sind sie sicher vor den Schakalen, die bei Dämmerung ihre Verstecke im Unterholz verlassen. Kulturdenkmäler ziehen nicht nur Menschen in ihren Bann. Fledermäuse flattern in der Kirche der Heiligen Maria zwischen Jesus am Kreuz und gut erhaltenen Fresken umher. Sumpfschildkröten setzen sich im Amphitheater von Butrint eindrucksvoll in Szene. Zusammen mit dem Tierfilmer Alexander Sommer begibt sich die Autorin Cornelia Volk auf eine Entdeckungsreise durch "Shqipëria" - ein Land, das wohl getrost als der letzte weiße Fleck auf der Europakarte bezeichnet werden kann. Aus der Adlerperspektive nähert sich die Kamera den verborgenen Naturschätzen und gewährt dabei zugleich Einblicke in eine bewegte und bewegende Geschichte. Dramatische Tiergeschichten, beschauliche Naturbeobachtungen und Expeditionsberichte - die Themen von natur exclusiv sind alle Naturerscheinungen: Pflanzen und Tiere genauso wie Landschaften und Ökosysteme sowie die Dynamik unseres Planeten Erde. Umfassende Reihen vermitteln Überblicke und ermöglichen Orientierung.

18:10 - 18:25, arte
Afghanistan - Ein zerklüftetes Land

Von Afghanistan, der Heimat von Kommandant Massud, zeichnete schon Joseph Kessel in seinem Roman „Les Cavaliers“ ein sehr einprägsames Bild. Einen Großteil des Landes am Hindukusch bedecken unüberwindliche Berge. Nicht zuletzt aus dieser zerklüfteten Topografie erklären sich die ethnische Vielfalt Afghanistans und das unbeirrbare Unabhängigkeitsstreben seiner Bewohner. Auch die afghanische Geschichte ist ausgesprochen komplex und von einem beinahe permanenten Kriegszustand gekennzeichnet: Kolonialkonflikte zwischen Großbritannien und Russland, Einmarsch der Sowjetunion, Invasion der USA nach den Anschlägen vom 11. September 2001, nicht zu vergessen die angespannten Beziehungen zum benachbarten Pakistan, die ebenso zentrale wie unheilvolle Rolle der Taliban sowie heute die Präsenz der Terrormiliz „Islamischer Staat“ im Land.

Sonntag, 03.03.2019
16:30 - 17:15, ARD
Der Jaguar

Die Dämmerung ist die liebste Jagdzeit des Jaguars im brasilianischen Pantanal. Geschickt nutzt die große Raubkatze jede Deckung, um sich unbemerkt an ihre Beute anzupirschen. Erfolg bei der Jagd hat sie aber nur an etwa jeden fünften Tag. Das südamerikanische Pantanal im Dreiländereck Brasilien, Bolivien und Paraguay ist eines der größten Naturwunder der Welt - ein riesiges Netzwerk aus Sümpfen und Flüssen, Tropenwäldern und Savannen, gut drei Mal so groß wie die Schweiz. Das riesige Gebiet gehört zu den artenreichsten Lebensräumen Amerikas und ist die Heimat von seltenen Riesenottern, Kaimanen und unzähligen Vogelarten. Und es ist das Reich des Jaguars, der größten Raubkatze Südamerikas. An kaum einem anderen Ort gibt es so viele Jaguare wie im Pantanal. Ihre Reviere sind so riesig, dass es nur selten gelingt, eine der perfekt getarnten Raubkatzen zu Gesicht zu bekommen. Naturfilmer Christian Baumeister stellt sich einer nahezu unlösbaren Aufgabe: Er will schaffen, was bislang nur bruchstückhaft gelang. - das Leben des geheimnisvollen Jägers zu dokumentieren. Was ist die bevorzugte Beute des Jaguars? Wie groß ist sein Revier, und wie können Raubkatze und Mensch friedlich nebeneinander existieren? Über vier Millionen Rinder weiden im Pantanal - es sind die größten Vieherden der Welt. Die Viehzucht ist der Hauptwirtschaftszweig im Pantanal, und die Pantaneiros, wie sich die Einheimischen nennen, zögern nicht, die unter Schutz stehende Raubkatze zu schießen, wenn sie sich in die Nähe der Herden wagt. Christian Baumeisters größter Wunsch ist es, einen Jaguar bei der Jagd zu filmen. Unermüdlich folgt er den Spuren eines alten Männchens bis er tatsächlich den spektakulären Angriff der Raubkatze auf einen Kaiman vor die Kamera bekommt. Er filmt packende Szenen, die so noch nie im Fernsehen zu sehen waren und die enorme Kraft der Großkatze zeigen. Viele Jahre war Tierfilmer Christian Baumeister auf der Suche nach den geschmeidigen Jaguaren, bis ihm diese einzigartigen Aufnahmen gelangen. Der Film gibt Einblicke in das geheimnisvolle Leben der Jaguare: Ob auf der Jagd, bei der Paarung, oder beim Mittagsschläfchen - in eindrucksvollen Aufnahmen kommt der Zuschauer dem geschmeidigen Jäger ungewöhnlich nah.

19:15 - 19:30, ARD alpha
Die kanadischen Rocky Mountains - Reise in die Eiszeit

Eigentlich reichen die Rocky Mountains von Alaska bis Neu Mexiko, 4500 Kilometer weit. In diesem Film geht es um die naturgeschützten Teile der kanadischen Rockies und ihre atemberaubende Schönheit. Und es geht um die Geschichte ihrer Erschließung. Denn anfangs war dieses Gebirge dem jungen Staat ein unüberwindbares Hindernis zwischen der Westküste und dem übrigen Kanada. Ende des 19. Jahrhunderts baute man deshalb eine Eisenbahn quer durch die Rocky Mountains. Diese Bahn ist noch heute in Betrieb. Und rentabel ist sie auch. Eine Straße wurde erst später gebaut. Nicht nur eine Straße über die Rockies, sondern auch eine Panoramastraße, den Icefield Parkway. Mit ihm hat Kanada die schönsten Gletscher seiner Rockies für den Autofahrer erschlossen, dazu Flüsse, Seen, Täler - eine grandiose Landschaft, die während des kurzen Sommers.

20:15 - 21:45, Phoenix
Geheimnisse der Ozeane

Die 7-teilige Reihe "Geheimnisse der Ozeane" (Originaltitel: "Magic Of The Big Blue") erkundet die einzigartigen verborgenen Welten in den Ozeanen der sieben Kontinente. Es ist eine abenteuerliche Reise zu unerforschten Unterwasserwelten und ihren atemberaubenden Schönheiten. Der renommierte Unterwasserfotograf Dariusz Sepiolo filmte für diese Reihe die faszinierende Tier und Pflanzenwelt unserer Weltmeere und hält sie in beeindruckenden Bildern fest.

23:15 - 00:00, Phoenix
Grausames Ritual

Genitalverstümmelung gilt als schwere Menschenrechtsverletzung. In Deutschland leben inzwischen mehr als 50.000 Betroffene, weltweit sind geschätzt 200 Millionen Frauen in ihrer Kindheit verstümmelt, beschnitten oder einfach zugenäht worden. In vielen Ländern Afrikas ist das immer noch Alltag. Fadumo Korn ist eine der wenigen Frauen, die offen darüber spricht. Sie ist vor vielen Jahren aus Somalia nach Deutschland gekommen, hat geheiratet und ein Kind bekommen. Heute versucht sie, betroffenen Mädchen, die zumeist als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind, zu helfen. Über mehrere Wochen konnte ein Kamerateam Fadumo Korn und ihre Schützlinge begleiten. Ist es möglich, die Verletzung und das Trauma einer Genitalverstümmlung zu überwinden?
Montag, 04.03.2019
09:35 - 10:30, arte
Die Spinnenjäger von Venezuela

Riesenvogelspinnen waren für die Piaroa in den Regenwäldern Venezuelas schon immer besondere Tiere. Während der Regenzeit sind sie eine wichtige Nahrungsquelle. Für den Rest des Jahres dienen sie den Schamanen des Volkes als Vermittler zwischen den Toten und den Lebenden. Doch mit der Christianisierung der letzten Stämme schwindet auch die Macht der Schamanen. Und mit ihnen die Rolle der Spinnen. Es ist früher Morgen im Regenwald. Eine Gruppe von Einheimischen pirscht durch das Unterholz auf der Suche nach Spinnen. Die Feuchtigkeit der letzten Tage regt die Aktivität der Tiere an. Die Riesenvogelspinnen mit einer Beinspannlänge von bis zu 30 Zentimetern leben unter der Erde in Höhlen und in Baumstümpfen. Sie herauszulocken erfordert Geduld und Erfahrung. Durch die nervösen Bewegungen mit einem Lianenstängel imitieren die Piaroa ein Insekt, das sich vor der Höhle aufhält und eine Beute sein könnte. Die trotz ihrer acht Augen fast blinden Vogelspinnen besitzen hochempfindliche Tasthaare an ihren Füßen, die auf kleinste Erschütterungen reagieren und so lokalisieren, wo genau sich die Beute befindet. Zu den Jägern gehört auch José, dessen Vater einer der letzten Schamanen der Piaroa ist. Etwa 15.000 dieser indigenen Einheimischen gibt es noch. Christianisierung und alternative Lebensentwürfe drängen die Bräuche der Piaroa zunehmend zurück. José ist einer der letzten jungen Männer, die den Beruf des Schamanen erlernen wollen. Neben einem geschulten Körper und Geist gehört die genaue Kenntnis der einheimischen Natur zu seinen Aufgaben. Seit Jahren bereitet sein Vater ihn darauf vor. Wird es José gelingen, die Tradition seines Volkes in die Moderne zu retten? Trotz Missionierung, Abwanderung der Piaroa in die Städte und der Vereinnahmung des Regenwaldes durch internationale Pharmakonzerne?

10:30 - 11:25, arte
Kambodscha, Sithas große Waisenfamilie

Mehr als 30 Kinder leben in der Familie des Kambodschaners Sitha. Nur vier davon sind seine eigenen. Der Rest sind ehemalige Straßenkinder, die die Familie adoptiert hat. Der Tag beginnt für Sitha um 5.30 Uhr. Dann muss er durch die Schlafräume gehen und alle Kinder seiner Familie wecken. Anziehen, Waschen und Frühstücken sind logistisch aufeinander abgestimmt, ebenso wie der Rest des Tages, um allen Kindern und ihren Ansprüchen gerecht zu werden. Während die einen noch im Kleinkindalter sind, werden die Ältesten bald das Haus verlassen. Als vollwertige, gebildete Mitglieder der Gesellschaft, wie Sitha hofft. Aufgenommen hat er die meisten von ihnen als arme, mittellose Straßenkinder, die mit Betteln oder Stehlen versucht hatten, über die Runden zu kommen. Die Zahl der Straßenkinder in Kambodscha wächst, die Waisenhäuser platzen aus allen Nähten. Gerade in den Dörfern ist die Armut groß. Häufig können Eltern ihre Kinder nicht ernähren oder sich um sie kümmern. Die Kinder müssen dann entweder arbeiten, um ihre Familien finanziell zu unterstützen, oder sie werden komplett verstoßen und sind folglich auf sich allein gestellt. Immer wieder nimmt Sitha neue Kinder auf, auch wenn die finanziellen Anforderungen das Ehepaar längst an seine Grenzen gebracht haben. Dreijährige Zwillinge sollen die neuesten Familienmitglieder werden. Ihre Eltern starben an Tuberkulose. Doch wohin mit den beiden in dem ohnehin schon überfüllten Haus?
20:15 - 21:00, Phoenix
Geheimnisse der Ozeane

Das tiefe Blaus des Meeres und die Farbenpracht der Korallenriffe reizt in der Folge "Südamerika" das Verlangen nach weiterem Abenteuer. Wo kann man es besser finden als in der Begegnung mit Haien?

21:00 - 21:45, Phoenix
Geheimnisse der Ozeane

Auf der Suche nach den sanften Riesen der Ozeane geht es nach Europa. Jedes Jahr finden sich riesige Schulen von Walen in den Gewässern um die Azoren ein. Sie sind heute die Hauptattraktion für den Tourismus auf den Inseln im Atlantik.

Dienstag, 05.03.2019
14:45 - 15:25, 3SAT
Der Flug der Eule

Eulen sind Meister des lautlosen Flugs und geschickte Jäger. Ihr Bestand war lange gefährdet. Nun versucht man, die Tiere wieder anzusiedeln. Im Fokus des Films steht ein Schleiereulen-Weibchen. Intensive Agrarwirtschaft und der Einsatz von Pestiziden haben die Population vieler Eulenarten dezimiert. Da Eulen als Schädlingsvertilger einen positiven Einfluss auf das ökologische Gleichgewicht ausüben, gibt es mehrere Wiederansiedlungsinitiativen.

15:25 - 18:45, 3SAT
Abenteurer der Lüfte

Die Reihe "Abenteurer der Lüfte" lässt die Zuschauer die Naturwunder dieser Erde im Flug erleben - gleichsam als Vögel unter Vögeln. Teil eins führt nach Asien und Australien. Vom schneebedeckten Gebirgsmassiv des Himalaja, das die Kraniche auf dem Weg in den Süden bezwingen müssen, führt die Reise nach Indien in bewohntes Gebiet. Die Kraniche müssen eine Rast einlegen, um ihre Energiereserven aufzufüllen. Den Luftraum bevölkern neben den Zugvögeln auch einheimische Arten. Raubvögel gleiten scheinbar mühelos auf dem Aufwind und überblicken das Treiben am Boden unter ihnen. Aus luftiger Höhe, mit den Augen des Geiers betrachtet, ist der Tiger nicht weniger gefährlich, aber vor allem ein Garant für Nahrung. Er erlegt die Beute, die Geier sind die Nutznießer. Mitten unter den Menschen leben die Tauben. Die alte Festung im indischen Jodhpur ist gleichsam eine Felswand aus Menschenhand und bietet mit ihren Luken und Zinnen geeignete Nistplätze. Gern sammeln sich die Tauben auch an so pittoresken Orten wie dem großen Kamelmarkt von Pushkar oder im berühmten Tempel in Bikaner, wo sie leicht Nahrung finden. In Japan erfreuen sich die Mandschuren-Kraniche ganz besonderer Beliebtheit. Als traditionelles Symbol für das ewige Leben sind sie willkommen und werden in strengen Wintern sogar mit Nahrung versorgt. Der Balztanz dieser Kranichart ist der komplexeste der ganzen Gattung und ein einzigartiges Schauspiel. Am Ende der Reise in den Süden geht es nach Australien, zum Ayers Rock. In den sonnenversengten Weiten des Outbacks zeigt sich der wilde Wellensittich als wahrer Luftakrobat. Mit atemberaubenden Manövern übertrifft er auch den Falken immer wieder, der an den wenigen Wasserstellen auf Beute hofft. Mehr als drei Jahre begleiteten die Kamera-Teams die "Abenteurer der Lüfte" auf ihren strapaziösen Flügen. Die Perspektive, aus der diese Dokumentationsreihe die Welt der Vögel zeigt, ist einzigartig: Vom perfekten Flügelschlag, aus allernächster Nähe durch eine leichtgewichtige Spezialkamera auf dem Vogelrücken gesehen, über die spektakulär exakt ausgeführten wendigen Manöver, gefilmt in Superzeitlupe, bis hin zu einem atemberaubenden Blick aus luftiger Höhe auf unsere vielfältige Welt, wie sie nur ein Vogel erleben kann.

20:15 - 21:00, Phoenix
Geheimnisse der Ozeane

An der Ostküste des südlichen Afrikas kann jedes Jahr im Juni und Juli das spektakulärste Unterwasserphänomen der Erde beobachtet werden. Abermillionen von Sardinen versammeln sich in einem gigantischen Schwarm, um sich vor ihren Feinden zu schützen. Aber diese warten schon auf ihre Beute.

21:15 - 21:45, Phoenix
Geheimnisse der Ozeane

In der Folge "Nordamerika" besuchen die Filmemacher u.a. die Küsten der mexikanischen Yucatan-Halbinsel. Hier befindet sich eines der weitläufigsten Unterwasser-Höhlensysteme der Welt.

Mittwoch, 06.03.2019
10:25 - 11:10, B3
Highway durch die Rocky Mountains - Herbst

Ein röhrender Wapiti-Hirsch mit seinem Harem blockiert einen Highway - Ernst Arendt und Hans Schweiger nehmen die Zuschauer mit auf eine ungewöhnliche Reise durch Nordamerika. Sie zeigen, wo man wegen Hirschen warten muss, wo Bergschafe schwere Highway Trucks ausbremsen, aber auch, wo die Tiere ganz artig über den Zebrastreifen gehen. Amüsant, die Hirschbrunft mitten in einem Touristenort: Liebestolle Hirsche, nervöse Ranger und neugierige Schaulustige mischen sich zu einem bunten Chaos. Die Tierfilmer beobachten auch, wie ein Bär sich neben der Straße den Winterspeck anfrisst oder wie ein Murmeltier Material für seinen Winterschlaf sammelt. Tiere haben viele Gründe auf oder in die Nähe der Straße zu kommen, das zeigen Ernst Arendt und Hans Schweiger auf ihrer amüsanten Reise durch die schönsten Landschaften Nordamerikas in einem traumhaften Herbst.
20:15 - 21:00, NDR
Wilde Pyrenäen - Sinfonie der Farben

Gut 400 Kilometer erstrecken sich steile Bergmassive, üppige Wälder, Wasserfälle und türkisfarbene Bergseen in der bis heute noch ursprünglichen Pyrenäen-Landschaft zwischen Mittelmeer und Atlantik. Sie ist ein Eldorado für unzählige Tiere und Pflanzen. Hier scheint der Lebensraum für die seltenen Bartgeier noch intakt zu sein. Durch ein aufwendiges Wiederansiedlungsprojekt begeisterter Naturschützer ist der Bestand im Alpenraum wieder auf zehn Brutpaare angestiegen. Gut 400 Kilometer erstrecken sich steile Bergmassive, üppige Wälder, Wasserfälle und türkisfarbene Bergseen in der bis heute noch ursprünglichen Pyrenäen-Landschaft zwischen Mittelmeer und Atlantik. Sie ist ein Eldorado für unzählige Tiere und Pflanzen. In den Pyrenäen spielen Sonne und Wolken mit dem Licht der Berge, so entstehen täglich neue, atemberaubende Bilder der Landschaft. Der mediterrane Klimaeinfluss verwandelt die Almen in ein Blütenmeer und sorgt für eine extrem artenreiche Tierwelt. In der französischen Cirque de Gavarnie ziehen Murmeltiere ihre Jungen auf, Bären wandern durch die Schlucht im Arántal. Die Bartgeier patrouillieren durch die riesigen Reviere in der Bergwildnis und suchen im Segelflug nach Beute. Wenn sie einen Knochen finden, sammeln sie ihn auf, nehmen ihn mit in große Höhen und lassen ihn dann fallen. Erst wenn er durch die Wucht des Aufpralls zertrümmert ist, gelangen die Bartgeier an ihren "Leckerbissen". In Europa sind die Bartgeier fast überall verschwunden. Auf Kreta brüten die letzen vier Paare Griechenlands, auf Korsika sind es noch zehn. Nur durch ein aufwendiges Wiederansiedlungsprojekt begeisterter Naturschützer ist der Bestand im Alpenraum wieder auf zehn Brutpaare angestiegen. In den Pyrenäen scheint der Lebensraum für die seltenen Bartgeier noch intakt zu sein. Abgelegene Gebirgsschluchten bieten ihnen Rückzugsräume für die Jungenaufzucht. Und Knochen finden sie hier reichlich von Gämsen oder Schafen, die abgestürzt sind. Engagierte Vogelschützer sichern die Zukunft der seltenen Greifvögel. Mitte Juli verlässt der Bartgeiernachwuchs sein Nest, in eine Welt voller Abenteuer und von atemberaubender Schönheit.

20:15 - 22:15, arte
Wüstenblume

Geboren in der Wüste Afrikas, wächst Waris im ständigen Kampf ums tägliche Überleben auf. Als sie mit 13 Jahren zwangsverheiratet werden soll, flieht sie, um dem Willen ihres Vaters zu entkommen. Sie irrt tagelang durch die Wüste, bis sie schließlich die somalische Hauptstadt Mogadischu erreicht. Die Familie ihrer Mutter nimmt sie auf und verschafft ihr eine Stellung als Dienstmädchen in der somalischen Botschaft in London – wo sie jahrelang das Haus nicht verlassen darf. Als ihr ein paar Jahre später die Rückkehr nach Somalia droht, flieht Waris erneut. Sie taucht in der Metropole unter, hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und findet in der quirligen Verkäuferin und Lebenskünstlerin Marilyn eine Freundin und Vertraute. Doch dann wird sie von einer Modelagentin entdeckt und ein Märchen wird wahr: Die Designer reißen sich um sie, Jetset und Presse lieben das einstige Nomadenmädchen, das aus dem Wüstenstaub den Weg auf die berühmtesten Laufstege der Welt gefunden hat. Waris Dirie wird zu einem der bestbezahlten Models der Welt. Doch bei allem Erfolg holen sie immer wieder die Schatten der Vergangenheit ein. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere erzählt sie in einem Interview von der grausamen Tradition der Frauenbeschneidung, deren Opfer sie selbst wurde. Die Veröffentlichung löst eine Welle von Mitgefühl und Protest aus und Waris entschließt sich, ihr Leben dem Kampf gegen dieses Ritual zu widmen ...

20:15 - 21:00, Phoenix
Geheimnisse der Ozeane

Nur wenige Taucher erkunden die Meereswelt der Antarktis. Die Wassertemperatur beträgt gerade mal minus zwei Grad Celsius. Aber das Tauchen unter und zwischen den Eisbergen der Region ist magisch und bietet atemberaubende Bilder und Perspektiven.

20:15 - 21:55, 3SAT
Suffragette - Taten statt Worte

Vom friedlichen Protest zu Hungerstreiks und Brandsätzen: Eine junge Arbeiterin wird Teil des Kampfs britischer Frauen um das Wahlrecht - gegen die Polizei und ihren eigenen Ehemann. Der Weg zur Einführung des Frauenwahlrechts in Großbritannien Anfang des 20. Jahrhunderts ist steinig und am Ende auch blutig. In den Strudel der Ereignisse gerät eine junge Frau, die seit ihrer Kindheit unter unwürdigen Bedingungen in einer Großwäscherei schuftet. Armut, Gewalt, Demütigung - ein Teufelskreis, den die junge Arbeiterin nicht infrage stellt, bis sie eher zufällig die Bekanntschaft der Suffragetten macht. Als sie die Gelegenheit erhält, vor Premierminister David Lloyd George und dem britischen Parlament vom Elend ihrer Arbeit in einer Wäscherei zu berichten, führt dies zu ihrer politischen Erweckung. Maud verwandelt sich allmählich von der braven Ehefrau und Mutter eines kleinen Jungen zur kämpferischen Frauenrechtlerin, die in der Apothekerin Edith eine enge Verbündete findet. Die polizeilich gesuchte, charismatische Anführerin der Suffragetten, Emmeline Pankhurst, motiviert die Bewegung aus dem Untergrund. Wegen ihres Engagements wird die 24-jährige Maud von Kolleginnen und Vorgesetzten in der Wäscherei geächtet und bald auch in ihrer Nachbarschaft wie eine Aussätzige behandelt. Als sie als Aktivistin der Suffragetten-Bewegung mehrfach von Polizeiinspektor Steed verhaftet und ins Gefängnis gesteckt wird, ist das aus der Sicht ihres Ehemanns Sonny eine Schande, mit der er nicht leben kann: Er wirft Maud aus der gemeinsamen Wohnung und gibt ihren Sohn zur Adoption frei. Verzweifelt, aber entschlossen, bleibt Maud von nun an nur noch die Flucht nach vorn. Der Kampf der Frauen wird zunehmend militanter.

Ein fesselndes - großartig besetztes - Historiendrama über einen Meilenstein auf dem Weg zur weiblichen Gleichberechtigung. Schauplatz des Films ist die Metropole London im Jahr 1912. Bis zum allgemeinen Wahlrecht für Frauen mussten die Britinnen übrigens noch bis zum Jahr 1928 warten - in Deutschland war es nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg schon 1918 so weit. Mit der fiktiven Figur der Maud Watts blickt Sarah Gavron einmal von innen auf die historische Suffragetten-Bewegung, die vor allem von Frauen aus dem bürgerlichen Milieu geprägt wurde. Ihr Film macht deutlich, dass Unterdrückung und Rechtlosigkeit der weiblichen Bevölkerung vor einem knappen Jahrhundert in Großbritannien und im restlichen Europa nicht nur gang und gäbe, sondern offizielle Regierungspolitik waren. Die Bezeichnung "Suffragette", ursprünglich die herabsetzend eingefärbte Bezeichnung der britischen Presse für alle Aktivistinnen, die für das Frauenwahlrecht - englisch "suffrage" - kämpften, hat die Bewegung schließlich für sich übernommen. Regisseurin Sarah Gavron durfte übrigens an Originalschauplätzen in den Houses of Parliament drehen - erstmalig für einen Spielfilm. Hauptdarstellerin Carey Mulligan ("An Education", "Shame") ist einem größeren Publikum durch den Action-Thriller "Drive" bekannt geworden, Ben Whishaw ("Cloud Atlas", "Im Herzen der See") durch seine Rollen in "Das Parfum" und als neuer Technik-Freak "Q" an der Seite James Bonds. Dem englischen Publikum hat er sich als Stimme des freundlichen Bären Paddington ins Herz gesprochen.

21:00 - 21:45, Phoenix
Drama im ewigen Eis

Der Expeditionstrupp kommt nicht voran, sie müssen zweimal überwintern. Die Vorräte würden ausreichen, aber wie Wissenschaftler heute vermuten, waren nicht wenige der Konserven verdorben. Dann folgt ein Sommer, der so kalt ist, dass die eingefrorenen Schiffe nicht mehr freikommen. Der darauf folgende schnell einsetzende Winter ist der Anfang vom Ende. Der 61-jährige Franklin stirbt. Die verzweifelten Überlebenden seiner Mannschaft versuchen, zu Fuß über das Packeis weiterzukommen. Sie durchleiden ein Martyrium, verhungern und erfrieren, sterben auf grausame Weise. Zuhause in England hat niemand auch nur eine Ahnung von dem, was geschah. Als es nach mehr als vier Jahren noch immer keine Lebenszeichen von Franklins Expedition gibt, startet eine der größten Suchaktionen des 19. Jahrhunderts. Gleich mehrere Expeditionen machen sich ab dem Jahr 1850 auf die Suche und geraten dabei selbst in tödliche Gefahr. 1854 stößt der Polarforscher John Rae auf Inuit, die Gegenstände besitzen, die offensichtlich Franklins Männern gehört hatten. Sie berichten ihm von verzweifelten Hungergestalten, die sterbend über das Eis zogen - und davon, dass die Lebenden die Toten verzehrt hätten. Was jedoch wirklich passierte, galt lange Zeit als eines der großen Rätsel in der Geschichte der Polarforschung. Erst 170 Jahre später kann das Schicksal der Franklin-Expedition weitestgehend nachvollzogen werden - unter anderem durch einen sensationellen Fund. Anfang September 2014 spüren Wissenschaftler die Überreste der HMS "Erebus" in der Victoria Strait vor King William Island auf. Von ihrem Schwesterschiff, der HMS "Terror", fehlt nach wie vor jede Spur. Und auch über die Ursache zum Tod Franklins gibt es nach wie vor nur Spekulationen. Dieser Film zeichnet das Schicksal eines der größten Dramen der Polarforschung nach - und berichtet über Erkenntnisse der Wissenschaft, die endlich Licht in eine der rätselhaftesten und tragischsten Expeditionen werfen.

22:00 - 22:45, RBB
Wildes Skandinavien

Norwegens Norden wirkt, als wäre die Zeit seit dem Ende der jüngsten Eiszeit stehen geblieben. Eine baumlose Tundra, beherrscht von Zwergsträuchern und Flechten - karg, aber atemberaubend schön. Hier ziehen Herden von Rentieren und Moschusochsen über das raue Land. Norwegens Bergtundra ist einer der wenigen Orte auf der Welt, an dem die urtümlichen Moschusochsen noch in Freiheit leben. Nachdem sie vor Urzeiten in Norwegen ausgerotten wurden, hat man grönländische Tiere 1947 hier wieder ausgewildert. Mit Erfolg. Heute leben um die 300 Tiere in den Fjell. Sie sind hervorragend an ein Leben in Europas "Gefrierschrank" angepasst und trotzen in den windigen Höhenlagen Temperaturen von Minus 40 Grad. Weit weniger eisig geht es in den Fjorden und entlang der Küste zu. Der warme Golfstrom beschert Norwegens Westflanke bis weit in den Norden ein mildes Klima. Die Landschaft ist geprägt von dichten Wäldern. Hier pirscht der Luchs durchs Unterholz. Riesge Elche genießen diese Abgeschiedenheit und winzige Lemminge machen sich auf zu ihren mysteriösen Massenwanderungen. Nicht mysteriös, dafür aber umso kurioser ist das Balzverhalten der Doppelschnepfen. Bis zu 20 Männchen versammeln sich an traditionellen Balzplätzen und erregen mit ihrem ungewöhnlichen Gesang die Aufmerksamkeit der Schnepfenweibchen. Dagegen geht es anmutig und grazil bei den Ohrentauchern zu. Ihre Balz besteht aus "Synchronschwimmen" und Algengeschenken und festigt durch diese Aufmerksamkeiten die Bindung zum Partner.

22:00 - 23:35, B3
Marie Curie

Für Marie (Karolina Gruszka) und Pierre Curie (Charles Berling) geht ein Traum in Erfüllung. 1903 erhalten die beiden Forscher gemeinsam mit ihrem Professor Henri Becquerel den Physik-Nobelpreis für den Nachweis der spontanen Radioaktivität. Nie zuvor hatte eine Frau einen Nobelpreis erhalten - Marie Curie wurde so zu einer Ikone ihrer Zeit. Doch die Freude über die Anerkennung ihrer Leistungen währt nicht lange, denn Pierre Curie kommt wenige Jahre später bei einem Unfall ums Leben. Nun ist Marie alleine mit ihren zwei Kindern. Für Marie (Karolina Gruszka) und Pierre Curie (Charles Berling) geht ein Traum in Erfüllung. 1903 erhalten die beiden Forscher gemeinsam mit ihrem Professor Henri Becquerel den Physik-Nobelpreis für den Nachweis der spontanen Radioaktivität. Nie zuvor hatte eine Frau einen Nobelpreis erhalten - Marie Curie wurde so zu einer Ikone ihrer Zeit. Doch die Freude über die Anerkennung ihrer Leistungen währt nicht lange, denn Pierre Curie kommt wenige Jahre später bei einem Unfall ums Leben. Nun ist Marie alleine mit ihren zwei Kindern. Sie stürzt sich wie besessen in die Arbeit. "Pierre hätte es so gewollt!", da ist sie sich sicher. Und so übernimmt sie nur wenige Wochen nach seinem Tod seine Vorlesungen an der Sorbonne. Zwei Jahre später wird ihr der Lehrstuhl für Allgemeine Physik offiziell übergeben. Marie Curie ist somit die erste Professorin an der Sorbonne. Trotz ihrer Brillanz fällt es ihr immer wieder schwer, sich in der von Männern dominierten Wissenschaft zu behaupten. Dennoch forscht die Visionärin beharrlich weiter, lebt den mühevollen Alltag einer alleinerziehenden Mutter und kämpft für die Gleichberechtigung. Und auch die Liebe kehrt zurück in Maries Leben. Nach langer Trauer um Pierre verliebt sie sich in den verheirateten Wissenschaftler Paul Langevin (Arieh Worthalter) und beginnt mit ihm eine leidenschaftliche Affäre. Als Pauls gekränkte Ehefrau Wind davon bekommt, hetzt sie die Pariser Presse auf das Liebespaar. Der Zeitpunkt dafür könnte ungünstiger kaum sein, denn gerade jetzt bewirbt sich Marie Curie um die Aufnahme in die "Académie des sciences". Außerdem ist sie erneut für einen Nobelpreis vorgesehen. "Marie Curie" ist ein sehr persönliches Porträt des aufregenden Lebens der zweifachen Nobelpreisträgerin, bei dem sich Regisseurin Marie Noëlle auf die Zeit zwischen den beiden Auszeichnungen fokussiert. Die Auswertung von unzähligen Originaldokumenten aus der Zeit wie persönliche Briefe, Tagebücher, Zeitungsartikel und sogar Laborberichte, macht diesen intimen Einblick erst möglich. "Wir wollten von einem Kampf einer Frau um Anerkennung erzählen, einem Kampf, der sie zwang, viele Aspekte ihrer Weiblichkeit zu verleugnen, um ihrer Passion für die Wissenschaft nachgehen zu können.", so Marie Noëlle. Es geht aber auch um den verantwortungsvollen Umgang mit der Wissenschaft, Idealismus und einem von Vorurteilen geprägten Zeitgeist.

22:45 - 23:30, RBB
Expedition 50 Grad - Auf dem Breitengrad der Extreme

Mitten durch Europa verläuft der 50. Grad nördlicher Breite. Entlang dieses Breitengrads hat sich eine Expedition auf die Reise gemacht über Kontinente und durch Ozeane. Im diesem Teil der Reise findet sich die Expedition zuerst in der fast vertrauten Landschaft der kanadischen Küstenwälder, um aber sehr rasch schon auf Tiere zu stoßen, die man in unseren Breiten nie vermuten würde: Eisbären. Von Moskitos zerfressen schlägt sich die Expedition auf Quads durch die morastigen Böden der südlichen Hudson Bay. Auf dem Weg weiter nach Osten entdecken sie an der Mündung des St Lorenz Stroms Beluga Wale, haben die seltene Gelegenheit vor den Steilwänden Neufundlands die dramatischen Unterwasserjagden der Basstölpel zu filmen. Begegnungen mit Buckelwalen enden mit dem Hieb einer mächtigen Schwanzflosse. Quer durch den Atlantik folgen die Teams dem 50. Breitengrad, um sich in Europa auf die Suche nach den letzten Urlandschaften zu machen.
Donnerstag, 07.03.2019
10:25 - 11:10, B3
Highway durch die Rocky Mountains - Frühling

Ernst Arendt und Hans Schweiger nehmen die Zuschauer wieder mit auf den Highway durch die Rocky Mountains. Vom Yellowstone-Nationalpark führt die ungewöhnliche Reise durch die Rocky Mountains nach Süden und als Höhepunkt mit dem Auto in das Hochgebirge, auf über 4.000 Meter. Arendt und Schweiger zeigen, wo Wölfe neben der Straße jagen, Wasseramseln an einer Brücke ihr Nest bauen, wie ein Specht in einem Wegweiser seine Nisthöhle zimmert, und wie ein Bär Ärger mit Wölfen bekommt. Schwungvoll und locker geht es über den Highway, mit einem Blick auf Lehrreiches und Amüsantes links und rechts des Weges, kommentiert mit einem Augenzwinkern.
11:55 - 12:40, B3
Auf Eisstraßen zum Polarmeer

Das Kamerateam beginnt die Fahrt in den Norden Kanadas auf dem legendären Dempster Highway, der vom einstigen Goldgräberort Dawson City im Yukon 700 Kilometer weit nach Norden in die Northwest Territories nach Inuvik führt, dem Versorgungsort der Region. Dort beginnen die Eisstraßen ins Delta des Mackenzie River und hinaus bis ins Polarmeer zum Inuit-Ort Tuktoyatuk. Familien und Trucker nutzen sie, aber auch Jäger, Rentierzüchter und sogar der Pfarrer von Inuvik, der im Winter seine abgelegenen Kirchengemeinden gut über das Eis erreichen kann. Die wenigen Monate, in denen die Eis-Highways bestehen, bedeuten für die Menschen im weiten Delta des Mackenzie River in Kanada die beste Reisezeit des Jahres. Dann können sie zum Einkaufen in der Stadt nach Inuvik fahren und bei Festen wie dem "Muskrat Jamboree"-Festival Verwandte und Freunde treffen. Tagsüber werden sportliche Meisterschaften wie Motor- und Hundeschlittenrennen ausgerichtet, aber auch skurrile Wettbewerbe wie Bisamratten-Häuten. Doch die Ära der Eis-Highways neigt sich dem Ende zu. Eine neue Schotterstraße wird ganzjährig Inuvik mit Tuktoyaktuk am Eismeer verbinden, nur einige kürzere Strecken werden in Zukunft noch auf dem Eis angelegt werden.
17:45 - 18:30, 3SAT
Wildes Deutschland - Die Sächsische Schweiz

Tief eingeschnittene Flusstäler und wüstenhafte Felsplateaus - die Sächsische Schweiz ist Deutschlands "Grand Canyon". Der Film porträtiert eines der größten deutschen Naturwunder. Wind und Wasser, Hitze und Frost schufen über Jahrmillionen die einzigartige Landschaft des Elbsandsteingebirges. Seltene Tiere wie Gartenschläfer, Wanderfalken und Schwarzstörche haben sich an das Leben auf und zwischen den Felsen angepasst. Winter im Nationalpark Sächsische Schweiz - die berühmten Basteifelsen mit der angrenzenden Brücke sind von Schnee bedeckt. Die Tage sind kurz, doch in den Schluchten herrscht sie nicht, die dunkle Jahreszeit: Weil die meisten Bäume kein Laub tragen und die Schneedecke das Licht reflektiert, ist er hier unten heller als sonst im Jahr. Und obwohl Schnee und Eis die Bäche säumen, sind die Wasseramseln äußerst aktiv. Die kleinen Vögel tauchen im eisigen Wasser nach Köcherfliegenlarven. Aufmerksam beobachten die Männchen jeden Eindringling: Wasseramseln besetzen ihre Reviere viel früher im Jahr als die meisten anderen Singvögel. Hoch über ihren Köpfen ziehen es andere Tiere vor, den Winter zu verschlafen: Mehrere Gartenschläfer liegen dicht an dicht in einer Felshöhle. Die kleinen Nagetiere haben Atmung und Herzschlag auf ein lebensnotwendiges Minimum reduziert. Erst wenn es draußen wieder warm wird und ausreichend Nahrung zu finden ist, erwachen sie für wenige Monate aus dem Schlaf. Sobald das Frühjahr den Schnee auf den Gipfeln schmelzen lässt und die Sonne den Sandstein erwärmt, steigen dichte Dampf- und Nebelschwaden über die Felsen der Sächsischen Schweiz. Bis heute sind Felsriffe und -türme in ihrer natürlichen Form erhalten, eine Erosionslandschaft aus uralten Meeressedimenten. Schon für den Maler Caspar David Friedrich waren die magisch anmutenden Felsen und Schluchten ein faszinierendes Motiv. Malerisch liegt der Horst eines Schwarzstorch-Paares hoch oben in den Felsen. Die beiden Störche nutzen ihn schon seit Jahren, denn unten im Flusstal gibt es Fisch als Nahrung für die Jungen. In unmittelbarer Nachbarschaft, oben in den Felsen, haben Wanderfalken gebrütet. Sie ernähren ihre Jungen von erjagten Tauben und Singvögeln. Im Sommer werden die Gartenschläfer aktiv: Mir ihrer schwarzen Gesichtsmaske sehen die nachtaktiven Nager aus wie kleine Ganoven, die zwischen den Felsen hin und her huschen. Anders als viele Tiere wagen sie sich sogar an Nacktschnecken: Blitzschnell rollen sie die Weichtiere über den Stein und entfernen so den unappetitlichen Schleim. Über zwei Jahre arbeiteten die Tierfilmer Henry M. Mix, Yann Sochaczewski und Axel Gebauer im Elbsandsteingebirge. Ungewöhnliches Tierverhalten, hochauflösende Zeitlupenbilder und atemberaubende Flugaufnahmen machen ihren Naturfilm aus der Reihe "Wildes Deutschland" so besonders.

Freitag, 08.03.2019
10:25 - 11:10, B3
Highway durch die Kaktuswüste

Ernst Arendt und Hans Schweiger nehmen die Zuschauer mit auf eine unterhaltsame Reise durch die Wüsten Nordamerikas. Von der Kaktuswüste Süd-Arizonas geht es nach Neu Mexiko und über die historische Route 66 nach Kalifornien in die blühende Mojave-Wüste. Unterwegs beobachtet das Filmteam Spechte, die in Kakteen ihre Höhlen bauen und auf einem Blechdach trommeln. Felsmalereien und Ruinen einer indianischen Hochkultur liegen am Weg, und es geht durch Geisterstädte voller Esel und Touristen. In der Nacht kommen Buschratten, Katzenfrett und Kängururatten zum Lager und die winzige Elfeneule ruft. Das urige Gilamonster kreuzt den Weg der Filmemacher und schließlich entfalten die Kakteen ihre Blüten zu einem Rausch der Farben. Und da sind noch die Kaktusstacheln. Arendt und Schweiger spüren sie bei jedem Schritt, überall piekst es, nur die Tiere hopsen und flattern unbehelligt hin und her. Locker und unterhaltsam geht es zu: auf dem Highway durch die Kaktuswüste.

17:40 - 18:35, arte
New Orleans - Magischer Mardi-Gras

Der Karneval in New Orleans wird in Anlehnung an den französischen Faschingsdienstag "Mardi Gras" genannt und als prunkvolles Fest ausgelassener Lebenslust und opulenter Dekadenz begangen. Voodoo-Anhänger, Afroamerikaner in prächtigen indianischen Trachten, feministische Musen und dekadente Mittvierziger … Der Karneval in New Orleans ist ein schillerndes Kaleidoskop rauschender Farben und Formen. In mehr als 70 Umzügen ziehen die Karnevalisten vierzehn Tage lang durch die Stadt und belegen eindrücklich, wie kontrastreich die US-amerikanische Gesellschaft ist. Karneval hat hier eindeutig auch eine Ventilfunktion. Während der tollen Tage fällt ganz New Orleans in kollektive Trance und genießt überschäumende Lebensfreude.

20:15 - 22:15, Phoenix
Das Gesetz der Löwen

Einst streiften Abertausende Löwen durch die Savannen von ganz Afrika, mächtige Rudel herrschten Seite an Seite. Und noch immer gibt es solche Gegenden, wo die Natur mit all ihrer Gewalt regiert. Die dreiteilige Reihe, die sechs Jahre lang gedreht wurde, führt nach Tansania und erzählt die Saga dreier Löwenrudel. Das kleine Kapunji-Tal inmitten der trockenen Ebene des Ruaha-Nationalparks ist eine üppige Oase. Wasser gibt es hier das ganze Jahr über. Die im Park lebenden Tiere haben ungewöhnliche Verhaltensweisen entwickelt. Normalerweise jagen Löwen Paviane, doch hier im Tal scheinen sie eine Art Pakt geschlossen zu haben und ... Das kleine Kapunji-Tal inmitten der trockenen Ebene des Ruaha-Nationalparks ist eine üppige Oase. Wasser gibt es hier das ganze Jahr über. Die im Park lebenden Tiere haben ungewöhnliche Verhaltensweisen entwickelt. Normalerweise jagen Löwen Paviane, doch hier im Tal scheinen sie eine Art Pakt geschlossen zu haben und leben friedlich nebeneinander. Wenn gewaltige Büffelherden vom Hochland an die Wasserstellen ziehen, ist es mit der paradiesischen Idylle vorbei. Das größte Löwenrudel des Parks, die Baobab-Löwen mit mehr als 30 Tieren, hat dann bereits Jagdposition bezogen. Im Herzen des Ruaha-Nationalparks in Tansania ist das kleine Kapunji-Tal ein üppiges Paradies. Hier fließt selbst in der Gluthitze des Sommers das Wasser im Überfluss. Das wissen auch die im Park lebenden Tiere, die alle zur Oase strömen. Normalerweise jagen Löwen Paviane, doch hier im Tal scheinen sie eine Art Pakt geschlossen zu haben und leben friedlich nebeneinander. Das Flusstal ist Heimat eines kleinen Löwenrudels von zwei Löwinnen und ihren Jungtieren. In der Oase finden sie ausreichend Nahrung und Wasser. Die Paviane leben in dem zwei Kilometer entfernten Baobab-Wald. Die Njaa-Löwen sind auf kein festes Revier beschränkt, sie folgen den gewaltigen Büffelherden, die vom Hochland kilometerweit in die Ebene zu den Wasserstellen ziehen. Das sonst im Baobab-Wald lebende Löwenrudel wartet bereits an der Wasserstelle auf die Büffel, um im geeigneten Augenblick die Jagdoffensive zu starten. Doch das Njaa-Rudel will dem Baobab-Rudel "seine" Büffel nicht kampflos überlassen und versucht, die "Wilderer" zu vertreiben. Nach heftigen Kämpfen müssen sich die Baobab-Löwen geschlagen geben und den Rückzug antreten. Doch einer jungen Löwin ist die Flucht nicht gelungen, und die Njaas greifen sie an. Die anderen Baobab-Löwen kehren zurück, um dem leidenden Tier beizustehen. Doch erst als sich das dominante Weibchen des Baobab-Rudels unterwirft, lassen die Njaas von ihrem Opfer ab - zu spät für die junge Löwin, die ihren Verletzungen erliegt. Endlich kehrt wieder Ruhe im Tal ein. Aber schon nähern sich andere Eindringlinge: Eine Gruppe ausgewachsener Löwen ist auf dem Weg zur Wasserstelle. Einst streiften Abertausende Löwen durch die Savannen von ganz Afrika, mächtige Rudel herrschten Seite an Seite. Und noch immer gibt es solche Gegenden, wo die Natur mit all ihrer Gewalt regiert. Die dreiteilige Reihe, die sechs Jahre lang gedreht wurde, führt nach Tansania und erzählt die Saga dreier Löwenrudel.

20:15 - 21:00, H3
Buntes Mauritius

Mauritius gilt als perfekter Ort für einen Traumurlaub: Palmen, Strand und Meer. Doch das ist längst nicht alles, was diese Insel im Indischen Ozean ausmacht. Wer sich auf Mauritius einlässt, entdeckt faszinierende Landschaften und natürliche Schönheit, staunt über kulturelle Vielfalt und begegnet lächelnden Menschen, die stolz sind auf ein reiches Erbe. Die Filmautorin Christine Seemann macht sich auf in die pulsierende Inselhauptstadt Port Louis, zu den paradiesischen Stränden der Westküste nach Flic en Flac, in den grünen Südwesten nach Chamarel und weiter in den reizvollen Osten, an die Flussmündung des Grand River South East. Sie trifft unter anderem ein Paar, das sich auf Mauritius trauen lässt, besucht eine Rumfabrik, geht zum Pferderennen, das nicht wegzudenken ist aus dem gesellschaftlichen Leben der Mauritier, und begleitet eine Delfin-Tour mit anschließendem Besuch auf der Badeinsel Ile aux Bénitiers - spannende Entdeckungen an einem der schönsten Orte der Welt.

21:00 - 21:45, H3
Hawaii - Ein verlorenes Paradies

Es waren polynesische Seefahrer, die Hawaii vor 1.600 Jahren entdeckten. Sie fanden auf diesen Inseln ihr Paradies. Geschmiedet von einem vulkanischen Feuer, geformt vom Wind und vom Ozean, bilden die Hawaii-Inseln eines der schönsten Archipele im gesamten Pazifik. Oahu, Kauai, Big Island und Maui locken mit kulturellen Reizen und landschaftlichen Schönheiten. Diese Inseln kommen dem Idealbild des ewigen Frühlings am nächsten. Man muss sich nur auf die Suche machen, dann kann man vielleicht sein kleines Paradies noch finden.