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Freitag, 08.03.2019
07:15 - 08:00, arte
Arnika - Von der Kraft einer Heilpflanze

Seit einigen Jahren trägt Clément Urion die Bürde, das offizielle Pflück-Datum für die Arnikaernte freizugeben. Der Kräutersammler, der mit seinem sechsköpfigen Team auf seinem Bauernhof La Ferme du Bien-être aus Kräutern und Heilpflanzen ätherische Öle, Blütenwasser und Kräutertees herstellt, ist einer der wenigen, die die Pflanze offiziell ernten dürfen. Tausende Wildpflanzen wachsen heute noch in den Vogesen, doch nur 148 Arten dürfen von den Kräutersammlern gepflückt und weiterverarbeitet werden. Jedes Jahr im Juni gehört seine ganze Aufmerksamkeit der Arnika montana – jener wilden Heilpflanze, die auf den Wiesen des circa 1.200 hohen Markstein wächst. Nur Clément darf bestimmen, wann die zwei Tage dauernde Ernte beginnt – je nach Blütenstand und Wetter. Den Großteil der Ernte bekommt das bekannte Natur-Kosmetikunternehmen Weleda, dessen Chef Denis Graeffly erklärt, warum die Arnika so wichtig ist: „Sie ist eine führende Pflanze. Das heißt, sie ist Teil vieler Weleda-Produkte. Sie ist auch auf therapeutischer Ebene wichtig, sie hat viele Wirkungen auf dieser Ebene. Und auch für Kosmetika, besonders für eine externe Anwendung, hauptsächlich in der Form von Öl“. Kräutersammler zu sein, ist nicht nur eine Kunst, sondern auch ein Beruf. Doch jede Menge Hürden und Gesetzgebungen machen Leuten wie Clément Urion das Leben schwer.

10:25 - 11:10, B3
Highway durch die Kaktuswüste

Ernst Arendt und Hans Schweiger nehmen die Zuschauer mit auf eine unterhaltsame Reise durch die Wüsten Nordamerikas. Von der Kaktuswüste Süd-Arizonas geht es nach Neu Mexiko und über die historische Route 66 nach Kalifornien in die blühende Mojave-Wüste. Unterwegs beobachtet das Filmteam Spechte, die in Kakteen ihre Höhlen bauen und auf einem Blechdach trommeln. Felsmalereien und Ruinen einer indianischen Hochkultur liegen am Weg, und es geht durch Geisterstädte voller Esel und Touristen. In der Nacht kommen Buschratten, Katzenfrett und Kängururatten zum Lager und die winzige Elfeneule ruft. Das urige Gilamonster kreuzt den Weg der Filmemacher und schließlich entfalten die Kakteen ihre Blüten zu einem Rausch der Farben. Und da sind noch die Kaktusstacheln. Arendt und Schweiger spüren sie bei jedem Schritt, überall piekst es, nur die Tiere hopsen und flattern unbehelligt hin und her. Locker und unterhaltsam geht es zu: auf dem Highway durch die Kaktuswüste.

10:55 - 11:50, arte
Wundersames Norwegen

Der französische Musiker Mathias Malzieu sieht sich selbst als Geschichtenerzähler. Vor vier Jahren musste er eine Knochenmarktransplantation über sich ergehen lassen. Gefangen in einem sterilen Krankenzimmer, abgeschirmt vom Rest der Welt, war seine Vorstellungskraft die einzige Möglichkeit auszubrechen. Damals gab er sich das Versprechen, dem Wunderbaren in seinem Leben mehr Raum zu geben und eine Reise nach Norwegen zu unternehmen. Gesagt, getan: Auf seinem Weg vom Süden des Landes zum Nordkap legt der Musiker mehr als 3.000 Kilometer zurück und überquert den Polarkreis. Als treuer Begleiter immer mit dabei: sein Skateboard. Mathias Malzieus Abenteuer beginnt im grünen Tal von Hallingdal, von wo aus er zu einer zauberhaften Wanderung im Hallingskarvet-Gebirge aufbricht. Im Anschluss begibt sich Mathias in den kleinen Ort Fjærland, das erste Buchdorf des Landes. Das Projekt wurde vor 20 Jahren ins Leben gerufen, um Touristen anzulocken. Hier lernt Mathias die Märchenerzählerin Gurun kennen, die es liebt, den Kindern der Umgebung die schönsten Erzählungen Norwegens näherzubringen. Auf der Insel Arnøya trifft er den Rentierzüchter Niels, der mit Stolz seine traditionell bestickte Tracht zur Schau stellt. Schließlich erreicht Mathias sein Ziel, den Nordkap. Die 107 Meter hohe Felswand ist der nördlichste Punkt Europas. Sie bietet einen atemberaubenden Blick auf den Übergang von Atlantik zum arktischen Ozean. Umgeben von dichtem Nebel bewundert Mathias Malzieu die umliegende Landschaft und ihre seltsam-faszinierende Schönheit. Erneut gibt er sich ein Versprechen: Er will weitermachen.
11:55 - 13:25, B3
Wunderschön! Die südliche Toskana

Tamina Kallert trifft die "Butteri", die Hüter der langhornigen Maremma-Rinder, den "Öko-Fischer" Paolo Fanciulli und die Wuppertaler Kunsthistorikerin Hella Nussbaum, die sich ihren Traum vom "Haus in der Toskana" erfüllt hat. Unter der Toskana brodelt es: An vielen Orten sprudeln heiße Quellen hervor. Tamina Kallert genießt den kostenlosen Badespaß im türkisblauen Thermalwasser von Saturnia. Bei den Cascate del Muliono schießt knapp 40 Grad warmes Schwefelwasser aus dem Felsen und fließt in natürliche Becken, die durch kleine Wasserfälle miteinander verbunden sind. Pitigliano sieht aus wie eine riesige Sandburg: Der alte Stadtkern thront auf einem 300 Meter hohen Sockel aus gelbem Tuffstein. Hier wird die Geschichte von den Etruskern bis zu den Medici lebendig. Paolo Fanciulli ist ein Fischer, der sich für ökologisch korrekte Fischerei einsetzt. Tamina Kallert fährt mit dem Erfinder des "Fischfang-Tourismus" raus aufs Meer. Auf einem Hügel, umsäumt von Weinbergen, liegt Montepulciano. Zu den prachtvollsten der vielen Renaissance-Bauten gehört der Palazzo Ricci. Hier betreibt die Kölner Hochschule für Musik die Europäische Akademie für Musik und Darstellende Kunst. Tamina Kallert bekommt eine Führung mit Musik und besichtigt den historischen Weinkeller.

13:15 - 14:00, 3SAT
Der Große Himalaya Trail

Einmal quer über den Himalaya erstreckt sich die längste, schwerste und höchstgelegene Trecking-Tour der Welt: der Himalaya Trail. Es ist der Superlativ für Wanderer. Auf einem abgelegenen und einem viel begangenen Teilstück erfährt das Film-Team am eigenen Leib, was die meisten Wanderer in extremer Höhe suchen, finden und nicht selten sofort wieder verlieren. Größer als die Berge sind hier nur die Erwartungen, die viele Wanderer an ihren Urlaub stellen. Wer extreme körperliche Erfahrungen sucht, wird sicher nicht enttäuscht. Der Große Himalaya Trail besteht aus einem Wegenetz von mehr als 10 000 Kilometern Länge und ist damit das größte hochalpine Wegenetz der Erde. Aber wieso ist eigentlich die Zahl der Nervenzusammenbrüche im Urlaub nirgends so hoch wie im Himalaya?

14:00 - 14:45, 3SAT
Der Saar-Hunsrück-Steig

Der Saar-Hunsrück-Steig ist kein historischer Weg: Der "Designer"-Wanderweg, der am Dreiländereck Frankreich-Saarland-Luxemburg beginnt, wurde erst 2007 "erfunden". Er führt über 218 Kilometer bis nach Idar-Oberstein, mit einem Abstecher nach Trier. 2015 wird sich der Weg über 410 Kilometer bis nach Boppard am Rhein erstrecken. Er zieht jährlich 100 000 Wanderer an und ist längst ein Wirtschaftsfaktor im Hunsrück geworden. Lieblich und unspektakulär ist der Weg, angenehm in die Landschaft eingebettet und entspannt zu gehen - ein "Gute-Laune-Hike", findet der britische Reiseführer-Autor Bradley Mayhew, der zusammen mit der Trierer Geografin Kerstin Schneekloth viel erlebt: die Saarschleife und einen Back-Club der Frauen von Waldhölzbach mit einem Mönch aus Thailand. Er trifft auf den Chefdesigner des Keramikherstellers Villeroy & Boch, einen "gemischten Männerchor" aus Saarbrücken, der nur aus Männern besteht, genießt die Akustik des Doms zu Trier und den Riesling im Ruwertal, den ihm der Kellermeister von Schloss Marienlay anbietet.
14:45 - 15:30, 3SAT
Der Trockenmauerweg Mallorca

Mallorcas Trockenmauerweg führt über 150 Kilometer durch die Serra de Tramuntana - von Port Andratx über das Städtchen Sóller bis nach Pollenca im Nordwesten der Ferieninsel. Der Film begleitet den Briten Bradley Mayhew, Profi-Traveller und Autor von Reise- und Trekking-Führern. Bradley sucht Europas schönste Wanderwege, und Mallorcas Trockenmauerweg, offiziell GR 221, gehört zweifelsfrei dazu. In sechs Etappen führt der Weg entlang des Küstengebirges, durch Steineichenwälder und Olivenhaine, über Felsgrate und durch schöne Dörfer, immer mit bester Aussicht auf Berge und Meer. Meist folgt die "Ruta de pedra en sec", der "Weg aus trocken verlegten Steinen", den früheren Post- und Reitwegen Mallorcas, die bis auf das 13. Jahrhundert zurückgehen. Sie führen durch alte Kulturlandschaft und die Geschichte der Insel. Auf der Placa Major von Pollenca endet der Hike. Abgesehen vom Airport hat Bradley nichts vom Tourismus mitbekommen.
15:30 - 16:15, 3SAT
Traumhafte Bergwelten - Rund um den Tegernsee

Nur eine Autostunde von München entfernt liegt rings um den Tegernsee eine Wanderregion, die vom gemütlichen Wiesenspaziergang bis zur anspruchsvollen Kraxelei alles bietet. Filmautorin Monika Birk stellt vier Routen vor, die - entsprechende Kondition vorausgesetzt - auch von weniger erfahrenen Bergwanderern ohne Probleme zu bewältigen sind, am besten aber zusammen mit einem entsprechend ausgebildeten Wander- oder Bergführer. Die erste Tour führt über die spektakulär gelegene Tegernseer Hütte zum Doppelgipfel von Ross- und Buchstein: Eine lange und anstrengende, aber mit zahlreichen schönen Ausblicken gespickte Wanderung führt über die Blauberge bis auf fast 2000 Meter Höhe. Dass Wandern und Schlemmen sich nicht ausschließen müssen, zeigt die Führerin Elisabeth Lidschi Liedschreiber bei ihrem Favoriten, der Drei-Täler-Tour. Zum Abschluss gibt es noch einmal eine große Runde über die schönsten Aussichtsberge der Tegernseer Alpenregion, wie den Wallberg und den Risserkogel, wo traumhafte Blicke auf den See und die angrenzenden Gemeinden für jede Anstrengung entschädigen.

15:50 - 16:45, arte
Ein Traum von Baum

Die beiden tausendjährigen Eiben im französischen La Haye-de-Routot und der "Nagelbaum" im belgischen Herchies haben seit langer Zeit eine spirituelle Bedeutung. Sie zeugen von jahrhundertealten Traditionen und wurden im Laufe der Zeit mit den unterschiedlichsten Symboliken belegt. Von uralten Ritualen bis zu zeitgenössischer Folklore – in diesen Bäumen vereinen sich die Kräfte der Natur mit dem menschlichen Bedürfnis nach Glauben und Spiritualität. Zu Ehren der beiden normannischen Eiben wird seit Jahrhunderten ein fröhliches Fest ausgerichtet, deren Höhepunkt ein riesiges Feuer ist. Die Geschichte von La Haye-de-Routot ist eng mit den beiden Bäumen verbunden, die schon seit ewigen Zeiten dort zu stehen scheinen. Als einer von ihnen kränkelt, setzt sich das ganze Dorf für seine Rettung ein. Der "Nagelbaum" vor den Toren des belgischen Herchies dient als heimliche Pilgerstätte für Menschen, die an seine heilenden Kräfte glauben. Sein Stamm ist mit Stofffetzen übersät, die von den Kranken dort angebracht wurden. Dieser Glaube geht auf uralte Zeiten zurück – die Eiche von Herchies ist zwar erst 60 Jahre alt, führt jedoch das Erbe ihrer Vorgängerin fort, die einst am selben Ort stand und für ihre mythischen Kräfte bekannt war.

16:15 - 17:45, 3SAT
Mit Eseln durch die Steiermark - Trekking mit Gefühl

Eine etwas andere Bergwanderung in Österreich: Andrea Grießmann ist im Mariazeller Land in der Hochsteiermark unterwegs wie vor 100 Jahren - mit Eseln, die das Gepäck tragen. Die Wandergruppe legt täglich zwischen acht und 16 Kilometer zurück, übernachtet wird in einfachen Gasthäusern und auf Bauernhöfen. Die große Herausforderung der Tour: sich auf den besonderen Charakter der Esel einzulassen, ihrem Rhythmus und Instinkt zu folgen. Gelingt das, kommt die Seele zur Ruhe und der herrlichen Natur der Region mit ihren Bergen, Wäldern, Almen und Seen auf magische Weise nahe.
17:10 - 17:40, arte
Kyoto: Eine Ode an die Natur

Kyoto – heute ist Japans einstige Kaiserstadt eine moderne Metropole. Dennoch gelingt es ihr, die größten Kulturschätze des Landes zu bewahren. So auch die hölzernen Handwerkshäuser, sogenannte Machiyas, von denen viele schon seit dem 17. Jahrhundert das Stadtbild prägen. Nachdem viele der traditionellen Wohnhäuser Anfang des 20. Jahrhunderts abgerissen wurden, hat ihre Beliebtheit in den letzten Jahren wieder deutlich zugenommen. 8.000 von ihnen sind noch über die gesamte Stadt verteilt, werden renoviert und wieder von Einheimischen bezogen. Basiert diese bewusste Entscheidung, in einem Machiya zu leben, auf kulturellen oder architektonischen Gründen? Aus welchem Impuls bewohnt man ein Haus, das tief in der traditionellen Lebensart verwurzelt ist? Die Quintessenz japanischer Lebensart kommt in ihrer einfachen Architektur zum Ausdruck: in Brücken, Gärten und einer Natur, die hier überall zelebriert wird. Keiichiro lebt mit seiner Familie seit drei Jahren in einem der traditionellen Wohnhäuser, das er ganz im ursprünglichen Stil restaurieren ließ. Die vollständig aus speziell gezüchtetem Holz gestalteten Räume sind sehr wandelbar. Das „Design der Leere” im Sinne der japanischen Ästhetik schafft Platz für das Wesentliche: natürliche Materialien, schlichte Formen und klare Linien bilden einen offenen, lichtdurchfluteten Raum. Bis zum einfachsten Handgriff unterliegt alles einem Code. Auch die Gärtnerinnen befolgen exakte Anweisungen – alles hat seinen Platz. Denn in einem Machiya zu leben, heißt viel mehr, als es nur zu bewohnen …
17:40 - 18:35, arte
New Orleans - Magischer Mardi-Gras

Der Karneval in New Orleans wird in Anlehnung an den französischen Faschingsdienstag "Mardi Gras" genannt und als prunkvolles Fest ausgelassener Lebenslust und opulenter Dekadenz begangen. Voodoo-Anhänger, Afroamerikaner in prächtigen indianischen Trachten, feministische Musen und dekadente Mittvierziger … Der Karneval in New Orleans ist ein schillerndes Kaleidoskop rauschender Farben und Formen. In mehr als 70 Umzügen ziehen die Karnevalisten vierzehn Tage lang durch die Stadt und belegen eindrücklich, wie kontrastreich die US-amerikanische Gesellschaft ist. Karneval hat hier eindeutig auch eine Ventilfunktion. Während der tollen Tage fällt ganz New Orleans in kollektive Trance und genießt überschäumende Lebensfreude.

17:45 - 18:30, 3SAT
Durch Kretas Schluchten

Mit dem Trekking-Experten Bradley Mayhew und der kretischen Wanderführerin Penelope geht es den Fernwanderweg E4 auf Kreta entlang, der die Insel Griechenlands von West nach Ost durchquert. Am schönsten ist es im Südwesten, wo das Bergmassiv der Levka Ori 2500 Meter hoch aufragt und steil ins Meer stürzt. Der E4 bietet beste Blicke und kretische Gastfreundschaft. Man braucht Bergschuhe und Bikini, denn auch baden gehört dazu. Der Europäische Fernwanderweg Nr. 4 ist auf Kreta nicht überall gut markiert. Wandertourismus entsteht in Griechenland gerade erst, noch tauschen Wanderer Tipps im Internet. Der Pfad beginnt auf den Höhen der Westküste in Kissamos. Weit reicht der Blick aufs tiefblaue Meer, bevor Bradley und Penelope absteigen und im Kloster Chrissos-Kalitissa vorbeischauen. Zwei Stunden später sieht es aus wie in der Karibik: Türkis leuchtet das Meer in der Lagune Elafonissi. Die beiden hängen die Bergschuhe über den Rucksack und wandern durchs knietiefe Wasser. Dann ist die Südküste erreicht. Die Bergflanken fallen so steil ins Meer, dass für Straßen kein Platz ist. Nur per Schiff oder wandernd kommt man voran. Der E4 folgt nun alten Dorfverbindungswegen. Das Meer ist stets im Blick. Charakteristisch für Kreta sind die tief eingeschnittenen Schluchten, die Berge und Küste verbinden. Mit der Helikopter-Kamera wird die Wanderstrecke auch aus der Vogelperspektive vorgestellt. Penelope führt Bradley die Samaria-Schlucht hoch, 1200 Meter Anstieg auf 18 Kilometer Länge, das ist anstrengend. Abends in den Bergen werden die Wanderer zu Lamm und Rotwein eingeladen und lauschen den Gesängen der Männer. Sie singen Rizitika - Freiheitslieder, die ursprünglich nur im Westen von Kreta gesungen wurden. Bradley muss allein weitergehen. Er steigt auf zur Berghütte Kallergie und quert in zwei Tagen die Levka Ori, die Weißen Berge, ein karstiges Gebirgsmassiv. An manchen Stellen sieht es aus wie auf dem Mond. Beim Dorf Aradena, verlassen wegen einer Blutfehde, trifft er Marianna, die ihn durch den Canyon von Aradena begleitet. "Die Schlucht wurde von Rebellen als Versteck genutzt", erfährt Bradley und begreift, dass Kreter ebenso gastfreundlich wie freigeistig sind. "Sfakia" heißt die Region. Die vielen Eroberer Kretas, Byzantiner, Sarazenen und Osmanen, haben sie nie völlig kontrolliert. Das Schöne an Kretas Schluchten: Sie führen direkt zum Meer. So endet der Tag für Bradley an der klitzekleinen Marmara-Bucht, mit bestem Essen und einem Sprung ins Meer. Genusswandern! In Bradleys Hitliste der schönsten Wanderwege Europas steht Kreta ganz weit oben.

18:35 - 19:20, arte
Bukarest

Bukarest ist keine klassische Schönheit, sondern eine Stadt, in die man sich erst auf den zweiten, dritten, vierten Blick verliebt. Während der Diktatur Nicolae Ceausescus erfuhr die Hauptstadt Rumäniens eine brutale Umwandlung: Historische Viertel wurden abgerissen, Protzbauten errichtet und ganze Kirchen versetzt. Heute ist Bukarest auf der Suche nach einer neuen Identität: lebendig, vielfältig, kreativ. In den vergangenen Jahren ist hier viel passiert. Die Infrastruktur der Stadt wurde verbessert, Parkanlagen erneuert, zahlreiche Cafés und Restaurants eröffneten entlang der Gassen und auch eine alternative Kulturszene hat sich allmählich herausgebildet. Maria Neneciu und ihre Kollegen vom Künstlernetzwerk „The Institute“ organisieren über 60 Veranstaltungen im Jahr und verwandeln dabei stark befahrene Straßen in kreative Fußgängerzonen. Der Unternehmer Dragos Bogdan versucht das vergessene Nationalgetränk der Rumänen, „Braga“, wieder bekannt zu machen. Radu Ion Nevers ist Silberschmied und Rom. Um sein Handwerk in die Zukunft zu führen, arbeitet er mit internationalen Schmuckdesignern zusammen. Sein Ziel ist es, das Wissen und Talent der Roma-Handwerker bekannt zu machen und zu zeigen, wie wichtig ihr kulturelles Erbe für Rumänien ist. Cristian Lascu hat es sich wiederum zur Lebensaufgabe gemacht, ein Naturschutzgebiet inmitten der Metropole zu erhalten: In und um die natürlichen Seen des Vacaresti-Naturparks herum leben heute Otter, Frösche, Fische und Schwäne, Enten und zahlreiche andere Vogelarten. Eine Entdeckung mitten in einer Millionenstadt.

19:40 - 20:10, arte
Re: Kostbare Jakobsmuscheln

Mathieu Yonnet fährt schon seit 17 Jahren auf See, um die wilden Jakobsmuscheln zu fischen. Er profitiert heute davon, dass die Generation der Fischer vor ihm, in der Normandie und der Bretagne, aus ihren Fehlern lernten und sich strenge Regeln auferlegten, die heute noch gelten. Sie fischen nur vom 1. Oktober bis 15. Mai, 2 Stunden pro Tag, Montag bis Donnerstag, und nur Muscheln ab einer Größe von 11 Zentimetern.Sie halten sich strikt daran, denn es lohnt sich: In den letzten Jahrzehnten erholten sich die Bestände so gut, dass sie im vergangenen Jahr 63.000 Tonnen wilder Muscheln ernten konnten – ein Rekord, und das mit Nachhaltigkeit. Gendarmerie und Küstenschutz wachen auf hoher See über die Einhaltung dieser Regeln. Allerdings liegt ein Teil der wilden Muschelgründe in den internationalen Gewässern. Da gibt es in den letzten Jahren immer wieder Ärger mit britischen und irischen Fischern, die sich an keine Regel halten wollen.

20:15 - 22:15, Phoenix
Das Gesetz der Löwen

Einst streiften Abertausende Löwen durch die Savannen von ganz Afrika, mächtige Rudel herrschten Seite an Seite. Und noch immer gibt es solche Gegenden, wo die Natur mit all ihrer Gewalt regiert. Die dreiteilige Reihe, die sechs Jahre lang gedreht wurde, führt nach Tansania und erzählt die Saga dreier Löwenrudel. Das kleine Kapunji-Tal inmitten der trockenen Ebene des Ruaha-Nationalparks ist eine üppige Oase. Wasser gibt es hier das ganze Jahr über. Die im Park lebenden Tiere haben ungewöhnliche Verhaltensweisen entwickelt. Normalerweise jagen Löwen Paviane, doch hier im Tal scheinen sie eine Art Pakt geschlossen zu haben und ... Das kleine Kapunji-Tal inmitten der trockenen Ebene des Ruaha-Nationalparks ist eine üppige Oase. Wasser gibt es hier das ganze Jahr über. Die im Park lebenden Tiere haben ungewöhnliche Verhaltensweisen entwickelt. Normalerweise jagen Löwen Paviane, doch hier im Tal scheinen sie eine Art Pakt geschlossen zu haben und leben friedlich nebeneinander. Wenn gewaltige Büffelherden vom Hochland an die Wasserstellen ziehen, ist es mit der paradiesischen Idylle vorbei. Das größte Löwenrudel des Parks, die Baobab-Löwen mit mehr als 30 Tieren, hat dann bereits Jagdposition bezogen. Im Herzen des Ruaha-Nationalparks in Tansania ist das kleine Kapunji-Tal ein üppiges Paradies. Hier fließt selbst in der Gluthitze des Sommers das Wasser im Überfluss. Das wissen auch die im Park lebenden Tiere, die alle zur Oase strömen. Normalerweise jagen Löwen Paviane, doch hier im Tal scheinen sie eine Art Pakt geschlossen zu haben und leben friedlich nebeneinander. Das Flusstal ist Heimat eines kleinen Löwenrudels von zwei Löwinnen und ihren Jungtieren. In der Oase finden sie ausreichend Nahrung und Wasser. Die Paviane leben in dem zwei Kilometer entfernten Baobab-Wald. Die Njaa-Löwen sind auf kein festes Revier beschränkt, sie folgen den gewaltigen Büffelherden, die vom Hochland kilometerweit in die Ebene zu den Wasserstellen ziehen. Das sonst im Baobab-Wald lebende Löwenrudel wartet bereits an der Wasserstelle auf die Büffel, um im geeigneten Augenblick die Jagdoffensive zu starten. Doch das Njaa-Rudel will dem Baobab-Rudel "seine" Büffel nicht kampflos überlassen und versucht, die "Wilderer" zu vertreiben. Nach heftigen Kämpfen müssen sich die Baobab-Löwen geschlagen geben und den Rückzug antreten. Doch einer jungen Löwin ist die Flucht nicht gelungen, und die Njaas greifen sie an. Die anderen Baobab-Löwen kehren zurück, um dem leidenden Tier beizustehen. Doch erst als sich das dominante Weibchen des Baobab-Rudels unterwirft, lassen die Njaas von ihrem Opfer ab - zu spät für die junge Löwin, die ihren Verletzungen erliegt. Endlich kehrt wieder Ruhe im Tal ein. Aber schon nähern sich andere Eindringlinge: Eine Gruppe ausgewachsener Löwen ist auf dem Weg zur Wasserstelle. Einst streiften Abertausende Löwen durch die Savannen von ganz Afrika, mächtige Rudel herrschten Seite an Seite. Und noch immer gibt es solche Gegenden, wo die Natur mit all ihrer Gewalt regiert. Die dreiteilige Reihe, die sechs Jahre lang gedreht wurde, führt nach Tansania und erzählt die Saga dreier Löwenrudel.

20:15 - 21:00, H3
Buntes Mauritius

Mauritius gilt als perfekter Ort für einen Traumurlaub: Palmen, Strand und Meer. Doch das ist längst nicht alles, was diese Insel im Indischen Ozean ausmacht. Wer sich auf Mauritius einlässt, entdeckt faszinierende Landschaften und natürliche Schönheit, staunt über kulturelle Vielfalt und begegnet lächelnden Menschen, die stolz sind auf ein reiches Erbe. Die Filmautorin Christine Seemann macht sich auf in die pulsierende Inselhauptstadt Port Louis, zu den paradiesischen Stränden der Westküste nach Flic en Flac, in den grünen Südwesten nach Chamarel und weiter in den reizvollen Osten, an die Flussmündung des Grand River South East. Sie trifft unter anderem ein Paar, das sich auf Mauritius trauen lässt, besucht eine Rumfabrik, geht zum Pferderennen, das nicht wegzudenken ist aus dem gesellschaftlichen Leben der Mauritier, und begleitet eine Delfin-Tour mit anschließendem Besuch auf der Badeinsel Ile aux Bénitiers - spannende Entdeckungen an einem der schönsten Orte der Welt.

21:00 - 21:45, H3
Hawaii - Ein verlorenes Paradies

Es waren polynesische Seefahrer, die Hawaii vor 1.600 Jahren entdeckten. Sie fanden auf diesen Inseln ihr Paradies. Geschmiedet von einem vulkanischen Feuer, geformt vom Wind und vom Ozean, bilden die Hawaii-Inseln eines der schönsten Archipele im gesamten Pazifik. Oahu, Kauai, Big Island und Maui locken mit kulturellen Reizen und landschaftlichen Schönheiten. Diese Inseln kommen dem Idealbild des ewigen Frühlings am nächsten. Man muss sich nur auf die Suche machen, dann kann man vielleicht sein kleines Paradies noch finden.

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