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Sonntag, 03.03.2019
06:45 - 07:00, NDR
Pont du Gard, Frankreich - Römisches Aquädukt von Nimes

Der Pont du Gard im Süden Frankreichs ist die größte erhaltene Aquäduktbrücke der Antike. Im ersten Jahrhundert n. Chr. erbauten die Römer diese fast 50 Meter hohe Aquäduktbrücke als Teil einer Wasserleitung für das heutige Nîmes. Um die natürlichen Hindernisse zu umgehen, konstruierten die Römer eine fast 50 Kilometer lange Trasse, deren oberirdischer Verlauf man zum Teil noch in Form einer langen Steinlinie erkennen kann. In drei Arkadenreihen mit 64 Rundbögen überquert dieses Monument den Fluss Gardon. Damals floss Wasser über das 265m lange Konstrukt, um die heutige Stadt Nimes im Süden Frankreichs zu versorgen. Einerseits architektonisch eindrucksvoll, kann man andererseits die Grundsätze des römischen Wasserbaus hier erkennen. Das gesamte Aquädukt wurde mit einem stetigen Gefälle konstruiert und mit einer durchschnittlichen Neigung von nur 25 cm pro Kilometer. Die Römer benutzten eine Art Beton, aus der die Leitungen gegossen waren - eine Technik, die über 1.000 Jahre lang vergessen blieb. Der Film entführt den Zuschauer in die Gedankenwelt des Baumeisters von einst und führt in die Geheimnisse der römischen Baukunst ein. Indem wir dem architectus über die Schulter schauen, wird der Pont du Gard zu einem lebendigen Zeugnis römischer Zivilisation.

07:15 - 08:00, arte
Triumph der Tomate

Es ist eine Erfolgsstory, die vor rund 500 Jahren ihren Anfang nahm, als die etwas blässliche Tomate von Südamerika nach Europa gelangte und sich rasch in exotischen Gärten, aber nur langsam in der europäischen Küche etablierte. Fremd klingende Namen wie Tschio-Tschio-San, Trèfle du Togo, Russian Rose und Striped German bezeugen das bewegte Leben dieser köstlichen Frucht, die ihren ersten großen Triumph auf dem europäischen Kontinent einem königlichen Dinner im Neapel des ausgehenden 19. Jahrhunderts verdankt: Ein verspieltes Mahl des Königspaares sei – so heißt es – die Geburtsstunde der Pizza Margherita gewesen und damit der erste große Auftritt der sinnlich-roten Frucht. Die Tomate hat es aber auch tatsächlich in sich: Sie ist kalorienarm, dabei aber reich an Karotin und Vitaminen; dazu kommen das "Glückshormon" Serotonin und rund 500 weitere chemische Substanzen, die auf geheimnisvolle Weise die Geschmacksbildung steuern. So ist es kein Wunder, dass die Paradiesfrucht mit diesem genetischen Potenzial auf der Liste der beliebtesten Nahrungsmittel weit vorne steht. Immerhin werden heute jährlich weltweit 120 Millionen Tonnen Tomaten verzehrt. Hinter dieser Erfolgsstory steht aber auch ein gekonnter Flirt zwischen Mensch und Pflanze, dem diese Hommage an den Paradiesapfel auf der Spur ist. Ihr knallig leuchtendes Farbkleid, ihre pralle Form, ihr starker Duft und der vielfältige Geschmack: Das Geheimnis des Siegeszugs der Tomate ist neben ihrer Vielseitigkeit ihre Kunst der Verführung, ihr sinnliches Spiel mit unseren Gaumen. Doch wer dabei wen und vor allem wie überlistet, ist nach wie vor ein spannendes Rätsel. Der Tomatenboom brachte die Frucht mit den vielfältigen Geschmacksrichtungen aber auch in schwere Bedrängnis. Denn seit sie in Agrarfabriken per Zeitschaltung mit Nährlösung auf Ertragsmaximierung, perfekte Form und Reife getrimmt wird, bleibt ihr vielfältiges Aroma auf der Strecke. Eine Imagekorrektur ist längst im Gange – und dabei kommt der Bio-Boom im Supermarktregal und Hausgarten auch der Tomate zugute.

08:00 - 08:25, arte
Thyago und der Klang der Trommel

Der zwölfjährige Thyago trommelt für sein Leben gern. Mit seiner Familie wohnt er in einem Armenviertel im Norden Brasiliens auf engstem Raum, ohne fließendes Wasser. Seit vier Jahren verbringt Thyago jede freie Minute in der Gruppe „Maracatu Sinhá“. Hier lässt er seiner Leidenschaft freien Lauf, trommelt und tanzt nach Herzenslust. Für Thyago und die Gruppe steht ein wichtiger Auftritt bevor. Zum ersten Mal werden sie in ihrem eigenen Viertel spielen, in ihren bunten Gewändern singend, trommelnd und tanzend durch die holprigen Straßen ziehen. Die Kinder arbeiten hart an der Choreographie und proben täglich. Thyagos größter Wunsch ist es, in seiner Gruppe von einem „Novato“, einem Anfänger, zu einem „Veterano“ zu werden und seine eigene Trommel zu bauen – denn für ihn ist ganz klar: „Wer einmal eine Trommel gebaut hat, wird auch schaffen, was er sich vorgenommen hat.“ Wird sich Thyagos großer Traum bald erfüllen?
11:25 - 12:10, arte
Singapur - Im Großstadtdschungel

EEin üppiges tropisches Paradies, aus dem eine Metropole hervorwuchs: Singapur gehört zu den am dichtesten besiedelten Staaten der Erde – und doch verfügt die Insel auch über eine erstaunlich reiche Flora und Fauna. Wie passen sich diese an ihre sich ständig wandelnde Umwelt an? Und welche Maßnahmen trifft Singapur zum Erhalt der letzten Grünflächen? Der größte Teil der Inseloberflächen ist heute bereits verstädtert; nur ein Viertel des Gebietes ist noch unbebaut. 90 Prozent des Urwaldes mussten im Laufe der letzten Jahre landwirtschaftlichen Nutzflächen und der voranschreitenden Verstädterung weichen. Der westliche Teil der Hauptinsel Pulau Ujong wurde jetzt bewusst unter Schutz gestellt: Zehn Prozent der Inselfläche wurden zum Naturschutzreservat erklärt – sogar zum Preis der Umsiedlung langjähriger Einwohner. Der erste Teil der Dokumentation zeigt das Leben verschiedener wilder Tierarten, die die noch verbleibenden Naturräume in den Feuchtgebieten, Mangroven- und Tropenwäldern bevölkern: Rhesusaffen tollen durch die Wälder, Krokodile und Warane besiedeln touristische Naturgebiete, und auch Wildschweine, sogenannte fliegende Lemuren, Adler, Eulen, Eisvögel, Reiher, Federbüsche und Chinesische Schuppentiere haben jeweils ihr Biotop gefunden. Trotzdem sind 70 Prozent der Tierarten Singapurs durch den Schwund ihres natürlichen Lebensraums vom Aussterben bedroht – denn auch nach all den Bemühungen leben Stadt und Natur in einem oft heiklen Gleichgewicht .

12:10 - 12:55, arte
Singapur - Im Großstadtdschungel

Der rasant wachsende Inselstaat Singapur gehört zu den am dichtesten besiedelten Ländern der Welt. Doch ist die tropische Insel dank ihres erstaunlichen Tier- und Pflanzenreichtums auch im wahrsten Sinne des Wortes ein wilder Großstadtdschungel. Makaken-Horden haben bereits in den Baumwipfeln zwischen den Hochhäusern ein Zuhause gefunden, die sonnenbeschienenen Teiche sind Heimat von mehr als 120 Libellen, und Wasserjungfernarten dienen nicht nur Ottern als Nahrungsquelle. Doch die Stadtplanung ist Sachzwängen ausgesetzt, die mit dem geringen Naturraum, der den Tieren noch bleibt, in Konflikt geraten. Mit dem Ziel, sich weiterhin als „Gartenstadt” bezeichnen zu können, hat sich die Insel dafür entschieden, einen Teil seines Naturerbes zu schützen, ohne auf eine urbane Entwicklung zu verzichten. Mit einem Maßnahmenpaket zur Wiederherstellung und Bewahrung von Naturflächen wurde die Wende eingeläutet: Zwischen den Wolkenkratzern liegen unzählige Rasen, Parks, Baum- und Freizeitanlagen. Singapur ist wieder eine blühende Stadt, grüne Korridore verbinden alle bepflanzten Flächen miteinander. Dadurch können Tiere über die gesamte Insel wandern, ohne allzu sehr von der Verstädterung gestört zu werden. Doch wie können Mensch und Tier auf so engem Raum zusammenleben? Eignen sich manche Arten besser dafür als andere? Welche Folgen bringt das Leben in der Stadt für die Entwicklung der Tiere mit sich? Der zweite Teil der Dokumentation zeigt, wie sich die Natur in Singapur und den Vororten behauptet, und mit Hilfe welcher Maßnahmen die Insel der Natur mehr Raum schaffen möchte.

13:30 - 14:00, 3SAT
Brasiliens fliegende Edelsteine

Der Rubin-Topas-Kolibri lebt im Osten Brasiliens und ist der schönste aller Kolibris. Seine Kehle ist goldfarben, seine Stirn leuchtet tiefrot. Der Film beobachtet den Vogel ein Jahr lang. Er verfolgt Revierkämpfe, die spektakuläre Balz, den Nestbau und die Jungenaufzucht. Außerdem stellt der Film Menschen im Osten Brasiliens vor und zieht Parallelen zum menschlichen "Balzverhalten".
14:00 - 14:45, 3SAT
Hawaii - Inside Paradise

Maui - die zweitgrößte Insel Hawaiis - ist das Wasserparadies des Archipels, für Menschen und Tiere gleichermaßen. Wale bringen hier ihre Jungen zur Welt, und Surfer schätzen den Wellengang. An der Nordküste reiten die mutigsten Surfer der Welt auf bis zu 20 Meter hohen Wellen. Hawaii - das ist für viele Europäer noch immer ein Ort der Sehnsucht: der Traum vom palmengesäumten Pazifik-Paradies. Sieben Millionen Touristen reisen jedes Jahr zu den Inseln. Die Reihe "Hawaii - Inside Paradise" enthüllt, was die meisten von ihnen nicht sehen: faszinierende Landschaften und magische Orte jenseits der Klischees.

16:30 - 17:15, ARD
Der Jaguar

Die Dämmerung ist die liebste Jagdzeit des Jaguars im brasilianischen Pantanal. Geschickt nutzt die große Raubkatze jede Deckung, um sich unbemerkt an ihre Beute anzupirschen. Erfolg bei der Jagd hat sie aber nur an etwa jeden fünften Tag. Das südamerikanische Pantanal im Dreiländereck Brasilien, Bolivien und Paraguay ist eines der größten Naturwunder der Welt - ein riesiges Netzwerk aus Sümpfen und Flüssen, Tropenwäldern und Savannen, gut drei Mal so groß wie die Schweiz. Das riesige Gebiet gehört zu den artenreichsten Lebensräumen Amerikas und ist die Heimat von seltenen Riesenottern, Kaimanen und unzähligen Vogelarten. Und es ist das Reich des Jaguars, der größten Raubkatze Südamerikas. An kaum einem anderen Ort gibt es so viele Jaguare wie im Pantanal. Ihre Reviere sind so riesig, dass es nur selten gelingt, eine der perfekt getarnten Raubkatzen zu Gesicht zu bekommen. Naturfilmer Christian Baumeister stellt sich einer nahezu unlösbaren Aufgabe: Er will schaffen, was bislang nur bruchstückhaft gelang. - das Leben des geheimnisvollen Jägers zu dokumentieren. Was ist die bevorzugte Beute des Jaguars? Wie groß ist sein Revier, und wie können Raubkatze und Mensch friedlich nebeneinander existieren? Über vier Millionen Rinder weiden im Pantanal - es sind die größten Vieherden der Welt. Die Viehzucht ist der Hauptwirtschaftszweig im Pantanal, und die Pantaneiros, wie sich die Einheimischen nennen, zögern nicht, die unter Schutz stehende Raubkatze zu schießen, wenn sie sich in die Nähe der Herden wagt. Christian Baumeisters größter Wunsch ist es, einen Jaguar bei der Jagd zu filmen. Unermüdlich folgt er den Spuren eines alten Männchens bis er tatsächlich den spektakulären Angriff der Raubkatze auf einen Kaiman vor die Kamera bekommt. Er filmt packende Szenen, die so noch nie im Fernsehen zu sehen waren und die enorme Kraft der Großkatze zeigen. Viele Jahre war Tierfilmer Christian Baumeister auf der Suche nach den geschmeidigen Jaguaren, bis ihm diese einzigartigen Aufnahmen gelangen. Der Film gibt Einblicke in das geheimnisvolle Leben der Jaguare: Ob auf der Jagd, bei der Paarung, oder beim Mittagsschläfchen - in eindrucksvollen Aufnahmen kommt der Zuschauer dem geschmeidigen Jäger ungewöhnlich nah.

18:25 - 18:55, arte
Zu Tisch

Lyon, am Zusammenfluss von Rhône und Saône gelegen, gilt als die gastronomische Hauptstadt Frankreichs. Hier gibt es zahlreiche Sternelokale, aber auch urige Gaststätten: Die sogenannten Bouchons servieren eine bodenständige Alltagsküche. Speisen aus Innereien sind eine Lyoner Spezialität, ebenso wie eine halb vergessene Gemüsesorte: Disteln. Die frischen, saisonalen Produkte sind auf den vielen Märkten Lyons zu finden. Olivier Robert ist seit 15 Jahren Mitglied der Bruderschaft „Les Francs-Mâchons“, die sich für den Erhalt des traditionellen Seidenweberfrühstücks in den Bouchons einsetzt. In der Bruderschaft finden sich Männer über 30 aus allen Schichten zusammen. Eines ist ihnen jedoch gemeinsam: Hunger haben sie immer. Regelmäßig treffen sie sich, um das traditionelle Seidenweberfrühstück „Mâchon“ in den Gaststätten zu beurteilen. Wie vor 100 Jahren stehen oft Innereien auf dem Speiseplan. Zum Beispiel der Tablier de Sapeur: frittierter Rinderpansen. Während die Herren probieren und diskutieren, wird in der Bouchon-Küche noch eine Überraschung vorbereitet: Vanilleeis mit flambiertem Rinderpansen und karamellisierten Äpfeln. Olivier und seine Freunde Félix, Franck und Julien wollen auch den Nachwuchs für ihre Leidenschaft begeistern und bereiten ein Seidenweberfrühstück für Kinder vor. Der neunjährige Baptiste hilft ihnen, er nahm schon mit fünf Jahren sein erstes Seidenweberfrühstück ein. Eine Mandeltarte soll den Appetit der Kleinen wecken, denn es kommen Innereien auf den Tisch, zum Beispiel Wurst aus Kuttelfleck.
19:15 - 19:30, ARD alpha
Die kanadischen Rocky Mountains - Reise in die Eiszeit

Eigentlich reichen die Rocky Mountains von Alaska bis Neu Mexiko, 4500 Kilometer weit. In diesem Film geht es um die naturgeschützten Teile der kanadischen Rockies und ihre atemberaubende Schönheit. Und es geht um die Geschichte ihrer Erschließung. Denn anfangs war dieses Gebirge dem jungen Staat ein unüberwindbares Hindernis zwischen der Westküste und dem übrigen Kanada. Ende des 19. Jahrhunderts baute man deshalb eine Eisenbahn quer durch die Rocky Mountains. Diese Bahn ist noch heute in Betrieb. Und rentabel ist sie auch. Eine Straße wurde erst später gebaut. Nicht nur eine Straße über die Rockies, sondern auch eine Panoramastraße, den Icefield Parkway. Mit ihm hat Kanada die schönsten Gletscher seiner Rockies für den Autofahrer erschlossen, dazu Flüsse, Seen, Täler - eine grandiose Landschaft, die während des kurzen Sommers.

19:40 - 20:00, 3SAT
Le Havre, Frankreich Poesie in Beton

1945 beauftragt die Regierung den Architekten Auguste Perret mit einem Masterplan, die durch englische Bombardierungen stark zerstörte Stadt Le Havre schnellstens wieder aufzubauen. Auf 130 Hektar soll Wohnraum für 60 000 Menschen entstehen. Außerdem eine Stadtverwaltung, Schulen, Kirchen, Hafenanlagen, Gewerbegebiete und eine repräsentative Infrastruktur - also eine komplett neue Stadt. Auguste Perret verarbeitet in der Not Schutt. Zermahlen, nach Farben und Strukturen getrennt, mitunter wieder eingefärbt, vermischt mit feinen Glassplittern oder Kieselsteinen entstehen Betonoberflächen, die nahezu malerisch aussehen. Grob oder fein, gefärbt, gewachst, modelliert, mit Ornamenten, griechischen Säulenzitaten oder französischen, klassizistischen Elementen versehen - Auguste Perret schafft etwas total Neues. "Mein Beton ist schöner als Stein, dessen Schönheit die edelsten Baumaterialien übertrifft." Heute ist sein Werk ein UNESCO-Kulturdenkmal, das an den Wiederaufbau der Stadt Le Havre nach dem Zweiten Weltkrieg erinnert.

20:15 - 21:45, Phoenix
Geheimnisse der Ozeane

Die 7-teilige Reihe "Geheimnisse der Ozeane" (Originaltitel: "Magic Of The Big Blue") erkundet die einzigartigen verborgenen Welten in den Ozeanen der sieben Kontinente. Es ist eine abenteuerliche Reise zu unerforschten Unterwasserwelten und ihren atemberaubenden Schönheiten. Der renommierte Unterwasserfotograf Dariusz Sepiolo filmte für diese Reihe die faszinierende Tier und Pflanzenwelt unserer Weltmeere und hält sie in beeindruckenden Bildern fest.

21:45 - 22:30, Phoenix
Wie Blumen und Salz

Für die ruandische Journalistin Peace Sesengura sind Frauen wie Blumen: genauso pflegebedürftig, aber auch ein bisschen verrückt. Und für die Polizistin Biberone Ganguma geht ohne Frauen nichts. Ihrer Meinung nach ist die Gesellschaft ohne Frauen wie ein langweiliges Essen ohne Salz. Klingt für manche Ohren vielleicht selbstverständlich, doch in vielen traditionell geprägten Ländern Afrikas müssen Frauen für ihre Rechte mehr kämpfen als anderswo auf der Welt. Der Film der ARD-Afrika-Korrespondentin Sabine Bohland stellt ganz unterschiedliche Frauen aus Ruanda, Nigeria, Kenia und der Demokratischen Republik Kongo vor. Sie haben studiert oder sind Analphabetinnen, sie sind Künstlerinnen, Handwerkerinnen, Geschäftsfrauen, Politikerinnen oder verdienen ihren Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Gebäck. Alle aber sind sie irgendwie besonders und verändern etwas in ihrer unmittelbaren Umgebung - so wie Salz oder ein Blumenstrauß einen Unterschied machen.
22:25 - 23:10, MDR
Breslau und das Tal der Schlösser

Das Hirschberger Tal am Fuße des Riesengebirges ist auch als Tal der Schlösser bekannt, denn hier findet man so viele Schlösser und Herrenhäuser auf engstem Raum wie sonst kaum in Europa. Bauwerke wie Schloss Lomnitz oder Stonsdorf locken mit barocker Pracht inmitten weitläufiger Parkanlagen. Ein weiterer Besuchermagnet ist die niederschlesische Metropole Breslau. Die ehemalige Hauptstadt Schlesiens wurde nach ihrer fast vollständigen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg komplett wieder aufgebaut und gilt heute als eine der schönsten Städte des Landes. Das im 13. Jahrhundert im gotischen Stil erbaute Rathaus gilt als das Wahrzeichen der Stadt, es liegt mitten im architektonisch reizvollen Marktplatz, dem Ryneck. Ein ebenso guter Grund für einen Besuch der Stadt sind die kulinarischen Spezialitäten, die einen hervorragenden Eindruck von der Geschmacksvielfalt der polnischen Küche geben.

22:30 - 23:15, Phoenix
Arme reiche Schatzinsel

Scharen von Glücksrittern haben sich in den Osten Madagaskars aufgemacht, in der Hoffnung, das große Los zu ziehen. Es geht um Saphire, durch die dort viele Menschen zu etwas Wohlstand kommen wollen. Sie schürfen in immer neuen Minen nach den begehrten Edelsteinen, die nirgendwo sonst diese Qualität haben, und von denen es auf der Insel im Indischen Ozean so viele gibt wie sonst nur in Brasilien. Dafür werden große Waldgebiete abgeholzt. Selbst der Didy-Nationalpark ist vor den Eindringlingen nicht sicher, eine Lemurenart ist inzwischen bedroht. Das Geschäft wird von Ausländern kontrolliert. Sie sch icken jeweils ein paar hundert Arbeiter los, die sie für sehr wenig Geld schuften lassen. Die Steine müssen die Arbeiter natürlich abliefern. Dennoch versuchen die Männer und Frauen manchmal, die Händler auszutricksen und kleine Fundstücke zu behalten. Die Ausbeutung der Region ist zwar illegal, aber die Regierung tut nichts dagegen. Saphire und Lemuren sind nur zwei von Madagaskars vielen Schätzen. Im Nordosten des Landes werden auch 90% der Vanille angebaut, die weltweit im Umlauf ist. Vanille ist mittlerweile teurer als Silber und ein Rohstoff, mit dem an den Börsen spekuliert wird. ARD-Afrika-Korrespondentin Sabine Bohland hat sich auf eine nicht ungefährliche Reise ins Hinterland Madagaskars gemacht, der zweitgrößten Insel der Welt und eines der ärmsten Länder der Welt. Sie geht auf die Suche nach den Profiteuren und den Verlierern des Saphir-Fiebers, besucht die Vanille-Bauern und spürt den nach wie vor lebendigen Ahnenbräuchen der Insel nach.
23:15 - 00:00, Phoenix
Grausames Ritual

Genitalverstümmelung gilt als schwere Menschenrechtsverletzung. In Deutschland leben inzwischen mehr als 50.000 Betroffene, weltweit sind geschätzt 200 Millionen Frauen in ihrer Kindheit verstümmelt, beschnitten oder einfach zugenäht worden. In vielen Ländern Afrikas ist das immer noch Alltag. Fadumo Korn ist eine der wenigen Frauen, die offen darüber spricht. Sie ist vor vielen Jahren aus Somalia nach Deutschland gekommen, hat geheiratet und ein Kind bekommen. Heute versucht sie, betroffenen Mädchen, die zumeist als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind, zu helfen. Über mehrere Wochen konnte ein Kamerateam Fadumo Korn und ihre Schützlinge begleiten. Ist es möglich, die Verletzung und das Trauma einer Genitalverstümmlung zu überwinden?

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