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Donnerstag, 20.12.2018
07:15 - 08:00, arte
Jonathan, der Flugakrobat

Die Faszination vom Fliegen begleitet die Menschheit seit jeher. Doch kaum jemanden begeistern die Lüfte so sehr wie den 20-jährigen Flugakrobaten Jonathan Vincent, der mit seiner Familie in einem kleinen Dorf im Norden der Bourgogne lebt. Als Jonathan mit elf Jahren erstmals bei einer Flugschau zu Gast war, verliebte er sich sofort in die Flugzeuge und überredete seine Eltern dazu, Flugstunden nehmen zu dürfen. Im Alter von fünfzehn Jahren flog er dann zum ersten Mal allein. Dieses Jahr entschied er sich schließlich dazu, sein Studium zu unterbrechen, um sich ganz seiner Leidenschaft zu widmen. Immerhin hat er Großes vor: Diese Saison möchte er nicht nur an den französischen Meisterschaften, sondern auch an der Kunstflugweltmeisterschaft teilnehmen und dort eine ganze Reihe Flugfiguren präsentieren, an die er sich bisher noch nicht herangewagt hat. Sobald der Frühling kommt, beginnt Jonathan Vincent das Training in seinem neuen Fliegerclub in der nordfranzösischen Region Picardie. Hier fliegt er diese Saison den Prototypen ARS 300, ein einsitziges Kunstflugzeug, das eine Geschwindigkeit von bis zu 400 Stundenkilometern erreicht. Eine wahre Formel-1-Maschine der Lüfte. „360° Geo Reportage“ begleitet ihn.
08:00 - 08:45, arte
Eine Sommerreise am Polarkreis

Ville erreicht den Autonomen Kreis der Tschuktschen im äußersten Nordosten Russlands. Kaum ein Tourist hat sich je hierher verirrt, und mit Einreisegenehmigungen ist man in Tschukotka wie in allen Bezirken an der russischen Ostküste sehr sparsam. Wie in den meisten Regionen östlich des Urals ist das Verkehrsnetz in Tschukotka schlecht ausgebaut. Flugzeugreisen sind den Wetterbedingungen unterworfen – und an 300 Tagen im Jahr liegt Tschukotka im dichten Nebel. Die Häuserfassaden sind bunt angestrichen und dekoriert, um auch bei Schnee und Nebel sichtbar zu sein. Ville trifft sich mit Irina, die sich der undankbaren Aufgabe widmet, den lokalen Tourismus zu fördern. Dann spricht er mit den Fischern des Dorfes. Die Tschuktschen leben vom Fischfang und von der Jagd auf Wale und Walrosse. Anschließend nutzt Ville die einzige Straße, die von Tschukotka nach Lorino führt. Der Walfang wird weltweit heftig kritisiert, doch Ville kann die Tschuktschen verstehen: Der von ihnen gejagte Grauwal ist nicht vom Aussterben bedroht, und ein einziger Wal kann das ganze Dorf einen Monat lang ernähren. Auf seiner Reise zur Beringstraße entdeckt Ville heiße Quellen, die bei den Bewohnern der Gegend sehr beliebt sind. In der nächsten Folge fährt Ville noch weiter gen Osten. Bald schon erreicht er das Ziel seiner Reise, das Kap Deschnjow.
09:25 - 10:25, arte
Poker ums Öl

Im September 2012 sorgte eine Studie für Aufsehen, die einen baldigen Absturz der Ölpreise vorhersagte. Mit seiner Analyse widersprach der Autor dem wissenschaftlichen Mainstream, wonach der Preis für Rohöl immer weiter steigen würde – bis zum berühmten „Peak Oil“: dem Moment, an dem das globale Ölfördermaximum erreicht wäre und die Preise in die Höhe schnellen würden. Tatsächlich aber gab es Ende 2013 ein Erdöl-Überangebot. Die Preissturz-Hypothese erwies sich als korrekt: Innerhalb von zwei Jahren sank der Ölpreis um 70 Prozent. Nur ein weiteres Kapitel in der großen Erdöl-Saga? Nein, denn dahinter steckt mehr … Nach den Terroranschlägen des 11. September 2001 wurden die USA von der Meldung erschüttert, dass Saudi-Arabien in die Attentate verstrickt war. Um sich aus der Abhängigkeit des Golfstaates zu lösen, richteten sie ihre Erdölstrategie völlig neu aus. Angesichts der steigenden Ölpreise im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends setzten die USA ein Projekt um, das bisher aufgrund der immensen Kosten als nicht realisierbar galt: die Förderung von Schiefergas und -öl im Fracking-Verfahren. Die neu erschlossenen Schieferölvorkommen erlaubten es den Amerikanern, ihre Importe zurückzufahren. Plötzlich war mehr Öl auf dem Markt als gebraucht wurde, der Ölpreis stürzte ab. Und die größten Erzeugerländer lieferten sich einen erbitterten Konkurrenzkampf. Bei dem Versuch, die Marktmacht der Amerikaner zu brechen, pokerte Saudi-Arabien hoch: Das Königreich überflutete den Markt, um den Ölpreis zu drücken und die amerikanische Fracking-Industrie in die Knie zu zwingen. Doch die Rechnung ging nicht auf; stattdessen setzte sich US-Schieferöl durch, und die seit Ende des Zweiten Weltkriegs etablierte Ordnung auf dem internationalen Ölmarkt wurde auf den Kopf gestellt. Um die Preise wieder in die Höhe zu treiben, blieb Saudi-Arabien und den übrigen OPEC-Ländern nichts anderes übrig, als ihre Produktion zu drosseln und gemeinsame Sache mit Russland zu machen. Eine Strategie, die mit hohen geopolitischen Risiken verbunden ist, während der Ölmarkt unvorhersehbar bleibt. Zugleich ist die Energiewende in vollem Gange, und die weltweite Nachfrage nach dem Schwarzen Gold könnte schneller sinken als erwartet. Bedeutet die Pokerpartie der Ölmächte den Anfang vom Ende des Ölzeitalters?

10:15 - 10:45, 3SAT
Winterreise durch Lappland

Lappland im Winter - das heißt viel Schnee und Dunkelheit, aber auch grandiose Natur, Einsamkeit und Nordlichter. Nicht zu vergessen ist die menschliche Wärme der Finnen. Man muss zusammenhalten, um der harschen Natur zu trotzen. Das geht besonders gut mit belebender Saunahitze. Claudia Buckenmaier und ihr Team begegnen in Lappland Menschen, die Winter und Kälte widerstehen und sich keinen schöneren Ort vorstellen können. Zum Beispiel dem Seemann in Kolari, der als Schiffskoch die ganze Welt bereist hat. Heute fährt er raus zum Eisfischen, weil er dort die Ruhe findet, nach der er sich sehnt. Im Norden gibt es keine Eile; nur im Süden rennen die Menschen von einem Ort zum anderen und wissen schon gar nicht mehr, warum, sagt er. Auch der Eis-Schnitzer von Enontekiö könnte sich mit seinen Eisfiguren Zeit lassen - so schnell schmilzt hier nichts. Auf dem Weg durch Lappland macht das Team Stopp bei einer einsamen Tankstelle in Pokka. Pokka ist ein Dorf mit acht "warmen" Häusern. So nennt man dort die Häuser, die bewohnt sind. Die nächste Tankstelle ist etwa 70 Kilometer entfernt. In Pokka ist es richtig kalt. Am kältesten war es Ende der 1990er-Jahre: minus 51,5 Grad Celsius. Hier haben sich Helena Lehtinen und ihr Freund Kari eingerichtet. Drinnen ein Sammelsurium ausgestopfter Tiere, draußen zwei uralte Zapfsäulen. Aber sie funktionieren. An manchen Tagen kommt noch nicht einmal ein Auto vorbei. Dann ist Zeit für andere Dinge. Helena ist Sami und unterweist Kinder, Freunde und Nachbarn in der Kunst der alten Sami-Handarbeiten. So, wie sie es von ihrer Mutter gelernt hat. Die 92-jährige Kirsti lebt in der Nähe auf einem alten Hof, in dem sie ein kleines Museum betreibt, um die Tradition der Sami lebendig zu halten. Vor allem Kindern will sie die Schönheit der alten Dinge zeigen - und so kleidet sie im hohen Alter noch Puppen in traditioneller Sami-Tracht ein. Auch für die Kinder in Lappland ist der Winter lang - aber sie haben einen Freund: den Bücherbus. Der Bücherbus fährt regelmäßig auch die entlegensten Gegenden an, um den Lesehunger der kleinen Finnen zu stillen. Wer sich einsam fühlt oder einfach nur Spaß haben will, geht zum Monotanssit - zum Nachmittagstee der finnischen Art. Tanztee in Skischuhen - das spart das lästige Umziehen. Zu typisch finnischer Musik tanzt man Standardtänze - fröhlich und auch immer etwas schwermütig. Die Skier braucht man auf dem Kukastunturi, auf dessen Hängen einer der letzten Urwälder Finnlands wächst. Der Forstarbeiter Veza Niva nimmt das Team mit auf den Berg. Die kleinen, uralten Bäume sind unter den Schneemassen kaum zu erkennen. Hier sagt die Größe nichts über das Alter aus. Nur wenige Bäume werden in dieser Witterung alt. In der Nähe des Kukastunturi liegt Äkäslompolo, eines der bekanntesten Langlaufgebiete in Finnland. Skifahren und Sauna gehören in Finnland zusammen. Für die Touristen lässt man sich gerne ab und zu Neues einfallen, zum Beispiel eine Saunagondel, in der man sich auf dem Weg zur hoch gelegenen Loipe schon einmal durchglühen lassen kann.

11:10 - 11:15, arte
Nach dem Eis - Was passiert mit der Arktis?

Der Klimawandel in der Arktis wird nicht überall negativ gesehen. Das zurückweichende Eis legt neues Land frei, unter dem wertvolle Rohstoffe wie Öl, Gas und Mineralien lagern. Auch neue Seewege werden durch den Rückzug der Gletscher geschaffen, manch einer träumt schon von der polaren Seidenstraße. Große Konzerne bringen sich in Stellung, um die Schätze der Arktis zu nutzen, während die Ureinwohner, die Inuit, im hohen Norden um ihre Unabhängigkeit kämpfen. Für sie bedeutet der Klimawandel weniger eine Bedrohung als eine Chance auf ein besseres Leben. Vier Wochen lang begleitete das Filmteam exklusiv eine Expedition von Geologen an die Nordküste Kanadas, wo noch nie zuvor ein Mensch gewesen ist. Das Drehteam war dabei, als die nördlichste Quelle der Welt entdeckt wurde, ein kleines Wunder der Natur, an dem ein Mikrobiologe DNA-Proben entnimmt, die bei der Entwicklung neuer Impfstoffe gegen resistente Keime helfen könnten. Die wichtigste Ressource im hohen Norden ist aber immer noch der Fisch, mit dem Grönland die halbe Welt versorgt. Trotzdem reichen die Gewinne nicht aus, um notwendige Investitionen in Grönlands unterentwickelte Infrastruktur zu finanzieren. Die größte Insel der Welt hängt immer noch am Tropf Dänemarks, der einstigen Kolonialmacht. Auch die Inuit in Kanada ringen mit ihrer Regierung um das Recht an den Bodenschätzen und der Natur. Die Bewohner der Arktis stehen durch die Gletscherschmelze vor vielen Herausforderungen, aber auch Chancen. Ob es den indigenen Völkern der Region gelingt, am Reichtum ihres eigenen Landes teilzuhaben, ist eine offene Frage.
11:10 - 11:55, B3
Weihnachten im Böhmerwald

Die deutschstämmige Familie Peraus und die tschechische Familie Talirs leben in einem kleinen Dorf im südlichen Böhmerwald und pflegen die alten Weihnachtsbräuche. Natürlich werden Plätzchen gebacken, und Oma Talir hat noch das alte Striezelrezept im Kopf. Ein Schwein wird geschlachtet und für das Festessen am Heiligen Abend muss ein Karpfen auf den Tisch. Im wunderschönen Ceský Krumlov, Böhmisch Krumau, an der Moldau gibt es ein öffentliches Krippenspiel. Eva Peraus spendiert ihren Kindern eine Fahrt nach Kaspersky Hory (Bergreichenstein), um bei einem Krippenschnitzer eine neue Krippe zu kaufen und überrascht die beiden noch mit einer Schlittenfahrt durch den tief verschneiten Böhmerwald. Der 50-jährige Jiri Talirs klettert, ängstlich beobachtet von Tochter Stepanka, hoch in einen Baum, um einen Mistelzweig als Glücksbringer abzubrechen. Die Talirs sind eine besonders musikalische Familie. Sie singen gemeinsam Adventslieder und sorgen für die musikalische Gestaltung des Weihnachtsgottesdienstes. Und dann gibt es endlich die von den Kindern beider Familien heiß ersehnte Bescherung.
11:30 - 12:15, 3SAT
Norwegen - Leben am Hardangerfjord

Der Hardangerfjord ist einer der längsten und tiefsten Fjorde an der norwegischen Küste. Auf den Bergen liegt noch Schnee, während unten an den Ufern die Obstblüte beginnt. Der Fjord ist berühmt für seine Apfel- und Birnenplantagen, die sich vor allem im Landesinneren an Hängen hochziehen. Auch die Passagierschifffahrt hat die Schönheiten des Fjords für sich entdeckt. Die Hurtigruten ist eine alte, berühmte und beliebte Postschifftour. Autorin Claudia Buckenmaier und ihr Team haben Menschen am Fjord getroffen, die sich bewusst für ein Leben in dieser Region entschieden haben. Arne Lutro zum Beispiel ist einer der vielen Obstbauern dort. Seit mehreren Generationen lebt seine Familie vom Obstanbau. Für ihn als ältesten Sohn stand immer fest, dass er einmal in die Fußstapfen seines Vaters treten würde. In den letzten Jahren hat sich allerdings viel verändert. In seinem Heimatdorf, das wie er ebenfalls Lutro heißt, wird an Mittsommer immer eine ganz besondere Tradition gepflegt: die Kinderhochzeit. In traditionellen Trachten zieht dann ein Hochzeitszug mit Kindern durchs Dorf, der mit dem alljährlichen Höhepunkt beendet wird, dem Hochzeitswalzer der Kinder. Nach dem Fest werden dort, wie überall im Land, die Mittsommerfeuer entzündet. Die Kinder tauschen ihre Trachten gegen Badekleidung aus. Das gehört an Sankt Hans dazu, denn es ist "Anbaden" im Fjord, egal wie kalt das Wasser noch ist. Per Ragnar Kjepso lebt mit seiner schottischen Frau Anne auf einem Hof auf halber Höhe in den Bergen über dem Fjord. Früher arbeitete er unter der Woche als Ingenieur in der Hafenstadt Bergen. Seine Frau blieb mit den fünf Kindern auf dem Hof. Heute kommen sie an Mittsommer alle, inzwischen mit eigener Familie, zurück nach Hause und feiern Sankt Hans mit einem herrlichen Blick über den Fjord. Per Ragnar weiß, dass herkömmliche Landwirtschaft oben am Berg nicht mehr betrieben werden kann. Er hofft aber, dass der Hof als ein Ort erhalten bleibt, an den man gern zurückkehrt. Oberhalb eines Seitenarms des Hardangerfjords, dem Fyksesund, lebt Jon Skaar. Nach einer Bootsfahrt und zwei Stunden anstrengenden Berganstiegs erreicht man das Haus des 85-Jährigen, der allein auf seinem Einödhof lebt. Eine Frau, die mit ihm dieses abgeschiedene Leben teilen wollte, hat er nie gefunden. Die Natur stellt die Menschen am Hardangerfjord vor große Herausforderungen. Dennoch übt die Landschaft aber auch einen so großen Reiz aus, dass die, die dem Fjord einmal verfallen sind, nicht mehr weg wollen.

11:55 - 12:40, B3
Reisen in ferne Welten: Kreuzfahrt ins Nichts

Einmal im Jahr bricht einer der stärksten Eisbrecher der Welt, "Kapitan Dranitsyn", von Murmansk ins Nordpolarmeer auf. Außerhalb der Sommermonate wird er als Wegbereiter für russische Versorgungsschiffe in der sibirischen Polarmeerregion eingesetzt. Entsprechend einfach ist das Leben an Bord. Ziel sind ein paar vergessene Inseln im Eis, die ihre Entdecker im 19. Jahrhundert nach einem österreichischen Kaiser benannten: Franz Josef Land. Die nördlichste Inselgruppe Eurasiens liegt knapp 900 Kilometer vom Nordpol entfernt und ist auch im Sommer größtenteils von Eis bedeckt. Die Landgänge sind für die Passagiere abenteuerlich. Der Beitrag der Reihe "Reisen in ferne Welten" fragt, was Menschen auf diese Ausnahme-Kreuzfahrt in eine der lebensfeindlichsten Gegenden der Erde lockt.
12:15- 13:00, RBB
Winter in Ostpreußens Zauberwald

Die Welt des kleinen Glücks liegt im Nordosten Polens, nicht weit von Russland und von Litauen entfernt. In der Rominter Heide ist es im Winter ganz besonders still. Auf seiner filmischen Reise hat Wolfgang Wegner Land und Leute wiederentdeckt und Tiere beobachten können, die anderenorts in Europa längst verschwunden sind: Elche, Wölfe, Fischotter und sogar einen Luchs. Berühmt, beinahe legendär aber wurde die Rominter Heide durch ihre kapitalen Rothirsche, die Rominter Hirsche. Sie machten einst Ostpreußens Zauberwald zum bevorzugten Jagdrevier der preußischen Monarchen. Die Bauern in diesem Teil Polens leben noch mit den Jahreszeiten. Ende November, Anfang Dezember wird ein Schwein geschlachtet, das die Familien über den Winter bringt. In den Dörfern verdienen sich so manche Familien ein Zubrot. Und dabei sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Manche Frauen haben sich auf die Herstellung von Baumkuchen spezialisiert. In vielen Teilen Polens und auch im ehemaligen Ostpreußen hat die Herstellung von Baumkuchen eine lange Tradition. Auf der winterlichen Reise in die Rominter Heide begegnet der Filmemacher Förstern und Waldarbeitern, einem Mann, der heute im ehemaligen Bahnhof von Szittkehmen lebt, dem Schweizer Jagdschriftsteller Andreas Gautschi, der hier seinen Lebensmittelpunkt hat, zwei jungen Leuten, die mitten im Wald eine kleine Pension betreiben und ihren Gästen köstliche Spezialitäten der Region servieren. Und er begleitet polnische Grenzschützer, die, seitdem Polen Mitglied der Europäischen Union ist, die europäische Außengrenze bewachen. Sie durchschneidet die Rominter Heide, die Puscza Romincka.
12:15 - 13:00, 3SAT
Island - Feuer im Herzen

Island wird jeden Tag ein Stück neu erschaffen durch Vulkane, Geysire, Wasserfälle, heiße Quellen, durch Gletscher und das Meer. Hier befinden sich Naturgewalten der Superlative: der größte Gletscher Europas außerhalb der Polarregion, die mächtigsten Wasserfälle und die aktivsten Vulkane. Alles ist in Bewegung, alles ist im Werden. Island ist 20 Millionen Jahre jung, der Rest der alten Erde etwa vier Milliarden Jahre alt. Die Natur des Landes ist menschenfeindlich: Im Sommer steigen die Temperaturen nicht über 15 Grad Celsius, und der Wind weht kalt und heftig. Der Winter ist dunkel und feuchtkalt. "Was soll ich hier?", haben sich viele Isländer immer wieder gefragt und sind doch geblieben oder wieder zurückgekehrt. Und sie machen mehr aus der außergewöhnlichen Natur als je zuvor. Die Opernsängerin Arndis Halla steht im Bauch eines Vulkans und ist tief beeindruckt. Sie sammelt Inspirationen für ihre Musik. Björn Jónsson gründete als Student eine Firma, die Meersalz gewinnt. Das verkauft er heute an Gourmet-Küchen. Und seinem Vater hat er damit einen neuen Job verschafft. Bryndis Ívarsdóttir backt Brot in der heißen Erde, und Helena Hermundárdottir nutzt heiße Quellen, um ihre Gewächshäuser zu heizen - die einzige Möglichkeit, in Island Gemüse anzubauen. Ingi Thorbjörnsson ist mit einem Super-Jeep im Hochland unterwegs. Er ist ein Vulkan-Philosoph, der die typisch isländische Vierrad-Kultur genau so vertritt wie den Naturschutz.

13:20 - 14:05, 3SAT
Europa ungezähmt

Mit Gipfeln und über 82 Viertausendern liegt der mächtige Gebirgszug der Alpen mitten in Europa. Ihre schwer zugänglichen Hochgebirgsregionen bilden einen weitgehend naturbelassenen Lebensraum. Oberhalb der Baumgrenze sind die Reviere der Murmeltiere. Sie legen große unterirdische Höhlensysteme an, die zum Schutz und Überwintern dienen. Dort können sie sich auch vor dem Steinadler in Sicherheit bringen, dessen Lieblingsspeise Murmeltiere sind. 1200 Adler-Paare haben sich in den Alpen wieder angesiedelt.

14:00 - 14:30, NDR
Wie geht das? 250.000 Weihnachtsbäume

Bernd Oelkers aus Wenzendorf in Niedersachsen gehört zu den größten Weihnachtsbaumproduzenten Deutschlands. Auf dem Land seines Familienunternehmens wachsen rund drei Millionen Nadelbäume. Kaum einer kennt die Geheimnisse des perfekten Weihnachtsbaumes so gut wie er. Das Wichtigste ist eine gesunde und gerade Spitze. Damit er das erreichen kann, ritzt er mit Spezialzangen in die Rinde, um das Längenwachstum der Spitzen zu regulieren. Damit die jungen Spitzen nicht abknicken, wenn sich ein Vogel auf sie setzt, verstärkt er sie mit Stäben. Um die Zeit der Eisheiligen herum, Mitte Mai, sind seine Pflanzen in besonderer Gefahr. Bei Minusgraden drohen die frischen Triebe zu erfrieren. Damit das nicht passiert, nutzt er etwas, was auf den ersten Blick unlogisch erscheint: gefrorenes Wasser. Ab Mitte November dröhnen dann die Motorsägen auf den Feldern. Arbeitstrupps fällen an Spitzentagen bis zu 10.000 Weihnachtsbäume für Privatkunden und den Großhandel. Pro Saison verkauft Bernd Oelkers rund 250.000 Bäume an Kunden in ganz Europa und weit über die Grenzen hinaus, zum Beispiel bis nach Malaysia. Wie geht das? blickt hinter die Kulissen der Weihnachtsbaumproduktion und zeigt, wie viel Arbeit in einem perfekten Weihnachtsbaum steckt.

14:30 - 16:00, NDR
die nordstory Spezial - Fährgeschichten

Ohne Fähren geht es nicht an vielen Stellen in Niedersachsen. Besonders im Frühling und Sommer sind Pendler, Landwirte, Urlauber und auch Unternehmen auf das komfortable Verkehrsmittel über Flüsse und die Nordsee angewiesen. Diese Spezialausgabe der nordstory begleitet vier besondere Fähren und ihre Kapitäne von den Saisonvorbereitungen bis hin zum Saisonstart. Kapitän Ramm verfolgt den Umbau genau Die wohl außergewöhnlichste Saisonvorbereitung haben die Borkum-Fähre "Ostfriesland" und ihr Kapitän Bernd Ramm vor sich. Sie soll als erste Fähre im niedersächsischen Wattenmeer auf einen umweltfreundlichen Flüssiggasantrieb umgestellt werden. Doch die neue Technik braucht Platz: Die Personen- und Autofähre muss 15 Meter länger werden. Der Plan: Das alte Achterschiff kommt ab, ein neues, 15 Meter längeres mit komplett neuem Antrieb wird angebaut. Kapitän Bernd Ramm verfolgt diese außergewöhnlichen Arbeiten an "seinem" Schiff in der Bremerhavener Werft genau. Geplant waren für den Umbau zwei Monate, doch dann kommen die Probleme.
15:00 - 15:25, ARD alpha
Was wünscht sich das Christkind zu Weihnachten?

Das will Willi herausfinden und ist deshalb auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt. Der wird nämlich traditionell vom Christkindl eröffnet. Beste Chancen, es persönlich zu treffen und nach seinem Weihnachtswunsch zu fragen! Überall auf dem Weihnachtsmarkt riecht es nach Glühwein, Mandelbrot und Lebkuchen. Wie werden Lebkuchen eigentlich hergestellt? Willi wills wissen und fährt immer dem Duft hinterher - Gewürze, Zucker, und was noch? Mal sehen, ob ihm jemand das Geheimrezept verrät! Kein Weihnachten ohne Weihnachtsbaum! Auf einer Christbaumplantage erfährt der Reporter, welche Nadelbäume sich zum Aufstellen eignen. Wer einen Baum ergattert hat, der muss ihn auch schmücken. Mit Glaskugeln zum Beispiel. In Rödental bei der Firma Living Glass rollen 55 Millionen Kugeln im Jahr durch die Fertigung. Wer das Christkind nicht persönlich trifft, um ihm einen Wunschzettel zu übergeben, kann ihm auch schreiben. Im Weihnachtspostamt in Himmelstadt, das es nur zu dieser Jahreszeit gibt, werden Tausende von Briefen an das Christkind gesammelt und beantwortet. Heute hilft Willi mit, die eingehenden Briefe zu öffnen und zu sortieren. So viele Wünsche! Ob die alle erfüllt werden können? Halt Dich ran, Christkind! Und fröhliche Weihnachten!

15:15 - 16:00, SWR
Winterreise ins Allgäu

Die Sendung "Winterreise ins Allgäu" zeigt die verschneite Schönheit dieser Region. Sie erzählt Geschichten von mutigen Männern auf zwei Kufen, sagenhaften Fräulein, von wunderlichen Bräuchen, schmackhaftem Käse, glücklichen Kühen und den Menschen, die das Allgäu so liebenswert machen. Kleinwalsertal, Allgäuer Tor, Neuschwanstein oder die Allgäuer Alpen - kaum eine Region wird so sehr mit Urlaub identifiziert wie das Allgäu. Die Wintersportgebiete, die Bergkulisse, aber auch die Menschen vor Ort locken viele Touristen an.

15:30 - 15:55, ARD alpha
Der Gesang der Gibbons

Anna hat schon viele Menschaffen gesehen: Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans. Man nennt sie auch die "Großen Menschenaffen". Es gibt aber auch die "Kleinen Menschenaffen" und das sind die Gibbons mit insgesamt 16 Arten. Gibbons haben so Einiges drauf. Mit ihren langen Armen und Händen hangeln sie sich in einem Affenzahn durch die Baumkronen. 15-Meter-Sprünge sind kein Problem. Mit ihrem besonderen Gesang vertreiben sie Feinde, markieren ihr Revier und die Männchen trällern sich in die Herzen der Weibchen. Aber in wenigen Jahren könnte der Gesang der Gibbons verstummen. Durch illegale Wilderer sind die Tiere stark gefährdet. Die kleine Amank, die Anna in einer Rettungsstation besucht, haben Jäger angeschossen. Und wegen der Abholzung der Wälder finden die Affen keine Nahrung mehr. Der Hunger treibt sie in die Nähe der Menschen, wo sie dann nach Futter suchen. Aber das ist keine Lösung für das Überleben unserer kleinen, wilden Verwandten aus dem Tierreich.

15:50 - 16:45, arte
Grenzenloses Frankreich

Guayana ist das flächenmäßig größte französische Département. Seine rund 85.000 Quadratkilometer sind von tropischem Regenwald bedeckt. Den Zuschauer erwarten überraschende Entdeckungen. Am Strand von Cayenne praktiziert Yannick eine neue Kampfsportart namens Djokan. Der Sport ist das Ergebnis einer zehnjährigen Recherchearbeit in ganz Guayana und verbindet moderne Praktiken mit jahrhundertealten Kriegstraditionen. Einige Paddelschläge von Régina entfernt realisiert Olivier seit 15 Jahren ein verrücktes Projekt: Er will eine seit dem 19. Jahrhundert stillgelegte Kakaoplantage wieder rentabel machen und enthüllt die Geheimnisse seiner Regenwald-Schokolade. Im Palmengarten von Matiti erforscht der Pflanzenchemiker Daniel die saftigen Wassaï-Früchte. In seinem Labor extrahiert er den Nektar und untersucht die antioxidativen und krebsvorbeugenden Eigenschaften der Palmen. Der Ökodesigner Pierre kreiert in seinem Atelier in Macouria interessante Dekorationsgegenstände aus Abfall. In Ayawande, am Ufer des Maroni-Flusses, lassen Elvis und seine Kollegen die Sanpula-Trommel ihrer Vorfahren wieder erklingen. Zwischen 10.000 und 20.000 Kalina leben noch auf dem Kontinent, darunter 3.000 in Französisch-Guayana. In den Küstenwäldern erforscht die Ornithologin Alizée, die hier in der Natur aufgewachsen ist, wie sich die Fragmentierung von Naturräumen auf verschiedene Vogelarten auswirkt. Bei Sinnamary liegt die Werkstatt von Marie-Louise, die Folklore und Märchen aus Französisch-Guyana mit der traditionellen Herstellung von Maniokmehl verbindet. Lionel lebt seit 20 Jahren mitten im Dschungel. In seinen Baumhäusern empfängt er Touristen aus aller Welt, die einmal im Herzen des Regenwalds übernachten wollen. Am Ufer des Petit-Saut, dem größten künstlichen See von ganz Frankreich, widmen sich Vincent und Christophe dem Studium von Insekten. Christophe erforscht den biomedizinischen Nutzen von Ameisen, und Vincent will Spinnen als natürliche Insektizide in der Landwirtschaft einsetzen.
17:00 - 17:45, 3SAT
Unser blauer Planet

In den Meeren der gemäßigten Breiten herrscht eine schier unendliche Vielfalt an Leben. Zu jeder Jahreszeit gibt es erstaunliche Aktivitäten im und am Wasser. Wenn im Hochwinter 15 Meter hohe Wellen gegen die Klippen des nordamerikanischen Kontinents prallen, verlassen viele Tiere die ungastlichen Küsten und überdauern den Winter in ruhigeren, tieferen Gewässern. Doch manche entscheiden sich auch dafür, zu bleiben. Im Januar drängen sich Tausende Kegelrobben an den sturmumtosten Stränden von Sable Island zusammen, rund 280 Kilometer vor der Küste Neuschottlands. Ebenso wie manche Fische, pflanzen sie sich dort zur kältesten Jahreszeit fort. Sie setzen sich den eisigen Winden aus, damit ihr neugeborener Nachwuchs von der Fülle an Nahrung im Frühjahr profitiert. Wenn die Tage wieder länger werden, vollzieht sich förmlich eine Explosion mikroskopisch kleinen Lebens - die Planktonblüte. Das Sonnenlicht ist die lebenswichtige Energiequelle für Milliarden Planktonpflanzen, die sich jedes Frühjahr und jeden Sommer im warmen Wasser der gemäßigten Breiten in unvorstellbaren Massen vermehren. Die Überfülle an Plankton lockt immense Schwärme zarter, durchscheinender Nesselquallen ebenso an wie Riesenhaie, die mit drei Tonnen Körpergewicht das Wasser durchpflügen. Wenn im Sommer das Sonnenlicht in die Tiefe dringt, streben vor der kalifornischen Küste Wälder aus Riesentang dem Licht entgegen. Mehr als 14 000 verschiedene Meeresalgen gedeihen in den Meeren der gemäßigten Breiten, doch am eindrucksvollsten ist der Riesentang. Er beeindruckt nicht nur mit seiner Länge, er ist auch die am schnellsten wachsende Pflanze der Welt. Die Wälder aus Tang bieten unzähligen Tierarten Lebensraum. Im November streben mehr als 500 Millionen Tonnen erwachsene Atlantische Heringe ihren Überwinterungsgründen entgegen, den Fjorden Norwegens. Sie meiden die Winterstürme über dem offenen Ozean und lassen die Fjorde wie brodelnde Ströme aus Fisch erscheinen. Ihnen folgen kleine Gruppen von Schwertwalen, die die Heringsschwärme das ganze Jahr über begleiten. Auch die Schwertwale bleiben drei Monate lang in den norwegischen Gewässern, während sie sich mit Heringen vollstopfen. Doch selbst 500 hungrige Schwertwale haben nur wenig Einfluss auf die riesigen Heringsschwärme, die im Frühjahr scheinbar ohne Verluste wieder aufs offene Meer ziehen.

17:00 - 17:40, arte
Die Seele des Essens

Yao aus Südchina stellt Nudeln her, und zwar grüne Nudeln. Sie baut eine Orchideenart an, mit deren Saft sie die Nudeln färbt, die dadurch gesünder sein sollen. Selbst wenn man bei China zuerst an Reis denkt, sind Nudeln hier eine Art Nationalgericht und werden oft bereits zum Frühstück gegessen, so auch bei Yao zu Hause. Amedeo und seine Familie leben in Italien und stellen Vollkornpasta aus ihrem eigenen Getreide her. Er scherzt, dass die einzige Mahlzeit, zu der sie keine Nudeln essen, das Frühstück sei. Höchste Zeit also, dass Yao und Amedeo sich kennenlernen! Yao reist in die wunderschöne hügelige Landschaft der Toskana, in der Amedeos Familie seit Generationen in der Nähe von Pienza ihre Landwirtschaft betreibt. Amedeo zeigt ihr, wie er Pasta herstellt. Besonders interessiert sich Yao für die Bronzeformen, die bei der Pasta-Herstellung zum Einsatz kommen. Am Ende experimentieren Yao und Amedeo und stellen gemeinsam eine echte kulturübergreifende Nudel her: Fusilli aus Amedeos Getreide, grün gefärbt mit Yaos Orchideensaft. Die schmeckt sogar Amedeos Eltern, die zum ersten Mal in ihrem Leben mit Stäbchen essen. Wo die Nudeln ursprünglich herkommen und welches Land die wahre Nudeltradition hat, ist völlig egal. Als Yao erzählt, in China hieße es, dass Nudeln besonders lang sind, um ein langes Leben zu symbolisieren, sind sich alle einig, dass sie recht hat.

17:40 - 18:35, arte
Hinter den Kulissen von Venedig

Die Lagunenstadt Venedig ist eines der beliebtesten Reiseziele der Welt. Das hat sich seit ihrer Blütezeit im 10. Jahrhundert und in der Renaissance bis heute nicht geändert. Ihr morbider Charme zieht weltweit die Menschen magisch an. In Venedig ist immer Saison, bis auf wenige Tage im Januar, wenn Hochwasser, starker Regen und Kälte die Stadt bedrohen. Dann zeigt sich das ureigene venezianische Leben, und man kann einen Blick hinter die Kulissen werfen. Jeder kennt den berühmten Karneval, die Biennale und die Filmfestspiele von Venedig. Eher verdrängt werden die Problematiken des „acqua alta“ genannten Hochwassers oder die Folgen des Massentourismus. Doch wie leben die Venezianer, und wie gehen sie mit diesen Themen um? Stirbt die Stadt wirklich aus? „360° Geo Reportage“ wendet sich bewusst den Personen zu, die den Alltag der Venezianer kennen und eine Innenansicht der Lagunen-Schönheit zeigen: einer Polizistin und einer Bestatterin. Ob bei Dauerregen, Sonnenschein oder Frost, ob in den Gassen oder auf den Kanälen – „360° Geo Reportage“ zeigt ein unaufgeregtes, stilles Bild eines großen Sehnsuchtsortes dieser Welt. Die Beobachtungen führen in die kleinen Wohnungen der Venezianer, in verlassene Gassen, durch morgendliches Hochwasser hinaus in die Lagune und zum Mose-Sperrwerk sowie auf die Friedhofsinsel San Michele. Die Blickwinkel beider Protagonistinnen zeigen ein wenig romantisches Bild der Stadt, die dabei jedoch immer wieder ihre ungeschminkte Schönheit preisgibt.

17:45 - 18:30, 3SAT
Unser blauer Planet

Korallenriffe sind mit ihrer unvergleichlichen Vielfalt an Farben, Formen und Arten die Regenwälder des Meeres. Umgeben von weiten ozeanischen Wüsten gleichen sie üppigen submarinen Oasen. Bei so viel Leben auf begrenztem Raum herrscht heftiger Wettbewerb zwischen Arten und Individuen. Aber der gewaltige Überlebensdruck hat auch eine Vielzahl von Allianzen entstehen lassen. Den Mittelpunkt dieser Folge bilden die eindrucksvollen Korallenformationen. Sie entstehen aus winzig kleinen Polypen, die nach der Korallenblüte im Wasser treiben und jede Möglichkeit nutzen, sich festzusetzen. Die Korallen besiedeln unseren Planeten seit rund 600 Millionen Jahren. Dank ihrer Bewaffnung mit Nesselkapseln haben sie nur wenige Feinde. Ein weiteres Erfolgsgeheimnis ist die Symbiose, die viele Arten mit einzelligen Algen eingehen. Jene Arten, die nicht in Symbiose mit Algen leben, filtern mit ihren gefiederten Tentakeln unablässig Kleinstlebewesen aus dem Wasser. Trotz ihres Kalkskeletts sind die Korallen erstaunlich verwundbar: Drückerfische haben lange, spitze Zähne, die es ihnen erlauben, ganze Korallenäste vom Stock zu brechen. Ihre Vorliebe für Korallen teilen die Drückerfische mit den Papageifischen. Deren Zähne sind zu einem Schnabel verwachsen, mit dem sie die Korallen abschaben. Der gefürchtetste Korallenräuber ist jedoch kein Fisch, sondern ein mit giftigen Stacheln übersäter Seestern, der bis zu einem halben Meter im Durchmesser erreichen kann - die Dornenkrone. Sie stülpt ihren Magen über eine Kolonie und verdaut alles lebende Gewebe. In einer einzigen Nacht kann sie eine jahrzehntealte Kolonie vernichten. Der Wettbewerb um Lebensraum am Riff ist so intensiv, dass manche Tiere ihre Behausung erbittert verteidigen. Anemonenfische etwa leben zwischen den nesselnden Tentakeln der Anemonen. Ihre Körper sind von einer Schleimschicht überzogen und gegen das Anemonengift immun. Bei Gefahr suchen die Clownfische zwischen den Tentakeln Schutz, und auch die Anemone profitiert von ihren Bewohnern, die sie vor Fressfeinden schützen. Andere Tiere setzen auf artenübergreifende Zusammenarbeit: Manche Garnelen und Lippfische haben sich darauf spezialisiert, andere Tiere von Algen und Hautparasiten zu reinigen. Systematisch suchen die Putzer die Haut nach Pilzen und Bakterien ab. So wird der eine ungebetene Mitbewohner los, während der andere Nahrung erhält. Grund genug für Meeresschildkröten und sogar für die riesigen Mantas, am Riff Rast zu machen und sich reinigen zu lassen. Die wahre Vielfalt am Riff offenbart sich oft erst nach Einbruch der Dämmerung: Dann verlassen Heere von Seeigeln und Seesterne ihre Verstecke in den Riffspalten und weiden Algen und organische Abfälle ab, während Muränen und Weißspitzen-Riffhaie das Riff nach unvorsichtigen, schlafenden Fischen durchforsten. Korallenriffe locken sogar so manchen Meeresriesen an: Die Buckelwale ziehen Tausende Kilometer weit, um in den warmen Korallenmeeren ihren Nachwuchs zur Welt zu bringen.

18:35 - 19:20, arte
Seekühe auf Reisen

Der Amazonas ist einer der artenreichsten Lebensräume der Erde, sein einzigartiges Ökosystem ist größtenteils noch unerforscht. Doch das sensible Gleichgewicht ist aus den Fugen geraten, seit der Mensch den größten Fluss der Erde immer mehr verändert. Für die dort beheimateten seltenen Seekühe könnte der Eingriff in die Natur schon jetzt zur existenziellen Bedrohung werden. Niemand weiß, wie viele der sanften, fast blinden Meeressäuger es im Amazonasgebiet noch gibt, denn für ihr Fleisch werden sie gnadenlos gejagt. Oder sie werden beim Luftholen durch Schiffsschrauben verletzt und durch Abwassereinleitungen der boomenden Großstädte vergiftet. Einer, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Amazonas-Seekuh zu retten, ist der Biologe Diogo Alexandre de Souza. Nicht nur mit Rettungsstationen für Seekuhwaisen, die ihre Mütter verloren haben. Er hat auch ein einzigartiges Auswilderungsprogramm auf die Beine gestellt. Doch es ist ein riskantes Unternehmen, denn die Waisen können nicht von ihren Müttern lernen und der Amazonas ist ein Lebensraum mit Tücken: Zwischen Trocken- und Regenzeit schwankt der Wasserstand hier um bis zu 15 Meter. Den in künstlichen Becken aufgewachsenen Jungtieren ist der natürliche Lebensraum fremd und sie laufen Gefahr, in den austrocknenden Nebenarmen des Flusses zu verenden. Die Auswilderung der Tiere aus Diogos Rettungsstation gleicht einem Abenteuer. Das größte Männchen der Aufzuchtstation, Aboré, wurde einst am Amazonas geboren. Jetzt soll er nach Hause zurückkehren. Doch Aboré macht unerwartete Schwierigkeiten. Werden Diogo und sein Team es schaffen, Aboré und den anderen Seekühen eine neue Heimat zu geben? Haben die Tiere eine Chance zu überleben?

19:40 - 20:15, arte
Kein Land für Rentiere?

Mai-Lis Eira gehört zum letzten indigenen Volk Europas, den Sami. Sie und ihr Vater sind Rentier-Hirten. Doch sie haben bereits einen großen Teil des Weidelandes, das ihre Tiere seit Jahrhunderten nutzen, an die norwegische Industrie verloren. Jetzt soll eine Starkstromtrasse mitten durch das Tal gebaut werden, in dem ihre Renen kalben. „Re:“ begleitet Mai-Lis Eira und ihre Familie bei ihrem Kampf gegen den Stromkonzern, der zum norwegischen Staat gehört. Die Regierung will die Stromtrasse zur Energieversorgung der Ölindustrie nutzen – und zeigt wenig Verständnis für die Existenzängste der samischen Hirten.

20:15 - 21:45, RBB
Expedition Baikal - Mit dem Robur nach Sibirien

Von nun an geht es für den blauen Oldtimerbus durch die unendlichen Weiten Sibiriens. Faszination und Schrecken verbindet man mit dieser riesigen Landfläche, großartige Natur und eine ethnische Vielfalt auf der einen, Orte der Verbannung, der Arbeits- und Gefangenenlager auf der anderen Seite. Doch heute ist Sibirien voller Überraschungen. Die Reisereportage lädt ein zum filmischen Erleben eines geografischen Zusammenhangs, über 7.000 Kilometer entlang einer Wegstrecke, die faszinierende Kulturen und grandiose Landschaften verbindet. Es ist eine Begegnung mit Menschen, die im Hier und Jetzt einer globalisierten Welt leben und zugleich mit ihren Traditionen, Sitten und Gebräuchen eine kulturelle und religiöse Vielfalt bewahren. "Expedition Baikal - Mit dem Robur nach Sibirien" folgt den Spuren von Faszination und Schrecken, die unser Bild von den Weiten dies- und jenseits des Urals ausmachen. Heute ziehen sich schwarze Asphaltbänder bis fast in den letzten Winkel Russlands, zumindest so rückt das Land näher heran an Europa. Und auf den Straßen bewegen sich nicht mehr Reiterheere oder Panzerdivisionen, sondern lange LKW-Schlangen, viele Gebrauchtwagen und immer mehr neugierige Reisende. Sie erfahren von einem Land im dauernden Umbruch und einer immer weitherzigen, einladenden und lebendigen Alltagskultur der Menschen am Wegesrand. Von nun an geht es durch die unendlichen Weiten Sibiriens. Faszination und Schrecken verbindet man mit dieser riesigen Landfläche, großartige Natur und eine ethnische Vielfalt auf der einen, Orte der Verbannung, der Arbeits- und Gefangenenlager auf der anderen Seite. Doch heute ist Sibirien voller Überraschungen: Tjumen zum Beispiel, eine der ältesten Städte Sibiriens, erinnert manchmal schon an die westlichen Metropolen: elegante Boutiquen wie in Rom, Staus wie in London und Preise für ein Bier, die dreimal so hoch sind wie in Prag. In der Nähe von Tobolsk entdeckt das Team die Heimat Rasputins und trifft auf einen ihm ebenbürtigen Laiendarsteller, zumindest äußerlich ...
20:15 - 21:00, NDR
Thailands Trauminseln. - Der Archipel von Ko Samui

Die 60 Eilande des Samui-Archipels mit ihren dschungelbedeckten Hügeln, den endlosen Sandstränden und dem klarem Meer sind das Traumziel schlechthin. Weltberühmt ist das quirlige Ko Samui, Thailands drittgrößte Insel. Gleich nebenan auf Ko Phangan geht es deutlich ruhiger zu. Hier haben viele Buchten noch keine Straßenanbindung und sind nur per Boot zu erreichen. Die Bewohner der Inselgruppe pflegen Traditionen, die es so auf dem Festland nicht mehr gibt. Seit Wochen fiebert Pon Makcharoen auf diesen Tag hin: Heute steigt endlich der Wasserbüffelkampf auf Ko Samui. Sein Büffel Thong ist der Favorit und tritt gegen Kontrahent Jao an. Wobei Kampf eigentlich das falsche Wort ist. Wasserbüffel sind von Natur aus friedliebend. Meist beschnuppern sich die Gegner einfach minutenlang und stieren sich an, anstatt zu kämpfen. Nicht selten verliert dann irgendwann einer die Lust, trabt vom Platz und hat damit den Kampf verloren. Dabei geht es um viel: Das Preisgeld beträgt bis zu 25.000 Euro. Für Buasri Kongchoos Spezialität kommen die Menschen sogar aus Bangkok nach Ko Phangan - auch wenn das Rezept ziemlich einfach ist. Buasri legt rohen Fisch in eine Truhe und wartet ein paar Tage, bis sich ein streng riechender Sud gebildet hat. Erst dann kommt etwas Salz dazu. Nach einer Woche ist der Gammelfisch fertig. Busaris Geheimnis: Der Frischfisch kommt in den Sud des Vorgängers. Die Stammkundschaft ist sich einig: So leckeren "Pla Raa" gibt es nur auf Ko Phangan. Vom Festland nach Ko Phangan benötigen die Schnellfähren rund 90 Minuten. Wit braucht mit seiner alten Holzfähre die ganze Nacht. Sieben Stunden dauert die Tour mit Passagieren und Fracht. Trotzdem brummt das Geschäft. Wit hat seinen Kahn mit Matratzen ausgelegt, oft ist jede belegt. Das Konzept: perfekte Sauberkeit an Bord, persönlicher Service und vor allen Dingen Pünktlichkeit. Um 23 Uhr geht´s los, und um 6 Uhr früh wird angelegt. Und zwar auf die Minute genau. Auf Ko Samui hat Decha Rittirong vor zwei Wochen einen neuen Laden aufgemacht, einen Wahrsage-Salon. Insbesondere die jungen Frauen auf der Insel lieben den Blick in die Zukunft. Decha versucht sie mit dem Eröffnungsangebot zu ködern: einmal wahrsagen für 99 Baht, rund 2 Euro 50. Die ersten Kundinnen haben schon angebissen. Im Samui-Archipel lieben die Menschen Froschschenkel-Curry. Vor einem Jahr hat Piromya Raksa deshalb eine kleine Froschfarm aufgebaut. Und weil Frösche sich am liebsten bei Gewitter paaren, hatte sie eine Idee: Einmal die Woche zieht jetzt ein künstliches Gewitter auf. Piromas Sohn ist fürs Donnern mit einem Stück Wellblech zuständig, sie selbst für die Blitze mit der Taschenlampe. Der Regen kommt aus dem Gartenschlauch. Und die Frösche lieben es - und sich.
21:00 - 21:45, NDR
Vietnam - Im Mekongdelta

Das Delta des Mekongs ist der fruchtbare Irrgarten im Süden Vietnams. Dort leben auf einer Fläche, die fast so groß wie die Niederlande ist, etwa 18 Millionen Menschen, an und auf Meeresarmen und Flussläufen, auf Inseln, Sandbänken und in Mangrovenwäldern. In dem amphibischen Leben geht ohne Boot gar nichts. Bei Familie Nguyen beginnt der Tag mit einem Gebet. Die Wassergöttin soll für die Fahrt zum schwimmenden Markt gnädig gestimmt werden. Denn im Mekongdelta lauern viele Gefahren: Strömungen, Sandbänke und die Rushhour, die hier praktisch rund um die Uhr herrscht. Familie Nguyen hat fast nie festen Boden unter den Füßen. Drei Generationen leben auf ihrem Sampan, einem hölzernen Hausboot, das immer mit Obst und Gemüse voll beladen ist. Zum Leben an Bord bleiben nur winzige Nischen. Die fruchtbaren Schwemmlandböden des Mekongdeltas bescheren der Region drei Reisernten jährlich. Madame Dinh Thi Ha, die Herrin des Reiskontors von Cái Bè, schlägt am Tag 100 Tonnen Reis um. Die Ware wird säckeweise angeliefert, unter Aufsicht der rüstigen Chefin von ihren Neffen umgeladen und von Zwischenhändlern weiter transportiert - bis nach Ho-Chi-Minh-Stadt, dem früheren Saigon. Wenn alles reibungslos läuft, wischt Madame Dinh am Ende des Tages fröhlich ihr Reislager. Wenn nicht, müssen die Neffen Überstunden machen und kriegen das Taschengeld gekürzt. Reis ist in Vietnam noch immer eine verlässliche Größe für das Einkommen. Die Arbeiter der Venusmuschel-Kooperative von Binh Dai hingegen kämpfen mit den unterschiedlichsten Widrigkeiten. Winzige Baby-Venusmuscheln müssen erst mühsam großgezogen werden. Danach kann man sie nur bei Niedrigwasser ernten, denn die Muscheln verstecken sich im Schlick. Die Kooperative ist mit 400 Leuten bei der Ernte dabei, das Plansoll muss erfüllt werden. Es winkt ein kapitaler Gewinn: pro Tonne werden 5.000 Euro für die Delikatesse bezahlt. In einem der unzähligen Flussarme des Mekongs ist Vuong Hung Trang, der Chef der Wasserstraßenmeisterei, mit seinen Kollegen auf Patrouille. Sie sind verantwortlich für 18 von mehreren Tausend befahrbaren Flusskilometern. Sie sorgen dafür, dass der Verkehr auf den Wasserstraßen "fließt" und schrubben auch schon mal verschmutzte Verkehrsschilder. Ordnung und Orientierung müssen sein, denn das Delta ist permanent in Bewegung. Steigende Wasserpegel und Unwetter lassen neue Verbindungen zwischen den Flussarmen entstehen, während alte verschwinden. Dann muss die Wasserstraßenmeisterei neu ausschildern, damit die gewohnten Wege im Delta nicht ins Nirgendwo führen.

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