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Freitag, 03.05.2019
07:15 - 08:00, arte
Simbabwe - Leben für den Augenblick

Seit seiner Geburt leidet der zwölfjährige Nkosi Gumbo an einer schweren Form von Grauem Star, der von Jahr zu Jahr zunimmt. Mit dem linken Auge kann Nkosi kaum noch sehen. Mit dem rechten erkennt er die Welt nur verschwommen. Wie die meisten Kinder im armen Matabeleland wächst Nkosi auf dem Bauernhof seiner Großeltern auf, während Mutter und Vater im benachbarten Südafrika arbeiten. Der siebenjährige Blessing Ncube musste dieses Jahr die Schule abbrechen, weil er durch seine stark eingeschränkte Sicht dem Unterricht nicht mehr folgen konnte.Beide Jungen sind nur zwei von über 50.000 Kindern aus dem südlichen Simbabwe, die unter Augenkrankheiten wie dem Grauen Star leiden. Nun haben sie eine Chance auf Heilung - durch ein Programm, welches Kindern kostenlose Operationen anbietet. Die Krankenschwester Tilile Nkata war dafür in ihre abgelegenen Siedlungen gekommen und hatte die Kinder untersucht. Sie setzte beide Jungen als Notfälle auf die Liste für bevorstehende Operationen, die vom Gesundheitsministerium sowie von lokalen und deutschen Nichtregierungsorganisationen finanziert werden.Doch nicht bei allen Kindern ist die Operation möglich. Vitamin- und proteinarme Ernährung, unbehandelte Verletzungen und Infektionen haben manche Augen so schwer geschädigt, dass sie nicht mehr zu korrigieren sind. Werden die Ärzte Nkosi und Blessing behandeln können und ihnen damit eine Chance auf ein Leben ohne Blindheit ermöglichen?
08:00 - 08:45, arte
Brasiliens Küsten

Tise und seine Mitarbeiter kümmern sich an der Nordküste von Paraná um die Papageien im Superagui-Nationalpark. In Joinville führen Ango und seine Frau in die Geheimnisse der Herstellung von Rohrzuckermarmelade ein. Und in Florianópolis hat Jaime das familieneigene Gasthaus in eines der namhaftesten Austernrestaurants des Landes verwandelt, während Cristiane verletzte Tiere und Opfer illegalen Tierhandels versorgt. In Porto Alegre stellt der Sänger Vítor Ramil die Gaúcho-Kultur vor und macht damit deutlich, dass Brasilien nicht nur aus ausgedehnten Regenwäldern besteht. An den Ufern der größten Lagune Brasiliens, der Lagoa dos Patos, bauen Maurivan und Gross das „grüne“ und das „gelbe Gold" der Gegend an: Reis und Soja. In Barra do Chuí schließlich, an einem der längsten Strände der Welt, schnitzt der Künstler Coelho Skulpturen aus Walknochen. Er hat sich außerdem dem Schutz der Umwelt verschrieben.
10:25 - 11:10, B3
Spaniens wilder Norden - Wolfsschluchten

In den nordspanischen Provinzen Kantabrien, Asturien und Galizien leben zwischen 1.000 und 3.000 Iberische Wölfe in kleinen Familienverbänden. Die Wölfe leben scheu und zurückgezogen, sie jagen Hirsche, Rehe, Wildschweine, Füchse und Hasen. Unter Wildbiologen ist es eine Tatsache, dass Wölfe das ökologische Gleichgewicht im Wald in einer Weise regulieren, zu der der Mensch nicht imstande ist. Filmautor Bernhard Rübe dokumentiert, wie die Verständigung im Familienverband bei Jagd und Jungenaufzucht funktioniert, wie Rangkämpfe ausgefochten werden, und wie die Jungen langsam in die Sozialstruktur des Rudels eingeführt werden. Eindrucksvoll zeigt er, dass ein einzelner Wolf bei der Jagd auf Wildtiere kaum eine Chance hat und erhärtet so den Verdacht, dass Wolfsabschüsse den Konflikt zwischen Viehhaltern und Wölfen erst verstärken: Werden eingespielte Familienverbände durch das Töten der Elterntiere auseinandergerissen, entstehen vermehrt Einzelgänger. Diese gehen aus der Not heraus auf Schafe oder andere Nutztiere los. Mehrere Lösungsansätze für ein nachhaltiges Zusammenleben von Mensch und Wolf stellt Bernhard Rübe in seinem Film vor. Durch umsichtiges Verhalten und Vorkehrungen geht die Zahl der Viehrisse in den nordspanischen Wolfsgebieten gegen null. Ein Ansporn, Wölfe auch in anderen Teilen Europas wieder willkommen zu heißen. Bernhard Rübe und seinem Filmteam gelang es, mit aufwendiger Kameratechnik die wildeste Region Spaniens mit ihren fesselnden Naturgeschichten einzufangen.
13:20 - 14:05, 3SAT
Der Känguru-Mann

Crocodile Dundee war gestern. Australien hat einen neuen Liebling aus dem Outback: Chris "Brolga" Barns, Retter verwaister Känguru-Babys. Alles begann 2005, als Chris Barns ein winziges Junges auflas, dessen Mutter überfahren worden war. Barns gab seinen Job als Reiseleiter auf, zog von der Stadt aufs Land und lebt seither in einer Blechhütte. Inmitten seines eigenen 37-Hektar-Wildtierreservats. Sein jüngster Neuzugang ist William. Alle vier Stunden füttert Chris Barns das kleine Rote Riesenkänguru mit laktosefreier Milch. Um die mütterliche Wärme des Beutels zu ersetzen, nimmt er das Junge mit ins Bett. Wenn alles gut geht, wird Barns es in einigen Monaten zurück ins Outback bringen. In seiner Obhut bleibt nur, wer zu schwer verletzt war, um in freier Wildbahn leben zu können. So wie Roger, das imposante Alpha-Männchen, das genauso groß ist wie Chris Barns, der Zwei-Meter-Mann. Oder Ella. Zu ihr hat der Australier über die Jahre ein derart vertrautes Verhältnis aufgebaut, dass sie ihm spektakuläre Einblicke in ihren Beutel gewährt. Dort wächst ein nackter, blinder Winzling heran. Waisenkind William entwickelt sich trotz aller Hingabe nicht wie erhofft. Er leidet an einer Hautinfektion, die ihm den Schlaf raubt. In der nächsten Stadt sucht Chris Barns Rat bei Cynthia Lynch und Anne-Marie Docherty - Känguru-Verrückte wie er. Sie haben nicht nur die nötige Medizin, sondern auch zwei gleichaltrige Gefährtinnen für William - Daisy und Amy. Alles scheint sich zum Guten zu wenden. Doch plötzlich, nach einem schweren Gewitter, bedroht ein Buschbrand Bans' Känguru-Reservat. Von Sturmböen in Panik versetzt, springt die kleine Daisy in einen Zaun und verletzt sich. Chris muss sie in die Tierklinik nach Alice Springs bringen. Wird sie durchkommen und mit William und Amy in die Wildnis zurückkehren können?

14:05 - 14:50, 3SAT
Der Känguru-Mann

Chris "Brolga" Barns ist immer von einer Schar Roter Riesenkängurus umgeben. Die meisten hat er als hilflose Babys am Straßenrand gefunden, kurz nachdem ihre Mütter überfahren worden waren. Einige waren selbst verletzt und hätten im australischen Busch nicht allein überleben können. Ihnen hat Chris ein eigenes Zuhause geschaffen: das 37 Hektar große "Kangaroo Sanctuary" nahe der australischen Stadt Alice Springs. Für seine jüngsten Känguru-Kinder William, Daisy und Amy soll das Wildreservat nur eine Zwischenstation sein. Chris Barns ist Tag und Nacht im Einsatz, um sie auf ein eigenständiges Leben im Outback vorzubereiten. Das Trio macht gute Fortschritte - bis Daisy sich bei einem Sturm das Fußgelenk zertrümmert. William und Amy müssen es ohne sie schaffen. Im Alter von neun Monaten verbringen sie immer weniger Zeit in ihren Kissenbezügen, Barns' genialen Beutel-Imitaten. Nach und nach dürfen die Kleinen das riesige Känguru-Reservat erkunden. Chris joggt mit ihnen, lässt sie Gräser, Wurzeln und Blätter knabbern und führt sie in die Gesellschaft der Großen ein. William beobachtet Roger, das mächtige Alpha-Männchen der Gruppe, und seinen kecken Nebenbuhler Monty. Amy begegnet echten Känguru-Müttern wie Ella, in deren Beutel Sohn Nigel wächst und gedeiht. Im Winter ist es dann endlich so weit: William und Amy sind gerüstet für ein Leben in den unendlichen Weiten des australischen Kontinents - ein Leben ohne Chris Barns.

14:50 - 15:30, 3SAT
Durch Australien in legendären Zügen

Der "Ghan" gehört zu den berühmtesten Reisezügen der Welt. Er durchquert Australien von Süden nach Norden, mitten durch das rote Herz des Kontinents. Robert Hetkämper und sein Filmteam sind mit dem "Ghan" gereist - in drei Tagen und zwei Nächten, von Adelaide bis Darwin. Zur Anreise aus Melbourne benutzten sie eine weitere Zuglegende: den "Overland", den berühmten Expresszug durch den Staat Victoria.
15:15 - 16:00, RBB
Mit dem Jeep durch Angola

Mit dem Allradfahrzeug geht es in das schwierigste Terrain von Angola. In der Namib-Wüste an der Grenze zu Namibia starten die meisten Touren ins noch unerschlossene Angola. Hier ist Afrika so ursprünglich wie kaum irgendwo. Auf dem Programm stehen Wüstenfahrten genauso wie Urwald und die fast endlose Küste. Abends am Lagerfeuer, die Jeeps in einer Wagenburg aufgestellt, hört man die Löwen brüllen. Es sind die Vielfalt der Landschaften und das Unerschlossene, die diese Allradtour so besonders machen. Das Filmteam schließt sich einer Gruppe "echter" Abenteurer an. Sie sind Abenteurer, zumindest in ihrer Freizeit. Dann bezwingen sie das schwierigste Terrain von Angola im Jeep. In der Wüste Namib an der Grenze zu Namibia starten die meisten auf ihren Touren ins noch unerschlossene Angola. Manchmal sind Familien darunter, meistens aber Männer mit ihren Ehefrauen. Hier ist Afrika so ursprünglich wie kaum irgendwo. Auf dem Programm stehen Wüstenfahrten, Urwald und die endlos wirkende Küste. Abends am Lagerfeuer, die Jeeps in einer Wagenburg aufgestellt, hört man die Löwen brüllen. Die Vielfalt der Landschaften und das Unerschlossene machen diese Allradtour so besonders. 900 Höhenmeter werden über eine alte Serpentinenstraße überwunden, der Serra da Leba Pass führt in eine völlig neue Landschaft. Es ist eine zerklüftete Bergwelt, halbtropisch, mit Mangobäumen und Wasserfällen und eine der wenigen Provinzen, die vom jahrelangen Bürgerkrieg weitgehend verschont geblieben war. Trotzdem blieben die Touristen fern. Fern von jeder Zentralregierung leben die meisten Einwohner an der Strecke von dem, was sie anbauen und in der Natur sammeln. Noch ist die Tour ein Geheimtipp unter ganz harten Offroad-Fans.
15:30 - 16:15, 3SAT
Mit dem Zug durch Australiens Süden

Mitte des 19. Jahrhunderts startete der erste Heißluftballon über Melbourne, und so ist es fast schon Tradition, zum Sonnenaufgang über die Hauptstadt des Bundesstaates Victoria zu schweben. Unten in der Millionenstadt rattert die "City Circle Tram", eine historische Straßenbahn aus den 1950er-Jahren. Touristen und Einheimische nutzen die kostenlosen Fahrten rings um die Innenstadt zu einer entspannten Sightseeing-Tour. Rund 40 Kilometer südöstlich von Melbourne, in den Eukalyptus- und Farnwäldern der Dandenong Ranges, ist "Puffing Billy" zu Hause, Australiens wohl beliebteste Dampfeisenbahn. Was in Europa unter keinen Umständen erlaubt wäre: Auf der 24 Kilometer langen Strecke zwischen Belgrave und Gembrook sitzen die Passagiere auf den halb offenen Wagen und hängen ihre Beine heraus. Die Originalstrecke des "Puffing Billy" wurde 1900 in Betrieb gesetzt und ist eine von vier Schmalspurbahnen, die die Staatsbahn Victorian Railway zu Beginn des 20. Jahrhunderts ins Landesinnere gebaut hat. Eine zweite dieser Schmalspurbahnen ist die "Walhalla Goldfields Railway" rund 180 Kilometer östlich von Melbourne. Sie führte einst von Moe bis Walhalla, eine der seinerzeit reichsten Goldgräberstädte Australiens. In den 1950er-Jahren wurde die Strecke stillgelegt. Heute ist Walhalla der Geheimtipp unter den Victorianern in Sachen Heimatgeschichte. Die Bahn fährt als Museumsbahn auch wieder durch die wilde Schlucht des Stringer's Creek. Eine dritte Museumsbahn findet sich an der wilden Westküste von Australiens südlichstem Bundesstaat, der Insel Tasmanien. Der Name der Bahn ist Programm: "West Coast Wilderness Railway". Sie führt von der Kupferminenstadt Queenstown durch den Regenwald Tasmaniens nach Strahan, eine kleine Hafenstadt am Macquarie Harbour. Eine Fahrt auf dieser Strecke ist nicht nur für Dampflok-Fans, sondern auch für Freunde wilder Naturlandschaften ein grandioses Erlebnis. Auf ihrer Reise durch Australiens Süden treffen die Filmemacher in der Tierpflegestation "Haelesville Sanctuary" auf all jene Tiere, die sie in Australien erwartet hatten, aber in freier Wildbahn nicht zu Gesicht bekamen. Außerdem besuchen sie ein Sägewerk, das die ältesten Bäume der Welt verarbeitet: die Huon Pine. Die Kieferart wächst nur in den Regenwäldern von Tasmaniens Westküste und steht heute unter dem Schutz der UNESCO. Schließlich sind die Filmemacher auch dabei, als Tasmanien einen neuen Weltrekord aufstellt: 114 Wasserskifahrer, gezogen von einem einzigen Boot.
16:15 - 17:00, 3SAT
Australiens Mississippi

"The Mighty Murray", der mächtige Murray, ist der größte Fluss des fünften Kontinents. Mark Twain verfiel seinem Charme und nannte ihn den "Mississippi Australiens". Er schlängelt sich durch New South Wales, Victoria und Queensland und mündet nach über 3000 Kilometern in den Südlichen Ozean. Zusammen mit dem Darling, seinem Nebenfluss, bildet er das viertgrößte Flusssystem der Erde. Aber nach zwölf Jahren Dürre war der einst mächtige Murray 2009 fast am Ende und schaffte es nicht mehr ins Meer. Das Delta lag unter dem Meeresspiegel, nur eine Reihe von Staumauern quer durchs Delta hielten das Meer davon ab, zurück ins Innere des Landes zu fließen. Doch Ende 2010 begann es zuerst in Queensland, dann Anfang 2011 auch im Murray-Darling-Becken zu regnen wie seit Jahrzehnten nicht. So verwandelte sich der Murray wieder in eine amphibische Welt, und die Lebensräume an seinen Ufern erholen und erneuern sich. Einst stand der Murray für Pioniergeist, Siedlerträume und Fülle. Heute steht er in Australien, dem trockensten aller Kontinente, vor allem für den verantwortungsvollen Umgang mit einer der kostbarsten aller Ressourcen, dem Wasser.

17:00 - 17:45, 3SAT
Neuseeland

Das Filmteam umsegelt mit der hochseetüchtigen Jacht "Evohe" die Spitze der Südinsel Neuseelands, von der Parklandschaft bei Dunedin bis in die Fjorde an der Westküste. Der Süden Neuseelands ist Abenteuerland. Größer und weniger dicht besiedelt als die Nordinsel, trifft man hier auf tief eingeschnittene Fjorde, hoch aufragende Berge, Robben- und Pinguinkolonien - und kauzige Farmer. Das Team rast mit einem Jetboot unberührte Flüsse hinauf, trifft knorrig konservative Farmer und waghalsige Basejumper in Neuseelands Abenteuer-Kapitale Queenstown.
17:45 - 18:30, 3SAT
Neuseelands Fjorde

Das Land der Fjorde liegt im Südwesten Neuseelands. Einmal im Jahr fahren Naturschützer zu den Inseln, die niemand betreten darf. Ein Film über den Naturschutz in den Fjorden Neuseelands. Auf Breaksea Island im Tasmanischen Meer gelang es, wovon viele Naturschützer träumen: Die Landschaft konnte unter ökologischen Gesichtspunkten in den Zustand von vor 300 Jahren zurückversetzt werden. Einst schleppten europäische Seefahrer und Siedler norwegische Ratten und andere kleine Raubtiere ein. Eine Katastrophe für Neuseeland, das außer Fledermäusen keine anderen Säugetiere kannte. Die Nagetiere machen Jagd auf die Vögel, 44 Arten sterben aus. Auf Breaksea Island gelang es, die Ökologie wieder ins Gleichgewicht zu bringen. In einem einzigartigen Projekt wurden Giftfallen aufgestellt und die Ratten ausgerottet. Heute leben auf der Insel nicht nur wieder Vögel, die vor 20 Jahren nicht zu finden waren, auch die Pelzrobben existieren wieder in großer Zahl. Doch der Nationalvogel Neuseelands, der Kiwi, ist bedroht. Deshalb züchten Naturschützer die flugunfähigen Vögel. Sie wildern die Kiwis auf unbewohnten Inseln aus, die von ihren Feinden nicht oder nur schwer erreicht werden können. Das Filmteam durfte zwei Rangerinnen begleiten. Der Takahe sieht wie ein kleiner Truthahn aus. Bis 1948 galt er als ausgestorben, dann wurde ein Paar in den Bergen des Fiordlands zufällig wiederentdeckt - eine Sensation. Es gelang, Takahes zu züchten. Heute gibt es wieder 300 dieser Vögel in Neuseeland. Die Dokumentation zeigt die atemberaubende Landschaft der Fjorde Neuseelands vom Land, vom Wasser und aus der Luft. Mit dem Hubschrauber fliegt der Berufspilot Kim Hollows auch durch tiefe, schmale Schluchten und vom Ende eines Wasserfalls zu seinem Anfang.
17:10 - 17:40, arte
Kamerun - Der süße Schatz der Baka

Seit ewigen Zeiten bildet der Wald die Lebensgrundlage des Pygmäenstamms der Baka, die halbnomadisch als Jäger und Sammler leben. Bis heute sehen sie sich als Teil eines Ökosystems, das sie mit allem Notwendigen versorgt. Zu den wichtigsten Nahrungsmitteln in den im Zentrum Kameruns gelegenen tropischen Regenwäldern zählt der Honig, mit dem die Baka ihren Zuckerbedarf decken. Für die Baka ist Honig essenziell, nicht nur als Nahrungsmittel, sondern schon immer auch als Medizin. Die Pygmäenvölker verlassen sich bis heute hauptsächlich auf Naturheilmittel. Guy gehört zu den Wenigen, die eine der ältesten Praktiken der Baka beherrschen: Er ist Honigjäger. Guy ist bei seinem Vater in die Lehre gegangen und hat dessen Wissen so verinnerlicht, dass er es meisterhaft versteht, den wilden Bienenvölkern, die getarnt in Erdkuhlen und Baumwipfeln nisten, ihren süßen Vorrat abzujagen. Guy riskiert Kopf und Kragen, um an den Honig zu gelangen. Lange lebten die Baka im Schutz der Wälder, völlig isoliert von der Außenwelt. In der Natur fanden sie nicht nur, was sie zum täglichen Leben brauchten, sondern auch ihre spirituelle Heimat. Durch Abholzung und Brandrodung im großen Stil werden die Pygmäen jedoch zunehmend aus ihrem angestammten Territorium verdrängt. Diese Veränderungen zwingen die Baka dazu, sesshaft zu werden. Heute leben sie entlang der neu angelegten Pisten, verzweifelt darum bemüht, ihre Lebensweise und ihre Kultur zu bewahren. Guy liebt den Wald, und Bienen zu züchten empfindet er als wider die Natur. Schon seine Vorfahren waren angesehene Honigjäger, und er setzt diese Tradition fort in der Hoffnung, dass die Wälder eines Tages wieder den Baka gehören werden.
17:40 - 18:35, arte
Naturwunder des Nordens

Norwegens Fjorde gehören zum Spektakulärsten, was Europa zu bieten hat. Bis zu 200 Kilometer ziehen sie sich von der Atlantikküste ins Land hinein, manche sind mehr als tausend Meter tief. Sie sind Relikte der Eiszeit, als gewaltige Gletscher Täler ausfrästen und selbst härtestes Gestein zermalmten. Obwohl ihr Wasser kalt und dunkel ist und kaum ein Lichtstrahl in die Abgründe fällt, ist das Leben im Fjord erstaunlich bunt und üppig. Im Reich der Finsternis wachsen Korallenriffe, und in der Strömung wogen fluoreszierende Seefedern und seltsam leuchtende Meeresschnecken. Im Winter treiben Orcas riesige Heringsschwärme tief in die Meeresarme hinein. Was von ihrer Mahlzeit übrig bleibt, ernten Vögel, Fische und Seesterne. Im Sommer wandern Lachse die Flüsse der Fjorde hinauf, um oberhalb der Wasserfälle und Stromschnellen, fernab der Feinde im Meer, zu laichen. Bis zu fünf Jahre werden die Junglachse in geschützten Buchten ausharren, bevor sie zurück ins Salzwasser der Fjorde wandern. Wie aber kommt es, dass unter den extremen Bedingungen im und am Fjord ein so großer Reichtum herrscht? Was ist das Geheimnis der Fjorde? Die Dokumentation taucht ein in die unergründlich scheinenden Tiefen der Fjorde Norwegens und zeigt die Vielfalt des Lebens im und am Wasser der „ertrunkenen Täler“. Mit aufwendigen Zeitlupen und Zeitraffern, Nachtaufnahmen und teils noch nie gesehenem Tierverhalten zeichnet Naturfilmer Jan Haft ein spannendes wie informatives Porträt der Fjorde – bei Mitternachtssonne und Mondschein, bei Eis und Schnee sowie im Glanz der Polarlichter.

18:35 - 19:20, arte
Das Krokodil

Das Nilkrokodil ist ein gefährlicher Räuber. Seine äußerst sensiblen Sinnesorgane erleichtern es ihm, seine Beute aufzuspüren, zu verfolgen und zu töten. Die Wissenschaftler Gregory Erickson und Paul Manger erläutern die Besonderheiten seines Nervensystems, das imstande ist, eine Vielzahl von Bildern, Gerüchen, Geräuschen, Schwingungen, Geschmackswahrnehmungen, Berührungen und Hautreizen zu registrieren und zu verarbeiten. Doch das Nilkrokodil hat noch andere Waffen: So sollen die mit der Nahrung aufgenommenen Kieselsteine nicht etwa, wie früher angenommen, das Zermalmen und Verdauen der Beute erleichtern. Sie dienen vielmehr als Ballast zur präzisen Steuerung des Angriffswinkels unter Wasser. Die außerordentliche Zersetzungskraft der Magensäure macht den Verdauungstrakt des Nilkrokodils zu einem der effizientesten im Tierreich. Im Gehirn lässt das hoch entwickelte limbische System zudem eine ausgeprägte Gefühlswelt vermuten. Vor einem Angriff etwa lässt sich das Krokodil weniger von seinen Instinkten leiten als von Vernunft und Berechnung. So können geringe Erfolgsaussichten, verbunden mit der Erinnerung an erlittene Niederlagen, das Tier zum Rückzug veranlassen. Erst kürzlich wurde entdeckt, dass das Krokodil zu den seltenen Arten gehört, deren Gehirn ein Leben lang weiterwächst. Die Forscher sind sich einig: Das Nilkrokodil ist ein intelligenter und hoch sozialer Jäger. Dass es sich über Jahrtausende hinweg behaupten konnte, ist weniger auf sein aggressives Jagdverhalten zurückzuführen als auf seine Anpassungs- und Entwicklungsfähigkeit – und auf sein Vermögen, im Laufe seines Lebens aus Erfolgen und Misserfolgen zu lernen.

20:15 - 21:00, H3
Istriens Süden - Urlaubsparadies an der kroatischen Adria

Istrien - dieser Teil Kroatiens ist nicht nur bei Sommerurlaubern, sondern auch bei Gourmet-Liebhabern äußerst beliebt. Die Halbinsel mit ihren felsigen Küsten im Westen, belebten Badebuchten im Osten und einem Hinterland, das fruchtbarer kaum sein könnte, zählt aus gutem Grund zu den Top-Gourmetregionen des Landes: feinste Trüffel, bestes Olivenöl und renommierte Weine ohne Ende - was hier wächst, genügt höchsten Ansprüchen. Die Moderatoren Anne Brüning und Mathias Münch wollen aber auch wissen, welche Aktivitäten die Region zu bieten hat: Sie erkunden die Unterwasserwelt beim Tauchen, düsen mit der ZipLine über die Höhlen von Pazin und wandern durch das Naturschutzgebiet Kap Kamenjak, um einige der traumhaft-schönsten Buchten Kroatiens zu finden. Ein Urlaub für Feinschmecker und Genießer.

21:00 - 21:00, Phoenix
Der Bayerische Wald

Als sich in den 1980er Jahren im Nationalpark Bayerischer Wald der Borkenkäfer außergewöhnlich stark vermehrte und die Nationalparkverwaltung eine Bekämpfung bewusst unterließ, hatte das weit reichende Folgen. Binnen weniger Jahre starben in den Hochlagen mehrere tausend Hektar alter, ehemals wirtschaftlich genutzter Fichtenbestände ab. Apokalyptische Szenarien boten sich den Besuchern der Region. Zehntausende kahle tote Bäume dominierten den Nationalpark. Vom "Ende des Waldes" war die Rede, vom "größten Waldfriedhof Mitteleuropas" und vom Ruin der Tourismusregionen Bayerischer Wald. Viele Skep tiker bezweifelten, ob aus diesen Baumleichen je wieder ein gesunder Wald werden würde. Doch dann geschah das Wunder. Aus dem Werk der Borkenkäfer wuchs ein neuer Wald heran, vielgestaltiger und bunter, als es der vorherige Wirtschaftswald je war. Jetzt, knapp 30 Jahre nach dem Borkenkäferbefall, zeigt sich der Erfolg der Nationalpark-Idee "Natur Natur sein lassen". Die riesigen Mengen toten Holzes vermoderten im Lauf der Zeit und damit entstand die wichtigste Voraussetzung für die erfolgreiche natürliche Verjüngung der Fichte in diesen Lagen. Genau die Baumarten, die seit alters her hier gesund gedeihen können, kehrten ganz von alleine zurück. Der "katastrophenartige" Zusammenbruch der alten Fichten war deshalb nicht das Ende des Bergwaldes, sondern er war ein Anstoß zur Entwicklung in Richtung "Urwald". Nirgendwo sonst zwischen Ural und Atlantik dürfen sich Wälder auf einer so großen Fläche frei entwickeln - ohne Zutun des Menschen - nur aus eigener Kraft und allein nach den Gesetzen der Natur. Der Film zeigt, wie es im einstigen Wirtschaftswald zur "Katastrophe" kam und wie daraus heute der "Urwald von morgen" heranwächst, wie perfekt hier Werden, Wachsen und Vergehen ineinandergreifen und warum der Borkenkäfer nicht zum Totengräber, sondern zum Geburtshelfer wurde. Im Gang der Jahreszeiten gibt die aufwendige Dokumentation einen Einblick, auf welche Art und Weise sich die Veränderung des Lebensraumes auf die Tier- und Pflanzenwelt auswirkt. So profitieren vor allem die lichthungrigen und Wärme liebenden Organismen von der neuen Situation. Zu ihnen zählen Pflanzen und Tiere, die alles verwerten können, was von den toten Bäumen übrig bleibt, wie Käfer, Schmetterlinge, Flechten und Moose. Auch bodenbrütende Vogelarten - wie etwa der Fitis - schätzen die Auflichtung des Waldes. Selbst der Wespenbussard kann hier jetzt ungehindert nach seiner Nahrung Ausschau halten - Insekten, die ihre Nester in die Erde bauen. Und die umgestürzten Stämme dienen nicht nur der Luchsfamilie als Versteck, sondern das tote Holz vermodert allmählich und wandelt sich selbst zum Keimbett für eine neue Waldgeneration.

21:00 - 21:45, Phoenix
Die Vogesen - geheimnisvoller Wald

Im Wald vollzieht sich der Wettkampf ums Licht. Jede Pflanze muss über den Schatten der anderen hinauswachsen, um möglichst viele Sonnenstrahlen abzubekommen. Nur so kann sie überleben. Die Buche wirft jedes Jahr Hunderttausende Blätter ab. Diese bilden eine ideale Streu für Regenwürmer, die durch ihr unablässiges Durchgraben und Durchlüften des Bodens für den Kreislauf der Natur unverzichtbar sind. Die Regenwürmer wiederum dienen den Wildschweinen als Nahrung. Der Wald arbeitet wie eine biologische Fabrik, in der jeder seine Rolle spielt und seine Funktion hat. Die von d en Pflanzen aufgenommene Energie wird an die Pflanzenfresser weitergegeben und dann nach und nach an jedes Lebewesen des Waldes. Hier leben Eichhörnchen, Füchse, Hirsche und schwarze Raben, Buchfinken, Blaumeisen und Rotkehlchen, auch Lurche und Salamander. König des Waldes ist der wachsame Luchs, auch wenn er durch Wilderer fast ausgerottet ist und zu den bedrohten Arten zählt. Bei Anbruch der Nacht werden Raufußkäuze und Dachse aktiv. Schon vor langer Zeit ist der Mensch ins Vogesenmassiv vorgedrungen. Durch wenig behutsame Eingriffe hat er die Natur der Region stark verändert. Die hat sich jedoch mittels Evolution stets angepasst. Dieser Mechanismus funktioniert, ist aber sehr störanfällig. Die Aufgabe des Menschen ist es, ihn zu bewahren.

21:00 - 21:45, H3
Slowenien - Reisen im Land der Sagen und Mythen

Slowenien ist das Land der tausend Gesichter. Auf engstem Raum finden sich herrlichste Landschaften, die unterschiedlicher nicht sein könnten: die hohen Berggipfel der Julischen Alpen mit Schluchten und Flusstälern, faszinierende Höhlen und Karstgebiete, fröhliche Weindörfer und malerische Küstenstädtchen, wie das venezianisch anmutende Piran. In der Hauptstadt Ljubljana, deren Name in etwa "die Geliebte" bedeutet, finden sich eine elegante Jugendstilarchitektur und eine besonders bunte Lebenskultur. Aus Lipica nahe der Küste kommen die berühmten Lipizzaner-Pferde, und wer Bled im Gebirge besucht, muss zum einen die berühmte Cremeschnitte kosten und zum anderen mit einem Pletna-Boot zur Insel auf den Bleder See fahren, denn dort befindet sich in der Inselkirche eine Wunschglocke. Wer sie zu Ehren der Heiligen Maria läutet, dem geht ein Wunsch in Erfüllung. Auch im Triglav-Nationalpark warten viele Sagen und Legenden und darüber hinaus ein Wander- und Erholungsgebiet par excellence.

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