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Sonntag, 24.02.2019
03:10 - 03:55, 3SAT
Ausgerechnet Island

Island ist eine kühle und explosive Schönheit. Berühmt für Gletscher, Geysire, Vulkane und für Islandpferde. Die stämmigen Pferde mit den langen Mähnen waren für vier Frauen aus Deutschland der Grund, nach Island zu reisen. Inzwischen haben Luka, Sina, Veronica und Judith auf der nordischen Insel ihr Glück und eine neue Heimat gefunden. "Seit ich klein war, habe ich mir ein Pferd gewünscht. Aber, dass ich irgendwann auf Island lebe mit Pferden, das hätte ich mir nicht träumen lassen", so die Kölnerin Luka Dreiner. Nach dem Abitur reiste sie auf die Vulkaninsel und studierte an einer der sieben isländischen Universitäten Tourismuswirtschaft. Heute betreibt Luka mit ihrem isländischen Mann Andrés am Skagafjörður einen Reiterhof. Bei Wind und Wetter 70 Pferde zu versorgen, ist nicht immer ein Vergnügen. Das Klima auf der Insel ist rau, Island liegt knapp unter dem nördlichen Polarkreis. Es regnet durchschnittlich an 200 Tagen im Jahr, und in den Wintermonaten ist es oft nur wenige Stunden hell. All das schreckt Sina Scholz nicht ab: "Mich faszinieren einfach die Natur, das Land und die ein bisschen raueren Männer hier." Sie lebt seit über zehn Jahren auf der Insel mit über 30 aktiven Vulkanen. 2010 machte der Ausbruch des Eyjafjallajökull Schlagzeilen, er brachte durch riesige Aschewolken den Flugverkehr über Europa zum Erliegen. "Vom Vulkanausbruch bekamen wir hier weniger mit als die Menschen in Deutschland", erinnert sich Veronica Osterhammer. Auch die Bayerin kam der Pferde wegen nach Island und lernte während ihres Au-pair-Aufenthaltes Ehemann Gunnar kennen und lieben. Noch nicht ganz so lange lebt Judith Bischof auf der Insel, aber sie spricht schon perfekt Isländisch. "Wenn man hier dazugehören will, muss man schon die Sprache lernen, sie ist der Schlüssel zu allem." Davon ist die Rheinland-Pfälzerin fest überzeugt. Rund zwei Millionen Touristen machen sich jedes Jahr zur jüngsten Vulkaninsel der Welt auf, um die einzigartige Natur zu entdecken. Und um Menschen kennenzulernen, deren Vorfahren Wikinger waren. Vor knapp 1000 Jahren bahnten sie sich mit ihren Pferden den Weg über das zerklüftete Eiland. Ohne die robusten Tiere wäre eine Besiedlung Islands nicht möglich gewesen. Auch heute noch besitzt laut Statistik jeder vierte Isländer ein Pferd, die mehr als 80 000 Tiere sind Nationalstolz. Der Film begleitet Luka und ihre Freundinnen durch die schönste und intensivste Zeit des Jahres: bei einer Pferdereise, beim Schafauftrieb zu den Hochweiden oder beim Besuch von Reykjavik. Die vier jungen Frauen ermöglichen Einblicke in das typische isländische Leben und beantworten vielleicht die Frage, warum die sangesfreudigen und hilfsbereiten Isländer zu den glücklichsten Menschen der Welt gehören.
03:55 - 04:25, 3SAT
Abenteuer Hurtigruten

Viele Passagiere meinen, es sei die schönste Schiffsreise der Welt. Tradition und Moderne, atemberaubende Winterlandschaften - die Hurtigruten. Eine Schiffsreise auf den Hurtigruten ist ein Erlebnis. Im Süden Norwegens beginnt das Abenteuer. Es geht entlang der zerklüfteten Fjordlandschaft hoch in den Norden zum Polarkreis. 1893 wurde die Strecke von einem Postschiff erstmals befahren. Endlich gab es damals eine Verbindung zwischen den Handelszentren im Süden und den unerreichbaren Fischerdörfern im Norden Norwegens. Aus der Transportroute von damals ist längst ein Touristenmagnet geworden. Besonders im Winter, wenn Schnee und Eis die Küsten in eine faszinierende Landschaft verwandeln und Reisende vom Polarlicht verzaubert werden. Von Menschen, die sich mit dieser Reise einen Lebenstraum erfüllen, von Besatzungsmitgliedern, die das einzigartige Erlebnis möglich machen, und von Norwegern, die die "MS Nordkapp" für Behördengänge oder Arztbesuche nutzen, erzählt der Film. Teil eins der Reise beginnt in Bergen, der zweitgrößten Stadt Norwegens. Umgeben von sieben Bergen, wird sie auch das "Tor zu den Fjorden" genannt und ist zentraler Ausgangspunkt für Norwegen-Reisen. Die Mischung aus Lokalkolorit und Geschichte kann man am besten im Hafenviertel Bryggen kennenlernen. Das UNESCO-Weltkulturerbe und ein Besuch auf dem Fischmarkt stimmen die Passagiere auf die kommenden Tage an Bord der "MS Nordkapp" richtig ein. Die Reise führt durch den atemberaubenden Nordfjord auf das offene Meer. Erster Halt ist Ålesund. Mit ihren Jugendstil-Türmen ist die Stadt schon aus der Ferne gut zu erkennen. Im Hafen werden Waren, Lebensmittel und Post aus- und wieder eingeladen, Arbeitsalltag für die Crew. Weiter geht es zur drittgrößten Stadt Norwegens, nach Trondheim. Es ist Zeit zum Verweilen. Der Wikinger und spätere König Olav Tryggvason gründete die altertümliche Stadt 997 nach Christus. Hier befindet sich die Kathedrale "Nidarosdom", die einzige Norwegens aus gotischer Zeit. Am vierten Tag wird der Polarkreis überquert und dieser Augenblick mit einer zünftigen Polarkreis-Zeremonie zelebriert. Dann tauchen schon bald die Lofoten auf, mit einer 1000 Meter hohen Eiswand am Horizont. Den Charme der Inselgruppe erleben die Passagiere, vorbei an den kleinen, malerischen Fischerdörfern auf dem Weg zum Städtchen Bodø. Bei einer Winterwanderung außerhalb des Stadtzentrums von Bodø hat man einen beeindruckenden Ausblick auf die 13 schneebedeckten Gipfel der Bergkette Borvasstindan.

04:25 - 04:55, 3SAT
Abenteuer Hurtigruten

Die Autoren sind mit der "MS Nordkapp" unterwegs auf den Hurtigruten - von Bergen im Süden Norwegens bis in den hohen Norden nach Kirkenes. Die Linie der alten Postschiffe wurde 1893 zum ersten Mal befahren. Sie war die einzige Verbindungsstrecke zwischen den Handelszentren im Süden und den abgelegenen Fischerdörfern im Norden Norwegens. Heute ist aus dem Transportmittel längst auch ein touristisches Unternehmen geworden, das jährlich viele Tausende Touristen anzieht. Sie wollen die Urgewalten der zerklüfteten Fjord-Landschaften erleben, meterhohe Eiswände bestaunen und sich von den bizarren Polarlichtern verzaubern lassen. Eine Reise im Winter kann zudem sehr abenteuerlich werden. Schnee, Kälte und Sturm sind vor allem für die Besatzung eine Herausforderung. Das Wohlfühlprogramm an Bord, Wandertouren und Schlittenfahrten an den verschiedenen Orten werden für die Passagiere zu einem einzigartigen, unvergesslichen Erlebnis. Mittlerweile ist die "MS Nordkapp" nördlich des Polarkreises und steuert die "Hauptstadt der Arktis", Tromsø, an. Während das Schiff im Hafen liegt, ist Zeit für einen Stadtbesuch. Sehenswürdigkeiten gibt es viele, hier steht beispielsweise die am nördlichsten gelegene Kathedrale der Welt. Nach kürzeren Stopps im hohen Norden erreicht das Schiff das Tor zum spektakulären Nordkap. Per Bus geht es dann an der schroffen Felsenküste entlang zum Plateau des Globus-Denkmals, dem Symbol für das Nordkap. Nur 2000 Kilometer entfernt befindet sich der geografische Nordpol. Mit dem Gefühl, am Ende der Welt zu sein, geht die Schiffsreise weiter ins Kernland der Samen. Im Fischerdorf Kjøllefjord gehen viele Passagiere von Bord, um eine aufregende Fahrt mit dem Schneemobil durch die entlegensten Landschaften in Lappland zu erleben. Schneebedeckte Täler und - mit etwas Glück - das hypnotisierende Nordlicht am klaren Sternenhimmel sind die Highlights. Der Ausflug endet in Mehamn in der Nähe des nördlichsten Punkts des europäischen Festlands an der stürmischen und wilden Küste der Finnmark. Endstation der Schiffsreise ist Kirkenes im äußersten Nordosten Norwegens. Viele Touristen gönnen sich hier eine Hundeschlittenfahrt mit heimischen Huskys, um noch einmal den Zauber des verschneiten Nordens zu erleben. Die "MS Nordkapp" wird hier umdrehen und nach geschäftigem Ein- und Ausladen von Gütern, wie Lebensmitteln oder Medikamenten, die Rückreise antreten.

04:55 - 05:40, 3SAT
Die Gipfelregionen der Alpen - Leben am Limit

Eisige Temperaturen, Schnee, heftige Winde, Trockenheit und eine kurze Vegetationsperiode – die Lebensbedingungen in den Hochgebirgsregionen sind hart. Ein Film über das Leben am Limit. Über Jahrtausende haben Tiere und Pflanzen ausgeklügelte Strategien entwickelt, um in dieser lebensfeindlichen Umgebung zu überleben. Manche Pflanzen lagern "Frostschutzmittel" ein, Tiere schützen sich durch ein warmes Winterfell oder halten Winterschlaf.

05:40 - 07:05, 3SAT
Das Wüstenparadies

Im Südwesten Nordamerikas liegt die Sonora-Wüste. Zwischen bizarren Felsformationen und riesigen Kakteen entfaltet sich dort mehr Leben als in so mancher fruchtbaren Gegend. Nirgendwo sonst hat das Nebeneinander von Wasser und Wüste eine so beeindruckende biologische Vielfalt hervorgebracht wie in der Sonora: Wale ziehen ihre Bahnen durch die Küstengewässer, Blaufußtölpel, Schaufelfußkröten und Leguane bevölkern die Inseln.
06:45 - 07:00, NDR
Avignon, Frankreich - Exil der Päpste

Das Volkslied über eine alte Steinbrücke hat den Namen Avignon weltbekannt gemacht. Doch ihre wahre Bedeutung erlangte die Stadt im 14. Jahrhundert, als sie Sitz der Päpste war. Aufgrund kriegerischer Unruhen in Italien flüchtete der Papst aus Rom. Die Kurie geriet unter den Machteinfluss des französischen Königs, und das Papsttum wurde nach Avignon gezwungen. "Wo der Papst ist, da ist Rom" und um dem päpstlichen Exil Glanz und Würde zu verleihen, wurde eine mächtige gotische Festung gebaut, die Kirche und Palast zugleich war. Sieben französische Päpste residierten in Avignon. 67 Jahre war die Stadt Sitz des Heiligen Stuhls und Zentrum der Christenheit. Avignon wurde zum magischen und kulturellen Mittelpunkt Europas. Mitte des 14. Jahrhunderts stieg die Einwohnerzahl innerhalb von 35 Jahren von etwa 6000 auf 30.000. In der Zeit wirtschaftlicher und kultureller Blüte, zeigte sich aber auch die Vergänglichkeit des Reichtums. Die Verschwendungssucht der Päpste, Korruption und Ämterschacher, beschleunigten den Autoritätsverlust des "Heiligen Stuhls" von Avignon. Die sogenannte "Babylonische Gefangenschaft" endete 1376 und Rom wurde wieder Sitz der Päpste. Avignon, einst Weltbühne für Politik und Kultur, war mehr als ein halbes Jahrtausend nur regional bedeutend. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde der Papstpalast zum nationalen Kulturerbe erklärt und damit wandelte sich die Stadt zur einzigartigen Theaterkulisse. Damals waren es fromme Pilger, Gesandte der adligen Höfe, Kaufleute, Gaukler und Bettler, die nach Avignon kamen. Heute sind es vor allem Kunstinteressierte und Theaterbegeisterte, welche die einstige Stadt der Päpste besuchen. Avignon steht für Kunst und Kultur. Avignon ist weltoffen und lädt ein, provencialische Lebensart kennenzulernen, denn noch immer gilt: "Sur le pont d' Avignon..."

07:05 - 08:00, arte
Abenteuer Türkei

Istanbul gilt als die aufregendste Stadt der Gegenwart. In der Millionenmetropole ist alles möglich. Dort leben Design-Hipster Tür an Tür mit Burka-Trägerinnen. Der frisch gefangene Fisch wird auf dem Straßengrill genauso köstlich gebraten wie im 5-Sterne-Restaurant, eine jahrtausendealte Geschichte besteht neben modernem Graffiti. Neben dem Goldenen Horn, der Hagia Sophia, der Blauen Moschee und dem Topkapi-Palast gibt es auch jenseits der bekannten Plätze vieles zu entdecken; zum Beispiel in einer Mokka-Tasse. Und wer glaubt, das Kaffeesatzlesen sei der älteren Generation vorbehalten, der irrt sich. Im Cafe Melek kann man von Mokka-Expertin Gülriz Egilmez alles über das Kaffeesatzlesen erfahren. Man trifft in Istanbul auch auf modernes Leben. Bei Flash TV lässt sich eine Dating-Show besuchen und im ZemZem Atelier nach besonderen modischen Accessoires stöbern. Die werden von der Deutschtürkin Zemra Acarli entworfen und von türkischen Hausfrauen genäht. Der schönste Gebetsraum für Frauen wurde von einer Frau gestaltet. Zeynep Fadillioglu ist eine der interessantesten Innenarchitektinnen Istanbuls. Angeblich haben die meisten Bewohner der Metropole noch nie den Bosporus gesehen, denn zu weit erstreckt sich die Stadt ins Hinterland. Und diese "Unwissenden" haben sicher auch noch nichts von TURBO gehört, dabei hat er Stadtgeschichte geschrieben – beziehungsweise gesprayt.

08:00 - 08:25, arte
Lotumi und der rote Tanz

Lotumi (13) verbringt die meiste Zeit zusammen mit seinem besten Freund Ales. Die Jungen gehören zum Volk der Massai, das in Ostafrika lebt. Beide haben einen Traum: Sie wollen Moran werden. Moran, das sind die legendären Krieger der Massai. Sie zelebrieren den roten Tanz mit hohen Sprüngen, züchten Kamele und tragen wunderschönen Schmuck. All das gehört zum Kriegerdasein. Aber die Moran müssen auch das Dorf beschützen. Auf Lotumi und Ales wartet die wohl spannendste Zeit ihres Lebens. Sie müssen im Busch eine Lehrzeit bestehen, schwierige Prüfungen bewältigen und Entbehrungen ertragen. Schaffen sie es, werden sie in den Kreis der Krieger aufgenommen und dürfen am roten Tanz teilnehmen.
11:30 - 12:15, arte
Die gefährlichsten Schulwege der Welt

Die Yungas-Täler zwischen Anden und Amazonasbecken: Die Kinder in dieser abgeschiedenen und armen Region legen weite und unvorstellbar gefährliche Wege zurück. Sie trotzen Naturgewalten, Hunger und Erschöpfung. Alles für ein Ziel: Bildung. Der siebenjährige Elmer träumt davon, Ingenieur zu werden und sich ein neues Haus zu bauen, weit weg von seinem jetzigen Zuhause. Denn von dort aus führt nur ein einziger, lebensgefährlicher Weg zur Schule: Ein altes, durchhängendes Drahtseil, gespannt über eine 200 Meter tiefe Schlucht. Elmers einzige Sicherung: Eine rostige Eisenrolle und ein Plastiksack. Auf der anderen Seite des Tals, hoch oben auf einem Berg, leben die Schwestern Mariela und Helen. Abgeschieden und in großer Armut. Jeden Tag treten sie einen Gewaltmarsch zur Schule an, angetrieben von der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Sie haben den weitesten Weg von allen Schulkindern. Fast drei Stunden kämpfen sie sich den Berg hinab. Durch dichten Dschungel, vorbei an giftigen Schlangen – alles ohne Wasser und Proviant. Diese kleinen Helden haben ihren Traum immer fest im Blick: Durch Bildung die Berge verlassen und in die Stadt ziehen. Raus aus der Armut und weit weg von ihrem lebensgefährlichen Schulweg.
13:00 - 13:45, WDR
Wunderschön! Urlaub in Nordholland

Kilometerweite Dünenlandschaften, Kanäle, Windmühlen und pittoreske Dörfer - es gibt viele Gründe, warum die Deutschen ihren Urlaub im Nordholland verbringen. Tamina Kallert geht auf Spurensuche nach dem "Holland-Gefühl" und fragt die Einheimischen: Warum gewähren unsere Nachbarn einen freien Blick in ihre Wohnzimmer und tragen keine Fahrradhelme? Sie lernt, wie man Gouda macht, und erlebt im "Reich der 1.000 Inseln" eine Gemüseversteigerung wie in alten Zeiten. Sie steigt auf den Leuchtturm in Egmond und sieht sich die Küstenregion von hoch oben an, klettert auf den Dünengletscher in Schoorl und erkundet das Meer und seine Bewohner mit Hilfe eines Schleppnetzes. Zusammen mit ihrer WDR-Kollegin Simone Sombecki radelt Tamina Kallert durch das UNESCO-Weltkulturerbe Beemster Polder, eine fruchtbare, streng geometrisch angelegte Landschaft, die im 17. Jahrhunderts noch ein See war und mit Hilfe von 43 Windmühlen trockengelegt wurde. Klettern auf dem "Dünengletscher" Im Naturschutzgebiet "Schoorlse Duinen", dem mit fünf Kilometern breitesten Dünengebiet an der niederländischen Küste, erfährt Tamina Kallert, dass hier die Holländer etwas Ungewöhnliches tun: Sie brechen die Dünen auf, um das Meer ins Land fließen zu lassen. Wo früher Bäume gepflanzt wurden, um den Sand zu binden, wird nun das Land renaturiert. Der 51 Meter hohe "Dünengletscher" in Schoorl ist aber zugleich ein Kletterspaß für die ganze Familie.

14:05 - 15:35, arte
Der amerikanische Traum

Die USA gelten als das Land der Träume und der unbegrenzten Möglichkeiten. 30 Millionen Europäer verließen im 19. Jahrhundert ihre Höfe und Häuser über den Atlantik, um zuerst an der Ostküste der Vereinigten Staaten ihr Glück zu finden. Die größte Gruppe waren die Deutschen. Die Einwanderer besiedelten ohne Rücksicht auf die Eingeborenen den nordamerikanischen Kontinent und machten ihn zu dem, was er heute ist. Die Spanier waren die Ersten, die sich in Florida ansiedelten. Ihr Erbe sind heute 50 Millionen Amerikaner, die als erste Sprache Spanisch sprechen, mehr als in Spanien selbst. Die zweite Einwanderungswelle kam aus England. Die Pioniere von der Insel gründeten Jamestown in Virginia und die Plimoth Plantation in Massachusetts – zwei völlig unterschiedlich ausgerichtete Kolonien, in denen der Kern eines Bürgerkrieges lag. Während in den Südstaaten mit Hilfe der Sklaverei viel Geld verdient wurde, entwickelten sich die Nordstaaten zu protestantisch geprägten, industriellen Zentren, die mittels Erwerbsarbeit reich wurden. Dort entstand auch der amerikanische Traum, es in kurzer Zeit vom Tellerwäscher zum Millionär zu bringen.
14:30 - 15:15, WDR
Auf hoher See

Die Hälfte unseres Planeten ist von einer blauen Wüste bedeckt der Hochsee. Die Tiere hier haben ein massives Problem: Nirgendwo können sie sich verstecken - und Nahrung ist in dieser Unendlichkeit nur schwer zu finden. Der offene Ozean ist die Sahara der Meere. Wie schaffen es Delfine, Schildkröten und all die anderen Bewohner, auf Hoher See zu überleben? Die Kamerateams folgen den Tieren in den offenen Ozean. Mit revolutionärer Technik rücken sie ihnen so nahe auf die Haut oder die Schuppen wie nie zuvor. Spinner-Delfine etwa bilden riesige Suchtrupps von 5.000 Tieren. Denn 10.000 Augen sehen mehr, 5.000 Sonare orten mehr. Fischschwärme in der riesigen Weite auszumachen, ist eine Kunst. Wenn aber Laternenfische zum Laichen auf den Tiefen aufsteigen, geraten sie in ein Schlaraffenland. Die Fischchen sind zwar kaum so groß wie ein Zeigefinger, aber das machen sie durch Masse wett. Sie sind die häufigsten Wirbeltiere der Welt und bringen es zusammen auf 600 Tonnen. Pottwale legen zwar nur einen Weg von etwa einem Kilometer zu ihrer Beute zurück - aber der führt in die Tiefe! Das Kalb muss auf die Mutter warten, denn so lange wie sie - über eine Stunde - kann es die Luft noch nicht anhalten. Ein Mikrofon fängt auf, wie sich die Klicks der Mutter verändern, wenn sie der Beute näher kommt - sie nutzt sie als Echolot. Produziert werden sie in ihrer gewaltigen Nase, der größten im Tierreich. Dem Team gelangen auch eindrucksvolle Bilder von den schlafenden Giganten - ein atemberaubender und zudem seltener Anblick. Denn kein anderes Säugetier kommt mit so wenig Schlaf aus - etwa einer Stunde am Tag. Doch dafür schlafen Pottwale tief und fest wie wir Menschen und wer weiß? Vielleicht träumen sie sogar. Viele Tiere nutzen Strömungen als ideales Transportmittel - vom Walhai bis zur Ohrenqualle. Ein Tier - oder besser gesagt ein Kollektiv aus vielen kleinen Tieren - setzt sogar noch ein Segel obendrauf. Die Portugiesische Galeere ist ein Zusammenschluss aus vielen Polypen, von denen einige eine gasgefüllte Blase, andere bis zu 30 Meter lange, nesselnde Fangarme und wieder andere Verdauungsenzyme bilden. Die Blase enthält eine Membran, die aufgestellt in den Wind für Vorschub sorgt. Auf sicherem Kurs durch die Wellen fängt die kleine Piratenmannschaft mit ihren gefährlichen Tentakeln bis zu hundert kleine Fische - täglich. Einfühlsam begleitet die Kamera auch ein alterndes Wanderalbatros-Paar, wie es sein wohl letztes Junges aufzieht. Jeden Tag fliegen die Eltern hunderte von Kilometern über den Südatlantik, um immer wieder aufs Neue Nahrung herbei zu schaffen. Geschwächt von den Strapazen wird das Paar wohl nie wieder auf ihre angestammte Brutinsel Südgeorgien zurückkehren. Vor einer Gefahr, der jedes Jahr viele Albatrosse zum Opfer fallen, können selbst die besten Eltern ihr Junges nicht schützen: Plastik. Heute gelangen jedes Jahr fast acht Millionen Tonnen Plastik ins Meer - mit dramatischen Folgen. Denn Plastik zerfällt in Sonne und Salzwasser in winzige Mikroteilchen, die oft Gifte enthalten. Kleine Organismen filtern sie aus dem Wasser - große Organismen wie die Wale, die am Ende der Nahrungskette stehen, reichern sie in gefährlichen Konzentrationen an. Wird die Plastikflut in die Ozeane nicht gestoppt, werden noch jahrhundertelang unzählige Tiere vergiftet. Die Tiere der Hochsee leben weiter entfernt von der Zivilisation als alle anderen. Aber nicht weit genug. Denn ihre Welt ist über Flüsse, Meere und Luft untrennbar mit unserer verbunden.

14:30 - 15:15, B3
Der Main

Der Main zieht sich in vielen Windungen über 542 Kilometer von Ost nach West durch Deutschland, vom Fichtelgebirge bis nach Mainz. Er ist der zweitlängste Fluss, der auf seiner ganzen Strecke in Deutschland fließt. In den 1960er- und 70er-Jahren glich der Main mehr einer Kloake als einem Fluss. In den letzten Jahrzehnten korrigierte man Fehler der Vergangenheit, so dass der Main nun auf der gesamten Strecke wieder viele unerwartete Naturräume zu bieten hat. Am Main zeigt sich die unglaubliche Anpassungsfähigkeit von Tieren und Pflanzen, selbst unwirtliche Lebensräume zu nutzen. So bietet der Main Raum für rare Spezialisten und seltene Arten wie Schwarzstorch, Wildkatze oder gar Luchse und Fischadler. Auf seinem langen Weg fließt er an vier großen deutschen Mittelgebirgen vorbei, Fichtelgebirge, Steigerwald, Spessart und Hassberge liegen an seinen Ufern. Auwaldreste, Feuchtgebiete und Trockenhänge säumen seinen Weg. Der Main ist ein Spiegelbild der deutschen Natur, gezügelt und doch unbändig.

18:25 - 18:55, arte
Zu Tisch

Die Ostschweiz liegt eingebettet zwischen dem Bodensee und den Voralpen. Begünstigt durch das milde Klima im Hinterland des Sees ist die Region ein ideales Obstanbaugebiet mit vielen Streuobstwiesen und alten Baumbeständen. Birnen werden dort bereits seit Jahrhunderten zu Saft, Most oder Dörrobst verarbeitet. In Lömmenschwil betreibt Thomas Oeler eine der letzten Holzofen-Dörrereien der Schweiz. Dörren ist eine alte Methode, mit der man Obst haltbar macht, indem den Früchten Wasser entzogen wird. Die Birnen werden über mehrere Tage gedörrt und dabei immer wieder auf ihre Konsistenz geprüft. Im Ganzen gedörrte Birnen sind eine Delikatesse. In der Ostschweiz werden sie gern als Füllung für den sogenannten Schlorzifladen verwendet, einen Kuchen mit Rahmguss. Gedörrte Birnen begleiten aber auch herzhafte Gerichte. Jacqueline Oeler probiert mit einer Freundin eine neue Kreation aus: Frittierte Kartoffelkroketten mit Dörrbirnen, dazu gibt es Brennnesselpesto. Im Herbst, wenn die Dörrsaison beginnt, brennt der Holzofen Tag und Nacht. Zu dieser Zeit muss auch das eigene Obst geerntet werden. Dazu lädt Familie Oeler Freunde und Verwandte zum Helfen ein. Als Dankeschön gibt es nach getaner Arbeit ein Käsefondue nach Ostschweizer Art.
19:15 - 19:30, ARD alpha
Lunenburg (Kanada) - Ein Leben nach dem Kabeljau

Lunenburg ist eine kleine Stadt an der Atlantikküste Kanadas - und ein Stück kanadischer Geschichte. Gegründet von britischen Kolonialherren, besiedelt von braven deutschen Auswanderern, die es als Fischer und Schiffsbauer zu einigem Wohlstand brachten. Das alles sieht man dem historischen Städtchen heute noch an - aber auch, wie die Geschichte weiterging: Das so überaus erfolgreiche Fischen ließ das Ökosystem vor der Küste Lunenburgs zusammenbrechen. Der Kabeljau, die Lebensgrundlage der Stadt, war plötzlich nicht mehr da. Man stand vor dem Nichts. Das war 1990. Lunenburg hat den Schock überlebt. Zwar sind viele der Fischer fortgezogen. Doch für ihre historischen Häuser fanden sich rasch neue Liebhaber. Und es fand sich neue Arbeit in der Stadt. Lunenburg lebt - auch ohne den Kabeljau.
19:30 - 20:15, arte
Ayurveda in Sri Lanka

Sri Lanka ist als Tropenparadies im Indischen Ozean beliebt bei Strandurlaubern und Kulturreisenden. Immer mehr Gäste nutzen die Auszeit im exotischen Ambiente für einen Kur-Urlaub mit Ayurveda. Die ganzheitliche Medizin, seit 5.000 Jahren in Indien und Sri Lanka praktiziert, hilft mit natürlichen Mitteln und Methoden Krankheiten zu heilen und wird auch bei Europäern immer beliebter. Ayurveda bedeutet: das Wissen vom Leben, vom langen gesunden Leben.Der Film begleitet zwei deutsche Frauen bei dieser besonderen Urlaubserfahrung. Die Schauspielerin und Kabarettistin Maren Kroymann fährt zum wiederholten Mal nach Sri Lanka. Die Berliner Gastronomin Barbara reist zum ersten Mal nach Asien und setzt sich auch zum ersten Mal in ihrem Leben mit ihrer Gesundheit und sich selbst auseinander. Eine Reise in eine unbekannte, spirituell geprägte Welt, eng verbunden mit dem Buddhismus.In Europa gingen viele Schätze spirituellen Wissens im Lauf der letzten Jahrhunderte verloren, in Sri Lanka hingegen kann man sie noch überall finden.

20:15 - 21:55, arte
Trommeln am Mohawk

In dem Jahr, in dem Gilbert Martin und Lana Borst im Staat New York heiraten, erklären die englischen Kolonien in Nordamerika ihre Unabhängigkeit gegenüber dem Mutterland. Gil und Lana suchen ihr Glück als Siedler im Westen, ihre neue Heimat wird das Mohawk-Tal. Dem Krieg können sie dort nur kurz entfliehen. Bald muss auch Gil an die Waffen. Nach ersten Gefechten und ersten Verlusten kehrt eine kurze Zeit Ruhe ein. Doch es dauert nicht lange bis zum nächsten Indianerangriff, auf den genauso schnell eine Phase der Ruhe folgt. Gil und Lana schlagen sich durch, bekommen sogar Nachwuchs. Doch der Frieden ist wiederum nur trügerisch. Noch einmal greifen die Engländer mit Unterstützung von Indianern an. Diese letzte massive Belagerung verlangt den Kolonisten größte Anstrengungen und Opfer ab.

Mitreißend, hochdramatisch und in farbenfrohem Technicolor zelebriert Western-Ikone John Ford mit den großen Hollywood-Stars Henry Fonda und Claudette Colbert in den Hauptrollen den bewegenden Kampf eines nach Frieden und privatem Glück strebenden Ehepaares in den blutigen Wirren eines gnadenloses Krieges. Für die Kameraarbeit von Bert Glennon und Ray Rennahan sowie die Leistung der Darstellerin Edna May Oliver gab es 1940 zwei Oscar-Nominierungen.

20:15 - 21:00, Phoenix
Golfstrom

Der Golfstrom ist die mächtigste Strömung der Welt. Als Teil eines globalen Kreislaufs von Meeresströmungen transportiert er fast hundertmal so viel Wasser wie alle Flüsse der Welt zusammen. Die Reise beginnt an der Küste Kubas, im Golf von Mexiko, wo der Golfstrom entsteht, und folgt ihm die amerikanische Ostküste entlang bis zur kanadischen Insel Neufundland. Der Reisende begegnet Fischern und Forschern, die mit dem Golfstrom leben und bemerken, dass sich die Strömung verändert. Der Golfstrom wird wärmer und fließt zunehmend weiter nach Norden. Das hat Folgen für das Klima in Europa. Die Reise mit dem Golfstrom beginnt an der Küste Kubas, im Golf von Mexiko, wo der Golfstrom entsteht. Der erste Teil der Dokumentation folgt dem Golfstrom auf seinem Weg entlang der amerikanischen Ostküste bis zur kanadischen Insel Neufundland, wo der warme Golfstrom auf den kalten Labradorstrom trifft. Mit einem U-Boot sind die Autoren der Dokumentation in die Geschichte der Golfstromerforschung eingetaucht. Gemeinsam mit Ingenieuren betrachten sie eine Technik, wie Strom aus der Strömung gewonnen wird. Mit Wracktauchern geht es auf den Schiffsfriedhof des Atlantiks hinab unter Wasser und mit der internationalen Eispatrouille in die Luft auf der Suche nach Eisbergen vor der Küste Kanadas. Die Dokumentation zeigt Fischer und Forscher, die mit dem Golfstrom leben und bemerken, dass sich die Strömung verändert. Der Golfstrom wird wärmer und verlagert sich zunehmend weiter nach Norden. Das hat durchaus Folgen für das Klima in Europa.
20:15 - 21:45, NDR
Europas Seen, die Sie kennen sollten

Welcher See ist der tiefste in Europa? Dieser Frage gehen wir in der Sendung auf den Grund, im wahrsten Sinne des Wortes. Wir bereisen Gewässer auf dem gesamten Kontinent, von extrem flach bis schier bodenlos. Da gibt es Seen, die im Durchschnitt nicht tiefer als ein Meter sind und sich im Sommer locker auf 30°C erhitzen. Oder Seen, die sich entweder durch Menschenhand oder durch Einwirkungen der letzten Eiszeit vom Meer abgespalten haben und sich vom Salzwassergewässer zu einem Süßwassersee mit einer ganz eigenen Tier- und Pflanzenwelt entwickelt haben. Da gibt es riesige Seen in Russland, die aufgrund ihrer puren Größe und Wildheit eher wie ein Meer wirken. Die Sendung begleitet Fischer bei ihrer Arbeit, geht mit Unterwasserarchäologen auf Tauchtour, entdeckt in den Seen liegenden Inseln mit spektakulären Bauten und besucht spannende und malerische Orte am Ufer. Selbst Ungeheuern, die angeblich in den Tiefen hausen, wird nachgespürt. Und dann sind da noch die Menschen, die an den Seen leben, mit ihren Träumen, Sorgen und Geheimnissen. Tauchen Sie mit uns ab zu den aufregendsten Gewässern unseres Kontinents. Treffen Sie gute alten Bekannte unter den Seen und lernen Sie neue kennen. Denn garantiert ist auch die eine oder andere Überraschung dabei.

20:15 - 21:45, WDR
Wunderschön! Amsterdam - alte Stadt ganz jung

Die Hauptstadt der Niederlande ist ein Magnet für Touristen aus der ganzen Welt. Vor allem junge Menschen zieht es nach Amsterdam. Andrea Grießmann macht sich auf in die Stadt der 165 Grachten und der 8.863 historischen Gebäude, in die Stadt Rembrandts, der Coffeeshops und des Nachtlebens. Sie schwingt sich aufs Fahrrad und auf diverse Boote und fragt die Amsterdamer: Wie schafft es diese altehrwürdige Stadt eigentlich, so beschwingt, frei und aufgeschlossen zu sein?

21:00 - 21:45, Phoenix
Golfstrom

Der Golfstrom ist die mächtigste Strömung der Welt. Als Teil eines globalen Kreislaufs von Meeresströmungen transportiert er fast hundertmal so viel Wasser wie alle Flüsse der Welt zusammen. Von den Azoren führt die Reise entlang des Golfstroms über die Bretagne in Frankreich in den Nordwesten Irlands. Vom schottischen Orkney-Archipel bewegt sich der Golfstrom bis zu den Lofoten in Norwegen. Mitten auf dem Nordatlantik, wo der Golfstrom in riesigen Wasserfällen in die Tiefe sinkt, untersuchen Wissenschaftler den Einfluss des Klimawandels auf die Strömung. Der Film begleitet ein Forschungsschiff bis vor die Küste Grönlands. Die Filme macher sind dabei, wenn Tiefseefische, die mit dem Golfstrom reisen, mit Sendern ausgestattet werden, und sie zeigen, wie Ingenieure eine neue Generation von Hightech-Bojen entwickeln, die Meeresströmungen bis in eine Tiefe von 4.000 Metern erforschen sollen. Sie besuchen experimentierfreudige Gärtner in Irland sowie hartgesottene Dorschfischer in Norwegen und treffen Archäologen im Norden Schottlands, die nachweisen, dass der Golfstrom die Siedlungsgeschichte Europas schon in der Jungsteinzeit beeinflusst hat. Und mitten auf dem Nordatlantik, wo der Golfstrom in riesigen Wasserfällen in die Tiefe sinkt, untersuchen Wissenschaftler den Einfluss des Klimawandels auf die Strömung, die sich durch das Abschmelzen des Grönlandeises abschwächt.
21:45 - 22:30, Phoenix
Atomkraft, oui merci!

Kein anderes Land hat sich stärker der Atomenergie verschrieben als Frankreich: 58 Reaktoren, mehr als 200.000 Arbeitsplätze und drei Viertel des Stroms stammen aus Atomkraftwerken. Damit ist die Atomindustrie die drittwichtigste Industrie des Landes. Weltweit liegt Frankreich auf Platz zwei der größten Atomstromproduzenten. Nur die USA liegen noch davor. Die Franzosen lieben ihre Atomenergie, sie ist Teil der nationalen Identität. Zweifler und Atomgegner haben es schwer. Als Nachbar Deutschland den Atomausstieg verkündete, begann in Frankreich der sogenannte Atomfrühling. Unter dem Motto "Atomkraft für alle" steckte der damalige Präsident Nicolas Sarkozy zusätzlich eine Milliarde Euro in die Atomforschung. Später versprachen der neue Präsident Emmanuel Macron und sein damaliger, ökologisch gesinnter Umweltminister Nicolas Hulot eine Atomwende - doch wie es scheint, wird dies ein Wahlversprechen, das Macron nicht erfüllen will. Die Atomwende sei "zu brutal und unrealistisch", wird der einstige Umweltaktivist Hulot später einmal sagen. Aber warum tickt unser französischer Nachbar so anders? Während einer Reise durch das atomare Frankreich begeben wir uns auf die Suche nach Antworten.
22:10 - 23:50, 3SAT
Nichts zu verzollen

Der belgische Zollbeamte Ruben hasst die Franzosen. Auch nachdem die Grenzkontrollen abgeschafft wurden, schikaniert er die Reisenden. Zur Strafe muss er mit einem Franzosen Dienst schieben. Nach dem preisgekrönten Welterfolg "Willkommen bei den Sch'tis" nimmt Regisseur, Autor und Hauptdarsteller Dany Boon die historische Rivalität zwischen Belgiern und Franzosen aufs Korn und führt die absurden Auswüchse von Rassismus und Länderklischees vor Augen. Der Belgier Ruben Vandevoorde liebt sein Heimatland über alles. Von Kindesbeinen an wurde ihm von seinem Vater nicht nur strammer Patriotismus eingetrichtert, sondern auch ein fanatischer Hass auf alle Franzosen. Die beiden würden lieber verdursten, als französisches Mineralwasser zu trinken. Als Zollbeamter an einer belgisch-französischen Grenzstation in der Provinz konnte Ruben seinen Rassismus bisher ungehemmt ausleben: Wann immer ein Franzose nach Belgien einreisen wollte, wurde er auf schikanöse Weise kontrolliert. Die Europäische Union ist für den pedantischen Bürokraten der Beginn des Unheils. Als am 1. Januar 1993 die Grenzen fallen und plötzlich jeder Gallier ungehindert in sein Land reisen kann, sieht Ruben sich als Fels in der Brandung des Binnenmarkts. Ungeachtet aller Politik will er weitermachen wie bisher: Jeder Franzose ist ein potenzieller Schmuggler. Diese aberwitzige Unnachgiebigkeit sorgt natürlich bald für Ärger. Um den boshaften Zöllner zur Räson zu bringen, wird er von seinem Chef zur schlimmsten aller Strafen verdonnert: Er muss mit dem französischen Kollegen Mathias Dienst schieben. Als mobile Patrouille soll das ungleiche Duo im ländlichen Grenzgebiet nach Schmugglern Ausschau halten. Obwohl der schüchterne Franzose sich um ein friedvolles Miteinander bemüht, greift Ruben ihn pausenlos mit chauvinistischen Sticheleien an. Die Tatsache, dass Mathias heimlich in Rubens Schwester Louise verliebt ist, macht die Sache nicht einfacher. Erst als die beiden Zöllner einer Bande von vertrottelten Drogenschmugglern auf die Spur kommen und wirklich zusammenhalten müssen, entwickelt sich zwischen ihnen fast so etwas wie eine Freundschaft. Doch Rubens neu erlernte Toleranz nimmt ein jähes Ende, als er von der Beziehung zwischen Mathias und Louise erfährt.

22:30 - 23:15, Phoenix
Fluch des Pazifik

Die Menschen auf den Inseln des Pazifiks lebten lange am, mit und vom Wasser. Jetzt kämpfen sie gegen das Wasser. Uwe Schwering und das Team des ARD-Studios Tokio reisen an Orte, die andere bald verlassen könnten - schon macht der Begriff ‚Klimaflüchtling' die Runde. Doch die immer häufiger überfluteten Marshall-Inseln zu verlassen, das ist für Staatschefin Hilda Heine keine Option. Zu viele Einwohner leben nach den Atomtests der Amerikaner nach dem Zweiten Weltkrieg seit Jahrzehnten als Migranten im eigenen Land. Sie wissen, wie es sich anfühlt, heimatlos zu sein. Der klette rnde Meeresspiegel infolge der Erderwärmung bedroht die Menschen hier doppelt: Strände erodieren, die Häuser sind in Gefahr - und der Beton-Sarkophag, der die strahlende Hinterlassenschaft der Amerikaner in Schach halten soll, ist undicht. Im Keller entweicht Plutonium. Das steigende Meer ist nicht mehr weit weg. Das Paradoxe an dieser Situation: Der Klimawandel führt auf den Marshalls auch zu längeren Dürren, dann heißt es: mitten im Ozean und nichts zu trinken. Schon mehrfach wurde wegen Trinkwasserknappheit der Notstand ausgerufen. Trotzdem lässt sich Hilda Heine nicht unterkriegen. "Man kann ja leicht die Hoffnung verlieren - aber das können wir uns nicht leisten. Der Klimawandel raubt mir auch nicht den Schlaf. Ich denke positiv und sage: Wenn wir es schaffen können, dann lasst es uns tun." Ihre Strategie: unermüdlich die Gefahren entschärfen, das Leben anpassen. Mit Wassertanks und Flutwällen, Sandvorspülungen und Landgewinnung. Und einer ordentlichen Portion Optimismus. Fidschi, drei Flugstunden entfernt. Hier kämpft ein Mittzwanziger um sein Dorf und das mit ihm um den gemeinsamen Lebensraum. Samuela Kuridrani aus Namatakula liebt die Insel, auf der er lebt: "Es ist traurig. Doch wir wollen nicht umsiedeln. Wir wehren uns. Damit die Jugend mal in der Lage ist, sich dem Klimawandel entgegen zu stellen." Fast hätten sie kapituliert vor der Natur - bis Samuela eine Selbsthilfegruppe gründete, übersetzt: den ‚Baum des Lebens'. Eine Dorfbrigade pflanzt jetzt Palmen und Mangroven, legt die Häuser höher, versucht, die Nahrungsgrundlagen zu sichern und zu verbessern. Alles im Dienste der Widerstandsfähigkeit. Denn was ‚Untergang' bedeutet, sieht man schon heute auf Vanua Levu. Fidschis zweitgrößte Insel ist vulkanisch und sehr fruchtbar. Doch die Zeiten, in denen hier traumhafte Zustände herrschten, sind vorbei. Küstenbewohner verlieren ihre Heimat. Die Siedlung Vunidogoloa musste umziehen. Der Ozean ließ ihr keine Wahl. Der Pegel steigt stetig. Jetzt sitzt das Dorf auf einem Hügel, zwei Kilometer Luftlinie vom Wasser. 32 neue Häuser für 132 Bewohner. Dorfchef Sailosi Ramatu ärgert zwar, dass seine Gemeinde - unverschuldet - ein Drittel der Kosten tragen musste, erkennt aber doch die Vorzüge: "Wir lieben es hier. Denn jetzt sind wir außer Gefahr. Besonders unsere junge Generation, die Kinder. Am alten Ort sehen wir keine Nutzpflanzen mehr oder Gemüse. Da ist alles vom Salzwasser überschwemmt." Weitere 2000 Kilometer östlich, an der Datumsgrenze, liegt Kiribati. Der Inselstaat ist eines der ärmsten Länder der Welt. Und der Klimawandel macht es noch ärmer. "Das wird schon sehr traurig, wenn ich meine Familie nicht mehr sehe", sagt Rubeaua Tabela. "Aber diese Schule ist die Gelegenheit, meine Eltern zu retten. Nur so kann ich mir und anderen helfen." Rubeaua besucht die Matrosenschule ‚MTC' (Marine Training Center) auf der Hauptinsel Tarawa. In sechs Monaten wird er sein Zuhause verlassen, um auf einem japanischen Thunfischtrawler zu arbeiten.

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