banner_klein.jpg (6301 Byte)

Navigation

Diese Woche
Samstag
Sonntag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag

Nächste Woche
Samstag
Sonntag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag

Länderübersicht

Tip des Tages
Tagesthemen

Bahn- und Verkehrsgeschichten
Empfehlungen
Geschichtssendungen
Kindersendungen
Kulinarische Entdeckungen
Religionen
Spielfilme
Tier- und Natursendungen
Weltkulturerbe
Weihnachtszeit
Wissenschaft & Technik

Kommunikation  
Gästebuch
Kontakt
Impressum
Datenschutz

 

Freitag, 21.12.2018
07:15 - 08:00, arte
Peru, das Goldhaar der Vikunjas

Geschützt von ihrer dichten Wolle, vertragen Vikunjas, die wie ihre Verwandten Lamas und Alpakas zu den Kamelen gehören, selbst große Kälte von bis zu minus zehn Grad in der Nacht. Und die ist in ihrer Heimat, den Anden, zwischen 3.500 und 5.500 Metern Höhe nicht selten. Es sind karge Böden, hart für Mensch wie Tier. Bereits unter der Herrschaft der Inka wurden die Vikunjas wegen ihrer Wolle und des Fleisches gejagt. Nach der spanischen Eroberung und lange darüber hinaus wurden sie abgeschlachtet, so dass sie bis Mitte der 1960er Jahre fast ausgestorben waren. Die Länder, in denen die Tiere lebten, zogen daraufhin die Notbremse und unterzeichneten eine Naturschutzkonvention zu ihrem Erhalt. Heute gibt es wieder zehntausende Tiere, die meisten davon in Peru. Im Gegensatz zu anderen Ländern wie Argentinien leben sie hier auch weiterhin frei. Nur zur Schur werden sie von den Einheimischen eingefangen. Denn die Wolle, feiner als Menschenhaar, ist wertvoller als Kaschmir und begehrtes Luxusprodukt westlicher Edel-Designer. Bis heute boomt das Geschäft. Neu ist, dass sich die Bauern des Hochlands inzwischen daran beteiligen. Denn sie wussten ja schon immer, wie man die Tiere fängt. Findige Geschäftemacher und Wilderer machten ihnen den Gewinn jedoch stets streitig. So gründeten die Bauern des Dorfes Lucanas nun eine Kooperative, die direkt mit den Abnehmern verhandelt, ohne störende Zwischenhändler. Ein voller Erfolg und Ansporn für die Bauern, möglichst viel Wolle zu erwirtschaften. So auch beim demnächst geplanten Chakku, einer Hatz, an der das ganze Dorf teilnimmt und bei der durch ein kilometerlanges Seil mehrere hundert Tiere zusammengetrieben werden sollen.
08:00 - 08:45, arte
Eine Sommerreise am Polarkreis

Ville Haapasalo nimmt in dem kleinen Dorf Nunjamo an einer Walrossjagd teil. Sobald der Späher Bewegungen im Meer entdeckt, machen sich die Jäger auf den Weg. Alle springen mit ihren Waffen in die Boote. Aufgrund der unruhigen See ist es jedoch schwierig, die Walrosse im Auge zu behalten. So endet diese Jagd vorzeitig und ohne Erfolg. Dennoch kann Ville Walrossfleisch probieren, weil die Tschuktschen es das ganze Jahr hindurch in Löchern im Eis aufbewahren. Schon seit Generationen wird Fleisch und Fisch auf diese Weise im Dauerfrostboden konserviert. In der Nähe von Kap Deschnjow zeigen Wladimir und Dimitri Eineucheivun Ville ein Haus, das sie selbst gebaut haben. Dazu haben sie Bretter von alten Häusern verwendet, da es in der Gegend keine Bäume gibt. In dieser „Sommerresidenz“ servieren sie Ville gegrilltes Walfleisch. Ursprünglich sollte die Reise mit einem Hubschrauberflug enden, doch das Wetter macht Ville einen Strich durch die Rechnung. Er gibt jedoch nicht auf und schafft es mit Verhandlungsgeschick, einen Panzer zu erhalten. Die Fahrt erweist sich zwar als hart und holprig, aber schließlich erreicht Ville den Ort, an dem die Sonne aufgeht: Kap Deschnjow, der östlichste Punkt des russischen Festlands, liegt nur 80 Kilometer vom westlichsten Teil Alaskas entfernt. Am Kap Deschnjow lässt Ville Haapasalo die eindrucksvolle Reise noch einmal in Gedanken Revue passieren – alle Anstrengungen haben sich gelohnt!
09:35 - 10:50, arte
Die Welt des Xi Jinping

Nie zuvor in der Geschichte war China so erfolgreich und verfolgte so ehrgeizige Ziele. Und nie zuvor hat China das weltpolitische Gleichgewicht so sehr durcheinandergebracht. Größtenteils verantwortlich dafür ist der Staatspräsident der Volksrepublik Xi Jinping. Als Schlüsselperson der chinesischen Politik lenkt er das kommunistische Land seit 2013 mit nüchternem Pragmatismus und Kalkül. Sein freundliches Auftreten darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Xi Jinping zu allem bereit ist, um den Auftrag seiner Kommunistischen Partei zu erfüllen: China bis 2049, dem 100. Geburtstag der Volksrepublik, zur führenden Wirtschafts- und Militärmacht zu machen – zum Wohle der Chinesen und der Menschheit. 2017 wurde Xi Jinping nach umfangreichen politischen Säuberungen vom Nationalen Volkskongress zum „Präsidenten auf Lebenszeit“ ernannt. Sein Schlachtruf ist der „chinesische Traum“, eine neue Ideologie mit nationalistischen Tönen. Wer nicht spurt, landet im Gefängnis und muss öffentlich Abbitte leisten. Dazu soll ein neues elektronisches Überwachungssystem künftig zwischen guten und schlechten Bürgern unterscheiden. Auf internationaler Bühne versucht Xi Jinping unter dem Deckmantel eines angeblich für alle Seiten vorteilhaften „Win-Win“ ein Gesellschaftsmodell zu etablieren, das für die westlichen Demokratien Grund zur Besorgnis gibt. Die Dokumentation über den rätselhaften Präsidenten Xi Jinping ist die erste ihrer Art. Ein Oberst der Volksbefreiungsarmee am Puls der Macht, ein Historiker aus Beijing, mehrere Regimekritiker, ein ehemaliger US-Botschafter in China und verschiedene Biografen versuchen, die kompromisslose Strategie des neuen starken Mannes zu entschlüsseln.
10:25 - 11:10, B3
Wilde Heimat - Der Winter

Für Adler, Luchs und Fuchs wird es im Winter immer schwerer, Beute zu machen. Oft hängt ihr Überleben von den Opfern ab, die der Winter fordert. Doch es gibt auch Tiere, die ausgerechnet in eisiger Kälte ihren Nachwuchs bekommen: Kreuzschnäbel ziehen ihre Brut bevorzugt im Winter groß und an der Nordseeküste kommen zur Jahreswende die ersten Kegelrobbenjungen zur Welt. Im Südwesten Deutschlands wird es schon im März merklich wärmer. Feldhasen beginnen mit der Paarung, und Wildschweine haben bereits Nachwuchs. Die Hochalpen sind dagegen noch weit über den Winter hinaus von Schnee bedeckt. So manche Lawine bringt eine Gams ums Leben und Kolkraben wie Steinadler bekommen ihre Chance. Die Menschen begehen seit jeher gerade im Winter einige ihrer buntesten Feste: Lichtfeste wie Weihnachten, das nordfriesische Biikebrennen und der Hexensabbat haben ihren Ursprung in uralten vorchristlichen Winterritualen - eine Antwort auf die Dunkelheit der Jahreszeit.

10:15 - 11:00, 3SAT
Die Macht der Jahreszeiten: Herbst & Winter

So wie die Schneeschmelze den Frühling ankündigt, läuten die fallenden Blätter den Herbst ein. Wie verändert sich die Landschaft, und wie beeinflussen die Jahreszeiten unser Leben noch heute? Mit den sich färbenden Blättern beginnt in der Natur die größte Umbauaktion des Jahres: Gelb, Rot und Braun dominieren plötzlich das Landschaftsbild. Die Farben sind die Folge eines Notprogramms im Stoffwechsel der Pflanzen. Damit reagiert die Vegetation auf die abnehmende Tageslänge und die schwindende Lichtausbeute. Das Grün der Fotosynthese wird abgebaut. Übrig bleiben gelbe und braune Farbstoffe, die den typischen Look des Herbsts ausmachen. Aber das ist nur eine der vielen Facetten der dritten Jahreszeit. Eine andere ist die Landwirtschaft. Selbst im Herbst herrscht dort noch Hochbetrieb. Alle Hände werden gebraucht. Auch bei den Winzern wie Kilian Franzen und Angelina Lenz am Calmont an der Mosel, dem steilsten Weinberg Europas. Seit einigen Jahren fangen sie mit der Lese immer früher an. Die Klimaerwärmung macht es möglich. Sie sorgt nicht nur für eine zeitigere Fruchtreife, sondern vor allem für neue Rebsorten, wie sie eigentlich nur in Italien oder Frankreich wachsen. Ein verlässlicher Indikator, dass sich der Sommer verabschiedet hat, ist der Zug der Kraniche auf ihrem Weg in den Süden. Auf der Ostseehalbinsel Darß fallen sie zu Tausenden ein, um Rast zu machen und neue Nahrung aufzunehmen. Weiter westlich an den Küsten ziehen langsam aber sicher frische Winde auf. Manche wachsen zu Orkanen an und fegen über ganz Deutschland. Die höchste Windgeschwindigkeit mit 263 Stundenkilometern wurde am 24. November 1984 auf dem Brocken gemessen, Kyrill im Jahr 2007 tobte so heftig, dass er Schäden in Höhe von 4,2 Milliarden Euro verursachte. Die Experten vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach prophezeien, dass die Herbststürme in Zukunft an Stärke zunehmen werden.

10:50 - 11:50, arte
Der tausendköpfige Drache

Wie geht die Volksrepublik China vor, um die für das eigene Land als entwicklungs- und sicherheitsrelevant erachteten Daten zu erlangen? Der Film von François Reinhardt und Franck Renaud zeigt die grenzenlose Gier des Reichs der Mitte nach ausländischen Firmeninterna und die Machenschaften eines weltweiten Spionagenetzes, das einem „tausendköpfigen Drachen” ähnelt. Ebenso wie andere Großmächte verbirgt China kaum mehr seinem Absichten: Das 2006 von der Kommunistischen Partei angekündigte Konzept „Neuland” verfolgt etwa das Ziel, ausländisches Wissen einzuführen und es durch die Hinterlegung inländischer Patente in chinesisches Eigentum umzuwandeln. Diese Art von Technologie-„Transfer” ist nicht neu und hat in den vergangenen Jahren bereits einige namhafte Industrieunternehmen wie TGV und Airbus getroffen. Das Vorgehen war den europäischen Geheimdiensten und Außenministerien durchaus bekannt, doch Europas Interesse am gigantischen chinesischen Binnenmarkt verstellt den Politikern und Diplomaten oftmals den Blick. So bemächtigen sich die Chinesen weiterhin fleißig fremden geistigen Eigentums und breiten ihr Einflussnetz aus. Auch kontrolliert Peking schärfer denn je alle Exilchinesen, die für die Vorherrschaft der Partei gefährlich werden könnten. Millionen Beamte, aber auch über eine Milliarde andere Chinesen stehen im Dienste der gigantischen Maschinerie. Teilweise stellen sie sich aus Patriotismus freiwillig zu Verfügung, teilweise bleibt ihnen gar keine Wahl. Der Investigation auf vier Kontinenten – Europa, Asien, Amerika und Australien – liegt eine zehnjährige Recherche der Autoren zugrunde.
11:00 - 11:30, 3SAT
Abenteuer Hurtigruten

Die Autoren sind mit der "MS Nordkapp" unterwegs auf den Hurtigruten - von Bergen im Süden Norwegens bis in den hohen Norden nach Kirkenes. Die Linie der alten Postschiffe wurde 1893 zum ersten Mal befahren. Sie war die einzige Verbindungsstrecke zwischen den Handelszentren im Süden und den abgelegenen Fischerdörfern im Norden Norwegens. Heute ist aus dem Transportmittel längst auch ein touristisches Unternehmen geworden, das jährlich viele Tausende Touristen anzieht. Sie wollen die Urgewalten der zerklüfteten Fjord-Landschaften erleben, meterhohe Eiswände bestaunen und sich von den bizarren Polarlichtern verzaubern lassen. Eine Reise im Winter kann zudem sehr abenteuerlich werden. Schnee, Kälte und Sturm sind vor allem für die Besatzung eine Herausforderung. Das Wohlfühlprogramm an Bord, Wandertouren und Schlittenfahrten an den verschiedenen Orten werden für die Passagiere zu einem einzigartigen, unvergesslichen Erlebnis. Mittlerweile ist die "MS Nordkapp" nördlich des Polarkreises und steuert die "Hauptstadt der Arktis", Tromsø, an. Während das Schiff im Hafen liegt, ist Zeit für einen Stadtbesuch. Sehenswürdigkeiten gibt es viele, hier steht beispielsweise die am nördlichsten gelegene Kathedrale der Welt. Nach kürzeren Stopps im hohen Norden erreicht das Schiff das Tor zum spektakulären Nordkap. Per Bus geht es dann an der schroffen Felsenküste entlang zum Plateau des Globus-Denkmals, dem Symbol für das Nordkap. Nur 2000 Kilometer entfernt befindet sich der geografische Nordpol. Mit dem Gefühl, am Ende der Welt zu sein, geht die Schiffsreise weiter ins Kernland der Samen. Im Fischerdorf Kjøllefjord gehen viele Passagiere von Bord, um eine aufregende Fahrt mit dem Schneemobil durch die entlegensten Landschaften in Lappland zu erleben. Schneebedeckte Täler und - mit etwas Glück - das hypnotisierende Nordlicht am klaren Sternenhimmel sind die Highlights. Der Ausflug endet in Mehamn in der Nähe des nördlichsten Punkts des europäischen Festlands an der stürmischen und wilden Küste der Finnmark. Endstation der Schiffsreise ist Kirkenes im äußersten Nordosten Norwegens. Viele Touristen gönnen sich hier eine Hundeschlittenfahrt mit heimischen Huskys, um noch einmal den Zauber des verschneiten Nordens zu erleben. Die "MS Nordkapp" wird hier umdrehen und nach geschäftigem Ein- und Ausladen von Gütern, wie Lebensmitteln oder Medikamenten, die Rückreise antreten.

11:30 - 12:15, 3SAT
Grand Tour der Schweiz

Entlang der legendären Grand Tour de Suisse geht es in drei Folgen durch atemberaubende Natur, vorbei an Palmen im Süden, Schnee in den Alpen und glasklaren Seen im Landesinneren. Per Bahn und Schiff quer durchs Land und Städte wie Zürich und Locarno führt die Tour durch die vier Sprachregionen. Zürich ist nicht nur die Stadt der Banken und Bäder, sondern auch der Bienen. «Dank der vielen Dachgärten ist Zürich für die fleißigen Tiere ein Schlaraffenland», weiß die junge Stadtimkerin Helena Greter. Am Ende des Zürichsees sammelt Astrid Nigg Kräuter und Blumen, um daraus Seife herzustellen - ganz ohne Konservierungsstoffe. Das einzige Gift, das sie fürchtet, ist Hektik. Wir begleiten die Toggenburgerin auf ihren Streifzügen durch die Bergwiesen und in ihrem Seifenlabor. In Einsiedeln liegt der wichtigste Wallfahrtsort der Schweiz, denn die schwarze Madonna von Einsiedeln wird auch von Hindus oder Muslimen beschenkt, meist mit wertvollem Schmuck und Kleidern. Pater Lorenz zeigt uns in der Bibliothek des Klosters seinen Schatz: eine protestantische Bibel: «Auch die hat bei uns Platz. Denn wir sind offen.» Die Route führt ins Berner Oberland zur Rotstückhütte auf über 2000 Metern. Hier ist das Reich von Luzia Gisler, die unter dem Schildhorn den Sommer über Wanderer beherbergt und bekocht. Versorgt wird sie aus der Luft, der Helikopter kommt einmal die Woche mit Lebensmitteln. Ein paar Hänge weiter macht Bauer Daniel Rubin und die Sennerin Lisette Kaufmann Raclette auf der Alp. Wenn er mal frei hat, schwingt er die Fahnen. Schließlich hat er einen Titel zu verteidigen, er ist mehrfacher Landesmeister.
11:55 - 13:25, B3
Wunderschön! Das Sauerland im Winter

Das Sauerland hat insgesamt 57 Skigebiete. Das größte ist das Skiliftkarussell Winterberg mit 23 Pisten. Beliebt sind auch Neuastenberg, Altastenberg und der Sahnehang an der Nordseite des Kahlen Astens. Bei Schneemangel sorgen über 100 Skikanonen für die weiße Pracht. Tropische Träume mitten im eiskalten Sauerland findet Tamina Kallert in Lennestadt-Grevenbrück. Hier züchtet das Ehepaar Koch seit vielen Jahren Orchideen, sie kultivieren über 1.000 verschiedene Sorten. Eine Ski-Biegemaschine von 1952 und der Vierer-Bob, der 1914 bei den ersten Europameisterschaften in Winterberg auf der damaligen Natur-Bobbahn hinabsauste, gehört zu den liebevoll dekorierten Exponaten im Westdeutschen Wintersportmuseum in Neuastenberg. Untergebracht im "Schultenhof", einer ehemaligen Viehscheune, dokumentieren verschiedene Ausstellungen 100 Jahre Wintersport im Sauerland. Oliver Kessler ist der "Robotman", ein gefeierter, mehrfach preisgekrönter Star auf den Varieté-Bühnen. Tamina besucht Oliver Kessler in seiner Heimatstadt Brilon und lässt sich in einer heiß-kalten Show verzaubern. Eis kann man essen - zum Beispiel das Glühweineis der Familie Gerwien in Kirchhundem. Man kann aber auch Kunstwerke daraus fertigen wie der Hobby-Eisbildhauer Joachim Knorra aus Hallenberg zeigt. Wenn die Sonne untergeht, treffen sich die Skifahrer zum Apres-Ski in "Möppis Hütte" am Winterberger Poppenberg. Möppi, das ist Klaus Wahle. Seit 30 Jahren steht er hinter der Theke, serviert hausgemachte Gulasch- und Erbsensuppe, nimmt sich gern Zeit für einen Schwatz mit den Gästen und spendiert auch mal eine Runde.
12:15 - 13:00, 3SAT
Grand Tour der Schweiz

In der zweiten Etappe durchquert der Film die Romandie. Sie beginnt südlich von Basel im rauen Jura, führt über den Genfersee entlang des Lavaux mit seinem mediterranen Flair. Sie endet hoch oben im Kanton Wallis in Zermatt am Matterhorn. Patrizia Mariani hat ihr Glück in der Region Franches-Montagne im Norden des Juras gefunden. Hier, in der Heimat der Freiberger, der letzten Schweizer Pferderasse, arbeitet sie als Reittherapeutin. Natur, Pferde und viel Platz, viel mehr gibt es hier nicht. Direkt am Reitplatz hält der kleine rote Zug, wie ihn sein Fahrer liebevoll nennt. Mit ihm fahren wir weiter durch das Jura. Lokführer Olivier Luder liebt seinen Beruf, seine Heimat - und sein Akkordeon. Aus einem Hochtal des Waadtländer Jura stammt der Käse Vacherin du Mont-d'Or, der traditionell in Fichtengürtel gehüllt wird. Die Holzbänder schält Marianne Golay aus der Baumrinde. Die Reise führt weiter zum Genfersee in das Weinanbaugebiet Lavaux. Es ist bekannt für den Chasselas-Wein. Neue Rebsorten sollen sich dem Klimawandel und dem sich wandelnden Geschmack anpassen. Weiter geht es nach La Tour-de-Peilz, wo Comic-Künstler Derib seine Werke zeichnet. Sein «Yakari» ist über die Grenzen hinaus berühmt. Am Großen Sankt Bernhard sind die Bernhardiner-Hunde beheimatet. Melanie Scheidegger ist Tierpflegerin der Fondation Barry, die die ehemaligen Bergrettungshunde züchtet. Sie führt die Hunde mit Touristen durch die Berge.
13:15 - 14:00, 3SAT
Europa ungezähmt

Trockenheit und Hitze im Sommer, milde Winter mit geringen Niederschlägen: Im fünften Teil der Reihe "Europa ungezähmt" geht es um den "trockenen Süden". Auf der Iberischen Halbinsel wachsen einzigartige Wälder aus immergrünen Korkeichen und Steineichen – Lebensraum des Pardelluchses, einer extrem seltenen Raubkatze. Es gibt nur noch 150 Tiere dieser Art. Dank menschlicher Hilfe wird er vielleicht überleben. Die ist für ihre großen Geier-Vorkommen bekannt. Die gefiederten Gesundheitspolizisten sind wahre Flugkünstler und kreisen in Höhen von bis zu 6000 Metern. Die wüstenhaften trockenen Regionen sind Heimat von Perleidechsen, Hornottern und Chamäleons, und an der rauen Atlantikküste Portugals haben sich Weißstörche eine ökologische Nische erobert.
14:00 - 14:45, 3SAT
Grand Tour der Schweiz

Die letzte Etappe führt vom Tessin über einige Pässe in den Kanton Graubünden und weiter ins Appenzellerland. Es ist eine Reise vom mediterran anmutenden Süden bis in den gebirgigen Nordosten. Gleichzeitig ist er eine der traditionsreichsten Gegenden der Schweiz. Irene Petraglio mahlt in der 400 Jahre alten Mühle von Bruzella das beliebte Polentamehl. 13 Tonnen produziert sie im Jahr und verkauft es vor allem an die umliegenden Grotti. Oberhalb von Ascona kocht Familie Ghilardi in ihrem Grotto die Polenta auf dem offenen Feuer. Dafür kommen die Wanderer gerne hier hoch - und auch für den tollen Ausblick über den Lago Maggiore. Die Inseln von Brissago sind die Attraktion des Sees. Wegen des besonderen Mikroklimas wachsen hier über 50 000 Pflanzen aus allen Kontinenten. Gepflegt werden sie von Gärtner Mattia Boggia. In den Wäldern um Bergün sucht Andrea Florinett nach den richtigen Bäumen für Gitarren. Oft trocknet das Klangholz jahrelang, bevor es für den Instrumentenbau geeignet ist. «Das ist wie beim Wein, je länger, desto besser», meint der Bündner Holzhändler. Jeden Herbst werden im Appenzell die Viehschauen veranstaltet. Die Bauern der Umgebung kommen zusammen und wählen die schönste Kuh aus - Misswahlen mal anders. Weiter im nordöstlichen Appenzellerland jodelt sich das «Jugendchörli» regelmäßig an die Spitze des Landes. Der Film begleitez die Kinder bei den Proben in freier Natur und zur Aufführung in voller Tracht mit wertvollem Schmuck. Der typische Appenzeller Schmuck wird von Roger Dörig gemacht - per Hand. Ein Besuch in seiner Werkstatt zeigt, wie verbunden die Menschen hier mit ihrer Tradition noch sind.
14:00 - 14:30, NDR
Wie geht das? Lübecks süße Versuchung

Lübeck und Marzipan gehören seit Jahrhunderten zusammen. 1806 übernahm der Ulmer Johann Georg Niederegger eine kleine Lübecker Konditorei und erfand das Rezept für Lübecker Marzipan. Inzwischen ist die nährreiche Süßigkeit aus Mandeln und Zucker weltweit Marktführer. Wie ist die Besonderheit des Marzipans aus der Hansestadt zu erklären, wie läuft die Herstellung, was gehört hinein, wie kann man die Qualität sichern? Lübeck und sein Marzipan, eine süße Verbindung, deren Geheimnis diese Reportage aus der Wissensreihe "Wie geht das?" auf die Spur kommen möchte. Menschen aus aller Welt lecken sich die Finger danach: Marzipan aus Lübeck. Kaum ein Produkt ist so untrennbar mit der schleswig-holsteinischen Hansestadt verbunden wie die mandelsüße Köstlichkeit. Die Reportage wirft einen Blick in die Produktionsstätte von Niederegger - der weltweit wohl bekanntesten Marke in Sachen Marzipan - und zeigt, wie die berühmten Brote, Glücksschweine, Torten und andere Leckereien entstehen. Handarbeit wird großgeschrieben Produktionsleiter Willi Meier kennt jeden einzelnen Handgriff - und das im wörtlichen Sinn. Denn Handarbeit wird bei Niederegger nach wie vor großgeschrieben. Obwohl das Lübecker Familienunternehmen mittlerweile jedes Jahr Tausende Tonnen Marzipan in alle Welt liefert, sieht es in der Produktion nach wie vor aus wie in einer etwas zu groß geratenen, traditionellen Backstube: In kupfernen Kesseln wird die Rohmasse aus Mandeln und Zucker in relativ kleinen Chargen über offener Flamme geröstet. "Nur so kann sich das typische Aroma voll entfalten", erklärt Willi Meier. Je weniger Zucker die Masse enthält, desto hochwertiger ist das Marzipan. Traditionell ist auch die Weiterverarbeitung: Per Hand bringen Mitarbeiter die Rohmasse mit Hilfe eigens angefertigter Formen in die gewünschte Gestalt. Und auch bemalt wird von Hand. Bevor beispielsweise ein Marzipanschweinchen im Regal steht, geht es durch sechs bis acht verschiedene Hände, die es liebevoll in Form und Farbe bringen. Marzipan als Heilmittel? Dass es Marzipan nicht erst seit gestern gibt, zeigt ein Ausflug in die Vergangenheit: Der persische Arzt Rhazes, der 850 bis 923 n. Chr. lebte, pries ein Gemisch aus Mandeln und Zucker als Heilmittel an, das schließlich mit den Kreuzrittern aus dem Orient zu uns kam. Ob in Marzipan - neben 520 Kilokalorien pro 100 Gramm - tatsächlich auch heilende und gar liebesfördernde Substanzen enthalten sind? Darüber klärt ein Lübecker Apotheker auf.

14:30 - 16:00, NDR
die nordstory Spezial - Flusskreuzfahrten in M-V

Von Anfang März bis Ende Oktober ist Thomas Magner mit seiner "Liberté", einem umgebauten Lastkahn, auf den Wasserstraßen Europas unterwegs, auch in Mecklenburg-Vorpommern. Die Mecklenburgische Seenplatte, die durch viele schmale Flüsse und Kanäle miteinander verbunden ist, gehört zum Lieblingsrevier von Thomas Magner. Acht Tage dauert die knapp 300 Kilometer lange Tour von Berlin an die Müritz. Ganz gemütlich, mit sechs Kilometern pro Stunde, schippern sie die Flüsse und Kanäle entlang. Seine Peenetouren sind im Sommer schon acht Wochen im Voraus ausgebucht, sagt Fluss-Kapitän Ingo Müller. 49 Gäste kann er auf seinem Flussdampfer mitnehmen, auf die Reise über den "Amazonas des Nordens".
14:45 - 15:35, 3SAT
Auf dem Dach des Kaukasus

Der Elbrus ist der höchste Berg Europas und liegt mitten im Kaukasus. Ein konfliktreiches Gebiet von atemberaubender Schönheit. Jedes Jahr fordert der Berg seine Opfer. Ein bergunerfahrener Politkorrespondent stellt sich der Herausforderung. Christof Franzen ist in seiner Korrespondentenzeit viel rumgekommen in Russland, gerade auch im Kaukasus mit seinen diversen Konfliktherden. Immer wieder blieb sein Blick am Elbrus hängen. Der Elbrus steht auf der legendären Liste der „seven summits“, den höchsten Gipfeln jedes Kontinents. Einmal im Leben wollte Christof Franzen auf dem Dach Europas und Russlands stehen. Warum nicht jetzt, kurz bevor seine Korrespondentenzeit endet? Doch Christof Franzen ist kein Bergsteiger. Obwohl in den Walliser Bergen aufgewachsen, hat er noch nie einen Fuß auf über 3000 Meter über Meer gesetzt. Der Elbrus ist 5642 Meter hoch. Alexey Shustrov, ein russischer Bergführer, führt den Journalisten ins ABC des Bergsteigens ein, und klärt ihn über die Gefahren auf. So harmlos der erloschene Vulkan aussieht, so gefährlich kann er sein. Und die politische Lage im Gebiet ist labil. Die Nähe zu Georgien und die Lage mitten im Kaukasus, mit seinen vielen Volksgruppen und Kulturen schaffen ein konfliktgeladenes Umfeld. Auch das spürt man. In den Tälern rund um den Elbrus trifft er während der Akklimatisierung auf fanatische Pferdezüchter, erfährt von den goldenen Zeiten des Sowjettourismus und von Wunderheilungen durch das Wasser des Berges. Und er lernt einen muslimischen Weinproduzenten kennen, der rauschende Märchenhochzeiten organisiert. Hier ist schon der Weg zum Berg ein wahres Abenteuer. Und auch am Berg ist einiges los. Aus der ganzen Welt pilgern Menschen an den Elbrus. Was hier oben abgeht, hat sich Christof Franzen in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können. Doch je näher der Gipfel rückt, desto mehr zweifelt er, ob das, was er sich in den Kopf gesetzt hatte, wirklich eine gute Idee war. Ob er es trotzdem bis zum Gipfel schafft?

15:50 - 16:45, arte
Grenzenloses Frankreich

Im Indischen Ozean, in der Nähe von Madagaskar, liegt die Vulkaninsel La Réunion. Ihre 2.500 Quadratkilometer große Oberfläche bietet ein beeindruckendes Relief und einmalige Landschaften. In Bois de Nèfles oberhalb von Saint-Paul leben Martine und Mongi ihre Kaffeeleidenschaft. Seit zwölf Jahren baut das Pärchen auf einem knappen Hektar die lokale Sorte Bourbon Pointu an. Der Kaffee ist handverlesen und organisch – das garantiert seine erstklassige Qualität. In der Nähe von Saint-Gilles führt die dynamische junge Schauspielerin Lolita ein kreolisches Theater, in dem sie klassische Stücke in der Inselsprache aufführt. Tschechow und Shakespeare auf Kreolisch zu spielen, trägt zur Verbreitung und Aufwertung dieser Sprache bei. Fünf von weltweit insgesamt sieben Meeresschildkrötenarten leben vor den Küsten von La Réunion. Im Schildkrötenzentrum Kélonia in Saint-Leu pflegt Stéphane verletzte Schildkröten und wildert sie anschließend wieder aus. In Saint-Denis enden die hinduistischen Festivitäten zu Ehren der Gottheit Murugan mit der traditionellen Kavadi-Prozession. Da rund 250.000 Einwohner der Insel La Réunion indischer Herkunft sind, spielt der Hinduismus in der Inselkultur eine wichtige Rolle. Die jungen Künstler Boogie und Kid Créole aus Saint-Denis verbinden Graffiti, Tags und andere zeitgenössische Kunstformen mit ihrer ganz persönlichen Sichtweise auf die lokale Kultur. In seiner Schreinerei in Sainte-Clotilde baut Jean-François urbane und ökologische Möbelstücke aus Guavenholz. In Sainte-Suzanne im Osten der Insel züchtet Bertrand auf der Plantage Grand-Hazier die aromatische Bourbon-Vanille. Zwei Jahre harter Arbeit vergehen zwischen Ernte und Verkauf der Schoten. Der Piton de la Fournaise im Südosten Réunions gehört zu den aktivsten Vulkanen der Welt und wird daher von Nicolas, dem Leiter des Vulkanobservatoriums, und seinem Team regelmäßig beobachtet.
17:00 - 17:45, 3SAT
Unser blauer Planet

Mehr noch als Tag und Nacht diktieren Ebbe und Flut den Lebensrhythmus der Gezeitenzone, und nirgendwo sonst offenbart sich die Kraft der Gezeiten stärker als an Flussmündungen. Die Flut bezwingt das Flusswasser, und das Meerwasser schießt in einer Flutwelle oft zig Kilometer stromaufwärts. Der Film zeigt eine sechs Meter hohe Flutwelle, die sich ihren Weg gegen den Lauf des Amazonas bahnt und selbst riesige Bäume an den Ufern mit sich reißt. Der Tidenhub, der Höhenunterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser, ist im offenen Ozean gering, doch in Buchten ist er deutlich spürbar. In der Bay of Fundy in Kanada etwa hebt und senkt sich der Meeresspiegel täglich um 16 Meter. Die Leben spendende Flut überschwemmt nicht nur Hunderte Quadratkilometer schlammigen Grunds, der Gezeitenstrom konzentriert auch dichte Planktonmassen vor der Küste, die ein Magnet für hungrige Mäuler sind. Jeden Sommer versammeln sich ungeheure Mengen von Meerestieren in der Bucht - Heringe, Delfine, Glatt- und Buckelwale drängen sich unter Wasser, Tölpel gesellen sich aus der Luft dazu. Wattflächen gehören zu den produktivsten Revieren des Meeres. Vor allem während der Ebbe finden sich Massen von Räubern ein und zwingen die Bewohner des Meeresbodens - Krabben, Schnecken, Muscheln, Würmer und viele andere -, im schlammigen Grund Schutz zu suchen, bis die Flut sie wieder erlöst. Waschbären und sogar Riesen wie Grizzlys pflügen den Strand um und befördern Muscheln, Krabben und andere Kleintiere zutage. Für manche aber bringt die Flut nicht Erlösung, sondern den Tod. Große Tümmler starten dann und wann einen außergewöhnlichen Jagdzug. Bei Ebbe sind Fische, die im Flachwassertümpeln geblieben sind, vor ihnen sicher, doch wenn der Meeresspiegel steigt, geraten sie in Reichweite der Delfine. Ein Tümmler hat dabei die Aufgabe, den Schlamm aufzuwühlen und die Fische den wartenden Artgenossen zuzutreiben. Die Teamarbeit der Delfine ist nicht nur erstaunlich - sie ist auch überaus effektiv. Sie können sich so lange vollfressen, bis die Ebbe ihnen den Zugang zum Flachwasser wieder versperrt. Eine Reihe von Tieren stimmt ihren Fortpflanzungszyklus auf die Mondphasen und den Stand der Gezeiten ab. In bestimmten Nächten entlassen Seesterne, Seeigel, Muscheln und andere ihre Eier und Samen in unvorstellbaren Mengen ins Wasser, um eine neue Generation zu zeugen. Der Einfluss der Gezeiten ist so groß, dass sie selbst an Land den Startschuss für eine riesige Wanderung geben. Auf der Weihnachtsinsel nördlich von Australien erfüllt sich der Wald mit Leben, wenn Millionen Rote Landkrabben sich aufmachen und zur Fortpflanzung Richtung Küste marschieren. An die nassen Klippen geklammert, warten sie oft tagelang, bis der Gezeitenstand perfekt dafür ist, ihre Eier in den offenen Ozean zu tragen. Dann, bei Nippflut, wenn der Wasserstand am niedrigsten ist, drängen sie sich im Flachwasser, schütteln ihre Eier in der Brandung ab und flüchten so schnell wie möglich wieder an Land. Denn - und das ist das außergewöhnlichste daran - schwimmen können die erwachsenen Tiere nicht. Sie ertrinken jährlich zu Tausenden in demselben Wasser, das ihre Larven erst leben lässt.
17:10 - 17:40, arte
Die Seele des Essens

Petros hat während der Wirtschaftskrise in Griechenland seinen Job als Journalist in Athen an den Nagel gehängt und ist in den Familienbetrieb an der Küste eingestiegen. In der kleinen Lagunenstadt Etoliko stellt er eine besondere Spezialität her: Avgotaraho. Das ist die griechische Bezeichnung für den orange leuchtenden, gesalzenen Rogen der Meeräsche, der im Mittelmeerraum auch als "Bottarga" bekannt ist. Die Familie ist stolz auf ihr hochwertiges Produkt. Und Petros ist neugierig, wie es auf der anderen Seite der Welt verarbeitet wird. In Japan stellt Takano, ebenfalls im Familienbetrieb, auch eingesalzenen Rogen der Meeräsche her. In Japan heißt er Karasumi und ist eine besondere Spezialität in der Region um Nagasaki. Was läge näher, als dass die beiden sich kennenlernen? Petros reist nach Japan, um Takano und seiner Familie bei der Verarbeitung des Fischrogens zuzuschauen und sich mit ihnen auszutauschen. Auch wenn man die griechische und die japanische Küche nicht unbedingt als verwandt bezeichnen würde, sind sich die beiden Produkte sehr ähnlich. Das von Petros ist ein bisschen weicher, aber sein Salzgehalt lässt Takanos Vater, der sein Leben lang den Betrieb geleitet hat, anerkennend nicken. Petros ist überrascht von der Gründlichkeit, mit der die japanische Familie das Produkt verarbeitet. Auch wenn in Japan Sake zum Karasumi getrunken wird und zum Avgotaraho in Griechenland Ouzo, auch wenn Gastfreundschaft in Japan anders gelebt wird als in Griechenland – am Ende steht ein freundschaftlicher kultureller Austausch, der weit über den Fischrogen hinausgeht.

17:40 - 18:30, arte
Die Dhaus, Arabiens legendäre Schiffe

In dem kleinen Emirat Ras al-Chaima werden noch Dhaus gebaut, auch traditionelle aus Holz. Die Werft der Familie Al-Mansuri existiert seit drei Generationen. Chef und Arbeitgeber der 25 Schiffszimmermänner ist der 50-jährige Abdallah, dessen ganzer Stolz eine große Dhau ist: Sie ist 30 Meter lang – aber noch längst nicht fertig. Der Auftraggeber kommt aus Katar. Wird Abdallahs Werft das Schiff je fertigstellen? Neben allen geschäftlichen Zielen will Abdallah mit der Dhau-Werft auch die Tradition seiner Väter und Großväter bewahren. Dhaus aus Holz sind eine jahrtausendalte Kultur in Arabien. Auch das Großschiff, an dem auf der Werft aktuell gearbeitet wird, ist von Anfang bis Ende Handarbeit. Nichts ist industriell vorgefertigt oder am Computer entworfen. Der Auftraggeber hat seine Wünsche erklärt, Abdallah hat daraufhin Zeichnungen und Baupläne erstellt. Vor zwei Jahren wurde mit dem Bau begonnen. Eigentlich sollte die Dhau bereits fertig sein, aber zahlreiche Änderungswünsche des Eigners verzögerten die Fertigstellung. Inzwischen wagt Abdallah keine Prognose mehr, wann der Stapellauf stattfinden soll. Generell steht die Zukunft der arabischen Holzschiffe nach über tausendjähriger Erfolgsgeschichte in den Sternen. Abdallahs Projekt ist dafür nur ein Beispiel. Noch fahren die alten, schönen Dhaus vor den Küsten der Emirate, Omans und Irans – doch wie lange noch?
17:45 - 18:30, 3SAT
Unser blauer Planet

Über Zigtausende Kilometer säumen Küsten die Weltmeere. Der schmale Streifen zwischen Land und Wasser ist auch die Grenze zwischen zwei Welten. Doch es ist alles andere als ein Niemandsland. Hier herrscht ständiges Kommen und Gehen. 95 Prozent aller Seevögel, die das ganze Jahr über auf dem offenen Meer jagen, kommen an Land, um sich in riesigen Kolonien zu paaren und zu brüten. Und diese ziehen Nesträuber von beiderseits der Küste an. Riesenseeadler und Skuas sind ebenso unermüdlich hinter den Eiern und Küken von Dreizehenmöwen her wie Polarfüchse und Bären. Nicht nur Schildkröten verlassen das Meer, um ihre Gelege im Schutz der Nacht im Sand zu vergraben. Auch so mancher Fisch tut es ihnen gleich: Lodden, die zu den Lachsfischen zählen, werfen sich an den Küsten Neufundlands an den Strand, um an die 10 000 Eier in Sandfurchen abzulegen. Die Eier bleiben am Boden haften, wo sie sich entwickeln werden. Die erwachsenen Tiere kehren nach dem Ablaichen ins Meer zurück. Nur wenige Arten, die die Küsten bevölkern, sind sesshaft. Eine Ausnahme bilden die Meerechsen der Galapagosinseln. Sie sind perfekt an das Leben in der Gischt angepasst. Ihre Hauptnahrung, Algen, finden sie im Meer. Während Wale ihren Nachwuchs im Meer zur Welt bringen und säugen, müssen Walrosse und andere Robben an Land gehen, um ihre Jungen zu gebären. In der Antarktis kehren die See-Elefanten jeden Frühling an die Küsten von South Georgia zurück. Wenn sich bis zu 10 000 See-Elefanten an einem einzigen Strand drängen, verwandeln sich abgelegene Meeresbuchten zeitweilig in Kampfarenen, in denen die Bullen versuchen, die Oberhand über ihre Rivalen zu gewinnen und ihren Harem unter Kontrolle zu halten. An den Stränden Patagoniens, der Kinderstube der Mähnenrobben, ereignet sich regelmäßig ein dramatisches Schauspiel. Hier sind die jungen Robben nur so lange vor jagenden Schwertwalen sicher, bis sie das trockene Land erstmals verlassen. Die jungen Mähnenrobben haben noch keine Erfahrung mit den Walen, die in ihrem Jagdverhalten zeigen, weshalb sie auch Killerwale genannt werden: Sie schießen aus der Deckung der Gischt auf die Jungtiere zu, wobei sie sogar riskieren, zu stranden. Haben die Wale eine Jungrobbe gefasst, ziehen sie ihre Beute ins tiefe Wasser, wo sie, während sie noch am Leben ist, mit ihr Katz und Maus spielen. Ein bizarres Geschehen, das sich auch die Wissenschaftler noch nicht erklären können, die die Dreharbeiten begleiteten. Doch die Jagdsaison der Schwertwale dauert nur kurz. Die Jungrobben lernen schnell und bleiben in sicherer Entfernung, die Attacken der Wale verlieren an Erfolg. Nach nur zwei Wochen ziehen sie weiter, und am Strand der Mähnenrobben kehrt wieder Ruhe ein. Sobald der Nachwuchs groß genug ist, leeren sich die Strände wieder. Wo sich noch vor Kurzem Robben und Seevögel in Kolonien drängten, herrscht nun Stille. Alles Leben aus dem Ozean kehrt zurück, woher es gekommen ist. Eine Wendung, die typisch ist für die Küsten der Ozeane: Nichts in diesem dynamischsten aller marinen Lebensräume bleibt lange unverändert.

18:30 - 19:20, arte
Geheimnisvolle Eichhörnchen

Kaum sind sie da, sind sie auch schon wieder weg: Europäische Eichhörnchen, die quirligen Baumtänzer unserer Wälder, sichtbar und unsichtbar zugleich. Mit ihrer roten, braunen, grauen und bisweilen schwarzen Färbung sind sie überall gern gesehen und doch führen sie zumeist ein verborgenes Leben. Das Team um die Tierfilmer Hubert Doppler und Johannes Pötscher hat sich an die Fersen der flinken, unberechenbaren Sprungakrobaten geheftet. Als sogenannter Kulturfolger hält sich das Europäische Eichhörnchen zwar gern in der Nähe menschlicher Siedlungen auf – fällt hier schließlich regelmäßig Nahrung für den kleinen Nager ab – doch im Allgemeinen bleibt es auf Distanz und nur Wenigen ist ein Einblick in sein Baumkronenreich möglich: Zu groß sind für die kleinen, geschäftigen Tiere die Gefahren, die von den vielen Fressfeinden am Boden oder aus der Luft, ausgehen. Ihre Kobel bauen sie in Astgabeln oder in hohlen Baumstämmen, um sich vor ihren Feinden zu verbergen. Schon im Herbst beginnen sie große Futtermengen, bestehend aus Samen und Nüssen, im Waldboden zu vergraben, um den kalten Winter zu überstehen. Und doch sind ihre Überlebenschancen verhältnismäßig gering. Nur wenige Tiere vollenden ihr erstes Lebensjahr. Häufig fallen sie Jägern aus der Luft, wie dem Habicht oder Mäusebussard, zum Opfer, und auch die Wahrscheinlichkeit, dass ihre Vorräte von Futterkonkurrenten entdeckt und geplündert werden, ist groß. Doch gerade aus den eigenen Reihen kommt seit Jahren eine tödliche Bedrohung: Das im 19. Jahrhundert aus Amerika importierte Grauhörnchen verdrängt das heimische Nagetier mehr und mehr aus seiner ökologischen Nische.

20:15 - 21:55, ARD
Der kleine Lord

Der Earl of Dorincourt lässt seinen kleinen Enkel Ceddie aus Amerika nach England kommen, um ihn auf seinem Schloss standesgemäß zu erziehen. Unter dem Einfluss des liebenswerten Jungen verwandelt sich der grantige alte Herr in einen Menschenfreund und Wohltäter. Alec Guinness spielt auf unvergessliche Art den Großvater in Jack Golds rührender Verfilmung des gleichnamigen Jugendbuchs, die sich zum vorweihnachtlichen TV-Klassiker entwickelt hat. Der achtjährige Ceddie Errol (Ricky Schroder) lebt zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit seiner verwitweten Mutter (Connie Booth) in bescheidenen Verhältnissen in New York. Eines Tages taucht Mr. Havisham (Eric Porter), ein Abgesandter des Earl of Dorincourt (Alec Guinness), bei Mrs. Errol auf. Der Earl ist Ceddies Großvater. Sein Enkel kennt ihn aber nicht, denn der adelsstolze alte Herr hatte sich seinerzeit von seinem Sohn Cedric - Ceddies Vater - losgesagt, als dieser eine Amerikanerin heiratete. Da inzwischen alle seine Söhne tot sind, wünscht der Earl, dass Ceddie nach England kommt, damit er als Erbfolger auf Schloss Dorincourt eine standesgemäße Erziehung erhält. Mrs. Errol willigt ein - unter einer Bedingung: Ihr Sohn soll nie erfahren, welche Abneigung der alte Herr gegen sie empfindet. Auf das Schloss darf sie nicht, stattdessen wird sie in der Nachbarschaft einquartiert. Ceddie, nun Lord Fauntleroy, ahnt nicht, wie es zwischen seiner Mutter und ihrem Schwiegervater steht. In seinen Augen ist der grantige alte Earl, der sich aus verletztem Stolz hinter einer Fassade versteinerter Gefühle verschanzt hat, der beste Großvater der Welt. Dieser wiederum gewinnt seinen Enkel rasch lieb; die frische Herzlichkeit des Jungen weckt in ihm Regungen, die für immer verschüttet zu sein schienen. Umso größer ist der Schock für den alten Herrn, als eine Frau auftaucht und behauptet, ihr Sohn sei der rechtmäßige Erbe des Titels. "Little Lord Fauntleroy", im englischsprachigen Raum bis heute ein Klassiker der Jugendliteratur, wurde mehrfach verfilmt. Jack Golds stimmungsvolle Inszenierung erfreut mit prächtigen Dekors und beweist gleichermaßen Sinn für Rührung und Komik; Alec Guinness gelingt es unvergleichlich, die im Roman recht klischeehafte Figur des Earls Mensch werden zu lassen. Tatsächlich bezaubernd ist der damalige Kinderstar Ricky Schroder als Ceddie, nicht nur beim abschließenden Weihnachtsfest. Die Chemie zwischen den beiden Darstellern erklärt die ungeheure Popularität des Films.

20:15 - 21:45, NDR
Weihnachten auf Usedom

Weihnachtszeit auf Usedom: Wo im Sommer die Feriengäste eine schöne Zeit verbringen, lässt sich im Winter behagliche Ruhe genießen. Die alten Häuser im Stile der Seebäderarchitektur bieten zu Weihnachten eine wunderbare Kulisse für Weihnachtsmärkte und Wintervergnügen. Heike Götz erkundet die Ostseeinsel Usedom jenseits ausgetretener Pfade: Sie ist am Strand im Hundeschlitten unterwegs und hilft mit bei den Vorbereitungen zum Usedomer Weihnachtsmützenlauf. Das ist eine Sportveranstaltung für einen guten Zweck, die jedes Jahr am Zweiten Weihnachtstag in Ahlbeck stattfindet. Und sie schlägt einen Weihnachtsbaum für die Seenotretter der DGzRS. Die haben nämlich auch über die Festtage auf einer kleinen Ostseeinsel, der Greifswalder Oie, Bereitschaftsdienst. Jenseits der Ostseeküste bereiten sich die Usedomer auf Weihnachten vor: Heike Götz besucht ein Ehepaar aus Hessen, das mit seinen Rhönschafen auf Usedom eine neue Heimat gefunden hat. In einer Manufaktur in der Stadt Usedom auf Usedom spinnt Heike Götz Wolle. Auf dem Wasserschloss Mellenthin übt der Schlossherr mit ihr die Kunst des Bogenschießens. Und ein paar Häuser weiter lässt sich Heike Götz zeigen, wie die traditionelle Pommersche Keramik hergestellt wird. In einem Traditionshotel in Ahlbeck ist die Moderatorin dabei, wenn der frische Zander als Festtagsgericht zubereitet wird. Und in einem kleinen Café in Lütow, am anderen Ende Usedoms, erlebt sie Schneegestöber, so heißt eine Tortenkreation im Café Gnitzer Seelchen.

20:15 - 21:00, H3
Winterreise durchs Schnalstal und die Dolomiten

Wenn im Spätherbst die Südtiroler Täler noch im welken Gelb und Braun müde dahin dämmern, beginnt im Schnalstal bereits der Winterbetrieb. Auf dem Schnalser Gletscher in den Ötztaler Bergen liegt der Schnee bereits meterhoch, und die Brettlfans zaubern ihre ersten Schwünge ins frische Weiß. Dann trainieren hier auch die Skistars vom Weltcupzirkus für die neue Saison, und die Langläufer ziehen beim Höhentraining auf den Gletscherloipen ihre Bahnen. Berühmt wurde das Schnalstal durch den Ötzi: Nur ein paar Steinwürfe vom Gletscher entfernt fanden Touristen die vom Eis konservierte Leiche des Jägers aus der Steinzeit. Der Kult um den Ötzi lockt heute viele Besucher ins Tal zum Archeo-Park, ein Museum, das sich ganz der Zeit widmet, in der der Mann aus dem Eis lebte. Eine geführte Skitour zum Ötzi-Grab lässt die Gäste die überwältigende winterliche Bergwelt der Ötztaler Alpen erleben, und eine Schneeschuhwanderung über den Gletscher führt zu Eishöhlen, bei deren Betreten sich vor den Wanderern eine funkelnde Unterwelt aus Eis enthüllt. Einen abendlichen Abstecher zum Oberraindlhof sollte man sich unbedingt gönnen: Aus dem alten Bergbauernhof hat Hausherr Helmut Raffeiner ein Gourmetlokal gemacht, das nicht nur einen der besten Weinkeller beherbergt, sondern auch eine Gault-Millau-Mütze trägt. Wenn endlich in ganz Südtirol Winter ist, zieht es viele Urlauber in die Dolomiten. Das Weltnaturerbe in winterlichem Weiß gehört sicher zum Schönsten, was der Winter zu bieten hat. Skifahrer steuern vor allem die berühmte Sella-Runde an, eine Tagestour auf Skiern rund um den Sella-Stock mit fantastischen Blicken auf die Langkofel-Gruppe und die zahlreichen Türme der Sella. Nicht geringer zu schätzen ist das Hochtal Alta Badia mit den Dörfern Pedraces und Corvara. Das Tal wirbt bei den Gästen gerne mit seinen Gourmet-Wochen, in denen am Fuße des Heiligkreuzkofels die Hüttenwirte traditionelle ladinische Küche zelebrieren. Ein Glanzpunkt und unvergessliches Erlebnis für Skitourengeher ist die Umrundung der Drei Zinnen im meterhohen Pulverschnee. Für viele Freunde der Berge ist jedoch der Talkessel von Cortina d'Ampezzo die schönste Winterkulisse überhaupt. In Cortina, einst die Sommerfrische von Kaisern, verbringen heute der italienische Geldadel und berühmte Filmstars ihre Winterferien. Seine zahlreichen in Weiß getünchten Berggipfel, die den ehemaligen Olympiaort schützend umhüllen wie die Trutzmauern einer Burg, bilden ein unvergleichliches Panorama, einen einzigartigen Wintertraum in Weiß.

21:00 - 21:45, H3
Die Eisbären von Manitoba

Die kleine Stadt Churchill im äußersten Nordwesten der kanadischen Provinz Manitoba gilt als "Eisbären-Hauptstadt der Welt". Jedes Jahr im Spätherbst sammeln sich rund um die Kleinstadt zahlreiche Eisbären. Sie haben irgendwo gemütlich den Sommer verbracht, sich vorwiegend von Früchten und Pflanzen ernährt und warten sehnlich darauf, dass endlich die Hudson Bay zufriert. Dann nämlich können sie vom Eis aus wieder ihre Leibspeise jagen: Robben. Doch bevor es so weit ist, treibt der Hunger die Kolosse nicht selten in das Hafenstädtchen. In Churchill hat man gelernt; mit der pelzigen Gefahr zu leben. Kinder dürfen dann nach 17 Uhr nicht mehr allein auf die Straße, Abfälle werden penibel unter Verschluss gehalten und zur Entsorgung weit weg gebracht. Autos und Haustüren sind grundsätzlich nicht verschlossen, damit man sich bei "Bärenalarm" schnell in ein Auto oder ein Haus flüchten kann. Bewaffnete Ranger patrouillieren rund um die Stadt und haben ihr Betäubungsgewehr stets bereit. Falls sich das größte aller Landraubtiere doch einmal zu weit in die Stadt vorwagt, kommt es vorübergehend in Gewahrsam. Denn in Churchill gibt es das einzige Eisbärengefängnis der Welt, in einem ausgedienten Militärhangar. Nach einigen Tagen nur bei Wasser werden die Bären dann per Helikopter weit weg von der Zivilisation ausgeflogen und wieder in die Freiheit entlassen. Die "schonende Gefahrenabwehr" kommt nicht von ungefähr. In Manitoba hat man den positiven Effekt durchaus erkannt, den Eisbären für den Fremdenverkehr haben können. Seit Jahren werden hier Touren mit einem "Tundra Buggy" in die unwegsame Wildnis angeboten. Mit speziell konstruierten, allradgetriebenen Bussen können bis zu vierzig Passagiere völlig ungefährlich und ganz nah an die Rastplätze der Bärenfamilien gebracht werden. Auch Wilderness-Lodges wie die Dymond Lake Lodge, etwa eine halbe Flugstunde mit dem Buschflugzeug von Churchill entfernt, werben damit, dass man die riesigen Zotteltiere unmittelbar aus dem Zimmerfenster beobachten kann. In der Tat, der nächste Eisbär ist in Manitoba nie weit weg.

(C) erdkunde-tv.de. Konzept, Gestaltung und Redaktion: erdkunde-tv.de. Nachdruck, Weiterverarbeitung, Weitergabe an Dritte sowie Veröffentlichung nur mit schriftlicher Genehmigung. Keine Haftung für falsche Angaben, keine Gewähr über die Richtigkeit der Informationen. Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik? Mailen Sie uns einfach.