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bahn.jpg (4230 Byte) Abenteuer auf dem Schienenstrang
Sonntag, 09.12.2018
14:05 - 14:50, arte
Bahnhofskathedralen - Europas Reise-Paläste

Einem Steingebirge gleich erhebt sich inmitten der Stadt Milano Centrale – Mailands Hauptbahnhof. Seine Entstehung dauerte 25 Jahre. Am Ende erschuf sich Mailand eine Bahnhofskathedrale. Ein Monumentalbau geprägt von zwei Epochen: der Monarchie und dem Faschismus. Spuren dieser politischen Systeme finden sich heute noch am Kopfende von Gleis 21. Wie den Sala Reale – den königlichen Wartesaal des Savoyer Königs. Und wer genau hinschaut erkennt noch die Zeichen der nachfolgenden Herrschaft Benito Mussolinis. Ein Hakenkreuz eingelassen in das hölzerne Parkett des Wartesaals. Lange Zeit lag es unter einem riesigen Teppich versteckt. Man erschuf den Bahnhof zu einer Zeit als der italienische „Stile Liberty“ in Mode kam. Er prägte die Kunst und Architektur in Mailand. Aber auch das Casino im benachbarten San Pellegrino Terme. Ein Spiel- und Lusttempel der Mailänder Bourgeoisie. Hierhin reiste man mit der Bahn und verbrachte seine Zeit beim Kuren und verbotenen Spielen. Zur Zeit der Industrialisierung erblühte in Italien die Gestaltung moderner Nekropolen. Autor und Regisseur Jeremy J.P. Fekete entdeckt nahe den Rangiergleisen des Mailänder Bahnhofes den 1866 eröffneten Cimitero Monumentale. Mit allegorischen Todesengeln und trauernden Marien verband man die Vorstellung einer „Stadt der Toten“ inmitten der „Stadt der Lebenden“. Erschaffen als eine Nekropole für die Mailänder Bourgeoisie. In der Squadra Rialzo, der alten Mechaniker-Werkstatt des Mailänder Bahnhofes findet man sie noch: Schätze aus der Eisenbahnzeit. Unter anderem Lokomotiven die heute noch die Bahnstrecken des Umlands befahren und das Herz jedes alten und jungen Lokführers höher schlagen lassen. Lokomotive fahren ist für einige gar eine Lebensphilosophie.

14:50 - 15:35, arte
Bahnhofskathedralen - Europas Reise-Paläste

Bereits Gustave Eiffel war begeistert von Budapest, der ungarischen Hauptstadt der ehemaligen Donaumonarchie. Umso mehr, als sein Büro 1874 den Wettbewerb für die gläserne Bahnhofshalle des Nyugati Palyaudvar gewann. Mit über 6.000 Quadratmeter Fläche und seinen 25 Meter Höhe galt er als fünftgrößter Bahnhof der Welt – und für viele Jahre als Europas modernster. Heute ist die österreich-ungarische Eisenbahnkathedrale die einzige, die seit ihrer Entstehung kaum modernisiert wurde. Regisseur Jeremy J.P. Fekete stöbert in fast vergessenen Winkeln des altehrwürdigen Bahnhofes: Der königliche Wartesaal ruht seit rund hundert Jahren im Dornröschenschlaf und harrt der Wiederentdeckung. Einmal im Jahr wird seine Ruhe gestört, wenn der glanzvolle kaiserliche Sisi-Zug vom Nyugati-Bahnhof über die alten Gleise Richtung Gödöllö rollt – zum ungarischen Lieblingsschloss der Kaiserin. Ein Budapester Bahnhof, der es mit dem Nyuagti Palyaudvar an alter Schönheit aufnehmen kann, ist der Jahre später erbaute Keleti Palyaudvar. Stein auf Stein durchdrungen vom ungarischen Nationalstolz – als Gegenstück zum kaiserlichen Nyugati Palyaudvar. Von seinen Perrons aus reiste jahrzehntelang das MAV Symphonieorchester quer durchs Land, um den Magyaren nach dem Zweiten Weltkrieg Kunst und Kultur zu überbringen. Heute spielt das Orchester längst in den großen Konzerthallen Europas. Ganz in Kinderhand hingegen befindet sich die Pioniereisenbahn: eine Schmalspurbahn, die Touristen und aussichtshungrige Budapester seit 1948 auf den Szechenyi-Berg hinauffährt.
Montag, 10.12.2018
10:40 - 11:30, arte
Sri Lanka, eine legendäre Eisenbahnstrecke

Als die britische Kolonialmacht ab Mitte des 19. Jahrhunderts die Bahnstrecke durch das Hochland von Sri Lanka errichtete, diente diese vorrangig dem Transport von Zimt, Pfeffer, Tee und Kaffee. Die Waren wurden von den hochgelegenen Plantagen in die Hauptstadt Colombo gebracht, von wo aus sie nach Europa verschifft wurden. Heute wird die Strecke hauptsächlich für den Passagierverkehr innerhalb der Insel genutzt. Unter den Reisenden sind auch Mitarbeiter der neu entstandenen Bio-Farmen, die ihre Waren auf dem Wochenmarkt von Colombo verkaufen wollen. Noch ist die Biobranche in der Testphase, doch sie boomt. Ohne die Diesellok, die sie sich über die Hänge windet, wäre der Transport allerdings undenkbar. Zu unwegsam das Gelände, zu steil und abschüssig die Strecke inmitten der bis zu 1.900 Meter hohen Berge. Deshalb darf auch nicht jeder Lokführer die anspruchsvolle Strecke fahren. Nur erfahrene Fahrer, die sich bereits auf anderen Strecken bewährt haben, kommen in die Auswahl. Einer von ihnen ist Rodrigo Piyarathne, der seit 26 Jahren andere Strecken befährt. Zusammen mit einem Kollegen begibt er sich nun auf eine Testfahrt, die ihn bis zur Endstation hoch in den Bergen, über die spektakuläre Spirale von Demodara und wieder zurück ins Tal bringt. Bewältigt Rodrigo diese Route, wird er sie zukünftig auch allein fahren dürfen.

17:40 - 18:35, arte
Kolumbien - DC 3 Oldtimer versorgen den Regenwald

Die Douglas DC-3 ist einer der berühmtesten Flugzeugtypen der Luftfahrtgeschichte: Nicht nur wegen ihres Einsatzes als „Rosinenbomber“ während der Berlin-Blockade 1948/49, sondern weltweit gilt die DC-3, gebaut von 1935 bis 1946, als Klassiker. Noch heute sind einige dieser Maschinen in Kolumbien im Linienverkehr im Einsatz. Für den Piloten Joaquin Sanclemente ist die DC-3 die sicherste und beste Maschine, die je gebaut wurde. Joaquin Sanclemente schwört auf die DC-3, obwohl auch in Kolumbien Dutzende Piloten bei Abstürzen ihr Leben gelassen haben. „Das waren menschliche Fehler, die Technik der DC-3 funktioniert einwandfrei“, ist der Veteran der DC-3 überzeugt. Sanclemente fliegt von der kolumbianischen Stadt Villavicencio aus seit Jahren zu entlegenen Siedlungen im Amazonas-Regenwald sowie an die Grenze zu Venezuela, an die Flüsse Rio Negro und Orinoco. Ohne die DC-3-Flüge müssten viele Siedlungen aufgegeben werden. Die Maschinen dienen in den entlegenen Gebieten als Passagier- und Frachtflugzeuge zugleich. Die DC-3 ist bestens geeignet für den Einsatz in der Region: Die Maschine kann voll beladen auf kürzesten und nicht asphaltierten Erd- und Schlammpisten starten und landen. Darum stehen die Oldtimer in Kolumbien nicht im Museum, sondern werden noch aktiv genutzt. Derzeit sind noch – je nach Reparaturbedarf – rund acht DC-3-Maschinen auf dem Vanguardia-Flughafen in Villavicencio stationiert und im Einsatz, so viele wie nirgendwo sonst. Die DC-3 ist bis heute das am meisten gebaute Flugzeug in der Geschichte der Luftfahrt. Allein von 1941, nach dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg, bis 1945 wurden mehr als zehntausend DC-3 in militärischen Versionen produziert: bis auf wenige Änderungen, beispielsweise eine größere Frachtluke, waren es DC-3-Maschinen, wurden aber unter den Namen C-47 und R4D bei der US-Marine oder Dakota bei der britischen Royal Air Force bekannt.

Dienstag, 11.12.2018
13:40 - 14:20, 3SAT
Panamericana

Zunächst begleitet Reto Brennwald die Ureinwohner Alaskas, die Inupiat, auf der Jagd. Dabei vermittelt er Einblicke des Lebens am äußersten Rand des amerikanischen Kontinents. Mit dem Truck reist Reto Brennwald weiter auf einem der einsamsten Highways der USA durch die Tundra nach Süden. Die Stadt Cordova im Prinz-William-Sund lebt vom Lachsfang und ist umgeben von einer faszinierenden Gletscherlandschaft. Schließlich reist der Filmemacher mit dem Zug über die Grenze nach Kanada. Am White-Pass verfolgt er die Spuren des Goldrauschs und trifft auf die moderne Variante dieser Glücksritter.

14:20 - 15:00, 3SAT
Panamericana

Die zweite Etappe führt von Atlin in Kanada nach San Francisco. In der Goldmine im Goldsuchernest Atlin spielt Ron Smallwood Golf und ist auf der Jagd nach dem raren Edelmetall. Der Banff-Nationalpark ist berühmt für seine Wölfe und Bären. Der Schweizer Peter Dettling fotografiert sie in freier Natur und nimmt Reto Brennwald mit auf eine Foto-Jagd. Weiter östlich spricht man Deutsch, bei den Hutterern, einer Täufergemeinde aus Südtirol. Ihr strenges aber heiteres Leben in Gütergemeinschaft beeindruckt Reto Brennwald. Südlich der Grenze zu den USA folgt ein landschaftlicher Höhepunkt: der Yellowstone, ein brodelnder Vulkankessel unter dem gleichnamigen Nationalpark.

15:00 - 15:40, 3SAT
Panamericana

Mit den unbekannten Seiten der Traumstadt San Francisco beginnt der dritte Teil der Reise. Reto Brennwald unterhält sich auf einem Stadtrundgang über das Leben der Schwarzen in den USA. Auf dem legendären Highway 1 macht er spontane Begegnungen mit Asphalt-Abenteurern und gelangt nach Santa Cruz, der Hauptstadt der kalifornischen Surfer. Eine völlig andere amerikanische Realität ist das konservative Utah. Im Staat der Mormonen trifft Reto Brennwald Waffenliebhaber und erhält Einblicke, die überraschend, aber auch schockierend sind. Mit einer Gruppe bärtiger Harley-Fahrer gelangt der Reporter zum Naturwunder Arches-Nationalpark und schließlich in die Pueblo-Stadt Taos in New Mexiko.

15:40 - 16:25, 3SAT
Panamericana

Die vierte Etappe führt Reto Brennwald von Taos über Mexiko nach El Salvador. Am Rande von Taos erkundet er die "Earthships" von Architekt und Abfallprophet Mike Reynolds. Bärbeißig und beharrlich verfolgt dieser seine Vision vom einfachen Leben. Seine Ökobehausungen sind aus Abfall gebaute und mit Erdwärme und Solarenergie versorgte, bewohnbare Treibhäuser, die auch einen Teil der Ernährung der Bewohner liefern. Einladende Plazas und prunkvolle Paläste prägen das Bild der mexikanischen Kolonialstadt Guanajuato (Foto) auf fast 2100 Metern Höhe. Die barocken und neoklassischen Gebäude und Kirchen aus der Blütezeit der Silberminen im 18. Jahrhundert sind wahre Meisterwerke und gehören zum Weltkulturerbe der UNESCO. In San Salvador zeigt das vom Bürgerkrieg geprägte El Salvador sein furchterregendes Gesicht: Die berüchtigten Mara-Salvatrucha-Banden erpressen, vergewaltigen und morden.

16:25 - 17:05, 3SAT
Panamericana

Für Reto Brennwald geht es weiter von Panama bis nach Peru. Im Dschungel von Panama trifft er die Embera-Indianer. Sie leben größtenteils noch nach ihren überlieferten Traditionen. Die Indianer empfangen Reto Brennwald freundlich und geben ihm einen Einblick in ihre Lebensweise. Weiter südlich ist die Panamericana durch den Darien-Gap, einen wilden Dschungel, unterbrochen, den man nicht mit Fahrzeugen durchqueren kann. Die Reise auf dem Luft- und Wasserweg nach Kolumbien führt entlang der Route der Drogenschmuggler. Die Fahrt mit einem Schnellboot über den Golf von Turbo ist besonders abenteuerlich. Medellín (Foto) im Norden Kolumbiens hat noch immer den Ruf einer Drogenhölle. Doch Reto Brennwald erfährt, dass die zweitgrößte Metropole des Landes eine annähernd sichere Stadt geworden ist. Die Etappe endet mit der Ankunft in Cusco, der ehemaligen Hauptstadt des Inka-Königreichs.

17:05 - 17:45, 3SAT
Panamericana

Die sagenumwobene Ruinenstadt Machu Picchu wirkt erst mystisch im Nebel, entfaltet aber im Sonnenlicht ihren vollen Zauber. Von dort aus reist Reto Brennwald weiter nach Bolivien. Die Grenze von Peru nach Bolivien überquert er per Schilfboot auf dem Titicacasee und gelangt später nach La Paz, dem mit fast 4000 Metern über dem Meer höchstgelegenen Regierungssitz der Erde. Magische Momente erlebt Reto Brennwald auf dem Salar de Uyuni, dem größten Salzsee der Erde auf 3600 Metern Höhe: Die Fahrt durch das zentimetertiefe Wasser, die Begegnung mit Salzarbeitern und die Spiegelungen von Salzkegeln, Landschaft und Wolken begeistern ihn. Nach einer Passfahrt auf 5000 Metern erreicht er gut durchgeschüttelt die farbenprächtige Laguna Colorado mit ihren seltenen Flamingo-Arten.

17:45 - 18:30, 3SAT
Panamericana

Reto Brennwalds letzte Etappe führt von Argentinien bis ans Ende der Welt. Buenos Aires nennt man auch "das Paris Lateinamerikas". Die Bewohner lieben den eleganten Auftritt. Sie gelten aber auch als selbstverliebt und neurotisch. Kaum etwas illustriert das besser als der Tango. Viel bodenständiger ist das Leben der Gauchos auf den großen Estancias im Norden des Landes. Zu Pferde kontrollieren sie Herden von bis zu 4000 Rindern. Schließlich gelangt Brennwald an die Südspitze des amerikanischen Kontinents, in die letzte Stadt Feuerlands, Ushuaia. 20 000 Kilometer nach dem Start in Wainwright, Alaska, gelangt Brennwald schlussendlich ans "fin del mundo", ans Ende der Welt am Beagle-Kanal.

Donnerstag, 13.12.2018
21:00 - 21:45, NDR
Sibirien - Die Eisstraße ins Polarmeer

Im Norden von Russland baut man Straßen nicht aus Pflastersteinen, Beton oder Asphalt. Man setzt stattdessen auf "Väterchen Frost" und errichtet Verkehrswege aus Eis und Schnee. Im Norden Sibiriens verläuft eine der härtesten und kältesten Straßen der Welt. Sie wird erst befahrbar, wenn die Temperatur unter minus 30 Grad fällt. Erst dann sind die Flüsse und die Sümpfe der Tundra knochenhart gefroren. Dann entsteht auf Eis und Schnee eine russische Winterstraße, ein so genannter "Simnik", nach dem russischen Wort "Sima" für Winter. Obwohl nur drei Monate im Jahr befahrbar, ist sie die Lebensader für alle Menschen, die nördlich des Polarkreises siedeln. Kostja und Ljoscha, zwei technische Mitarbeiter des "Instituts für Perma-Frostboden-Forschung" in Jakutsk, begeben sich Ende März auf eine abenteuerliche Reise. Sie sollen Forschungs-Ausrüstung in die Arktis bringen: Fässer mit Bohrflüssigkeit, Thermobehälter für tiefgefrorene Bohrkerne, Messgeräte und andere wissenschaftliche Geräte. Weit draußen, im eisigen Polarmeer, liegt das Ziel ihrer Reise: die Arktisstation Samoylov. Ausgangspunkt ist Jakutsk, die Hauptstadt der größten föderalen Republik Russlands. Hier in Sacha, der Republik der Jakuten, gibt es die strengsten Fröste, unter denen Menschen leben - minus 60Grad und noch kälter. Die Erde ist viele Meter tiefgefroren und taut im Sommer nur an der Oberfläche auf. Kostja und Ljoscha fahren einen russischen Lkw der Marke "Ural". Einst als geländegängiges Militärfahrzeug entwickelt, wird er noch heute produziert. Er gilt als unverwüstlich und zuverlässig in den unwegsamen Regionen Sibiriens. Den nächsten größeren Siedlungspunkt werden die beiden erst nach 13 Tagen und 2.000 Kilometern erreichen, weit im Norden, am Ufer des Eismeeres: die Polarhafenstadt Tiksi. Auf der Fahrt lauern so manche Gefahren. Besonders am über 1.200 Meter hohen Werchojansker Gebirgsrücken. Die Berge zeigen sich zwar bei strahlender Sonne und bester Sicht, über den Pass führt sogar eine geräumte Straße. Doch genau hier passieren jedes Jahr viele Unfälle, so auch dieses Mal. Und auch danach bleibt es tückisch. Hunderte Kilometer geht es durch eine unberechenbare Eiswüste. Wie wird die Tour verlaufen? Hält die Fahrzeug-Technik durch? Bleibt das Eis stabil? Der "Simnik" ist auch für erfahrende Sibirien-Fahrer eine echte Herausforderung.
Samstag, 15.12.2018
10:00 - 10:30, 3SAT
Ein PS auf Schienen: Die Pferdeeisenbahn Gmunden - Linz - Budweis

Die erste "Überland-Schienenbahn" Europas verband ab 1827 das böhmische Budweis mit den österreichischen Städten Linz und Gmunden im Salzkammergut: die Pferdeeisenbahn. Bauart, Arbeitsorganisation und Verkehrsvolumen machten sie zur Vorläuferin des gesamten Eisenbahnwesens. Sowohl in Oberösterreich als auch in Südböhmen werden die zahlreichen Überreste dieser einzigartigen Bahn restauriert und gepflegt. Im Mühlviertel hat sich die originalgetreue Nachbildung zum beliebten Tourismus-Ziel entwickelt.
18:10 - 18:20, arte
Stadtverkehr: Nicht ohne mein Auto

Weltweit zieht es die Menschen in Städte und urbane Ballungsräume: Dort versprechen sie sich Arbeitsplätze und eine hohe Lebensqualität. Durch die Urbanisierung wachsen die Großstädte immer weiter an, was wiederum zu einem immer dichteren Stadtverkehr, zur Überlastung der Straßen und einer immer stärkeren Luftverschmutzung führt. Wie könnte die urbane Infrastruktur der Zukunft aussehen?
Dienstag, 18.12.2018
11:55 - 13:25, B3
Straße der Sehnsucht

Die berühmte Route 66 wurde zur existenziellen Lebenserfahrung für Generationen von Amerikanern - und durch Filme und Romane später auch zu einem Mythos in Europa. Als schneller Weg nach Westen hat die Route 66 längst ausgedient. Doch Amerikas berühmteste Landstraße lebt als Mythos fort: in Bobby Troups musikalischer Landkarte "Get your kicks on Route 66", in Erinnerungen an Oldtimer, rostende Tankstellen und Oldtimer-Museen entlang des alten Highways. Ein Filmteam macht sich auf die Suche nach diesem Mythos, fährt mit einem Wohnmobil die Route 66 von Chicago bis L.A., redet mit Menschen über Geschichte und Geschichten an der alten Straße. Die schönsten Abschnitte liegen im Westteil der Strecke von New Mexiko bis zum Pazifik. Hier ist noch am meisten vom Flair der alten Route 66 erhalten: nostalgisch verwitterte Neonschilder, Motels aus den Fifties, bunte Diner-Lokale. In Arizona trifft das Drehteam auf den deutschen Schauspieler Martin Semmelrogge, der wie viele Harley-Fans auf dem alten Highway die Freiheit sucht und das Easy-Rider-Feeling nachleben möchte. Außerdem nimmt das Filmteam teil am alljährlichen Route-66-Festival, fährt mit den Autofans in ihren polierten Oldtimern auf dem längsten noch erhaltenen alten Routenstück mit. Hier wird die Faszination der Mobilität greifbar. In der Dokumentation "Route 66" aus der Reihe "Reisen in ferne Welten" begibt sich Filmemacher Karl Teuschl von Chicago nach L.A. auf die Suche nach Geschichte und Geschichten an der alten Straße.

20:15 - 21:45, RBB
Expedition Baikal - Mit dem Robur nach Sibirien

Mehr als 7000 Kilometer lagen vor dem rbb-Team, mit Abenteuerlust und Neugier ging es zu einem Sehnsuchtsort: zum Baikalsee! Das Reisefahrzeug: ein blauer Oldtimerbus, ostdeutsches Fabrikat der Marke Robur. "Expedition Baikal - Mit dem Robur nach Sibirien" ist ein vierteiliges Roadmovie entlang der Straßenverbindung zwischen dem Brandenburger Tor in Berlin und der "Perle Sibiriens", dem Baikalsee. Die Reisereportage lädt ein zum filmischen Erleben eines geografischen Zusammenhangs, über 7.000 Kilometer entlang einer Wegstrecke, die faszinierende Kulturen und grandiose Landschaften verbindet. Es ist eine Begegnung mit Menschen, die im Hier und Jetzt einer globalisierten Welt leben und zugleich mit ihren Traditionen, Sitten und Gebräuchen eine kulturelle und religiöse Vielfalt bewahren. "Expedition Baikal - Mit dem Robur nach Sibirien" folgt den Spuren von Faszination und Schrecken, die unser Bild von den Weiten dies- und jenseits des Urals ausmachen. Heute ziehen sich schwarze Asphaltbänder bis fast in den letzten Winkel Russlands, zumindest so rückt das Land näher heran an Europa. Und auf den Straßen bewegen sich nicht mehr Reiterheere oder Panzerdivisionen, sondern lange LKW-Schlangen, viele Gebrauchtwagen und immer mehr neugierige Reisende. Sie erfahren von einem Land im dauernden Umbruch und einer immer weitherzigen, einladenden und lebendigen Alltagskultur der Menschen am Wegesrand. Los geht es mitten in Berlin, das Team begibt sich auf die lange Reise nach Russland, zunächst geht es jedoch durch Polen, Litauen und Lettland. Drei Länder, die heute zur Europäischen Union gehören, über eine lange Zeit jedoch Teil des russischen Imperiums waren. Dieses Ost-West Spannungsfeld ist für die Menschen in dieser Region heute wieder besonders spürbar. Im westlichen Teil Russlands trifft das Team auf Bärenkinder, einen Wanderzirkus und einen "patriotischen" Parmesanhersteller. Und: Trotz einiger Reparaturen, der Robur hält durch!
Mittwoch, 19.12.2018
14:10 - 14:40, 3SAT
Abenteuer Hurtigruten

Viele Passagiere meinen, es sei die schönste Schiffsreise der Welt. Tradition und Moderne, atemberaubende Winterlandschaften - die Hurtigruten. Eine Schiffsreise auf den Hurtigruten ist ein Erlebnis. Im Süden Norwegens beginnt das Abenteuer. Es geht entlang der zerklüfteten Fjordlandschaft hoch in den Norden zum Polarkreis. 1893 wurde die Strecke von einem Postschiff erstmals befahren. Endlich gab es damals eine Verbindung zwischen den Handelszentren im Süden und den unerreichbaren Fischerdörfern im Norden Norwegens. Aus der Transportroute von damals ist längst ein Touristenmagnet geworden. Besonders im Winter, wenn Schnee und Eis die Küsten in eine faszinierende Landschaft verwandeln und Reisende vom Polarlicht verzaubert werden. Von Menschen, die sich mit dieser Reise einen Lebenstraum erfüllen, von Besatzungsmitgliedern, die das einzigartige Erlebnis möglich machen, und von Norwegern, die die "MS Nordkapp" für Behördengänge oder Arztbesuche nutzen, erzählt der Film. Teil eins der Reise beginnt in Bergen, der zweitgrößten Stadt Norwegens. Umgeben von sieben Bergen, wird sie auch das "Tor zu den Fjorden" genannt und ist zentraler Ausgangspunkt für Norwegen-Reisen. Die Mischung aus Lokalkolorit und Geschichte kann man am besten im Hafenviertel Bryggen kennenlernen. Das UNESCO-Weltkulturerbe und ein Besuch auf dem Fischmarkt stimmen die Passagiere auf die kommenden Tage an Bord der "MS Nordkapp" richtig ein. Die Reise führt durch den atemberaubenden Nordfjord auf das offene Meer. Erster Halt ist Ålesund. Mit ihren Jugendstil-Türmen ist die Stadt schon aus der Ferne gut zu erkennen. Im Hafen werden Waren, Lebensmittel und Post aus- und wieder eingeladen, Arbeitsalltag für die Crew. Weiter geht es zur drittgrößten Stadt Norwegens, nach Trondheim. Es ist Zeit zum Verweilen. Der Wikinger und spätere König Olav Tryggvason gründete die altertümliche Stadt 997 nach Christus. Hier befindet sich die Kathedrale "Nidarosdom", die einzige Norwegens aus gotischer Zeit. Am vierten Tag wird der Polarkreis überquert und dieser Augenblick mit einer zünftigen Polarkreis-Zeremonie zelebriert. Dann tauchen schon bald die Lofoten auf, mit einer 1000 Meter hohen Eiswand am Horizont. Den Charme der Inselgruppe erleben die Passagiere, vorbei an den kleinen, malerischen Fischerdörfern auf dem Weg zum Städtchen Bodø. Bei einer Winterwanderung außerhalb des Stadtzentrums von Bodø hat man einen beeindruckenden Ausblick auf die 13 schneebedeckten Gipfel der Bergkette Borvasstindan.

Donnerstag, 20.12.2018
07:15 - 08:00, arte
Jonathan, der Flugakrobat

Die Faszination vom Fliegen begleitet die Menschheit seit jeher. Doch kaum jemanden begeistern die Lüfte so sehr wie den 20-jährigen Flugakrobaten Jonathan Vincent, der mit seiner Familie in einem kleinen Dorf im Norden der Bourgogne lebt. Als Jonathan mit elf Jahren erstmals bei einer Flugschau zu Gast war, verliebte er sich sofort in die Flugzeuge und überredete seine Eltern dazu, Flugstunden nehmen zu dürfen. Im Alter von fünfzehn Jahren flog er dann zum ersten Mal allein. Dieses Jahr entschied er sich schließlich dazu, sein Studium zu unterbrechen, um sich ganz seiner Leidenschaft zu widmen. Immerhin hat er Großes vor: Diese Saison möchte er nicht nur an den französischen Meisterschaften, sondern auch an der Kunstflugweltmeisterschaft teilnehmen und dort eine ganze Reihe Flugfiguren präsentieren, an die er sich bisher noch nicht herangewagt hat. Sobald der Frühling kommt, beginnt Jonathan Vincent das Training in seinem neuen Fliegerclub in der nordfranzösischen Region Picardie. Hier fliegt er diese Saison den Prototypen ARS 300, ein einsitziges Kunstflugzeug, das eine Geschwindigkeit von bis zu 400 Stundenkilometern erreicht. Eine wahre Formel-1-Maschine der Lüfte. „360° Geo Reportage“ begleitet ihn.
11:55 - 12:40, B3
Reisen in ferne Welten: Kreuzfahrt ins Nichts

Einmal im Jahr bricht einer der stärksten Eisbrecher der Welt, "Kapitan Dranitsyn", von Murmansk ins Nordpolarmeer auf. Außerhalb der Sommermonate wird er als Wegbereiter für russische Versorgungsschiffe in der sibirischen Polarmeerregion eingesetzt. Entsprechend einfach ist das Leben an Bord. Ziel sind ein paar vergessene Inseln im Eis, die ihre Entdecker im 19. Jahrhundert nach einem österreichischen Kaiser benannten: Franz Josef Land. Die nördlichste Inselgruppe Eurasiens liegt knapp 900 Kilometer vom Nordpol entfernt und ist auch im Sommer größtenteils von Eis bedeckt. Die Landgänge sind für die Passagiere abenteuerlich. Der Beitrag der Reihe "Reisen in ferne Welten" fragt, was Menschen auf diese Ausnahme-Kreuzfahrt in eine der lebensfeindlichsten Gegenden der Erde lockt.
14:30 - 16:00, NDR
die nordstory Spezial - Fährgeschichten

Ohne Fähren geht es nicht an vielen Stellen in Niedersachsen. Besonders im Frühling und Sommer sind Pendler, Landwirte, Urlauber und auch Unternehmen auf das komfortable Verkehrsmittel über Flüsse und die Nordsee angewiesen. Diese Spezialausgabe der nordstory begleitet vier besondere Fähren und ihre Kapitäne von den Saisonvorbereitungen bis hin zum Saisonstart. Kapitän Ramm verfolgt den Umbau genau Die wohl außergewöhnlichste Saisonvorbereitung haben die Borkum-Fähre "Ostfriesland" und ihr Kapitän Bernd Ramm vor sich. Sie soll als erste Fähre im niedersächsischen Wattenmeer auf einen umweltfreundlichen Flüssiggasantrieb umgestellt werden. Doch die neue Technik braucht Platz: Die Personen- und Autofähre muss 15 Meter länger werden. Der Plan: Das alte Achterschiff kommt ab, ein neues, 15 Meter längeres mit komplett neuem Antrieb wird angebaut. Kapitän Bernd Ramm verfolgt diese außergewöhnlichen Arbeiten an "seinem" Schiff in der Bremerhavener Werft genau. Geplant waren für den Umbau zwei Monate, doch dann kommen die Probleme.
20:15 - 21:45, RBB
Expedition Baikal - Mit dem Robur nach Sibirien

Von nun an geht es für den blauen Oldtimerbus durch die unendlichen Weiten Sibiriens. Faszination und Schrecken verbindet man mit dieser riesigen Landfläche, großartige Natur und eine ethnische Vielfalt auf der einen, Orte der Verbannung, der Arbeits- und Gefangenenlager auf der anderen Seite. Doch heute ist Sibirien voller Überraschungen. Die Reisereportage lädt ein zum filmischen Erleben eines geografischen Zusammenhangs, über 7.000 Kilometer entlang einer Wegstrecke, die faszinierende Kulturen und grandiose Landschaften verbindet. Es ist eine Begegnung mit Menschen, die im Hier und Jetzt einer globalisierten Welt leben und zugleich mit ihren Traditionen, Sitten und Gebräuchen eine kulturelle und religiöse Vielfalt bewahren. "Expedition Baikal - Mit dem Robur nach Sibirien" folgt den Spuren von Faszination und Schrecken, die unser Bild von den Weiten dies- und jenseits des Urals ausmachen. Heute ziehen sich schwarze Asphaltbänder bis fast in den letzten Winkel Russlands, zumindest so rückt das Land näher heran an Europa. Und auf den Straßen bewegen sich nicht mehr Reiterheere oder Panzerdivisionen, sondern lange LKW-Schlangen, viele Gebrauchtwagen und immer mehr neugierige Reisende. Sie erfahren von einem Land im dauernden Umbruch und einer immer weitherzigen, einladenden und lebendigen Alltagskultur der Menschen am Wegesrand. Von nun an geht es durch die unendlichen Weiten Sibiriens. Faszination und Schrecken verbindet man mit dieser riesigen Landfläche, großartige Natur und eine ethnische Vielfalt auf der einen, Orte der Verbannung, der Arbeits- und Gefangenenlager auf der anderen Seite. Doch heute ist Sibirien voller Überraschungen: Tjumen zum Beispiel, eine der ältesten Städte Sibiriens, erinnert manchmal schon an die westlichen Metropolen: elegante Boutiquen wie in Rom, Staus wie in London und Preise für ein Bier, die dreimal so hoch sind wie in Prag. In der Nähe von Tobolsk entdeckt das Team die Heimat Rasputins und trifft auf einen ihm ebenbürtigen Laiendarsteller, zumindest äußerlich ...
Freitag, 21.12.2018
11:00 - 11:30, 3SAT
Abenteuer Hurtigruten

Die Autoren sind mit der "MS Nordkapp" unterwegs auf den Hurtigruten - von Bergen im Süden Norwegens bis in den hohen Norden nach Kirkenes. Die Linie der alten Postschiffe wurde 1893 zum ersten Mal befahren. Sie war die einzige Verbindungsstrecke zwischen den Handelszentren im Süden und den abgelegenen Fischerdörfern im Norden Norwegens. Heute ist aus dem Transportmittel längst auch ein touristisches Unternehmen geworden, das jährlich viele Tausende Touristen anzieht. Sie wollen die Urgewalten der zerklüfteten Fjord-Landschaften erleben, meterhohe Eiswände bestaunen und sich von den bizarren Polarlichtern verzaubern lassen. Eine Reise im Winter kann zudem sehr abenteuerlich werden. Schnee, Kälte und Sturm sind vor allem für die Besatzung eine Herausforderung. Das Wohlfühlprogramm an Bord, Wandertouren und Schlittenfahrten an den verschiedenen Orten werden für die Passagiere zu einem einzigartigen, unvergesslichen Erlebnis. Mittlerweile ist die "MS Nordkapp" nördlich des Polarkreises und steuert die "Hauptstadt der Arktis", Tromsø, an. Während das Schiff im Hafen liegt, ist Zeit für einen Stadtbesuch. Sehenswürdigkeiten gibt es viele, hier steht beispielsweise die am nördlichsten gelegene Kathedrale der Welt. Nach kürzeren Stopps im hohen Norden erreicht das Schiff das Tor zum spektakulären Nordkap. Per Bus geht es dann an der schroffen Felsenküste entlang zum Plateau des Globus-Denkmals, dem Symbol für das Nordkap. Nur 2000 Kilometer entfernt befindet sich der geografische Nordpol. Mit dem Gefühl, am Ende der Welt zu sein, geht die Schiffsreise weiter ins Kernland der Samen. Im Fischerdorf Kjøllefjord gehen viele Passagiere von Bord, um eine aufregende Fahrt mit dem Schneemobil durch die entlegensten Landschaften in Lappland zu erleben. Schneebedeckte Täler und - mit etwas Glück - das hypnotisierende Nordlicht am klaren Sternenhimmel sind die Highlights. Der Ausflug endet in Mehamn in der Nähe des nördlichsten Punkts des europäischen Festlands an der stürmischen und wilden Küste der Finnmark. Endstation der Schiffsreise ist Kirkenes im äußersten Nordosten Norwegens. Viele Touristen gönnen sich hier eine Hundeschlittenfahrt mit heimischen Huskys, um noch einmal den Zauber des verschneiten Nordens zu erleben. Die "MS Nordkapp" wird hier umdrehen und nach geschäftigem Ein- und Ausladen von Gütern, wie Lebensmitteln oder Medikamenten, die Rückreise antreten.

14:30 - 16:00, NDR
die nordstory Spezial - Flusskreuzfahrten in M-V

Von Anfang März bis Ende Oktober ist Thomas Magner mit seiner "Liberté", einem umgebauten Lastkahn, auf den Wasserstraßen Europas unterwegs, auch in Mecklenburg-Vorpommern. Die Mecklenburgische Seenplatte, die durch viele schmale Flüsse und Kanäle miteinander verbunden ist, gehört zum Lieblingsrevier von Thomas Magner. Acht Tage dauert die knapp 300 Kilometer lange Tour von Berlin an die Müritz. Ganz gemütlich, mit sechs Kilometern pro Stunde, schippern sie die Flüsse und Kanäle entlang. Seine Peenetouren sind im Sommer schon acht Wochen im Voraus ausgebucht, sagt Fluss-Kapitän Ingo Müller. 49 Gäste kann er auf seinem Flussdampfer mitnehmen, auf die Reise über den "Amazonas des Nordens".
17:40 - 18:30, arte
Die Dhaus, Arabiens legendäre Schiffe

In dem kleinen Emirat Ras al-Chaima werden noch Dhaus gebaut, auch traditionelle aus Holz. Die Werft der Familie Al-Mansuri existiert seit drei Generationen. Chef und Arbeitgeber der 25 Schiffszimmermänner ist der 50-jährige Abdallah, dessen ganzer Stolz eine große Dhau ist: Sie ist 30 Meter lang – aber noch längst nicht fertig. Der Auftraggeber kommt aus Katar. Wird Abdallahs Werft das Schiff je fertigstellen? Neben allen geschäftlichen Zielen will Abdallah mit der Dhau-Werft auch die Tradition seiner Väter und Großväter bewahren. Dhaus aus Holz sind eine jahrtausendalte Kultur in Arabien. Auch das Großschiff, an dem auf der Werft aktuell gearbeitet wird, ist von Anfang bis Ende Handarbeit. Nichts ist industriell vorgefertigt oder am Computer entworfen. Der Auftraggeber hat seine Wünsche erklärt, Abdallah hat daraufhin Zeichnungen und Baupläne erstellt. Vor zwei Jahren wurde mit dem Bau begonnen. Eigentlich sollte die Dhau bereits fertig sein, aber zahlreiche Änderungswünsche des Eigners verzögerten die Fertigstellung. Inzwischen wagt Abdallah keine Prognose mehr, wann der Stapellauf stattfinden soll. Generell steht die Zukunft der arabischen Holzschiffe nach über tausendjähriger Erfolgsgeschichte in den Sternen. Abdallahs Projekt ist dafür nur ein Beispiel. Noch fahren die alten, schönen Dhaus vor den Küsten der Emirate, Omans und Irans – doch wie lange noch?