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Freitag, 14.12.2018
07:15 - 08:00, arte
Taiwan: Fliegende Fische oder Atommüll?

Die zu Taiwan gehörende Insel Lanyu ist 45 Quadratkilometer groß und mit dichtem Regenwald bewachsen. Nur auf einem schmalen Küstenstreifen siedeln rund 2.500 Tao. Die wenigen Männer, die noch regelmäßig auf das Meer fahren, um fliegende Fische zu fangen, sind inzwischen im Rentenalter. Nahezu die Hälfte der Tao, vor allem die jungen Menschen, hat Lanyu in den letzten Jahrzehnten verlassen, um auf Taiwans Hauptinsel Arbeit und ein besseres Leben zu finden. Aber neben wirtschaftlichem Stillstand bedroht noch etwas anderes die Insel und ihre Bewohner: Seit den 80er Jahren lagern an einem Strandabschnitt rund 100.000 Fässer mit radioaktivem Abfall. Wie stark die Belastung ist, weiß niemand. Syaman Vongayan ist 49 Jahre alt. Mehr als die Hälfte seines Lebens kämpft er gegen den Atommüll auf seiner Insel. Er ist Vorsitzender der Tao Foundation, einer Bürgerrechtsorganisation, die die Interessen der Tao gegenüber der taiwanischen Regierung vertritt. Obwohl der Atommüll schon lange auf Lanyu lagert, gab es noch nie eine umfassende unabhängige und wissenschaftliche Untersuchung über die Belastung für Mensch und Umwelt. 2012 war es ein japanisches Expertenteam, das an verschiedenen Stellen der Insel im Erdreich erhöhte Strahlenwerte erfasst hatte. Der staatliche Energiekonzern Taipower, der für die Mülllagerung verantwortlich ist, interessiert sich nicht für diese Ergebnisse. Man überwache selbst regelmäßig die Insel und bislang habe es nie erhöhte Werte gegeben, lautet die Standardfloskel. Der Tao Syaman Vongayan glaubt Taipower kein Wort. Er befürchtet, dass verstrahltes Abwasser ins Meer gelangt und die traditionellen Fanggründe der Tao verseucht. Das wäre der endgültige Todesstoß für die alte Fischerkultur der Tao.
08:00 - 08:45, arte
Eine Sommerreise am Polarkreis

Ville Haapasalo entdeckt in dieser Folge die traditionelle Lebensweise der Nenzen. Mit der Eisenbahn fährt Ville auf der Halbinsel Jamal im Nordpolarmeer mit Gazprom-Arbeitern zu den Erdgasvorkommen. Die auf Permafrost gebaute Strecke ist die einzige Zugverbindung auf Jamal und wurde eigens angelegt, um die Gasfelder anzubinden. Die Jamal-Halbinsel ist die Heimat der Nenzen, eines indigenen Nomadenvolkes, das Tausende Rentiere besitzt. Seiner traditionellen Lebensweise konnten bisher weder die Eisenbahn noch die Gaspipelines etwas anhaben. Gleich zu Beginn kommt der Finne mit den Traditionen der Nenzen in Berührung: Kirill, der Ville in sein Lager eingeladen hat, holt ihn mit einem Rentierschlitten ab und fährt ihn durch vom Permafrost geprägte Heidelandschaften. Im Lager lernt Ville die Bräuche der Nomaden kennen. Die Männer kümmern sich um die Herden, während die Frauen für die als Tschums bezeichneten Zelte zuständig sind. Alle zwei oder drei Tage werden die Zelte abgebaut und auf die Schlitten geladen, wenn die Nenzen sich einen neuen Standort suchen. Ville kocht einen Pilaw aus Rentierfleisch, lernt Lassowerfen und wie die jungen Tiere mit Brandzeichen versehen werden. Danach hilft er beim Zusammenstellen eines Schlittenkonvois. Nach zwei Wochen bei den Nenzen fährt Ville weiter nach Bowanenkowo auf der Taimyr-Halbinsel.
10:35 - 11:10, B3
Winterwelten

Der Winter ist eine Zeit voller Gegensätze. Neuschnee umhüllt Berge und Täler mit einem weißen Schleier und verzaubert das Land auf märchenhafte Weise. Glitzernde Eisskulpturen entstehen wie zerbrechliche Kunstwerke aus Kälte und Wasser. Und wenn die Sonne scheint, funkelt die Welt plötzlich in einem ganz neuen Licht. Für viele Tiere beginnt jedoch eine Zeit der Entbehrungen und ein täglicher Kampf ums Überleben. Ob Fuchs, Maus, Wildschwein, Hirsch, Eichhörnchen oder Vogel - jeder versucht auf seine Weise dem Hunger und der Kälte zu trotzen. Ein dichtes Winterfell oder Daunenkleid schützt vor der Kälte, aber die Nahrung ist für alle knapp. Hirsche fahren ihren Stoffwechsel herunter, um mit dem kargen Futter auszukommen und bewegen sich möglichst wenig, um keine Energie zu verschwenden. Wasservögel müssen sich bewegen, denn sonst frieren sie auf dem Eis fest. Eichhörnchen haben gut vorgesorgt und machen sich auf die Suche nach ihren heimlichen Nahrungsvorräten, die sie bereits im Herbst versteckt haben. Der Fuchs dagegen muss ständig jagen. Es ist kein leichtes Unterfangen unter dem Schnee Mäuse zu fangen, und häufig auch vergebens. Die Strategien der Natur sind vielfältig und voller Wunder und führen oft zu erstaunlichen, aber auch heiteren Begebenheiten.

11:05 - 11:50, arte
Botswana, die Königinnen des Heavy Metal

Man sagt, Heavy Metal sei vor allem "weiß, europäisch und männlich". Doch in Botswana bildet sich seit Jahren eine kleine Heavy-Metal-Subkultur heraus: Frauen unterschiedlicher Generationen finden in dieser Musik ihre Identität. Und sie lehnen sich dabei so ganz nebenbei gegen die patriarchalisch strukturierte Gesellschaft ihres Landes auf. Die Dokumentation erzählt unter anderem die Geschichte von Queen Gloria, die in der nördlichen Kleinstadt Maun, mitten im Okawango-Delta, einen Rockerverein gegründet hat. Bisher haben vor allem die männlichen Rocker einfach nur gefeiert. Dank des Vereins etablieren sich Queen Gloria und ihre Mitstreiterinnen als ernstzunehmende Gruppe in der Stadt, die nicht nur in Rockerkleidung bei traditionellen Hochzeiten von afrikanischen Metal-Fans feiert, sondern auch Aktionen organisiert, zum Beispiel den Müll in den Straßen der Stadt zu sammeln. Alles natürlich in schwarzer Lederkluft. Wer sagt schon, dass Rock 'n' Roll weiß ist? Wer die Königinnen des Heavy Metal kennenlernt, wird sich bewusst, dass eine Lebenshaltung niemals an eine Hautfarbe gebunden ist, aber vielleicht an ein paar Akkorde – weltweit.
11:15 - 12:15, SWR
Ungarn - Zwischen Puszta, Paprika und Populismus

In letzter Zeit ist Ungarn vor allem wegen seiner autoritären, rechtspopulistischen Regierung in aller Munde. Im Land selbst scheint die Popularität der Regierungspartei Fidesz ungebrochen: bei den Wahlen 2018 errang Victor Orbán den dritten klaren Wahlsieg in Folge. Dabei gibt es neben der Politik in Ungarn noch viel mehr zu entdecken. Planet Wissen unternimmt heute auch einen Streifzug durch Ungarns überwältigende Natur, Geschichte und seine Kultur. Als Gäste begrüßen wir dazu die Budapester Literaturwissenschaftlerin Orsolya Lénárt und den Journalisten Stephan Ozsváth. Zu Gast im Studio: Orsolya Lénárt Die promovierte Germanistin Orsolya Lénárt lehrt an der deutschsprachigen Andrássy Universität in Budapest. Die gebürtige Ungarin hat in ihrer Kindheit noch den real existierenden Sozialismus erlebt und untersuchte für ihre Doktorarbeit das Ungarnbild in der deutschen Literatur der frühen Neuzeit. Derzeit arbeitet sie an ihrer Habilitation. Stephan Ozsváth Fünf Jahre lang war Stephan Ozsváth ARD-Hörfunkkorrespondent in Wien. Dabei gehörte Ungarn zu seinem Berichtsgebiet, ein Land, das er seit seiner Kindheit aus Reisen zu Verwandten kennt. Sein Vater floh nach dem Ungarn-Aufstand 1956 nach Deutschland, wo Ozsváth geboren und aufgewachsen ist. Unlängst veröffentlichte er das Buch "Puszta-Populismus", in dem er sich mit der ungarischen Politik unter Viktor Orbán auseinandersetzt.
12:10 - 13:40, B3
Wunderschön! Auf dem Silbertrail - Schatzsuche im Erzgebirge

Das Erzgebirge birgt eine Menge Schätze: Silber, Kobalt, Uran, Zinn wurden hier einst aus seinen Bergwerken gewonnen. Die wertvollen Erzvorkommen gaben der Region im Süden Sachsens an der Grenze zu Tschechien ihren Namen. Seit im Jahr 1168 in Freiberg Silber entdeckt wurde, wurde im Erzgebirge Bergbau betrieben. Tamina Kallert fährt in einen alten Stollen eines Besucherbergwerks ein. Die Holzkunst war einst Zubrot der Bergleute im Winter. Tamina besucht Schnitzer und Drechsler, die die traditionellen Figuren und Spielzeuge heute noch herstellen. Städte wie Freiberg, Annaberg-Buchholz und Schneeberg bilden die romantische Kulisse für die Erzgebirgsweihnacht. Tamina Kallert lauscht den Klängen der weltberühmten Silbermannorgel im Freiberger Dom, erkundet die historische Stadt Annaberg-Buchholz und taucht ein in das Weihnachtsland rund um Seiffen. In der Sportregion bei Oberwiesenthal stellt sie sich der Herausforderung des "Stoneman-Miriquidi", einer der anspruchsvollsten Mountainbike-Routen in Europa. Mit Ex-Skispringer Jens Weißflog steigt sie in die Fichtelberg-Schwebebahn, spricht mit ihm über seine Karriere und die Verbundenheit mit seiner Heimatregion.
12:15- 13:00, RBB
Abenteuer Weihnachtsbaumkauf

Er ist der strahlende Held unserer Kindertage. Voller Familiengeschichte und Geschichten - hoch dekoriert oder spärlich behangen. Oft spaltet er ganze Familien, bevor er fällt - der Tannenbaum. Denn bevor er in die gute Stube einrückt, rückt die ganze Familie aus, um den "Richtigen" zu finden. Doch welcher ist der "Richtige"? Manchmal spielen sich kleine Dramen um die Auswahl des Weihnachtsbaumes ab. Was Papa gefällt, gefällt den Kindern noch lange nicht - und Mama erst recht nicht. Manchmal werden sogar aufwendige Strategien im Forst entwickelt, um den schönsten Tannenbaum fürs Fest zu finden und die Familie zu überzeugen.

13:20 - 14:05, 3SAT
Los Angeles von oben

Es gibt nichts Schöneres, als einen Tag lang am Himmel über Los Angeles zu entdecken, was es braucht, um die zweitgrößte Metropole Amerikas rund um die Uhr in Betrieb zu halten. Faszinierende Luftaufnahmen zeigen die umtriebige Welt von Los Angeles aus ungewohnter Perspektive. Außerdem gibt der Film Einblicke in die Filmstudios und Themenparks Hollywoods und zeigt die imposanten Ölbohrtürme, die sich in Sichtweite der Küste verbergen. In Los Angeles ist es jedem möglich, sich wie ein Star zu fühlen. Das zeigt sich besonders an den Orten, wo die kalifornische Surf-Kultur ihren Anfang nahm, oder in einer der typischen Skaterbahnen, in der Skateboarden zu einem Extremsport wurde. Und natürlich am Muscle Beach in Santa Monica, wo in den 1970er-Jahren ein eisern trainierender Bodybuilder zu einer Hollywood-Legende wurde und den Fitness-Boom auslöste: Arnold Schwarzenegger.

14:05 - 14:50, 3SAT
San Francisco von oben

San Francisco ist berühmt für seine Golden Gate Bridge, das berüchtigte Inselgefängnis Alcatraz und für die aufstrebenden Hightech-Giganten, die seine Skyline dominieren. Es gibt keine bessere Zeit, um die atemberaubende Kulisse San Franciscos zu bewundern, als um 6.00 Uhr morgens: Dann, wenn das frühe Morgenlicht die glasüberdachten Türme der Skyline umhüllt und das Zusammenspiel von Wasser und den umgebenden Hügeln beleuchtet. Schon bewegen sich einige der frühesten Pendler der Stadt, und es wird nicht lange dauern, bis Tausende sich auf ihren Weg durch die Bucht machen. Ungewöhnliche Luftaufnahmen begleiten sie auf dem Weg zur Arbeit. Aber schon bevor die Sonne aufgeht, arbeiten im Norden, in einer der ältesten Industrieregionen der Bay Area, Arbeiter in den sanft gewellten Weinbergen von Napa Valley. Die Winzer dort zählen zu den größten und berühmtesten Produzenten von amerikanischem Wein.

14:50 - 15:30, 3SAT
Wunder der Baukunst

Durch alle Jahrhunderte hinweg errichteten geniale Baumeister Monumente, die durch ihre Wucht, ihre schiere Größe oder durch ihre Schönheit bis heute Staunen und Bewunderung auslösen. Seit die Menschheit Religionen entwickelte, begeben sich Pilger an heilige Plätze der Kraft und der Anbetung, um mit ihren Göttern in Verbindung zu treten. Im Lauf der Zeit hat die Stärke des Glaubens so in aller Welt beeindruckende Sakralbauten entstehen lassen. Zu ihnen gehören die Pyramiden von Gizeh ebenso wie Klöster in Bhutan, Indien und Nepal oder die Hagia Sophia in Instanbul, aber auch Antoni Gaudís Sagrada Familia in Barcelona, an der nach aktueller Planung noch bis ins Jahr 2026 gebaut werden wird.

15:25 - 15:50, arte
Frankreichs mythische Orte

Das zu beiden Seiten der Loire gelegene Dorf Montsoreau wurde im 11. Jahrhundert erstmals erwähnt. Die Region, in die es eingebettet liegt, gehört heute zum UNESCO-Welterbe. Das sich an einen weißen Kreidefelsen schmiegende Dorf war einst ein strategischer Ort für die Kontrolle des Land- und Flussverkehrs, der den Lehnsherren und Äbten hohe Einnahmen aus Wegerechten sicherte. Montsoreaus besonderer Reiz ist das blendende Weiß seines Tuffsteins und sein romantisches Schloss, das im 15. und 16. Jahrhundert errichtet wurde.

15:30 - 16:15, 3SAT
Wunder der Baukunst

Paris ohne den Eiffelturm ist ebenso undenkbar wie Rio de Janeiro ohne die Christus-Statue, New York ohne die Freiheitsstatue oder Rom ohne das Kolosseum. Diese Bauwerke sind so markant, ihr Anblick so einzigartig, dass sie weltweit sofort identifiziert werden können. Sie stehen meist ikonografisch für eine Stadt, die umgekehrt ohne dieses berühmte Wahrzeichen viel von ihrer Identität verlieren würde. Durch alle Jahrhunderte hinweg errichteten geniale Baumeister Monumente, die durch ihre Wucht, ihre schiere Größe oder ihre Schönheit bis heute Staunen und Bewunderung auslösen.

15:50 - 16:45, arte
Expedition Sternenhimmel

Gernot Meiser, der „Schattenjäger“, reist mit seiner Partnerin sogenannten Finsternissen hinterher – sie fahren überall dort hin, wo der Mondschatten die Erde streift. Von Kolumbien über Afrika bis nach Sibirien. Dieses Mal führt die Reise nach Indonesien, wo genau das passieren soll, was schon vor Jahrhunderten die Menschen erschreckte und als denkwürdiges Zeichen des Himmels gedeutet wurde: eine totale Sonnenfinsternis.Wochenlang durchqueren die beiden Fotografen das tropische Zielgebiet Indonesien auf der Suche nach dem idealen Aussichtspunkt für das wenige Minuten andauernde Naturschauspiel. Sie werden dabei auf Java Zeuge eines Vulkanausbruches, der den Sternenhimmel mit der Milchstraße rot einfärbt und besuchen verschiedene Hafenstädte der 17.000 indonesischen Inseln.Sie durchstreifen Dschungel, Gewürzfarmen und Teeplantagen und landen schließlich auf einer Insel der Molukken. Hier bringen sie die einheimische Bevölkerung angesichts des Naturschauspiels am Himmel zum Innehalten und machen eine fast metaphysische, ja spirituelle Erfahrung.
16:15 - 17:00, 3SAT
Wunder der Baukunst

Brücken verbinden und führen Menschen zueinander. Einige von ihnen sind mehr als nur Konstruktionen zur Verbesserung der Infrastruktur: Sie sind Meisterwerke der Architektur und der Technik. Nicht selten sind Brücken sogar Wahrzeichen der Orte, an denen sie erbaut wurden: sei es die Karlsbrücke in Prag, die Tower Bridge in London oder die Golden Gate Bridge bei San Francisco. Dafür sorgen oft auch Geschichten, die sich mit den Brücken verbinden. Durch alle Jahrhunderte hinweg errichteten geniale Baumeister Monumente, die durch ihre Wucht, ihre schiere Größe oder ihre Schönheit bis heute Staunen und Bewunderung auslösen.

17:00 - 17:45, 3SAT
Wunder der Erde

Menschenfeindliche Wüsten, imposante Gebirgslandschaften, brodelnde Vulkane, Leben spendende Flüsse: "Wunder der Erde" stellt Landschaften der Superlative vor. Diesmal geht es um Gebirge. Die Gebirge unseres Planeten – eine Urlandschaft aus Felsen, Schnee und Eis. Heimat von Tieren und Pflanzen, die sich den extremen Lebensbedingungen angepasst haben, und Sehnsuchtsorte. Für viele Menschen ist das Gebirge sogar ein Sitz der Götter. Die steilen Sandsteinfelsen von Meteora in Griechenland sind beispielsweise seit einem Jahrtausend Rückzugsort von Einsiedlern und Mönchen, auch viele Gipfel des Himalaja werden als heilig verehrt. In den australischen Snowy Mountains banden sich bereits 1860 europäische Goldsucher Bretter unter die Füße und erfanden so das Skifahren, und in den neuseeländischen Südalpen entdeckte der Erstbesteiger des Mount Everest, Edmund Hillary, seine Begeisterung für die Berge.

17:40 - 18:35, arte
Virunga, der Kampf für die Berggorillas

Ein Nationalpark im Ostkongo, einer der krisenreichsten Regionen der Erde, wo fünfhundert Berggorillas mehr Aufmerksamkeit erfahren als die Menschen, die in seinem Umfeld leben? Das weckt Neid und Begehrlichkeiten – und auch Gewalt. Die Verteidigung des Virunga-Nationalparks und seiner Bewohner, der letzten Berggorillas auf der Welt, ist eine tägliche Herausforderung. „360° Geo Reportage“ porträtiert beide Seiten: Ranger, die täglich ihr Leben riskieren, und Menschen, die sich durch den Nationalpark um ihr Eigentum gebracht sehen. Nur noch knapp 900 Berggorillas gibt es weltweit – 500 davon im Virunga-Nationalpark im Osten des Kongos, an der Grenze zu Ruanda. In der von immerwährenden Spannungen belasteten Region besteht für die Verteidiger des Nationalparks ständig Lebensgefahr. Über 170 Ranger kamen in den letzten 20 Jahren im Kampf gegen Wilderer und Rebellen zu Tode. Kurz nach den Dreharbeiten starben bei Angriffen sieben Ranger, darunter eine Frau. Der Nationalpark ist derzeit für Touristen gesperrt. Christian Shamavu ist einer der erfahrensten Ranger im Nationalpark, motiviert durch seine Liebe zu Tieren. „Ich war erst 15, als ich zum ersten Mal einen Gorilla gesehen habe. Ich war beeindruckt, sie sind so menschenähnlich. Menschen aus aller Welt kamen, um diese Tiere zu sehen. Das hat mich so begeistert, dass ich die Tiere beschützen wollte.“ Christians Arbeit ist ein Einsatz zwischen Leben und Tod. Denn die Bauern rund um den Park können die Fürsorge für den Park und seine Bewohner nur schwer nachvollziehen. Sie erheben Anspruch auf den Park, liefert er ihnen doch das überlebenswichtige Holz, das sie zur Herstellung von Holzkohle benötigen. Seit das Wildern und Abholzen verfolgt wird, kommt es immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Rangern und Banditen, die die Konflikte brutal für ihre Zwecke nutzen. Wird es gelingen, den Nationalpark und seine Berggorillas dauerhaft zu schützen?

17:45 - 18:30, 3SAT
Wunder der Erde

Flüsse verändern und formen die Erdoberfläche. Sie stürzen über Felskanten und bilden riesige Wasserfälle. Sie überschwemmen, bilden weite Täler und münden in Deltas und Ästuaren ins Meer. Der Amazonas gilt als der mächtigste Fluss der Erde. Er trägt rund zwei Drittel allen Wassers, das auf der Erde in Flüssen fließt, zum Atlantik. Entlang des Nils hat sich eine fruchtbare Oase gebildet. Der Nil gilt als Lebensader Ägyptens. Das Mekong-Delta mit einer Größe von über 70 000 Quadratkilometern ist die Reiskammer Vietnams.

18:35 - 19:20, arte
Die Karibik

Der Vulkanismus, einerseits eine Ursache für die Artenvielfalt der Karibik, bedeutet gleichzeitig auch eine große Gefahr. Auf den Inseln Dominica und Guadeloupe hat dieses Naturphänomen viele Gesichter: Es gibt kochende Seen, giftige Schwefelaustritte, blubbernde Flachwasservulkane wie das weltberühmte Champagne Reef und, in Tausenden Metern Tiefe, die Tiefseevulkane. Doch gerade weil die titanischen Kräfte aus dem Erdinneren so rasend schnell zerstören, eröffnen sie auch immer wieder neue Nischen. So konnte hier eine Tier- und Pflanzenwelt entstehen, die für die Karibik untypisch ist, sowohl über wie unter Wasser. Tonnenschwere Lederschildkröten legen im schwarzen Vulkansand ihre Eier ab. An den steilen Berghängen der Vulkane konnten sich im Laufe der Evolution riesige Frösche und Insekten, wie der über 15 Zentimeter lange Nashornkäfer, entwickeln. Fast jedes der tief eingeschnittenen Täler beherbergt Tierarten, die es nur hier gibt. Wegen dieser speziellen Voraussetzungen konnten auch besondere Verhaltensformen entstehen. Die Pottwale von Dominica fressen kleinere Tintenfische als anderswo, tauchen viel öfter pro Tag und leben anders als ihre Artgenossen in direkter Küstennähe. Sie haben aufgehört zu wandern und erziehen ihren Nachwuchs gemeinsam. Doch ihre Population schrumpft scheinbar unaufhaltsam. Wird die Entwicklung nicht gestoppt, wird es wohl schon 2030 hier keine Pottwale mehr geben. Ähnliches gilt für die Lederschildkröten und die Riesenfrösche, die hier immer noch gejagt werden. Die Dokumentation ist nicht nur eine Reise zu diesen einzigartigen Tieren. Die Dreharbeiten begleiten auch Einheimische und Wissenschaftler, die versuchen, die zerstörerischen Entwicklungen aufzuhalten.
20:15 - 21:00, H3
Romantische Advents-Reiseziele

Bei Reisen in der Vorweihnachtszeit entdeckt man nicht nur andere Länder und Regionen, man erfährt auch gleich noch einiges über dortige Weihnachtsbräuche und -traditionen. In vielen Orten haben dann auch die Weihnachtsmärkte geöffnet - alle mit Weihnachtsbäckerei, Kerzenglanz und Festmusik, aber jeder doch mit seinem ganz eigenen Charme. Und wie viel Platz braucht eigentlich ein Weihnachtsmarkt? Eine Kapitänin auf dem Achensee beweist, dass schon ein Schiff ausreicht, um in vorweihnachtliche Stimmung zu kommen. Sie schippert ihre Gäste zwei Stunden lang über das winterliche Wasser, und auf dem Schiff duften die Stände mit einheimischen Köstlichkeiten um die Wette. Konventioneller - und mondäner - geht es da in Wien zu: Zwischen Stephansdom und Ringstraße liegt ein inspirierendes Einkaufswunderland für alle, die besondere Weihnachtsgeschenke suchen. Und der Klassiker unter den deutschen Weihnachtsmärkten darf natürlich nicht fehlen: der Nürnberger Christkindlesmarkt. Die Stadt an der Pegnitz ist berühmt für ihre Lebkuchen. Ganz anders der Weihnachtsmarkt im niederländischen Valkenburg. Der Weihnachtsmarkt liegt hier unter der Erde, und beim Weihnachtsumzug kommt fast schon Karnevalslaune auf. Wer zum Jahreswechsel in wärmere Gefilde will, ist in Mallorcas Hauptstadt genau richtig. Dann zeigt sich das Zentrum in festlichem Lichterglanz, der bis weit ins neue Jahr hinein leuchtet: Denn erst am frühen Abend des 5. Januar legt unweit der Kathedrale ein herrlich geschmücktes Schiff an, dem die Heiligen Drei Könige entsteigen - und damit beginnt ein prachtvoller Umzug durch die Altstadt.

21:00 - 21:45, H3
Winter am Großglockner - Wo Österreich am höchsten ist

Der Großglockner, mit 3.798 Meter der höchste Berg Österreichs, steht auf der Grenze zwischen Tirol und Kärnten und gehört zu den am meisten besuchten Sehenswürdigkeiten der Alpenrepublik. Über eine Million Besucher kommen jährlich in die Region, vor allem über die bereits 1935 erbaute Großglockner-Hochalpenstraße. Doch während die meisten Besucher im Kärntner Teil bleiben, geht es auf der Tiroler Seite meistens weitaus ruhiger zu. Das gilt sowohl im Sommer, als auch im Winter. Dabei gilt das schöne Osttirol zu Füßen des mächtigen Großglockners als eine der schneesichersten Gegenden Österreichs. Für Ruhesuchende zum Glück hat man sich hier nicht wie in anderen Gebieten auf den Alpinskilauf konzentriert. Folglich bestimmen nicht die Masten der Seilbahnen und Lifte die Landschaft, sondern Spaziergänger können im Nationalpark Hohe Tauern unter anderem wilde Steinböcke beobachten. Und für sportliche Besucher gibt es noch weit mehr zu erleben, vom Schnupperkurs im Eisklettern bis zu ersten Erfahrungen im Biathlon. Eher beschaulich ist es dagegen, was Lienz, die größte Stadt Osttirols, zu bieten hat. Seine entzückende Altstadt lädt zum Schlendern ein, und häufig sind hier alte Handwerkstraditionen lebendig geblieben, wie eine Hutmacherei, die schon seit über hundert Jahren in weiblicher Familienhand ist.

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