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Montag, 22.04.2019, Ostermontag
04:15 - 05:00, Phoenix
Alaska - Mit dem Zug durch die Wildnis

"The last frontier" - die letzte Wildnis - wird Alaska auch genannt, und in der Tat beginnt die Wildnis hier unmittelbar hinter dem Stadtrand, wobei auch eine Stadt in Alaska immer eine ganz besondere Atmosphäre hat, oft spürt man noch die Atmosphäre der Entdecker und Goldgräber, die einst hier lebten. Anchorage, die einzige Großstadt des Landes, ist Ausgangspunkt für die meisten, die den nördlichsten amerikanischen Bundesstaat besuchen. Von hier aus lassen sich mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln durchaus komfortable Ausflüge in die faszinierende Natur Alaskas unternehmen. Eine besonders angenehme Reise geht mit dem Zug. An Bord der Alaska Railroad kann man bequem im Aussichtswagen durch die Wildnis fahren. Eine andere Möglichkeit, das Land kennenzulernen, bieten Wasserflugzeuge beim sogenannten Flightseeing. Sie starten nicht von einer Asphaltpiste aus, sondern vom Lake Hood, dem größten Wasserflughafen Alaskas am Stadtrand von Anchorage. So kommt man auch in die entlegensten Winkel des Landes und kann mit etwas Glück Grizzlybären bei der Futtersuche beobachten. Eindrucksvoll ist es auch, mit dem Schiff die eindrucksvollen Buchten der wilden Küste Alaskas zu erkunden, in die mächtige Gletscher kalben. Filmautor Peter Weinert war mit seinem Team in allen Verkehrsmitteln unterwegs und hat faszinierende Bilder eines Landes eingefangen, in dem die Wildnis immer nur ein paar Schritte entfernt ist.

05:00 - 05:45, Phoenix
Auf schmaler Spur durch Indien

Durch die spektakuläre Gebirgslandschaft in den Ausläufern des Himalaya klettert die Kalka-Shimla-Bahn rund 1.500 Meter in die Höhe, dabei passiert sie auf einer Strecke von knapp 100 Kilometern 103 Tunnels, fährt über 864 Brücken und durch 919 Kurven. Rund sechs Stunden ist der Zug unterwegs von der Kleinstadt Kalka nach Shimla, der Hauptstadt des indischen Bundesstaates Himachal Pradesh. Trotz der langen Fahrzeit lieben die Anwohner die Bahn ebenso wie die Touristen, die die 1864 erbaute Strecke im Norden Indiens besuchen. Das a uf rund 2.200 Meter Höhe gelegene Shimla gehörte früher zum nepalesischen Königreich und besitzt ein angenehm frisches Klima. Deswegen nutzte die britische Kolonialregierung diese Stadt auch als Sommerresidenz. Bis zum Bau der Eisenbahn im Jahr 1864 musste das gesamte Regierungspersonal einschließlich seiner Arbeitsmaterialien zweimal jährlich den Weg von und nach Kalkutta als gewaltige Karawane mit bis zu 20.000 Trägern zurücklegen. 1914 fanden in Shimla die britisch-chinesisch-tibetischen Verhandlungen über die künftige Grenzziehung Tibets statt. Im Jahr 1971 unterzeichneten hier nach dem Bangladesch-Krieg der pakistanische Staatspräsident Zulfiqar Ali Bhutto und die indische Premierministerin Indira Gandhi das Shimla-Abkommen, in dem die Waffenstillstandslinie in der umstrittenen Kaschmir-Region festgelegt wurde. Berühmt ist Shimla auch als touristisches Ziel. Wesentlichen Anteil daran trägt die mitunter abenteuerliche, an schroffen Steilhängen entlang führende Bahnstrecke. Vor allem wegen ihrer zahlreichen architektonisch wertvollen Brücken steht die Kalka-Shimla-Bahn inzwischen auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Die rund 100 Kilometer lange Strecke führt vorbei an beschaulichen Kleinstädten und zahlreichen Tempelanlagen. Der inzwischen von Dieselloks deutscher Herkunft angetriebene Zug mit seiner kühnen Streckenführung über 864 Brücken und durch 103 Tunnels sowie 919 Kurven ist ein Zeugnis britischer Ingenieurskunst. Die Dokumentation stellt die Bahn und die Orte entlang ihrer Strecke vor und rückt die Menschen in den Blick: die, die mit den Zügen fahren und die, die für den reibungslosen Betriebsablauf dieser "sehr lebendigen Museumsbahn" verantwortlich sind.
05:45 - 06:30, Phoenix
Auf schmaler Spur durch Indien

Im Norden Indiens, vor der grandiosen Kulisse der Himalaya-Berge, liegt das Kangra-Tal. Auf einer Länge von 164 Kilometern führt seit 1929 die Kangra Valley-Bahn über 971 Brücken von Pathankot nach Baijnath. Auf der Strecke befinden sich eine Vielzahl historisch und spirituell bedeutsamer Plätze und Tempel. Der bekannteste Ort ist Dharamshala. Hier errichtete der Dalai Lama nach der Flucht aus Tibet seine Exilregierung. Inzwischen leben mehr als 50.0000 Tibeter in der Region, die versuchen, ihre Traditionen und ihre Kultur zu bewahren. Das Kangra-Tal im Norden Indiens besitzt mit seinen versprengten Weilern vor der Kulisse der Himalaya-Berge, seinen Terrassenfeldern und Schmelzwasserbächen einen ganz besonderen Charme. Mitten durch die grandiose Landschaft verläuft die Kangra Valley-Bahn auf einer 164 Kilometer langen Strecke zwischen Pathankot und Baijnath. Sie führt über insgesamt 971 Brücken und durch nur zwei Tunnels. Die Vorgabe bei ihrem Bau 1929 lautete: optischer Einklang mit der Natur. Betagte Schmalspur-Diesellokomotiven ziehen die kleinen hell- und dunkelblau gestrichenen Waggons, die mit den Jahren ein wenig angerostet sind, durch eines der schönsten Täler Indiens. Die Bahn dient Touristen, aber auch und vor allem den Anwohnern des Tals als Beförderungsmittel. Das Kangra-Tal, das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, ist ein Sammelsurium historischer und spiritueller Plätze und Tempel. Vor 200 Jahren entstand hier eine feine Miniaturmalerei, bekannt für ihre Detailgenauigkeit, mit der unter anderem auch sämtliche Formen menschlicher Liebe dargestellt werden. Eines der wichtigsten Heiligtümer im Norden Indiens liegt etwa 30 Kilometer von der Stadt Kangra entfernt, der Jwalamukhi Devi-Tempel. Eine weitere touristische Attraktion ist das Nurpur Fort. Die Strecke der Kangra Valley-Bahn führt durch den nordindischen Bundesstaat Himachal Pradesh. Die Höhenlagen reichen von 350 bis 7.000 Meter. Fast 70 Prozent bestehen aus großflächigen Waldgebieten, davon stehen 90 Prozent unter Naturschutz. Einzigartig in Indien ist, dass hier die Landwirtschaft den Eigenverbrauch des ganzen Bundesstaates deckt. Er grenzt im Osten an Tibet und ist daher auch die Heimat vieler Exiltibeter. Eine besondere Rolle nimmt dabei die Stadt Dharamshala ein. Hier richtete der Dalai Lama seine Exilregierung ein. Inzwischen sollen in Dharamshala und Umgebung etwa 50.000 Tibeter leben, davon 20.000 Mönche. In einer Universität, Schulen und Instituten wird die tibetische Kultur gepflegt und erhalten.
06:00 - 06:45, 3SAT
Ostern in Ostpreußen

Die Ostervorbereitungen und -feiern sind der deutschstämmigen, protestantischen Familie Roszig und ihren polnisch-katholischen Nachbarn im Dorf Kocarki in der Region Masuren wichtig. Helga und August Roszig mit Kindern und Enkeln gehören zu den wenigen Deutschen, die im ehemaligen Ostpreußen geblieben sind. Das Osterfest zählt für sie zu den Höhepunkten des Jahres, und wie ihre polnischen Nachbarn pflegen sie die alten Traditionen zum Fest.
06:30 - 07:15, Phoenix
Auf schmaler Spur durch Indien

Matheran im Westen Indiens liegt nur wenige Kilometer von der Millionenmetropole Mumbai auf einem Tafelberg in rund 800 Metern Höhe. Die Matheran-Hill-Bahn führt auf einer abenteuerlichen Strecke aus dem fast auf Meereshöhe gelegenen Neral in den beliebten Luftkurort. Die frische Luft, die schattigen Wälder und die zahlreichen, von Wanderwegen erschlossenen Aussichtspunkte machen Matheran zu einem begehrten Ausflugsziel für indische und auch ausländische Besucher. Besonderes Kennzeichen Matherans ist allerdings die Abwesenheit von Autos und Motorrädern, sie dürfen nicht in den rund 5.000 Einwohner zählenden Ort. Wer die kaum enden wollenden Hupkonzerte indischer Großstädte gewohnt ist, mag sich vorkommen wie im Paradies. Schon bevor ruhesuchende Großstädter die Vorzüge dieses Ortes entdeckten, war es ein indischer Geschäftsmann, der gern die frische Luft des Bergortes genoss und Ende des 19. Jahrhunderts häufig auf dem Pferderücken hierher kam. Um die Anreise nach Matheran auch für normale Bürger einfacher zu machen, begann er 1901 mit dem Bau der Matheran-Hill-Bahn. Es entstand eine Schmalspurbahn, die in zwei Stunden auf rund 20 Kilometern atemberaubender Strecke aus Neral in den über 700 Meter höher gelegenen Kurort führt. Dabei gelang den Ingenieuren das Kunststück, einen Zickzack-Kurs mit zahlreichen engen Kurven entlang der steilen Bergflanke zu führen, der nur einen einzigen Tunnel erforderlich machte. Und dieser ist auch noch so kurz, dass er den Beinamen "One-Kiss-Tunnel" führt. Filmautor Peter Weinert ist mit seinem Team die reizvolle Bahnstrecke auf den Tafelberg gefahren und hat den beliebten Ausflugsort Matheran besucht. Sein stimmungsvoller Bericht zeigt eine der attraktivsten Schmalspurbahnen Indiens, ihre kühne Streckenführung sowie die Geschichte ihrer Entstehung und macht deutlich, warum die Bahnlinie vor der Aufnahme in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes steht. Der Film ist aber darüber hinaus auch ein lebendiges Portrait des quirligen Kurortes Matheran, seiner Bewohner und Gäste und der faszinierenden Landschaft, in die dieser ungewöhnliche Ort eingebettet ist.
06:45 - 07:30, 3SAT
Von Hasen und Lämmern

Sie sind die Symboltiere des Osterfestes und stehen für hohe Werte. Das Lamm als Zeichen für Unschuld, Reinheit und Frieden - der Hase als Synonym für Fruchtbarkeit, Fülle und Segen. Der Film macht sich auf die Spuren der beiden faszinierenden Tierarten, die nur allzu vertraut erscheinen, bei näherer Betrachtung aber Überraschendes preisgeben. Schafe gelten als die ältesten Haustiere der Welt. Man vermutet, dass sie schon vor 10 000 Jahren domestiziert wurden. Heute werden weltweit rund 600 Schafsrassen gezählt, und mit der "Skudde" weidet das kleinste Schaf Deutschlands auf Brandenburger Wiesen. Sprichwörtlich ist die Fruchtbarkeit der Hasen, die sich bis zu drei Mal im Jahr fortpflanzen können und mit spektakulären Hochzeitstänzen jeden Beobachter bezaubern. In freier Wildbahn ist der Hase jedoch seit Langem bedroht. Auch die Schafe sind als Landschaftspfleger in Deutschland eher geduldet als erwünscht.

07:15 - 08:00, arte
Die Oldtimer von Curaçao

Sonne, Sand, Hitze und jede Menge Wind – das karibische Klima auf Curaçao ist eigentlich nicht geeignet für die empfindlichen, in die Jahre gekommenen Autoklassiker. Doch ausgerechnet auf der Insel, die viele nur vom „Blue Curaçao“-Likör kennen, spielen Autos eine ganz große Rolle. Kein Wunder, dass es auf Curaçao den wahrscheinlich ältesten Oldtimerclub der Karibik gibt – den Wabi-Club. Bei den Clubtreffen kommen alle Mitglieder zusammen und präsentieren ihre liebevoll restaurierten Wagen.Ihr Erkennungszeichen ist das gelbe Polohemd. Es ist so gelb wie die Blüten des karibischen Wabi-Baums, nach dem der Club benannt ist. Regelmäßig treffen sich die Mitglieder des Wabi-Clubs, jenes ältesten Oldtimer-Clubs der Karibik, um einander ihre neuesten Anschaffungen zu präsentieren, Erfahrungen auszutauschen und mit Rat zur Seite zu stehen, wenn es um die Pflege der Modelle im heißen Klima geht.Es ist das letzte Treffen vor dem alljährlich stattfindenden großen Konvoi, der zum Flaggentag in zwei Wochen über die Insel rollen soll. Viele müssen ihre Oldtimer bis dahin noch fit machen. Auch Duarte Pita und Ranfor Nijdam wollen dann ihre neuesten Errungenschaften vorführen, Duarte einen MG von 1950, Ranfor einen Truck von 1949. Während Ranfor jedoch schon lange Zeit Mitglied ist, geht es für Duarte um die Aufnahme in den Club. Bis zum Flaggentag muss er aus seiner verrosteten Karosse ein flottes Auto gemacht haben. Keine leichte Aufgabe.
07:15 - 07:30, Phoenix
Leben in Abgeschiedenheit

Mitten im Nordatlantik, zwischen den britischen Inseln und Island, liegen die Färöer. 50.000 Menschen leben auf den 18 Inseln, pflegen ihre Traditionen und ihre Sprache, das Färingisch. Die Inselgruppe gehört zu Dänemark, ist aber nicht in der EU. Die Färinger sagen über sich selbst, dass sie glücklich sind. Die Einsamkeit scheint sie nicht zu stören. ARD-Skandinavien-Korrespondent Clas Oliver Richter und sein Team wollen herausfinden, warum die Menschen auf den Färöern so glücklich sind - und wie sie ihren Alltag bewältigen. Dazu sind si e zu Gast auf der Insel Stora Dimun, die nur mit dem Helikopter oder mit der Fähre zu erreichen ist. Zwei Familien leben dort, insgesamt neun Menschen. Wir besuchen diesen einsamen Ort und erleben mit, wie die Kinder unterrichtet werden, was der Höhepunkt des Tages für die Eltern ist, und warum keiner der neun Einwohner das Eiland verlassen will.

07:30 - 08:15, Phoenix
China - Der digitale Drache

China verwandelt sich in atemberaubendem Tempo von der Werkbank zur Hightech-Nation. Nirgendwo ist das besser zu sehen als in der Metropole Shenzhen im Süden des Landes. Als vor 40 Jahren die Reform- und Öffnungspolitik begann, wurde eine Ansammlung kleiner Fischerdörfer zur ersten Sonderwirtschaftszone. Heute hat die Metropole zwölf Millionen Einwohner und etliche Top-Unternehmen aus Chinas Technologiebranche haben hier ihren Sitz. ARD-Korrespondent Mario Schmidt hat in der Stadt mehrere erfolgreiche Firmen besucht, um zu verstehen, wie ein Fischerdorf in kurzer Zeit zu Chinas Silicon Valley werden konnte. Die e Digitalisierung des Alltags findet überall im Land statt. Bei der Gesichtserkennung haben viele Chinesen vor allem den praktischen Nutzen im Blick. Aber sie ermöglicht dem autoritären Staat auch ganz neue Dimensionen der Überwachung. Für seine Reportage ist Mario Schmidt quer durch das Land gereist und zeigt jenseits der Technik die Vielfalt und die großen Widersprüche Chinas: Im steinreichen Hongkong leben arme Menschen oft immer noch in Käfigen. In malerischen Berglandschaften führen chinesische Minderheiten mysteriöse Traditionen fort, etwa die Frauen der Yao, die ihre Haare nach dem 18. Geburtstag nicht mehr schneiden lassen.
08:00 - 08:45, arte
Kontinente in Bewegung

Vor 3,5 Milliarden Jahren bildeten sich an der Erdoberfläche die ersten Landmassen. Dass die älteste unter ihnen, das heutige Skandinavien, damals noch irgendwo in der südlichen Hemisphäre schwamm, fand man anhand winziger Kristalle heraus, die Diamantensucher bei ihrer Arbeit entdeckt hatten. Diese Steine heißen Zirkonen und haben zwar keinen kommerziellen Wert, sind für die Geologen jedoch äußerst kostbar: Indem man ihr Entstehungsjahr ermittelt, kann man das Alter des Gesteins bestimmen, in dem sie eingeschlossen waren. Die Erdplatte, die das heutige Europa darstellt, dehnte sich erst nach Westen und dann nach Süden aus, so dass auf der einen Seite die Kontinente Nordamerika und Grönland entstanden, auf der anderen wiederum das herzynische Gebirge erwuchs, das heute im Herzen Europas liegt. Zu jener Zeit befand sich der älteste Kontinent der Welt noch nicht an seinem heutigen Platz, sondern lag in einer tropischen Klimazone. Seine Landschaften ähnelten den Lagunen der Bahamas, und bei der Zersetzung toter Pflanzenreste entstand Kohle – jener Rohstoff, der später zur Grundlage der menschlichen Industrie werden sollte. Im Nordosten wiederum löste sich das heutige Nordamerika von Europa ab und öffnete den Atlantischen Ozean. Mit dem Zustrom kalten Wassers aus dem Norden kamen neue Meeresbewohner: die Coccolithen, mikroskopisch kleine Kalkplättchen, die später zu Kreidegestein wurden und etwa die Felsen von Etretat und Dover formten. Zu jener Zeit sah Europa fast schon aus wie heute. Ein paar Schönheitskorrekturen, einige verheerende Katastrophen – und der Mensch konnte kommen!
08:15 - 09:00, Phoenix
Tigerwald und Kranichsee
 
Sibirische Wälder, Auenlandschaften, die Heimat des Amur-Tigers. Der äußerste Nordosten Chinas ist geprägt von gigantischen Flüssen und weiten Ebenen. In früheren Jahrhunderten zogen Jäger durch die Wälder, die Oroqen. Sie waren Nomaden, bauten Zelte in Tipiform und sammelten Beeren. An den Ufern des Amur und des Sungari (Songhua) lebten Fischer, die Hezhen, vom reichen Fang. Im Winter trugen sie Pelze, im Frühjahr und Herbst Kleidung aus Fischhaut. Heute können nur einige Nachfahren von den Traditionen ihrer Großeltern berichten. Ihre tungusischen Sprachen sind vom Aussterben bedroht, die Nomaden im Nordosten sind längst sesshaft. Hauptstadt der Region ist Harbin - gegründet Ende des 19. Jahrhunderts von Russen als Stützpunkt der Trans-Mandschurischen Eisenbahn. Schnell wuchs Harbin zu einer internationalen Metropole heran. "Klein-Moskau", "Klein-Paris" wurde sie genannt. Die Stadt hatte auch eine große jüdische Gemeinde, vor allem Flüchtlinge der Pogrome in Russland. Heute gibt es keine in Harbin geborenen Juden oder Russen mehr. Aber in ihrer europäischen Architektur ist die Geschichte noch sehr präsent. Bei chinesischen Touristen sehr beliebt sind die Vulkane von Wudalianchi. Um 1720 gab es den letzten Ausbruch. Zurückgeblieben ist eine Krater- und Seenlandschaft mit Quellen, denen eine heilende Wirkung zugeschrieben wird. Und so baden Hunderte Kranke im eisenhaltigen Mineralwasser - Kur auf chinesisch. Die Auenlandschaften Nordostchinas sind auch wichtiger Brutplatz für seltene Vogelarten. Der Mandschuren-Kranich hat hier sein Sommerrevier. Im Grenzgebiet zu Russland leben noch einige wenige Exemplare des Amur-Tigers. Sein Lebensraum wurde im vergangenen Jahrhundert stark verkleinert, Wilderer besorgen den Rest. Tiger sind nach wie vor eine begehrte Beute auf dem Schwarzmarkt. Naturschützer kämpfen um die letzten Refugien dieser vom Aussterben bedrohten Arten, versuchen die Balance zwischen Mensch und Natur zu bewahren. Asien-Korrespondentin Ariane Reimers und das Team aus dem ARD-Studio Peking berichten aus Chinas grünem Nordosten.
09:00 - 09:45, Phoenix
Achtzehn Inseln im Atlantik

Mitten im Nordatlantik, zwischen Großbritannien und Island, liegen die Färöer. Die Inselgruppe gehört zu Dänemark, ist aber nicht in der EU. 50.000 Menschen leben auf den 18 Inseln, pflegen ihre Traditionen und ihre Sprache, das Färingisch. Es ist ein besonderer Menschenschlag, der täglich Wind und Kälte trotzt. Die Natur ist atemberaubend, aber eben auch sehr hart. Die Färinger sagen über sich selbst, dass sie glücklich sind. Die Einsamkeit scheint sie nicht zu stören. ARD-Skandin avien-Korrespondent Clas Oliver Richter und sein Team wollen herausfinden, warum die Menschen auf den Färöern so zufrieden sind - und wie sie ihren Alltag bewältigen. Der Polizist Lars zum Beispiel ist einer der Färinger, die nirgendwo anders leben wollen. Es gibt kaum Kriminalität auf den Inseln, deshalb kann er sich regelmäßig seiner Leidenschaft widmen: Fußballspiele zu pfeifen. Der Sport ist auf den Inseln sehr beliebt. Lars ist begeisterter Schiedsrichter und kann sich nicht vorstellen, irgendwo anders zu leben. Julia Kavalid dagegen hat ihre Heimat verlassen. Sie hat lange im Ausland gelebt, bis sie vor einem Jahr das Heimweh packte. Die Filmemacherin kehrte zurück auf die Inseln und versucht nun, auf den Färöern Filme zu produzieren. Das ist allerdings viel schwerer, als gedacht. Trotzdem: ihre Färöer-Inseln will sie nicht wieder verlassen.

09:15 - 10:00, WDR
Der Jesuswanderweg

Es gibt kaum ein spannenderes Land als Israel - und kaum jemanden, der unsere Kultur mehr geprägt hat als Jesus. Was war dieser Jesus eigentlich für ein Mensch? Und was findet man heute noch, wenn man sich auf Spurensuche macht in dem Land, in dem er gelebt und gewirkt hat? Wie war das Leben damals, in einer Zeit, in der es weder Autos, Handys noch GPS gab? Jesus und seine Nachfolger Tage, Monate lang zu Fuß unterwegs waren? Dennis Wilms pilgert los, im Kopf und zu Fuß, auf einem Wanderweg quer durch Galiläa nach Nazareth (Foto), zum See Genezareth und auf den Berg Arbel. Er nimmt den Zuschauer mit. 65 Kilometer, über matschige Wege, durch wunderschöne Landschaften mit fantastischen Aussichten, aber auch auf steinigen Feldwegen, mit Blasen an den Füßen.

09:45 - 10:30, Phoenix
Wildes Irland

Die Westküste Irlands ist der Gewalt des Atlantiks ungeschützt ausgesetzt. Das Meer formt bizarre Klippen und eine wilde Landschaft von faszinierender Schönheit. ARD-Korrespondent Frank Jahn folgt der spektakulären Küstenstraße des Wild Atlantic Way und besucht Menschen, die nach der Krise der letzten Jahre wieder nach vorne sehen. Die Bewohner der Küstenregion sind es gewohnt, die Widrigkeiten des Lebens, der Natur und des Wetters auszuhalten. Jahn begleitet die Retter der irischen Küstenwache zu einem dramatischen Notruf im Atlantik sowie Iain Miller, einen Abseil-Profi, der es kletternd mit den kargen Felsen aufnimmt. Weiter Richtung Süden liegt am Wegesrand eine echte Hoffnung für das ganze Land: Gold. Doch das Rückgrat des Landes sind die Farmer, die die grüne Insel mit Exportschlagern wie der Butter aus Limerick aus den roten Zahlen bringen sollen. Schließlich führt der Wild Atlantic Way den Reisenden zum Ring of Kerry, einer der schönsten Landstriche Irlands. Hier gibt es Stimmung pur. In den urigen Pubs lernt Frank Jahn Live-Musiker und melancholische Geschichtenerzähler kennen, für die die Melodie ihrer Heimat ein Zukunftsprojekt ist. Dort findet er die Antwort auf die Frage: Wie klingt Irland?
10:30 - 11:15, Phoenix
Schrecklich schöne Einsamkeit

Diese Insel ist wie eine Kolonie im Weltraum - so hat man St. Helena einmal beschrieben. Steiler Fels mitten im Südatlantik, im Nirgendwo zwischen Angola und Brasilien, die nächste Insel hunderte Kilometer entfernt. Kein Wunder, dass die Briten sie zur Gefängnisinsel für ihre gefürchtetsten Feinde machten - Napoleon war der prominenteste Verbannte auf St. Helena. Heute leben auf der Insel 4500 Menschen.
11:15 - 12:00, Phoenix
Wüstenmagie und vergessene Paläste

Tiegel, Töpfe und die Straußenfedern hat Abdelmajid Oumbark gerade erst ausgepackt und schon fängt er an, seine Produkte anzupreisen: "20 Dirham nur, 20 Dirham und Du wirst sehen, wie der Tiger in Dich fährt." Abdelmajid Oumbark ist Marktschreier, er handelt mit Kräutern aus der Wüste, die gegen alle möglichen Zipperlein helfen sollen. Annekarin Lammers hat den Kräuterheilkundler begleitet und seine Familie in der Palmenoase Tanzida im Süden Marokkos besucht. Tiegel, Töpfe und die Straußenfedern hat Abdelmajid Oumbark gerade erst ausgepackt und schon fängt er an, seine Produkte anzupreisen: "20 Dirham nur, 20 Dirham und Du wirst sehen, wie der Tiger in Dich fährt." Abdelmajid Oumbark ist Marktschreier, er handelt mit Kräutern aus der Wüste, die gegen alle möglichen Zipperlein helfen sollen. Annekarin Lammers hat den Kräuterheilkundler begleitet und seine Familie in der Palmenoase Tanzida im Süden Marokkos besucht.

11:20 - 12:15, arte
Georgiens himmlische Klöster

Im heutigen Georgien entstanden schon im ersten Jahrhundert nach dem Vorbild der Gemeinden von Antiochia und Jerusalem erste urchristliche Gemeinden. Bereits im Jahr 337 wurde in dem ostgeorgischen Königreich Kartli das Christentum zur Staatsreligion erhoben, lange vor der Christianisierung Europas. Die georgische orthodoxe Kirche ist autokephal, das heißt eigenständig. Damit konnten, vor allem in der Abgeschiedenheit der Klöster, viele alte kirchliche und kulturelle Traditionen, alte Produktions- und Lebensweisen bewahrt werden, die auf den Betrachter aus der heutigen schnelllebigen und technisierten Welt eine große Faszination ausüben. Vor der Sowjetherrschaft gab es auf dem Territorium des kleinen Staates, der nicht größer ist als das Bundesland Bayern, unzählige aktive Klöster, von denen nur wenige bewahrt werden konnten. Ihre kulturhistorisch wertvollen Bauten mit über tausend Jahre alten Fresken und Ikonen wurden unter der kommunistischen Herrschaft entweiht – als Lagerhäuser, Viehställe oder Militärlager und Kasernen missbraucht. Doch seitdem das Land im Jahr 1991 seine Souveränität wiedererlangte, bemühen sich Staat und Kirche, die alten Klöster wieder mit Leben zu füllen und vor dem Verfall zu bewahren. Immer wieder unternimmt der 33-jährige Erzpriester Artschil Kachidse Reisen durch die Klöster des Landes. Er interessiert sich für die Entwicklung des klösterlichen Lebens, sowohl in religiöser als auch wirtschaftlicher Hinsicht. Welche Perspektive hat das traditionell so eng mit Georgien verflochtene Klosterleben in der heutigen Zeit? „360° Geo Reportage“ war vor Ort.

11:35 - 12:20, B3
Die Mauersegler von Bernried

Jedes Jahr Ende April kommen die Mauersegler an, erst die Vorhut, einen Tag später der Rest der Kolonie. Sie finden trotz der langen Reise von Südafrika zum immer selben Zeitpunkt hierher zurück, ins Kloster Bernried. Seitdem die Benediktinerinnen hier leben, beobachten sie diese flinken Luftakrobaten. Die Nonnen haben bei der Renovierung des Klosters 2006 sogar darauf geachtet, dass die Mauersegler ihre Nester unter dem Dachstuhl des Klosters weiterhin nutzen können: Sie ließen besondere Luftschlitze zwischen Dach und Mauerwerk einbauen, um ihre Schützlinge weiterhin zu ihren Nestern zu lassen.
12:00 - 12:45, Phoenix
Der See Genezareth

Seit biblischen Zeiten ist der See Genezareth bekannt. Immerhin wandelte schon Jesus über den See. Da das ARD-Team dies nicht kann, macht es eine Reise rund um den See, um Land und Leute in einer der schönsten Regionen des Heiligen Landes vorzustellen. So begegnen sie etwa einem Fischer, der darüber klagt, dass es kaum noch Fische im See gibt.

12:20 - 13:05, B3
Biene Majas wilde Schwestern

Für die meisten Menschen ist "die Biene" die Honigbiene, die fleißig Blüten besucht und als Volk, bestehend aus einer Königin und einigen zehntausend Arbeiterinnen, in einem Holzkasten oder einem geflochtenen Bienenkorb wohnt und dort Honig und Wachs produziert. Doch wohl die wenigsten wissen, dass in Mitteleuropa über 560 weitere Bienenarten vorkommen, von denen die allermeisten nicht gesellig in Kolonien, sondern als Einzelgänger leben. Die Verhaltens- und Lebensweisen dieser sogenannten Wildbienen sind so vielfältig wie ihr Aussehen, ihre Größe und ihre Lebensräume. Unter den Wildbienen gibt es Riesen von drei Zentimetern Körperlänge, aber auch Zwerge, die gerade einmal drei Millimeter lang sind. Die meisten Wildbienen sind zwar eher unscheinbar gefärbt, doch machen sie ihr unauffälliges Äußeres durch eine ungeheure Vielfalt an interessanten Verhaltensweisen wett. Wohl nur wenige andere Tiere treiben einen derartigen Aufwand bei der Fürsorge für ihre Nachkommenschaft wie die Bienen: Um der nächsten Generation den bestmöglichen Start ins Leben zu ermöglichen, konstruieren sie aus den unterschiedlichsten Materialien komplizierte Bauwerke als Kinderstuben. Und um ihren Nachwuchs mit genügend Nektar und Pollen zu versorgen, besuchen Bienenmütter auf manchmal Hunderte Kilometer langen Sammelflügen Zehntausende von Blüten. Unter den Bienenarten gibt es allerdings auch einige, die - durchaus nicht "bienenfleißig" - andere für sich arbeiten lassen und sich als Einbrecher oder gar als Mörder betätigen … Jan Hafts Film "Biene Majas wilde Schwestern" zeigt die schier unglaubliche Vielfalt der heimischen Wildbienen und deren erstaunliche Anpassungen an die verschiedensten Lebensräume und Lebensbedingungen. Spannende Kämpfe, sensationelle Leistungen, fantastische Bauwerke und farbenfrohe Individuen - die Welt der Wildbienen hat all dies und noch viel mehr zu bieten. Dramatische Tiergeschichten, beschauliche Naturbeobachtungen und Expeditionsberichte - die Themen von natur exclusiv sind alle Naturerscheinungen: Pflanzen und Tiere genauso wie Landschaften und Ökosysteme sowie die Dynamik unseres Planeten Erde. Umfassende Reihen vermitteln Überblicke und ermöglichen Orientierung.

12:45 - 13:30, Phoenix
Die endlose Fahrt der Liemba

Sie hat Kaiser Wilhelm überlebt, diverse Kriege und zwei Mal den eigenen Untergang. Seit genau 100 Jahren ist ein deutsches Schiff auf dem Tanganjikasee das wichtigste Verkehrsmittel. 1913 auf der Meyerwerft in Papenburg gebaut, wurde das Schiff wieder zerlegt und in 5000 Kisten in die frühere Kolonie Deutsch-Ostafrika gebracht. Im Laufe ihrer wechselvollen Geschichte wurde aus der "Graf Götzen", wie sie ursprünglich hieß, die "Liemba", aus dem adligen Deutschen die Königin vom Tanganjikasee. Die D okumentation zeigt das Leben von einer Handvoll der rund 500 Menschen an Bord: Kapitän, Maschinist, Passagiere in der ersten und dritten Klasse. Eigentlich sollte das Schiff schon vor Jahrzehnten verschrottet werden. Doch bis heute gibt es keine Alternative - weder für das Schiff noch für die Passagiere, deren Dörfer am Ostufer des Sees mit dem Auto nicht erreichbar sind. Peter Schreiber und das Team aus dem ARD-Studio Nairobi berichten über eine abenteuerliche Schiffsfahrt in Afrika. Und sie geben Einblick in den tansanischen Alltag auf und am Rande des Tanganjikasee.wandern durch Tiberias, eine Stadt am See, die von Herodes Antipas im Jahre 17 n. Chr. errichtet wurde.Pflanzen - Reste urtümlicher Farnwälder etwa, die es sonst nirgendwo mehr gibt.
12:45 - 13:30, 3SAT
Südtirol - Rund um Meran

Die Kurstadt Meran - die "Perle der Alpen", das "Nizza Tirols", der Südbalkon der k. u. k. Monarchie - bezauberte schon Kaiserin Sisi, gefolgt von Europas Hochadel und namhaften Künstlern. Der Film begleitet unter anderem eine Bergbauernfamilie, deren Hof nur per Seilbahn erreichbar ist, führt zu einer der schönsten Almen im Passeiertal, zeigt einen Schellenschmied bei der Arbeit und stellt einen Musiker vor, der moderne Volksmusik macht. Meran ist die zweitgrößte Stadt Südtirols, der nördlichsten Provinz Italiens. Jugendstilbauten sorgen bis heute für ein Flair der Belle Époque. Dank der Lage in einem Talkessel ist die Gegend von mildem Klima geprägt. Meran beherbergt einen der schönsten Gärten Italiens, den Botanischen Garten von Schloss Trauttmansdorff. Das nahe gelegene Dorf Hafling gab einer Pferderasse ihren Namen, den Haflingern. Die Blondschöpfe sind Stars eines Pferderennens und von den Almwiesen nicht wegzudenken. Umgeben ist Meran von hohen Bergen. Mediterrane Leichtigkeit steht im Kontrast zu alpiner Tradition.

13:30 - 14:15, 3SAT
Südtirol - Der Vinschgau

Der Vinschgau liegt im Westen Südtirols und ist geprägt vom Kontrast zwischen einer fruchtbaren Talsohle und einer kargen Bergwelt. Der Film begleitet unter anderem einen Mönch, der die älteste Wetterstation Südtirols betreibt, einen Produktdesigner, der Zehenschuhe entwickelt hat, und einen innovativen Bäcker, der wieder aus heimischem Getreide Brot backt. Außerdem führt der Film in das Dorf Laas, in dem weißer Marmor aus dem Berg geholt wird, und ins Schnalstal, das Schauplatz eines großen Schaftriebs ist. Südtirol, die nördlichste Provinz Italiens, beherbergt eines der größten Apfelanbaugebiete Europas. Im Frühjahr verwandelt sich die Landschaft in ein zartrosa Blütenmeer. Durch Frostberegnung werden die Blüten bei Minusgraden geschützt - ein beeindruckendes Schauspiel. Das Leben im Vinschgau ist vom Klima geprägt. Das Tal gilt als eines der trockensten im Alpenraum. Schon vor Jahrhunderten baute man kleine Kanäle, die Waale, um Schmelzwasser aus den Seitentälern zu holen. Ohne künstliche Bewässerung wäre Landwirtschaft dort unmöglich.
13:30 - 14:30, Phoenix
Safari am Sambesi

Mit dem Ultraleichtflieger steuert Heiko Held über die donnernden Victoria-Fälle, an denen der Sambesi-Strom über 100 Meter in die Tiefe stürzt. Seit zwölf Jahren lebt Heiko am Sambesi, dem "mighty river", dem mächtigen Fluss Afrikas. Er zeigt Touristen sein ganz persönliches Paradies und ist sich sicher: "Wer einmal Sambesi-Wasser getrunken hat, der kommt immer wieder." Atemberaubende Natur, eindrucksvolle Tierwelten im Chobe-Nationalpark, gigantische Stauseen oder die weltbekannten Victoria-Fälle: Der Sambesi ist nicht nur Lebensader des südlichen Afrikas, sondern auch Geheimtipp für Weltenbummler. Sie erwar tet eine spannende Mischung aus gelebter Kolonialgeschichte und touristengerechten Abenteuern. Doch so groß die Chancen, so groß sind auch die Gefahren der neuen Zeiten am Sambesi: "Wir wollen lieber den Wandel managen als vom Wandel gemanagt zu werden", bringt es Chief Mukuni auf den Punkt. Das traditionelle Oberhaupt des Toka-Leya-Volkes verdient gut an Touristen, die zu den Victoria-Fällen kommen. Und Chief Mukuni sonnt sich gerne im neu gewonnenen Reichtum - etwa, wenn er in traditionellem Gewand der edlen Stretchlimousine entsteigt und ein Hotel chinesischer Investoren einweiht. Die neuen Zeiten am Sambesi sind auch für Silke und Curt eine Herausforderung und gleichzeitig eine Gratwanderung: Im Nordosten Namibias organisieren sie Hausboot-Safaris. Einerseits wollen sie so Geld verdienen. Andererseits hoffen sie, dass nicht allzu viele Touristen den Sambesi entdecken, "damit der Fluss seinen ursprünglichen Charakter nicht verliert". Auch weiter stromabwärts, in der Provinz Tete in Mosambik, wird der Zwiespalt deutlich: Seit dort Kohle entdeckt wurde, hat sich das Gesicht des kleinen, verschlafenen Städtchens verändert. Firmen von überall auf der Welt sichern sich verheißungsvolle Fördergebiete. Doch längst nicht alle profitieren vom Rohstoff-Boom: Viele müssen den Kohlebaggern weichen, versprochene Ausgleichszahlungen bleiben aus - Armut droht! ZDF-Südafrika-Korrespondent Timm Kröger und sein Team reisen tausende Kilometer von der Sambesi-Quelle bis zur Mündung in den Indischen Ozean, zeigen ein Afrika zwischen Naturschönheiten und Wirtschaftsboom, kommen den Menschen am Fluss nahe und machen den Zuschauern Appetit auf einen Besuch im südlichen Afrika.

14:15 - 15:05, 3SAT
Unsere wilde Schweiz

Der Aletsch ist der größte Gletscher der Alpen: ein Eisgigant von magischer Schönheit. Seine einmalige Lage begeistert besonders Forscher und Künstler. Jetzt kämpft man gegen das Abschmelzen. Der Klimawandel macht dem Gletscher gewaltig zu schaffen: Der Eispanzer schrumpft jedes Jahr rund 50 Meter in der Länge und zwölf Meter in der Höhe. Sein Verschwinden bedroht nicht nur Landwirtschaft und Tourismus, sondern die gesamte Flora und Fauna. Der Masseverlust ist so dramatisch, dass als Erklärung eine natürliche Wetterschwankung allein nicht ausreicht. Kurzfristig beschert das im Überfluss vorhandene Schmelzwasser dem Vieh auf den sich ausdehnenden Almen üppiges Futter. Viele Pionierpflanzen nehmen den vom Eis freigegebenen Lebensraum in Besitz. Doch Bergführer Dominik Nellen sieht die Heimat seiner tierischen Lieblinge rapide zusammenschmelzen: Der Gletscherfloh ist die einzige Tierart, die dauerhaft auf dem Gletscher überleben kann. Naturschützer und Wissenschaftler reagieren auf die Herausforderung: Revierförster Peter Aschilier erprobt Methoden zum Schutz des Bergwaldes bei zunehmender Trockenheit. Der Fotograf und Biologe Carsten Brügmann dokumentiert die Anpassung von Orchideen an schwierige Umweltbedingungen. Die Wildbienenspezialistin Sabrina Gurten erforscht die Verschiebung der Lebensräume bestimmter Arten in die Höhe, deutliches Indiz der Klimaveränderung im Alpenraum. Pro-Natura-Aktivist Laudo Albrecht sieht auch das Überleben der Murmeltiere am Aletsch massiv gefährdet. Förster Christian Theler errichtet regelrechte "Totholzburgen", um Hirschkäfern die Fortpflanzung zu erleichtern. Ihr Engagement hilft den außerordentlich vielfältigen Tier- und Pflanzenarten, den Klimawandel am Aletschgletscher zu überleben.

14:30 - 14:45, Phoenix
Im Luxuszug durch den Süden Afrikas

Es klingt wie ein Traum: Mit einem restaurierten Luxuszug einmal quer durch das südliche Afrika reisen. Der Rovoszug macht es möglich. Die Waggons sind im Stil der Kolonialzeit restauriert. Alles ist vom Feinsten. Der Zug wirbt mit 5-Sterne-Standard. Fast 6000 Kilometer lang ist die Reise und geht von Dar es Salaam in Tansania nach Sambia zu den berühmten Victoria-Fällen, zum Chobe-Nationalpark in Botswana, weiter durch Simbabwe bis nach Kapstadt in Südafrika. Was für die Fahrgäste eine Traumreise ist, ist für die Reiseleiter und die Crew eine Herausforderung. Frische Lebensmittel entsprechen nur an bestimmten Haltestationen den Anforderungen, täglich stehen aber neben dem opulenten Frühstück zwei Mahlzeiten mit jeweils drei Gängen auf dem Programm, und das für 61 Passagiere. Das Kamerateam begleitet Mart Marais, die Zugchefin, und schaut mit ihr hinter die Kulissen des Luxuszuges. Unerschütterlich sorgt sie dafür, dass die Reise reibungslos verläuft, möglichst ohne dass die Fahrgäste etwas von den Problemen mitbekommen. Mit dabei ist auch der Reiseleiter Andreas Lappe, der vor 25 Jahren in Kapstadt seine Wahlheimat gefunden hat, nachdem er mit dem Fahrrad durch ganz Afrika gefahren war und dabei seine Liebe zum Kontinent entdeckt hat. Auf dem Luxuszug aber ist er täglich gefordert. Die Gäste müssen unterhalten werden, die Ausflüge minutiös durchgeplant sein - nichts überlässt er dem Zufall. ZDF-Korrespondent Timm Kröger und das Kamerateam aus dem Studio Johannesburg haben die Reisegesellschaft von Lusaka, der Hauptstadt Sambias, bis nach Pretoria, der Hauptstadt Südafrikas, begleitet.
14:30 - 15:15, B3
Rund um den Königssee

Es ist ein größtenteils einsamer Weg, doch immer wieder treffen Wanderer auch auf Massentourismus: Da ist Berchtesgaden mit seinen über 600.000 Übernachtungen im Jahr und das Kärlingerhaus, wo sich drei Fernwanderwege treffen. Ein weiteres bekanntes Ausflugsziel ist das Watzmannhaus mit seinen 255 Schlafplätzen, um die sich an den wenigen schönen Wochenenden fast 500 Menschen bemühen. Aber hinten, tief im Nationalpark, bei Wasseralm und Hasenköpfl ist es ruhig und einsam. Wer diesen Weg gehen will, ist ihm fünf Tage ausgeliefert - ein Abstieg ist aufwendig und nur zum See möglich. Bei jedem Wetter geht es also von Hütte zu Hütte. Auf seiner Wanderung trifft Filmemacher Florian Guthknecht auf Menschen, die eine einzigartige Geschichte haben. Denn der Zusammenprall der Extreme prägt fast jeden Lebensweg rund um den Königssee - wie bei Nina Schlesinger, Deutschlands erster Bergführerin, dem Drechsler und Punkrockmusiker Josef Keilhofer oder dem norddeutschen Michael Brandt, der in der Ramsau zum Vorstand des Trachtenvereins wurde.

14:30 - 15:00, MDR
Der Rasende Roland - Mit Tempo 30 über die Insel Rügen

Die vielfältigen Reize von Rügen zu beschreiben, ist ein schweres Unterfangen. Eine riesige Fülle an Sehenswürdigkeiten, Geschichte und Kultur machen die größte deutsche Insel zu einem Reiseziel, das man erleben und "erfahren" sollte - am besten mit dem dampfbetriebenen "Rasenden Roland". Die Geschichte der schmalspurigen Rügenschen Kleinbahn begann im Jahre 1895. Vieles haben die ursprünglich knapp einhundert Kilometer langen Gleise auf der Insel seither erlebt, wurden doch Millionen von Gästen mit maximal 30 Kilometern pro Stunde über die Insel geschaukelt. In den 60er-Jahren hat man zwei Streckenabschnitte stillgelegt, auch die Bäderbahn im Südosten sollte durch Busse ersetzt werden, was aber noch zu DDR-Zeiten verhindert wurde. Heute ist der "Rasende Roland" die Attraktion schlechthin auf der Insel Rügen. Täglich zuckeln die Züge mit Dampf auf der gut 24 Kilometer langen Strecke von Putbus nach Göhren und zurück. Ein Film mit viel Rauch, Romantik und Ostsee-Flair.

14:45 - 15:30, Phoenix
Genuss auf Schienen

Eine Strecke - fünf Speisewagen. Wer die Küchen Mitteleuropas kennenlernen will, der muss einfach nur im Zug durch Tschechien und die Slowakei fahren. Unser Weg führt uns von Budapest in Richtung Deutschland - quer durch Tschechien. Wir steigen aus und um - und entdecken dabei kulinarisch den Balkan, Ungarn und Polen. Un d in den Wartezeiten auf den Bahnhöfen auch das Land entlang der Gleise: Wir werden zu einem mährischen Schlachtfest geladen, lernen das härteste Pferderennen des Kontinents kennen - und treffen im Zug auf einen echten Hollywoodstar… Korrespondent Danko Handrick und das Team aus dem ARD-Studio Prag servieren ein Reisemenü in fünf Etappen.
15:05 - 15:50, 3SAT
Unsere wilde Schweiz

Das Verzascatal mit seinen pittoresken Dörfern und dem smaragdgrünen Fluss, der sich durch eine einzigartige Felslandschaft schlängelt, gilt als eines der schönsten Täler südlich der Alpen. Es ist ein raues, wildes Tal mit mächtigen Wasserfällen und seltenen Tieren. Durch seine Abgeschiedenheit konnte es bis heute viel von seiner Ursprünglichkeit bewahren. Obwohl der Tourismus immer wichtiger wird, pflegen die Bewohner weiterhin die alten Traditionen.

15:30 - 16:15, Phoenix
Böhmische Flussfahrt

Sie ist das blaue Band Böhmens - die Elbe. Auf einer Flussreise quer durch Tschechien begleitet ARD-Korrespondent Danko Handrick den Elblauf von der Quelle im Riesengebirge bis zur sächsischen Grenze und macht dabei unerwartete Entdeckungen. Auf dem Fahrrad und auch auf andere Weise entdeckt Handrick die fruchtbare Weite des Elbtals. Aber auch finstere Schluchten und sogar ein echter Vampirfriedhof liegen auf seinem Weg. Handrick trifft Schlossherren wie auch Datschenbesitzer, besucht den explosivsten Ort des Landes und nimmt eine Abkürzung durch die "afrikanische Savanne". Am End e der Reise erfährt er schließlich, warum die Elbe eigentlich gar nicht nach Deutschland fließt…
16:15 - 17:00, Phoenix
Magisches Sibirien

Ganz im Süden, an der Grenze zur Mongolei, liegt die russische Republik Tuwa. Es ist der exotischste Landstrich Sibiriens. Eine faszinierende Landschaft mit unberührter Wildnis. Steppe, Taiga und Wüste liegen dicht beieinander. In Tuwa wurde der weltberühmte Schatz der Skythen entdeckt. Tuwas Einwohner sind ursprünglich Nomaden, die mit Jurten durchs Land zogen. Auf seiner Reise für phoenix begegnet Olaf Bock Schamanen mit ihren faszinierenden, magischen Ritualen und er ist bei einer Heilungszeremonie dabei. Er la uscht mit seinem Team den faszinierenden Klängen des Kelhkopfgesangs und sie lernen einen jungen Ringkämpfer kennen, der bei einem großen Volksfest mitmacht.Sie fiebern mit den Teilnehmern bei einem tuwinischen Pferderennen. Direkt am Ufer des Jenissei treffen sie auf ein Dorf von russischen Altgläubigen. Mit einem Jäger fahren sie über die reißenden Stromschnellen des Flusses. In der südlichen Wüstenlandschaft leben Kamelzüchter, die Ihnen von ihrem Leben erzählen. In Tuwa leben Mensch und Natur noch in einer Einheit zusammen.
16:45 - 17:10, arte
Xenius: Feldhasen

Er gilt als das Symbol für Fruchtbarkeit: Kein Wunder, denn der Feldhase vermehrt sich prächtig. Innerhalb kürzester Zeit kann die Häsin von mehreren Hasen gleichzeitig trächtig werden, sogar dann noch, wenn schon längst Embryonen in ihr heranwachsen. Superfötation heißt diese im Tierreich außergewöhnliche Fähigkeit. Außerdem ist der Feldhase ein exzellenter Sprinter: Bei Gefahr schlägt er Haken und hoppelt einfach davon, mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 80 km/h. Trotzdem ist der Feldhase bedroht. Auf der friesischen Insel Pellworm zum Beispiel lebten Anfang des Jahrtausends noch etwa 2000 Feldhasen, heute gibt es nur noch etwa ein Drittel davon. Vor rund zehn Jahren begann das mysteriöse Hasensterben, die Hälfte der Tiere wurde damals tot aufgefunden. Doch warum? Forscher suchen nach Antworten: Die intensive Landwirtschaft ist vermutlich einer der Gründe. Auch scheinen das Mikrobiom in ihrem Darm und damit ihr Immunsystem gestört zu sein. Im brandenburgischen Niederfinow nordöstlich von Berlin versuchen Adrian Pflug und Emilie Langlade in der Feldforschungsstation des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung mehr über die Lebensbedingungen von Feldhasen herauszufinden. Dabei erfahren sie, wie man die Tiere langfristig besser schützen kann.

17:00 - 17:45, Phoenix
In den Höhen Tadschikistans

Das Pamir-Gebirge mit seinen zum Teil über 7000 Meter hohen Gipfeln im Osten des kleinen Tadschikistan gehört zu den beeindruckendsten Landschaften der Welt. Seit kurzem ist die M41 wieder offiziell befahrbar, die Straße, die sich am Dach der Welt in schwindelerregender Höhe zwischen der afghanischen, pakistanischen und chinesischen Grenze entlang windet. Tro tz der kargen Natur ist die Landschaft voller Geschichte: Die Perser waren hier, Alexander der Große wollte von hier aus die Ostgrenze seines Weltreichs sichern. Die großen Entdecker bewunderten Jahrhunderte später noch eine Kulturlandschaft, die zuletzt von den Kommunisten in Moskau willkürlich geteilt wurde. ARD-Korrespondent Stephan Stuchlik berichtet über Jahrtausende alte Städte in vergessenen Winkeln, über Paläste in der Wüste und über Nomaden und Lastwagenfahrer, Grenzbeamte und Dörfler - all jene, die versuchen, mit der rauen Natur in der atemberaubenden Höhe zu leben.

17:10 - 17:40, arte
Nepal - Die Riesenbiene der Gurung

Im Landesinneren von Nepal liegt das Annapurna-Massiv. In seinen zwischen 1.500 und 3.000 Meter hoch gelegenen Tälern herrscht ein ganz spezielles Klima – mit sehr kalten Wintern und drückender Hitze im Sommer. In der pflanzlichen Vielfalt haben sich besondere Bewohner eingenistet: die Riesenbienen Apis laboriosa. Bis zu drei Zentimeter lang können diese tiefschwarzen und robusten Insekten werden. Alle Jahre wieder bauen sie an felsigen Überhängen ein einziges, großes Nest, ungefähr einen Meter lang und mit einem Durchmesser von 80 Zentimetern. Der berühmteste Honigjäger der Region, Lal Bahadur, begibt sich jedes Frühjahr auf den Weg zum süßen Gold – und riskiert dabei sein Leben. Doch der Honig ist für die Menschen mehr als nur ein süßer Genuss, sondern auch ein Allheil- und Rauschmittel. Bevor Lal Bahadur aufbricht, muss er seine Reisegefährten auswählen. Zusammen stellen sie aus Bambus das Arbeitsmaterial für das gefährliche Unterfangen her: Seile, Körbe, Haken und vor allem eine 50 Meter lange Strickleiter. Es darf kein Fehler passieren, denn Lal Bahadurs Leben hängt bei der Honigjagd wortwörtlich am seidenen Faden. Der Tag der Honigjagd ist gekommen: Nach vier Stunden erreichen sie eine nackte Felswand, an der die Bienen ihr Nest gebaut haben. Barfuß und ohne Schutzkleidung steigt der Honigjäger die Leiter hinunter, die seine Gefährten mit bloßen Händen festhalten. Nun bohrt er zwei Löcher in die Nestwand und versucht, eine kleine Schlinge hindurchzuziehen. Die Kunst ist, die Wabe aufzufangen, sobald sie sich vom Felsen löst. Jetzt darf nichts schiefgehen, sonst war die ganze Mühe umsonst …
17:40 - 18:35, arte
Japan von oben

Im nördlichsten Winkel des japanischen Archipels liegt die weitläufige Insel Hokkaido. Im Mittelpunkt der aktuellen Folge der Dokumentationsreihe steht die Schönheit der Natur dieses Landstrichs. Sie entfaltet sich in immensen Weiten, die noch immer weitgehend wild und unberührt sind, durchzogen von mächtigen Vulkanketten, unzähligen Seen mit kristallklarem Wasser und tiefen Wäldern. Flora und Fauna finden dort geschützte Orte, um zu erblühen, dank des bewegten Reliefs und der bisweilen rauen, aber dennoch günstigen klimatischen Bedingungen. Gerade einmal vor 150 Jahren von den Japanern besiedelt, ist Hokkaido auch ein Land der fruchtbaren Ebenen, in denen sich eine teilweise sehr intensive Landwirtschaft entwickelt hat. Einige Produzenten leben dort dennoch in Harmonie mit der Natur, ganz wie die Ainu, die Ureinwohner der Insel. Sie versuchen heute, ihre reiche Kultur vor dem Verschwinden zu bewahren.
17:45 - 18:30, Phoenix
Jenseits des Krieges

Diese Reportage zeigt keine Bomben; sie zeigt nicht den Krieg, sondern nimmt die Zuschauer mit in eines der schönsten Länder der Welt: Afghanistan. ARD-Korrespondent Gábor Halász reist darin unter anderem nach Bamiyan, wo einst die Buddha-Statuen standen, die die Taliban gesprengt haben, und in die Stadt Herat, die im Westen Afghanistans als Kulturhauptstadt gilt. Dieser Film zeigt keine Bomben. Dieser Film zeigt nicht den Krieg. Dieser Film nimmt uns mit in eines der schönsten Länder der Welt: Afghanistan. ARD-Korrespondent Gábor Halász beginnt seine Reise in Kabul. Über der Stadt thront noch immer der zerschossene Palast des Königs. Die Ruine erzählt von den Kriegen, die durch das Land zogen. So wie auch das von Falten durchzogene Gesicht des alten Gärtners, der immer noch täglich die Beete des Königs pflegt. Er sagt, er sei weit über 100 Jahre alt, und erzählt von den friedlichen Zeiten. Als Kabul ein Sehnsuchtsort war. In den sechziger und siebziger Jahren zogen die Hippies in die Stadt. Fotos zeigen Frauen in kurzen Röcken und eine Freiheit, die sich nur noch ahnen lässt. Berühmt war auch mal der Zoo der Stadt. Vor allem wegen Marjan, dem Löwen, der einst von Köln nach Kabul kam. Marjan überlebte alle Kriege. War am Ende blind und starb nach dem Sturz der Taliban. Jetzt endlich hat Kabul wieder einen Löwen, und er heißt wieder Marjan. Die Reise führt auch nach Bamiyan. Dort, wo einst die Buddha-Statuen standen, die die Taliban gesprengt haben. Nur noch die Löcher lassen die Schönheit erahnen. Sie gehören wie das Tal zum UNESCO-Welterbe. Viele wünschen sich, dass die Statuen wieder aufgebaut werden. Doch bislang kann das keiner bezahlen. Das Team aus dem ARD-Studio Neu Delhi unternimmt eine abenteuerliche Reise durch die wilden Berge. Dorthin, wo absolute Ruhe herrscht, wo kein Telefon Empfang hat. Wo auf einem Berg ein einsames Ferienhaus steht. Der Ort scheint ideal, die Touristen könnten kommen. Doch leider trauen sie sich nicht. Afghanistan gilt als zu gefährlich. Herat im Westen gilt als Afghanistans Kulturhauptstadt. Die Freitagsmoschee und ihr wunderschönes Blau lassen Besucher staunen. In Herat trifft das Team auch eine junge Schauspielerin und zwei Musiker, die meistens traurige Lieder spielen. Denn Lieder aus Afghanistan sind so gut wie immer traurig. Dieser Film zeigt nicht den Krieg. Aber dennoch zeigt er die Angst, dass alles wieder zerstört werden könnte. Dass die Taliban zurückkehren, wieder die Macht übernehmen könnten. Es ist auch die Reise durch ein zerbrechliches Land.

18:30 - 19:15, Phoenix
China auf zwei Rädern

Die Reise mit dem Rad führt ARD-Korrespondentin Ariane Reimers und ihr Kamerateam aus dem Studio Peking viele tausend Höhenmeter hinauf in die Berge Yunnans. Von der Millionenstadt Kunming über die berühmten Altstädte von Dali und Lijiang bis in die sagenhafte Stadt Shangri-La mit ihrem buddhistischen Tempelbezirk. Immer abseits der großen Straßen, auf kleinen Teerstraßen und Schotterstrecken. Yunnan ist Chinas bunteste Provinz, viele der ethnischen Minderheiten haben hier ihr Zuhause: Tibeter, Hui, Bai, Yi, Miao. Die Dörfer in den Bergen sind immer noch schwer zu erreichen, früher waren sie beinahe abgeschottet. Deshalb konnten die Menschen dort ihre Sprachen und Kulturen bewahren. Die Landschaft ist wunderschön: Tolle Bergpanoramen, Reisterrassen, Seen, Flüsse mit spektakulären Schluchten, buddhistische Tempel. Aber auch eine ziemliche Strapaze für die Radwanderer: ein unentwegtes Auf und Ab, Einsamkeit wechselt ab mit quirligen Städten und Touristenverkehr.  Die spannendste Frage aber - wie werden die müden Radfahrer in den entlegenen Dörfern aufgenommen? Wem begegnen sie? Wer gibt ihnen Unterkunft? Wo dürfen sie ihr Zelt aufschlagen? Sind die Menschen in Yunnan eher freundlich gegenüber den Fremden oder zurückhaltend? Um das zu erfahren, sind Ariane Reimers und ihr Team aufgebrochen zu dieser abenteuerlichen Reise.
18:35 - 19:20, arte
Planet der Vulkane

Der Planet Erde brodelt. Täglich brechen auf der Welt etwa 30 Vulkane aus. Sie zerstören und spenden Leben und sind Motor der Evolution. In ihrer Umgebung finden seltene Pflanzen und Tiere einzigartige Lebensbedingungen. Die Dokumentation konzentriert sich auf drei der aktivsten Vulkane der Erde: die Insel Ambrym in Vanuatu, den Ätna auf Sizilien und den Kilauea in Hawaii. Auf Ambrym führt eine wissenschaftliche Expedition zu einem kochenden Lavasee. Geobiologe Jens Kallmeyer will herausfinden, ob einfachste Lebensformen unter diesen harschen Bedingungen existieren. Dort liegt vielleicht der Schlüssel, um Hinweise zu erhalten, ob Leben anderswo im Universum wahrscheinlich ist. Am Ätna haben es Wissenschaftler mit einem aktiven Vulkan in einem dicht besiedelten Gebiet zu tun. Vulkanologe Boris Behncke und sein Team beobachten den Berg und die Menge der entströmenden Gase, um bessere Vorhersagen treffen zu können. Vulkane, die neben anderen Gasen auch jede Menge Wasserdampf ausstoßen, könnten auch den Ursprung für Wasser auf der Erde und damit für alles Leben in sich bergen. Nach den verheerenden Ausbrüchen des Kilauea auf Hawaii ist wieder neues Leben entstanden. Auch vor der Küste: Die gewaltigen Lavaflüsse heizen im Pazifischen Ozean die Produktion von Phytoplankton an. Phytoplankton bildet die Nahrungsgrundlage des marinen Ökosystems rund um Hawaii und hilft selbst großen Meerestieren wie dem Mantarochen zu überleben. Die Dokumentation zeigt spannende aktuelle Forschung an Orten, an denen teilweise noch nie gefilmt wurde, und aufregende Bilder aus dem Inneren der Vulkane.

19:15 - 20:00, Phoenix
Radtour vor den Toren Tibets

Schneebedeckte Berge, unendliche Weiten, Einsamkeit - das tibetische Hochland mit seinen faszinierenden Kulturen lockt ARD-Korrespondentin Ariane Reimers und Kameramann Ronald Schütze wieder auf das Fahrrad. Ganz nah an den Menschen, die nach den Erfahrungen ihrer ersten Radreise durch China viel aufgeschlossener gegenüber den Fremden sind. Die anstrengende Tour soll sie vom Qinghai-See bis hinauf zum Animaqing führen, einem heiligen Berg der Tibeter. Doch nach einigen Tagen werden Ariane Reimers und das Team gestoppt - nicht vom drohenden Wintereinbruch, sondern von den lokalen Behörden. Die Provinzfürsten fürchten mögliche Berichte über die Freiheitsbestrebungen der Tibeter. Und so muss das Team die Unterkunft noch in der Nacht verlassen. Am nächsten Tag erklären die Behörden, dass sie die Provinz Qinghai ganz verlassen müssen. Was jetzt? Den Dreh abbrechen? Für Ariane Reimers keine Frage: jetzt erst recht. Und so setzen sie und ihr Kameramann sich ein neues Ziel: Chengdu, die Millionenstadt in der Provinz Sichuan. Auf dem Weg dorthin liegen Gebirgszüge, Passstraßen in 4000 Metern Höhe und jeden Tag über 100 km Strecke mit dem Rad. Die neue Route führt nicht nur durch grandiose Landschaften, sondern auch durch das Gebiet misstrauischer Muslime und Tibeter, die sich voneinander abschotten. "Grenzerfahrungen" im wahrsten Sinne des Wortes. Am Ende werden Ariane Reimers und Ronald Schütze mehr als 2000 Kilometer zurückgelegt haben.
19:15 - 20:15, ZDF
Serengeti

Wie kommt ein Zebrafohlen über einen Fluss voller Krokodile? Wie gefährlich kann eine Herde Gnus einer Löwin werden? Hungrig folgen die Raubtiere der Serengeti den großen Tierwanderungen. Sie sind ein großes Naturspektakel. Die Protagonisten, die Löwin Kali, Rafiki der Pavian und die Elefantenkuh Nalla, sind dabei. Neu hinzugekommen ist Zebramutter Tishala, die ihr Fohlen aus den Augen verliert. Der Kampf ums Überleben spitzt sich zu. Der zweite Teil der Reihe beginnt zu der Zeit der großen Tierwanderungen. Jedes Jahr ziehen zwei Millionen Zebras, Antilopen, Gnus, Büffel und Antilopen auf der Suche nach Nahrung und Wasser durch die Serengeti bis zu den Weiden im Norden des Nationalparks. Die Löwin Kali und ihre Jungen begleiten die Wanderer, und nicht nur sie. Auch andere Raubtiere wie Hyänen, Wildhunde und Leoparden heften sich den Herden an die Fersen. Das größte Hindernis auf dem Weg ist der Mara-Fluss, in dem erwartungsvoll die Krokodile auf Beute lauern. Hier kommt auch Löwenmutter Kali zum Zuge und kann ein Gnu für ihre Familie reißen. Als sie eines ihrer Jungen aber an einen Löwen mit dunkler Mähne verliert, weiß sie, dass sie den Schutz des Rudels braucht, um zu überleben. Zebramutter Tishala zögert lange, bevor sie mit ihrem Fohlen den Mara-Fluss durchquert. Hier sind so viele Krokodile, dass die Überlebenschancen gering scheinen. Als ihr Fohlen im Fluss abgetrieben wird, beginnt eine verzweifelte Suche. Auch Pavianmännchen Rafiki findet keine Ruhe. Der Chef erträgt keinen Konkurrenten neben sich, es kommt zum Showdown zwischen den Rivalen. Doch der Alltag der Tiere enthält nicht nur dramatische Momente: Wenn der majestätische Löwe sich auf einen Baum zum Mittagsschläfchen zurückzieht und von Bienen verjagt wird oder die Mangusten die Löwin foppen, dann gibt es auch mal was zum Schmunzeln. Sprachrohr der Tiere ist weiterhin ein Geier, der über die Grassteppen der Serengeti kreist und die Abenteuer und Geheimnisse ihrer Bewohner im Blick hat. Die Tiere sind Protagonisten in einem Drama, das zugleich alle Elemente einer spektakulären Tierdokumentation enthält. Das ZDF zeigt mit "Serengeti" die spannendsten und emotionalsten Storys des gleichnamigen BBC-Sechsteilers von John Downer in einer Weltpremiere. Dem preisgekrönten Tierfilmer sind atemberaubende Bilder gelungen, die den Zuschauern das Gefühl geben, hautnah dabei zu sein. Selten haben Tierdokumentationen für so viel Gänsehaut und Spannung gesorgt. Die Dokumentationen wurden in einem privaten Reservat der Serengeti über zwei Jahre lang und mit zehn verschiedenen Kamerasystemen gedreht. Die Kameras waren für die Tiere nicht sichtbar, sodass die Filmer den Tieren über lange Zeit folgen und ihnen sehr nahe kommen konnten. Die Momente im Leben der Tiere konnten aus verschiedenen Blickwinkeln gefilmt werden. Das ermöglichte es erst, aus den tatsächlichen Situationen eine dramatische Handlung zu kreieren.

19:30 - 20:00, ARD
Leben im Kronendach

Die Baumkronen des tropischen Regenwaldes in Südamerika sind ein Füllhorn an Leben: Blüten voller Nektar, Blätter in Hülle und Fülle, süße, saftige Früchte für jeden. Und doch ist es der Hunger, der hier oben alles bestimmt, der über Bestehen und Vergehen entscheidet. Die Ausprägungen des Hungers sind vielfältig - mal subtil, mal radikal: Sei es der Hunger der Pflanzen nach Licht, nach Wasser und Nährstoffen oder der Hunger der Tiere nach Nektar, Früchten und frischem Fleisch. Denn trotz des üppigen Wachstums und der vielen verschiedenen Lebewesen ist das Nahrungsangebot dürftig. Die Jagd danach ist mühsam und der Preis hoch. Komplexe Gesetzmäßigkeiten bestimmen, wer sich welche Nahrungsquellen erschließt. Obwohl es auf den ersten Blick so aussieht, als bräuchte ein Pflanzenfresser einfach nur ins nächste Blatt zu beißen, ist es für ihn beinahe unmöglich, im Kronendach satt zu werden. Denn die Pflanzen wenden raffinierte Abwehrmechanismen an, sie machen sich den Hunger der Tiere gezielt zunutze, manipulieren und instrumentalisieren sie für ihre Fortpflanzung. Das Leben im Kronendach steht unter dem Regime der Pflanzen: Sie sind die heimlichen Akteure, die zwar eine Fülle an Verlockungen bereithalten, sich aber raffinierter Tricks bedienen, um ihr eigenes Überleben zu sichern und - als Nutznießer - auch das der Tiere.
20:15 - 21:15, Phoenix
Dubai

Die Polizei von Dubai hat ihren Fuhrpark erst kürzlich mit zwei Ferraris, einem Bentley und anderen Luxus-Sportwagen aufgerüstet. Nichts scheint unmöglich im Scheichtum am Persischen Golf. Das Urlaubs- und Einkaufparadies hat im vergangenen Jahr fast zehn Millionen Touristen angelockt. 15 Millionen sollen es noch werden. Dafür wird rund um die Uhr gebaut. ZDF-Korrespondent Dietmar Ossenberg gehörte viele Jahre lang zu den Skeptikern dieser Entwicklung. Inzw ischen hat er seine Einschätzung in einigen Punkten revidiert und sagt: "Dubai steht heute auf viel breiteren Beinen und soliderem Grund als noch vor zehn Jahren." Die Krisen und Kriege in der arabischen Welt haben Dubai zum Gewinner gemacht. Reiche Geschäftsleute aus dem Irak, Syrien und Libyen bringen ihr Geld gleich kofferweise nach Dubai um zu investieren. Ölmillionäre kaufen Immobilien wie von der Stange, denn das Scheichtum gilt als sicherer Hafen in der krisengeschüttelten Region. Dubai investiert enorm in die Bildung und Ausbildung seiner Jugend. Immer mehr junge Menschen aus den Arabischen Emiraten studieren an den über zwanzig Universitäten in Dubai und Abu Dhabi. Später sollen sie Führungspositionen in Wirtschaft, Forschung und Technik übernehmen, die bisher fast ausschließlich mit westlichen Ausländern besetzt wurden. Auch für Forscher und Wissenschaftler aus aller Welt, darunter viele Deutsche, wird Dubai immer attraktiver. Unternehmen sehen in dem Land enorme Entwicklungsmöglichkeiten. Bis 2030 will Dubai den größten Teil seiner Lebensmittel selbst produzieren. In den Wüsten zwischen Dubai und Abu Dhabi entstehen riesige, künstlich bewässerte Plantagen und Grünflächen.

20:15 - 21:45, NDR
Land zwischen den Meeren

Hyggelig, was im Dänischen so viel wie gemütlich bedeutet, und naturverbunden, heimelige Häuschen, vor denen die rot-weiße Dannebrog flattert. Stolz auf ihr Land und ihre Geschichte und mit allen per du: So könnte man die Dänen beschreiben. Ihr Leben ist geprägt vom "Westmeer", wie sie die Nordsee nennen. Formt doch dieses raue Meer mit seinen Naturgewalten, Gezeiten, Stürmen und Fluten, seit Tausenden Jahren von Westen her ihre Heimat. Atemberaubende Landschaften, skurrile Geschichten, drollige Seehunde und bunte Inseltrachten, Essen aus dem Watt und Schnaps aus Dünenkräutern, Blaues Licht und lebenslustige Menschen: die Westküste des dänischen Königreichs mit einem kleinen Plattbodenschiff zu entdecken, ist ein faszinierendes Erlebnis. Im Süden schufen Nordsee und Stürme das Wattenmeer mit Prielen und Inseln fast nur aus Sand. Die alte Walfänger-Insel Rømø rühmt sich mit dem breitesten Sandstrand Nordeuropas, so breit, dass man den "Spaziergang" zum Wasser lieber mit dem Auto macht. Auch Fanø hat Strände ohne Ende, dazu zwei Vogelkojen. Berühmt aber ist diese Insel für ihre Traditionen, ihre Trachten und die Fannikerdage. Die werden gefeiert, seit die Insulaner Fanø 1741 vom dänischen König ersteigert hatten. Mandø ist die kleine Inselschwester, einst die einzige Hallig Dänemarks, die heute von einem Deich geschützt wird. Doch wenn man sie über einen Damm erreichen will, bekommt man zweimal am Tag nasse Füße. Mit einsetzender Ebbe geht es mit einem Nationalpark-Ranger hinaus, dem "Motor" des Wattenmeerlebens auf der Spur. Zurück zum Festland nach Ribe, der ältesten Stadt Dänemarks. Eher ein Städtchen, gemütlich mit krummem Fachwerkhäusern, grobem Kopfsteinpflaster und dem altehrwürdigen Dom. Die ersten Wikinger wurden in Ribe bekehrt. Esbjerg ist viel jünger, erst seit 120 Jahren eine Stadt. Sie liegt der Halbinsel Skallingen gegenüber, die wohl dynamischste Landschaft im hier endenden Wattenmeer. Nördlich davon liegt die Haff- und Buchtenküste mit flachen Küstenseen, malerischen Fjorden und Stränden. Ferienhäuser befinden sich hier zwischen endlosen Dünen. In Hvide Sande baute man vor dem Ringkøbing Fjord eine Schleuse zum Meer. Eine Dünenwächterin müht sich hier, dem Landfraß der Nordsee Einhalt zu gebieten, während Touristen fleißig auf der großen Fischauktion bieten oder in typischen Vierkanthöfen nach Strandvogt-Legenden suchen. Geologisch interessant und bei Paraglidern beliebt sind die steilen Kliffs am Leuchtturm Bovbjerg Fyr. Und traumhaft schön: der Limfjord. Perfekt für eine Safari zu den Robben, die sich in der breiten, flachen Fjordeinfahrt tummeln. Bei Thyborøn haben die Seenotretter ihre Hauptstation. Denn an der Küste nordwärts wüten Stürme und Brandung wie kaum anderswo. Unzählige Wracks allein in der Jammerbucht und auch ins Meer gestürzte Kirchen und Ferienhäuser beweisen das. Alte Bunker, vom Meer aus den Dünen gespült, erzählen in Hanstholm vom Atlantikwall, der gewaltigen deutschen Wehranlage aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Wanderdüne Rubjerg Knude hat den Leuchtturm von Rubjerg einfach überrollt. Der Sand hat ihn zwar wieder freigegeben, nun aber droht der Turm ins Meer zu stürzen, vielleicht schon im nächsten Winter. Leicht ist das Leben für die Fischer von Thorup Strand nicht. Weil es keine Häfen hier an der Küste gibt, müssen sie ihre Kutter mit Bulldozern und Winden über den Sand ziehen. Vor allem nachts ein beeindruckender Vorgang. Und im Ozeanarium in Hirtshals kann man in das Fanggebiet der Fischer "eintauchen": in die Unterwasserwelt der Nordsee. Hoch im Norden bei Skagen, wo die Nordsee auf die Ostsee trifft, wächst Grenen, die nördlichste Landspitze Dänemarks, jedes Jahr rund zehn Meter weiter ins Meer hinaus. Eine eigenwillige Landschaft in "Blauem Licht". Sie zog die berühmten "Skagenmaler" an. Dank ihnen singen in der Mittsommernacht die Dänen überall entlang dieser Küste am lodernden Sankt-Hans-Feuer ihre "Hymne".
20:15 - 21:45, RBB
50 Gründe, Wien zu lieben

Wien ist eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen. Prater und Hofburg, Sachertorte und Tafelspitz - es gibt viele Gründe, die Stadt an der Donau zu lieben. Prominente Wienerinnen wie Operettenstar Dagmar Koller und Schauspielerin Adele Neuhauser erzählen von ihrer Stadt. Wien gilt als eine der lebenswertesten Städte der Welt. Feine Restaurants, gepflegte Parks und Wohnhäuser, die aussehen wie Paläste, machen die Stadt an der Donau auch für Urlauber zu einem beliebten Reiseziel. Ein rbb-Fernsehteam besuchte die österreichische Hauptstadt und fand 50 Gründe, Wien zu lieben. Sehenswürdigkeiten wie der Prater oder der Zentralfriedhof, die Hofburg oder der Schlosspark von Schönbrunn dürfen da nicht fehlen. Das Team besuchte außerdem die Wiener Sängerknaben, einen Pferdefleischer und die Manufaktur für Schneekugeln - eine echte Wiener Erfindung. Auch kulinarisch hat die Stadt einiges zu bieten: von Sachertorte und süßen Knödeln bis hin zu Tafelspitz und dem berühmten Wiener Schnitzel. Bei dem Streifzug durch die Wiener Straßen lernte das rbb-Team auch, dass die typischen Wiener Würstchen Käsekrainer heißen, dass die Ampelmännchen gerne in Paaren aufleuchten und dass einer der beliebtesten Wiener Busfahrer ein waschechter Berliner ist. In "50 Gründe, Wien zu lieben" erzählen prominente Wiener wie die Schauspielerin Adele Neuhauser oder der Operettenstar Dagmar Koller warum sie ihre Stadt lieben.

21:15 - 22:00, Phoenix
Der Zauber Arabiens: Unterwegs in Oman, Abu Dhabi und Irak

In Abu Dhabi gilt die Leidenschaft vieler Männer den Falken. Aqaab hat zwar auch eine Arbeit, aber spätestens um 15 Uhr geht´s raus in die Wüste, wo er mit Freunden seine wahre Begeisterung pflegt: die Falknerei. Der Mann aus Abu Dhabi ist zwar verheiratet und hat Kinder, aber die müssen hintanstehen. Von September bis März sind die Falken das Wichtigste in seinem Leben.
22:00 - 23:00, Phoenix
Persisches Tagebuch

Der Iran: Reichtum und westlicher Lebensstil in Teheran, Armut und traditionelle Strukturen am Persischen Golf. Rockmusik und Koranschulen in der heiligen Stadt Maschhad. Vier Wochen reiste ZDF-Korrespondent Jörg Brase mit seinem Team durch ein Land voller Widersprüche und zeigt Menschen, die ihr Land lieben und doch mit ihm hadern. Viele haben sich einen bescheidenen Wohlstand erarbeitet, der durch die Sanktionen der USA bedroht ist. " Alle Welt denkt, der Iran, das seien schwarz verschleierte Frauen und bärtige Mullahs", sagt die 25jährige Shaghayegh, "doch der Iran ist auch ein modernes, hoch entwickeltes Land voller junger Leute, die Träume haben und so leben wollen, wie andere junge Leute auch." Shaghayegh findet einen Weg auszubrechen und sich ein Stück Privatheit zu erobern in einem Land, in dem das öffentliche Leben strengen Regeln unterliegt. Feyzollah Haghighi meint, der Iran sei wie ein Granatapfel. Schön und fest, außen bitter, innen süß. Haghighi ist 78 Jahre alt und zählt zu den Großen der alten iranischen Kunst des Teppichknüpfens. Am Rande Isfahans besitzt er einen Granatapfelhain, in den er sich zurückzieht, um Ruhe zu finden. "Denn wenn ich den Iran heute sehe, 40 Jahre nach der islamischen Revolution", sagt Haghighi, "dann regt mich das zu sehr auf." "Die Zukunft meines Sohnes ist unsere größte Sorge", sagt der 40jährige Behzad. Er lebt im Norden in der Millionenstadt Tabriz und versucht alles, damit eine seiner vielen Geschäftsideen funktioniert. Weil er und seine Frau unter den US-Sanktionen gegen den Iran leiden, denken sie darüber nach, ihre Heimat zu verlassen und ins Ausland zu gehen. Doch die meisten wollen bleiben, sehen ihre Zukunft im Iran, auch wenn die Islamische Republik ihnen das Leben oft nicht leicht macht. Aufgeben jedoch ist keine Option. "Seit über 20 Jahren kämpfe ich darum, wieder Farbe ins Leben der iranischen Frauen zu bringen", sagt die bekannte Modedesignerin Mahla Zamani, "und ich werde diesen Kampf gewinnen."
23:00 - 23:45, Phoenix
Mystisches Venezuela

Im Dunst der Gran Savana, der großen Savanne Venezuelas, erahnt man an manchem Morgen nur die majestätisch aufragenden Tafelberge dieser einzigartigen Landschaft. Die Jahrtausende haben sie entstehen lassen. Einst war alles hier eine enorme Hochebene, doch die Erosion spülte die weichen Gesteinsschichten einfach weg, und zurück blieben mehr als hundert 1000 Meter hoch aufragende Tafelberge. Tepuis nennen die indigenen Einheimischen ihre Berge, "Haus der Götter", und sie verehren sie - es sind seit Generationen ihre Heiligtümer. Der höchste Wasserfall der Welt stürzt fast einen Kilometer tief von einem dieser Tepuis. Er ist der heiligste Ort der Gran Savana. So heilig ist der Salto Angel, dass die Pemon, so heißt das Volk, das in dieser Gegend Venezuelas lebt, niemals direkt in die stürzenden Wassermassen hineinschauen würde, um die Götter nicht zu beleidigen. Peter Sonnenberg und das Team aus dem ARD-Studio Mexiko ist von den Tafelbergen und Wasserfällen bis ins Orinoco-Delta gereist und hat faszinierende Bilder mitgebracht. Mit einem Hubschrauber landeten sie auf der zerklüfteten Oberfläche des Kukenan, des Nachbarbergs des Roraima, des größten Tepuis Venezuelas. Zur Zeit des Goldfiebers flog Jimmy Angel mit einer einmotorigen Maschine Abenteurer und Goldsucher durchs Land. Dabei entdeckte er den gewaltigen Kere Paku Pai Meru, der nur den Einheimischen bekannt war. Nachdem Angel auf der Oberfläche eine Bruchlandung hinlegte und beim Abstieg fast ums Leben gekommen wäre, nannte man den Wasserfall nach dem "Wiederentdecker" um in "Salto Angel". Der Weg zu diesem unvergleichlichen Naturschauspiel führt vier Stunden mit dem motorisierten Einbaumkanu und nochmal zwei Stunden zu Fuß durch den Dschungel. Eine Tour voller Überraschungen, auf der man nicht damit rechnen kann, auf Menschen zu treffen. Über die pittoreske Stadt Ciudad Bolivar, benannt nach dem Befreier Venezuelas Simón Bolívar, führt die Reise weiter bis an den Orinoco und tief hinein in dieses Labyrinth aus Flussläufen und Regenwald. Giftigen Schlangen begegnet man hier und Menschen, die aus dem Wald alles das holen, was sie zum Überleben brauchen. Korrespondent Peter Sonnenberg traf Eugenio, den Medizinmann, der jede Pflanze kennt, weiß, welche Medizin man aus ihr machen kann, und wie man Menschen rettet, die von Schlangen gebissen wurden. Und er besuchte Pedro Morillo, den Einbaumbauer, der aus gewaltigen Bäumen den wichtigsten fahrbaren Untersatz des Orinoco schreinert. Venezuela - ein faszinierendes Land mit großen politischen Problemen und viel Armut. Aber seine Natur ist mystisch und einzigartig und mehr als nur eine Reise wert.

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