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Freitag, 01.03.2019
07:15 - 08:00, arte
Tunesien, die Kunst der Berbertattoos

In Tunis gibt es nur eine Handvoll Tätowierer, die 28-jährige Manel Mahdouani ist die einzige Frau unter ihnen. Sie hat kein eigenes Studio, ihr Beruf wird nicht anerkannt. Aber sie hat viele junge Kunden, die statt der westlichen „In”-Motive alte Berbermotive tätowiert bekommen wollen. Manel macht sich auf die Suche nach alten Frauen, die die Tätowierungen nicht nur auf ihren Gesichtern und Körpern tragen, sondern auch die Geschichten dazu kennen. „360° Geo Reportage” ist mit der jungen Tätowiererin Manel auf den Spuren der Vergangenheit unterwegs. Manel Mahdouani tritt von Tunis aus ihre Reise in den Süden des Landes an. Sie möchte jene Frauen treffen, die sich in ihrer Jugend tätowieren ließen. Ihre Motivation: Eine berufliche und persönliche Neugier, denn auch in ihrer Familie war die Großmutter tätowiert, und sie möchte mehr über die Vergangenheit ihrer eigenen Familie erfahren. Sie gehört zu der Generation, die nichts mehr über die Beweggründe der Großeltern weiß und daher den „Schleier” dieser Tradition heben möchte. Warum ließen sich Männer wie Frauen diese rätselhaften Motive auf Gesicht und Körper tätowieren? Auf dem Land erfährt sie erstmals etwas über die Bedeutung der Tätowierungen, und manchmal sind es sogar recht intime Bekenntnisse, die die über 80-jährigen Großmütter ihr preisgeben. Je mehr Manel in den Süden des Landes vordringt, desto komplizierter wird die Recherche, denn einer jungen Fremden gegenüber ist man hier nicht automatisch aufgeschlossen. Doch am Ende ihrer Reise hat die Tätowiererin einen reich bestückten Skizzenblock im Gepäck und kehrt voller Hoffnung und Zuversicht in die Hauptstadt zurück. Wird sich ihr Engagement auszahlen und sich die Ächtung ihres Berufes irgendwann legen?
08:00 - 08:45, arte
Magisches Island

Islands Küstenlinie ist rund 5.000 Kilometer lang. Die raue, nordische Natur wird sowohl über als auch unter Wasser durch Vulkanismus geprägt, denn die Insel liegt auf dem Mittelatlantischen Rücken und damit auf der Kontaktzone zweier Kontinentalplatten. Rund zwei Zentimeter pro Jahr entfernen sich Nordamerikanische und Eurasische Platte voneinander. Ein ständiger Nachschub an geschmolzenem Gestein aus dem Bauch der Erde unter Island sorgt dafür, dass die Insel nicht auseinanderbricht. Die tektonischen Spalten füllen sich mal mit farbigem, mal mit kristallklarem Wasser. Seen sind kalt vom Gletscherwasser oder kochend heiß von der vulkanischen Aktivität. Doch trotz der Temperaturextreme wartet Island mit unerwartetem Artenreichtum auf. Unter Wasser verzaubern schon die kleinsten Meeresbewohner Islands, die Kieselalgen, Panzergeißler und Algen, mit kunstvollen Formen und Farbenpracht. Zusammen mit Schnecken, Rippenquallen, Pfeilwürmern, Krebs- und Fischlarven bilden sie das Grundnahrungsmittel der größeren Meerestiere, bis hin zu den mächtigen Bartenwalen. Die größte Artenvielfalt herrscht direkt am Meeresboden, wo sich diverse Plattfische und Muscheln zwischen Seegras tummeln, darunter auch die Islandmuschel, die ein extrem hohes Alter erreichen kann. Im Hinterland Islands ragen viele, teils aktive Vulkane aus menschenleeren Ebenen. Die Strandgrasnelke und die Silberwurz gehören zu den wenigen Blütenpflanzen, die hier überleben können. Doch sogar Tiere wie das Alpenschneehuhn finden ein Auskommen. „Magisches Island“ ist ein Kaleidoskop von Über- und Unterwasser-Lebensformen vor der atemberaubenden Kulisse der isländischen Natur.
09:30 - 11:25, arte
Korea, der hundertjährige Krieg

Nord- und Südkorea: Zwei Länder mit verschiedenen Namen, zwei Geschichten, zwei Flaggen, zwei entgegengesetzte Gesellschaften getrennt durch sieben Jahrzehnte der Konfrontation – und doch ein zusammengehöriges Volk? Im April 2018 geschah das Undenkbare: Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un und der südkoreanische Präsident Moon Jae-In trafen sich an der militärisch bestbewachten Grenze der Erde, um erste Schritte einer Annäherung in die Wege zu leiten. Dort, wo der Kalte Krieg nie zu Ende gegangen ist, begannen die verfeindeten Brüder von friedlicher Koexistenz und sogar von Widervereinigung zu träumen. Doch wäre die Trennung des koreanischen Volkes in zwei Länder mit radikal unterschiedlichen Gesellschaftsformen zu beenden? Um sich der Beantwortung dieser Frage anzunähern, taucht die zweiteilige Dokumentation in die Geschichte der koreanischen Halbinsel ein, und beleuchtet die historisch erwachsenen Spannungen zwischen den Ländern, geopolitischen Hintergründe sowie Hoffnungen und Ängste der Nord- und Südkoreaner. Der erste Teil der Dokumentation steigt mit der Kolonialisierung Koreas durch Japan zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein – für das koreanische Volk einerseits eine Zeit der Modernisierung, andererseits eine Periode der Unterdrückung von Kultur und Sprache. Mit Ende des Zweiten Weltkriegs endet die japanische Kolonialisierung abrupt. Das Land wird in eine sowjetische und eine US-amerikanische Besatzungszone aufgeteilt, aus der schließlich zwei koreanische Staaten resultieren. Diese liefern sich fortan einen erbitterten Bürgerkrieg um die Herrschaft über die Halbinsel. Der erste Teil endet mit den Olympischen Spielen Seoul im Jahr 1988 – Symbol für Südkoreas Öffnung gegenüber der Welt.

10:25 - 11:10, B3
Die Hohe Tatra

Wie eine Insel aus vergangener Zeit ragt das kleinste Hochgebirge der Welt empor - die Hohe Tatra. Mehr als zwei Dutzend Gipfel sind höher als 2.500 Meter. Ein Lebensraum mit besonderen Herausforderungen und besonderen Bewohnern. Denn hier leben seit der Eiszeit Gämsen und Murmeltiere, die sonst nur in den Alpen zu finden sind. Sie bilden hier sogar ihre eigenen Unterarten. Die Gämsen sind besonders gut an Höhe und Kälte angepasst. Sie bekommen sogar ihre Kitze in den höchsten Höhen. Murmeltiere überbrücken die kalte Jahreszeit im Winterschlaf. Andere Tierarten sind nach der Eiszeit wieder eingewandert und haben sich den Herausforderungen in der steilen Bergwelt angepasst. Allen voran Rothirsche, Luchse und Bären. Aber auch Frösche und Fische gehören zu den "neuzeitlichen" Einwanderern. Sie haben nur eine kurze Saison, in der sich Eier und Kaulquappen in den eisigen Höhen entwickeln können. Sie halten sich daher an seichten Stellen der Bergseen auf. Selbst in der warmen Jahreszeit ist kein Verlass auf die Sonne. In der Hohen Tatra kann Schnee zu jeder Jahreszeit fallen, selbst im Sommer. Und ab Oktober hält bereits der Winter wieder Einzug. Über 900 Drehtage filmten Erik Baláž und sein Team die Tiere der Tatra und erzählen in authentischen Bildern ihre Geschichten vom Leben am Abgrund.

11:55 - 13:25, B3
Wunderschön! Karibische Träume

Dass die Dominikanische Republik Insel fernab des Massentourismus im Osten viel zu bieten hat, erfährt Tamina Kallert, als sie vom Norden über die Hauptstadt Santo Domingo bis in den Südwesten reist. Sie sieht Wale in der Bucht von Samana und riesige Leguane in der Laguna de Oviedo, besucht im Nationalpark Los Haitises die Höhlen mit Zeichnungen der Ureinwohner, taucht zwischen bunten Fischen und Korallen, lernt ein paar Schritte Bachata und lässt sich auf einer Party bei Vollmond vom karibischen Temperament der Einheimischen anstecken.

12:30 - 14:00, MDR
Die Kinder des Monsieur Mathieu

Der arbeitslose Komponist Mathieu erhält 1949 eine Anstellung als Aufseher in einem französischen Internat für schwer erziehbare Jungen. Der Direktor traktiert seine Schüler nur mit Prügeln und Arrest. Mathieu gründet gegen dessen Widerstand einen Chor und gewinnt bei den Proben allmählich das Vertrauen seiner widerspenstigen Schützlinge. Die Kraft der Musik, die Mathieu nachts komponiert, erreicht die Herzen der Schüler, deren Lerneifer und Disziplin sich merklich bessern. Allein der Direktor ist von dieser Entwicklung nicht begeistert. Anlässlich des Todes seiner Mutter kehrt der berühmte Dirigent Pierre Morhange nach Jahrzehnten erstmals in sein französisches Heimatdorf zurück. Dort erhält er von einem Schulfreund das Tagebuch seines früheren Musiklehrers. Als Pierre darin zu lesen beginnt, erwachen die Erinnerungen an seine Schulzeit wieder zum Leben: Damals, im Jahr 1949, findet der arbeitslose Musiker Clément Mathieu eine Anstellung als Aufseher in einem Internat für schwer erziehbare Jungen. Dessen hartherziger Direktor Rachin hat die Kinder, meist Kriegswaisen oder Söhne lediger Mütter, längst abgeschrieben. Gnadenlos traktiert er die Jungen mit Prügel und Arrest. Mathieu aber hat eine andere Idee: Als die Jungs mal wieder außer Rand und Band sind, lässt er sie vorsingen und motiviert sie dazu, einen gemeinsamen Chor zu gründen. Getrieben von dem Wunsch, seine eigenen Kompositionen vertonen zu können, scheint für Mathieu der erzieherische Mehrwert der Gesangsstunden zunächst eher unwichtig. Doch instinktiv vermittelt er bei seinem Bemühen um einen wohlklingenden Chor auch Disziplin und Zusammenhalt. Direktor Rachin indes sieht die zart erblühende Lebensfreude der Schüler und ihre beachtliche Kunstfertigkeit nur mit kritischen Augen. Als ein besonders schwer erziehbarer Junge, der fälschlich des Diebstahls bezichtigt und deshalb der Schule verwiesen wurde, sich rächt, indem er das Haus anzündet, sieht sich der Zyniker in seinen veralteten Methoden bestätigt und entlässt Mathieu. Traurig packt Mathieu seine Sachen, doch beim Verlassen des Internats erwartet ihn eine wunderbare Überraschung.

13:20 - 14:05, 3SAT
Costa Rica

Das Naturparadies Costa Rica, zwischen Karibischem Meer und Pazifik auf der mittelamerikanischen Landbrücke gelegen, muss ständig gegen kommerzielle Interessen verteidigt werden. Auf einer Fläche kleiner als Bayern vereinigt Costa Rica eine enorme Pflanzen- und Tiervielfalt. Ein Viertel des Landes wurde unter Schutz gestellt, der Ökotourismus boomt. Der Film porträtiert Menschen, die dieses Paradies retten wollen. Denn Raubbau und Monokulturen - Hauptexportgüter sind Früchte wie Ananas und Bananen - haben das Gesicht des Landes längst verändert. Die multinationalen Konzerne und Nachfolger der United Fruit Company wollen und können auf den massiven Einsatz von Chemie nicht verzichten. Dass es auch anders geht, zeigen Projekte, die im Film vorgestellt werden. Auf der Insel Chira haben sich die Frauen dem Erhalt der ökologisch wichtigen Mangrovensümpfe verschrieben. In Monte Alto werden ehemalige Viehweiden wieder aufgeforstet. Durch den Nebelwald von Monte Verde führen Schüler der örtlichen Berufsschule und wecken neues Bewusstsein für den schonenden Umgang mit der Natur. Der Film zeigt außerdem unter Einbezug von Protagonisten landschaftliche Höhepunkte und Besonderheiten des Landes von Vulkanrücken über Nebelwälder, Regenwälder bis hin zu den Stränden und vorgelagerten Inseln.

14:05 - 14:50, 3SAT
Uruguay

Uruguay, der kleine Nachbar Argentiniens, ist gerade mal halb so groß wie Deutschland. Hektik ist dort ein Fremdwort. Eine Reise durch ein Land, das durch seine Langsamkeit besticht. Uruguay hat eine extrem geringe Bevölkerungsdichte, das höchste Durchschnittsalter Lateinamerikas und einen sehr hohen Grad an Bildung. Vielleicht werden die Menschen hier so alt, weil sie sich eine altmodische Gelassenheit bewahrt haben. Auf der Estancia Los Plátanos leben Andres und seine Frau Marina. Das Leben in Montevideo haben sie gegen eine Farm mit schier endlosen Weiten eingetauscht. Sie wollen, dass ihre Töchter in diesem natürlichen Umfeld groß werden - auch wenn sie manchmal auf Strom und warmes Wasser verzichten müssen. Auch Daniel Machado könnte sich ein Leben außerhalb seines Dorfes Cabo Polonio nicht vorstellen. Die einstige Hippie-Kommune liegt versteckt in den Wanderdünen am Ufer des Atlantiks. Noch heute gilt Cabo Polonio als Paradies für Aussteiger.
14:50 - 15:30, 3SAT
Jamaika

Strahlendweiße Strände, tiefblaues Meer und Menschen, die sich den ganzen Tag über zu Reggae-Musik bewegen - das Klischee vom "Island in the Sun" ist fest in den Köpfen verwurzelt. Doch Jamaika hat noch sehr viel mehr zu bieten: ein weitgehend unberührtes Inselinneres mit hoch aufragenden Bergen, idyllische Fischerdörfer im Süden und eine Hauptstadt, deren Charme sich erst auf den zweiten Blick erschließt. Die Reise führt einmal quer über die Insel. Von der Touristenmetropole Montego Bay ins entlegene Port Antonio - von den Blue Mountains zum Black River. Dabei treffen die Filmemacher Jamaikaner aus ganz unterschiedlichen Schichten: den Kleinbauern Neigel Johnson, der sie in die Geheimnisse der Nationalfrucht Akee einweiht, oder Norma Shirley, die in ihrem Restaurant in Kingston die ganze kulinarische Vielfalt Jamaikas serviert. Auf der "Old Tavern Estate" in den Blue Mountains pflücken sie Bohnen für den angeblich besten Kaffee der Welt. Sie feiern im "H2O", dem angesagtesten Club von Ocho Rios, und besuchen die Maroons, die Nachfahren der entflohenen Sklaven, im Hinterland.

15:30 - 16:15, 3SAT
Kolumbien

Bogotá ist eine der Städte Südamerikas, die aus allen Nähten zu platzen droht. Der ungebremste Zustrom von Menschen ist nur eins der Probleme, mit dem die Hauptstadt Kolumbiens kämpfen muss. Bogotá ist Ausgangspunkt und Ziel einer Rundreise durch ein Land, das sich aus dem Trauma der Bürgerkriege, der Gewalt und des Terrors zu befreien sucht und in das seit Kurzem erst die Reiseveranstalter wieder zurückgekehrt sind. Der Besucher muss sich erst einmal an die Höhenlage von 2640 Metern gewöhnen. Eine Rundreise, deren Kurs nicht nur nach touristischen Aspekten ausgewählt wurde. Caldas, Quindío und Risarda, die drei kolumbianischen Departements, bilden das "Kaffeedreieck" in der Andenregion westlich der Hauptstadt Bogotá. Dort wächst nicht nur der Kaffee, es gedeiht auch eine üppig grüne Natur in den unterschiedlichen Klimazonen zwischen 900 und mehr als 3000 Metern Höhe. Medellín ist die Stadt des ewigen Frühlings. Die zweitwichtigste Stadt des Landes kämpft erfolgreich mit modernen Bibliotheken, Parkanlagen, Verkehrsinfrastruktur und kulturellen Angeboten gegen den schlechten Ruf, der ihr seit den 1980er-Jahren bis zum Anfang dieses Jahrtausends anlastete. In der Sierra Nevada de Santa Marta - einst berüchtigt für Drogenanbau, Guerillas und Paramilitärs, Terrorismus und Geiselnahme - sucht Micky Weber auf seiner "Hacienda La Victoria" sozial engagiert ganz neue Wege der Kaffeeproduktion. Cartagena de Indias schließlich gehört zu den schönsten Städten Amerikas - mit einer nahezu komplett erhaltenen Altstadt aus der spanischen Kolonialzeit. Sie ist seit 1984 UNESCO-Weltkulturerbe. Der Film bringt einen ganz nah zu den Menschen der verschiedenen Regionen und versucht, einen kleinen Einblick in deren Leben und ein Gefühl für das Land zu geben, das dabei ist, die Wirren der jüngsten Vergangenheit abzuschütteln.
15:50 - 16:45, arte
Ebro - Das grüne Juwel

Im Süden Barcelonas bildet der Ebro ein Delta. Neben dem Reisanbau und der Salzgewinnung bieten seine wilden Strände und Lagunen einen idealen Lebensraum für zugewanderte und heimische Arten, wie die ortstypischen Flamingos. Doch diese faszinierenden und scheinbar unberührten Feuchtgebiete sind bedroht. Die Reisbauern versuchen, Schädlinge und eingeschleppten Krankheiten auszurotten und gefährden dabei seltene, geschützte Tierarten. Wie lassen sich industrielle Landwirtschaft und Naturschutz miteinander vereinbaren? Weiter verschärft wird die Situation durch die Ausbreitung nicht-heimischer Arten, den Klimawandel, die Verschmutzung durch die Landwirtschaft sowie Versiegelung und Staudammbau. Die Zerstörung des Ebro-Deltas schreitet langsam aber sicher voran und scheint nur eine Frage der Zeit. Eine Handvoll engagierter Experten – darunter Mitarbeiter des Ebro-Nationalparks, Biologen und Forscher – setzt sich für die Rettung dieses einzigartigen Ökosystems ein und findet eine Vielzahl kreativer Lösungen, um Vögel, Fledermäuse, Schildkröten und Fische zu schützen und die Landwirte von ihrem Vorhaben zu überzeugen. So siedeln sie beispielsweise Arten wieder an, die die Reisernten retten können.Doch der Kampf ist noch lange nicht gewonnen: Laut Prognosen wird das Gebiet infolge des Klimawandels in einigen Jahrzehnten vom Mittelmeer überschwemmt sein. Nur Sand- und Schlammablagerungen, die derzeit illegal durch Staudämme zurückgehalten werden, könnten das Ebro-Delta und seine Bewohner retten.
16:15 - 17:45, 3SAT
Chiles wilder Süden

Landschaften von unvergleichlicher Schönheit und Ursprünglichkeit erwarten Reisende in Chiles Süden, dem untersten Zipfel des Landes. Südlicher findet man nur noch das Eis der Antarktis. Viele, die einmal hierher kamen, blieben. Seit der Portugiese Hernando Magellan 1520 als erster Europäer die Meerenge durchsegelte, die nach ihm benannt werden sollte, zieht es Abenteurer und Handelsleute in die windumtoste Region. Der südlichsten Metropole an der Magellanstraße, Punta Arenas, verhalfen sie mit Schafzucht zu Ruhm und Reichtum. Die Inschriften auf den schneeweißen Gräbern und Mausoleen des prächtigen Friedhofs der Stadt zeugen von kroatischen, französischen, deutschen und anderen europäischen Einwanderern. Dem Pioniergeist dieser Siedler folgt der Film auf der Reise in die entlegensten Gebiete Patagoniens, von denen viele wie damals nur auf dem Wasserweg zu erreichen sind. Inmitten einer zerklüfteten Inselwelt und den gewaltigen Eismassen einer der größten Kontinentaleisflächen der Welt führt ein einziger Landweg in Chiles Süden: die Carretera Austral. Sie verläuft quer durch den gemäßigten Regenwald mit seinen gewaltigen Farnen und den riesigen Blättern der Nalca-Pflanze. Dazwischen, mitten im dichtesten Urwald, den die Siedler gegen alle natürlichen Widerstände urbar machten, findet sich eine Handvoll spitzgiebeliger Holzhäuser in typisch deutscher Bauweise. Sie sind Zeugnisse einer der jüngeren Pioniertaten in Chiles wildem Süden, der Gründung des Dorfes Puyuhuapi: 1935 erklärten vier Sudetendeutsche den abgelegenen Fjord zu ihrer Heimat. Die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt lockt bis heute Siedler an - fasziniert von einer Landschaft zwischen schneebedeckten Gipfeln und inselreichen Fjorden. Die Natur ist nicht nur in Form von verheerenden Erdbeben und Vulkanausbrüchen allgegenwärtig. Das Filmteam kann Buckelwale, die in der Magellanstraße Krill und Fisch in rauen Mengen fangen, Kondore, Kormorane und Seelöwen beobachten und entdeckt eine einmalig artenreiche Unterwasserwelt. Ihr haben sich Vertreter der jüngsten Generation von Einwanderern verschrieben: europäische Meeresbiologen, die alles daransetzen, die unvergleichliche Vielfalt der Natur in Chiles wildem Süden zu erhalten.

17:10 - 17:40, arte
Indien, Varanasi: Heilige Stadt

Im Nordosten Indiens liegt eine der ältesten Siedlungen der Welt: Varanasi, einst Benares genannt. Die heilige Stadt am Ganges ist durch und für die Religion entstanden und zieht jährlich fast eine Million Pilger an. Heute erlebt Varanasi ein starkes Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum und strebt nach Modernisierung. Wie aber vertragen sich Moderne und Spiritualität? Fördert oder bremst der Glaubenseifer die Entwicklung der Stadt? Die schnell wachsende Drei-Millionen-Metropole ist nicht nur wegen ihrer Zweiteilung in einen administrativen und einen spirituellen Bereich durch viele Kontraste geprägt. Als heilige und zeitlose Stadt sieht sie sich durch den Zustrom von Pilgern und Touristen aus aller Welt mit einer sprunghaften Entwicklung konfrontiert. Noch bezeichnen die gläubigen Hindus das 3.000 Jahre alte Varanasi als die „ewige Stadt”, doch sind mittlerweile viele der Architekturschätze vom Zerfall bedroht. Der Historiker Ojay Ratan Banerjee erkundet mit Philippe die labyrinthisch angelegten Gassen: Diese werden umso enger, je näher man sich in Richtung des heiligen Flusses bewegt, Autos fahren in diesen Straßen keine. Am Ufer des Ganges angekommen, hat man – so heißt es – räumlich und existenziell ein Ziel erreicht. Entlang der stufig angelegten Uferböschungen liegen die sogenannten Havelis: imposante Paläste, die zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert errichtet wurden. Heute lebt unter anderem der Priester Chotu Guru mit seiner Familie in einem der Gebäude. Trotz deren materieller Überalterung hat er tiefes Vertrauen in den Bestand der 400 Jahre alten steinernen Fassade, denn das tatsächliche Fundament der Stadt beruht auf noch viel mehr …
17:40 - 18:35, arte
Hook, der junge Mann und das Meer

Hook ist ein junger Mann, der auf dem Kabang – einem traditionellen Hausboot – seiner Familie auf dem Ozean aufwuchs. Wie jeder Moke hat auch er schwimmen gelernt, bevor er laufen konnte. Er kennt jede Korallenart, jede Wasserpflanze und jeden Fisch, seine Tauch- und Fischfangtechniken sind atemberaubend. Die Moken leben seit Tausenden von Jahren auf dem Mergui-Archipel. Sie konstruieren beeindruckende Segelboote aus Holz und lebten bis vor kurzem als Meeresnomaden: Sie gingen auf Tauchfang, tauschten ihren Fisch gegen Reis und bauten auf dem Festland Bambushütten, die sie nur während der Regenzeit bewohnten. Mitte der 90er Jahre wurden sie von der Regierung zur Sesshaftwerdung gedrängt. Im Verlauf der letzten zehn Jahre ging die Zahl der halbnomadisch lebenden Moken drastisch zurück. Gewiss hat die Sesshaftigkeit auch Vorteile: Sie bietet ihnen Zugang zum Gesundheitswesen, zu sanitären Anlagen und Schulen. Doch da die Orte, an denen sie angesiedelt wurden, als Nationalparks deklariert sind, haben sie keinerlei Freiheit, ihren traditionellen Aktivitäten nachzugehen – sie dürfen weder fischen noch sammeln oder Bäume fällen, um sich daraus neue Kabangs zu bauen. Ihre Identität und ihr Überleben sind heute bedroht. Hook arbeitet auf der thailändischen Insel Ko Surin in der Tourismusbranche. Da sein Vater krank ist, unternimmt er mit zwei anderen jungen Männern eine Reise im Kabang. Er möchte mit Hilfe von Verwandten auf einer anderen Insel einen Baum fällen, um sich ein eigenes Kabang zu bauen – und so seine Kultur zu bewahren und das Überleben seines Volks zu sichern.
17:45 - 18:30, 3SAT
Mit Volldampf durch Brasilien

Der Film von Peter Weinert führt in einen in Europa eher unbekannten Teil Brasiliens, den Bundesstaat Minas Gerais. Eine Region tropischer Landschaften und prächtiger Kolonialstädte. Höhepunkte dieser Entdeckungsreise sind die Fahrten mit einem 100 Jahre alten Raddampfer auf dem Rio São Francisco und mit einer noch älteren Dampflok von São João del Rey nach Tiradentes. Außerdem besucht Peter Weinert die beiden Städte Ouro Preto und Diamantina. Aufgrund ihrer komplett erhaltenen kolonialen Pracht und Architektur stehen sie schon seit Langem auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Ihr Reichtum entstand durch Gold-und Edelsteinfunde in der Region während der portugiesischen Kolonialherrschaft. Noch heute arbeiten hier viele Menschen als Diamantenschürfer und Edelsteinsucher.
18:35 - 19:20, arte
Flüsse des Lichts

Maurische Eroberer gaben ihm den Namen „großer Fluss“, obwohl der Guadalquivir mit seinen 657 Kilometern Länge eigentlich nur der fünftlängste Fluss Spaniens ist. Dies mag daran liegen, dass er als Lebensader Andalusiens gilt. Von seiner Quelle im wildromantischen Cazorla-Gebirge fließt er durch endlose Olivenplantagen und sichert deren Bewässerung. Auch die Stadt Córdoba ist auf das kühle Nass des Guadalquivir angewiesen. Beim traditionellen Blumenfest wetteifern die Bürger um den Titel des schönsten Hofgartens. Araceli Lopez‘ Hof gehört dabei zu den Favoriten. Besonders die Römer beuteten die Erzgruben in den Uferbergen aus. Eine monumentale Tempelanlage erhebt sich über menschenleerem Waldgebiet. Archäologe Gregor Schattner gräbt mit seinem Team in den Ruinen von Munigua. Der Fluss ist bis Sevilla für Seeschiffe befahrbar, obwohl die Stadt noch 100 Kilometer vom Meer entfernt liegt. Die Einwohner zelebrieren christliche Feiertage wie die Karwoche mit großer Hingabe. Eine der ältesten Kerzenfabriken des Landes liefert alljährlich Tausende Kerzen für die Prozessionen. Auf dem Weg zur Mündung durchfließt der Guadalquivir den Nationalpark Coto de Doñana und bietet unzähligen Tierarten einen geschützten Lebensraum. Wo Fluss- und Meerwasser aufeinandertreffen, ist es mit dem Schutz vorbei. Eine große Fangflotte fischt täglich Krabben und Fische aus dem Wasser. Nachschub für die Spezialitätenlokale in der Hafenstadt Sanlúcar de Barrameda. Hier an der Mündung lässt sich der prächtige Sonnenuntergang bewundern, während die Flussfähre für die Nacht vor Anker geht.

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