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Samstag, 20.04.2019
08:25 - 09:20, arte
Louisana - Land unter bei den Shrimpfischern

Es sind hartgesottene Männer, die Shrimps-Fischer aus der Marschlandschaft am Südrand des Mississippi-Deltas in Louisiana: kauzige Charaktere, die mit der Wasserwelt der verwunschenen, moosbewachsenen Bayous in fast symbiotischer Gemeinschaft leben. Doch es ist eine versinkende Welt: Noch erstreckt sich das Marschland weit bis zum Golf von Mexiko – ein Wasserlabyrinth, das Tag für Tag schwindet. Denn jede Stunde schlucken die Fluten eine Fläche so groß wie ein Fußballfeld. Das Abpumpen von Öl und Gas, der Klimawandel und fehlgeleitete Flussumleitungen lassen das Land stetig absinken. Als Nachfahren von Choctaw-Indianern sowie kanadischen Cajuns sprechen die Shrimper der Bayous noch ein altertümliches Französisch und spielen mit Fiedel und Akkordeon getragene Melodien, zu denen sie mit polkaähnlichen Tänzen feiern. Bis in die 1990er Jahre belieferten sie die ganzen USA mit Shrimps und verdienten damit gutes Geld. Doch heute steht der Aufwand ihres harten Jobs in keinem Verhältnis mehr zum Ertrag. Massive Importe an Billigshrimps aus Fernost und Südamerika haben den Markt überschwemmt und zu einem ruinösen Preisverfall geführt. Seitdem haben die meisten Shrimper aufgegeben und arbeiten jetzt in der Ölindustrie. Doch eine Minderheit von ihnen will und kann sich kein anderes Leben als auf dem Wasser vorstellen und steht jede Saison aufs Neue vor der Herausforderung des Überlebens. „360° Geo Reportage“ hat sie besucht: Den 74-jährigen Jake Billiot, der dort lebt, wo das Land im Meer versinkt und sich nur in den Bayous wirklich frei fühlen kann. Und die alteingesessene Shrimper-Familie Chauvin, die die Zukunft des Geschäfts auf der Hochsee sieht.
09:20 - 10.15, arte
Der Lachszähler von Kanada

Im Great Bear Rainforest, dem Regenwald des Großen Bären, gibt es weder Straßen noch Wege. Dafür unzählige Flüsse, die sich durch den dichten Dschungel dem Meer entgegen winden. Neben den namensgebenden Bären leben hier auch Wölfe, Weißkopfseeadler, Robben und Seevögel. Ein großes Ökosystem aus Ozean und Wald, zutiefst und untrennbar verbunden durch die Lachsschwärme, die seit Jahrhunderten ihren Weg vom Meer zu ihren Laichplätzen aufnehmen. Stan Hutchins überwacht seit fast 40 Jahren diese Wanderungen im Auftrag der Regierung.Ein Beruf, der weit einfacher aussieht, als er ist. Viele Flüsse sind so verzweigt und hindernisreich, dass Stan einen vollen Tag braucht, um sie zu bewältigen. Neben einem ausgezeichneten Orientierungsvermögen und physischer Belastbarkeit muss ein Lachszähler Einsamkeit aushalten können. Die Begleitung seines jungen Hundes Foch erleichtert Stan die Arbeit in der Wildnis. Obwohl die von Stan gesammelten Daten wichtig für die Fischwirtschaft und den Lachsbestand sind, möchte die Fischereibehörde seinen Arbeitsplatz gerne einsparen. Sie hofft, auch mit ein paar Stichproben genügend Daten zusammen zu bekommen, um daraus Schlüsse über die aktuelle Population gewinnen zu können.Die Zukunftsaussichten für den Beruf des "Creekwalkers" sind entsprechend schlecht. Die Bezahlung ist so unsicher, die Verträge so vage, dass kaum junge Leute in diesen Beruf einsteigen können. Aber für Stan sind die Lachse dieser Küste von unersetzbar großem Wert. Der Flussläufer erlebt selbst, wie durch die Klimaveränderung und das schlechte Management der Fischerei ganze Lachspopulationen unbemerkt verschwinden. Auf der Suche nach potenziellen Nachfolgern geht er jetzt eigene Wege, denn Stan weiß nie, ob die aktuelle Saison in den Flüssen seine letzte sein wird.
10:15 - 10:45, arte
Zu Tisch

Gewaltige Fjorde kennzeichnen die Landschaft jenseits des Polarkreises. Über viele Jahre drohte der Finnmark der wirtschaftliche Exodus. Seitdem die Königskrabbe hier heimisch wurde, herrscht eine regelrechte Goldgräberstimmung. Ihr Fleisch ist begehrt und kann zu einfachen aber köstlichen Gerichten zubereitet werden. Was woanders auf der Welt ein Luxus ist, in der Finnmark ist es Alltag – eine Delikatesse sind die Königskrabben allemal. Bente Aust lebt in Langfjordnes, einer winzigen Siedlung in der Finnmark. Nachdem sie 30 Jahre lang von zu Hause weg war und sich die Welt angeschaut hat, ist sie vor zehn Jahren wieder in ihre Heimat zurückgekehrt, hat das Haus der Eltern renoviert und ist dort eingezogen. Königskrabben sind ihre Spezialität. Ähnlich wie beim Hummer – und anderen Krustentieren wie Krebsen oder Garnelen – färbt sich die bräunliche Schale rot, wenn man sie erhitzt. Erst dann lässt sich auch das Fleisch leicht lösen. Bente probiert verschiedene Rezepte aus, einmal mariniert, gratiniert oder einfach nur in Wasser gekocht. Bente und Jo-Eirik treffen sich mit Freunden und ihren Familien, um die langen Tage im Sommer zu genießen, bevor die eisigen Polarnächte wieder kommen. Neben Königskrabben gibt es dann Rentierfilets, geräucherte Forellen und zum Nachtisch Baiser mit frischen Früchten der Saison – Blau-, Preisel- oder Moltebeeren.

10:30 - 12:00, NDR
Land zwischen Oder und Newa

Alte deutsche Ostseebäder und Hansestädte voller historischer Schätze, einst Heimat von Slawen, Wikingern und Kaschuben. Riesige Wanderdünen, endlose Strände und die sturmgepeitschte Nehrungshalbinsel Hela. Hier leben Menschen wie in einer anderen Zeit, mit wiederbelebten Traditionen und Bräuchen. Die heute polnische Ostseeküste hat sich nach dem Fall des Eisernen Vorhangs der Welt geöffnet. Der Film ist eine erlebnisreiche Entdeckungsreise über Wasser und Land. Die Reise beginnt in Stettin, einst Hauptstadt der preußischen Provinz Pommern, und führt dann zur Insel Wollin am Oderhaff. Vor 1.000 Jahren ein wichtiger Handelsplatz für Slawen, Wikinger und andere Ostseevölker. Über Swinemünde geht es aufs Meer hinaus zur Ferienhauptstadt Polens: der Salzstadt Kolberg. Vor dem Krieg war sie eines der größten deutschen Ostseebäder. Heute ist das Moor der Schatz der Stadt. Weiter östlich liegt das Seebad Ustka, das alte Stolpmünde. Ein Strandwurzelschnitzer freut sich hier über Herbststürme. Die bringen ihm Geschichten, "flüsterndes" Wurzelholz. Traditionelle Strandfischer fahren in bunten Holzbooten aufs Meer hinaus. Die gigantischen Leba Wanderdünen überrollten einst Dörfer mit Kirchen und Wälder und wandern noch immer. Hinter ihnen sind große Küstenseen im Schutz der Nehrungen vor den Ostseewellen entstanden. Im Slowinzen-Dorf Kluki spielt man zur "Schwarzen Hochzeit" auf. Die Sprache des alten Volksstammes und Kaschubische Musik erleben hier eine Renaissance mit absonderlichen Instrumenten wie dem Brummtopf aus Holz und Pferdehaar. "Kuhschwanz" nennen die Einheimischen die Halbinsel Hela, weil sie wie ein Schweif am Festland hängt. Ein pensionierter Schiffbauer hat sich hier den Pomerankas verschrieben, das sind die traditionellen kaschubischen Fischerboote. Wissenschaftler forschen auf der Halbinsel, wie sich Ostseerobben besser schützen lassen. Von Hela aus ist es nach Danzig nur ein kleiner Sprung über die Bucht. Die alte Hansestadt, im Krieg schwer zerstört, wurde fast originalgetreu wieder aufgebaut. Sie nennt sich auch "Welthauptstadt des Bernsteins" und ist berühmt für die kunstvollen Beischläge in der Frauengasse. Und dafür, dass hier 1980 auf ihrer alten Lenin-Werft die polnische Gewerkschaft Solidarnosc gegründet wurde; der Sozialismus fing damals an zu bröckeln. Kurios: Im ältesten Kirchturm der Stadt erbaute der Museumsdirektor die genaueste Uhr der Welt und griff dabei nach den Sternen. So fällt auf einem der alten Leuchttürme an der polnischen Küste der historische Zeitball präziser als die Atomuhr tickt. Das Entwässerungssystem im Weichsel-Nogat-Delta ist Jahrhunderte alt, Holländer haben es gebaut. Heute ist es ein abwechslungsreiches Revier für Hausboote. An den Ufern stehen Vorlaubenhäuser, reich verziert mit Schnitzwerk. Und es gibt den Oberländischen Kanal, der Schiffe trockenen Fußes über Rollberge bringt. Und die Marienburg, sie ist der größte Backsteinbau Europas. Um 1300 hat der Deutsche Orden sie als Zeichen seiner Macht im baltischen Raum geschaffen.

10:45 - 11:30, arte
Brasiliens Küsten

In Curiaú, im Amazonasgebiet im Norden Brasiliens, halten die Einwohner des Quilombo – so bezeichnete man zur Zeit der portugiesischen Kolonialherrschaft die Niederlassung geflohener afrikanischer Sklaven – das Andenken an ihre Vorfahren in ihrer Musik lebendig. Auf der Insel Marajó widmet sich Ana auf ihrer Fazenda der Zucht von Wasserbüffeln. In der nordbrasilianischen Großstadt Belém findet die Prozession "Círio de Nossa Senhora de Nazaré" statt. Mit etwa zwei Millionen Teilnehmern ist es eine der größten katholischen Feierlichkeiten zu Ehren der Jungfrau Maria und bedeutet den Einwohnern der Region mehr als das Weihnachtsfest. In den Palmenhainen des Bundesstaats Maranhão kämpfen die Frauen, die von der Verarbeitung der Babassu-Nuss leben, für ihre Rechte und ihre Existenzgrundlage. Und in der Bucht von São Marcos schließlich rettet Luis alte Segelboote vor dem Verfall.
11:10 - 12:10, RBB
Land zwischen Oderhaff und Newamündung

Die heute polnische Ostseeküste hat sich nach dem Fall des Eisernen Vorhangs der Welt geöffnet. Traumhafte endlose Strände, riesige Wanderdünen und die sturmgepeitschte Nehrungsinsel Hela, alte deutsche Ostseebäder und Hansestädte voller historischer Schätze, einst Heimat von Slawen, Wikingern und Kaschuben. Hier leben Menschen wie in einer anderen Zeit mit wiederbelebten Traditionen und Bräuchen. Der Film ist eine erlebnisreiche Entdeckungsreise über Wasser und Land, hin zu Menschen, die mit kleinen, großen und manchmal kuriosen Ideen überraschen. Die Reise beginnt bei der Insel Wollin am Oderhaff. Vor 1.000 Jahren war sie ein wichtiger Handelsplatz für Slawen, Wikinger und andere Ostseevölker. Über Swinemünde geht es aufs Meer hinaus zur Ferienhauptstadt Polens: Kolberg. Vor dem Zweiten Weltkrieg war Kolberg eines der größten deutschen Ostseebäder und wurde davor reich durch die Salzvorkommen. Heute sind Sole- und Heilquellen die Schätze der Stadt. Weiter östlich liegt das Seebad Ustka, das einstige Stolpmünde. Ein Schnitzer freut sich hier über Herbststürme, denn sie bringen das Wurzelholz für seine Arbeiten. Traditionelle Strandfischer fahren in bunten Holzbooten aufs Meer hinaus. Die gigantischen Leba-Wanderdünen haben in der Vergangenheit schon Kirchen und Wälder überrollt und sind noch immer in Bewegung. Hinter ihnen sind große Küstenseen im Schutz der Nehrungen vor den Ostseewellen entstanden. Im Slowinzen-Dorf Kluki (Klucken) spielt man zur sogenannten Schwarzen Hochzeit auf. Die Sprache des alten Volksstammes und die kaschubische Musik erleben hier eine Renaissance mit absonderlichen Instrumenten wie dem Brummtopf aus Holz und Pferdehaar. Die Einheimischen nennen die Halbinsel Hela auch "Kuhschwanz", weil sie wie ein Schweif am Festland hängt. Ein pensionierter Schiffbauer hat sich hier den Pomerankas verschrieben, das sind die traditionellen kaschubischen Fischerboote. Wissenschaftler forschen auf der Halbinsel, wie sich Ostseerobben besser schützen lassen. Von Hela aus ist es nicht weit nach Danzig. Die alte Hansestadt, die im Krieg schwer zerstört wurde, ist fast originalgetreu wieder aufgebaut worden. Genannt wird sie auch "Welthauptstadt des Bernsteins" und ist berühmt für die kunstvollen Beschläge in der Frauengasse. Ein Museumsdirektor im ältesten Kirchturm der Stadt erbaute die genaueste Uhr der Welt und griff dabei nach den Sternen. So fällt auf einem der alten Leuchttürme an der polnischen Küste der historische Zeitball präziser als eine Atomuhr tickt.

11:30 - 12:15, arte
Brasiliens Küsten

In Fortaleza, der Hauptstadt des Bundesstaates Ceará, trifft das Filmteam auf Raimundo und andere Fischer, die vehement für den Erhalt ihrer Traditionen kämpfen. In der Nähe von Natal, einem der Austragungsorte der Fußball-WM 2014, tragen Dromedare Touristen durch die riesigen Dünen von Genipabu. Aber auch Buggy-Fahrten durch die Sandmassen werden hier angeboten. An der Mündung des Rio Mamanguape wacht Thalma über die letzten Rundschwanzseekühe, erstaunliche pflanzenfressende Meeressäuger. In Olinda, der Perle des Bundesstaats Pernambuco, erschafft Silvio die Riesenfiguren für den Karneval. Und an der Küste des Bundesstaats Alagoas wird der Zuschauer in die landestypische Zuckerrohrkultur eingeführt.
11:40 - 12:35, 3SAT
Palast der Natur: Schloss Chambord

Rund um Schloss Chambord in der Loire-Region liegt der größte und älteste Naturpark Europas. Der Film zeigt diesen Mikrokosmos der europäischen Wälder in allen vier Jahreszeiten. In den majestätischen Schlossgärten lebt eine bemerkenswerte Pflanzen- und Tierwelt. Mit mehr als 5000 Hektar Wald bietet Chambord ein Paradies für die dort lebenden Tiere.

12:10 - 13:10, RBB
Land zwischen Oderhaff und Newamündung

Jenseits der polnischen Ostseeküste liegen die noch jungen baltischen Staaten am Meer, davor die russische Exklave Kaliningrad. Jahrzehntelang vom Eisernen Vorhang abgeschottet, verbindet sie die gemeinsame Vergangenheit. Sie wurde vor allem geprägt vom Leben und Überleben an der Küste, von Schifffahrt und Handel. Wohlhabende Städte wie Danzig, das frühere Königsberg oder Memel sind daraus erwachsen, weltoffen und reich an Kultur. Lange Zeit verbotene Traditionen und vergessene Bräuche dürfen in Litauen und Kaliningrad wieder gelebt werden. Der Film begegnet ihnen und den Menschen in dieser vom Baltischen Meer, der Ostsee, geprägten Welt. Das erste Ziel ist Baltijsk (Pillau). Jahrzehntelang war dort Sperrgebiet, ist noch heute Hauptstützpunkt der russischen Baltischen Flotte. Dahinter liegt die ehemalige Kornkammer Ostpreußens. Ein junger Landwirt aus Niedersachsen kämpft dort gegen Dornenbüsche an. Die Gebietshauptstadt Kaliningrad putzt sich langsam heraus und setzt auf ihre alten Wurzeln: 700 Jahre Königsberger Geschichte, die von den Sowjets fast ausgerottet wurde. Sie hinterließen eine Stadt ohne Historie und Seele. Heute ist Kaliningrad auf der Suche nach einer europanahen Zukunft. Die russischen Seebäder an der Küste haben ein anderes Problem: Die Ostsee hat ihnen den Sand geraubt. Küstenschutz gab es zur Sowjetzeit kaum. Dafür wurde und wird hier Bernstein abgebaut. 90 Prozent des Bernsteinvorkommens weltweit sollen hier sein. Tilsiter Käse, das russische Nostalgiegetränk Kwas, Trakehner-Pferde: nicht weit davon liegt das alte Memelland, heute ein Teil Litauens. Hier leben Hilde und Walter immer noch wie vor 100 Jahren ohne Wasser und Strom. Die Kurische Nehrung mit ihren atemberaubenden Wanderdünen und dem malerischen Haff zieht jeden in ihren Bann. Auch dem Schriftsteller Thomas Mann ist es so ergangen. Zwischen bunten Holzhäusern und Kuren-Wimpeln ringt die Nationalpark-Chefin um den Sand auf der Nehrung. Aurelius fährt auf seinem Kuren-Kahn hinaus aufs Meer. Das Johannisfest ist der Höhepunkt zur Mittsommersonnenwende. Das heidnische Fest ist vielleicht das wichtigste Ereignis für die Litauer mit seiner Prozession vom Fuße der Düne aus unter Blumenkränzen und lodernden Fackeln. Vor der Nehrungsküste sorgt die Litauische Marine für Sicherheit am Strand. Immer noch werden dort Munitionsreste aus den Weltkriegen angespült. Ein Minensuchmanöver der NATO soll Abhilfe schaffen. Marinestützpunkt ist Klaipeda, das frühere Memel. Hier steht auch wieder das Denkmal "Ännchen von Tharau" nach dem Volkslied auf dem Theaterplatz.

12:15 - 12:55, arte
Brasiliens Küsten

In Pirambu kümmern sich die Mitarbeiter des Tamar-Projekts um das Überleben der Meeresschildkröten. In den letzten 20 Jahren haben sie zahlreiche Schutzstationen für die bedrohten Tiere errichtet. In Salvador da Bahia – die heute drittgrößte Stadt Brasiliens war bis zum Jahr 1763 die Hauptstadt des gesamten Landes – führen João und seine berühmte Straßenband Olodum den Zuschauer durch das Pelourinho-Viertel, die historische Altstadt. In der nahe gelegenen Allerheiligenbucht sorgt Roberto für den Erhalt der traditionellen "Saveiros" genannten Boote. Unweit von Ilhéus wird in der Agrargemeinschaft von Terra Vista Kakao aus 100 Prozent biologischem Anbau produziert. Und im Meerespark der Abrolhos-Inseln, die vulkanischen Ursprungs sind, überwachen Milton und sein Team den Bestand der Buckelwale.
12:30 - 13:15, MDR
Wilde Ostsee

Zwischen Estland und dem finnischen Schärenmeer liegen Zehntausende von Inseln. Auf Saaremaa, der größten estnischen Insel, schallen im Herbst nasale Laute über die Insel. Es sind die Paarungsrufe der Elche. Große Bullen ziehen zu den traditionellen Brunftplätzen. Im Norden der Insel ragt das Panga Cliff empor, eine über 400 Millionen Jahre alte Kalksteinwand. Anfang März dreht der Naturfilmer Christoph Hauschild die Kinderstube der Kegelrobben auf zwei kleinen Inseln in der Rigaer Bucht. Nie zuvor durfte ein Kamerateam die Inseln betreten. Es ist die größte Ansammlung dieser Robbenart in der Ostsee. Nur 200 Kilometer westlich liegt das schwedische Gotland. Viele Tiere und Pflanzen, die sonst nur in Südeuropa vorkommen, finden sich auf der zweitgrößten Insel der Ostsee. Hier brüten Steinadler auf Bäumen, und im Frühling ist der Boden übersät von Orchideen. Auf der Insel Stora Karlsö existiert die größte Lummenkolonie der Ostsee. Im Juni springen die jungen Lummen zu Hunderten von den Felsen, um mit ihren Vätern in die südliche Ostsee zu schwimmen. 300 Kilometer weiter nördlich liegt Finnlands Schärenmeer. Eine Welt aus 80.000 Inseln. In diesem Labyrinth lebt auch das größte Raubtier Europas, der Braunbär. Große Bären schwimmen im goldenen Licht der weißen Nächte von Insel zu Insel auf der Suche nach paarungswilligen Weibchen. Magische Augenblicke aus dem Felsenmeer, das die letzte Eiszeit in der Ostsee einst geschaffen hat.

12:35 - 13:00, 3SAT
Von Hochosterwitz bis Miramare

So mancher träumt davon, in einem romantischen Schloss zu wohnen. Werner Freudenberger geht in Kärnten und in Slowenien am Rande der Alpen auf die Suche nach Traumschlössern. Zu sehen sind: Bogenšperk, das Schloss des Gelehrten Valvasor, die Höhlenburg Predjama in Slowenien, die Traumschlösser Miramare und Duino an der Adria sowie die Kärntner Märchenburg Hochosterwitz und das Barockschloss der Grafen Goëss in Ebenthal.
12:55 - 13:40, arte
Brasiliens Küsten

An der Küste des Bundesstaates Espírito Santo versucht Fabio, seinen Surfunterricht mit dem Naturschutz unter einen Hut zu bringen. In Rio de Janeiro führt Jorge das Kamerateam durch eine der größten Favelas der zweitgrößten Stadt Brasiliens. In dieser Armensiedlung hat der Bau der Seilbahn das Leben der Einwohner stark verändert. Der Zuschauer erlebt den Karneval in Rio mit, einschließlich des Umzugs der bekannten Sambaschule Salgueiro. Anschließend öffnet Calédie Tore des neuen Maracanã-Stadions. Dort ist alles für das zentrale Ereignis Brasiliens im Jahr 2014, die Fußball-WM, bereit. In Paraty, einem Kleinod der Kolonialarchitektur, führt der Sänger Luís Perequêin die Caiçara-Kultur ein und erzählt von seinem Einsatz für die Künstler. Und auf der „schönen Insel“ Ilhabela kämpfen André und die Anwohner des Strands von Bonete, einem nur per Schiff oder zu Fuß erreichbaren Naturparadies, gegen den wachsenden Einfluss von Immobilienspekulanten.
13:10 - 14:10, RBB
Land zwischen Oderhaff und Newamündung

Kaum ein anderer Landstrich wie die Küstenländer des Baltikums war historisch wohl so zerrissen, umkämpft und fremdbeherrscht. Erst 1918 wurden die eigenständigen Staaten Litauen, Lettland und Estland ausgerufen. Für kurze Zeit. Doch über Jahrhunderte hinweg haben sich die Menschen dort ihren Stolz und das Gefühl für nationale Identität bewahren können. In kleinen Vierzeilern, den Dainas, geben die Letten seit Jahrhunderten ihre ethnischen Wurzeln, ihre Traditionen und Mythen von Generation zu Generation weiter. Schließlich konnten sie mit einer Singenden Revolution (1987 bis 1991) ihre Unabhängigkeit wiedererlangen. Die Balten sind mit der Natur und dem Meer eng verbunden. Ein Naturvolk, das heute frei und tief verwurzelt seine Traditionen leben darf. Hier begegnet man Menschen, die fest an die Mythen ihrer Ahnen glauben. Dazu zählt die "Blaue Kuh", die eine Meerjungfrau den Bauern bei Vollmond aus der Ostsee brachte. Oder die Großmutter, die in reich geschmückter Tracht die Aussteuer ihrer Enkelin besingt mit den Dainas ihrer Ahnen. Im Pape Naturpark gleich hinter den Dünen kommen Wildpferde bei Sonnenuntergang zum Lagunensee. Ein Bild wie vor 1.000 Jahren. Deutlich jünger ist die Geschichte des düsteren Karosta: ein Militärgefängnis seit der Zarenzeit. Auch aus der Zarenzeit ist das mondäne Jurmala bekannt. Der wohl exklusivste Badeort im ganzen Baltikum ist berühmt für seine einzigartige Holzarchitektur. Noch populärer: die Altstadt von Riga. Mit ihren vielen Dämonen und "nackten Frauen" steht die Hansestadt auf der UNESCO-Welterbeliste. Riga liegt an der Daugava (Düna), Lettlands großem Strom. Hier hat die Christianisierung des Baltikums begonnen, haben Nonnen aus Deutschland ein neues Kloster gebaut. Der zweite historische Fluss Livlands, die Gauja, ist der Fluss der alten Holzflößer. Er schlängelt sich durch ein sagenhaftes Urstromtal bis in die Rigaer Bucht. Über die Gauja geht die Reise weiter zur Insel Kihnu, Treffpunkt für ein Kindermusik-Camp.
13:15 - 14:00, MDR
Ein Jahr auf Kihnu in Estland

Eine Frau im rotgestreiften Rock knattert auf einem alten Moped mit Seitenwagen vorüber. "Wenn du einen Rock wie diesen siehst, dann bist du auf Kihnu", sagt sie. Auf der kleinen Insel in der Rigaer Bucht leben 400 Esten nach alten Regeln, die von Frauen geprägt und an ihre Kinder weiter gegeben wurden. An den Farben der Röcke kann man erkennen, ob die Frauen glücklich oder traurig sind. Die hiesigen Traditionen stehen unter dem UNESCO-Schutz für immaterielles Kulturerbe. Der Film beobachtet ein Jahr lang das Ringen von Jungen und Alten um den Erhalt ihrer kulturellen Identität und deren Vereinbarkeit mit modernen Entwicklungen. Eine Frau im rotgestreiften Rock knattert auf einem alten Moped mit Seitenwagen vorüber. "Wenn du einen Rock wie diesen siehst, dann bist du auf Kihnu", sagt sie. Auf der kleinen Insel in der Rigaer Bucht leben 400 Esten nach alten Regeln, die von Frauen geprägt und an ihre Kinder weiter gegeben wurden. An den Farben der Röcke kann man erkennen, ob die Frauen glücklich oder traurig sind. Das Leben auf Kihnu wurde Jahrhunderte lang geprägt durch Abgeschiedenheit und die Abwesenheit der Ehemänner. Diese sind Seeleute oder Fischer und mehr auf dem Wasser als an Land. Die Frauen sind zuständig für Haushalt, Ernte, familiäre Angelegenheiten. Kihnu hat einen eigenen Dialekt, die "Kihnu-Sprache". Frauen und Mädchen tragen bunte Wollröcke und halten sich an einen Farbkodex, der die jeweilige Lebenssituation symbolisiert. Die hiesigen Traditionen stehen unter dem UNESCO-Schutz für immaterielles Kulturerbe. Mare ist 41 Jahre alt, Mutter von vier Kindern und auf Kihnu groß geworden. Sie hat ein paar Gästezimmer und versucht damit den Balanceakt zwischen Tradition bei gleichzeitiger Öffnung für den Tourismus. Ihr Ehemann Olavi arbeitet auf einem Frachtschiff. Tochter Anni spielt Akkordeon und Geige. Sie wird mit rotem Rock und Kopftuch groß und lernt die hiesigen Volkstänze in der Schule. Anni will auch in Zukunft auf Kihnu leben und möchte deswegen einen Jungen von der Insel heiraten. Autorin Julia Finkernagel hat auf Kihnu das Ringen von Jungen und Alten um den Erhalt ihrer kulturellen Identität und deren Vereinbarkeit mit modernen Entwicklungen im Verlaufe eines Jahres beobachtet.
13:15 - 14:00, 3SAT
Ein Jahr am Kirchsee

Einheimische lieben den Kirchsee, einen flachen Moorsee, der etwa einen Kilometer lang und 300 Meter breit ist. Wie eine schwarze Perle liegt er mitten in einer urtümlichen Moorlandschaft. Diese bildete sich nach der letzten Eiszeit. Damals war eine mächtige Gletscherzunge bis zu seinem Nordufer vorgestoßen. Der Naturfilmer Thomas Dammer darf sich mit Erlaubnis der Behörden ein Jahr lang nicht nur rund um den See, sondern auch in dem Moor umsehen. Begleitet von Andrea Rüthlein und ihrem Filmteam erlebt der Naturfilmer die urtümliche Landschaft in allen Facetten. Denn im Moor sieht es jeden Monat anders aus. Durch unterschiedliche Lichtverhältnisse entsteht ein Farbenspiel, das weder er noch das Team vor den Dreharbeiten erwartet hätten. Zwei Kamera-Fallen zeichnen auf, welche Vierbeiner das Moor besuchen oder sich an einem Dachsbau blicken lassen. Am Ende empfinden alle dasselbe: Das Jahr am Kirchsee ist wie im Flug vergangen.
13:30 - 14:00, B3
Der Böhmerwald - eine Wildnis mitten in Europa

Der Wald ist aus seinem Leben nicht wegzudenken, als Ort der Magie, der Ruhe und des ständigen Lernens: Pavel Hubeny ist Leiter des Nationalparks Sumava. Er setzt sich dafür ein, dass ein Urwald für künftige Generationen wachsen kann, in den der Mensch nicht eingreift. Im Boubín, einem Schutzgebiet nur einige Kilometer von der bayerischen Grenze entfernt, gibt es bereits jetzt Bäume, die weit über 500 Jahre alt sind. Die Vision von einem Urwald teilt auch Claus Bässler. Für den Förster ist der Wald Forschungsobjekt. Seit Jahren ist ein dramatisches Insektensterben zu beobachten mit unabsehbaren Folgen für Mensch und Natur. Er will dem Artensterben entgegenwirken und lässt Bäume fällen, damit künstlich Totholz geschaffen wird. So entsteht ein neuer Lebensraum für seltene Käfer und Pilze. An der Moldau liegt die "Perle des Böhmerwalds": das Städtchen Krumau. Eines seiner Aushängeschilder ist das Barocktheater mit einer noch vollständig erhaltenen Bühnentechnik aus dem 17. Jahrhundert. Regisseurin Suzana Vrbová verzaubert mit ihren Inszenierungen Menschen aus aller Welt. Neben der Landwirtschaft sicherte vor allem der Waldreichtum den Bewohnern des Böhmerwalds den Lebensunterhalt. Der bodenständige Schreiner Philipp von Manz glaubt an die Kraft von Vollmondholz und verarbeitet nur heimische Hölzer für seine Kunden in ganz Deutschland. Die Tierärztin Judith Gollner, aufgewachsen im österreichischen Teil des Böhmerwalds, hat lange in Wien gelebt und sich bewusst für die Rückkehr entschieden. Sie mag den Menschenschlag und ist stolz auf "ihre Bäuerinnen", die eines mit ihr teilen: Die Liebe zum Böhmerwald.

13:40 - 14:20, arte
Brasiliens Küsten

Tise und seine Mitarbeiter kümmern sich an der Nordküste von Paraná um die Papageien im Superagui-Nationalpark. In Joinville führen Ango und seine Frau in die Geheimnisse der Herstellung von Rohrzuckermarmelade ein. Und in Florianópolis hat Jaime das familieneigene Gasthaus in eines der namhaftesten Austernrestaurants des Landes verwandelt, während Cristiane verletzte Tiere und Opfer illegalen Tierhandels versorgt. In Porto Alegre stellt der Sänger Vítor Ramil die Gaúcho-Kultur vor und macht damit deutlich, dass Brasilien nicht nur aus ausgedehnten Regenwäldern besteht. An den Ufern der größten Lagune Brasiliens, der Lagoa dos Patos, bauen Maurivan und Gross das „grüne“ und das „gelbe Gold" der Gegend an: Reis und Soja. In Barra do Chuí schließlich, an einem der längsten Strände der Welt, schnitzt der Künstler Coelho Skulpturen aus Walknochen. Er hat sich außerdem dem Schutz der Umwelt verschrieben.
14:25 - 15:10, arte
Der Bach

Nur noch jeder Tausendste Bach ist in einem ökologisch sehr guten Zustand. Doch noch gibt es einige wenige intakte Bäche mit einem einzigartigen Ökosystem. Dort leben skurrile Bewohner wie die bullige Groppe, die kaum jemand kennt. Andere Bewohner schmücken sich mit bunten Farben, wie der Steinkrebs, dessen Panzer im Mondlicht fluoresziert. Wieder andere kannte früher jedes Kind, wie den Feuersalamander.Der preisgekrönte Tierfilmer Jan Haft stellt in beeindruckenden Bildern und mit seltenen Tonaufzeichnungen das Leben im und am Bach im Laufe der vier Jahreszeiten vor. Faszinierende Makroaufnahmen und extreme Zeitraffer zeigen das Leben im Verborgenen und geben spannende Einblicke in den vielfältigen Lebensraum Bach und seine angrenzenden Auen. Denn zum Lebensraum Bach gehört untrennbar auch das angrenzende Land. Dabei lässt der Film die Gefahren für das Ökosystem Bach nicht außer Acht. So wird Jan Haft bei den Dreharbeiten zufällig Zeuge einer Abwasser-Havarie, die etwa tausend der seltenen und durch europäisches Recht streng geschützten Groppen das Leben kostet. Noch schwerwiegender sind jedoch die Folgen der industriellen Landwirtschaft, die die Gewässer belasten und gefährden. Vielerorts sind die bunten Auenwiesen zu Intensivgrünland umgewandelt worden. Sie werden bis zu sechs Mal im Jahr gemäht, um eiweißreiches Grünfutter zu ernten. Blumen haben keine Chance sich auszusäen. Und ohne Blumen, keine Insekten.Hinzu kommt, dass diese landwirtschaftlich genutzten Grünflächen hauptsächlich mit Gülle gedüngt werden, von der nach starken Regenfällen große Mengen in den Bach gespült werden – mit verheerenden Folgen für das fragile Ökosystem. Doch noch ist Zeit unseren Umgang mit der Landschaft und ihren Gewässern zu ändern - damit es in möglichst vielen Bächen unserer Heimat wieder vor Leben nur so wimmelt, damit Prachtlibelle, Salamander und Steinkrebs, die Bachmuschel wie auch die Groppe künftig überall dort wieder leben können, wo sich die Kronen der Bäume am Ufer, über dem Bach sanft mit ihren Zweigen berühren.
15:00 - 15:30, 3SAT
Der Geschmack Europas

"Der Geschmack Europas" führt diesmal nach Dänemark, zu den Weiten des Wattenmeeres von Südwestjütland und auf die Märcheninsel Fünen, auf der Hans Christian Andersen geboren wurde. Neben den beeindruckenden Landschaften stellt der Film von Florian Gebauer auch die kulinarischen Seiten dieser Regionen vor. Sie bieten neben dem traditionellen Smørrebrød auch unbekanntere Besonderheiten wie aus Birkensaft gewonnenes Speiseeis. Die Reihe "Der Geschmack Europas" erkundet die kulinarischen Kulturen unseres Kontinents - ein Streifzug durch europäische Regionen und ihre Küchen, der geschichtliche, landschaftliche, geografische und kulturelle Hintergründe einfließen lässt.
15:40 - 17:25, RBB (auch 23:35 - 01:20, MDR)
Ziemlich beste Freunde

Driss kommt aus dem Knast und benötigt eigentlich nur einen Nachweis für das Arbeitsamt, als es ihn in das luxuriöse Pariser Domizil des vermögenden Philippe verschlägt. Der sitzt nach einem Unfall im Rollstuhl und sucht einen neuen Pfleger. Driss' frecher Auftritt hinterlässt Eindruck bei dem durch sein Schicksal verbitterten Philippe, und so bietet er ihm eine Arbeitsstelle auf Probe an. Wie sich herausstellt, hat er genau die richtige Wahl getroffen. Die auf Tatsachen beruhende Komödie über eine ungewöhnliche Männerfreundschaft verzauberte das Kinopublikum und wurde zum erfolgreichsten französischen Film aller Zeiten. Sie stammen aus verschiedenen Welten: Der vermögende Philippe (François Cluzet) wohnt in einem schicken Pariser Viertel und muss sich um seinen Lebensstandard eigentlich keine Sorgen machen. Doch seit einem verhängnisvollen Gleitschirmunfall ist er querschnittsgelähmt, sitzt im Rollstuhl und benötigt häusliche Rundum-Betreuung. Driss (Omar Sy) dagegen ist ein Einwandererkind, lebt mit seiner Mutter und seinem kleinen Stiefbruder in der Vorstadt und hat gerade eine Gefängnisstrafe hinter sich. Als Philippe eine neue Pflegekraft sucht, erscheint Driss bei dem Vorstellungsgespräch nur, um sich für das Arbeitsamt einen Nachweis unterschreiben zu lassen - wohl wissend, dass er den Job nie bekommen wird. Da aber irrt er sich gewaltig: Von Driss' lässiger Art und der völligen Abwesenheit geheuchelten Mitleids beeindruckt, bietet Philippe dem unkonventionellen jungen Mann eine Arbeitsstelle auf Probe an. So zieht Driss in der luxuriösen Stadtwohnung ein, macht es sich gemütlich und mischt mit seiner unangepassten Art das edle Domizil gehörig auf. Vor allem aber schafft er es, seinen notorisch kritischen Chef nicht nur richtig anzufassen, sondern ihn mit frischer Energie und Lebensfreude aus den depressiven Stimmungstiefs zu holen. Mit der Zeit wächst das gegenseitige Vertrauen der beiden grundverschiedenen Männer. Eine tiefe Freundschaft entsteht. Auch als Philippe von der kriminellen Vergangenheit seines Angestellten erfährt, stellt das für ihn keinen Entlassungsgrund dar. Einerseits von Driss' Spontaneität fasziniert und mitgerissen, führt er seinen Pfleger andererseits an die Schönheit von Kunst und klassischer Musik heran. Als Driss von der Zuneigung Philippes zu einer langjährigen Brieffreundin erfährt, ermuntert er seinen Arbeitgeber, sich endlich mit der aus der Ferne Angebeteten zu treffen - auch wenn diese Begegnung zunächst an Philippes desolatem Selbstbewusstsein scheitert. Doch dann steht eines Tages der Stiefbruder von Driss vor der Haustür und erinnert ihn daran, dass er woanders noch eine Familie hat. Vor die Wahl gestellt, weiter für Philippe zu sorgen oder sich seiner eigenen Verantwortung zu stellen, muss Driss eine Entscheidung treffen.

16:45 - 17:15, WDR
New York - à la carte

Die Erfüllung von Günter Seegers Lebenstraum hängt an einem Gas-Anschluss. Denn ohne den kann der Sternekoch auch in New York nicht arbeiten. 40 Mitarbeiter sind angestellt, die luxuriöse offene Küche glänzt, das kleine Restaurant im angesagten West Village ist komplett eingerichtet. Aber seit 14 Tagen kommt der Gasmann nicht, um den Hebel umzulegen. Der 66-jährige Starkoch hat schon vieles erreicht: Einen Michelin-Stern in seinem ersten Restaurant in Pforzheim - damals in den 70ern. Eine Karriere bei Ritz-Carlton in den USA, ein eigenes Spitzenrestaurant in Atlanta. Und jetzt soll es als Krönung seiner langen Karriere New York sein. Wird sein Traum erfüllt, oder scheitert er an einer simplen Versorgungsleitung? Auch Doreen Winkler ist mit großen Ambitionen hierhergekommen. Die 35-Jährige aus einer sächsischen Kleinstadt ist in kurzer Zeit zu einer gefragten Sommelière geworden. Als Freelancerin berät sie Restaurants und Privatkunden, moderiert sie Weinproben und sitzt in Wettbewerbsjurys. Bei einer veganen Dinner Party in einer 10-Millionen-Stadtvilla in Soho macht sie den Weinservice. Gäste, die sich alles leisten können, mit Weinen zu überraschen ist ihre Spezialität. Schafft Sie es mit Orange-Wein aus Savoyen und Magnum-Rosés von der Loire? Die beiden sympathischen Protagonisten führen außerdem zu ihren kulinarischen Lieblingsplätzen in Manhattan. Auf Märkte zwischen Wolkenkratzern, in angesagte japanische und chinesische Restaurants, zu Pop-Ups und Bars. Die kulinarische Reportage von Stefan Quante taucht tief in die aktuelle New Yorker Gastronomie ein. Mit Tipps für jeden Geldbeutel und zwei spannenden Lebensgeschichten.
18:10 - 18:25, arte
Chinafrika?

Kleidung, Handy, Motorräder – die meisten Produkte auf dem afrikanischen Markt sind heute „made in China“. Doch der wachsende chinesische Einfluss in Afrika in den letzten 20 Jahren geht noch weiter: Der afrikanische Kontinent liefert China nicht nur Rohstoffe und günstige Arbeitskräfte, sondern ist auch geopolitisch ein wichtiges Territorium. Gibt es ihn wirklich, den Win-Win-Deal zwischen der führenden Wirtschaftsmacht mit dem übersättigten Markt und dem sich rasant entwickelnden Afrika? Oder ist dies eine neue Form der Kolonialisierung?
18:25 - 19:10, arte
Spreewald - Kähne, Köche, Klapperstörche

Der Spreewald, nur eine knappe Autostunde von Berlin entfernt, ist ein Naturparadies, durchzogen von unzähligen Kanälen und Fließen. Ein verwunschener Landstrich, der mit einem ganz eigenen Zeitgefühl und alten Bräuchen gestresste Großstädter magisch anzieht. Anfang Januar wird auch im Spreewald die Fastnacht gefeiert. Auffallend im kleinen Örtchen Burg sind die vielen jungen Leute in ihren Trachten. Es ist die Tracht der Wenden und Sorben, jener Slawenvölker, die seit dem sechsten Jahrhundert durch Völkerwanderungen in den Spreewald kamen. Bräuche werden hier akribisch gepflegt – so tragen zum Beispiel die Mädchen und Frauen kunstvoll gesteckte und handbestickte Hauben. Ein Handwerk, das nur noch ganz wenige Spreewälderinnen beherrschen – zu ihnen gehört Christa Dziumbla, die ihr Wissen an die 18-jährige Cindy weitergibt. Und jedes Jahr im Frühjahr kehrt Adebar, wie der Volksmund den Weißstorch nennt, zurück in den Spreewald, um hier zu brüten und seinen Nachwuchs großzuziehen. Vielfältig ist auch die Küche der Region. Junge und innovative Köche interpretieren typische Spreewaldgerichte neu, zum Beispiel Sternekoch Oliver Heilmeyer im feinen Hotel Zur Bleiche. Aber auch der gebürtige Brandenburger Marco Giedow zaubert mit den ökologisch hochwertigen Rohstoffen eine moderne und leichte Küche mit vielen Referenzen an den Spreewald. Bio-Gemüse, selbst gebackenes Brot, kaltgepresstes Leinöl und Fleisch von Tieren, denen es auf den Weiden und Wiesen gut geht. Das, was die Region ausmacht, findet man hier überall: gutes Essen, altes Handwerk und eine verzauberte Landschaft. So nah und doch so fern von der Hauptstadt.

19:15 - 19:30, ARD alpha
Die Freiheitsstatue (USA) - Symbol der Freiheit

Aus der Ikone der Neuen Welt, dem Mythos der Freiheit, ist eine Attraktion geworden. Wie kaum ein anderes Kunstwerk hat die Statue of Liberty die Gefühle so vieler Menschen bewegt. Sie war ein Geburtstagsgeschenk der Franzosen zum 100. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. Die Kolossalfigur entstand in der Werkstatt des Elsässer Bildhauers Frederic Auguste Bartholdi. In 300 Einzelteilen wurde die schwere Dame in die USA geschifft. Gustav Eiffel entwarf das tragende Stahlgerüst - ein Montagekunststück und ein Denkmal technischen Größenwahns. Das 46 Meter hohe kupferne Standbild auf einem 47 Meter hohen Steinsockel begrüßte den ankommenden Einwanderer von Liberty Island her und tut es noch heute. Ob all die Träume dieser Menschen in der neuen Heimat erfüllt wurden, mag dahin gestellt sein. Die Statue zumindest versprach ihnen Hoffnung auf ein besseres Leben in Amerika.

20:15 - 21:00, NDR
Schottlands Nordseeküste

Die Folge "Schottlands Nordseeküste" sucht und findet außergewöhnliche Geschichten: Ein 17-jähriger Hochlandrinderzüchter hübscht seine geliebten Tiere mit Shampoo, Föhn und Nagelfeile auf. Bei Loch Ness sitzt seit Jahren tagtäglich ein "Vollzeit-Nessie-Forscher" am Ufer. Der Chef der Fassbauer einer kleinen Whisky-Destillerie ist noch immer der schnellste, wenn es gilt, die Holzfässer von Hand zusammenzubauen. Und der stärkste Mann Schottlands erklärt, worauf es ankommt, wenn man einen Baumstamm so durch die Luft schleudern will, dass er auf "zwölf Uhr" liegen bleibt.

20:15 - 21:45, H3
Wunderschön! Ferien in Südholland

Ab in den Süden - in Hollands Süden: Die Küstenprovinz Zeeland bietet reichlich Sonne, Sand, Meer und Ferienspaß für die ganze Familie. Dazu schmucke (Hafen-)Städtchen wie Veere, Domburg und Middelburg, gut ausgebaute Radwege und Campingplätze für jeden Geldbeutel. Tamina Kallert und Stefan Pinnow erinnern sich gern an ihre Reisen in den Süden der Niederlande und lassen die schönsten Momente noch einmal Revue passieren. Auch Scheveningen, Den Haags "Vorort" mit Strandpromenade, und der Keukenhof mit seinen prächtigen Blumenfeldern sind immer wieder einen Besuch wert. Auf Stippvisite geht es noch einmal nach Amsterdam, der Stadt Rembrandts, der Grachten und des Nachtlebens.

21:00 - 21:45, NDR
Englands Nordseeküste

In der Folge "Englands Nordseeküste" steigt die Küstenlinie wie gemeißelt, schroff und bizarr, aus der Nordsee auf. Monumente zeugen von der Größe der einst bedeutendsten Seemacht Europas. Englands Nordseeküste, das sind auf 1.000 Kilometern Natur und Geschichte. Keine andere Nation pflegt ihre Spleens und Traditionen mit ähnlicher Ernsthaftigkeit wie die Engländer. In Scarborough begegnet das Filmteam einem skurrilen Künstlerpaar, das Weltliteratur und Wellenbad in einem außergewöhnlichen Schwimmerlebnis in der Nordsee vereint.

21:45 - 23:15, H3
Mallorcas stille Seiten

Außerhalb der sommerlichen Hochsaison lässt sich der Deutschen liebste Insel am besten kennenlernen - dann sind die Temperaturen angenehm für Ausflüge, die Strände nicht überfüllt, die Hotelpreise oft günstiger. Zudem schmückt sich die Landschaft mit saftigem Grün und Blütenkleidern, wenn bei uns noch Winter herrscht oder schon der trübe Herbst beginnt. So steht der Februar ganz im Zeichen der Mandelblüten - eine gute Zeit für Spaziergänge entlang der Felder oder einen Besuch in einer kleinen Fabrik, die aus den herrlichen weißen Blüten Parfüm macht. Immer einen Rundgang wert ist das Städtchen Sóller, seine Lage im Schutz des Tramuntana-Gebirges und sein naher Anschluss an die Hafenbucht von Port de Sóller war schon für die Römer attraktiv. Die schönste Anreise nach Sóller ist die Fahrt mit dem historischen Holzzug, der über Brücken und durch Tunnel das Tramuntana-Gebirge durchquert. Auch die Fahrt zwischen Sóller und dem Hafen mit der betagten Tram ist ein Muss für Inselentdecker. Wer sich lieber auf zwei Rädern durch die Berglandschaften bewegt, kann mit kundigem Führer etwa von der Nordküste aus ins Gebirge starten - tolle Ausblicke während der Tour garantiert. Eine Station dabei ist Pollença, ein spannendes Ziel zur Osterzeit, denn dann steht die Stadt ganz im Zeichen einer beeindruckenden Karfreitagsprozession. Eine der schönsten Panoramatouren für Mietwagenfahrer ist die Straße hoch über der Westküste, etwa zwischen dem Marktflecken Andratx und Deià, malerischer Anziehungspunkt für Künstler und Literaten. Der September ist der Monat der Weinlese und perfekt geeignet, die köstlichen einheimischen Tropfen zu probieren. Das geht konventionell in den Bodegas, aber auch mal ganz anders während einer Fahrt mit dem "Weinexpress", einem Holzzug auf Rädern, der Besucher zu einer Verkostung mitten im Weinfeld bringt. Schließlich darf für wahre Mallorca-Entdecker eine Wandertour nicht fehlen: Der "Reitweg des Erzherzogs" startet hinter Valldemossa und belohnt den einen oder anderen Aufstieg mit herrlichen Ausblicken auf die Westküste. Wer den Jahreswechsel mit einer City-Tour verbinden will, ist in Mallorcas Hauptstadt Palma richtig: Dann zeigt sich das Zentrum in festlichem Lichterglanz, und in der Silvesternacht wird gemeinsam auf dem Rathausplatz gefeiert. Damit sind die Festtage aber noch lange nicht vorbei: Am frühen Abend des 5. Januar legt unweit der Kathedrale ein herrlich beleuchtetes Schiff an, dem die Heiligen Drei Könige entsteigen - und damit beginnt ein prachtvoller Umzug durch die Altstadt mit riesigen Themenwagen und verkleideten Tanzgruppen, der fast an Karneval erinnert. Mallorca ist eben zu jeder Jahreszeit eine Reise wert.

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