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Sonntag, 09.12.2018
05:30 - 05:55, ARD
Wie ewig hält das Eis?

Reporter Willi ist in den Ötztaler Alpen in Österreich unterwegs und hat sich zu Fuß bis auf knapp 3000 Meter hoch gekämpft. Am Rande des Vernagtferner Gletschers erwarten drei Wissenschaftler den keuchenden Reporter: Gletscherforscher Prof. Ludwig Braun und seine Assistenten Tini und Matthias. Was Willi noch nicht wusste: Das Eis ist ungefähr 100 Jahre alt und bewegt sich ganz langsam in Richtung Tal. In der Nähe des Vernagtferners wurde 1991 die berühmte Gletschermumie "Ötzi" gefunden. Die will Willi natürlich sehen und macht sich deshalb auf ins Archäologiemuseum von Bozen. Dort liegt jetzt der 5000 Jahre alte Mann aus dem Eis in einer speziell für ihn entwickelten Kältekammer, um ihn auch für die Zukunft noch möglichst lange zu erhalten. Museumsdirektorin Angelika Fleckinger erzählt dem Reporter alles über den sensationellen Gletscherfund und welches Wissen er uns aus der fernen Vergangenheit mitgebracht hat. Zurück auf dem Vernagtferner wird es für Willi erst recht spannend: Bergführer Kilian erklärt dem Reporter, wie eine Gletscherspalte entsteht und wie man sie mit Hilfe einer Leiter überqueren kann. Von Gletscherforscher Ludwig erfährt Willi, dass das ewige Eis der Berge womöglich nur noch wenige Jahre vorhanden ist. Durch den Klimawandel sind die meisten der rund 5000 Gletscher in den Alpen stark geschrumpft, auch der Vernagtferner. Das könnte zum ernsten Problem werden, denn die Gletscher sind riesige Wasserspeicher und haben viele lebenserhaltende Funktionen. Zum Beispiel sind sie sehr wichtig für die Trinkwasserversorgung. Ludwig und sein Team haben deshalb auf dem Vernagtferner eine Messstation eingerichtet, um ganz genau zu erforschen, unter welchen Bedingungen der Gletscher sein Eis verliert. Und zum Abschluss taucht Willi auch ins eiskalte Gletscherwasser! Er will das Canyoning, das Schluchtenwandern, ausprobieren. Natürlich im Neoprenanzug, mit Helm und unter Anleitung von Profis, die sich auskennen. Am besten sind die Rutschen, die das Wasser in die Felsen gewaschen hat - einfach reinsetzen und runtersausen.

07:15 - 08:00, arte
Die großen Seebäder

Nirgendwo im Mittelmeerraum gibt es mehr heiße Quellen als auf Ischia. Seit über 2.000 Jahren wird hier gebadet – nicht nur im Meer. Die italienische Insel ist das Zentrum des europäischen Thermaltourismus. In der Antike kamen die Griechen und die Römer, im Mittelalter die Spanier, später dann Touristen aus aller Welt. In den 50er und 60er Jahren war Ischia der Lieblingskurort der Deutschen und Inbegriff für Sonne, Fango und Meer. In der Bucht von Sant‘Anna blickt der Badende auf das mächtige Aragoneser Schloss und schwimmt über den Resten der ersten römischen Insel-Siedlungen. Eine heiße Quelle sorgt für traumhafte Temperaturen. Zehn große Thermalparks gibt es auf Ischia, Hunderte kleiner Pools. 200 Liter Thermalwasser schießen an manchen Stellen pro Minute aus dem Fels. Einige der 30 Thermalquellen auf Ischia speisen Badestellen auch in entlegenen Schluchten. Weltbekannt wurde die Insel in den 60er Jahren, als sie zum Filmset wurde, zum Beispiel für "Cleopatra". Bereits 1960 hatte René Clément hier "Nur die Sonne war Zeuge" mit Alain Delon gedreht. Mit den Filmleuten kam der internationale Jetset auf die Insel: Liz Taylor, Charlie Chaplin, Gina Lollobrigida und Maria Callas – auch zum Baden. Heute vergnügen sich jedes Jahr fünf Millionen Badetouristen auf der Insel. Doch dieses Paradies im Mittelmeer ist auch unzähligen Gefahren ausgesetzt. Seine Schönheit ist Segen und Fluch zugleich. Denn Ischia liegt, ähnlich wie die Insel Giglio, die durch die Havarie des Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" traurige Bekanntheit erreichte, in einer vom Schiffsverkehr zunehmend frequentierten und bedrohten Zone.

08:50 - 09:15, arte
Kleine Hände im Großen Krieg

Die zwölfjährige Jessica flieht mit ihren Eltern vor dem Krieg in Europa. Sie besteigen ein holländisches Frachtschiff, das sie zurück in die USA bringen soll. An Bord entdeckt das Mädchen einen blinden Passagier. Der Kapitän ahnt etwas davon und versucht ihn auszuhungern und so zu finden, aber das Mädchen hat Mitleid und versorgt ihn heimlich mit Essen. Schließlich wird der blinde Passagier entdeckt. Die amerikanische Familie muss sich entscheiden, ob sie sich aus dem Konflikt heraushält oder Stellung bezieht. In dieser Episode wird die Problematik mangelnder Solidarität zwischen Menschen in Krisensituationen behandelt. Es wird allerdings klar, wie unmöglich und auch unmoralisch es ist, sich um jeden Preis aus der Tragödie anderer Menschen herauszuhalten. Außerdem wird ein entscheidender Wendepunkt im Ersten Weltkrieg thematisiert: der Kriegseintritt der USA. Es gibt unterschiedliche Ursachen für Krieg, doch vor allem wird er für den eigenen Vorteil geführt. Der Eintritt der Weltmacht sollte den Krieg in Europa endlich beenden. Ist Krieg also manchmal ein notwendiges Mittel, um Frieden zu stiften oder zu erhalten?
09:30 - 10:15, MDR
Ein Winter in Weißrussland

Terra Incognita, weißer Fleck auf der Landkarte, letzte Diktatur Europas - für Weißrussland gibt es viele Bezeichnungen. Durchaus autoritär regiert Präsident Alexander Lukaschenko sein 10-Millionen-Volk. Das Filmteam konnte Belarus, wie Weißrussland auch heißt, hautnah erleben, im Winter in der Hauptstadt Minsk und weit draußen auf dem Lande. Es kommt zu Begegnungen mit Menschen, die bereitwillig Auskunft über ihr Leben geben. Treffen mit der Schauspielerin Katja Yavorskaja, mit ihrem Mann Ilja, mit ihrem zehnjährigen Sohn Timofei. Der Zuschauer wird ins Theater eingeladen, auf die Kunsteisbahn, lernt viele Facetten der weißrussischen Hauptstadt kennen. Minsk ist durch und durch europäisch - schnell, grell und laut. Jeder fünfte Weißrusse lebt hier. Katja und ihre Familie laden zu einer Reise ins ländliche Belarus ein. Nicht weit von der litauischen Grenze entfernt haben sie ihren Lebenstraum verwirklicht und eine Datscha gekauft. Das Leben auf dem Lande ist das absolute Kontrastprogramm zum pulsierenden Minsk. Bei Eis und Schnee ein Winterwonderland im wahrsten Sinne des Wortes. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, gehen die Uhren langsamer. Katja und Ilja sprechen über ihre Hoffnungen und Träume, über das Leben in Weißrussland, besonders über das auf dem Lande. Belarus gehört zu den europäischen Ländern, die im letzten Krieg ganz besonders unter den deutschen Besatzern gelitten haben. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung, mehr als zweieinhalb Millionen Menschen kamen ums Leben. In den riesigen Waldgebieten tobten erbitterte Kämpfe zwischen Partisanen und der Wehrmacht. Ilja besucht dort einen Freund, der im Wald von Naliboki als Förster arbeitet. Bis zum heutigen Tage werden hier noch Verstecke entdeckt, in denen sich einst Partisanen aufhielten. Die Herrscher des Waldes von heute sind dagegen Wölfe und Wisente.
12:20 - 13:15, arte
Ägyptens versunkene Hafenstadt

In der versunkenen Hafenstadt Herakleion im Mündungsdelta des Nils soll früher ein buntes Leben geherrscht haben. Die Stadt galt um die Zeitenwende als das Tor nach Ägypten. Hier kamen die Handelsschiffe aus Griechenland an, und im Haupttempel erhielten die neuen Pharaonen ihre Weihen. Doch im 7. Jahrhundert versank die Stadt auf rätselhafte Weise in den Fluten und verschwand zunehmend aus dem Gedächtnis der Menschen. Von Herakleion blieb nicht viel mehr übrig als ein paar dürftige Erwähnungen in antiken Texten. Über die Jahrhunderte verschob sich die Mündung des Nils, und an der Stelle, an der einst die Stadt gewesen sein musste, ist heute nur noch Wasser. Der französische Meeresarchäologe Franck Goddio wagt sich mit großer Beharrlichkeit an die Herkulesaufgabe, die versunkene Stadt wiederzufinden. Das Forschungsgebiet erstreckt sich über 150 Quadratkilometer – was etwa der halben Fläche der Stadt Leipzig entspricht. Die Sicht unter Wasser ist extrem schlecht, und die Reste der Stadt liegen versunken im Sediment. Nicht einmal ihr Name ist eindeutig. In den alten Texten ist mal von Herakleion, mal von Thonis die Rede. Schließlich machen Franck Goddios Taucher eine sensationelle Entdeckung: Sie legen den Haupttempel Herakleions frei, den legendären Amun-Gereb-Tempel. In den folgenden Jahren geht es Schlag auf Schlag: Goddio findet meterhohe Kolossalstatuen, Gold und Schmuck, Anker, Schiffe, Keramiken und Alltagsgegenstände. Wie lebten die Menschen in Herakleion? Wie intensiv war der Seehandel? Wie groß war der kulturelle Austausch mit den anderen Mittelmeerländern? Jeder gefundene Gegenstand gibt Aufschluss über das Leben in der antiken Stadt. Am Ende gelingt es Franck Goddio sogar, das jahrtausendealte Rätsel um die beiden Städtenamen zu lüften. Mit jedem Quadratmeter Meeresgrund, den der Meeresarchäologe erforscht, wird die legendäre Hafenstadt lebendiger. Ein Mythos taucht auf. Die Dokumentation schildert die jahrelange penible Suche nach der versunkenen Stadt und zeigt, wie einzelne Funde langsam ein Gesamtbild ergeben, von ersten Umrissen bis hin zu einem detaillierten Stadtplan der einst blühenden Hafenstadt.
12:25 - 13:50, 3SAT
Tom Sawyer & Huckleberry Finn

Die beiden Freunde Tom Sawyer und Huckleberry Finn werden Zeugen eines Mordes. Völlig schockiert schwören sie sich hoch und heilig, keinem Menschen von diesem Erlebnis zu erzählen. Doch als der gutmütige Muff Potter des Mordes beschuldigt wird und aufgehängt werden soll, bricht Tom sein Versprechen. Der wirkliche Mörder verfolgt die beiden Jungen und will sich an ihnen rächen. - Fesselnde Neuverfilmung des Jugendbuch-Klassikers von Mark Twain. Der pfiffige Tom Sawyer ist selten um eine Ausrede verlegen, und als er den häuslichen Gartenzaun streichen soll, bringt er die Nachbarskinder durch eine List dazu, ihm diese Arbeit voller Freude abzunehmen. Am liebsten streunt er mit seinem Pfeife rauchenden Freund Huckleberry Finn durch die Gegend und träumt vom Piratenleben. Ansonsten träumt er von seiner Klassenkameradin Becky Thatcher, in die er sich unsterblich verliebt hat. Als sich die Freunde nachts auf dem Friedhof herumtreiben, beobachten sie, wie der Sargschreiner Potter und der undurchsichtige Indianer Joe im Auftrag des Arztes eine Leiche ausgraben. Dabei kommt es zum Streit, und Joe tötet den Arzt mit Potters Messer und schiebt ihm den Mord in die Schuhe. Tom und Huck fliehen entsetzt auf ihrem Floß, denn sie haben große Angst vor Joe und beschließen, nie über das zu reden, was sie in dieser Nacht gesehen haben. Doch dann wird Muff Potter der Prozess gemacht; er soll gehängt werden. Das kann Tom nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, und er erzählt die Wahrheit. Von nun an sind die beiden Freunde auf der Flucht. Alle gemeinsamen Abenteuer überschattet die Angst, dass Indianer Joe sie erwischen könnte, denn der hat ihnen Rache geschworen. Dennoch machen sich Tom und Huck auf zu einer Schatzsuche. Als sie am Ziel sind, begegnen sie plötzlich Indianer Joe. Farbenprächtige Verfilmung des großen Mississippi-Abenteuers nach dem Roman "Die Abenteuer des Tom Saywer" von Mark Twain aus dem Jahr 1876, das als eines der beliebtesten Jugendbücher überhaupt gilt. Die lockere Umgangssprache und die Verwendung der vielen Kraftausdrücke brachten den Roman in Amerika damals sogar auf den Index. Ein noch größerer Erfolg wurde Twains Nachfolgeband "Die Abenteuer des Huckleberry Finn" (1884), von dem Hemingway sagte: "Die ganze amerikanische Literatur kommt von einem Buch von Mark Twain her, das 'Huckleberry Finn' heißt." Produzent und Regisseur Jo Kastner ließ den Autor Mark Twain auch im Film auftreten, besetzte ihn prominent mit Val Kilmer und ließ ihn das Geschehen kommentieren. Jo Kastner glaubte so sehr an seinem Film, dass er ihn zunächst vorfinanzierte. Das Risiko hat sich gelohnt: Der auf Mallorca gedrehte Film lief 2014 in Nordamerika an und wurde in 40 weitere Länder verkauft. Für die Hauptrolle konnte Kastner Joel Courtney verpflichten, der 2011 im Steven-Spielberg-Film "Super 8" die Rolle des Joseph spielte. Jake T. Austin, der Huckleberry-Finn-Darsteller, wirkte jahrelang bei der Disney-Serie "Die Zauberer vom Waverly Place" mit. Jo Kastner wollte mit dem Film aber hauptsächlich Kinder dazu inspirieren, wieder "selbst Abenteuer zu erleben". Sonja Kirchberger, die Darstellerin der Mrs. Dougllas, meinte dazu: "Genau, weg von der virtuellen Welt, hin zu schmutzigen Füßen."

13:10 - 13:40, MDR
Weihnachten in Masuren

Früh um halb sechs im polnischen GaIkowo, einem kleinen masurischen Dorf. Wie jeden Tag folgen die Brüder Krystian und Ksawery den Eltern in den Stall. Sie helfen, denn 30 Kühe müssen versorgt und gemolken werden. Die Jungs der Drezeks wissen, dass Tiere keine Rücksicht auf Feiertage nehmen. Auch heute nicht, wenn der schönste Abend des Jahres, der Heiligabend, bevorsteht. Die Vorfreude treibt die beiden sogar an, und vieles ist für das Fest, dass bei den Drezeks katholisch begangen wird, noch zu tun. Unweit von Drezeks steht die "Knajpa", ein Gasthaus mit gutem Ruf in Polen. Einst gehörte das Holzhaus den von Lehnhoffs, einer deutschen Adelsfamilie. Lange stand es leer, sollte sogar abgerissen werden. Doch der junge Gastwirt Alexander Potocki ließ das nicht zu, scharte Helfer um sich. Gemeinsam wurde das architektonische Kleinod durch sehr viel Eigenleistung saniert. Der Kraftakt hat alle Beteiligten zu einer großen Familie zusammen geschweißt, die das Weihnachtsfest alljährlich zusammen und volkstümlich begeht. Dann bleibt die "Knajpa" für Gäste geschlossen. Während Alexander Potocki die Pferde anspannt, um mit seinen Kindern eine Fest-Tanne aus dem Wald zu holen, Koch Adam ein Weihachtsmenü für 30 Personen vorbereitet und sich auf die Rolle des Weihnachtsmanns einstimmt, darf der 14-jährige Krystian Drezek den Traktor starten. Mit Vater und Bruder bringt er Mistelzweige als traditionellen Tür-Schmuck nach Hause. In der Küche gönnen sich Mutter Drezek und ihre Töchter keine Pause. Nach katholischem Brauch müssen es 12 Gerichte werden - zur Erinnerung an die 12 Apostel. Die Masuren als eine Region, die häufig Grenzverschiebungen erlebt hat, ist heute die Heimat für Menschen verschiedener ethnischer oder religiöser Herkunft. Kein Wunder also, dass die Reportage in einem Dorf wie GaIkowo in nächster Nachbarschaft zwischen Weihnachtsmorgen und Heiligabend unterschiedliche Weihnachtsbrüche aufspürt und erlebbar werden lässt.
13:15 -14:05, arte
Kleopatra - Porträt einer Mörderin

Kleopatra gehört zu den schillerndsten Gestalten der Geschichte. Die ägyptische Königin wurde durch ihre Schönheit, ihre Liebesbeziehungen zu Julius Caesar und Marcus Antonius, ihre List und ihren Freitod zur Legende. Eine bahnbrechende Entdeckung enthüllt nun eine dunkle und skrupellose Seite der großen Herrscherin. In der szenischen Dokumentation "Kleopatra" wird ein historisches Drama aufgerollt. Eine Reihe zufälliger Entdeckungen, die mit einem sensationellen Knochenfund in einer verschollenen Grabstätte ihren Höhepunkt erreichten, haben Archäologen zu erstaunlichen Schlussfolgerungen kommen lassen: Vieles deutet darauf hin, dass es sich bei den Knochen um das Skelett von Kleopatras jüngerer Schwester Arsinoë handelt, die von Marcus Antonius auf Befehl seiner Geliebten Kleopatra ermordet wurde. So kommt ein neues Gesicht der glorreichen ägyptischen Herrscherin ans Licht, das mit der mitfühlenden Femme fatale, die uns Hollywood einst vorführte, nicht mehr viel gemein hat.Kleopatra führte einen Kampf gegen ihre Schwester Arsinoë, in dem es um alles oder nichts ging. Römische Historiker berichteten von Kleopatras nationalistischer, kämpferischer Schwester, die sich gegen Cäsar auflehnte und auch gegen Marcus Antonius wandte. Doch bisher war dieses Thema ein Feld nicht belegbarer historischer Spekulation. Diese Dokumentation zeigt zum ersten Mal und mit Hilfe modernster Computeranimationen, was wirklich geschah - und damit eine bisher unbekannte Seite von Kleopatra.
14:05 - 14:50, arte
Bahnhofskathedralen - Europas Reise-Paläste

Einem Steingebirge gleich erhebt sich inmitten der Stadt Milano Centrale – Mailands Hauptbahnhof. Seine Entstehung dauerte 25 Jahre. Am Ende erschuf sich Mailand eine Bahnhofskathedrale. Ein Monumentalbau geprägt von zwei Epochen: der Monarchie und dem Faschismus. Spuren dieser politischen Systeme finden sich heute noch am Kopfende von Gleis 21. Wie den Sala Reale – den königlichen Wartesaal des Savoyer Königs. Und wer genau hinschaut erkennt noch die Zeichen der nachfolgenden Herrschaft Benito Mussolinis. Ein Hakenkreuz eingelassen in das hölzerne Parkett des Wartesaals. Lange Zeit lag es unter einem riesigen Teppich versteckt. Man erschuf den Bahnhof zu einer Zeit als der italienische „Stile Liberty“ in Mode kam. Er prägte die Kunst und Architektur in Mailand. Aber auch das Casino im benachbarten San Pellegrino Terme. Ein Spiel- und Lusttempel der Mailänder Bourgeoisie. Hierhin reiste man mit der Bahn und verbrachte seine Zeit beim Kuren und verbotenen Spielen. Zur Zeit der Industrialisierung erblühte in Italien die Gestaltung moderner Nekropolen. Autor und Regisseur Jeremy J.P. Fekete entdeckt nahe den Rangiergleisen des Mailänder Bahnhofes den 1866 eröffneten Cimitero Monumentale. Mit allegorischen Todesengeln und trauernden Marien verband man die Vorstellung einer „Stadt der Toten“ inmitten der „Stadt der Lebenden“. Erschaffen als eine Nekropole für die Mailänder Bourgeoisie. In der Squadra Rialzo, der alten Mechaniker-Werkstatt des Mailänder Bahnhofes findet man sie noch: Schätze aus der Eisenbahnzeit. Unter anderem Lokomotiven die heute noch die Bahnstrecken des Umlands befahren und das Herz jedes alten und jungen Lokführers höher schlagen lassen. Lokomotive fahren ist für einige gar eine Lebensphilosophie.

14:30 - 15:15, B3
Der Shannon - Ein Fluss wie ein Gedicht

Irland, die grüne Insel, hat viele außergewöhnliche Naturwunder zu bieten. Am Shannon, Irlands großem Fluss, gibt es einsamen Plätze, wo man das Gefühl hat, dass alles noch so ist, wie vor tausend Jahren. Diese Naturdokumentation lenkt den Blick auf die wenig bekannte Tierwelt dieses stimmungsvollen Flusses. Früh am Morgen starten die Vögel in den Tag und begeben sich auf Partnersuche. Im Frühling ist das Erwachen des Tages besonders faszinierend, denn dann kann man die verschiedenen Lockrufe der Wasservögel wie Brachvögel, Wasserläufer oder Kiebitze verfolgen. Auch die Wasserfledermäuse sind perfekt ans Leben am Fluss angepasst: Wenn sie nachts aus ihren Verstecken kommen, sind sie unentwegt auf Futtersuche und scannen die Wasseroberfläche nach Insekten. Naturfilmer Colin Stafford-Johnson zeigt die Wunder am Fluss. Wie zum Beispiel die Seidenreiher, die sich erst seit wenigen Jahren am Shannon heimisch fühlen. Dramatische Tiergeschichten, beschauliche Naturbeobachtungen und Expeditionsberichte - die Themen von natur exclusiv sind alle Naturerscheinungen: Pflanzen und Tiere genauso wie Landschaften und Ökosysteme sowie die Dynamik unseres Planeten Erde. Umfassende Reihen vermitteln Überblicke und ermöglichen Orientierung.

14:50 - 15:35, arte
Bahnhofskathedralen - Europas Reise-Paläste

Bereits Gustave Eiffel war begeistert von Budapest, der ungarischen Hauptstadt der ehemaligen Donaumonarchie. Umso mehr, als sein Büro 1874 den Wettbewerb für die gläserne Bahnhofshalle des Nyugati Palyaudvar gewann. Mit über 6.000 Quadratmeter Fläche und seinen 25 Meter Höhe galt er als fünftgrößter Bahnhof der Welt – und für viele Jahre als Europas modernster. Heute ist die österreich-ungarische Eisenbahnkathedrale die einzige, die seit ihrer Entstehung kaum modernisiert wurde. Regisseur Jeremy J.P. Fekete stöbert in fast vergessenen Winkeln des altehrwürdigen Bahnhofes: Der königliche Wartesaal ruht seit rund hundert Jahren im Dornröschenschlaf und harrt der Wiederentdeckung. Einmal im Jahr wird seine Ruhe gestört, wenn der glanzvolle kaiserliche Sisi-Zug vom Nyugati-Bahnhof über die alten Gleise Richtung Gödöllö rollt – zum ungarischen Lieblingsschloss der Kaiserin. Ein Budapester Bahnhof, der es mit dem Nyuagti Palyaudvar an alter Schönheit aufnehmen kann, ist der Jahre später erbaute Keleti Palyaudvar. Stein auf Stein durchdrungen vom ungarischen Nationalstolz – als Gegenstück zum kaiserlichen Nyugati Palyaudvar. Von seinen Perrons aus reiste jahrzehntelang das MAV Symphonieorchester quer durchs Land, um den Magyaren nach dem Zweiten Weltkrieg Kunst und Kultur zu überbringen. Heute spielt das Orchester längst in den großen Konzerthallen Europas. Ganz in Kinderhand hingegen befindet sich die Pioniereisenbahn: eine Schmalspurbahn, die Touristen und aussichtshungrige Budapester seit 1948 auf den Szechenyi-Berg hinauffährt.
15:00 - 15:45, H3
Föhr und Amrum - Kleine Paradiese im nordfriesischen Wattenmeer
 
Nationalpark Wattenmeer - wer hier herkommt, den erwarten gigantische Weiten, eine Artenvielfalt, die Ihresgleichen sucht, und Erholung auf die friesische Art. Anne Brüning und Mathias Münch haben sich hier zwei ganz besondere Urlaubsinseln ausgesucht: Föhr und Amrum, die beiden Nachbarinseln im hohen Norden. Gemütlich im kuscheligen Sandstrand liegen, zwischen Reetdach und Klinker einen kleinen Altstadtbummel machen und lecker einkehren bei frischem Nordseefisch - so stellen sich die beiden eine perfekte Reise vor. Dabei machen sie ganz unterschiedliche Entdeckungen im Wattenmeer, Mathias Münch auf Föhr und Anne Brüning auf Amrum. Sie besuchen so zauberhafte friesische Dörfer wie Nieblum und Nebel, berichten über lokale Besonderheiten wie den Föhrer Manhattan-Cocktail und testen die angebotenen Touristenprogramme wie die Abendführung im Amrumer Leuchtturm. Natürlich wird auch Wassersport betrieben, es wird gesegelt und nach den besten Stränden geschaut. Zur Stärkung gibt's anschließend Leckeres aus der friesischen Küche. Ausklingen lassen Anne Brüning und Mathias Münch ihre Reise dann bei Föhrer Wein.

15:15 - 16:00, WDR
Wien zur Weihnachtszeit

Wien ist natürlich zu jeder Jahreszeit eine Reise wert, aber zur Weihnachtszeit wohnt der österreichischen Metropole ein ganz besonderer Zauber inne. Viele Straßen sind bunt und aufwändig illuminiert, am Graben hängen gar überdimensionierte Lüster aus Tausenden von kleinen Lichtern über der Prachtstraße. Außerdem gibt es zahlreiche Weihnachtsmärkte in der Stadt, die alle mit einem einzigartigen Flair aufwarten. Die Filmautorin Tanja Höschele wirft aber auch einen Blick in die Weihnachtsbackstube des ehemaligen K. u. K. Hofzuckerbäckers Demel. Hier können Besucher den Zuckerbäckern dieser altehrwürdigen Bäckerei vom Laden aus durch eine Glasfront bei der Zubereitung von Plätzchen, Stollen und Co. über die Schulter schauen. Natürlich kann man in Wien auch wunderbare Weihnachts-Einkaufsbummel unternehmen. Tanja Höschele schaut in die am schönsten dekorierten Schaufenster und besucht auch alte Wiener Traditionsgeschäfte wie das Schuhhaus Scheer, wo sich schon der österreichische Kaiser Franz Joseph die Schuhe handfertigen ließ.

15:45 - 16:30, H3
Von Rotterdam nach Zeeland

Alt und neu, romantisch und modern, großstädtisch und dörflich - wer im Süden der Niederlande Kontraste erleben möchte, muss keine weiten Wege zurücklegen. Nicht weit von der stylischen Metropole findet man kuschelige Strandbäder, vom Hightech-Hochwasserschutz zu historischen Windmühlen ist es nur ein Katzensprung, und während man eben noch kilometerlang an den Anlagen von Europas größtem Seehafen vorbeigefahren ist, braucht man nur eine Kurve und steht inmitten purer Landschaftsidylle. Die Reise durch den abwechslungsreichen Süden unseres Nachbarlandes beginnt in Rotterdam, der zweitgrößten Stadt der Niederlande. Keine Stadt wird so verkannt wie Rotterdam. Neben Amsterdam galt sie immer als hässliches Entlein. Aber Rotterdam entwickelt sich rasant schnell und wird auch das "Manhattan an der Maas" genannt. Gläserne Kuben und moderne Wohnhochhäuser wachsen in den Himmel. Rotterdam ist ein Experimentierfeld für Architekten, und genau das macht die Stadt so spannend, sie ist ständig in Bewegung, ihr Erscheinungsbild ändert sich immer wieder. Mit dem Wassertaxi und zu Fuß lässt sich das futuristische Rotterdam gut erkunden. Dem historischen Rotterdam nähert man sich am besten in Delvshafen, dem alten Hafen und "Tor zur Welt". Von dort brachen schon die Pilgerväter Richtung Amerika auf. Mit dem Schiff nur wenige Minuten von Rotterdam entfernt liegt in Kinderdijk ein Stück Holland, wie es holländischer nicht sein könnte, mit Käse, Holzschuhen und vielen Windmühlen. Ein Leckerbissen für Technikliebhaber ist eine Fahrt über die beeindruckenden "Deltawerke". Die Sperrwerke sollen das unter dem Meeresspiegel liegende Land gegen Überflutungen schützen und erstrecken sich über Dutzende Kilometer zwischen den Inseln und Halbinseln des Rhein-Maas-Deltas. Endpunkt der Reise ist in die Provinz Zeeland mit dem traditionsreichen Strandbad Domburg und weiteren familienfreundlichen Badeorten. Zeeland ist auch bekannt für sein ausgedehntes Netz an bestens markierten Radwegen, auf denen sich das flache Land gemütlich per Pedale erkunden lässt.
16:00 - 16:45, WDR
Wunderschön! Winter im Salzburger Land

Hohe Gipfel, romantische Seen und unberührte Natur, alte Bräuche, viel Kultur und kulinarische Leckerbissen - das Salzburger Land verkörpert alles, was Flachlandbewohner an dieser Alpenlandschaft begeistert. Tamina Kallert macht eine romantische Schlittenfahrt, trifft die Männer von der Bergrettung, erklärt die traditionellen Glöcklerläufe und stellt die älteste Bergwetterstation Europas vor. Sie erkundet die Burg Hohenwerfen und wandert auf Schneeschuhen durch den Nationalpark Hohe Tauern. Der österreichische Schauspieler und Kabarettist Fritz Egger zeigt ihr sein Salzburg, und gemeinsam wandeln sie auf den Spuren von Wolfgang Amadeus Mozart.

18:00 - 18:45, NDR
Zagreb - Weihnachtsmärchen in Kroatien

Der Weihnachtsmarkt in Zagreb, der Hauptstadt Kroatiens, wurde schon mehrmals zum besten in ganz Europa gewählt. Statt christmas shopping in New York also ein Adventswochenende in Zagreb? Lohnt sich das? Der "Hanseblick" wollte es wissen und fand sich wieder in einer Stadt im Lichterrausch. Warum ist in der Mitte der roten Zagreber Weihnachtsherzen ein Spiegel? Was hat die Krawatte mit Kroatien zu tun? Eine Reise im Advent nach Zagreb gibt Antworten und ist die perfekte Einstimmung auf Weihnachten. Wer an Kroatien denkt, verbindet damit meist Badeurlaub an der Adria, Segeltörns oder Inselhopping. Die Hauptstadt Zagreb will aber zur Adventszeit Touristen anlocken. Der Weihnachtsmarkt wurde schon mehrfach zum Besten in ganz Europa gewählt. Statt Christkindlmarkt in Nürnberg oder Christmas-Shopping in New York also ein Adventswochenende in Zagreb? Der "Hanseblick" hat es ausprobiert und fand sich wieder in einer Stadt im Lichterrausch. Die Vorweihnachtszeit zeigt, was Zagreb ausmacht: Wiener Charme in der mondänen Unterstadt und gemütliche Kleinstadtatmosphäre in der mittelalterlichen Oberstadt. Warum ist in der Mitte der roten Zagreber Weihnachtsherzen ein Spiegel? Was hat die Krawatte mit Kroatien zu tun? Und was bringt einen Privatmann dazu, Weihnachten zweieinhalb Millionen Lämpchen leuchten zu lassen? Das Adventswochenende in Zagreb gibt Antworten und macht Lust auf das schönste Fest des Jahres.
18:25 - 18:55, arte
Zu Tisch

Karelien liegt im Norden Europas entlang der finnisch-russischen Grenze. Die alte Kulturlandschaft hatte als Brücke zwischen Skandinavien und Russland schon viele Herren und gehört heute, als Republik Karelien, fast vollständig zu Russland. Alles Karelische wurde zu Zeiten der Sowjetunion verboten, doch allmählich kehren Sprache und Bräuche wieder in den Alltag zurück. In der Familie Leontjew aus Olonez spricht heute keiner mehr Karelisch. Umso wichtiger ist den Leontjews die Pflege der karelischen Bräuche. Roman ist Keramiker und stellt Tontöpfe her, die traditionell zum Kochen über Stunden in die Holzöfen gestellt werden. Elena Leontjewa bereitet einen Schmortopf mit Graupen und eingelegten Pilzen zu. Im Sommer gesammelte und anschließend konservierte Pilze und Beeren dienen im Winter als wichtige Nahrungsmittel. Die Familie lebt in der Nähe des Ladogasees, des größten Binnensees Europas. Hier wird in der kalten Jahreszeit mit Netzen unter Eis gefischt. Eine Spezialität ist Stint, ein sehr kleiner Fisch, der nach Gurke riecht. Da seine Gräten mitgegessen werden, ist Stint ideal für Kalakukko, Fisch im Brotteig. Eine andere Spezialität sind Kalitki, süße oder salzige Teigtaschen aus Roggenmehl. Sie gehören in Karelien zu jedem Fest. Für einen Auftritt des karelischen Damenchors in der Kunstschule von Olonez backt Elena mit ihren Töchtern Kalitki mit Kartoffelbreifüllung. Sie unterrichtet in der Kunstschule neben anderen Fächern auch karelische Ornamentik. Denn nur gelebtes Brauchtum, sagt Elena, kann für die Kinder bedeutsam werden – oder es ist für immer verloren.
19:30 -20:15, arte
Kyushu: Wo Japans grüner Tee wächst

Der 60-jährige Kazuo Watanabe hat sein Leben dem grünen Tee gewidmet, wie sein Vater, sein Großvater und überhaupt seine ganze Familie. Der Biofarmer ist Teebauer und hat seit Jahren einen großen Traum: Er will den besten Tee Japans produzieren. Wie nah er seinem Ideal kommt, zeigt sich auch dieses Jahr erst wieder bei der Ernte.Zehn Tage dauert es vom Beginn des Pflückens bis zur trinkfertigen Teeportion. Der Teebauer Watanabe setzt auf behutsame Herstellungsmethoden ohne Pestizide. Seine Plantagen liegen inmitten der imposanten Vulkanlandschaft auf der Insel Kyushu. Ihr nährstoffreicher Boden, das saubere Quellwasser und das subtropische Klima schaffen ideale Voraussetzungen für das Wachstum der Teepflanzen.In Japans Teephilosophie geht es um den Fluss der Lebensenergie Qi, die alles durchströmt. Wie man eine Tasse Tee zubereitet, so will man leben. Die Teekunst sucht – wie alle japanischen Künste – die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Universum.Jedes Jahr an der Teebörse von Kagoshima, Japans wohl größtem Umschlagplatz für grünen Tee, zeigt sich, dass der Konkurrenzdruck unter den Teebauern immer größer wird. Auf den Auktionsterminen bestimmen Geschmack und Nachfrage den Wert jeder einzelnen Sorte. Während der ersten Frühjahrspflückung werden in Kagoshima 50 Prozent der Jahresproduktion umgeschlagen. Der größte Teil davon bleibt im Land, denn aus Japans Alltag ist Grüntee nicht wegzudenken. Wird Kazuo Watanabe mit seinem Tee den erhofften hohen Preis erzielen können?

19:30 - 20:15, ZDF
Russland von oben

"Russland von oben" ist das bisher einmalige Unternehmen, die endlosen Weiten des Landes aus der Vogelperspektive erlebbar zu machen. Ein atemberaubender Flug über ein unglaubliches Land. Das Team der vielfach preisgekrönten "Terra X"-Reihe "Deutschland von oben" ist neun Monate lang immer wieder über das Riesenreich zwischen Europa und Asien geflogen und hat dabei erstaunliche Landschaften, kleine Geheimnisse und große Bilder entdeckt. Russland ist das mit Abstand größte Land der Erde. Doppelt so groß wie die USA, fast 50 Mal größer als Deutschland. Von Kaliningrad an der Ostsee bis zur Meerenge der Beringstraße, von der aus man Alaska sehen kann, sind es elf Zeitzonen und 7000 Kilometer Luftlinie. Aber auch nur, wenn man die Abkürzung über den Nordpol nimmt. Dieses riesige Reich für "Terra X" zu porträtieren, erforderte in vielen Bereichen echte Pionierarbeit: Manche Orte schienen unerreichbar, viele hat vermutlich noch kein Mensch je gesehen, schon gar nicht aus der Luft. Dabei ist es vielleicht gerade die Perspektive "von oben", die die Seele des Landes und seine kaum zu fassende Vielfalt zumindest ein Stück weit greifbar werden lässt. Für den "Terra X"-Dreiteiler sind spektakuläre Aufnahmen gelungen - von unberührten Landschaften, zauberhaften Städten, von wilden Tieren, Wüsten und Wäldern, aber auch von harter Arbeit in der Kälte Sibiriens, vom Leben in ewigem Eis und kargen Gebirgsregionen. Gedreht aus Hubschraubern und mit den besten Luftbild-Spezialkameras der Welt. In "Russland von oben" offenbart das Land sein Wesen und gibt etwas von seinem Innersten preis. Die dritte Folge Terra X "Russland von oben" folgt der Küstenlinie von der mächtigen nordeuropäischen Hafenstadt Murmansk bis nach Kamtschatka im Pazifischen Ozean und zum südöstlichsten Eckchen des Riesenreichs - nach Wladiwostok. Über 25 000 Kilometer erstreckt sich die russische Küste - allein entlang der Arktis. Hier wird es so kalt, dass die Hilfe eines Atomeisbrechers nötig ist, um den Schiffen ihren Weg zu bahnen. An dieser Küste liegt die Halbinsel Jamal mit ihren riesigen Erdgasvorkommen und Ureinwohnern, den Nenzen, und auch das Lena-Delta, dessen gefrorener Boden einzigartige Muster ins Land zeichnet, die aus der Luft besonders eindrücklich sind. Eine ganz andere Welt offenbart sich weiter östlich auf der Landspitze Cape Schmidt in der Tschuktschensee, wo sich Eisbärfamilien und Walrosse tummeln. Nicht weit entfernt, auf der für russische Verhältnisse eher kleinen Insel Wrangel, lebten die letzten Mammuts in Eurasien, heute sind Eisbären und Moschusochsen die Herren des Eilands. Wieder ganz anders präsentiert sich Kamtschatka in Russlands fernem Osten - mit 29 aktiven und 150 nicht aktiven Vulkanen, Geysiren und Lachs fressenden Braunbären. Die Halbinsel besticht durch ihre bizarre Schönheit und Einsamkeit, die aus der Vogelperspektive ihre volle Wirkkraft entfalten. Genauso, wie "von oben" das Gedrängel auf der winzigen Insel Tjuleni richtig sichtbar wird: Tausende von Seebären, Seelöwen und Lummen tummeln sich hier auf wenigen Metern, während vor der Küste von Magadan bis Wladiwostok Orcas auf Jagd gehen. Dort, an der Grenze zu Nordkorea und fast schon in Sichtweite zu Japan, ist das Riesenreich zu Ende und blickt Wladiwostok - das "San Francisco" Russlands - auf Asien.

20:15 - 21:45, WDR
Wunderschön! Weihnachten in der Eifel

Verschneite Hügel, weiß gepuderte, malerische Dörfer und Burgen, wie mit Zuckerguss überzogen - in der Weihnachtszeit wird die Eifel zu einem magischen Ort. Andrea Grießmann lässt sich von dem Eifler Fotografen Niklas Coen die schönsten Orte des Winterwunderlands zeigen. Auf der Suche nach Bräuchen und Traditionen aus der guten alten Zeit bummelt sie über nostalgische Weihnachtsmärkte, auf denen es nach Waffeln und Printen duftet. Sie erlebt im Freilichtmuseum Kommern ein Weihnachtsfest wie vor 100 Jahren und verbringt auf Burg Satzvey eine Nacht im Rapunzel-Turm. Im Café Sherlock in Hillesheim probiert Andrea Grießmann einen englischen Christmas Pudding, am Rande der "Uferlichter" in Bad Neuenahr bastelt sie ein Weihnachtsgesteck, und auf Burg Namedy plaudert sie mit Prinzessin Heide von Hohenzollern darüber, wie Adelige Weihnachten feiern. In der Abtei Kornelimünster erfährt sie, was Mönche zu Weihnachten essen, und im Kloster Laach kommt sie beim Buchbinde-Kurs zur Ruhe. Märchenhafte Kulisse in Monschau Gehüllt in ein weißes Kleid und von unzähligen Lämpchen in magisches Licht getaucht, bilden die Fachwerkhäuser von Monschau eine märchenhafte Kulisse: Auf dem idyllischen Weihnachtsmarkt probiert Andrea Grießmann Printen und Monschauer Senf, bevor sie zur Kirche St. Michael ins nahe Höfen fährt. Hier steht eine besondere Landschaftskrippe: 30 Meter breit und zehn Meter hoch, mit mehr als 300 Figuren und Tiere. Der "Singende Hirte" Reiner Jakobs baut sie jedes Jahr auf, um Spenden für die Aachener Kinderkrebshilfe zu sammeln. Burgfräulein auf Burg Satzvey Elfen, Gnome und magische Wesen bevölkern in der Adventszeit die Burg Satzvey. Und der Weihnachtsmann ist mitten unter ihnen. Auf dem historischen Weihnachtsmarkt trifft Andrea Grießmann inmitten mittelalterlich anmutender Handwerker und Spielleute die junge Gräfin Patricia Beissel zu Gymnich, die ihr das auf Latein und Mittelhochdeutsch gesprochene Krippenspiel zeigt und aus dem Nähkästchen plaudert. Die Nacht verbringt sie als Burg-Fräulein. Reise in die Vergangenheit Im Freilichtmuseum Kommern begibt sich Andrea Grießmann auf eine Reise in die Vergangenheit: Engagierten Mitarbeiter in historischer Tracht lassen die Weihnachtszeit und die Bräuche von vor 100 Jahren lebendig werden. So brachte das Christkind damals nur bescheidene Gaben: ein paar Süßigkeiten, einen Apfel, Nüsse und einen Weckmann.

20:15 - 21:45, NDR
Schwedens Seenland

"Mini-Schweden", so wird das Dalsland im Westen von Schweden genannt. Zwischen dem Vänern, dem größten See Westeuropas, und der Grenze zu Norwegen liegt die wasserreichste Region des Landes mit unzähligen größeren und kleineren Seen, die meisten lang und schmal, von den Gletschern der Eiszeit in die Hügellandschaft gefräst. Ein Paradies für Paddler, Ruderer, Ausflugsboote, für Angler, Floßfahrer und Freizeitkapitäne. Der Dalsland-Kanal, angelegt im 19. Jahrhundert, verbindet einige dieser Seen zu einer traumhaft schönen Passage durch ein Schweden wie aus dem Bilderbuch. Der Film stellt Orte und Naturhighlights entlang des Dalsland-Kanals vor, begleitet Einheimische und Touristen, die mit den unterschiedlichsten Gefährten auf dem Wasser unterwegs sind. Und Kronprinzessin Victoria von Schweden, die anlässlich des 150-jährigen Jubiläums des Kanals selbst durch eines der beliebtesten Wassersportreviere Europas paddelt. Diese beliebte Ferienregion wird mit dem Blick aus den Augen der Menschen vorgestellt, die hier leben, arbeiten oder ihren Urlaub verbringen. Gebaut wurde der Dalsland-Kanal, um Industriegüter zu transportieren. Insgesamt gibt es 31 Schleusen auf dem Kanal. Heute finden Schwedenliebhaber hier ihr Refugium. Soweit das Auge reicht, überall Idylle und Seen. Das Wasser kann man bedenkenlos trinken. In "Mini-Schweden" findet sich alles, was die Natur dieses Landes ausmacht auf kleinem Raum. Da auch die Kameraleute hauptsächlich mit Booten unterwegs sind, entdecken sie auf dieser Reise zahlreiche Stellen, die in ihrer betörenden Schönheit vom Land aus nicht einsehbar sind. Dabei trifft das Team auf Menschen, deren Leben sich zu großen Teilen auf dem Wasser abspielt. Sie verdienen ihr Geld auf dem Wasser, kümmern sich um die berauschende Natur oder entspannen sich beim Kajakfahren vom Alltag. Das Ehepaar Sture und Annika Holemdahl zum Beispiel hat sich hier einen Lebenstraum erfüllt: Seit über zehn Jahren fahren sie mit ihrem Ausflugsdampfer MS "Storholmen" Touristen und Einheimische durch den Kanal. Das über 120 Jahre alte Schiff, das speziell für den Kanal gebaut wurde, passiert bei Håverud ein einmaliges Aquädukt, denn hier fahren die Schiffe über eine spezielle Wasserbrücke. Zudem ist das kulturhistorische Baudenkmal die einzige Stelle in Europa, an der sich Straße, Eisenbahn und Wasserweg kreuzen. Der Herrenhof Baldersnäs ist bereits seit Jahrhunderten über Schwedens Grenzen hinaus für seine Parkanlage berühmt. Hierher zieht es auch heute noch Menschen, die sich nach Ruhe und Abgeschiedenheit sehnen. So wie Lene und Johan Bengte, die sich hier das Jawort gaben und ihren Hochzeitstag in einer einmaligen Hütte ganz aus Glas direkt am Wasser feiern. Fantastische Landschaftsaufnahmen, eingefangen von Kameramann Jan Müller, und die heitere Gelassenheit der Dalsländer Menschen, die nichts mehr lieben als die Ruhe und die Natur, lassen die Zuschauerinnen und Zuschauer in ein spezielles, sehr schwedisches Lebensgefühl eintauchen.

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