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Freitag, 26.04.2019
07:15 - 08:00, arte
Der Lachszähler von Kanada

Im Great Bear Rainforest, dem Regenwald des Großen Bären, gibt es weder Straßen noch Wege. Dafür unzählige Flüsse, die sich durch den dichten Dschungel dem Meer entgegen winden. Neben den namensgebenden Bären leben hier auch Wölfe, Weißkopfseeadler, Robben und Seevögel. Ein großes Ökosystem aus Ozean und Wald, zutiefst und untrennbar verbunden durch die Lachsschwärme, die seit Jahrhunderten ihren Weg vom Meer zu ihren Laichplätzen aufnehmen. Stan Hutchins überwacht seit fast 40 Jahren diese Wanderungen im Auftrag der Regierung.Ein Beruf, der weit einfacher aussieht, als er ist. Viele Flüsse sind so verzweigt und hindernisreich, dass Stan einen vollen Tag braucht, um sie zu bewältigen. Neben einem ausgezeichneten Orientierungsvermögen und physischer Belastbarkeit muss ein Lachszähler Einsamkeit aushalten können. Die Begleitung seines jungen Hundes Foch erleichtert Stan die Arbeit in der Wildnis. Obwohl die von Stan gesammelten Daten wichtig für die Fischwirtschaft und den Lachsbestand sind, möchte die Fischereibehörde seinen Arbeitsplatz gerne einsparen. Sie hofft, auch mit ein paar Stichproben genügend Daten zusammen zu bekommen, um daraus Schlüsse über die aktuelle Population gewinnen zu können.Die Zukunftsaussichten für den Beruf des "Creekwalkers" sind entsprechend schlecht. Die Bezahlung ist so unsicher, die Verträge so vage, dass kaum junge Leute in diesen Beruf einsteigen können. Aber für Stan sind die Lachse dieser Küste von unersetzbar großem Wert. Der Flussläufer erlebt selbst, wie durch die Klimaveränderung und das schlechte Management der Fischerei ganze Lachspopulationen unbemerkt verschwinden. Auf der Suche nach potenziellen Nachfolgern geht er jetzt eigene Wege, denn Stan weiß nie, ob die aktuelle Saison in den Flüssen seine letzte sein wird.
08:00 - 08:45, arte
Kontinente in Bewegung

Entscheidend für die Entwicklung des asiatischen Kontinents waren die Kollision mit dem indischen Subkontinent und das Aufeinandertreffen mit der Pazifikplatte. Bei seiner rasanten Drift nach Norden kollidierte Indien mit Sibirien und drückte das tibetanische Plateau zusammen. Das führte zu Erdbeben und der Bildung riesiger Erdspalten. Nepal, China, insbesondere die chinesische Gebirgsregion Kunlun Shan, leiden noch heute unter den Folgen dieser Kontinentalbewegungen.Doch mitunter haben diese auch überraschende Folgen: In der Wüstenlandschaft Badain Jaran etwa haben Erdspalten Wasser aus den Hochebenen bis unter die Dünen geführt, so dass die trockene Weite der Wüste von kleinen Seen durchbrochen wird.Bei seinem Zusammenstoßmit Asien schob Indien die südöstlichen Teile des Kontinents in Richtung Meer, die sich daraufhin ablösten und zu Inseln wurden. Diesen Vorgang kann man auf Java nachvollziehen: Hier sank der Meeresspiegel einst so weit ab, dass Urmenschen zu Fuß auf die Insel gelangten und dort siedeln konnten, wie anhand von Ausgrabungen im 19. Jahrhundert festgestellt wurde.Die Reibung mit der Pazifischen Platte ist besonders in Japan spürbar. Das Land liegt dem Marianengraben genau gegenüber, an dem die Philippinische und Pazifische Platte zusammenstoßen. Hier befindet sich mit über 10.000 Metern auch die tiefste Stelle des Weltmeeres. Obwohl sich Japan durch sein Know-how in Sachen Erdbebenprävention auszeichnet, konnte es die schreckliche Tsunami-Katastrophe vom März 2011 nicht verhindern. Auf den Kontakt zwischen den verschiedenen Erdplatten gehen auch die unzähligen Vulkane zurück, die den Pazifischen Ozean umranden und den Pazifischen Feuerring bilden.Wie tödlich die Macht der Vulkane sein kann, zeigt sich etwa am Fuji in Japan und am Kawah Ijen in Indonesien. Doch hier gibt es auch riesige Goldvorkommen, die tief in der Erde lagerten und bei Vulkanausbrüchen an die Erdoberfläche gelangten. In Asien liegen außerdem riesige Karsthöhlen, deren Galeriensystem so groß ist wie der Kontinent selbst - in Dong Zong beherbergt eine solche Höhle ein ganzes Dorf.Wie es mit dem asiatischen Kontinent weitergeht, wird sich wohl im Zentrum des Erdteils entscheiden. Am Baikalsee, an dem das älteste Gestein der Erdgeschichte gefunden wurde, wirft ein großes Ereignis seine Schatten voraus: Eine sich öffnende Erdspalte könnte sich mit Wasser füllen, zum Meer werden und den Kontinent so endgültig in zwei Teile spalten.
10:25 - 11:10, B3
Ostpreußens Küste

Filmautorin Susanne Hanke reist von Westen nach Osten, vom Frischen zum Kurischen Haff, von der Weichsel bis zur Memel. Das Augenmerk liegt dabei auf der teilweise noch ursprünglichen Natur an der Küste des ehemaligen Ostpreußens. Erste Station ist Kaliningrad, das einstige Königsberg. Viele Häuser sind verfallen, Löwenzahn und Gänseblume kämpfen um ein wenig Erde und Licht. Während in der Stadt das bisschen Natur ein Zeugnis von Verfall und Armseligkeit ist, führt sie an der Memel eindeutig die Regie. Das Fernsehteam begleitet einen Fischer die Memel herab bis ins Haff hinein. Hier lauern Reiher auf reiche Beute, ziehen Seeadler ihre Kreise, füttern Hunderte von Kormoranen ihre Jungen groß. Schon von der Memelmündung sind die gewaltigen Dünenberge auf der Kurischen Nehrung zu sehen. Die noch heute wandernden Sandberge haben schon mehrfach ganze Dörfer unter sich begraben. Im Wald mit seinen vom Wind bizarr verformten Kiefern leben Wildschweine, Füchse und sogar Elche. Letzte Station ist die älteste Vogelwarte der Welt. 1901 wurde Rossitten, heute Rybatschij, gegründet. Die Vögel nutzen die Nehrung als Landbrücke auf ihrem Zug und finden ungestörte Rastplätze. Hier drehte Tierfilmer Heinz Sielmann seinen ersten Film: "Vögel über Haff und Wiesen". Ausschnitte aus seinem Film und weitere Archivaufnahmen zeigen, wie wenig sich das Gesicht der Landschaft in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt hat.
13:15 - 14:05, 3SAT
Sommerfrische - Reisen wie zu Kaisers Zeiten

In der Habsburg-Monarchie machte man nicht einfach Urlaub, man fuhr zur Sommerfrische. Eine oft wochenlange Erholung auf dem Land, am See oder am Meer war damals keine Seltenheit. Adelige und wohlhabende Großbürger reisten mit den Annehmlichkeiten der Stadt aufs Land und verbanden die Vorzüge idyllischer Natur mit urbaner Geselligkeit. Das Salzkammergut, der Wörthersee, Triest und Abbazia sind nur einige der damaligen Traumziele. Das Vielvölkerreich der Habsburger stellte einen kulturell wie gesellschaftlich einzigartigen Kosmos dar. Die nostalgische Verklärung dieser Ära begann noch vor dem Ende des Habsburgerreichs und hält bis heute an, vor allem in Orten, die mit einer der schönsten Errungenschaften der Donaumonarchie verbunden sind - der Sommerfrische. Das vornehmlich adelige und großbürgerliche Sommervergnügen, dessen Wurzeln in der Biedermeierzeit liegen und dem, wenn auch in bescheidenerem Rahmen, bis in die Zwischenkriegszeit gefrönt wurde, wird in dieser Dokumentation in all seinen Facetten gezeigt: von den populärsten Reisezielen vergangener Tage über die spezielle Reisekultur bis zu Transportmitteln und -wegen. Das "Fin de siècle" wurde zum Höhepunkt der Sommerfrische. Man reiste aufs Land, um dort wie in einem Freiluftsalon eine gesellige Zeit miteinander zu verbringen. Man schwärmte von Triest, von der Riva in Pola und vom milden Klima Abbazias. Damals entdeckte man den Gardasee und den Wörthersee und eroberte die Gipfel der Alpen. Das Reisen im alten Österreich war untrennbar mit der verkehrstechnischen Erschließung des Großreichs verbunden. Das Salzkammergut gilt als Wiege der Sommerfrische. Der Kurbetrieb am Traunsee war zutiefst verbunden mit dem österreichischen Kaiserhaus und der Nähe zu Ischl, wo Kaiser Franz Joseph seine Sommer verbrachte. Bis heute konnten Orte wie Gmunden viel vom Flair vergangener Tage bewahren. Während am Traunsee überwiegend Mitglieder der nationalen und internationalen Aristokratie dominierten, wurde das restliche Salzkammergut bald durch das gehobene Bürgertum erschlossen. Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckte man den Attersee, und die ersten Sommervillen der Bourgeoisie entstanden. Fasziniert vom Türkisblau des Wassers, mischten sich Fotografen, Maler, Komponisten und Dichter - von Gustav Mahler bis Gustav Klimt - unter das reiche Großbürgertum. In der 1890 erbauten Villa Langer in Steinbach am Attersee wird die Sommerfrische wiederbelebt, wie sie Adelige, Großbürger und berühmte Künstler genossen haben. Der 1886 gegründete "Union Yacht Club Attersee" zählt zu den ältesten und heute zu den größten Segelclubs Österreichs. Wenn Komponisten Urlaub machten, suchten sie meist nach Inspiration und Ruhe. Als kreative Refugien dienten ihnen gerne Seebäder, Komponier-Häuschen oder ein abgelegenes Waldhaus. Gerne bedienten sie dabei das Klischee des genialen Eremiten, auch wenn so mancher von ihnen den Freuden des Lebens nicht abgeneigt war. Johannes Brahms war einer jener Komponisten, die ihre produktivsten Zeiten während ihres Urlaubs hatten. Sommerfrische war für ihn niemals nur Amüsement. Einige seiner berühmtesten Werke komponierte er in Pörtschach am Wörthersee. Mit dem Anschluss der Bahnstrecke Wien-Klagenfurt an die "k.u.k. Südbahn" wurde der Aufenthalt am Wörthersee zu einer gut erreichbaren Attraktion und Pörtschach zu einem der edelsten Sommerfrische-Orte in der Donaumonarchie. Die "Johannes-Brahms-Gesellschaft Pörtschach" rief 1993 den "Brahms Musiksommer" ins Leben - mit Konzerten bekannter Interpreten, Festwochen und internationalem Wettbewerb. Das Programm dieser Veranstaltung, das Musikliebhaber aus ganz Europa anzieht, weist jährlich wechselnde Schwerpunkte auf. Mit dem Entstehen eines neuen Naturgefühls im 18. Jahrhundert wurden die Alpen zum Ausgangspunkt einer neuen Naturbewegung. Die bisher nur Angst erweckenden Berge wurden zu einer Art irdischem Paradies stilisiert. Auch hier fokussierte sich die Aufmerksamkeit rasch auf das Salzkammergut. Es war in der Nähe von Gößl, wo der bis heute als "Steirischer Prinz" hoch verehrte Erzherzog Johann beim Klettern im Toten Gebirge das Ausseerland entdeckte. Johann, der "Grüne Rebell aus dem Hause Habsburg", lebte seine Philosophie vom Bewahren und Erneuern. Der volksnahe Erzherzog vertrat das Motto "zurück zur Natur" lange bevor es zum Modetrend verkam. Mit den gesellschaftlichen Umbrüchen am Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Bergsteigen schließlich zur Massenbewegung. Es gibt sie noch, die Orte und Landschaften, wo trotz zeitgemäßer Technik versucht wird, das Flair vergangener Tage zu erhalten. Dieses Flair gilt es zu erspüren und zu ergründen, um den Mythos der Sommerfrische erfahrbar zu machen.

13:30 - 14:20, B3
Paula und die wilden Bären

Nur noch in wenigen Regionen Europas, wie in den Karpaten und der Hohen Tatra, sind Bären in freier Wildbahn zu finden. Vaclav "Vasek" Chaloupek ist in Tschechien ein bekannter Tierfotograf und Tierfilmer. Im Böhmerwald lebt er stets mit einigen tierischen Gefährten zusammen. Als ein befreundeter Förster ihm die Bärenwaisen Lilly und Ben ins Haus bringt, ist sofort klar: Vasek wird sich als "Bären-Ersatz-Mama" um die Bärenzwillinge kümmern und ihnen so eine Zukunftsperspektive ermöglichen. Und die Tierreporterin Paula wird ihn dabei tatkräftig unterstützen.

15:15 - 16:00, RBB
Kräuterwelten - In Südamerika

In den abgelegenen Regionen Südamerikas wachsen Kräuter in einer immensen Vielfalt. Sie sind Medizin, Lebenselixier und Kosmetika und werden immer begehrter. Lange bevor die spanischen Eroberer den Kontinent in Besitz nahmen, wussten die indigenen Stämme Südamerikas, was in Kräutern steckt. Auch heute ist in den abgelegenen Regionen die medizinische Versorgung ohne Kräuter nicht denkbar. Das Wissen um die Heilkräfte der Natur wird seit über 2.000 Jahren von Generation zu Generation weitergegeben. Durch den globalen Trend zur Naturmedizin gibt es einen wachsenden Markt für Heilpflanzen. Mehr als 70.000 Pflanzenarten werden weltweit gehandelt. In Peru ist dadurch ein neuer Erwerbszweig entstanden. Eine Familie sammelt für eine Schweizer Kosmetikfirma die Wurzeln der hochempfindlichen Ratanhia. Dafür campieren sie wochenlang in der Steppe. Aus ihrer Ernte wird später ein antibakterieller Wirkstoff gewonnen und zu Zahnpasta verarbeitet. Die Spur der Kräuter führt quer durch den Kontinent. In Bolivien dokumentiert ein deutscher Ethnobiologe seit 15 Jahren auf seinen Expeditionen welche Kräuter die Menschen gegen welche Krankheiten einsetzen. In Patagonien entlockt eine Pharmakologin einem winterharten Kraut betörende Düfte, während ein Spitzenkoch in Buenos Aires in alten botanischen Büchern nach Kräuter sucht, die seine preisgekrönten Menüs einzigartig machen. Die Argentinier scheinen süchtig zu sein nach dem Kräutertee "Mate". In der Region Misiones haben Kleinbauern sich zusammengeschlossen, um ihn so herzustellen, wie die Guarani-Indianer vor 2.000 Jahren: geräuchert über offenem Feuer. Dank der Delikatesse haben die Mate-Farmer und ihre Familien wieder eine Zukunft.
14:05 - 17:35, 3SAT
Auf den Schienen des Doppeladlers - Aufbruch ins Eisenbahnzeitalter

Mehr als 170 Jahre nach der Eröffnung des ersten Streckenabschnittes auf österreichischem Boden hat die Eisenbahn nichts von ihrer Faszination verloren. Der Film aus der Reihe "Auf den Schienen des Doppeladlers" zeigt, wie es zur Entstehung des gigantischen Bahnnetzes der Donaumonarchie gekommen ist und welche bautechnischen Leistungen vollbracht wurden, um die Steppen Galiziens mit den Küsten der Adria zu verbinden. Beleuchtet werden auch die vielfältigen Folgen des Bahnbaues: sei es die Entstehung der Sommerfrische in den verschiedensten Regionen, die Vereinheitlichung der Zeit oder die enorme Bedeutung der Eisenbahn für das Militär und die Kriegsführung. Die Bahn ist für Millionen Menschen weltweit zur Passion und Leidenschaft geworden. Unvergleichlich größer und fundamentaler muss dieses Erlebnis wohl für die Menschen im Österreich der Donaumonarchie gewesen sein. Chronisten aus dieser Zeit verglichen das Aufkommen der Eisenbahn mit der Entdeckung Amerikas oder dem Buchdruck. Entlang der historischen Bahnstrecken der ehemaligen Donaumonarchie führt die Reihe "Auf den Schienen des Doppeladlers" zu den bedeutendsten Orten und in die entlegensten Winkel des einstigen Habsburgerreiches, die durch die Eisenbahn verbunden waren und sind. Es waren die Eisenbahnen, die das weite Reich mit Leben erfüllten, Menschen und Waren zirkulieren ließen und so zum Florieren von Handel, Industrie und Fremdenverkehr entscheidend beitrugen.
17:35 - 18:30, 3SAT
Wo die Zitronen blüh'n - Eine süßsaure Reise von den Alpen bis Sizilien

Wenn Goethe von dem Land "wo die Zitronen blüh'n" schrieb, muss er an Sizilien gedacht haben. Nirgendwo ist Zitronenanbau so zu Hause. Immer mehr Bauern besinnen sich auf ihre Tradition. Ihre Früchte gedeihen prächtig, auch ohne chemische Behandlung. Sizilien hat aber noch mehr zu bieten als Zitronenhaine: großartige Landschaften und außergewöhnliche Menschen, genussvolles Essen und eine reiche Geschichte.
17:10 - 17:40, arte
Deutschland: Rosenfeld, ein Paradies für Bienen

Norbert Poeplau ist nicht nur begeisterter Imker, sondern auch Apidologe – das heißt, er erforscht neue Methoden der Honiggewinnung, der Bienenhaltung und -zucht. Seine Lehr- und Versuchsimkerei Fischermühle liegt in Rosenfeld, einem Naturschutzgebiet am Rande des Schwarzwalds. Hier beobachtet, züchtet und erforscht er die faszinierenden Insekten. Am wichtigsten sind ihm dabei das Wohlergehen und der natürliche Lebenszyklus der Bienenvölker – wie viel Honig er selbst erntet, ist dabei zweitrangig. Norbert engagiert sich für eine wesensgerechte und ökologische Bienenhaltung. Zu diesem Zweck hat er die sogenannte Einraumbeute entwickelt. Ein revolutionärer Schritt: Sie bietet einen großen Raum, in dem sich die Bienen horizontal ausbreiten können. In herkömmlichen Magazinbeuten verläuft der Wabenbau vertikal und ein Absperrgitter trennt den unten liegenden Brutraum vom darüber liegenden Honigraum, damit der Honig leichter entnommen werden kann. Die Einraumbeute lässt den Bienen mehr Freiheit beim Wabenbau; Brut- und Honigraum gehen ineinander über. Norbert Poeplau hat noch ein anderes Forschungsfeld: Er will eine Apis-mellifera-Linie heranzüchten, die möglichst nie mit umweltschädlichen Giften in Berührung gekommen ist. Dafür hat er einen Standort mitten in einem Wald gewählt, der zudem in der Naturschutzzone liegt. Die Stöcke der Europäischen Honigbiene hat er direkt in einem ausgehöhlten Stammstück, einer sogenannten Klotzbeute, eingerichtet. Norbert Poeplau hat diese Bauweise in den Wäldern Sibiriens entdeckt. Dort hat man schon lange begriffen, dass lebendes Holz die beste Wärmeisolierung bietet. Außerdem ist der Baumsaft für Bienen ein begehrtes Nahrungsmittel. Nach dem Winter ist er begeistert: Die Bienen haben die kalte Jahreszeit schadlos überstanden. Das Projekt ist wegweisend: Die gesunden und robusten Apis-mellifera-Populationen dienen vielleicht eines Tages dazu, dem aktuellen Bienensterben entgegenzuwirken und den für die Pflanzenwelt und die gesamte Natur so wichtigen Insekten eine neue Zukunft zu schenken.

17:40 - 18:35, arte
Japan von oben

Die aktuelle Folge der Dokumentationsreihe schickt sich an, das südliche, sogar tropische Japan zu entdecken. Zunächst steht ein Abstecher auf die Insel Kyushu an, Vulkanland par excellence, das einige der gefährlichsten Vulkane der Welt beheimatet. Auch wenn Ausbrüche und Ausschläge häufig sind, bringt die unterirdische Magma-Aktivität für die Bewohner auch Wohltaten mit sich: heiße Quellen und andere therapeutische Bäder genauso wie nährstoffreiche Erde, günstig für den Anbau von Tee und Reis. Aufgrund seiner geografischen Lage war Kyushu früh fremden Einflüssen ausgesetzt, zunächst chinesischen und koreanischen, später europäischen. So hat Kyushu das Christentum angenommen, ein Erbe, das vornehmlich die Stadt Nagasaki und die Goto-Inseln teilen. Zwischen dem südlichsten Punkt von Kyushu und Taiwan erstreckt sich über mehr als tausend Kilometer der Bogen der Nansei-Inseln. Zu der Inselkette gehört auch das exotische Paradies von Okinawa, wo bis heute das Stigma des Zweiten Weltkriegs und der militärischen Besetzung durch die Amerikaner fortbesteht. Die Reise endet mit einem Abstecher nach Yonaguni, am Anfang der Nansei-Inselkette gelegen und westlichster Punkt des japanischen Archipels, bildet die Insel ein Paradies für Taucher.
18:35 - 19:20, arte
Wildes Neuseeland

Was geschieht, wenn Menschen und von ihnen mitgeführte Tiere in ein Paradies eindringen? Was, wenn sich für Kakapo, Brückenechse, Kiwi und Riesenheuschrecke nach Jahrmillionen friedlichen Daseins das Leben komplett ändert? Was wenn europäische Wiesel flugunfähige Ureinwohner flächendeckend dezimieren? Wie kann die besondere, ursprüngliche Tier- und Pflanzenwelt Neuseelands überleben und wer wird den Kampf gewinnen? Das Neuseeland von heute ist nicht nur Heimat von Kiwi und Kea, Weta und Wekaralle. Es ist auch die Heimat von Pflanzen und Tieren aus aller Welt, von Amseln und Buchfinken, Bachforellen und Mäusen aus Übersee. Sie alle verdrängen auf die eine oder andere Art die tierischen Ureinwohner aus ihren Lebensräumen. Im modernen Neuseeland werden aber auch neue Allianzen geschlossen. Riesenforellen etwa haben sich darauf spezialisiert, Mäuse beim Durchqueren eines Gewässers zu erlegen. Fast überall auf den Inseln ist die Natur im Wandel. Einige der ursprünglichen Tier- und Pflanzenarten können sich behaupten, viele jedoch stehen kurz vor dem Aussterben: der extrem seltene Chatham-Schnäpper etwa oder der flugunfähige Eulenpapagei, der Kakapo. Wie sie gerettet werden können und ob modernste Schutzbemühungen fruchten, sind nach wie vor brennende Fragen, die Neuseelands Natur- und Artenschützer umtreiben. So hat ein Kampf ums Paradies begonnen. Die Dokumentation gibt Einblicke in aufwendige und clevere Rettungsaktionen, sowie neue und Hoffnung gebende Allianzen, und sie zeigt, dass die eigenwillige Tierwelt Neuseelands durchaus zu retten ist.
20:15 - 21:00, 3SAT
Kritisch Reisen: Safari in Südafrika - Vom Schnappschuss zum Abschuss

Viel Zeit, einen Löwen zu schießen, haben Jagdtouristen nicht: Sie wollen schnell zu ihrer Trophäe kommen. Die Reportage ist unterwegs in Südafrika auf den Spuren der Safari-Touristen. Die Reporter schauen hinter die Kulissen der Safari-Idylle. Und sie erfahren, wie die Menschen leben, die den Touristen den Traumurlaub ermöglichen. Sie kämpfen mit niedrigen Löhnen, rationiertem Trinkwasser und der Ungleichheit zwischen Schwarz und Weiß. "Sie können hier alles schießen, was Sie wollen. Aber einen Löwen zu schießen, dauert seine Zeit", erklärt Stan Burger, Jäger und ehemaliger Präsident des südafrikanischen Jägerverbands. Ein Geschäftsmodell für Safari-Touristen hat sich in Südafrika gebildet: Löwenbabys werden zuerst gezüchtet und früh von ihrer Mutter getrennt. Die kleinen Löwen werden auf Farmen zum Streicheln für Besucher bereitgestellt. Sind die Tiere älter, stehen sie als Ware für Jagdtouristen zur Verfügung. Von diesem Geschäft mit den Löwen bekommt der Tourist nichts mit. Ihm wird in seinem Urlaub verkauft, dass er wilde Tiere sieht, das perfekte Foto bekommt. Abenteuer, die nicht mehr so traumhaft wirken, wenn man genauer hinschaut. Doch kaum ein Urlauber weiß, was vor den Toren der Luxus-Lodges passiert, weil er sie auf eigene Faust kaum verlässt.

20:15 - 21:00, H3
Föhr und Amrum - Kleine Paradiese im nordfriesischen Wattenmeer

Nationalpark Wattenmeer - wer hier herkommt, den erwarten gigantische Weiten, eine Artenvielfalt, die Ihresgleichen sucht, und Erholung auf die friesische Art. Anne Brüning und Mathias Münch haben sich hier zwei ganz besondere Urlaubsinseln ausgesucht: Föhr und Amrum, die beiden Nachbarinseln im hohen Norden. Gemütlich im kuscheligen Sandstrand liegen, zwischen Reetdach und Klinker einen kleinen Altstadtbummel machen und lecker einkehren bei frischem Nordseefisch - so stellen sich die beiden eine perfekte Reise vor. Dabei machen sie ganz unterschiedliche Entdeckungen im Wattenmeer, Mathias Münch auf Föhr und Anne Brüning auf Amrum. Sie besuchen so zauberhafte friesische Dörfer wie Nieblum und Nebel, berichten über lokale Besonderheiten wie den Föhrer Manhattan-Cocktail und testen die angebotenen Touristenprogramme wie die Abendführung im Amrumer Leuchtturm. Natürlich wird auch Wassersport betrieben, es wird gesegelt und nach den besten Stränden geschaut. Zur Stärkung gibt's anschließend Leckeres aus der friesischen Küche. Ausklingen lassen Anne Brüning und Mathias Münch ihre Reise dann bei Föhrer Wein.

21:00 - 21:45, H3
Streifzug durch die Lübecker Bucht

Die Reportage führt durch die beliebte Urlausregion mit den feinsandigen Stränden, die Lübecker Bucht, von Lübeck-Travemünde über die Steilküste bis zum Leuchtturm Dahmeshöved im Ostseeheilbad Dahme. Die Filmautorin Simone Kienast klettert an Bord der Passat, eines der schönsten Segelschiffe Schleswig-Holsteins, und lernt während des Streifzugs durch die Lübecker Bucht einige Hessen kennen, die an der Küste ihre zweite Heimat entdeckt haben. Sie schließt Bekanntschaft mit dem giftigsten Bewohner der Ostsee und erkundet das Hinterland im Abendlicht am Pönitzer See. Dort hat sich auch ein Pferdeflüsterer seinen Traum erfüllt, der Urlaubsgästen nicht nur das Reiten beibringt, sondern Pferde wie von Zauberhand bewegt. Ganz in der Nähe wartet schon eine Weltneuheit auf seine Besucher, ein Strandschlafkorb, der entlang der Küste seit 2016 immer mehr an Beliebtheit gewinnt. Im Kulturgut Hasselburg atmet Kultur. Hier trifft Simone Kienast eine der erfolgreichsten Hörspielproduzentinnen, Heikedine Körting-Beurmann, und den Gutsherrn Constantin Stahlberg. Mit ihnen taucht sie ein in die Geschichte des Hörspiels, bevor die Reise weitergeht nach Rettin und es sportlich und entspannt zugleich beim SUP-Yoga zugeht. Auch das größte Muschelmuseum Deutschlands in Cismar ist Teil des Streifzuges, ebenso der Hof Klostersee, ein Demeterhof mit Käserei, Hofladen, Bäckerei und eigenen Rindern. In Grube hat eine Hessin das Haus ihrer Großeltern zu einer liebevollen Weinhandlung umfunktioniert, und während sie dort leckere Weine aus aller Welt verkauft, führt der Streifzug an die Küste von Dahme - ein geschichtsträchtiger Küstenabschnitt, denn hier strandeten viele Menschen, die aus der damaligen DDR ihre Flucht über die Ostsee wagten. Und so endet der Streifzug am "Licht der Freiheit" am Leuchtturm Dahmeshöved.

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