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Donnerstag, 07.03.2019
07:15 - 08:00, arte
Kräuterblüte in Südtirol

Ostern in Südtirol. Das Felsmassiv des Schlern glüht in der frühen Morgensonne. Erste Lichtstrahlen fallen auf den einsam an einem Steilhang gelegenen Bergbauernhof der Mulsers und brechen sich in den langen Eiszapfen am Dach. Wie zu groß geratene Treppenstufen führen verschneite Gartenterrassen hinab zur Burgruine Aichach. In ihrem Kräutergarten zieht Martha Mulser Pflanzen aus den Samen alter Bergkräutersorten, aber sie experimentiert auch mit exotischen Kräutern, zum Beispiel mit der Japanischen Ölminze oder dem Kubanischen Strauchbasilikum. Früher hatten die Mulsers sechs Kühe, die Familie versuchte, von der Milch- und Käseproduktion zu leben. Als Martha Mulser dann bei einem Vortrag vom biologischen Kräuteranbau hörte, war sie so begeistert, dass sie gleich auf einer kleinen Fläche zu experimentieren begann. Auch Abnehmer für ihre Kräuter fand sie sofort. So brachte ihr Hobby schnell mehr Geld ein als die Landwirtschaft. Eine alte, fast vergessene Kultur wurde durch die Leidenschaft der Bäuerin in Südtirol wiederentdeckt und belebt. Belohnt wird Martha Mulser für ihre Mühen nicht nur durch einen jährlich steigenden Absatz, sondern auch durch eine Popularität, die mittlerweile über die Grenzen Südtirols hinausgeht.
08:00 - 08:45, arte
Frauen und Ozeane

Der Weiße Hai ist die große Liebe von Dr. Alison Kock. Im Atlantischen Ozean vor Kapstadt arbeitet die Südafrikanerin im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Fürsprache für ein als blutrünstig abgestempeltes Tier. Ihre Mission besteht darin, das Gleichgewicht der Nahrungskette im Meer zu erhalten. Ohne den Weißen Hai, den größten Raubfisch der Ozeane, würde es zusammenbrechen. Seit 20 Jahren erforscht die Meeresbiologin die Lebensbedingungen der Haie vor Südafrika. Der Mythos des gefährlichen Jägers macht den Raubfisch zum Freiwild. Der Hai ist verhasst, und sein Schutz erscheint vielen als unnötig. Aber der Jäger ist schon längst zum Gejagten geworden. Jährlich werden zwischen 70 und 100 Millionen Haie für eine teure Delikatesse und die Herstellung eines Potenzmittels abgeschlachtet. Den Tieren werden bei lebendigem Leib die Flossen abgeschnitten, um sie dann wieder zurück ins Meer zu werfen. Diese Brutalität und die weltweit rasant sinkenden Haipopulationen haben die Meeresbiologin Dr. Alison Kock auch zur Aktivistin werden lassen. Ihre Leidenschaft gilt diesen uralten und noch immer rätselhaften Meeresraubtieren, die ein Teil des gesamten Ökosystems und vom Aussterben bedroht sind.
09:25 - 10:30, arte
Irland, die Grenze des Brexits

„Irland, Die Grenze des Brexits“ porträtiert die Gewinner und Verlierer des Brexits entlang der irischen Grenze und erklärt, warum der Brexit für viele nicht nur ein Prozess, sondern eine „Haltung“ ist. Die Dokumentation hat die emotionalen Reaktionen auf die Verhandlungen eingefangen und zeigt, wie der Austritt Großbritanniens aus der EU Leben und Arbeit der Grenzbewohner verändern wird.Fünf Porträts stehen stellvertretend für die Vielfalt der Einzelschicksale und der Standpunkte hinsichtlich des Brexits: Ein Berufspendler fährt täglich mit der Carlingford-Fähre zur Arbeit, eine Fischerfamilie bangt um ihre Zukunft und ein Landwirt aus Südwest-Fermanagh erinnert sich an die Zeit, als Vieh noch auf der Straße gehandelt wurde. Kurz vor dem Oktober-Termin für die Einigung in Brüssel schwört ein junger Idealist, den Brexit mit allen Mitteln verhindern zu wollen – auch wenn er dabei bis nach Westminster gehen müsse.Ein ehemaliger Offizier des Royal Irish Regiment zeigt wiederum Fotos seines Bataillons mit der englischen Königin und erklärt, die Loyalität zur britischen Krone sei ihm wichtiger als die Idee eines europäischen Superstaats. Handel, Wirtschaft, Politik, Geschichte, Identität und Sicherheit an der britisch-irischen Grenze sind nur einige der Themen, die der Brexit nicht unberührt lassen wird. Wie wird es weitergehen?Denn die Möglichkeit, dass der Krieg zwischen dem protestantischen Norden und dem katholischen Süden erneut aufflammt, davor haben alle Iren Angst.
10:25 - 11:10, B3
Highway durch die Rocky Mountains - Frühling

Ernst Arendt und Hans Schweiger nehmen die Zuschauer wieder mit auf den Highway durch die Rocky Mountains. Vom Yellowstone-Nationalpark führt die ungewöhnliche Reise durch die Rocky Mountains nach Süden und als Höhepunkt mit dem Auto in das Hochgebirge, auf über 4.000 Meter. Arendt und Schweiger zeigen, wo Wölfe neben der Straße jagen, Wasseramseln an einer Brücke ihr Nest bauen, wie ein Specht in einem Wegweiser seine Nisthöhle zimmert, und wie ein Bär Ärger mit Wölfen bekommt. Schwungvoll und locker geht es über den Highway, mit einem Blick auf Lehrreiches und Amüsantes links und rechts des Weges, kommentiert mit einem Augenzwinkern.
11:10 - 11:55, B3
Polen entdecken - Der Süden

Vom Riesengebirge bis zu den Karpaten erstreckt sich ein Berggürtel, auf den die Polen stolz sind. Im Norden liegen die alten Städte Posen, Breslau, Krakau und Warschau. Die Bewohner pflegen alte Traditionen und sind gleichzeitig sehr weltoffene Europäer. Piotr Krzaczkowski ist Chef der Wetterstation auf der Schneekoppe. Sein Arbeitsplatz thront wie ein futuristisches Raumschiff auf dem über 1.600 Meter hohen Gipfel. Im Winter ist er nur mit Seilbahn und Ski zu erreichen. In dem kleinen Laden von Benedykt Niewczyk in der Altstadt von Posen liegen Schätze. Der Geigenbauer hat alte Werkzeuge und kostbares Holz seiner Vorfahren retten können. Ewelina Zwijacz-Kozica hat sich um einen Job beworben, den in der Hohen Tatra sonst nur Männer machen: Sie will Bergretterin werden. Bartosz Pirga kann wie ein Wolf heulen. Er kennt auch genau die Jagdmethode der Rudel: Sie treiben ihre Beute in eine Schlucht des Bieszczady Nationalparks, kreisen sie dann ein und erlegen sie. Manchmal hat der Wildbiologe Glück und kann sogar filmen, wie sich Bären und scheue Luchse über die Reste der Wolfsbeute hermachen. Marek Bracha findet stets die richtigen Töne, um der polnischen Seele Ausdruck zu verleihen, wenn er im Warschauer Lazienki Park Chopinkonzerte gibt. Der junge Pianist hat in London studiert, möchte aber an keinem anderen Ort der Welt mehr leben als in der polnischen Hauptstadt. Malgorzata Górska hat einer winzigen Vogelart in den Biebrza-Sümpfen das Überleben gesichert und ist heute Polens bekannteste Naturschützerin.

11:55 - 12:40, B3
Auf Eisstraßen zum Polarmeer

Das Kamerateam beginnt die Fahrt in den Norden Kanadas auf dem legendären Dempster Highway, der vom einstigen Goldgräberort Dawson City im Yukon 700 Kilometer weit nach Norden in die Northwest Territories nach Inuvik führt, dem Versorgungsort der Region. Dort beginnen die Eisstraßen ins Delta des Mackenzie River und hinaus bis ins Polarmeer zum Inuit-Ort Tuktoyatuk. Familien und Trucker nutzen sie, aber auch Jäger, Rentierzüchter und sogar der Pfarrer von Inuvik, der im Winter seine abgelegenen Kirchengemeinden gut über das Eis erreichen kann. Die wenigen Monate, in denen die Eis-Highways bestehen, bedeuten für die Menschen im weiten Delta des Mackenzie River in Kanada die beste Reisezeit des Jahres. Dann können sie zum Einkaufen in der Stadt nach Inuvik fahren und bei Festen wie dem "Muskrat Jamboree"-Festival Verwandte und Freunde treffen. Tagsüber werden sportliche Meisterschaften wie Motor- und Hundeschlittenrennen ausgerichtet, aber auch skurrile Wettbewerbe wie Bisamratten-Häuten. Doch die Ära der Eis-Highways neigt sich dem Ende zu. Eine neue Schotterstraße wird ganzjährig Inuvik mit Tuktoyaktuk am Eismeer verbinden, nur einige kürzere Strecken werden in Zukunft noch auf dem Eis angelegt werden.
13:15 - 14:00, 3SAT
Unsere schönsten Naturparks

16 Naturparks und Biosphärengebiete in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz schützen die vielfältigen Naturlandschaften. Eine Forstwirtin und ein Ranger stellen die schönsten vor. Die Reise führt in Baden-Württemberg vom Südschwarzwald, dem größten Naturpark Deutschlands, über das einzige Biosphärengebiet des Bundeslandes, die Schwäbische Alb, bis in den Schönbuch, der zum Waldgebiet des Jahres 2014 gewählt wurde. In Rheinland-Pfalz werden der Pfälzer Wald, der sowohl Naturpark als auch Biosphärengebiet ist, der Naturpark Saar-Hunsrück, seit 2015 Nationalpark, und die Vulkaneifel, der jüngste Naturpark in Rheinland-Pfalz, gezeigt. Ulrike Abel ist Forstwirtin und stellvertretende Forstamtsleiterin in Kaiserslautern, der Feldberg-Ranger Achim Laber ist seit 25 Jahren Naturschutzwart am Feldberg.
14:00 - 14:45, 3SAT
Der Natur auf der Spur - Abenteuer wilder Südwesten

Die Dokumentation begibt sich in naturbelassene Regionen Baden-Württembergs. Dort leben vom Aussterben bedrohte Tierarten wie Auerhahn, Sumpfschildkröte, Schwarzstorch und Luchs. Der Film begleitet die beiden Wildnis-Experten Sebastian Olschewski und Michael Eick vom Naturschutzbund (NABU) auf ihren Expeditionen in den Nationalpark Schwarzwald, das Donautal und in oberschwäbische Moore und Bannwälder.

14:45 - 16:15, 3SAT
Die Naturparadiese des Westens

Nordrhein-Westfalen - mehr als 2000 Seen, 3000 Naturschutzgebiete und über 50 000 Kilometer Bäche und Flüsse, zahllose Berge, Wälder, Heiden, Moore, Felsen, Schluchten und eine Savanne. Die Dokumentation stellt die schönsten Naturparadiese Nordrhein-Westfalens vor. Dazu gehören nicht nur die 15 National- und Naturparks, sondern auch kleine Schönheiten, wie die Plästerlegge, der einzige Wasserfall des Landes. Für mehr als 40 000 Tier- und Pflanzenarten ist Nordrhein-Westfalen die "freie Wildbahn" - für fast 18 Millionen Menschen die "Wildnis vor der Haustür". Wer bisher beim "Land der 1000 Seen" nur an Finnland gedacht hat, der bekommt einen neuen Blick auf das für manche Westfalen schönste Bundesland der Welt.

15:20 - 15:50, arte
Korsika - Bonifacio

Die Bewohner von Bonifacio sind stolz auf die Eigenheiten ihres Ortes, als wäre er eine an Korsika angehängte eigene Insel am südlichsten Punkt Frankreichs. Der Hafen von Bonifacio war durch seine geschützte Lage schon seit der Römerzeit ein wichtiger Handelsplatz zwischen Korsika, Italien und der nur zwölf Kilometer entfernt liegenden Nachbarinsel Sardinien. Der Handel lief jedoch nicht ohne Konflikte ab, so dass die natürliche Festung durch weitere Befestigungsanlagen ergänzt werden musste. Die Altstadt von Bonifacio thront auf 60 Meter hohen Kalkfelsen in atemberaubender Lage über dem Mittelmeer.
15:50 - 16:40, arte
Ein Traum von Baum

Der tausendjährige Olivenbaum im korsischen Oletta und die schwedische Fichte Old Tjikko gehören zu den ältesten Bäumen ganz Europas. Der eine steht gut behütet in einem Garten und trägt noch immer Früchte; der andere kämpft in einem abgelegenen Nationalpark gegen die harten Wetterbedingungen in Nordskandinavien. Olivenbäume versinnbildlichen die Mittelmeerkultur; dies gilt auch für das Exemplar aus Oletta. Ein halbes Jahrhundert lang geriet er in Vergessenheit, dann nahm ihn ein nordfranzösisches Paar in seine Obhut. Heute ist der Baum, der noch immer Früchte trägt, wieder der Stolz des ganzen Dorfes. Vor rund zehn Jahren entdeckten Wissenschaftler in einem schwedischen Nationalpark eine mehr als 9.000 Jahre alte Fichte, die sie Old Tjikko nannten. Als ältester Baum der Welt ist sie ein regelrechter Star, der vielleicht bald mit einem Zaun vor den Besucherströmen geschützt werden muss.

16:15 - 17:00, 3SAT
Traumziele in Bayern

Eingebettet zwischen steilen Berghängen und zu Füßen des sagenumwobenen Watzmanns liegt der Königssee. Er gilt als einer der schönsten Alpenseen. Der Film stellt Traumziele in Bayern vor. Nicht weit entfernt vom Königssee befinden sich mit Bad Reichenhall und Berchtesgaden zwei weitere Attraktionen der deutschen Alpen. Wer einen Blick aus luftiger Höhe auf den Südostzipfel Bayerns werfen möchte, kann dies bei einem Besuch des Kehlsteinhauses tun. Es liegt als Dokument der nationalsozialistischen Architektur auf einem exponierten Felsen in 1834 Metern Höhe und ist nur zu Fuß oder mit Spezialbussen über eine abenteuerliche, aus dem Felsen des Kehlsteins gesprengte Straße zu erreichen. Knapp 200 Kilometer nördlich davon liegt Passau mit seinem südländischen Flair. Schließlich wurde die Stadt am Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz nach einem verheerenden Brand vor 350 Jahren von den besten italienischen Baumeistern ihrer Zeit komplett neu aufgebaut. Von Passau aus ist man rasch im Nationalpark Bayerischer Wald. Er gleicht einer Bilderbuchlandschaft: von Wald gesäumte Täler, idyllische Bauernhöfe und vor allem viel Natur. Fast wie in einem Urwald fühlt man sich im ersten Nationalpark Deutschlands. Denn hier dürfen sich Bäume, Pflanzen, Bäche und Seen seit Jahrhunderten natürlich entwickeln. In den Tälern werden traditionsreiches Handwerk und altes Brauchtum gepflegt. So kann man Glasbläser besuchen und ihnen bei der Arbeit zusehen.

17:00 - 17:45, 3SAT
Paradiese - Urlaub in europäischen Naturparks

Ob in Schwedens flacher Moorlandschaft oder den karstigen Bergen Südosteuropas: Ausflüge in naturbelassene Regionen runden einen abwechslungsreichen Urlaub erst ab. Wo sich die Natur ohne menschliche Eingriffe entfalten darf, zeigt sich Europas wahre Vielfalt, und häufig ist sie auch als Tagestour vom Ferienort aus zu entdecken. Wirklich spannend wird es, wenn kundige Ranger auf die Kostbarkeiten aufmerksam machen. Beispiele dafür sind die andalusischen Reservate Doñana und Cabo de Gata, die kroatischen Plitvicer Seen mit ihren smaragdgrünen Wasserfällen oder auch der Lorbeerwald auf La Gomera. An der Grenze zu Spanien liegt Portugals einziger Nationalpark Peneda-Gerês. Mit malerischen Gebirgszügen, Hochebenen voller Blumen, riesigen Seen, wilden Pferden und archaischen Dörfern bietet er ein einmaliges Erlebnis. Italiens Pollino-Park wiederum, im Süden bei Kalabrien gelegen, gehört zu den größten Naturschutzgebieten Europas. Naturliebhaber finden hier ausgedehnte Buchenwälder, entlegene Hochweiden und beeindruckende Canyons. Im schwedischen Småland, wo Astrid Lindgren aufwuchs, können im Nationalpark Store Mosse Naturfreunde auf Schneeschuhen die Geheimnisse des Moores entdecken, etwa den gut angepassten, Fliegen fressenden Sonnentau.
17:10 - 17:40, arte
Indien: Im Tal des Bambus

Im äußersten Nordosten Indiens, zwischen Tibet, Bhutan und Myanmar, liegt das Dorf Ponging inmitten eines riesigen Waldgebietes. Lange Zeit war der kleine Ort in dem schwer zugänglichen Staat Arunachal Pradesh aus politischen und militärischen Gründen isoliert. Auch heute noch lebt dort ein Teil der Volksgruppe der Adi, auch „Bergmenschen” genannt, ganz autark inmitten der Bambushaine. Verstreut über die gesamte Himalaya-Region hat der Stamm aus 100.000 Menschen ein Zuhause gefunden. Philippe Simay entdeckt eine Kultur, deren Wohn- und Lebensform von einem häufig unterschätzten lokalen Baumaterial geprägt ist: dem Bambus. Die Adi schöpfen die Vorteile des nachwachsenden und kostenlosen Rohstoffes voll aus: Die holzartige Pflanze wird nicht nur für die Grundstruktur der Häuser verwendet, sondern auch für die Wände und das Mobiliar. Weder Metall noch Nägel sind Teil der Architektur – allein die verschiedenen Bestandteile des Bambus werden für den Bau der Hütten verwendet. Abgenutzte Elemente werden laufend ausgetauscht, um die Gebäude in Schuss zu halten. Der indische Architekt Ghani Zaman möchte die lokale Tradition mit moderner Bautechnik verbinden. Denn die flexible tropische Nutzpflanze ist nicht nur biologisch wertvoll, sondern bietet auch im Hinblick auf eine nachhaltige Architektur viele Vorteile – sein schnelles Wachstum und die Vielfalt der Verwendungsformen werden häufig unterschätzt. Noch wird der Bambus als „Holz der Armen” bezeichnet – Zaman zählt zu den ersten Architekten, die diesen nun auf eine ganz neue Art und Weise nutzen möchten.
17:40 - 18:35, arte
Villingen - Die fünfte Jahreszeit

Im Schwarzwald blickt der Karneval auf die längste närrische Tradition zurück. Die Fasnacht oder Fasnet, wie die tollen Tage an der Schwelle zwischen Winter und Frühjahr hier genannt werden, ist eng mit der Stadtgeschichte verknüpft und ein Volksgut, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. In der Fastnachtszeit werden die Uhren angehalten. Die Stadt legt ihr mittelalterliches Gewand an und lebt eine ganze Woche lang im Rhythmus der tollen Tage. Fastnächtliches Musizieren ist rund um die Uhr zu hören, kostümierte Narren haben das Zepter fest in der Hand und lassen überall in der Stadt die närrische Lebenslust hochleben. Die Villinger Fasnacht bedeutet Narrenfreiheit. Was beliebt ist auch erlaubt. Die traditionellen Umzüge am Rosenmontag und am Faschingsdienstag bieten ein facettenreiches und farbenfrohes Schauspiel und ein organisiertes Chaos, in dem die Narren mit ihren prunkvollen Kostümen, bunten Tüchern und riesigen Masken unerkannt bleiben und nach Herzenslust über die Stränge schlagen können.
17:45 - 18:30, 3SAT
Wildes Deutschland - Die Sächsische Schweiz

Tief eingeschnittene Flusstäler und wüstenhafte Felsplateaus - die Sächsische Schweiz ist Deutschlands "Grand Canyon". Der Film porträtiert eines der größten deutschen Naturwunder. Wind und Wasser, Hitze und Frost schufen über Jahrmillionen die einzigartige Landschaft des Elbsandsteingebirges. Seltene Tiere wie Gartenschläfer, Wanderfalken und Schwarzstörche haben sich an das Leben auf und zwischen den Felsen angepasst. Winter im Nationalpark Sächsische Schweiz - die berühmten Basteifelsen mit der angrenzenden Brücke sind von Schnee bedeckt. Die Tage sind kurz, doch in den Schluchten herrscht sie nicht, die dunkle Jahreszeit: Weil die meisten Bäume kein Laub tragen und die Schneedecke das Licht reflektiert, ist er hier unten heller als sonst im Jahr. Und obwohl Schnee und Eis die Bäche säumen, sind die Wasseramseln äußerst aktiv. Die kleinen Vögel tauchen im eisigen Wasser nach Köcherfliegenlarven. Aufmerksam beobachten die Männchen jeden Eindringling: Wasseramseln besetzen ihre Reviere viel früher im Jahr als die meisten anderen Singvögel. Hoch über ihren Köpfen ziehen es andere Tiere vor, den Winter zu verschlafen: Mehrere Gartenschläfer liegen dicht an dicht in einer Felshöhle. Die kleinen Nagetiere haben Atmung und Herzschlag auf ein lebensnotwendiges Minimum reduziert. Erst wenn es draußen wieder warm wird und ausreichend Nahrung zu finden ist, erwachen sie für wenige Monate aus dem Schlaf. Sobald das Frühjahr den Schnee auf den Gipfeln schmelzen lässt und die Sonne den Sandstein erwärmt, steigen dichte Dampf- und Nebelschwaden über die Felsen der Sächsischen Schweiz. Bis heute sind Felsriffe und -türme in ihrer natürlichen Form erhalten, eine Erosionslandschaft aus uralten Meeressedimenten. Schon für den Maler Caspar David Friedrich waren die magisch anmutenden Felsen und Schluchten ein faszinierendes Motiv. Malerisch liegt der Horst eines Schwarzstorch-Paares hoch oben in den Felsen. Die beiden Störche nutzen ihn schon seit Jahren, denn unten im Flusstal gibt es Fisch als Nahrung für die Jungen. In unmittelbarer Nachbarschaft, oben in den Felsen, haben Wanderfalken gebrütet. Sie ernähren ihre Jungen von erjagten Tauben und Singvögeln. Im Sommer werden die Gartenschläfer aktiv: Mir ihrer schwarzen Gesichtsmaske sehen die nachtaktiven Nager aus wie kleine Ganoven, die zwischen den Felsen hin und her huschen. Anders als viele Tiere wagen sie sich sogar an Nacktschnecken: Blitzschnell rollen sie die Weichtiere über den Stein und entfernen so den unappetitlichen Schleim. Über zwei Jahre arbeiteten die Tierfilmer Henry M. Mix, Yann Sochaczewski und Axel Gebauer im Elbsandsteingebirge. Ungewöhnliches Tierverhalten, hochauflösende Zeitlupenbilder und atemberaubende Flugaufnahmen machen ihren Naturfilm aus der Reihe "Wildes Deutschland" so besonders.

18:35 - 19:20, arte
Sofia

Sofia ist die ärmste, aber angeblich älteste Metropole Europas. Sie ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Bulgariens. Allein, dass 14 Prozent aller Bulgaren in der Hauptstadt leben, macht dies deutlich. Schon in der Antike war der Ort für seine Mineralwasserquellen bekannt. Im Laufe der Jahrhunderte zogen diese viele Völker an: Thraker, Römer, Byzantiner und Osmanen ließen sich hier nieder. Das Kommen und Gehen der Kulturen spiegelt sich am deutlichsten in den Gotteshäusern wider. Man muss nur ein paar Minuten durch das Stadtzentrum spazieren und trifft auf Häuser aller Religionen und Zeiten. Es ist wie eine Zeitreise durch die Geschichte des Landes, das für seine religiöse Vielfalt und die Toleranz gegenüber Andersgläubigen bekannt ist. Bulgarien war auch das einzige Land, in dem es nach dem Zweiten Weltkrieg sogar mehr Juden gab als davor. Sie wurden von ihren Mitbürgern während der NS-Zeit beschützt. Trotz der schweren wirtschaftlichen Lage hat sich Sofia in den letzten Jahren stark gewandelt. Die Stadt gilt schon länger als das Silicon Valley Europas. Hochqualifizierte Fachkräfte in der Informationstechnik, schnelle Internetverbindungen, gründerfreundliche Voraussetzungen: Die IT Branche boomt. Die Straßenbahnfahrerin Albena Asparukhova fährt mit ihrer grünen Bahn durch die schönsten Bezirke der Metropole, die Architektin Petja Petkova nimmt mit zum Tanz auf dem Platz vor dem Nationaltheater und Hristina Kamenova entdeckt Kvartal, das alte jüdische Viertel, das sich langsam von einem Geheimtipp zu einem Szeneviertel entwickelt.

20:15 - 21:00, 3SAT
Kosmische Strahlung

Wir sehen sie nicht, wir fühlen sie nicht, und doch umgibt sie uns: kosmische Strahlung. Sie bringt wunderschöne Polarlichter hervor, doch birgt sie Gefahren für das Leben auf der Erde. Die Dokumentation reist zu den weltweiten Forschungszentren in Spanien, Argentinien und der Schweiz, um dem Rätsel der kosmischen Strahlung auf die Spur zu kommen. Welche Auswirkung hat sie auf das Klima, und welche Folgen können für den Menschen entstehen? Aus dem Weltall prasseln ständig Teilchen auf unsere Atmosphäre, meist Protonen, die extrem beschleunigt werden und so immense Energien erlangen. Astrophysiker weltweit rätseln seit Jahrzehnten, woher diese Teilchen kommen und warum sie eine so hohe Energie entwickeln. Die kosmische Strahlung kann Veränderungen im Erbgut bewirken. Biologen betrachten kosmische Strahlung deshalb als einen wichtigen Motor für die Evolution – ohne sie hätte die Natur wohl kaum die heute zu beobachtende Artenvielfalt hervorgebracht. Unser Planet hat glücklicherweise einen effektiven Strahlenschutz gegen den permanenten Teilchenstrom aus dem Weltall: Zum einen wirkt das Magnetfeld der Erde als Strahlenblocker, zum anderen absorbiert die Erdatmosphäre einen Teil der kosmischen Teilchen. Nur ein kleiner Teil der Strahlung erreicht überhaupt die Erdoberfläche. Alle 50 Jahre explodiert eine Supernova, die die Milchstraße mit kosmischer Strahlung überflutet. Im Pierre-Auger-Observatorium in Argentinien wird in einem internationalen physikalischen Großexperiment erstmals die hochenergetische kosmische Strahlung untersucht.

20:15 - 21:00, NDR
Auf der Peloponnes - Griechenlands sagenhafte Halbinsel

Die Peloponnes wird gern das "Herz" Griechenlands genannt. Schon die Römer schwärmten von der Halbinsel: Einsame Strände, wuchtige Berge und antike Stätten wie Mykene, Sparta oder Olympia machen die Peloponnes zu einer einzigartigen Landschaft. Hier wird das "schwarze Gold" gewonnen, die Korinthen. Der gleichnamige Kanal von Korinth ist eine Herausforderung für die Schlepperbesatzung und in Leonidio wird das Osterfest mit Papierballons gefeiert, die als "Himmelslaternen" aufsteigen. Eine Tradition, die Seefahrer auf Griechenlands sagenhafte Halbinsel gebracht haben. Schon die Römer schwärmten von der Halbinsel, die südlich des Festlandes ins Mittelmeer ragt und auch gern das "Herz" Griechenlands genannt wird: die Peloponnes. Einsame Strände, wuchtige Berge und antike Stätten wie Mykene, Sparta oder Olympia machen die Peloponnes zu einer einzigartigen Landschaft. Jannis Gavrilis baut eine kleine dunkle Traubensorte an, die, von der Sonne getrocknet, zu einer Delikatesse und zum Exportschlager der Peloponnes wird: Korinthen. Jannis bearbeitet das "schwarze Gold" wie seine Vorväter. Zum Reinigen der Trauben benutzt er noch immer eine manuelle Rüttelmaschine wie vor 150 Jahren. Bereits um 600 vor Christi Geburt hatte man die Idee für die wohl engste Wasserstraße der Welt. Der erste Spatenstich im Felsgestein erfolgte schon unter Kaiser Nero 67 n. Chr. Die Einweihung: 1.800 Jahre später. Heute passieren im Schnitt täglich 30 Schiffe und Freizeitboote den Kanal von Korinth, der ihnen den 400 Kilometer langen Weg um die Peloponnes erspart. Und Jannis Giannakoulias schwitzt dann hinter seinem Steuerrad, denn er ist Schlepperkapitän im Kanal und muss die Frachter ganz vorsichtig durch das Nadelöhr hindurchführen. Ilias Mastrogiannis ist Transportunternehmer. Auf seiner Heimatinsel Hydra sind Autos verboten, Transporte aller Art werden hier von Eseln, Maultieren und Pferden übernommen. Sie schleppen Kühlschränke, Matratzen und Baumaterial durch die engen steilen Gassen des Hauptortes. Helle Aufregung in Elafonissi! Jedes Frühjahr beginnt das große Wettrennen um die Barben- und Schnapperschwärme, die dann an der Südküste der Peloponnes auftauchen. Panajotis Giorgiou muss sich gegen 30 andere Fischer durchsetzen. Das Problem: Alle stammen aus demselben Ort. Und sind eigentlich gute Freunde. Argiris Barbounis ist Zugführer der Zahnradbahn Odontotos. Sie fährt durch Bergmassive, über Brücken ohne Geländer, vorbei an Wasserfällen. Die 22 Kilometer lange Strecke gilt als die schönste Eisenbahnstrecke Griechenlands. Für Argiris allerdings nichts als harte Arbeit: Die Weichen muss er per Hand umlegen, der Zahnradmechanismus muss kontrolliert werden, die Brücken- und Tunnelbauwerke der 1896 in Betrieb genommenen Strecke brauchen erhöhte Aufmerksamkeit. Im Dorf Leonidio steigen zum orthodoxen Osterfest am Karsonnabend Hunderte Papierballons in den Abendhimmel, Höhepunkt eines Brauches, den die Seeleute des Ortes aus Asien mitgebracht haben. Zuvor wetteifern Irini Smirou, ihre Kinder und fast alle anderen Familien des Dorfes darum, wer die schönsten Ballons baut. Und vor allem die flugtauglichsten Ballons. Denn wenn ein Ballon abstürzt, verbrennt oder gar nicht erst in die Luft geht, muss derjenige, der ihn gebaut hat, ein Jahr lang den Spott des ganzen Dorfes ertragen.

21:00 - 21:45, NDR
Rhodos - Die Sonneninsel der Ägäis

Die Götter haben es gut gemeint mit Rhodos. Als Zeus die Welt aufteilte, soll er die Insel dem Sonnengott Helios zugesprochen haben. Vielleicht gehört Rhodos ja deshalb zu den Regionen mit den meisten Sonnenstunden in Europa. Im heißen Sommer versorgt das Wasserschiff abgelegene Buchten und Inseln mit frischem Wasser. Und vor den Tavernen hängt der Tintenfisch zum Trocknen an der Leine. Die milden Winter sorgen dafür, dass die Ägäis-Insel grün ist, zum Teil sogar bewaldet. Und so fühlen sich auch Hirsche wohl auf Rhodos. Auf Rhodos scheint die Sonne über 3.000 Stunden im Jahr. Adonis hatte viele Jahre ein griechisches Lokal in Bremen, doch der viele Regen und die vielen Regeln haben ihn vertrieben. Nun betreibt er eine Taverne direkt am Strand von Plimmiri. Sein Aushängeschild: Vor dem Laden trocknen die Tintenfische an der Wäscheleine. Das ging in der Hansestadt im Norden nicht. Wer auf der kleinen Insel Symi baut, kann auf die Esel von Tassos nicht verzichten. Die Tiere sind das einzige sinnvolle Transportmittel in den extrem engen und steilen Gassen. Und so kommen die Einkäufe der Einheimischen ebenso wie das Gepäck der Besucher per Lasttier. Seit dem 14. Jahrhundert tauchte man rund um Rhodos nach Schwämmen. Mithilfe eines schweren Marmorklotzes ging es bis zu 100 Meter in die Tiefe, ohne Atemgerät. Die Schwämme sind längst weggefischt. Heute aber ist Skandalopetra eine eigene Disziplin beim Freitauchen: Kostas Valakis trainiert gerade für die jährliche Meisterschaft, mit Klotz am Bein. Ohne die "MS Olympic" wären die Inseln um Rhodos längst ausgetrocknet. Jeden Sommer bringt das Tankschiff eine kostbare Fracht: Trinkwasser! Viele Gemeinden haben mittlerweile eine Entsalzungsanlage für Meerwasser, doch im Kloster von Panormitis wird die "MS Olympic" mit der Wasserlieferung immer noch sehnsüchtig erwartet. Savvas Hatzinkolaou ist Geschäftsmann, aber vor allem Meeresbiologe. Um seine Fischfarm hat er riesige Areale der Ägäis gepachtet und dort das Fischen verboten. So haben sich die Gewässer erholt. Und unterhalb der Zuchtbecken sind Delfinschulen und riesige Thunfische heimisch geworden. Die Damhirsche von Rhodos waren fast ausgestorben, sie wurden bejagt und auch der Autoverkehr setzte ihnen zu. Dann wurde Dimitri Sochos Vorsitzender des Jagdvereins. Er setzte sich für den Artenschutz ein. So wurden aus 50 Hirschen wieder über 1.500 Exemplare. Nicht alle sind davon so begeistert wie Dimitri: Die Bauern sprechen von 5.000 Tieren, die ihnen die Ernte wegfressen.

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