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bahn.jpg (4230 Byte) Abenteuer auf dem Schienenstrang
Sonntag, 24.02.2019
03:55 - 04:25, 3SAT
Abenteuer Hurtigruten

Viele Passagiere meinen, es sei die schönste Schiffsreise der Welt. Tradition und Moderne, atemberaubende Winterlandschaften - die Hurtigruten. Eine Schiffsreise auf den Hurtigruten ist ein Erlebnis. Im Süden Norwegens beginnt das Abenteuer. Es geht entlang der zerklüfteten Fjordlandschaft hoch in den Norden zum Polarkreis. 1893 wurde die Strecke von einem Postschiff erstmals befahren. Endlich gab es damals eine Verbindung zwischen den Handelszentren im Süden und den unerreichbaren Fischerdörfern im Norden Norwegens. Aus der Transportroute von damals ist längst ein Touristenmagnet geworden. Besonders im Winter, wenn Schnee und Eis die Küsten in eine faszinierende Landschaft verwandeln und Reisende vom Polarlicht verzaubert werden. Von Menschen, die sich mit dieser Reise einen Lebenstraum erfüllen, von Besatzungsmitgliedern, die das einzigartige Erlebnis möglich machen, und von Norwegern, die die "MS Nordkapp" für Behördengänge oder Arztbesuche nutzen, erzählt der Film. Teil eins der Reise beginnt in Bergen, der zweitgrößten Stadt Norwegens. Umgeben von sieben Bergen, wird sie auch das "Tor zu den Fjorden" genannt und ist zentraler Ausgangspunkt für Norwegen-Reisen. Die Mischung aus Lokalkolorit und Geschichte kann man am besten im Hafenviertel Bryggen kennenlernen. Das UNESCO-Weltkulturerbe und ein Besuch auf dem Fischmarkt stimmen die Passagiere auf die kommenden Tage an Bord der "MS Nordkapp" richtig ein. Die Reise führt durch den atemberaubenden Nordfjord auf das offene Meer. Erster Halt ist Ålesund. Mit ihren Jugendstil-Türmen ist die Stadt schon aus der Ferne gut zu erkennen. Im Hafen werden Waren, Lebensmittel und Post aus- und wieder eingeladen, Arbeitsalltag für die Crew. Weiter geht es zur drittgrößten Stadt Norwegens, nach Trondheim. Es ist Zeit zum Verweilen. Der Wikinger und spätere König Olav Tryggvason gründete die altertümliche Stadt 997 nach Christus. Hier befindet sich die Kathedrale "Nidarosdom", die einzige Norwegens aus gotischer Zeit. Am vierten Tag wird der Polarkreis überquert und dieser Augenblick mit einer zünftigen Polarkreis-Zeremonie zelebriert. Dann tauchen schon bald die Lofoten auf, mit einer 1000 Meter hohen Eiswand am Horizont. Den Charme der Inselgruppe erleben die Passagiere, vorbei an den kleinen, malerischen Fischerdörfern auf dem Weg zum Städtchen Bodø. Bei einer Winterwanderung außerhalb des Stadtzentrums von Bodø hat man einen beeindruckenden Ausblick auf die 13 schneebedeckten Gipfel der Bergkette Borvasstindan.

04:25 - 04:55, 3SAT
Abenteuer Hurtigruten

Die Autoren sind mit der "MS Nordkapp" unterwegs auf den Hurtigruten - von Bergen im Süden Norwegens bis in den hohen Norden nach Kirkenes. Die Linie der alten Postschiffe wurde 1893 zum ersten Mal befahren. Sie war die einzige Verbindungsstrecke zwischen den Handelszentren im Süden und den abgelegenen Fischerdörfern im Norden Norwegens. Heute ist aus dem Transportmittel längst auch ein touristisches Unternehmen geworden, das jährlich viele Tausende Touristen anzieht. Sie wollen die Urgewalten der zerklüfteten Fjord-Landschaften erleben, meterhohe Eiswände bestaunen und sich von den bizarren Polarlichtern verzaubern lassen. Eine Reise im Winter kann zudem sehr abenteuerlich werden. Schnee, Kälte und Sturm sind vor allem für die Besatzung eine Herausforderung. Das Wohlfühlprogramm an Bord, Wandertouren und Schlittenfahrten an den verschiedenen Orten werden für die Passagiere zu einem einzigartigen, unvergesslichen Erlebnis. Mittlerweile ist die "MS Nordkapp" nördlich des Polarkreises und steuert die "Hauptstadt der Arktis", Tromsø, an. Während das Schiff im Hafen liegt, ist Zeit für einen Stadtbesuch. Sehenswürdigkeiten gibt es viele, hier steht beispielsweise die am nördlichsten gelegene Kathedrale der Welt. Nach kürzeren Stopps im hohen Norden erreicht das Schiff das Tor zum spektakulären Nordkap. Per Bus geht es dann an der schroffen Felsenküste entlang zum Plateau des Globus-Denkmals, dem Symbol für das Nordkap. Nur 2000 Kilometer entfernt befindet sich der geografische Nordpol. Mit dem Gefühl, am Ende der Welt zu sein, geht die Schiffsreise weiter ins Kernland der Samen. Im Fischerdorf Kjøllefjord gehen viele Passagiere von Bord, um eine aufregende Fahrt mit dem Schneemobil durch die entlegensten Landschaften in Lappland zu erleben. Schneebedeckte Täler und - mit etwas Glück - das hypnotisierende Nordlicht am klaren Sternenhimmel sind die Highlights. Der Ausflug endet in Mehamn in der Nähe des nördlichsten Punkts des europäischen Festlands an der stürmischen und wilden Küste der Finnmark. Endstation der Schiffsreise ist Kirkenes im äußersten Nordosten Norwegens. Viele Touristen gönnen sich hier eine Hundeschlittenfahrt mit heimischen Huskys, um noch einmal den Zauber des verschneiten Nordens zu erleben. Die "MS Nordkapp" wird hier umdrehen und nach geschäftigem Ein- und Ausladen von Gütern, wie Lebensmitteln oder Medikamenten, die Rückreise antreten.

Montag, 25.02.2019
09:35 - 10:30, arte
Jonathan, der Flugakrobat

Die Faszination vom Fliegen begleitet die Menschheit seit jeher. Doch kaum jemanden begeistern die Lüfte so sehr wie den 20-jährigen Flugakrobaten Jonathan Vincent, der mit seiner Familie in einem kleinen Dorf im Norden der Bourgogne lebt. Als Jonathan mit elf Jahren erstmals bei einer Flugschau zu Gast war, verliebte er sich sofort in die Flugzeuge und überredete seine Eltern dazu, Flugstunden nehmen zu dürfen. Im Alter von fünfzehn Jahren flog er dann zum ersten Mal allein. Dieses Jahr entschied er sich schließlich dazu, sein Studium zu unterbrechen, um sich ganz seiner Leidenschaft zu widmen. Immerhin hat er Großes vor: Diese Saison möchte er nicht nur an den französischen Meisterschaften, sondern auch an der Kunstflugweltmeisterschaft teilnehmen und dort eine ganze Reihe Flugfiguren präsentieren, an die er sich bisher noch nicht herangewagt hat. Sobald der Frühling kommt, beginnt Jonathan Vincent das Training in seinem neuen Fliegerclub in der nordfranzösischen Region Picardie. Hier fliegt er diese Saison den Prototypen „ARS 300“, ein einsitziges Kunstflugzeug, das eine Geschwindigkeit von bis zu 400 Stundenkilometern erreicht. Eine wahre Formel-1-Maschine der Lüfte. „360° Geo Reportage“ begleitet ihn.
11:55 - 12:40, B3
Von Bayern nach Baku

Die Fahrer der Allgäu-Orient-Rallye durchqueren zwölf Länder, darunter Montenegro, Albanien, Georgien und schließlich Aserbaidschan. Vier Stuttgarter sind zum ersten Mal dabei, trauen sich aber zu, diesen außergewöhnlichen Rallye-Klassiker zu bestehen. Ihre Autos sind nicht mehr die jüngsten. Keines hat mehr als 1.111 Euro gekostet und keines würde die nächste TÜV-Prüfung bestehen. Gefahren wird nach Karte. Navigationsgeräte sind nicht erlaubt und auch Autobahnen sind tabu. Schlafmangel und unfreiwillige Pausen sind vorprogrammiert und übernachtet wird meist unter freiem Himmel. Allerdings ist nicht allein der Weg das Ziel. Unterwegs müssen auch Rallye-Aufgaben gelöst werden, wie etwa einen Maibaum aufstellen in Tirana oder einen brennenden Berg finden in Aserbaidschan. Denn sonst wird es nichts mit dem ersten Preis: einem echten Kamel. Beide, das frisch gewonnene Wüstenschiff und die treuen Rallyeautos werden am Ziel gespendet. Der Lohn der Rallyefahrer: Zwei Wochen voll von überraschenden Begegnungen und Erlebnissen und das Gefühl, Teil eines fantastischen Abenteuers gewesen zu sein.
Dienstag, 26.02.2019
11:55 - 12:40, B3
Reisen in ferne Welten: Der Große Himalaya Trail

Größer als die Berge im Himalaya sind nur die Erwartungen, die viele Wanderer an ihren Urlaub stellen. Wer extreme körperliche Erfahrungen sucht, wird sicher nicht enttäuscht. Der große Himalaya-Trail besteht aus einem Wegenetz von mehr als 10.000 Kilometern Länge und ist damit das größte hochalpine Wegenetz der Erde. Auf einem abgelegenen und einem viel begangenen Teilstück erfährt das Fernsehteam am eigenen Leib, was die meisten Wanderer in extremer Höhe suchen, finden und nicht selten sofort wieder verlieren.

13:20 - 14:05, 3SAT
Mit dem Zug durch Wales

Wohl nirgendwo sonst in Europa sind auf so kleinem Raum so viele Naturschönheiten und so viele historische Eisenbahnlinien vereint wie in Wales an der Westküste Großbritanniens. Schauplatz der Dokumentation ist der Norden von Wales, der fast zur Hälfte als Nationalpark ausgewiesen ist. In der Gebirgswelt des Snowdonia-Nationalparks fährt seit über 100 Jahren die Touristenbahn "Snowdon Mountain Railway". Sie kämpft sich mit Dampfloks noch aus ihren Anfangsjahren per Zahnradantrieb den höchsten Berg von Wales hinauf, den Mount Snowdon - ein atemberaubendes und unvergessliches Erlebnis. Mehr im Westen von Nord-Wales liegt das liebliche Tal des Dee. Dort fährt die Llangollen Railway, vor einigen Jahren auf einem kleinen Abschnitt von Eisenbahnliebhabern wiedereröffnet. Früher verband sie England mit der walisischen Küste. In der Nähe des Städtchen Llangollen kann man sich auf sogenannten Narrowboats auf Kanälen fortbewegen, entweder von Pferden gezogen oder motorisiert über eine der größten walisischen Attraktionen, das Aquaedukt Pontcysyllte. Die Schmalspurbahnen "Welsh Highland Railway" und "Ffestiniog Railway" wurden einst als Transportwege für die blühende Schieferindustrie in Nordwales gebaut. Heute gibt es nur noch wenige Schieferbrüche, dafür sind die beiden Bahnlinien nach ihrer zeitweiligen Stilllegung wieder hundertprozentig für Touristen in Betrieb. Der große Traum ihrer privaten Betreiber ist es, aus beiden Bahnen eine zu machen. 2011 soll die "Welsh & Ffestiniog Railway" ihre Passagiere von der Küstenstadt Caernarfon über das walisische Hochland bis zur Hafenstadt Porthmadog bringen und noch ein Stück hinein in den Snowdon-Nationalpark - 60 Kilometer Schmalspurvergnügen durch alle Landschaftsarten, die Nordwales zu bieten hat. Angereichert sind die kleinen Bahnporträts mit Ausflügen in die englische Trutzburg Caernarfon Castle, in einen gemütlichen Tea Room, in eine Schieferbruchwerkstatt und zu einem typisch walisischen Männerchor, der allerdings weit über die britische Insel hinaus bekannt ist. In dem Küstenort Portmeirion kann man sich an mediterranem Flair ergötzen, und auf der Insel Anglesey läuft man Gefahr, sich mit dem längsten Stationsnamen der Welt die Zunge zu verknoten. Das kleine Land ist vielfältig und überraschend: Croeso i Gymru - Willkommen in Wales!

14:05 - 14:35, 3SAT
Polen auf Schienen

In Polen gibt es sie noch: die gute alte Dampflok. Im Westen zwischen den Orten Wolsztyn und Leszno fährt sie jeden Tag hin und her. Es ist die letzte regelmäßige Dampflokstrecke in Europa. Filmemacher Ulrich Adrian trifft den Schrankenwärter, der die Strecke betreut. In seiner Reise zeigt er aber nicht nur diese Rarität, sondern auch andere ungewöhnliche Schienenfahrzeuge, die die polnische Landschaft durchpflügen. Zum Beispiel Schiffe, die in den Masuren auf Schienen Staustufen überwinden. Und er trifft Touristen, die auf einer Draisine zur Wolfsschanze ganz im Osten Polens fahren, dem militärischen Lagezentrum der Nazis während des Zweiten Weltkrieges.

14:35 - 15:20, 3SAT
Mit dem Zug durch Andalusien

"Al-Andalus" heißt der luxuriöse Zug mit geräumigen Schlafwagen, der in sechs Tagen auf einem 1200 Kilometer langen Rundkurs die kulturellen Highlights Andalusiens anfährt. Die Reise beginnt in Sevilla, wo die Giralda zu bestaunen ist, ein ehemaliges Minarett, das heute als Glockenturm der Kathedrale dient. Weiter geht es über Cádiz, die älteste Stadt Europas, nach Jerez de la Frontera. In Ronda trainiert Juan Molina seinen Sohn. Seit seinem vierten Lebensjahr ist es dessen Wunsch, Stierkämpfer zu werden. In einer unblutigen Corrida erlegt der Junge gekonnt einen Holz-Stier. In Granada befindet sich der wohl berühmteste Gebäudekomplex Andalusiens: die Alhambra, eine Ansammlung von Palästen, die im 13. und 14. Jahrhundert als Residenz der maurischen Könige errichtet wurde. Im sich anschließenden Palacio de Generalife, dem uralten "Garten der Erkennenden", erklärt der Chefgärtner sein ausgeklügeltes Pflanzkonzept: Er kombiniert Pflanzen, die in jeder Beziehung zueinander passen - nicht nur was Nährstoff-, Licht- und Wasserbedarf anbelangt.
15:20 - 16:00, 3SAT
Mit dem Zug durch die Toskana

Seit jeher lockt "Bella Italia" mit Altertümern, Sonne und Meer. Aber auch Eisenbahnfreunde kommen hier auf ihre Kosten, denn Italien besitzt zahlreiche museale Lokomotiven. Das Fernsehteam begleitet einen Sonderzug, der mit wechselnden Zugpferden in die Toskana unterwegs ist. So geht es über den Brennerpass durch Südtirol nach Siena und von dort weiter in die Crete Sienese bis nach Rimini. In Italien kümmern sich verschiedene Museumsbahnvereine wie "Musi Neri" oder "Italvapore" mit Unterstützung durch die italienische Staatsbahn um die Wiederaufbereitung, Wartung und Reparaturen von historischen Lokomotiven. So verkehren diese auf diversen Strecken im Land. Zum Auftakt der Reise fährt ein deutsch-österreichisches Dampfgespann auf den Brennerpass hinauf. Elektrisch geht es weiter durch Südtirol bis Trient. Auf dem Stationsplan stehen so verheißungsvolle Namen wie Val Sugana, Vicenza oder Faentina, Strecken und Städte auf dem Schienenweg in eine der reizvollsten Landschaften Europas. Höhepunkt für die Eisenbahnfreunde ist eine Begegnung mit der legendären Franco-Crosti-Lokomotive, für die Kultursuchenden unter den Passagieren der Aufenthalt in Siena, der schönsten Stadt in der Toskana. Mit Dampf geht es weiter in die Crete Sienese, in den Weinkeller Italiens, von wo der Chianti und Montepulciano kommen und so edle Tropfen wie der Brunello di Montalcino. Zum Abschluss der Reise bringt der Dampf-Sonderzug seine Fahrgäste nach Rimini an die Adriaküste. Einsam und verlassen liegen die Strände im zauberhaften Licht eines sonnigen Oktobertags.
16:00 - 16:45, 3SAT
Mit dem Zug durch Brasiliens Süden

Der "Serra Verde Express" mit seiner knapp 110 Kilometer langen, spektakulären Trassenführung durch den atlantischen Regenwald ist der Touristenzug Brasiliens schlechthin. Der "Serra Verde Express" startet in der südbrasilianischen Metropole Curitiba. Nach fast 1000 Höhenmetern erreicht er die Hafenstadt Paranaguá am Atlantik - ein Eisenbahn-Abenteuer. Die knapp 110 Kilometer lange Eisenbahnstrecke gilt als ingenieurtechnische Meisterleistung. Die Stadt Curitiba ist Brasiliens Ökohauptstadt mit der höchsten Lebensqualität des Landes und war einer der Austragungsorte der Fußball-Weltmeisterschaft 2014. Täglich fährt der Zug durch die Serra do Mar, ein dicht bewachsenes Küstengebirge. Früher war der Gebirgszug, der parallel zum Atlantischen Ozean verläuft und seit 1999 zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt, mit dichtem Regenwald bestanden, der aber größtenteils abgeholzt wurde. Nur noch wenige Personenzüge fahren heute in Brasilien. So ist diese Reise etwas Besonderes. Häufig nehmen 1000 Touristen, die meisten davon Brasilianer, den Zug. Die Trassenführung ist wahrlich spektakulär. Sie windet sich durch eine völlig unberührte, zerklüftete Gebirgslandschaft. Der Zug überquert die mit 113 Metern längste Brücke der Strecke, das Viaduto São João, und fährt über das 80 Meter lange Viaduto Carvalho, wobei er förmlich an der Wand klebt. Diese Stelle wird auch "Teufelskurve" genannt. Bis zu 5000 Menschen sollen innerhalb der fünfjährigen Bauzeit an Typhus, Malaria und durch Unfälle gestorben sein.
16:45 - 17:30, 3SAT
Mit dem Zug durch Panama

Um Amerika zu durchqueren, haben die Menschen schon immer die schmalste Stelle des Kontinents in Panama benutzt - zunächst zu Fuß, dann auf Pferden und mit Kutschen. Später mit dem Zug. Ab 1855 wurden mit Zügen größere Waren von Schiff zu Schiff transportiert. Dieser erste Schienenweg des Panama-Canal-Railways liegt heute über weite Strecken unter Wasser. Über ihn fahren die großen Schiffe hinweg: auf dem Kanal und im aufgestauten Gatun-See. Letzterer ist 1,3 Mal so groß wie der Bodensee und versorgt die Kanalschleusen mit Wasser. Die Panama-Canal-Railway wurde entlang des Isthmus während der Jahre 1850 bis 1855 gebaut – also vor dem Bau des Kanals. Ihre Länge beträgt 47 Meilen, das sind 76 Kilometer. Sie verbindet Colón am Atlantischen Ozean mit Ciudad de Panamá am Pazifik. Beim Bau der Strecke starben schätzungsweise zwischen 6000 und 12 000 Arbeiter unter widrigsten Bedingungen, vorwiegend an Cholera und Malaria. Für die Entscheidung zum Bau des Kanals in Panama spielte die Existenz der Eisenbahnstrecke eine entscheidende Rolle. Während des Kanalbaus wurde auf der Bahnlinie das größte Frachtvolumen pro Zug in der Welt befördert. Im 19. Jahrhundert befand sich das Zentrum des Transportes über den Isthmus auf der karibischen Seite Panamas, das damals ein Teil Kolumbiens war. Dort, in Colón, im Gebäude des heutigen Hotels "Washington", residierte die Eisenbahngesellschaft und steuerte den interozeanischen Transport auf der Schiene. Der schnellste und bequemste Weg von San Francisco nach New York führte durch Panama. Die Bahn war so gefragt und erfolgreich, dass die Aktien der Panama-Railroad eine Zeitlang die teuersten an der New Yorker Börse waren. 1913, ein Jahr bevor der Panama-Kanal in Betrieb genommen wurde, transportierte die Bahn fast drei Millionen Passagiere und mehr als zwei Millionen Tonnen Waren. Ohne die Bahn und deren Transportkapazitäten hätte der Kanal niemals gebaut werden können. Der Transport von Passagieren - überhaupt erst seit sechs Jahren wieder möglich - ist heute sehr bescheiden: Ein einziger Zug fährt morgens von Panama-Stadt nach Colón und abends wieder zurück. Es ist die schnellste Verbindung zwischen den Ozeanen. 57 Minuten benötigt der Luxuszug der ersten Klasse, um über den Isthmus zu fahren. Auf der stets verstopften Straße benötigen die Reisenden unter Umständen zwei Stunden und mehr. Die Schiffe auf dem Kanal schaffen es - allerdings nach einer tagelangen Wartezeit draußen vor den Zufahrten zum Kanal - in rund acht Stunden. Genutzt wird der Zug von Reisenden und Kreuzfahrtpassagieren, die sich eine Auszeit vom Schiff nehmen, und von Geschäftsleuten. Kaum ist der Zug losgefahren, werden die Laptops aufgeklappt. Für die Händler aus der Freihandelszone in Colón ist der Zug mit seinen herunter gekühlten Waggons ein idealer Treffpunkt, um mit Einkäufern und Partnern noch Feinabstimmungen zu besprechen, Preise zu vergleichen und Angebote vorzulegen. Durch die großen Fenster können sie dabei das Grün des tropischen Waldes genießen. Immer wieder öffnet sich der dichte Vorhang und gibt den Blick frei auf den Gatún-See, über den die großen Dampfer gleiten. An einigen Stellen gleitet auch der Zug, mitten durch den See, auf einem Damm knapp über die Wasseroberfläche dahin. Für Touristen und Fotografen ist der beste Platz im Zug der Panoramawagen mit gläserner Kuppel. Eine ganz andere Art von Eisenbahnsystem ist die sogenannte Treidelbahn, eine Schiffsschleppbahn, die die Schiffe durch die Schleusen ziehen und sie gegen die Strömungen in den Schleusenkammern beim Wasserein- und -auslass stabilisieren. Die Loks, auch "Mulis" genannt, wiegen rund 45 Tonnen und funktionieren mit einem Zahnstangensystem des berühmten Schweizer Konstrukteurs Riggenbach. So bewältigen die Lokomotiven, die erst seit 2012 im Einsatz sind, die bis zu 45 Grad steilen Rampen zwischen den Schleusenkammern. Eine faszinierende Arbeitswelt.
17:30 - 18:00, 3SAT
Mit dem Zug durch Kanadas Westen

Das Tal des Fraser River ist eine der wichtigsten Lebensadern in Kanadas Westen. Auf abenteuerlichen Trassen wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts der "Wilden Westen" erschlossen. Auf diesen Trassen sind die Züge heute noch unterwegs. In dichter Folge drängen sie sich durch die Täler, Berge und Wälder von British Columbia. Der Film unternimmt eine Erkundungsreise mit der Eisenbahn durch die westlichste Provinz Kanadas. Die Züge sind ungewöhnlich lang: 100 Wagen sind keine Seltenheit, und die Container werden häufig sogar doppelstöckig transportiert. Auf dem Weg Richtung Westen liegt auch das "Tor zur Hölle", Hells Gate, ein 34 Meter breiter Engpass, der dem Entdecker Simon Fraser vor rund 200 Jahren augenscheinlich den Angstschweiß auf die Stirn getrieben hat. Heute schwebt man bequem mit einer Seilbahn über die Stromschnellen oder geht zu Fuß über eine Eisenbrücke.

18:00 - 18:30, 3SAT
Im Zug von Chicago nach Kalifornien

Die Tour von Chicago nach San Francisco ist die längste durchgehende Zugfahrt, die man in den USA bewältigen kann. Die Strecke aus der Zeit der Besiedelung Amerikas ist legendär. Der Film zeigt die Reise mit dem "California Zephyr", dem "Kalifornischen Westwind". Zu bestaunen gibt es spektakuläre Ausblicke und Landschaftspanoramen. Auch die Geschichten der Mitreisenden und an den Schienen Lebenden werden erzählt. "Es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich Zug gefahren bin - ich hatte ja keine Ahnung, wie wunderschön so eine Reise ist!" Die 50-jährige Susanne ist erschöpft, aber begeistert. Gerade hat sie die Tour zurückgelegt. Knapp drei Tage hat das gedauert. Natürlich kann man einfach fliegen - und locker in viereinhalb Stunden ankommen. Die meisten Amerikaner tun das auch. Denn die Eisenbahn, die einst die Besiedlung des westlichen Teils der USA erst möglich machte, ist als alltägliches Verkehrsmittel nahezu vergessen. Einmal täglich fährt er aber noch - der "California Zephyr". An Bord sind ein einige Hundert Passagiere. Die meisten gönnen sich - wie Susanne - zum allerersten Mal dieses ganz besondere Reise-Erlebnis. Es war der Bau dieser Schienenstrecke, der im 19. Jahrhundert unzählige europäische Einwanderer in ihre neue Heimat Amerika brachte. Manche Passagiere erinnern auch heute noch an diese Vergangenheit: Zugfahren ist besonders bei Mennoniten und Amish beliebt, Anhängern von Glaubensgemeinschaften, die viele technische Errungenschaften der Moderne ablehnen. Flugzeug und Auto sind für sie tabu. Der Zug allerdings ist erlaubt, und das nutzen viele von ihnen, wenn sie auf Reisen gehen. Doch auch alle anderen, die sich auf das dreitägige Zugabenteuer einlassen, werden reich belohnt: Die Fahrt im Panoramawagen bietet großartige Ausblicke - in die endlosen Weiten Nebraskas, die grandiosen Canyons Colorados, die Salzwüsten in Utah und die Wildwest-Dörfer Nevadas. Wer - ein wenig zerknittert von den Nächten im engen Schlafwagen und durchgeschüttelt vom enormen Rumpeln auf den alten Schienen - im kalifornischen San Francisco ankommt, hat eine besondere Erfahrung hinter sich. Der Zug fährt durch ein Amerika, das sich abseits der üblichen Touristenstrecken viel von der Seele der Pionierzeit bewahrt hat.
Donnerstag, 28.02.2019
11:55 - 12:40, B3
Reisen in ferne Welten: Route 66

Die berühmte Route 66 wurde zur existenziellen Lebenserfahrung für Generationen von Amerikanern - und durch Filme und Romane später auch zu einem Mythos in Europa. Als schneller Weg nach Westen hat die Route 66 längst ausgedient. Doch Amerikas berühmteste Landstraße lebt als Mythos fort: in Bobby Troups musikalischer Landkarte "Get your kicks on Route 66", in rostenden Tankstellen und Oldtimer-Museen entlang des alten Highway. Schon das Schild Route 66 mit dem Asphaltband im Hintergrund vermittelt ein Gefühl von Freiheit. So blieb die Route 66 bis heute ein Symbol für Aufbruch und Abenteuer. Das Filmteam macht sich auf die Suche nach diesem Mythos, fährt mit einem Wohnmobil die Route 66 von Chicago bis L.A., redet mit Menschen über Geschichte und Geschichten an der Straße. Die schönsten Abschnitte liegen im Westteil der Strecke von New Mexiko bis zum Pazifik. Hier ist noch am meisten vom Flair der alten Route 66 erhalten: nostalgisch verwitterte Neonschilder, Motels aus den Fifties, bunte Diner-Lokale. In Arizona trifft das Drehteam auf den Schauspieler Martin Semmelrogge, der wie viele Harley-Fans auf dem alten Highway die Freiheit sucht und das Easy-Rider-Feeling nachleben möchte. Und das Filmteam nimmt teil am alljährlichen Route-66-Festival, fährt mit den Autofans in ihren polierten Oldtimern auf dem längsten noch erhaltenen alten Routenstück mit.

Freitag, 01.03.2019
17:45 - 18:30, 3SAT
Mit Volldampf durch Brasilien

Der Film von Peter Weinert führt in einen in Europa eher unbekannten Teil Brasiliens, den Bundesstaat Minas Gerais. Eine Region tropischer Landschaften und prächtiger Kolonialstädte. Höhepunkte dieser Entdeckungsreise sind die Fahrten mit einem 100 Jahre alten Raddampfer auf dem Rio São Francisco und mit einer noch älteren Dampflok von São João del Rey nach Tiradentes. Außerdem besucht Peter Weinert die beiden Städte Ouro Preto und Diamantina. Aufgrund ihrer komplett erhaltenen kolonialen Pracht und Architektur stehen sie schon seit Langem auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Ihr Reichtum entstand durch Gold-und Edelsteinfunde in der Region während der portugiesischen Kolonialherrschaft. Noch heute arbeiten hier viele Menschen als Diamantenschürfer und Edelsteinsucher.
Mittwoch, 06.03.2019
10:25 - 11:10, B3
Highway durch die Rocky Mountains - Herbst

Ein röhrender Wapiti-Hirsch mit seinem Harem blockiert einen Highway - Ernst Arendt und Hans Schweiger nehmen die Zuschauer mit auf eine ungewöhnliche Reise durch Nordamerika. Sie zeigen, wo man wegen Hirschen warten muss, wo Bergschafe schwere Highway Trucks ausbremsen, aber auch, wo die Tiere ganz artig über den Zebrastreifen gehen. Amüsant, die Hirschbrunft mitten in einem Touristenort: Liebestolle Hirsche, nervöse Ranger und neugierige Schaulustige mischen sich zu einem bunten Chaos. Die Tierfilmer beobachten auch, wie ein Bär sich neben der Straße den Winterspeck anfrisst oder wie ein Murmeltier Material für seinen Winterschlaf sammelt. Tiere haben viele Gründe auf oder in die Nähe der Straße zu kommen, das zeigen Ernst Arendt und Hans Schweiger auf ihrer amüsanten Reise durch die schönsten Landschaften Nordamerikas in einem traumhaften Herbst.
Donnerstag, 07.03.2019
10:25 - 11:10, B3
Highway durch die Rocky Mountains - Frühling

Ernst Arendt und Hans Schweiger nehmen die Zuschauer wieder mit auf den Highway durch die Rocky Mountains. Vom Yellowstone-Nationalpark führt die ungewöhnliche Reise durch die Rocky Mountains nach Süden und als Höhepunkt mit dem Auto in das Hochgebirge, auf über 4.000 Meter. Arendt und Schweiger zeigen, wo Wölfe neben der Straße jagen, Wasseramseln an einer Brücke ihr Nest bauen, wie ein Specht in einem Wegweiser seine Nisthöhle zimmert, und wie ein Bär Ärger mit Wölfen bekommt. Schwungvoll und locker geht es über den Highway, mit einem Blick auf Lehrreiches und Amüsantes links und rechts des Weges, kommentiert mit einem Augenzwinkern.
11:55 - 12:40, B3
Auf Eisstraßen zum Polarmeer

Das Kamerateam beginnt die Fahrt in den Norden Kanadas auf dem legendären Dempster Highway, der vom einstigen Goldgräberort Dawson City im Yukon 700 Kilometer weit nach Norden in die Northwest Territories nach Inuvik führt, dem Versorgungsort der Region. Dort beginnen die Eisstraßen ins Delta des Mackenzie River und hinaus bis ins Polarmeer zum Inuit-Ort Tuktoyatuk. Familien und Trucker nutzen sie, aber auch Jäger, Rentierzüchter und sogar der Pfarrer von Inuvik, der im Winter seine abgelegenen Kirchengemeinden gut über das Eis erreichen kann. Die wenigen Monate, in denen die Eis-Highways bestehen, bedeuten für die Menschen im weiten Delta des Mackenzie River in Kanada die beste Reisezeit des Jahres. Dann können sie zum Einkaufen in der Stadt nach Inuvik fahren und bei Festen wie dem "Muskrat Jamboree"-Festival Verwandte und Freunde treffen. Tagsüber werden sportliche Meisterschaften wie Motor- und Hundeschlittenrennen ausgerichtet, aber auch skurrile Wettbewerbe wie Bisamratten-Häuten. Doch die Ära der Eis-Highways neigt sich dem Ende zu. Eine neue Schotterstraße wird ganzjährig Inuvik mit Tuktoyaktuk am Eismeer verbinden, nur einige kürzere Strecken werden in Zukunft noch auf dem Eis angelegt werden.
Freitag, 08.03.2019
10:25 - 11:10, B3
Highway durch die Kaktuswüste

Ernst Arendt und Hans Schweiger nehmen die Zuschauer mit auf eine unterhaltsame Reise durch die Wüsten Nordamerikas. Von der Kaktuswüste Süd-Arizonas geht es nach Neu Mexiko und über die historische Route 66 nach Kalifornien in die blühende Mojave-Wüste. Unterwegs beobachtet das Filmteam Spechte, die in Kakteen ihre Höhlen bauen und auf einem Blechdach trommeln. Felsmalereien und Ruinen einer indianischen Hochkultur liegen am Weg, und es geht durch Geisterstädte voller Esel und Touristen. In der Nacht kommen Buschratten, Katzenfrett und Kängururatten zum Lager und die winzige Elfeneule ruft. Das urige Gilamonster kreuzt den Weg der Filmemacher und schließlich entfalten die Kakteen ihre Blüten zu einem Rausch der Farben. Und da sind noch die Kaktusstacheln. Arendt und Schweiger spüren sie bei jedem Schritt, überall piekst es, nur die Tiere hopsen und flattern unbehelligt hin und her. Locker und unterhaltsam geht es zu: auf dem Highway durch die Kaktuswüste.