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Mittwoch, 12.12.2018
07:15 - 08:00, arte
Peru, das Goldhaar der Vikunjas

Geschützt von ihrer dichten Wolle, vertragen Vikunjas, die wie ihre Verwandten Lamas und Alpakas zu den Kamelen gehören, selbst große Kälte von bis zu minus zehn Grad in der Nacht. Und die ist in ihrer Heimat, den Anden, zwischen 3.500 und 5.500 Metern Höhe nicht selten. Es sind karge Böden, hart für Mensch wie Tier. Bereits unter der Herrschaft der Inka wurden die Vikunjas wegen ihrer Wolle und des Fleisches gejagt. Nach der spanischen Eroberung und lange darüber hinaus wurden sie abgeschlachtet, so dass sie bis Mitte der 1960er Jahre fast ausgestorben waren. Die Länder, in denen die Tiere lebten, zogen daraufhin die Notbremse und unterzeichneten eine Naturschutzkonvention zu ihrem Erhalt. Heute gibt es wieder zehntausende Tiere, die meisten davon in Peru. Im Gegensatz zu anderen Ländern wie Argentinien leben sie hier auch weiterhin frei. Nur zur Schur werden sie von den Einheimischen eingefangen. Denn die Wolle, feiner als Menschenhaar, ist wertvoller als Kaschmir und begehrtes Luxusprodukt westlicher Edel-Designer. Bis heute boomt das Geschäft. Neu ist, dass sich die Bauern des Hochlands inzwischen daran beteiligen. Denn sie wussten ja schon immer, wie man die Tiere fängt. Findige Geschäftemacher und Wilderer machten ihnen den Gewinn jedoch stets streitig. So gründeten die Bauern des Dorfes Lucanas nun eine Kooperative, die direkt mit den Abnehmern verhandelt, ohne störende Zwischenhändler. Ein voller Erfolg und Ansporn für die Bauern, möglichst viel Wolle zu erwirtschaften. So auch beim demnächst geplanten Chakku, einer Hatz, an der das ganze Dorf teilnimmt und bei der durch ein kilometerlanges Seil mehrere hundert Tiere zusammengetrieben werden sollen.
08:00 - 08:45, arte
Eine Sommerreise am Polarkreis

Am Morgen des fünften Tages kann der Hubschrauber endlich starten. Ville Haapasalo besucht ein Pärchen, das in einem Leuchtturm lebt. Gemeinsam mit Natascha und Alexander fährt er aufs Meer hinaus und taucht ins eiskalte Wasser, um die braunen Algen zu ernten, die man hier „Meeresgürtel“ nennt. Anschließend werden die Algen zubereitet und mit Blauschimmelkäse und Schokolade gereicht. Dann besichtigt Ville das Dorf Letnyaya Zolotitsa. Es wurde vor rund 600 Jahren von russischen Pionieren gegründet, die sich an den Küsten des Weißen Meeres ansiedelten und noch heute Pomoren heißen. Auf dem Rückweg setzt das Amphibienfahrzeug auf einem Felsen auf. Doch mit Hilfe eines örtlichen Fremdenführers und eines Bootes kehrt die Besatzung heil ans Ufer zurück. Am sechsten Tag reist Ville in das ehemalige Arbeitslager Sewerodwinsk, das lange für Besucher geschlossen war und eine riesige Werft beherbergt. Ville hat eine Sondergenehmigung erhalten und darf das Gebiet betreten, nicht jedoch die Atom-U-Boote, Ölplattformen und Kernkraftwerke. Stattdessen trifft er sich mit einem der Ingenieure, der die Reaktoren gebaut hat. Ville unterhält sich auch mit einem pensionierten U-Boot-Kommandanten. Der alte Mann erzählt ihm vom Unfall des russischen Atom-U-Boots „Kursk“, das in Sewerodwinsk gebaut wurde und lange hier vor Anker lag. Als nächstes reist Ville in die nördlichste Wüste der Erde, die auf der Kanin-Halbinsel liegt.
10:25 - 11:10, B3
Wie ein einziger Tag - der Sommer in Spitzbergen

"Wie ein einziger Tag" erscheint der Sommer in Spitzbergen, wenn die Sonne auch nachts nicht untergeht. Und nie ist es in der hohen Arktis lebendiger - am Vogelfelsen oder im Wasser, in der Tundra oder auf dem Eis. Nur wenige Wochen bleiben der unerwartet vielfältigen Tierwelt, um den Nachwuchs großzuziehen oder sich genügend Winterspeck anzufressen. Mit einem Segelboot ist das Filmteam unterwegs unter der Mitternachtssonne - zu Polarfüchsen, Walrossen oder Blauwalen. Natürlich steht die Frage im Raum: Wie geht es den Eisbären in der sich verändernden Arktis? Antworten finden sich im Packeis ebenso wie an Land - und sind oft überraschend. Ob es heute unter Eisbären vermehrt Kannibalen gibt, auch das erfahren die Zuschauer in diesem Film.
10:55 - 11:50, arte
Die Emscher - Das Wunder im Kohlenpott

Es ist die Geschichte eines unglaublichen Comebacks eines kleinen Flüsschens und einer ganzen Landschaft: Die Emscher fließt mitten durch das Ruhrgebiet, lange Zeit das industrielle Herz Deutschlands. Dem Fluss widerfuhr das traurige Schicksal, alle Abwässer der Region Richtung Rhein zu befördern. Er verkam zu einem in ein Betonbett gezwängten, stinkenden Kanal. Die Emscher war der dreckigste Fluss in ganz Europa. Ausgerechnet die Emscher wird heute zum Vorbild für Stadt- und Landschaftsplaner in Industrieregionen weltweit. Auf einer Strecke von insgesamt 350 Kilometern werden sie und ihre Nebenflüsse von ihrer schmutzigen Last befreit: Überall entstehen Kläranlagen und unterirdische Kanalsysteme. Die Flüsse und Bäche dürfen sich wieder einen natürlichen Lauf suchen, seltene Tiere und Pflanzen erobern das Ruhrgebiet zurück. Die Emschergenossenschaft, ein Zusammenschluss von Städten und Unternehmen, ist verantwortlich für diese Renaturierung. Das Wiedererblühen des Flüsschens ist nur ein Baustein des Wandels des gesamten Ruhrgebiets – hin zu einer grünen, lebenswerten Gegend. Die Dokumentation zeigt auch die Menschen, die die Rückkehr der Natur ins Ruhrgebiet vorantrieben: Anwohner, Ingenieure und Biologen, die sich nicht damit abfinden wollten, am dreckigsten Fluss Europas zu leben. Als die Kohleförderung an der Ruhr zu Ende ging, war ihre Zeit gekommen. Wo früher die Schlote rauchten, gibt es heute Seen, Wälder und sogar Weinberge. Und die Menschen entdecken ihren wieder ergrünten „Pott“ als einzigartige Naturregion mit einer ganz speziellen Industriegeschichte.
11:10 - 11:55, B3
Karpatenwinter

Kriwka ist ein abgelegenes Dorf in den ukrainischen Karpaten. Das Besondere in diesem Dorf sind seine Menschen. Wohlstand gibt es hier nicht. Und trotzdem sind alle mit ihrem Leben zufrieden. Julia und ihr Mann Mikola müssen noch schwer arbeiten, obwohl sie beide schon im Rentenalter sind. Sie bewohnen eines der malerischen Holzhäuser. Das Vieh im Stall sichert ihnen einen bescheidenen Wohlstand und die Klugheit des Alters macht sie offen für die kleinen Schönheiten des Alltags. Weihnachten feiern sie wie vor hundert Jahren im Kreis ihrer Kinder und Enkel. Unter Anteilnahme der ganzen Großfamilie wurde für das hohe Fest eine Sau geschlachtet, denn nach dem 40-tägigen Fasten im Advent haben alle

11:55 - 13:25, B3
Reisen in ferne Welten: Kapstadt

In den Townships, den riesigen Gettos am Rand von Kapstadt, leben die Menschen in kleinen Blechhütten ohne fließendes Wasser und Toiletten. Trotz Armut, hoher Arbeitslosigkeit und Kriminalität gibt es in den Townships ein reges soziales Leben. In Kulturzentren bekommen Jugendliche eine Ausbildung. Die Frauen treffen sich beim Friseur in einem alten Blechcontainer, und beim sonntäglichen Gottesdienst ziehen die Bewohner ihre schönsten Kleider an. Kapstadt hat viele unterschiedliche Gesichter. Kaum ein Stadtteil gleicht dem anderen. In dem Viertel District Six wohnten bis Ende der 1960er-Jahre Menschen aller Hautfarben zusammen, doch der Regierung hat das nicht gepasst und District Six kurzerhand abgerissen. Noch heute ist das ehemalige Viertel eine große Brache. Ein Museum erinnert an die Geschichte des Stadtteils. Woodstock, noch vor Jahren eher bekannt für Autowerkstätten und einen regen Drogenhandel, hat sich zu einem Treffpunkt der hippen Kapstädter entwickelt. In dem Viertel Bo-Kaap, viel fotografiert dank seiner bunt angemalten Häuser, leben vor allem Moslems aus Malaysia oder Indien in einfachen Verhältnissen. Eine Frau aus der Nachbarschaft lädt Touristen in ihr Haus ein, um mit ihnen gemeinsam zu kochen. In Camps Bay, dem wohlhabendsten Viertel des afrikanischen Kontinents, lebt noch immer das reiche weiße Kapstadt. Doch die Zeiten ändern sich, wenn auch langsam. So waren die Weinanbaugebiete rund um Kapstadt früher eine Domäne der Weißen, heute trifft man hier auch auf schwarze Winzer. Die meisten Touristen kommen vor allem wegen der Natur nach Kapstadt. Hohe Berge und weiße Strände liegen in der Kapregion nah beieinander. Und man kann wild lebende Tiere beobachten - Pinguine teilen sich die Strände mit den Menschen und Wale schwimmen oft ganz nah an der Küste.

12:15- 13:00, RBB
Gesichter im Urwald - Muriqui

In den Urwäldern Brasiliens erzählt man eine seltsame Geschichte: Menschen werden für ihre schlechten Taten in Affen verwandelt. Vielleicht, weil das Verhalten dieser Affen sehr ungewöhnlich ist ... Der Muriqui-Affe, endemisch im Atlantischen Wald Brasiliens, ist die größte Affenspezies auf dem amerikanischen Kontinent. Eine Gruppe von etwa 100 dieser Affen lebt auf einer Kaffeplantage. Einst häufig verbreitet in dieser Region (an die 400.000 Individuen), hat es vor Jahrezehnten vielleicht noch 300 dieser Tiere gegeben. Der Grund liegt in der Abholzung des Regenwaldes, der Goldsuche und dem Anbau von Kaffee. Die Tiere wurden voneinander isoliert, nur wenige überlebten in den restlichen, weit auseinander liegenden Waldinseln.
14:05 - 14:50, 3SAT
Im Bann des Yukon

Das "Yukon Quest", das vom kanadischen Whitehorse bis nach Fairbanks im US-Bundesstaat Alaska führt, gilt als das schwierigste Hundeschlitten-Rennen der Welt. Der Film begleitet zwei Musher. Einer der Favoriten des Rennens: William Kleedehn. Zweimal war der aus Niedersachsen nach Kanada Ausgewanderte schon Zweiter, nun will er es an die Spitze schaffen. Sein Konkurrent ist sein Freund Hugh Neff, der einst aus der Vorstadt Chicagos nach Kanada kam. Bei Temperaturen von bis zu minus 50 Grad Celsius müssen die Gespanne 1600 Kilometer durch verschneite Wälder und über steile Pässe zurücklegen. Der Kurs folgt der Postroute, auf der Hundegespanne vor über 100 Jahren Briefe in die Goldgräbergebiete brachten. Der Film verfolgt das gesamte Rennen bis zum hochdramatischen Finale an den Berghängen des "Eagle Summit". Die aufwendig gedrehte Dokumentation bietet außerdem einmalige Einblicke in die atemberaubende Winterwildnis des Yukon. Scherer und sein Team waren mit Buschfliegern, Motorschlitten und Helikoptern unterwegs in Gegenden, die sonst unerreichbar sind.

14:50 - 15:30, 3SAT
Im Bann des Yukon

Das "Yukon Quest", das vom kanadischen Whitehorse bis nach Fairbanks im US-Bundesstaat Alaska führt, gilt als das schwierigste Hundeschlitten-Rennen der Welt. Der Film begleitet zwei Musher. Einer der Favoriten des Rennens: William Kleedehn. Zweimal war der aus Niedersachsen nach Kanada Ausgewanderte schon Zweiter, nun will er es an die Spitze schaffen. Sein Konkurrent ist sein Freund Hugh Neff, der einst aus der Vorstadt Chicagos nach Kanada kam. Bei Temperaturen von bis zu minus 50 Grad Celsius müssen die Gespanne 1600 Kilometer durch verschneite Wälder und über steile Pässe zurücklegen. Der Kurs folgt der Postroute, auf der Hundegespanne vor über 100 Jahren Briefe in die Goldgräbergebiete brachten. Der Film verfolgt das gesamte Rennen bis zum hochdramatischen Finale an den Berghängen des "Eagle Summit". Die aufwendig gedrehte Dokumentation bietet außerdem einmalige Einblicke in die atemberaubende Winterwildnis des Yukon. Scherer und sein Team waren mit Buschfliegern, Motorschlitten und Helikoptern unterwegs in Gegenden, die sonst unerreichbar sind.

15:30 - 15:55, ARD alpha
Der Tanz des Kranichs

In dieser Folge macht sich Anna auf den Weg, den europäischen Kranich kennenzulernen. Dafür fährt sie zuerst an die Mecklenburger Seenplatte, denn in der Gegend um den Plauer See haben viele Kranichpaare ihre Brutreviere. Anna lernt nicht nur einen Kranichexperten kennen, sie darf sogar bei einer spektakulären Aktion dabei sein: Die Jungvögel müssen beringt werden, aber es ist gar nicht so einfach die Kraniche einzufangen. Dank der erfahrenen und schnellen Fängertruppe verläuft der Tag dann aber doch noch erfolgreich und Anna kann sogar beim Beringen mehrerer Jungvögel helfen. Dann fährt sie die Vorpommersche Boddenlandschaft an der Ostsee. Hier sammeln sich alte und junge Kraniche bevor sie weiter in den Süden zu ihren Winterquartieren ziehen. Dafür treffen sich hunderte, oft tausende Kraniche. Ein atemberaubender Anblick. Besonders fasziniert Anna, dass die Vögel tanzen können und richtig laute Trompeten-Laute ausstoßen.

15:30 - 16:15, 3SAT
Menschen am Rande der Welt - Lappland

Für einige ist Lappland nur eine große Ödnis, für andere ist es ein gigantisches Rohstoffreservoir. Für Elena vom Leuchtturm und die Eisbildhauerin Sofi ist Lappland der Lebensmittelpunkt. Elena Hansteenson lebt in einem Leuchtturm vor den Lofoten mehr oder weniger allein - mitten im Meer. Sie angelt ihr Abendessen vor der Haustür, düngt ihren kleinen Kartoffelacker mit Seetang und verwandelt ihren Leuchtturm im Sommer in Gewächshaus. Jeden Morgen schaut sie zuerst nach dem Boot, ihrer einzigen Verbindung zum Festland. Sofi Ruotsalainen liebt die Kälte und nutzt diese für ihren Beruf: Die Bildhauerin baut im tiefsten Winter Hotelsuiten aus Eis und Schnee, die sich irgendwann dem Lauf der Dinge fügen und in den Fluss Torne schmelzen. Aber das stört Sofi nicht. So geht ihr die Arbeit wenigstens niemals aus. Victoria Harnesk ist eine Samin zwischen zwei Welten: Sie stammt aus einer Familie von Rentier-Hirten und arbeitet als Sängern und Bloggerin. Sie bringt ihrem Sohn Niila bei, welche roten Beeren essbar sind und welche Flechten der Herde bei der Nahrungssuche durch den Winter helfen. Mit Sorge sieht sie die neuen Goldgräber, die nach Lappland kommen, die milliardenschwere Erzvorkommen direkt unter der Erde entdeckt haben. 30 neue Gruben sind bewilligt: Victoria möchte aber nicht, dass ihre Heimat von Minen durchlöchert wird wie ein Schweizer Käse.

16:15 - 16:40, arte
Mit Kompass und Köpfchen auf hoher See

Nachdem der Katamaran „Nomade des Mers“ die Küste Brasiliens entlanggesegelt ist, legt die Besatzung einen kurzen Halt in Rio de Janeiro ein. Die Stadt ist bekannt für Copacabana und Zuckerhut, aber auch für ihre Favelas. Über Missstände bei der Müllentsorgung wird dagegen wenig gesprochen. Wie aber soll man der Unmengen an Plastik Herr werden, die täglich an einem der schönsten Strände der Welt landen? Die Brasilianer nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand. Sogar in den Schulen ist das Thema bereits angekommen: Hier gibt es gezielten Unterricht in Sachen Umweltbewusstsein. Die Crew trifft Alex Grael, den Gründer eines Projekts, das junge Leute aus den Favelas für den Umweltschutz sensibilisiert. Angesichts der wachsenden Umweltverschmutzung engagieren sich immer mehr Brasilianer für müllfreie Strände und beseitigen den Müll, der sich an den Stränden angesammelt hat. Der Designer Bruno Temer zeigt Corentin seine selbst erfundene Maschine, mit der er Plastikmüll in Souvenirs verwandelt. Aus lästigem Abfall entstehen so kleine Figuren. Das hat die Crew zu einem Recycling-Experiment motiviert: Sie möchten alte Waschmittelflaschen in Flügel für ihr Windrad verwandeln.
16:15 - 17:00, 3SAT
Im Bann der Arktis

Die Arktis ist eine der wunderbarsten Landschaften unseres Planeten. Sie wird sich infolge des Klimawandels vermutlich unwiederbringlich verändern. Die Welt beklagt das, ohne zu handeln. Gerade im hohen Norden indes passen sich Bewohner längst der Wirklichkeit an. Sie züchten in Grönland Kartoffeln und Kräuter, erschließen Tauchgründe in Island, verändern den Hausbau in Russland. Und sie kämpfen um Mitsprache - allen voran die Inuit. Sie wollen nicht, dass allein die Ölkonzerne über die Zukunft ihrer Heimat entscheiden. Acht Jahre nach seiner ersten Polarkreis-Tour um die halbe Welt hat Grimme-Preisträger Klaus Scherer 2013 die andere Hälfte bereist: von Grönlands Ostküste aus durch Island, Nordskandinavien und Russland bis zu Amerikas nördlichem Außenposten Point Hope in Alaska, wo er seine Weltumrundung damals begonnen hatte. Überall trifft er auf Menschen, die ihm von ihrem Leben zwischen Tradition und Zeitenwende erzählen, vom Wandel ihrer Welt, von der Arktis im Aufbruch. Im ersten Teil des Films besucht Scherer grönländische Küstendörfer, die sich zwischen driftenden Eisbergen von der Jagd auf Fischfang umstellen, und einen Gartenbau-Pionier, der Rhabarber erntet. In Island taucht er mit Einheimischen im eiskalten Wasser durch die Silfra-Schlucht. Das Naturwunder zwischen Amerikanischer und Eurasischer Kontinentalplatte gilt unter Wassersportlern als Geheimtipp. Die Reiseroute folgt dem Polarkreis durch die Nordinsel Grimsey, die norwegischen Fjorde und mit der nördlichsten Bahnverbindung nach Schweden. Im Klimaforschungszentrum von Abisko erfährt Scherer, wie sich die Tundra verändert, und im Städtchen Arjeplog, wie ein Unternehmer mit Extremwetter Geld verdient: Er schiebt auf einem See Rennstrecken ins Eis, auf denen Autohersteller ihre Technik testen. Auch Klaus Scherer durfte ans Steuer.

17:00 - 17:45, 3SAT
Im Bann der Arktis

In Teil zwei begleitet Klaus Scherer unter anderen eine finnische Studentin, die Rentiere züchtet, die Ureinwohnersprache der Sami studiert und als Drummerin in einer Heavymetal-Band spielt. Das Filmteam beobachtet eine Nacht lang in den Grenzwäldern nahe Russland Bären und geht in Murmansk an Bord des größten Atomeisbrechers, der für die Schifffahrt neue Routen freihalten soll. In Jakutsk erklären Architekten, wie sie die Arktis besiedeln wollen. Im amerikanischen Point Hope trifft Scherer schließlich seinen Inuit-Freund Steve Oomittuk wieder, der dort Bürgermeister ist. Sein Dorf in Alaska lebt seit Jahrhunderten vor allem von Walfang und Karibu-Jagd. Jetzt drängen die Ölkonzerne in die Region, doch das Dorf klagte erfolgreich dagegen. Die Risiken einer Ölpest, urteilten Gerichte, seien zu hoch. Die Arktis ist eine der wunderbarsten Landschaften unseres Planeten. Sie wird sich infolge des Klimawandels vermutlich unwiederbringlich verändern. Die Welt beklagt das, ohne zu handeln. Gerade im hohen Norden indes passen sich Bewohner längst der Wirklichkeit an. Sie züchten in Grönland Kartoffeln und Kräuter, erschließen Tauchgründe in Island, verändern den Hausbau in Russland. Und sie kämpfen um Mitsprache - allen voran die Inuit. Sie wollen nicht, dass allein die Ölkonzerne über die Zukunft ihrer Heimat entscheiden. Acht Jahre nach seiner ersten Polarkreis-Tour um die halbe Welt hat Grimme-Preisträger Klaus Scherer 2013 die andere Hälfte bereist: von Grönlands Ostküste aus durch Island, Nordskandinavien und Russland bis zu Amerikas nördlichem Außenposten Point Hope in Alaska, wo er seine Weltumrundung damals begonnen hatte. Überall trifft er auf Menschen, die ihm von ihrem Leben zwischen Tradition und Zeitenwende erzählen, vom Wandel ihrer Welt, von der Arktis im Aufbruch.
17:40 - 18:35, arte
Expedition Sternenhimmel

Der Astrofotograf Bernd Pröschold lässt den dicht besiedelten Ballungsraum Köln hinter sich und bricht auf nach Norden. Über Europas größte Wanderdüne, Rabjerg Mile, am nördlichsten Zipfel Dänemarks, gelangt er nach Norwegen, nach Sølen, Røros, Hessdalen, Fosen und schließlich bis an den Polarkreis, wo Nordlichter die Sicht auf einen sternenklaren Himmel spektakulär bereichern – so, wie ihn schon unsere Vorfahren vor Tausenden von Jahren erlebt haben.Bernd Pröscholds magische Bilder vom Sternenhimmel über archaischen Landschaften – von Planeten, Monden, Sonnen, viele tausend Lichtjahre entfernten Galaxien – erwecken unsere alte Verbindung zu den Gestirnen wieder zum Leben und verändern das Gefühl für die eigene Wirklichkeit in diesem Universum.
17:45 - 18:30, 3SAT
Island am Polarkreis

Die Isländer leben auf einem Pulverfass: Regelmäßig bebt der Boden, strömt heiße Lava, legen Aschewolken das Leben lahm. Aber die Menschen auf der größten Vulkaninsel der Welt bleiben entspannt. Sie machen sich die Natur bestens zunutze: Brot aus dem Vulkanbackofen, schmackhafte Möweneier, beheizte Freiluft-Swimmingpools für alle, Strom zum Nulltarif und fröhliche Fischerkinder, die auch im eiskalten Hafenbecken stundenlang planschen, gehören zum Alltag. "mare TV" erzählt Geschichten aus Islands Norden, wo die Fjorde lang und einsam sind und wo gleich vor der Küste das Polarmeer beginnt. Mitten im Skagafjördur, einem der größten Fjorde der Region, liegt die Insel Drangey, ein steiler, schroffer Felsen-Brutplatz von Möwen und Papageientauchern. Für die Bewohner des Fjordes waren die Eier der Vögel in harten Jahren oft die letzte Rettung. Auch heute noch machen sich die Eriksons auf zum "Eierklau", ein großes, nicht ganz ungefährliches Familien-Abenteuer auf der Felseninsel. Weiter im Nordosten von Island, in Myvatn, verwandeln heiße Quellen und Schwefeldämpfe die Landschaft in eine brodelnde Hexenküche. Dagny Hallgrimsdottir hat hier schon als kleines Mädchen "Backe, backe, Kuchen" gespielt. Jetzt macht sie sich jeden Morgen auf den Weg zum Brotbacken in heißer Erde. Eine uralte Methode, simpel aber wirkungsvoll: Dagny hat alte Waschmaschinentrommeln in den Boden eingegraben. Deckel drauf - und fertig ist der Erdofen mit 100 Grad heißem Dampf. So backt sie ein ganz spezielles Brot, das ihr kleines Café in ganz Island bekannt gemacht hat. Vor 100 Jahren löste die Heringsfischerei im Norden einen regelrechten Fisch-Rausch aus: "Das Silber des Meeres ist Islands Gold", hieß es damals. Heute sind die großen Heringsschwärme längst weg. Fischer wie Sigurdur Oddsson gehen auf Kabeljau- und Schellfischfang. Sigurdur fischt mit "Longlines", 500 Meter langen Köderschnüren. Er findet das Fischen mit der langen Leine fair. "Bei mir haben die Fische die Wahl. Es zwingt sie ja niemand, den Köder zu fressen!" Das Kilogramm Fisch bringt Sigurdur rund 1,50 Euro, aber nach Abzug der Kosten für Kutter, Diesel und Kühlhausgebühren bleibt gerade mal die Hälfte übrig. Jetzt, in der Fangsaison, arbeitet Sigurdur fast Tag und Nacht, denn er muss das Geld für das ganze Jahr verdienen. Heimir Hardarson hat andere Sorgen. Er kämpft gegen das Abwracken alter Holzboote. Heimirs neuestes Restaurationsprojekt ist der Kutter "Bjössi Sör": Baujahr 1975, solide Eiche, eines der letzten in Island gefertigten Holzexemplare. Sechs Monate lang hat er an dem Kutter gewerkelt, den Motor komplett auseinandergenommen und dem Schiff einen neuen Anstrich verpasst. Jetzt ist endlich der Tag des Stapellaufs gekommen - für die "Bjössi Sör" der zweite Geburtstag.

18:35 - 19:20, arte
Die Karibik

Blumentiere, wie Korallen auch genannt werden, sind die Baumeister der Karibik. Sie schaffen artenreiche Riffe – diese werden in Hunderttausenden von Jahren durch Verkarstung zu verschachtelten Unterwasserhöhlen, nach Erosion zu weißen Sandstränden und nach tektonischen Hebungen zu ganzen Inselwelten. Doch die Baumeister sind angeschlagen, stellenweise sind über 90 Prozent der karibischen Riffe abgestorben. Besonders im Süden des Subkontinents, in Costa Rica und Panama, haben Rodungen und Bodenabtragung deutliche Spuren im Meer vor der Küste hinterlassen. Die Riffe wurden, zusätzlich zu den Auswirkungen von Wassererwärmung und -versauerung, von Sedimenten buchstäblich zugeschüttet. Über weite Strecken sind die Korallenstöcke erstickt, von Algen überwuchert. Welche Wege der Wiederansiedlung finden statt, wenn die Ursachen des Sterbens verringert werden? Welche Tricks und Wege kennt die tropische Natur, sich anzupassen und Lebensräume zurückzuerobern? Einmal im Jahr finden die magischen Nächte der karibischen Unterwasserwelt statt – eines der größten Wunder und zugleich Rätsel der Unterwasserwelt. Verschiedenste noch lebende Korallenstöcke entlassen Milliarden von Eiern und Spermien ins Meer, in einer Region von mehreren Quadratkilometern, fast auf die Minute genau. Ihre Mission ist, sich zu finden und als Larven neuen Untergrund zu besiedeln. Die Hoffnung für abgestorbene Riffregionen. Der Film dokumentiert diese Unterwasserorgie der Karibik in nie gesehenen Aufnahmen. Fluoreszenzkameras erlauben einen faszinierenden Einblick in das Leben einer Korallenlarve vom Zeitpunkt des Laichens bis zur Ansiedlung auf einem abgestorbenen Riff. Auch an Land besteht Hoffnung. Werden abgeholzte Berghänge wieder sich selbst überlassen, übernehmen Pionierpflanzen wie der Ameisenbaum den Anfang eines neuen Urwaldes. Samenverbreiter wie Papageien, Pakas, Brüllaffen und der schillernde Quetzal-Vogel helfen dabei über ganz besondere Strategien. Werden sie sich selbst überlassen, können gerodete Regionen wie der Panamakanal binnen weniger Jahrzehnte zu neuen Lebensräumen werden. Und die Schlammfracht auf die Riffe würde deutlich verringert – so hätten auch die Blumentiere und damit die Unterwasserwelt der Karibik wieder eine echte Chance. Am Ende steht die Erkenntnis, dass die Küsten und Riffe Zentralamerikas angeschlagen, aber nicht geschlagen sind.
22:00 - 22:45, RBB
Big Five Asien

Für Tiere in der Größe von Elefanten, die zudem in großen Herden umherstreifen, ist es nicht leicht, im immer dichter besiedelten Asien genügend Raum zum Leben zu finden. Die Situation der Asiatischen Elefanten wird vielleicht nirgendwo so deutlich wie in Sabah im Nordosten Borneos: Entlang des Flusses Kinabatangan macht sich ein Filmteam auf die Suche nach den grauen Riesen Asiens, und schneller als erwartet wird es dort fündig. Elefanten ziehen entlang dieses Flusses in Herden, die manchmal aus mehr als hundert Tieren bestehen. Auf den ersten Blick denkt man, das Paradies für Elefanten gefunden zu haben.
22:45 - 23:30, RBB
Die Tricks des Überlebens

Eine Reise von den klaren Bergflüssen über den sumpfigen Pantanal bis ins Korallenriff und tief in die Regenwälder - eine Reise auf den Spuren außergewöhnlicher Tiere und Pflanzen. Etwa zehn Millionen Tier- und Pflanzenarten leben auf der Erde - doch kein einziges Lebewesen kann alleine überleben. So sind im Laufe von Jahrmillionen komplexe und außergewöhnliche Beziehungen zwischen den verschiedenen Organismen entstanden, die die Fortpflanzung sichern oder Schutz und Nahrung bieten. Zu den artenreichsten Lebensräumen gehören der tropische Regenwald und die Korallenriffe.

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