banner_klein.jpg (6301 Byte)

Navigation

Diese Woche
Samstag
Sonntag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag

Nächste Woche
Samstag
Sonntag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag

Länderübersicht

Tip des Tages
Tagesthemen

Bahn- und Verkehrsgeschichten
Empfehlungen
Geschichtssendungen
Kindersendungen
Kulinarische Entdeckungen
Religionen
Spielfilme
Tier- und Natursendungen
Weltkulturerbe
Wissenschaft & Technik

Kommunikation  
Gästebuch
Kontakt
Impressum
Datenschutz

 


bahn.jpg (4230 Byte) Abenteuer auf dem Schienenstrang
Montag, 22.04.2019, Ostermontag
04:15 - 05:00, Phoenix
Alaska - Mit dem Zug durch die Wildnis

"The last frontier" - die letzte Wildnis - wird Alaska auch genannt, und in der Tat beginnt die Wildnis hier unmittelbar hinter dem Stadtrand, wobei auch eine Stadt in Alaska immer eine ganz besondere Atmosphäre hat, oft spürt man noch die Atmosphäre der Entdecker und Goldgräber, die einst hier lebten. Anchorage, die einzige Großstadt des Landes, ist Ausgangspunkt für die meisten, die den nördlichsten amerikanischen Bundesstaat besuchen. Von hier aus lassen sich mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln durchaus komfortable Ausflüge in die faszinierende Natur Alaskas unternehmen. Eine besonders angenehme Reise geht mit dem Zug. An Bord der Alaska Railroad kann man bequem im Aussichtswagen durch die Wildnis fahren. Eine andere Möglichkeit, das Land kennenzulernen, bieten Wasserflugzeuge beim sogenannten Flightseeing. Sie starten nicht von einer Asphaltpiste aus, sondern vom Lake Hood, dem größten Wasserflughafen Alaskas am Stadtrand von Anchorage. So kommt man auch in die entlegensten Winkel des Landes und kann mit etwas Glück Grizzlybären bei der Futtersuche beobachten. Eindrucksvoll ist es auch, mit dem Schiff die eindrucksvollen Buchten der wilden Küste Alaskas zu erkunden, in die mächtige Gletscher kalben. Filmautor Peter Weinert war mit seinem Team in allen Verkehrsmitteln unterwegs und hat faszinierende Bilder eines Landes eingefangen, in dem die Wildnis immer nur ein paar Schritte entfernt ist.

05:00 - 05:45, Phoenix
Auf schmaler Spur durch Indien

Durch die spektakuläre Gebirgslandschaft in den Ausläufern des Himalaya klettert die Kalka-Shimla-Bahn rund 1.500 Meter in die Höhe, dabei passiert sie auf einer Strecke von knapp 100 Kilometern 103 Tunnels, fährt über 864 Brücken und durch 919 Kurven. Rund sechs Stunden ist der Zug unterwegs von der Kleinstadt Kalka nach Shimla, der Hauptstadt des indischen Bundesstaates Himachal Pradesh. Trotz der langen Fahrzeit lieben die Anwohner die Bahn ebenso wie die Touristen, die die 1864 erbaute Strecke im Norden Indiens besuchen. Das a uf rund 2.200 Meter Höhe gelegene Shimla gehörte früher zum nepalesischen Königreich und besitzt ein angenehm frisches Klima. Deswegen nutzte die britische Kolonialregierung diese Stadt auch als Sommerresidenz. Bis zum Bau der Eisenbahn im Jahr 1864 musste das gesamte Regierungspersonal einschließlich seiner Arbeitsmaterialien zweimal jährlich den Weg von und nach Kalkutta als gewaltige Karawane mit bis zu 20.000 Trägern zurücklegen. 1914 fanden in Shimla die britisch-chinesisch-tibetischen Verhandlungen über die künftige Grenzziehung Tibets statt. Im Jahr 1971 unterzeichneten hier nach dem Bangladesch-Krieg der pakistanische Staatspräsident Zulfiqar Ali Bhutto und die indische Premierministerin Indira Gandhi das Shimla-Abkommen, in dem die Waffenstillstandslinie in der umstrittenen Kaschmir-Region festgelegt wurde. Berühmt ist Shimla auch als touristisches Ziel. Wesentlichen Anteil daran trägt die mitunter abenteuerliche, an schroffen Steilhängen entlang führende Bahnstrecke. Vor allem wegen ihrer zahlreichen architektonisch wertvollen Brücken steht die Kalka-Shimla-Bahn inzwischen auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Die rund 100 Kilometer lange Strecke führt vorbei an beschaulichen Kleinstädten und zahlreichen Tempelanlagen. Der inzwischen von Dieselloks deutscher Herkunft angetriebene Zug mit seiner kühnen Streckenführung über 864 Brücken und durch 103 Tunnels sowie 919 Kurven ist ein Zeugnis britischer Ingenieurskunst. Die Dokumentation stellt die Bahn und die Orte entlang ihrer Strecke vor und rückt die Menschen in den Blick: die, die mit den Zügen fahren und die, die für den reibungslosen Betriebsablauf dieser "sehr lebendigen Museumsbahn" verantwortlich sind.
05:45 - 06:30, Phoenix
Auf schmaler Spur durch Indien

Im Norden Indiens, vor der grandiosen Kulisse der Himalaya-Berge, liegt das Kangra-Tal. Auf einer Länge von 164 Kilometern führt seit 1929 die Kangra Valley-Bahn über 971 Brücken von Pathankot nach Baijnath. Auf der Strecke befinden sich eine Vielzahl historisch und spirituell bedeutsamer Plätze und Tempel. Der bekannteste Ort ist Dharamshala. Hier errichtete der Dalai Lama nach der Flucht aus Tibet seine Exilregierung. Inzwischen leben mehr als 50.0000 Tibeter in der Region, die versuchen, ihre Traditionen und ihre Kultur zu bewahren. Das Kangra-Tal im Norden Indiens besitzt mit seinen versprengten Weilern vor der Kulisse der Himalaya-Berge, seinen Terrassenfeldern und Schmelzwasserbächen einen ganz besonderen Charme. Mitten durch die grandiose Landschaft verläuft die Kangra Valley-Bahn auf einer 164 Kilometer langen Strecke zwischen Pathankot und Baijnath. Sie führt über insgesamt 971 Brücken und durch nur zwei Tunnels. Die Vorgabe bei ihrem Bau 1929 lautete: optischer Einklang mit der Natur. Betagte Schmalspur-Diesellokomotiven ziehen die kleinen hell- und dunkelblau gestrichenen Waggons, die mit den Jahren ein wenig angerostet sind, durch eines der schönsten Täler Indiens. Die Bahn dient Touristen, aber auch und vor allem den Anwohnern des Tals als Beförderungsmittel. Das Kangra-Tal, das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, ist ein Sammelsurium historischer und spiritueller Plätze und Tempel. Vor 200 Jahren entstand hier eine feine Miniaturmalerei, bekannt für ihre Detailgenauigkeit, mit der unter anderem auch sämtliche Formen menschlicher Liebe dargestellt werden. Eines der wichtigsten Heiligtümer im Norden Indiens liegt etwa 30 Kilometer von der Stadt Kangra entfernt, der Jwalamukhi Devi-Tempel. Eine weitere touristische Attraktion ist das Nurpur Fort. Die Strecke der Kangra Valley-Bahn führt durch den nordindischen Bundesstaat Himachal Pradesh. Die Höhenlagen reichen von 350 bis 7.000 Meter. Fast 70 Prozent bestehen aus großflächigen Waldgebieten, davon stehen 90 Prozent unter Naturschutz. Einzigartig in Indien ist, dass hier die Landwirtschaft den Eigenverbrauch des ganzen Bundesstaates deckt. Er grenzt im Osten an Tibet und ist daher auch die Heimat vieler Exiltibeter. Eine besondere Rolle nimmt dabei die Stadt Dharamshala ein. Hier richtete der Dalai Lama seine Exilregierung ein. Inzwischen sollen in Dharamshala und Umgebung etwa 50.000 Tibeter leben, davon 20.000 Mönche. In einer Universität, Schulen und Instituten wird die tibetische Kultur gepflegt und erhalten.
06:30 - 07:15, Phoenix
Auf schmaler Spur durch Indien

Matheran im Westen Indiens liegt nur wenige Kilometer von der Millionenmetropole Mumbai auf einem Tafelberg in rund 800 Metern Höhe. Die Matheran-Hill-Bahn führt auf einer abenteuerlichen Strecke aus dem fast auf Meereshöhe gelegenen Neral in den beliebten Luftkurort. Die frische Luft, die schattigen Wälder und die zahlreichen, von Wanderwegen erschlossenen Aussichtspunkte machen Matheran zu einem begehrten Ausflugsziel für indische und auch ausländische Besucher. Besonderes Kennzeichen Matherans ist allerdings die Abwesenheit von Autos und Motorrädern, sie dürfen nicht in den rund 5.000 Einwohner zählenden Ort. Wer die kaum enden wollenden Hupkonzerte indischer Großstädte gewohnt ist, mag sich vorkommen wie im Paradies. Schon bevor ruhesuchende Großstädter die Vorzüge dieses Ortes entdeckten, war es ein indischer Geschäftsmann, der gern die frische Luft des Bergortes genoss und Ende des 19. Jahrhunderts häufig auf dem Pferderücken hierher kam. Um die Anreise nach Matheran auch für normale Bürger einfacher zu machen, begann er 1901 mit dem Bau der Matheran-Hill-Bahn. Es entstand eine Schmalspurbahn, die in zwei Stunden auf rund 20 Kilometern atemberaubender Strecke aus Neral in den über 700 Meter höher gelegenen Kurort führt. Dabei gelang den Ingenieuren das Kunststück, einen Zickzack-Kurs mit zahlreichen engen Kurven entlang der steilen Bergflanke zu führen, der nur einen einzigen Tunnel erforderlich machte. Und dieser ist auch noch so kurz, dass er den Beinamen "One-Kiss-Tunnel" führt. Filmautor Peter Weinert ist mit seinem Team die reizvolle Bahnstrecke auf den Tafelberg gefahren und hat den beliebten Ausflugsort Matheran besucht. Sein stimmungsvoller Bericht zeigt eine der attraktivsten Schmalspurbahnen Indiens, ihre kühne Streckenführung sowie die Geschichte ihrer Entstehung und macht deutlich, warum die Bahnlinie vor der Aufnahme in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes steht. Der Film ist aber darüber hinaus auch ein lebendiges Portrait des quirligen Kurortes Matheran, seiner Bewohner und Gäste und der faszinierenden Landschaft, in die dieser ungewöhnliche Ort eingebettet ist.
12:45 - 13:30, Phoenix
Die endlose Fahrt der Liemba

Sie hat Kaiser Wilhelm überlebt, diverse Kriege und zwei Mal den eigenen Untergang. Seit genau 100 Jahren ist ein deutsches Schiff auf dem Tanganjikasee das wichtigste Verkehrsmittel. 1913 auf der Meyerwerft in Papenburg gebaut, wurde das Schiff wieder zerlegt und in 5000 Kisten in die frühere Kolonie Deutsch-Ostafrika gebracht. Im Laufe ihrer wechselvollen Geschichte wurde aus der "Graf Götzen", wie sie ursprünglich hieß, die "Liemba", aus dem adligen Deutschen die Königin vom Tanganjikasee. Die D okumentation zeigt das Leben von einer Handvoll der rund 500 Menschen an Bord: Kapitän, Maschinist, Passagiere in der ersten und dritten Klasse. Eigentlich sollte das Schiff schon vor Jahrzehnten verschrottet werden. Doch bis heute gibt es keine Alternative - weder für das Schiff noch für die Passagiere, deren Dörfer am Ostufer des Sees mit dem Auto nicht erreichbar sind. Peter Schreiber und das Team aus dem ARD-Studio Nairobi berichten über eine abenteuerliche Schiffsfahrt in Afrika. Und sie geben Einblick in den tansanischen Alltag auf und am Rande des Tanganjikasee.wandern durch Tiberias, eine Stadt am See, die von Herodes Antipas im Jahre 17 n. Chr. errichtet wurde.Pflanzen - Reste urtümlicher Farnwälder etwa, die es sonst nirgendwo mehr gibt.
14:30 - 14:45, Phoenix
Im Luxuszug durch den Süden Afrikas

Es klingt wie ein Traum: Mit einem restaurierten Luxuszug einmal quer durch das südliche Afrika reisen. Der Rovoszug macht es möglich. Die Waggons sind im Stil der Kolonialzeit restauriert. Alles ist vom Feinsten. Der Zug wirbt mit 5-Sterne-Standard. Fast 6000 Kilometer lang ist die Reise und geht von Dar es Salaam in Tansania nach Sambia zu den berühmten Victoria-Fällen, zum Chobe-Nationalpark in Botswana, weiter durch Simbabwe bis nach Kapstadt in Südafrika. Was für die Fahrgäste eine Traumreise ist, ist für die Reiseleiter und die Crew eine Herausforderung. Frische Lebensmittel entsprechen nur an bestimmten Haltestationen den Anforderungen, täglich stehen aber neben dem opulenten Frühstück zwei Mahlzeiten mit jeweils drei Gängen auf dem Programm, und das für 61 Passagiere. Das Kamerateam begleitet Mart Marais, die Zugchefin, und schaut mit ihr hinter die Kulissen des Luxuszuges. Unerschütterlich sorgt sie dafür, dass die Reise reibungslos verläuft, möglichst ohne dass die Fahrgäste etwas von den Problemen mitbekommen. Mit dabei ist auch der Reiseleiter Andreas Lappe, der vor 25 Jahren in Kapstadt seine Wahlheimat gefunden hat, nachdem er mit dem Fahrrad durch ganz Afrika gefahren war und dabei seine Liebe zum Kontinent entdeckt hat. Auf dem Luxuszug aber ist er täglich gefordert. Die Gäste müssen unterhalten werden, die Ausflüge minutiös durchgeplant sein - nichts überlässt er dem Zufall. ZDF-Korrespondent Timm Kröger und das Kamerateam aus dem Studio Johannesburg haben die Reisegesellschaft von Lusaka, der Hauptstadt Sambias, bis nach Pretoria, der Hauptstadt Südafrikas, begleitet.
14:30 - 15:00, MDR
Der Rasende Roland - Mit Tempo 30 über die Insel Rügen

Die vielfältigen Reize von Rügen zu beschreiben, ist ein schweres Unterfangen. Eine riesige Fülle an Sehenswürdigkeiten, Geschichte und Kultur machen die größte deutsche Insel zu einem Reiseziel, das man erleben und "erfahren" sollte - am besten mit dem dampfbetriebenen "Rasenden Roland". Die Geschichte der schmalspurigen Rügenschen Kleinbahn begann im Jahre 1895. Vieles haben die ursprünglich knapp einhundert Kilometer langen Gleise auf der Insel seither erlebt, wurden doch Millionen von Gästen mit maximal 30 Kilometern pro Stunde über die Insel geschaukelt. In den 60er-Jahren hat man zwei Streckenabschnitte stillgelegt, auch die Bäderbahn im Südosten sollte durch Busse ersetzt werden, was aber noch zu DDR-Zeiten verhindert wurde. Heute ist der "Rasende Roland" die Attraktion schlechthin auf der Insel Rügen. Täglich zuckeln die Züge mit Dampf auf der gut 24 Kilometer langen Strecke von Putbus nach Göhren und zurück. Ein Film mit viel Rauch, Romantik und Ostsee-Flair.

14:45 - 15:30, Phoenix
Genuss auf Schienen

Eine Strecke - fünf Speisewagen. Wer die Küchen Mitteleuropas kennenlernen will, der muss einfach nur im Zug durch Tschechien und die Slowakei fahren. Unser Weg führt uns von Budapest in Richtung Deutschland - quer durch Tschechien. Wir steigen aus und um - und entdecken dabei kulinarisch den Balkan, Ungarn und Polen. Un d in den Wartezeiten auf den Bahnhöfen auch das Land entlang der Gleise: Wir werden zu einem mährischen Schlachtfest geladen, lernen das härteste Pferderennen des Kontinents kennen - und treffen im Zug auf einen echten Hollywoodstar… Korrespondent Danko Handrick und das Team aus dem ARD-Studio Prag servieren ein Reisemenü in fünf Etappen.
15:30 - 16:15, Phoenix
Böhmische Flussfahrt

Sie ist das blaue Band Böhmens - die Elbe. Auf einer Flussreise quer durch Tschechien begleitet ARD-Korrespondent Danko Handrick den Elblauf von der Quelle im Riesengebirge bis zur sächsischen Grenze und macht dabei unerwartete Entdeckungen. Auf dem Fahrrad und auch auf andere Weise entdeckt Handrick die fruchtbare Weite des Elbtals. Aber auch finstere Schluchten und sogar ein echter Vampirfriedhof liegen auf seinem Weg. Handrick trifft Schlossherren wie auch Datschenbesitzer, besucht den explosivsten Ort des Landes und nimmt eine Abkürzung durch die "afrikanische Savanne". Am End e der Reise erfährt er schließlich, warum die Elbe eigentlich gar nicht nach Deutschland fließt…
18:30 - 19:15, Phoenix
China auf zwei Rädern

Die Reise mit dem Rad führt ARD-Korrespondentin Ariane Reimers und ihr Kamerateam aus dem Studio Peking viele tausend Höhenmeter hinauf in die Berge Yunnans. Von der Millionenstadt Kunming über die berühmten Altstädte von Dali und Lijiang bis in die sagenhafte Stadt Shangri-La mit ihrem buddhistischen Tempelbezirk. Immer abseits der großen Straßen, auf kleinen Teerstraßen und Schotterstrecken. Yunnan ist Chinas bunteste Provinz, viele der ethnischen Minderheiten haben hier ihr Zuhause: Tibeter, Hui, Bai, Yi, Miao. Die Dörfer in den Bergen sind immer noch schwer zu erreichen, früher waren sie beinahe abgeschottet. Deshalb konnten die Menschen dort ihre Sprachen und Kulturen bewahren. Die Landschaft ist wunderschön: Tolle Bergpanoramen, Reisterrassen, Seen, Flüsse mit spektakulären Schluchten, buddhistische Tempel. Aber auch eine ziemliche Strapaze für die Radwanderer: ein unentwegtes Auf und Ab, Einsamkeit wechselt ab mit quirligen Städten und Touristenverkehr.  Die spannendste Frage aber - wie werden die müden Radfahrer in den entlegenen Dörfern aufgenommen? Wem begegnen sie? Wer gibt ihnen Unterkunft? Wo dürfen sie ihr Zelt aufschlagen? Sind die Menschen in Yunnan eher freundlich gegenüber den Fremden oder zurückhaltend? Um das zu erfahren, sind Ariane Reimers und ihr Team aufgebrochen zu dieser abenteuerlichen Reise.
19:15 - 20:00, Phoenix
Radtour vor den Toren Tibets

Schneebedeckte Berge, unendliche Weiten, Einsamkeit - das tibetische Hochland mit seinen faszinierenden Kulturen lockt ARD-Korrespondentin Ariane Reimers und Kameramann Ronald Schütze wieder auf das Fahrrad. Ganz nah an den Menschen, die nach den Erfahrungen ihrer ersten Radreise durch China viel aufgeschlossener gegenüber den Fremden sind. Die anstrengende Tour soll sie vom Qinghai-See bis hinauf zum Animaqing führen, einem heiligen Berg der Tibeter. Doch nach einigen Tagen werden Ariane Reimers und das Team gestoppt - nicht vom drohenden Wintereinbruch, sondern von den lokalen Behörden. Die Provinzfürsten fürchten mögliche Berichte über die Freiheitsbestrebungen der Tibeter. Und so muss das Team die Unterkunft noch in der Nacht verlassen. Am nächsten Tag erklären die Behörden, dass sie die Provinz Qinghai ganz verlassen müssen. Was jetzt? Den Dreh abbrechen? Für Ariane Reimers keine Frage: jetzt erst recht. Und so setzen sie und ihr Kameramann sich ein neues Ziel: Chengdu, die Millionenstadt in der Provinz Sichuan. Auf dem Weg dorthin liegen Gebirgszüge, Passstraßen in 4000 Metern Höhe und jeden Tag über 100 km Strecke mit dem Rad. Die neue Route führt nicht nur durch grandiose Landschaften, sondern auch durch das Gebiet misstrauischer Muslime und Tibeter, die sich voneinander abschotten. "Grenzerfahrungen" im wahrsten Sinne des Wortes. Am Ende werden Ariane Reimers und Ronald Schütze mehr als 2000 Kilometer zurückgelegt haben.
Dienstag, 23.04.2019
06:25 - 06:55, 3SAT
Abenteuer Hurtigruten 

Viele Passagiere meinen, es sei die schönste Schiffsreise der Welt. Tradition und Moderne, atemberaubende Winterlandschaften - die Hurtigruten. Eine Schiffsreise auf den Hurtigruten ist ein Erlebnis. Im Süden Norwegens beginnt das Abenteuer. Es geht entlang der zerklüfteten Fjordlandschaft hoch in den Norden zum Polarkreis. 1893 wurde die Strecke von einem Postschiff erstmals befahren. Endlich gab es damals eine Verbindung zwischen den Handelszentren im Süden und den unerreichbaren Fischerdörfern im Norden Norwegens. Aus der Transportroute von damals ist längst ein Touristenmagnet geworden. Besonders im Winter, wenn Schnee und Eis die Küsten in eine faszinierende Landschaft verwandeln und Reisende vom Polarlicht verzaubert werden. Von Menschen, die sich mit dieser Reise einen Lebenstraum erfüllen, von Besatzungsmitgliedern, die das einzigartige Erlebnis möglich machen, und von Norwegern, die die "MS Nordkapp" für Behördengänge oder Arztbesuche nutzen, erzählt der Film. Teil eins der Reise beginnt in Bergen, der zweitgrößten Stadt Norwegens. Umgeben von sieben Bergen, wird sie auch das "Tor zu den Fjorden" genannt und ist zentraler Ausgangspunkt für Norwegen-Reisen. Die Mischung aus Lokalkolorit und Geschichte kann man am besten im Hafenviertel Bryggen kennenlernen. Das UNESCO-Weltkulturerbe und ein Besuch auf dem Fischmarkt stimmen die Passagiere auf die kommenden Tage an Bord der "MS Nordkapp" richtig ein. Die Reise führt durch den atemberaubenden Nordfjord auf das offene Meer. Erster Halt ist Ålesund. Mit ihren Jugendstil-Türmen ist die Stadt schon aus der Ferne gut zu erkennen. Im Hafen werden Waren, Lebensmittel und Post aus- und wieder eingeladen, Arbeitsalltag für die Crew. Weiter geht es zur drittgrößten Stadt Norwegens, nach Trondheim. Es ist Zeit zum Verweilen. Der Wikinger und spätere König Olav Tryggvason gründete die altertümliche Stadt 997 nach Christus. Hier befindet sich die Kathedrale "Nidarosdom", die einzige Norwegens aus gotischer Zeit. Am vierten Tag wird der Polarkreis überquert und dieser Augenblick mit einer zünftigen Polarkreis-Zeremonie zelebriert. Dann tauchen schon bald die Lofoten auf, mit einer 1000 Meter hohen Eiswand am Horizont. Den Charme der Inselgruppe erleben die Passagiere, vorbei an den kleinen, malerischen Fischerdörfern auf dem Weg zum Städtchen Bodø. Bei einer Winterwanderung außerhalb des Stadtzentrums von Bodø hat man einen beeindruckenden Ausblick auf die 13 schneebedeckten Gipfel der Bergkette Borvasstindan.

06:55 - 07:30, 3SAT
Abenteuer Hurtigruten

Die Autoren sind mit der "MS Nordkapp" unterwegs auf den Hurtigruten - von Bergen im Süden Norwegens bis in den hohen Norden nach Kirkenes. Die Linie der alten Postschiffe wurde 1893 zum ersten Mal befahren. Sie war die einzige Verbindungsstrecke zwischen den Handelszentren im Süden und den abgelegenen Fischerdörfern im Norden Norwegens. Heute ist aus dem Transportmittel längst auch ein touristisches Unternehmen geworden, das jährlich viele Tausende Touristen anzieht. Sie wollen die Urgewalten der zerklüfteten Fjord-Landschaften erleben, meterhohe Eiswände bestaunen und sich von den bizarren Polarlichtern verzaubern lassen. Eine Reise im Winter kann zudem sehr abenteuerlich werden. Schnee, Kälte und Sturm sind vor allem für die Besatzung eine Herausforderung. Das Wohlfühlprogramm an Bord, Wandertouren und Schlittenfahrten an den verschiedenen Orten werden für die Passagiere zu einem einzigartigen, unvergesslichen Erlebnis. Mittlerweile ist die "MS Nordkapp" nördlich des Polarkreises und steuert die "Hauptstadt der Arktis", Tromsø, an. Während das Schiff im Hafen liegt, ist Zeit für einen Stadtbesuch. Sehenswürdigkeiten gibt es viele, hier steht beispielsweise die am nördlichsten gelegene Kathedrale der Welt. Nach kürzeren Stopps im hohen Norden erreicht das Schiff das Tor zum spektakulären Nordkap. Per Bus geht es dann an der schroffen Felsenküste entlang zum Plateau des Globus-Denkmals, dem Symbol für das Nordkap. Nur 2000 Kilometer entfernt befindet sich der geografische Nordpol. Mit dem Gefühl, am Ende der Welt zu sein, geht die Schiffsreise weiter ins Kernland der Samen. Im Fischerdorf Kjøllefjord gehen viele Passagiere von Bord, um eine aufregende Fahrt mit dem Schneemobil durch die entlegensten Landschaften in Lappland zu erleben. Schneebedeckte Täler und - mit etwas Glück - das hypnotisierende Nordlicht am klaren Sternenhimmel sind die Highlights. Der Ausflug endet in Mehamn in der Nähe des nördlichsten Punkts des europäischen Festlands an der stürmischen und wilden Küste der Finnmark. Endstation der Schiffsreise ist Kirkenes im äußersten Nordosten Norwegens. Viele Touristen gönnen sich hier eine Hundeschlittenfahrt mit heimischen Huskys, um noch einmal den Zauber des verschneiten Nordens zu erleben. Die "MS Nordkapp" wird hier umdrehen und nach geschäftigem Ein- und Ausladen von Gütern, wie Lebensmitteln oder Medikamenten, die Rückreise antreten.

Mittwoch, 24.04.2019
13:15 - 13:25, 3SAT
Bahnhöfe dieser Welt - Nächster Halt Zukunft

Das globale Bahnnetz hat eine glorreiche Vergangenheit. Aber hat es auch eine Zukunft? Dieser Frage geht der Film am Beispiel der legendären Eisenbahngesellschaft "Indian Railways" nach. 23 Millionen Gäste befördert die "Indian Railways" jeden Tag. In den nach Geschlechtern getrennten Vorort-Zügen von Mumbai trifft Korrespondentin Barbara Lüthi Frauen, die sich freie und sichere Fahrt erkämpfen. Manchmal entstehen im Zug sogar Freundschaften fürs Leben.

20:15 - 21:00, ARD alpha
El Transcantabrico - Im Hotelzug durch Nordspanien

Die Zugfahrt im Luxuszug "Transcantabrico" führt entlang Galiziens Küste, zerfurcht von riesigen Flussmündungen und berühmt für ihre Meeresfrüchte, vorbei an der architektonischen Erhabenheit der Pilgerstadt Santiago de Compostola mit ihren berührenden menschlichen Begegnungen. Es geht zu den Fischerstädtchen Asturiens und den Sidra-Kneipen in den Metropolen Oviedo oder Gijon, wo der Apfelwein in hohem Bogen eingeschenkt wird. Die Hochgebirgslandschaft der Picos de Europa steht ebenso auf dem Ausflugsprogramm wie ein Besuch in den originalgetreu nachgebauten Höhlen von Altamira mit ihren künstlerischen Hinterlassenschaften der frühesten Europäer. Kantabriens Metropole Santander mit den vielen Stränden und das baskische Bilbao mit dem Guggenheim-Museum und seinen vielen "Pintxo"-Bistros für den kleinen Hunger zwischendurch sind weitere urbane Höhepunkte dieser Reise. Im Zug kümmert sich eine aufmerksame Crew um das Wohl der Reisenden, und abends darf dann schon mal im Salonwagen das Tanzbein geschwungen werden - die Fahrt mit dem "Transcantabrico" verspricht unvergessliche Urlaubstage.
Donnerstag, 25.04.2019
11:10 - 11:55, B3
Amerikas legendäre Straßen - Der Oregon Trail

Über den beschwerlichen Oregon Trail machten sich die Siedler Mitte des 19. Jahrhunderts auf den Weg in Richtung Pazifikküste. Mehr als 400.000 Menschen nahmen monatelange Strapazen im Planwagen in Kauf auf der Suche nach dem erhofften Paradies an der Westküste. Von Missouri aus ging es durch karge Steppen, über steile Gebirgsketten und durch ausgedehnte Wüsten. Nach zwei Dritteln der Strecke trennten sich die Wege. Die Abenteurer und Goldsucher zogen südwärts nach Kalifornien, die Farmer strebten Richtung Norden nach Oregon. Mit der Zeit gelang es den Siedlern, die Strecke stetig zu verbessern und auch zu verkürzen. Die Eisenbahn brauchte der Route dann nur noch zu folgen. Filmemacherin Katja Esson zeigt Städte und Ortschaften, die entlang der damals verlegten Eisenbahngleise entstanden und an die abenteuerliche Besiedlung des Westens erinnern.
Freitag, 26.04.2019
13:15 - 14:05, 3SAT
Sommerfrische - Reisen wie zu Kaisers Zeiten

In der Habsburg-Monarchie machte man nicht einfach Urlaub, man fuhr zur Sommerfrische. Eine oft wochenlange Erholung auf dem Land, am See oder am Meer war damals keine Seltenheit. Adelige und wohlhabende Großbürger reisten mit den Annehmlichkeiten der Stadt aufs Land und verbanden die Vorzüge idyllischer Natur mit urbaner Geselligkeit. Das Salzkammergut, der Wörthersee, Triest und Abbazia sind nur einige der damaligen Traumziele. Das Vielvölkerreich der Habsburger stellte einen kulturell wie gesellschaftlich einzigartigen Kosmos dar. Die nostalgische Verklärung dieser Ära begann noch vor dem Ende des Habsburgerreichs und hält bis heute an, vor allem in Orten, die mit einer der schönsten Errungenschaften der Donaumonarchie verbunden sind - der Sommerfrische. Das vornehmlich adelige und großbürgerliche Sommervergnügen, dessen Wurzeln in der Biedermeierzeit liegen und dem, wenn auch in bescheidenerem Rahmen, bis in die Zwischenkriegszeit gefrönt wurde, wird in dieser Dokumentation in all seinen Facetten gezeigt: von den populärsten Reisezielen vergangener Tage über die spezielle Reisekultur bis zu Transportmitteln und -wegen. Das "Fin de siècle" wurde zum Höhepunkt der Sommerfrische. Man reiste aufs Land, um dort wie in einem Freiluftsalon eine gesellige Zeit miteinander zu verbringen. Man schwärmte von Triest, von der Riva in Pola und vom milden Klima Abbazias. Damals entdeckte man den Gardasee und den Wörthersee und eroberte die Gipfel der Alpen. Das Reisen im alten Österreich war untrennbar mit der verkehrstechnischen Erschließung des Großreichs verbunden. Das Salzkammergut gilt als Wiege der Sommerfrische. Der Kurbetrieb am Traunsee war zutiefst verbunden mit dem österreichischen Kaiserhaus und der Nähe zu Ischl, wo Kaiser Franz Joseph seine Sommer verbrachte. Bis heute konnten Orte wie Gmunden viel vom Flair vergangener Tage bewahren. Während am Traunsee überwiegend Mitglieder der nationalen und internationalen Aristokratie dominierten, wurde das restliche Salzkammergut bald durch das gehobene Bürgertum erschlossen. Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckte man den Attersee, und die ersten Sommervillen der Bourgeoisie entstanden. Fasziniert vom Türkisblau des Wassers, mischten sich Fotografen, Maler, Komponisten und Dichter - von Gustav Mahler bis Gustav Klimt - unter das reiche Großbürgertum. In der 1890 erbauten Villa Langer in Steinbach am Attersee wird die Sommerfrische wiederbelebt, wie sie Adelige, Großbürger und berühmte Künstler genossen haben. Der 1886 gegründete "Union Yacht Club Attersee" zählt zu den ältesten und heute zu den größten Segelclubs Österreichs. Wenn Komponisten Urlaub machten, suchten sie meist nach Inspiration und Ruhe. Als kreative Refugien dienten ihnen gerne Seebäder, Komponier-Häuschen oder ein abgelegenes Waldhaus. Gerne bedienten sie dabei das Klischee des genialen Eremiten, auch wenn so mancher von ihnen den Freuden des Lebens nicht abgeneigt war. Johannes Brahms war einer jener Komponisten, die ihre produktivsten Zeiten während ihres Urlaubs hatten. Sommerfrische war für ihn niemals nur Amüsement. Einige seiner berühmtesten Werke komponierte er in Pörtschach am Wörthersee. Mit dem Anschluss der Bahnstrecke Wien-Klagenfurt an die "k.u.k. Südbahn" wurde der Aufenthalt am Wörthersee zu einer gut erreichbaren Attraktion und Pörtschach zu einem der edelsten Sommerfrische-Orte in der Donaumonarchie. Die "Johannes-Brahms-Gesellschaft Pörtschach" rief 1993 den "Brahms Musiksommer" ins Leben - mit Konzerten bekannter Interpreten, Festwochen und internationalem Wettbewerb. Das Programm dieser Veranstaltung, das Musikliebhaber aus ganz Europa anzieht, weist jährlich wechselnde Schwerpunkte auf. Mit dem Entstehen eines neuen Naturgefühls im 18. Jahrhundert wurden die Alpen zum Ausgangspunkt einer neuen Naturbewegung. Die bisher nur Angst erweckenden Berge wurden zu einer Art irdischem Paradies stilisiert. Auch hier fokussierte sich die Aufmerksamkeit rasch auf das Salzkammergut. Es war in der Nähe von Gößl, wo der bis heute als "Steirischer Prinz" hoch verehrte Erzherzog Johann beim Klettern im Toten Gebirge das Ausseerland entdeckte. Johann, der "Grüne Rebell aus dem Hause Habsburg", lebte seine Philosophie vom Bewahren und Erneuern. Der volksnahe Erzherzog vertrat das Motto "zurück zur Natur" lange bevor es zum Modetrend verkam. Mit den gesellschaftlichen Umbrüchen am Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Bergsteigen schließlich zur Massenbewegung. Es gibt sie noch, die Orte und Landschaften, wo trotz zeitgemäßer Technik versucht wird, das Flair vergangener Tage zu erhalten. Dieses Flair gilt es zu erspüren und zu ergründen, um den Mythos der Sommerfrische erfahrbar zu machen.

14:05 - 17:35, 3SAT
Auf den Schienen des Doppeladlers - Aufbruch ins Eisenbahnzeitalter

Mehr als 170 Jahre nach der Eröffnung des ersten Streckenabschnittes auf österreichischem Boden hat die Eisenbahn nichts von ihrer Faszination verloren. Der Film aus der Reihe "Auf den Schienen des Doppeladlers" zeigt, wie es zur Entstehung des gigantischen Bahnnetzes der Donaumonarchie gekommen ist und welche bautechnischen Leistungen vollbracht wurden, um die Steppen Galiziens mit den Küsten der Adria zu verbinden. Beleuchtet werden auch die vielfältigen Folgen des Bahnbaues: sei es die Entstehung der Sommerfrische in den verschiedensten Regionen, die Vereinheitlichung der Zeit oder die enorme Bedeutung der Eisenbahn für das Militär und die Kriegsführung. Die Bahn ist für Millionen Menschen weltweit zur Passion und Leidenschaft geworden. Unvergleichlich größer und fundamentaler muss dieses Erlebnis wohl für die Menschen im Österreich der Donaumonarchie gewesen sein. Chronisten aus dieser Zeit verglichen das Aufkommen der Eisenbahn mit der Entdeckung Amerikas oder dem Buchdruck. Entlang der historischen Bahnstrecken der ehemaligen Donaumonarchie führt die Reihe "Auf den Schienen des Doppeladlers" zu den bedeutendsten Orten und in die entlegensten Winkel des einstigen Habsburgerreiches, die durch die Eisenbahn verbunden waren und sind. Es waren die Eisenbahnen, die das weite Reich mit Leben erfüllten, Menschen und Waren zirkulieren ließen und so zum Florieren von Handel, Industrie und Fremdenverkehr entscheidend beitrugen.
Samstag, 28.04.2019
00:50 - 01:20, 3SAT
Eine Reise in Japans grünes Herz

Die Reise führt von Tokio über 100 Kilometer Richtung Westen in die waldige Berg- und Seen-Region Hakone. Das Naturparadies wird als Erholungsort geschätzt und viel besucht. Moderne Züge wie der "Romance Car" bringen zahlreiche Touristen aus dem In- und Ausland hierher zur Erholung, zur Kur oder einfach nur zur Sightseeing-Tour. Die meisten Besucher kommen mit der Eisenbahn, in Japan eine wirkliche Alternative zum Auto.
01:20 - 01:50, 3SAT
Grüner Tee & grauer Rauch - Bahnreise durch Japans Mitte

Dampfbahnen sind in Japan selten geworden. Die "Oigawa Railway", ungefähr 200 Kilometer westlich von Tokio gelegen, ist eines dieser seltenen Exemplare. Zwei Dampfzüge sind täglich im Einsatz. Hinzu kommen ein Zahnradabschnitt, der mit einer E-Lok befahren wird, und eine atemberaubende Streckenführung über einen Stausee, der die Fahrt zu einem Bahnabenteuer werden lässt.
01:50 - 02:20, 3SAT
Der Shinkansen - Japans eisernes Rückgrat

Bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio im Jahr 1964 wurde er der staunenden Welt zum ersten Mal vorgestellt: der Shinkansen, ein Zugtyp, den es so noch nie gegeben hatte. Er war der Vorreiter einer neuen Bahnepoche, der Epoche der Schnelltriebwagen. Die japanischen Superzüge erreichten mit ihren 200 Stundenkilometern eine Reisegeschwindigkeit, an die in Europa noch lange nicht zu denken war. Das "eiserne Rückgrat" Japans, so die wörtliche Übersetzung von "Shinkansen", breitete sich Stück für Stück in Japans Streckennetz aus. Heute befahren die Schnellzüge beinahe 2000 Kilometer und erreichen 270 Stundenkilometer. Seit 1964 haben sie fast fünf Milliarden Passagiere befördert.

02:20 - 02:50, 3SAT
Mit Rikscha und Dampfross - Eisenbahnmuseen in Japan

Japan hat kulturell viel zu bieten. Nicht nur die alte Kaiserstadt Kyoto mit ihren Tempelanlagen zieht viele Touristen an - auch andere Museen erfreuen sich großer Beliebtheit. So zum Beispiel das größte Eisenbahnmuseum Japans, das "Umekoji Steam Locomotive Museum". Oder das Freilichtmuseen "Meiji-Mura", in dem 40 Originalgebäude aus der Meiji-Zeit zusammengetragen wurden und eine historische Straßen- und eine Dampfeisenbahn verkehren.
02:50 - 03:20, 3SAT
Eine Lady macht Dampf - Auf der Yamaguchi-Linie in Japans Südwesten

Weil sie so wohlproportioniert und elegant aussieht, nennen die Japaner die Dampflokomotive "C 571" auch "Lady" oder "edle Dame". - Eine filmische Reise mit der "vornehmen" Lokomotive. Sie zieht seit bald 30 Jahren den Touristen-Dampfzug "Yamaguchi" zwischen der modernen Industrie- und Hafenstadt Shin-Yamaguchi und dem Ausflugsziel Tsuwano, einem traditionellen Städtchen in den Bergen der japanischen Hauptinsel Honshu. Unterwegs konnte das Filmteam Tempel besuchen und mit eigenen Augen sehen, woher die Apfelsorte Fuji stammt, die es auch in den deutschen Supermärkten zu kaufen gibt. Außerdem nimmt das Team an einem Kurzlehrgang für Heizer teil und lernt die riesige Begeisterung kennen, die in Japan für Dampflokomotiven herrscht.
Donnerstag, 02.05.2019
11:10 - 11:55, B3
Amerikas legendäre Straßen - Highway 50

Wie wild war der Wilde Westen wirklich? Der Highway 50 erzählt die Geschichten von Goldsuchern und Glücksrittern, von Abenteuern und endlosen Landschaften. Lange bevor Autos auf dem Highway 50 fuhren, gehörte diese Strecke mutigen Reitern. In den Jahren 1860/61 war der berühmte Pony Express die schnellste Postverbindung Nordamerikas. An der Grenze von Utah nach Nevada führt die Straße durch eine gebirgige Hochwüste, die einst bei den Goldsuchern gefürchtet war. Ein Sprecher der American Automobile Association konnte in den 80er-Jahren nichts Sehenswertes am Highway 50 entdecken und nannte ihn daher "die einsamste Straße Amerikas" - verbunden mit der Warnung, sie nur zu befahren, wenn man sich in der Lage fühlt, allein in der Wildnis zu überleben. Filmemacherin Katja Esson ist durch die grandiose Einöde gereist und hat die wenigen Orte entlang der Strecke besucht, ehemalige Bergbaustädte, in denen nur noch ein paar Hundert Menschen leben. Die bewahren die Ortschaften davor, Geisterstädte zu werden. Hollywood machte den Wilden Westen zum Mythos und drehte in Moab, der Stadt am Colorado River, den ersten Western in echter Kulisse.
Freitag, 03.05.2019
14:50 - 15:30, 3SAT
Durch Australien in legendären Zügen

Der "Ghan" gehört zu den berühmtesten Reisezügen der Welt. Er durchquert Australien von Süden nach Norden, mitten durch das rote Herz des Kontinents. Robert Hetkämper und sein Filmteam sind mit dem "Ghan" gereist - in drei Tagen und zwei Nächten, von Adelaide bis Darwin. Zur Anreise aus Melbourne benutzten sie eine weitere Zuglegende: den "Overland", den berühmten Expresszug durch den Staat Victoria.
15:15 - 16:00, RBB
Mit dem Jeep durch Angola

Mit dem Allradfahrzeug geht es in das schwierigste Terrain von Angola. In der Namib-Wüste an der Grenze zu Namibia starten die meisten Touren ins noch unerschlossene Angola. Hier ist Afrika so ursprünglich wie kaum irgendwo. Auf dem Programm stehen Wüstenfahrten genauso wie Urwald und die fast endlose Küste. Abends am Lagerfeuer, die Jeeps in einer Wagenburg aufgestellt, hört man die Löwen brüllen. Es sind die Vielfalt der Landschaften und das Unerschlossene, die diese Allradtour so besonders machen. Das Filmteam schließt sich einer Gruppe "echter" Abenteurer an. Sie sind Abenteurer, zumindest in ihrer Freizeit. Dann bezwingen sie das schwierigste Terrain von Angola im Jeep. In der Wüste Namib an der Grenze zu Namibia starten die meisten auf ihren Touren ins noch unerschlossene Angola. Manchmal sind Familien darunter, meistens aber Männer mit ihren Ehefrauen. Hier ist Afrika so ursprünglich wie kaum irgendwo. Auf dem Programm stehen Wüstenfahrten, Urwald und die endlos wirkende Küste. Abends am Lagerfeuer, die Jeeps in einer Wagenburg aufgestellt, hört man die Löwen brüllen. Die Vielfalt der Landschaften und das Unerschlossene machen diese Allradtour so besonders. 900 Höhenmeter werden über eine alte Serpentinenstraße überwunden, der Serra da Leba Pass führt in eine völlig neue Landschaft. Es ist eine zerklüftete Bergwelt, halbtropisch, mit Mangobäumen und Wasserfällen und eine der wenigen Provinzen, die vom jahrelangen Bürgerkrieg weitgehend verschont geblieben war. Trotzdem blieben die Touristen fern. Fern von jeder Zentralregierung leben die meisten Einwohner an der Strecke von dem, was sie anbauen und in der Natur sammeln. Noch ist die Tour ein Geheimtipp unter ganz harten Offroad-Fans.
15:30 - 16:15, 3SAT
Mit dem Zug durch Australiens Süden

Mitte des 19. Jahrhunderts startete der erste Heißluftballon über Melbourne, und so ist es fast schon Tradition, zum Sonnenaufgang über die Hauptstadt des Bundesstaates Victoria zu schweben. Unten in der Millionenstadt rattert die "City Circle Tram", eine historische Straßenbahn aus den 1950er-Jahren. Touristen und Einheimische nutzen die kostenlosen Fahrten rings um die Innenstadt zu einer entspannten Sightseeing-Tour. Rund 40 Kilometer südöstlich von Melbourne, in den Eukalyptus- und Farnwäldern der Dandenong Ranges, ist "Puffing Billy" zu Hause, Australiens wohl beliebteste Dampfeisenbahn. Was in Europa unter keinen Umständen erlaubt wäre: Auf der 24 Kilometer langen Strecke zwischen Belgrave und Gembrook sitzen die Passagiere auf den halb offenen Wagen und hängen ihre Beine heraus. Die Originalstrecke des "Puffing Billy" wurde 1900 in Betrieb gesetzt und ist eine von vier Schmalspurbahnen, die die Staatsbahn Victorian Railway zu Beginn des 20. Jahrhunderts ins Landesinnere gebaut hat. Eine zweite dieser Schmalspurbahnen ist die "Walhalla Goldfields Railway" rund 180 Kilometer östlich von Melbourne. Sie führte einst von Moe bis Walhalla, eine der seinerzeit reichsten Goldgräberstädte Australiens. In den 1950er-Jahren wurde die Strecke stillgelegt. Heute ist Walhalla der Geheimtipp unter den Victorianern in Sachen Heimatgeschichte. Die Bahn fährt als Museumsbahn auch wieder durch die wilde Schlucht des Stringer's Creek. Eine dritte Museumsbahn findet sich an der wilden Westküste von Australiens südlichstem Bundesstaat, der Insel Tasmanien. Der Name der Bahn ist Programm: "West Coast Wilderness Railway". Sie führt von der Kupferminenstadt Queenstown durch den Regenwald Tasmaniens nach Strahan, eine kleine Hafenstadt am Macquarie Harbour. Eine Fahrt auf dieser Strecke ist nicht nur für Dampflok-Fans, sondern auch für Freunde wilder Naturlandschaften ein grandioses Erlebnis. Auf ihrer Reise durch Australiens Süden treffen die Filmemacher in der Tierpflegestation "Haelesville Sanctuary" auf all jene Tiere, die sie in Australien erwartet hatten, aber in freier Wildbahn nicht zu Gesicht bekamen. Außerdem besuchen sie ein Sägewerk, das die ältesten Bäume der Welt verarbeitet: die Huon Pine. Die Kieferart wächst nur in den Regenwäldern von Tasmaniens Westküste und steht heute unter dem Schutz der UNESCO. Schließlich sind die Filmemacher auch dabei, als Tasmanien einen neuen Weltrekord aufstellt: 114 Wasserskifahrer, gezogen von einem einzigen Boot.