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Dienstag, 26.02.2019
Thema des Tages
Mit dem Zug durch...

Faszinierende Reisen in Zügen durch die ganze Welt...

07:15 - 08:00, arte
China, im Reich der Mosuo-Frauen

Lamu Mian Zhe und ihre Familie gehören zum Volk der Mosuo im Südwesten Chinas. Sie sind dieses Jahr vom Pech verfolgt. Lamu Mian Zhe selbst war schwer krank. Für ihre Operation musste sie sich verschulden. Dann kam ein Cousin bei einem Unfall ums Leben. Probleme, die bei den Mosuo stets die ganze Familie betreffen, vor allem aber die "Ama", das weibliche Oberhaupt, denn die Mosuo leben im Matriarchat. In Lamus Familie trägt ihre Mutter Zhima die Verantwortung und die Hauptlast der täglichen Haus- und Feldarbeit. Lamu versucht, durch den Verkauf von Webarbeiten die Schulden abzutragen. Währenddessen kümmert sich ihr Bruder Sogna um ihre zwei Töchter, denn bei den Mosuo sind die Onkel für die Erziehung der Kinder zuständig. Der Vater lebt nicht bei ihnen, sondern bei seiner eigenen Mutterfamilie. Sogna wiederum verlässt abends das Haus, um die Nacht bei seiner Lebensgefährtin zu verbringen. "Wanderehe" nennen die Mosuo diese Art von Beziehung. Sie kann nur ein paar Nächte dauern oder aber ein Leben lang. Das Volk der Mosuo zählt noch etwa 40.000 Menschen, die in den chinesischen Ausläufern des Himalayas traditionell von der Landwirtschaft leben. Viele junge Mosuo arbeiten inzwischen in den größeren Städten, kommen aber zu den Familienfesten wieder zusammen. Eines der wichtigsten Feste im Leben einer Mosuo-Frau ist die Volljährigkeitszeremonie. Lamu und Sogna reisen zu diesem Fest ihrer Nichte in das abgelegene Bergdorf Lijiazui. Mit 13 Jahren werden den Mädchen zum ersten Mal die festlichen Mosuo-Frauenkleider angelegt. Von nun an darf es seine Meinung im Familienrat sagen, in dem Probleme zwischen den Generationen und Geschlechtern gelöst werden. Das Wichtigste für die Mosuo ist Harmonie in der Familie. Doch hat diese jahrtausendealte Kultur im modernen China noch eine Überlebenschance?
08:00 - 08:45, arte
Die Winzlinge in freier Wildbahn

Der Nationalpark Le Mercantour in den französischen Seealpen bietet mit seinem besonderen Klima, seinen Kalksteinfelsen, Geröllhalden und vielfältigen Wäldern ideale Lebensbedingungen für zahlreiche endemische Tier- und Pflanzenarten. Er beherbergt auch das berühmte Vallée des Merveilles, zu Deutsch „Tal der Wunder“, mit bis zu 5.000 Jahre alten Felsgravuren.
09:55 - 10:20, arte
Der alte Mann und der Storch

Die Save ist einer der wenigen mitteleuropäischen Flüsse, denen der Mensch noch kein Korsett aus Dämmen, Steinen und Beton verpasst hat. Das Herzstück dieser Schwemm-Landschaft ist Lonsko polje, das Lonja-Feld. Ein Naturparadies, in dem Seeadler, Schwarzstörche und Löffler ebenso in großer Zahl zu Hause sind wie Graurinder, Wollschweine und Posavina-Pferde.Der wahre Star dieser Gegend ist aber der Weißstorch. Er nistet hier in so großer Anzahl, dass in manchen Dörfern mehr Störche als Menschen leben. Im Dorf ?igo? trägt jedes der schönen alten Holzhäuser mindestens zwei Nester, einige sogar vier. Manche von ihnen sind über 20 Jahre alt und wiegen inzwischen mehr als 500 Kilogramm. Eine große Belastung für die alten Dächer. Doch die Menschen stören sich nicht daran. Sie lieben ihre Störche und tun alles, damit sie sich wohlfühlen und für reichlich Nachkommen sorgen.Das ungewöhnlichste Beispiel dieses vertrauensvollen Verhältnisses ist die Freundschaft zwischen dem Storchenweibchen Malena und Stjepan Vokic. Vor 24 Jahren hat der Schulhausmeister aus Slavonski Broid das angeschossene Storchenweibchen gefunden, es versorgt und ins Herz geschlossen. Da der Vogel weder fliegen noch sich sein Futter selbst besorgen kann, ist er voll und ganz auf Stjepans Hilfe angewiesen.Während Malenas Partner, der Storch Klepetan, jedes Jahr Ende August sein Nest verlässt, bleibt sie den Winter über bei Stjepan. Der Film erzählt von einer einmaligen Freundschaft zwischen Mensch und Tier, von selbstloser Fürsorge und grenzlosem Vertrauen.
10:20 - 11:05, arte
Biene Majas wilde Schwestern

Die Verhaltens- und Lebensweisen der sogenannten Wildbienen sind so vielfältig wie ihr Aussehen, ihre Größe und ihre Lebensräume. Unter den Wildbienen gibt es Riesen von drei Zentimeter Körperlänge, aber auch Zwerge, die gerade einmal drei Millimeter lang sind. Die meisten Wildbienen sind zwar eher unscheinbar gefärbt, doch machen sie ihr unauffälliges Äußeres durch eine ungeheure Vielfalt an interessanten Verhaltensweisen wett. Wohl nur wenige andere Tiere treiben einen derartigen Aufwand bei der Fürsorge für ihre Nachkommenschaft wie die Bienen: Um der nächsten Generation den bestmöglichen Start ins Leben zu ermöglichen, konstruieren sie aus den unterschiedlichsten Materialien komplizierte Bauwerke als Kinderstuben. Um ihren Nachwuchs mit genügend Nektar und Pollen, der "Bienen-Babynahrung", zu versorgen, besuchen Bienenmütter auf manchmal Hunderte Kilometer langen Sammelflügen Zehntausende von Blüten. Unter den Bienenarten gibt es allerdings auch einige, die – durchaus nicht "bienenfleißig" – andere für sich arbeiten lassen und sich als Einbrecher oder gar als Mörder betätigen. Die Dokumentation zeigt die schier unglaubliche Vielfalt der heimischen Wildbienen und deren erstaunliche Anpassungen an die verschiedensten Lebensräume und Lebensbedingungen. Spannende Kämpfe, sensationelle Leistungen, fantastische Bauwerke und farbenfrohe Individuen – die Welt der Wildbienen hat all dies und noch viel mehr zu bieten.

10:25 - 11:10, B3
Die Lauenburgischen Seen - Wildnis zwischen Lübeck und Elbe

Die Lauenburgischen Seen sind mit über 470 km² der drittgrößte Naturpark Schleswig-Holsteins. Zwischen Lübeck und Lauenburg an der Elbe gelegen, bildet die Landschaft mit ihren ausgedehnten Waldgebieten, den 40 Seen und der Nähe zum mecklenburgischen Biosphärenreservat Schaalsee das größte Schutzgebiet entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Dank seines Biotop- und Artenreichtums gehört es zu den 100 wichtigsten Nationalen Naturlandschaften Deutschlands. Die Teilung Deutschlands, mit ihren Sperrzonen an der Grenze, hat sich positiv auf die Natur ausgewirkt. Durch ökologische Bewirtschaftung von Land, Feld und Wasser siedeln sich hier nun auch wieder verschollene Tiere an - die Lauenburgische Seenlandschaft ist zum Mittelpunkt für bedrohte Arten geworden. Die Tierfilmer Christoph und Almut Hauschild zeigen eindrucksvoll den Naturreichtum der Lauenburgischen Seenlandschaft. Nach über einem Jahr Dreharbeiten haben sie spannende Geschichten eingefangen von jagenden Seeadlern, großen Hirschrudeln und ungewöhnlichen Grenzgängern. Hautnah ist die Kamera dabei, als ein Kranich Geburtshilfe leistet, südamerikanische Nandus eine Landschaft erobern und sich die Hähne erbitterte Kämpfe um die Weibchen liefern. Nach 130 Jahren kommt der erste Fischadler wieder nach Schleswig-Holstein und wählt hierfür die Lauenburgische Seenlandschaft. Neben den spannenden Tiergeschichten erklären die Filmemacher die Zusammenhänge zwischen einer behutsamen Nutzung und der Artenvielfalt.
11:05 - 11:50, arte
G’schichten aus dem Wiener Prater

Bekannt ist der Wiener Prater vor allem für seinen Vergnügungspark, den Wurstelprater, wo sich, eingebettet in eine naturnahe Landschaft, Buden und Fahrgeschäfte aneinanderreihen. Bereits seit Jahrhunderten frönen die Einwohner Wiens sowie Besucher aus der ganzen Welt hier dem Müßiggang. Eine Fahrt mit dem weltberühmten Riesenrad gibt in luftigen Höhen jedoch den Blick frei auf den Grünen Prater, Wiens etwa sechs Quadratmeter große wilde Oase. Ein letztes Stück Auenlandschaft, geschaffen vom Donaustrom und im Laufe der Jahrhunderte vom Menschen verändert, ohne die Natur dabei zu eliminieren, erstreckt sich hinter dem Unterhaltungsareal. Abseits des Trubels des Wurstelpraters ist der Prater das Zuhause zahlreicher Tierarten. Hier finden sich unermüdliche Biber, die am Krebsenwasser ihre Burgen bauen und beinahe ausgestorbene Sumpfschildkröten, die im Mauthnerwasser in der Nähe des Lusthauses die Sonne genießen. Nahe der Freudenau im dichten Dschungel des Auwaldes schwirrt das Wiener Nachtpfauenauge, Europas größter Nachtfalter, umher und in der Dämmerung kann man scheue Rehe bei ihrem Streifzug durchs Dickicht beobachten. Deren Vorfahren waren wohl einst Vorbild für Felix Saltens Welterfolg "Bambi". Auch eine Dachsfamilie ist im Prater, in einem riesigen Bau tief unter Erde, zu Hause und zeigt sich nur bei Nacht an der Erdoberfläche. Mit neu entwickelten Infrarotkameras wurden die nachtaktiven Tiere über ein Jahr lang vom Regisseur Thomas Rilk und seinem Team beobachtet und gefilmt. Die Aufnahmen offenbaren dem Zuschauer unter anderem intime Einblicke in das sonst von der Nacht verschlungene Leben der Dachse.

11:10 - 11:55, B3
Über den Inseln Afrikas - Madagaskar

Im Auftrag internationaler Zeitschriften und Agenturen hat Ami Vitale als Fotojournalistin über 75 Länder der Erde bereist. Nun startet sie zu einem ganz besonderen Abenteuer: Auf Madagaskar arbeitet sie an einem Fotoband über die Inseln vor Afrika. Ami Vitale beginnt ihre Reise auf der ehemaligen Pirateninsel Nosy Bé im Nordwesten des Landes. Gemeinsam mit dem französischen Skipper Nicholas segelt sie die zerklüftete Küste entlang bis ins Reich eines Königs der Sakalava-Kultur. Das tägliche Leben der Madagassen wird durch Verbote und Tabus geregelt. Je nach Volksgruppe kann es verboten sein, ein Chamäleon zu berühren, über Krokodile zu sprechen oder donnerstags zu arbeiten. Bewaffnet nur mit ihrer Kamera und einigen frisch gelernten Vokabeln der lokalen Sprache wagt die Fotojournalistin sich in Dörfer, in die sich selten Fremde verirren. Die Frauen zeigen ihr, wie man Wassereimer auf dem Kopf balanciert, Getreide aussiebt und sich unter der gleißenden Sonne Afrikas eine schöne Haut bewahrt. Beim großen Ahnenfest der Sakalava begegnet Ami Vitale den Geistern verstorbener Dorfbewohner. Sie muss lernen, dass das Chamäleon Unheil bringt und der nächtliche Schrei der Lemuren durch Mark und Bein geht. Schließlich gelingt es ihr sogar, eine Privataudienz bei König Momad zu bekommen, einem der letzten Könige Madagaskars. In Diego begegnet Ami Vitale dem Edelsteinhändler John, der sie zu den Saphirminen führt. Dort riskieren Glücksritter jeden Tag ihr Leben in der Hoffnung auf den ganz großen Fund. Mit seiner kleinen Propellermaschine bringt der Pilot Yves die Fotojournalistin ins Hochland Madagaskars, in das Herz der Insel. In der Hauptstadt Madagaskars, Antananarivo, trifft Ami Vitale den Musiker Rajéry, der ihr noch ein letztes Geheimnis verrät - über den Klang Madagaskars, der mitten ins Herz trifft.

11:55 - 12:40, B3
Reisen in ferne Welten: Der Große Himalaya Trail

Größer als die Berge im Himalaya sind nur die Erwartungen, die viele Wanderer an ihren Urlaub stellen. Wer extreme körperliche Erfahrungen sucht, wird sicher nicht enttäuscht. Der große Himalaya-Trail besteht aus einem Wegenetz von mehr als 10.000 Kilometern Länge und ist damit das größte hochalpine Wegenetz der Erde. Auf einem abgelegenen und einem viel begangenen Teilstück erfährt das Fernsehteam am eigenen Leib, was die meisten Wanderer in extremer Höhe suchen, finden und nicht selten sofort wieder verlieren.

13:20 - 14:05, 3SAT
Mit dem Zug durch Wales

Wohl nirgendwo sonst in Europa sind auf so kleinem Raum so viele Naturschönheiten und so viele historische Eisenbahnlinien vereint wie in Wales an der Westküste Großbritanniens. Schauplatz der Dokumentation ist der Norden von Wales, der fast zur Hälfte als Nationalpark ausgewiesen ist. In der Gebirgswelt des Snowdonia-Nationalparks fährt seit über 100 Jahren die Touristenbahn "Snowdon Mountain Railway". Sie kämpft sich mit Dampfloks noch aus ihren Anfangsjahren per Zahnradantrieb den höchsten Berg von Wales hinauf, den Mount Snowdon - ein atemberaubendes und unvergessliches Erlebnis. Mehr im Westen von Nord-Wales liegt das liebliche Tal des Dee. Dort fährt die Llangollen Railway, vor einigen Jahren auf einem kleinen Abschnitt von Eisenbahnliebhabern wiedereröffnet. Früher verband sie England mit der walisischen Küste. In der Nähe des Städtchen Llangollen kann man sich auf sogenannten Narrowboats auf Kanälen fortbewegen, entweder von Pferden gezogen oder motorisiert über eine der größten walisischen Attraktionen, das Aquaedukt Pontcysyllte. Die Schmalspurbahnen "Welsh Highland Railway" und "Ffestiniog Railway" wurden einst als Transportwege für die blühende Schieferindustrie in Nordwales gebaut. Heute gibt es nur noch wenige Schieferbrüche, dafür sind die beiden Bahnlinien nach ihrer zeitweiligen Stilllegung wieder hundertprozentig für Touristen in Betrieb. Der große Traum ihrer privaten Betreiber ist es, aus beiden Bahnen eine zu machen. 2011 soll die "Welsh & Ffestiniog Railway" ihre Passagiere von der Küstenstadt Caernarfon über das walisische Hochland bis zur Hafenstadt Porthmadog bringen und noch ein Stück hinein in den Snowdon-Nationalpark - 60 Kilometer Schmalspurvergnügen durch alle Landschaftsarten, die Nordwales zu bieten hat. Angereichert sind die kleinen Bahnporträts mit Ausflügen in die englische Trutzburg Caernarfon Castle, in einen gemütlichen Tea Room, in eine Schieferbruchwerkstatt und zu einem typisch walisischen Männerchor, der allerdings weit über die britische Insel hinaus bekannt ist. In dem Küstenort Portmeirion kann man sich an mediterranem Flair ergötzen, und auf der Insel Anglesey läuft man Gefahr, sich mit dem längsten Stationsnamen der Welt die Zunge zu verknoten. Das kleine Land ist vielfältig und überraschend: Croeso i Gymru - Willkommen in Wales!

14:05 - 14:35, 3SAT
Polen auf Schienen

In Polen gibt es sie noch: die gute alte Dampflok. Im Westen zwischen den Orten Wolsztyn und Leszno fährt sie jeden Tag hin und her. Es ist die letzte regelmäßige Dampflokstrecke in Europa. Filmemacher Ulrich Adrian trifft den Schrankenwärter, der die Strecke betreut. In seiner Reise zeigt er aber nicht nur diese Rarität, sondern auch andere ungewöhnliche Schienenfahrzeuge, die die polnische Landschaft durchpflügen. Zum Beispiel Schiffe, die in den Masuren auf Schienen Staustufen überwinden. Und er trifft Touristen, die auf einer Draisine zur Wolfsschanze ganz im Osten Polens fahren, dem militärischen Lagezentrum der Nazis während des Zweiten Weltkrieges.

14:35 - 15:20, 3SAT
Mit dem Zug durch Andalusien

"Al-Andalus" heißt der luxuriöse Zug mit geräumigen Schlafwagen, der in sechs Tagen auf einem 1200 Kilometer langen Rundkurs die kulturellen Highlights Andalusiens anfährt. Die Reise beginnt in Sevilla, wo die Giralda zu bestaunen ist, ein ehemaliges Minarett, das heute als Glockenturm der Kathedrale dient. Weiter geht es über Cádiz, die älteste Stadt Europas, nach Jerez de la Frontera. In Ronda trainiert Juan Molina seinen Sohn. Seit seinem vierten Lebensjahr ist es dessen Wunsch, Stierkämpfer zu werden. In einer unblutigen Corrida erlegt der Junge gekonnt einen Holz-Stier. In Granada befindet sich der wohl berühmteste Gebäudekomplex Andalusiens: die Alhambra, eine Ansammlung von Palästen, die im 13. und 14. Jahrhundert als Residenz der maurischen Könige errichtet wurde. Im sich anschließenden Palacio de Generalife, dem uralten "Garten der Erkennenden", erklärt der Chefgärtner sein ausgeklügeltes Pflanzkonzept: Er kombiniert Pflanzen, die in jeder Beziehung zueinander passen - nicht nur was Nährstoff-, Licht- und Wasserbedarf anbelangt.
15:20 - 16:00, 3SAT
Mit dem Zug durch die Toskana

Seit jeher lockt "Bella Italia" mit Altertümern, Sonne und Meer. Aber auch Eisenbahnfreunde kommen hier auf ihre Kosten, denn Italien besitzt zahlreiche museale Lokomotiven. Das Fernsehteam begleitet einen Sonderzug, der mit wechselnden Zugpferden in die Toskana unterwegs ist. So geht es über den Brennerpass durch Südtirol nach Siena und von dort weiter in die Crete Sienese bis nach Rimini. In Italien kümmern sich verschiedene Museumsbahnvereine wie "Musi Neri" oder "Italvapore" mit Unterstützung durch die italienische Staatsbahn um die Wiederaufbereitung, Wartung und Reparaturen von historischen Lokomotiven. So verkehren diese auf diversen Strecken im Land. Zum Auftakt der Reise fährt ein deutsch-österreichisches Dampfgespann auf den Brennerpass hinauf. Elektrisch geht es weiter durch Südtirol bis Trient. Auf dem Stationsplan stehen so verheißungsvolle Namen wie Val Sugana, Vicenza oder Faentina, Strecken und Städte auf dem Schienenweg in eine der reizvollsten Landschaften Europas. Höhepunkt für die Eisenbahnfreunde ist eine Begegnung mit der legendären Franco-Crosti-Lokomotive, für die Kultursuchenden unter den Passagieren der Aufenthalt in Siena, der schönsten Stadt in der Toskana. Mit Dampf geht es weiter in die Crete Sienese, in den Weinkeller Italiens, von wo der Chianti und Montepulciano kommen und so edle Tropfen wie der Brunello di Montalcino. Zum Abschluss der Reise bringt der Dampf-Sonderzug seine Fahrgäste nach Rimini an die Adriaküste. Einsam und verlassen liegen die Strände im zauberhaften Licht eines sonnigen Oktobertags.
15:50 - 16:45, arte
Irrawaddy – Wunderwelt Mangroven

Im Delta des Irrawaddy im Süden von Myanmar findet sie die weltweit größte Vielfalt an Mangroven. Diese Wälder bilden natürliche Schutzwälle gegen die Zyklone, die immer wieder in der Region wüten. Die vielverzweigten, fischreichen Flussarme des Irrawaddy versorgen die Bevölkerung mit Nahrung und sind außerdem wichtige Verkehrswege für die Delta-Bewohner. Am Unterlauf des Flusses beliefern die beiden Obst- und Gemüsehändler U Tin Hlaing und Daw Khin Lay die Dörfer mit frischer Ware. Aber sie fahren nie weiter als bis zum Naturschutzgebiet Meinmahla Kyun Wildlife Sanctuary, denn danach wird der Irrawaddy immer wilder und zu gefährlich für ihr kleines Boot. In diesem Naturschutzgebiet sind zahlreiche Tierarten beheimatet, darunter der seltene Irawadi-Delfin, Salzwasserkrokodile, Greifvögel wie der Schwarze Milan und der Brahminenweih, Zugvögel wie Löffelstrandläufer und Waldschnepfe, Kormorane und viele verschiedene Entenvögel. Der Ranger Lha Soe Win und seine Kollegen zählen diese Tiere bei ihren regelmäßigen Patrouillegängen und sorgen gleichzeitig dafür, dass die Mangrovenbäume nicht mehr illegal für die Brennholzgewinnung gerodet werden. Seit den 1970er Jahren ist der Mangrovenbestand um 60 % zurückgegangen. Für die Bewohner des Deltas hat dies dramatische Auswirkungen. So kamen 2008 beim Zyklon Nargis, einem der heftigsten jemals aufgezeichneten Wirbelstürme, rund 130.000 Birmanen ums Leben. Gemeinsam mit den Forschern der NGO Flora and Fauna International betreiben die Ranger die Wiederaufforstung der Mangrovenwälder, damit diese salztoleranten Gewächse wieder ihre schützende Rolle spielen können.

16:00 - 16:45, 3SAT
Mit dem Zug durch Brasiliens Süden

Der "Serra Verde Express" mit seiner knapp 110 Kilometer langen, spektakulären Trassenführung durch den atlantischen Regenwald ist der Touristenzug Brasiliens schlechthin. Der "Serra Verde Express" startet in der südbrasilianischen Metropole Curitiba. Nach fast 1000 Höhenmetern erreicht er die Hafenstadt Paranaguá am Atlantik - ein Eisenbahn-Abenteuer. Die knapp 110 Kilometer lange Eisenbahnstrecke gilt als ingenieurtechnische Meisterleistung. Die Stadt Curitiba ist Brasiliens Ökohauptstadt mit der höchsten Lebensqualität des Landes und war einer der Austragungsorte der Fußball-Weltmeisterschaft 2014. Täglich fährt der Zug durch die Serra do Mar, ein dicht bewachsenes Küstengebirge. Früher war der Gebirgszug, der parallel zum Atlantischen Ozean verläuft und seit 1999 zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt, mit dichtem Regenwald bestanden, der aber größtenteils abgeholzt wurde. Nur noch wenige Personenzüge fahren heute in Brasilien. So ist diese Reise etwas Besonderes. Häufig nehmen 1000 Touristen, die meisten davon Brasilianer, den Zug. Die Trassenführung ist wahrlich spektakulär. Sie windet sich durch eine völlig unberührte, zerklüftete Gebirgslandschaft. Der Zug überquert die mit 113 Metern längste Brücke der Strecke, das Viaduto São João, und fährt über das 80 Meter lange Viaduto Carvalho, wobei er förmlich an der Wand klebt. Diese Stelle wird auch "Teufelskurve" genannt. Bis zu 5000 Menschen sollen innerhalb der fünfjährigen Bauzeit an Typhus, Malaria und durch Unfälle gestorben sein.
16:45 - 17:30, 3SAT
Mit dem Zug durch Panama

Um Amerika zu durchqueren, haben die Menschen schon immer die schmalste Stelle des Kontinents in Panama benutzt - zunächst zu Fuß, dann auf Pferden und mit Kutschen. Später mit dem Zug. Ab 1855 wurden mit Zügen größere Waren von Schiff zu Schiff transportiert. Dieser erste Schienenweg des Panama-Canal-Railways liegt heute über weite Strecken unter Wasser. Über ihn fahren die großen Schiffe hinweg: auf dem Kanal und im aufgestauten Gatun-See. Letzterer ist 1,3 Mal so groß wie der Bodensee und versorgt die Kanalschleusen mit Wasser. Die Panama-Canal-Railway wurde entlang des Isthmus während der Jahre 1850 bis 1855 gebaut – also vor dem Bau des Kanals. Ihre Länge beträgt 47 Meilen, das sind 76 Kilometer. Sie verbindet Colón am Atlantischen Ozean mit Ciudad de Panamá am Pazifik. Beim Bau der Strecke starben schätzungsweise zwischen 6000 und 12 000 Arbeiter unter widrigsten Bedingungen, vorwiegend an Cholera und Malaria. Für die Entscheidung zum Bau des Kanals in Panama spielte die Existenz der Eisenbahnstrecke eine entscheidende Rolle. Während des Kanalbaus wurde auf der Bahnlinie das größte Frachtvolumen pro Zug in der Welt befördert. Im 19. Jahrhundert befand sich das Zentrum des Transportes über den Isthmus auf der karibischen Seite Panamas, das damals ein Teil Kolumbiens war. Dort, in Colón, im Gebäude des heutigen Hotels "Washington", residierte die Eisenbahngesellschaft und steuerte den interozeanischen Transport auf der Schiene. Der schnellste und bequemste Weg von San Francisco nach New York führte durch Panama. Die Bahn war so gefragt und erfolgreich, dass die Aktien der Panama-Railroad eine Zeitlang die teuersten an der New Yorker Börse waren. 1913, ein Jahr bevor der Panama-Kanal in Betrieb genommen wurde, transportierte die Bahn fast drei Millionen Passagiere und mehr als zwei Millionen Tonnen Waren. Ohne die Bahn und deren Transportkapazitäten hätte der Kanal niemals gebaut werden können. Der Transport von Passagieren - überhaupt erst seit sechs Jahren wieder möglich - ist heute sehr bescheiden: Ein einziger Zug fährt morgens von Panama-Stadt nach Colón und abends wieder zurück. Es ist die schnellste Verbindung zwischen den Ozeanen. 57 Minuten benötigt der Luxuszug der ersten Klasse, um über den Isthmus zu fahren. Auf der stets verstopften Straße benötigen die Reisenden unter Umständen zwei Stunden und mehr. Die Schiffe auf dem Kanal schaffen es - allerdings nach einer tagelangen Wartezeit draußen vor den Zufahrten zum Kanal - in rund acht Stunden. Genutzt wird der Zug von Reisenden und Kreuzfahrtpassagieren, die sich eine Auszeit vom Schiff nehmen, und von Geschäftsleuten. Kaum ist der Zug losgefahren, werden die Laptops aufgeklappt. Für die Händler aus der Freihandelszone in Colón ist der Zug mit seinen herunter gekühlten Waggons ein idealer Treffpunkt, um mit Einkäufern und Partnern noch Feinabstimmungen zu besprechen, Preise zu vergleichen und Angebote vorzulegen. Durch die großen Fenster können sie dabei das Grün des tropischen Waldes genießen. Immer wieder öffnet sich der dichte Vorhang und gibt den Blick frei auf den Gatún-See, über den die großen Dampfer gleiten. An einigen Stellen gleitet auch der Zug, mitten durch den See, auf einem Damm knapp über die Wasseroberfläche dahin. Für Touristen und Fotografen ist der beste Platz im Zug der Panoramawagen mit gläserner Kuppel. Eine ganz andere Art von Eisenbahnsystem ist die sogenannte Treidelbahn, eine Schiffsschleppbahn, die die Schiffe durch die Schleusen ziehen und sie gegen die Strömungen in den Schleusenkammern beim Wasserein- und -auslass stabilisieren. Die Loks, auch "Mulis" genannt, wiegen rund 45 Tonnen und funktionieren mit einem Zahnstangensystem des berühmten Schweizer Konstrukteurs Riggenbach. So bewältigen die Lokomotiven, die erst seit 2012 im Einsatz sind, die bis zu 45 Grad steilen Rampen zwischen den Schleusenkammern. Eine faszinierende Arbeitswelt.
17:10 - 17:40, arte
Tokio: Die Metropole der Mikrohäuser

Mit 13.500 Einwohnern pro Quadratkilometer ist Tokio eine der am dichtesten besiedelten Städte der Erde. Immer und überall fehlt es an Platz. Um sich dieser Situation anzupassen, gibt es in der 38-Millionen-Metropole eine architektonische Neuerung: die Mikrohäuser. Diese winzigen Häuschen wetteifern mit originellen Formen darum, sich sogar in die kleinsten Ritzen der Stadt einzufügen. Philippe Simay trifft zunächst Satoishi. Er und seine Familie bewohnen ein Haus mit 25 Quadratmeter Grundfläche im angesagten Stadtbezirk Shibuya. Das fahnenstangenförmige Häuschen erstreckt sich über drei Etagen und verfügt deshalb über einen Wohnraum von 80 Quadratmetern. Die kleinen Flächen erfordern höchste Funktionalität bei der Raumnutzung. Von der 28-jährigen Nami lernt der Philosoph, dass die Mikrohäuser nur funktionieren, weil die ganze Stadt als erweitertes Wohnzimmer konzipiert ist und beide eine Symbiose eingehen: Öffentliche Plätze ersetzen private Gärten, die zahllosen Restaurants das Esszimmer, und Automaten an jeder Straßenecke ergänzen den heimischen Kühlschrank. Ihre Partner treffen junge Japaner häufig in „Love Hotels”; Bücher lesen sie in Manga-Cafés. Der Architekt Manabu Naya hat eines der kleinsten Häuser Shibuyas entworfen. Seine Grundfläche beträgt gerade einmal 16 Quadratmeter. Er erklärt Philippe, welche Tricks er beim Bau angewandt hat, um Räume größer wirken zu lassen. Die Mikrohäuser Tokios bilden nicht nur eine erfrischende Alternative inmitten von Wohnsilos und Einfamilienhäusern, sie sind auch ein Gegenentwurf zur Massenproduktion, die so typisch für das Japan des 20. Jahrhundert war.
17:30 - 18:00, 3SAT
Mit dem Zug durch Kanadas Westen

Das Tal des Fraser River ist eine der wichtigsten Lebensadern in Kanadas Westen. Auf abenteuerlichen Trassen wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts der "Wilden Westen" erschlossen. Auf diesen Trassen sind die Züge heute noch unterwegs. In dichter Folge drängen sie sich durch die Täler, Berge und Wälder von British Columbia. Der Film unternimmt eine Erkundungsreise mit der Eisenbahn durch die westlichste Provinz Kanadas. Die Züge sind ungewöhnlich lang: 100 Wagen sind keine Seltenheit, und die Container werden häufig sogar doppelstöckig transportiert. Auf dem Weg Richtung Westen liegt auch das "Tor zur Hölle", Hells Gate, ein 34 Meter breiter Engpass, der dem Entdecker Simon Fraser vor rund 200 Jahren augenscheinlich den Angstschweiß auf die Stirn getrieben hat. Heute schwebt man bequem mit einer Seilbahn über die Stromschnellen oder geht zu Fuß über eine Eisenbrücke.

17:40 - 18:35, arte
Nepal - Die Stimme der Frauen

Nisha Budha wurde in einem nepalesischen Dorf geboren und wuchs in einer von patriarchischen Strukturen, Alkoholismus und uralten Tabus geprägten Gesellschaft auf. Doch sie hatte einen fortschrittlichen Vater, der sie nach Indien zur Schule schickte. Nach ihrem Abschluss kehrte sie nach Nepal zurück und machte dank der Organisation Empowering Women of Nepal eine Ausbildung in Ökotourismus. Sechs Jahren führte sie Touristen als Trekking-Guide bis zu den Basislagern am Mount Everest, am Annapurna, in Langtang. Dann kehrte sie zurück, um ihre Familie zu besuchen. Das Leben dort ist hart: Die Arbeit auf dem Feld und im Haus wird größtenteils von Frauen verrichtet. Nisha schätzt sich glücklich im Vergleich zu anderen nepalesischen Frauen, von denen viele noch in den alten Traditionen und Tabus gefangen sind. Vor dem Hintergrund der prächtigen Landschaften des Himalayas zeigt die Dokumentation den Wandel im Land. Der Tourismus verändert langsam die Lebensweise der Bevölkerung. Parallel dazu findet in der Politik ein Umdenken statt: So wird eine neue Verfassung ausgearbeitet, die wieder ein Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern herstellen soll. Eine neue Generation von Frauen ist sich ihrer Rechte bewusst und will Bildung und Ausbildung nutzen, um ein besseres Leben zu führen. Der Film folgt der Entwicklung Nisha Budhas, die dadurch, dass sie ihre Wünsche auslebt, anderen jungen Frauen aus ihrer Gemeinschaft eine Perspektive eröffnet. Sie sind zwar noch den alten Traditionen ausgeliefert, werden sich aber vielleicht durch einen besseren Bildungszugang bald emanzipieren können.

18:00 - 18:30, 3SAT
Im Zug von Chicago nach Kalifornien

Die Tour von Chicago nach San Francisco ist die längste durchgehende Zugfahrt, die man in den USA bewältigen kann. Die Strecke aus der Zeit der Besiedelung Amerikas ist legendär. Der Film zeigt die Reise mit dem "California Zephyr", dem "Kalifornischen Westwind". Zu bestaunen gibt es spektakuläre Ausblicke und Landschaftspanoramen. Auch die Geschichten der Mitreisenden und an den Schienen Lebenden werden erzählt. "Es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich Zug gefahren bin - ich hatte ja keine Ahnung, wie wunderschön so eine Reise ist!" Die 50-jährige Susanne ist erschöpft, aber begeistert. Gerade hat sie die Tour zurückgelegt. Knapp drei Tage hat das gedauert. Natürlich kann man einfach fliegen - und locker in viereinhalb Stunden ankommen. Die meisten Amerikaner tun das auch. Denn die Eisenbahn, die einst die Besiedlung des westlichen Teils der USA erst möglich machte, ist als alltägliches Verkehrsmittel nahezu vergessen. Einmal täglich fährt er aber noch - der "California Zephyr". An Bord sind ein einige Hundert Passagiere. Die meisten gönnen sich - wie Susanne - zum allerersten Mal dieses ganz besondere Reise-Erlebnis. Es war der Bau dieser Schienenstrecke, der im 19. Jahrhundert unzählige europäische Einwanderer in ihre neue Heimat Amerika brachte. Manche Passagiere erinnern auch heute noch an diese Vergangenheit: Zugfahren ist besonders bei Mennoniten und Amish beliebt, Anhängern von Glaubensgemeinschaften, die viele technische Errungenschaften der Moderne ablehnen. Flugzeug und Auto sind für sie tabu. Der Zug allerdings ist erlaubt, und das nutzen viele von ihnen, wenn sie auf Reisen gehen. Doch auch alle anderen, die sich auf das dreitägige Zugabenteuer einlassen, werden reich belohnt: Die Fahrt im Panoramawagen bietet großartige Ausblicke - in die endlosen Weiten Nebraskas, die grandiosen Canyons Colorados, die Salzwüsten in Utah und die Wildwest-Dörfer Nevadas. Wer - ein wenig zerknittert von den Nächten im engen Schlafwagen und durchgeschüttelt vom enormen Rumpeln auf den alten Schienen - im kalifornischen San Francisco ankommt, hat eine besondere Erfahrung hinter sich. Der Zug fährt durch ein Amerika, das sich abseits der üblichen Touristenstrecken viel von der Seele der Pionierzeit bewahrt hat.
18:35 - 19:20, arte
Flüsse des Lichts

Der Guadiana kann zweifelsohne als rätselhaft bezeichnet werden; taucht er doch manchmal als See auf, um an anderer Stelle unvermittelt im porösen Kalkuntergrund zu verschwinden. Dass der Guadiana über gewisse Strecken nur unterirdisch fließt, hat zur Folge, dass seine Länge von circa 745 Kilometern selbst im Zeitalter der Satellitenmessungen nur mit „ungefähr“ angegeben werden kann. Der Künstler Fermín García Sevilla malt und erkundet den Guadiana seit seiner Kindheit, seinen Ursprung hat er jedoch bis heute nicht entdeckt. In der Antike spielte die spanische Extremadura eine wichtige Rolle, die Römer gründeten am Guadiana prächtige Städte wie Mérida. Hier restauriert Luisa Díaz römische Mosaiken mit selbst gebrochenen Natursteinen. Das benachbarte Castuera ist eine traditionsreiche Hochburg der Nougatherstellung aus Mandeln vom Guadiana-Ufer. Jenseits der Grenze liegen in Portugal die gigantischen Marmorbrüche von Pardais wie Wunden in der Landschaft. Der edle Kalkstein ist in aller Welt gefragt, doch die Minenarbeiter leiden unter Hitze und Staub. Im Alentejo gibt es kaum Alternativen. Noch immer leidet das Grenzland unter Landflucht und wirtschaftlichem Niedergang. Köchin Isabel Lopes kocht in Monsaraz aus den Rezepten der Armenküche von einst Regionalgerichte. José Nogueira weiß die menschenleeren Korkeichenwälder zu nutzen. Er züchtet schwarze Schweine, die sich freilaufend von wilden Kräutern und Eicheln ernähren.
20:15 - 21:00, WDR
Unterwasserdschungel

Wenn die Sonne im Frühjahr das Meer erwärmt, setzt sie eine riesige Verwandlung in Gang: Karger Meeresboden verwandelt sich in einen Unterwasserdschungel. Überall streben Tangwedel dem Licht entgegen, emporgezogen von ihren Schwimmbojen - gasgefüllten Blasen. Ausgewachsen erreichen diese Riesenalgen bis zu 60 Meter. Sie bilden die Tropenwälder der Meere. Nirgendwo sonst in unseren Ozeanen herrscht eine solche Lebensfülle. Die Teams der BBC-WDR-Koproduktion dringen dicht in das Unterwasserdickicht ein und öffnen den Blick auf seine faszinierenden Geheimnisse. Erstmals gelangen ihnen Aufnahmen von einen wahren Verwandlungskünstler. Der Oktopus ist dafür bekannt, dass er sich farblich geschickt seiner Umgebung anpassen kann. Was aber tut er, wenn er sich einem Räuber gegenübersieht, der auf elektrische Felder reagiert und der sich zudem in fast jede Ritze zwängen kann: er zieht sich in Windeseile eine Rüstung an - aus Muschelschalen. Zwar verdeckt er damit nicht sein elektrisches Feld - doch ist der Hai so verwirrt von den Muscheln, die plötzlich vor seinem erwartungsvollen Maul auseinanderstieben, dass der Oktopus in dem ganzen Durcheinander fliehen kann. Betrogen wird auch unter Speer-Fangschreckenkrebsen. Deren Jagdmethode ist einzigartig: Schwimmt ein Fisch vorbei, schnellt das Männchen blitzschnell aus seiner Höhle und bohrt seine zu kleinen Harpunen umgewandelten Vorderbeine in das Opfer. Das aber verzehrt es nicht allein, sondern füttert seine in der Höhe wartende Partnerin. Es gibt Paare, die über zwanzig Jahre zusammen leben. Sie kümmert sich um die Eier, er jagt. Solange er immer wieder kommt, geht die Rechnung auf. Doch eines Tages bleibt er aus: Ein verlockender Duft hat ihn aus seinem Bau gelockt. Er stiehlt sich davon und schlüpft in einen andern Bau zu einer größeren Partnerin. Größer heißt mehr Eier, heißt mehr Nachkommen. Was ihm aber wohl erst später aufgehen wird: Größere Weibchen haben auch größeren Hunger. Wer aber hätte gedacht, dass Haie zu den Klimaschützern zählen? Eine Seegraswiese nimmt 35 Mal mehr Kohlendoxid auf als eine vergleichbare Fläche Regenwald. Auf den ersten Blick erscheint es da fatal, dass eine einzige Grüne Meeresschildkröte an nur einem Tag über zwei Kilo davon abweidet. Zwar verbreitet sie mit ihrem Kot auch die Seegrassamen. Doch noch etwas anderes sorgt dafür, dass die marinen Rasenmäher nicht alles kahlscheren: Tigerhaie. Mit ihrem gewaltigen Gebiss können sie die gepanzerten Reptilien wie Nüsse aufknacken. Deshalb dürfen die Schildkröten nie lange an einem Ort bleiben - ständig auf der Hut vor ihrem Feind. Die Haie arbeiten also indirekt durch den Erhalt der Seegraswiesen auch für den Klimaschutz. Jedes Jahr sorgt die Frühjahrsonne in den Meeren der gemäßigten Zonen für immense Algenblüten. Diese grünen Massen sind der Beginn einer langen Nahrungskette. Sie dienen kleinsten Tierchen als Nahrung - und die wiederum locken unzählige Sardellenschwärme an. Delfine, Seelöwen, Seevögel - sie alle sind dann hinter diesen kleinen Fischen her. Letztendlich hängt alles Leben im Meer von diesen winzigen grünen Organismen ab - bis hin zu Riesen. Die größten Gäste bei diesem vor Kalifornien gedrehten Riesenbankett sind Buckelwale. Bei jedem Auftauchen verschwinden mehrere hundert Kilo Fisch in ihrem Maul. Auch die vorletzte Folge der Serie über unseren blauen Planeten erzählt spannende Geschichten mit eindrucksvollen Bildern.

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