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Mittwoch, 01.05.2019, Tag der Arbeit
07:15 - 08:00, arte
Der Lachszähler von Kanada

Im Great Bear Rainforest, dem Regenwald des Großen Bären, gibt es weder Straßen noch Wege. Dafür unzählige Flüsse, die sich durch den dichten Dschungel dem Meer entgegen winden. Neben den namensgebenden Bären leben hier auch Wölfe, Weißkopfseeadler, Robben und Seevögel. Ein großes Ökosystem aus Ozean und Wald, zutiefst und untrennbar verbunden durch die Lachsschwärme, die seit Jahrhunderten ihren Weg vom Meer zu ihren Laichplätzen aufnehmen. Stan Hutchins überwacht seit fast 40 Jahren diese Wanderungen im Auftrag der Regierung.Ein Beruf, der weit einfacher aussieht, als er ist. Viele Flüsse sind so verzweigt und hindernisreich, dass Stan einen vollen Tag braucht, um sie zu bewältigen. Neben einem ausgezeichneten Orientierungsvermögen und physischer Belastbarkeit muss ein Lachszähler Einsamkeit aushalten können. Die Begleitung seines jungen Hundes Foch erleichtert Stan die Arbeit in der Wildnis. Obwohl die von Stan gesammelten Daten wichtig für die Fischwirtschaft und den Lachsbestand sind, möchte die Fischereibehörde seinen Arbeitsplatz gerne einsparen. Sie hofft, auch mit ein paar Stichproben genügend Daten zusammen zu bekommen, um daraus Schlüsse über die aktuelle Population gewinnen zu können.Die Zukunftsaussichten für den Beruf des "Creekwalkers" sind entsprechend schlecht. Die Bezahlung ist so unsicher, die Verträge so vage, dass kaum junge Leute in diesen Beruf einsteigen können. Aber für Stan sind die Lachse dieser Küste von unersetzbar großem Wert. Der Flussläufer erlebt selbst, wie durch die Klimaveränderung und das schlechte Management der Fischerei ganze Lachspopulationen unbemerkt verschwinden. Auf der Suche nach potenziellen Nachfolgern geht er jetzt eigene Wege, denn Stan weiß nie, ob die aktuelle Saison in den Flüssen seine letzte sein wird.
07:40 - 08:05, ARD
Wo pfeift das Murmeltier?

Tierreporterin Anna ist zum Großglockner in Österreich gereist. Sie besucht Herbert, den Mankeiwirt. "Mankei", so werden Murmeltiere in Österreich und Bayern genannt. Herbert rettet seit vielen Jahren verwaiste Jungtiere und zieht sie auf. Als er Anna begrüßt, ist er nicht allein: Auf seiner Schulter thront Moritz, ein zwei Jahre altes Murmeltier. Und in seiner Jacke hat sich die schüchterne Meri verkrochen. Mit Herbert macht sich Anna auch auf die Suche nach den wild lebenden Murmeltieren. Die Nager sind sehr scheu. Sobald sich ein Wanderer nähert, ertönt ein schriller Pfiff und alle verschwinden im Bau. Doch Herbert kennt eine Stelle, wo Anna die putzigen Tiere ganz nah beobachten kann. Sie hat Karotten dabei, und denen können die Murmeltiere nicht widerstehen. Wenn’s ums Fressen geht, sind die Nager nicht zimperlich. Sie jagen sich sogar gegenseitig die Leckerbissen ab. Schließlich müssen sie die Sommerzeit nutzen, um sich einen dicken Winterspeck anzufressen. Dann können sie die langen, kalten Monate in den Bergen in ihrem Bau überstehen. Einen besonderen Moment erlebt Anna, als sie den zwölfjährigen Matteo trifft. Um ihn herum hat sich eine ganze Murmeltierfamilie versammelt. Matteo scheint richtig dazu zu gehören. Er wird sogar auf "murmeltierisch" begrüßt: Eins der Tiere reibt seine Nase an Matteos Nase. Und als am Ende ein Murmeltier auch Annas Nase stupst, ist die Tierreporterin restlos begeistert.

08:00 - 08:45, arte
Brasiliens Küsten

In Pirambu kümmern sich die Mitarbeiter des Tamar-Projekts um das Überleben der Meeresschildkröten. In den letzten 20 Jahren haben sie zahlreiche Schutzstationen für die bedrohten Tiere errichtet. In Salvador da Bahia – die heute drittgrößte Stadt Brasiliens war bis zum Jahr 1763 die Hauptstadt des gesamten Landes – führen João und seine berühmte Straßenband Olodum den Zuschauer durch das Pelourinho-Viertel, die historische Altstadt. In der nahe gelegenen Allerheiligenbucht sorgt Roberto für den Erhalt der traditionellen "Saveiros" genannten Boote. Unweit von Ilhéus wird in der Agrargemeinschaft von Terra Vista Kakao aus 100 Prozent biologischem Anbau produziert. Und im Meerespark der Abrolhos-Inseln, die vulkanischen Ursprungs sind, überwachen Milton und sein Team den Bestand der Buckelwale.
09:00 - 10:30, Phoenix
Die Elbe

Die Elbe ist einer der großen deutschen Ströme. Auf ihrem Weg zur Nordsee fließt sie 727 Kilometer mitten durch Deutschland. Nach dem Jahrhunderthochwasser 2013 erzählt der Film von dem Fluss und den Menschen an seinen Ufern. Die Elbe verbindet das weltberühmte Dresden und die ehrwürdige Elbmetropole Magdeburg mit Hamburg, Deutschlands Tor zum Meer. An ihren Ufern liegen so vielgestaltige Landschaften wie die sächsischen Weindörfer, die sich dicht an dicht reihen, oder die nur dünn besiedelte Brandenburger Prignitz. Die Elbe ist ein seit Jahrhunderten vom Menschen geformter Kulturstrom. Doch immer öfter drängt der Fluss mit gefährlichen Hochwassern zurück in seine Auen und alten Flussarme. So führte vor einem Jahr, Anfang Juni 2013, eine außergewöhnliche Wetterlage zu schweren, lang anhaltenden Regenfällen. Flüsse verwandelten sich in reißende Ströme. Ein Jahrzehnt nach der Jahrhundertflut von 2002 musste auch an der Elbe Hochwasser Katastrophenalarm ausgelöst werden. Über acht Tage lang rollte die Hochwasserwelle von Tschechien die Elbe hinab und verwandelte das Land in riesige Wasserflächen, zerstörte Deiche, überschwemmte Äcker und bedrohte Städte und Dörfer. Die Elbe ist eine Naturgewalt, aber auch Lebensader wertvoller Naturlandschaften. Weil es über 600 Kilometer keine Stauwerke gibt, die den Lauf des Flusses stören, konnten sich an der Elbe einzigartige naturnahe Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen erhalten, die vom jahreszeitlichen Wechsel der Wasserstände abhängig sind. Sie stehen im UNESCO Biosphärenreservat "Flusslandschaft Elbe" unter besonderem Schutz. Es erstreckt sich über mehrere Bundesländer. Auch die Elb Regionen der Westprignitz, dem nordwestlichsten Zipfel Brandenburgs, mit der Stadt Wittenberge gehören zum Biosphärenreservat. Aus einer ehemals typischen Industriestadt ist ein beliebtes Ziel für Fahrrad und Naturtouristen geworden. Gleich hinter Wittenberge begann der berüchtigte 90 Kilometer lange Elbabschnitt der deutsch deutschen Grenze mit meterhohen Stacheldrahtverhauen, Hundelaufgängen und kilometerbreiten Sperrzonen. Selbst Anwohner durften sie nur mit Sonderausweis betreten. Wo früher die DDR Grenzer patrouillierten, führt heute der beliebte Elberadweg auf den Deichkronen entlang.

10:30 - 11:15, Phoenix
Kroatiens wilde Flusslandschaft

Die Save-Auen sind eine urtümliche Landschaft, in der Menschen heute noch so wirtschaften wie ihre Vorfahren. Typisch für die Posavina-Region sind die alten slawischen Holzhäuser, die einst aus den stämmigen Eichen der Auwälder gebaut wurden. Die Einheimischen betreiben traditionellen Ackerbau und halten in der umliegenden Auelandschaft ihre Pferde, Rinder und Schweine. Und es sind besondere Tiere: etwa das Posaviner Pferd. Keine andere Pferderasse hat sich so gut an den feuchten Lebensraum angepasst wie dieses kleine Kaltblut, das es sonst nirgendwo gibt. Rotb auchunken und Teichfrösche laichen zu Tausenden in den Senken, ebenso die Wildkarpfen aus der Save. Die Auen sind zudem wichtigste Nahrungsgebiete gefährdeter Großvögel. Im Film wird eine Geschichte über einen Fluss erzählt, der in Europa einmalig ist, und über Menschen, die ein im heutigen Europa einzigartiges Leben im Einklang mit diesem Fluss führen. Doch obwohl diese Geschichte der Save und ihrer Anwohner aus einem vergangenen Jahrhundert stammen könnte, ist sie doch hochmodern. Denn im Gegensatz zu anderen europäischen Städten und Regionen, die regelmäßig von Hochwasser heimgesucht und verwüstet werden, bedroht dieser Fluss die Menschen, die mit ihm zu leben gelernt haben, nie. Die Flut schenkt einen Artenreichtum, der in unserer modernen Welt selten geworden ist.
11:15 - 12:00, Phoenix
In der Hängematte auf dem Amazonas

Amazonien, das ist undurchdringlicher tropischer Regenwald, durchzogen von dem längsten Fluss der Welt. "Recreios" heißen die Passagierboote, die gleichzeitig auch Frachtkähne sind. Die Passagiere bringen eigene Hängematten mit und begeben sich auf eine Reise, die in der Großstadt Manaus beginnt und in den Weiten der Amazonas-Landschaft endet.
11:30 - 13:00, NDR
Ostseestädte, die Sie kennen sollten

Stockholm oder Kopenhagen, Tallinn, Riga oder vielleicht Rostock (Foto): Welches ist die beliebteste Stadt an der Ostsee? In dem Film werden 20 besonders attraktive von ihnen vorgestellt. NDR Autor Dominique Ziesemer zeigt während dieser Rundreise die schönsten Ecken der Ostseestädte, zum Teil unterstützt von prominenten und kundigen Stadtführern: Die finnische Kultband Leningrad Cowboys präsentiert "ihr" Helsinki, durch die dänische Stadt Aarhus, Kulturhauptstadt Europas 2017, führt die Direktorin dieses Events. Stockholm oder Kopenhagen, Tallinn, Riga oder vielleicht Rostock: Welches ist die beliebteste Stadt an der Ostsee? In dem Film werden 20 besonders attraktive von ihnen vorgestellt. Im Rahmen einer Kreuz- und Querfahrt über die Ostsee geht es unter anderem aufs prunkvolle Schloss Peterhof, das "russische Versailles" in St. Petersburg, sowie auf die Kurische Nehrung bei Klaipeda und zur Windjammerparade nach Kiel. NDR Autor Dominique Ziesemer zeigt während dieser Rundreise die schönsten Ecken der Ostseestädte, zum Teil unterstützt von prominenten und kundigen Stadtführern: Die finnische Kultband Leningrad Cowboys präsentiert "ihr" Helsinki, durch die dänische Stadt Aarhus, Kulturhauptstadt Europas 2017, führt die Direktorin dieses Events. Apropos Kultur: Es gibt prächtige Backsteingotik, Besuche in beeindruckenden Kirchen und moderne, gewagte Architektur zu sehen. Die Kamera ist auch dort dabei, wo es rund um die Ostsee skurril und schrullig ist: in der schwimmenden Enten-Sauna, bei historischen Selfies auf Kachelöfen und beim Tabakhändler, der eine Königin illegal mit Zigaretten versorgt.

12:25 - 12:55, MDR
Bratislava - Zwischen neuem Reichtum und alter Armut

Bratislava - Stadt an der Donau, Stadt im Wandel. Aus dem einstigen Aschenputtel im Schatten von Wien und Budapest ist in den letzten Jahrzehnten eine Metropole gewachsen, die über sich selbst staunt: schnell, modern, laut, hektisch, betriebsam und voller Spannungen. Ein Vierteljahrhundert nach der Wende gehört Bratislava zu den reichsten Regionen Europas - und liegt zugleich in einem der ärmsten Länder der EU. Eine Fahrt über die Donau eröffnet das Panorama auf eine Stadt der Widersprüche, zwischen neuem Reichtum und alter Armut. Auf unserer Donau-Reise treffen wir Hipster, Fließbandarbeiter, Plattenbaubewohner, Teilzeitauswanderer und Hobbykapitäne, die Gewinner und die Abgehängten eines rasanten Umbruchs.

12:55 - 13:25, MDR
Brünn boomt - Das neue Silicon Valley Tschechiens

Tschechien - für viele ist das nur das erweiterte Umland von Prag. Doch im Süden des Landes emanzipiert sich ein Ort von der übermächtigen Hauptstadt. Jahrzehntelang war Brünn der ewige Zweite, doch nun startet die Stadt durch: innovativer, internationaler, schneller und hipper als der Rest des Landes. Die mährische Metropole hat sich gemausert zum Zentrum von Technik, Technologie und Wissen. Die alte Industriestadt, einst für die Tuchherstellung als "Mährisches Manchester" gefeiert, erfindet sich neu: Alte Fabrikareale erstehen neu als Dienstleitungszentren, Luft- und Raumfahrttechnik stehen für mährisches HighTech, Technische Hochschulen und StartUps machen Brünn zur digitalen Hauptstadt des Landes. Nicht Touristen bevölkern die Straßen, sondern Studenten. Coole Bars, moderne Architektur und ein frischer Blick auf die eigene Geschichte: Brünn ist frech geworden - ein neuer Gründergeist befeuert die Stadt.

13:00 - 14:25, NDR
Die Ostsee von oben

Deutschland grenzt an zwei Meere, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Nordsee führt die wilde Kälte des Atlantiks mit sich, die Ostsee gilt fast schon als friedliches Binnenmeer. Doch wer einmal das grüne Wasser der Ostsee bei Windstärke 10 ins Gesicht bekommen hat, wird ihre Gewalt mit ihren unangenehmen Brechern nie vergessen. Unzähligen Schiffen ging bei schwerem Wetter die Sicht in der Ostsee verloren. Deren Wracks ruhen nun am Meeresboden. Seefahrer vor den deutschen Küsten wissen seit jeher das Baltische Meer, so wird die Ostsee auch genannt, zu fürchten, aber auch wertzuschätzen. Dänen, Schweden, Finnen, Russen, Balten, Polen oder Deutsche, die Völker waren durch die Ostsee einander über die Jahrhunderte verbunden. Sie ermöglichte Handel und dadurch Reichtum schon unter den Wikingern. Ohne ihre günstige Lage wären der Aufstieg und Ruhm deutscher Hansestädte wie Lübeck, Wismar, Rostock oder Stralsund undenkbar gewesen. Zu DDR-Zeiten war die Ostsee aber auch ein Grenzmeer mit unsichtbarem Todesstreifen. Viele Menschen, die dem sozialistischen Staat über den Seeweg den Rücken kehren wollten, ertranken auf dem Weg nach Schweden oder Dänemark. Im kollektiven Gedächtnis der Deutschen ist die Ostsee mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges verbunden. Flüchtlingstrecks, die vor der anrückenden Roten Armee die deutschen Ostgebiete verließen, flohen im Winter 1944/1945 über das Eis der Ostsee. Aus der Vogelperspektive lassen sich jedoch nicht nur die Spuren der Menschen aus vielen Jahrhunderten an der Ostsee entdecken. Beeindruckend ist auch die Natur, die diese Arena bietet. An unberührten Orten lässt die Ostsee ihrer Lust an natürlichen Formen freien Lauf. Das Schauspiel der Sandspülungen lassen eine Insel wie Hiddensee an einem Ende wachsen, am anderen verschwinden. Verblüffend ist auch die Wirkung der Lichtstimmungen in den Prielen, wenn die Sommersonne das Meer karibisch blau erscheinen lässt oder bedrohlich schwarz, sobald ein starker Wind zum Sturm wird.
13:25 - 14:55, MDR
Sagenhaft - Krakau

Krakau ist eine der prächtigsten Städte Europas. In der immer jung gebliebenen Stadt pulsiert das Leben. Wahrscheinlich war das für August den Starken schon damals eine sehr anregende Mischung. Hier wollte er her, hier wollte er die Krone und hier liegt er schließlich auch begraben, abgesehen von seinem Herz, das er noch auf eine letzte Reise nach Dresden schicken ließ. Ein Andenken an die adligen Zeiten thront immer noch hoch über der Weichsel: der Wawel, stattliche Residenz der polnische Könige. Sehenswürdigkeiten bietet die Stadt so einige, die Kim Fisher ins Staunen versetzt: Wenn in der Marienkirche jeden Tag der gigantische Veit Stoss Altar geöffnet wird, geht ein Raunen durchs Kirchenschiff und der Rynek, Krakaus großer Marktplatz, wurde gar zum schönsten Platz der Welt geadelt. Es gibt wohl kaum eine Stadt mit mehr Cafés, Kneipen und Klubs. Klubs, in denen bis zum frühen Morgen Musik gemacht wird. Kein Wunder das Kim Fisher ein Teil des bunten Treiben werden will. Echte Insidertipps holt sie sich dazu von den Jungunternehmerinnen von "Krakau auf Stöckelschuhen". Echtem Kreischalarm ist die Moderatorin ausgesetzt als sie mit Stefan Möller, dem deutsch - polnischen Fernsehstar, unterwegs war. Echte private Einblicke bekommt sie dann bei Nigel Kennedy zuhause. Verführen lässt sich Kim Fisher übrigens nur von Gebäck - denn der Bagel stammt nämlich nicht aus New York sondern hat seinen Ursprung in Krakau.

14:55 - 16:25, RBB
Auf der Sonnenroute des Ostens

Wer Mallorca-Feeling verspüren wollte und in der DDR lebte, der musste an den Plattensee in Ungarn fahren -oder gleich bis nach Bulgarien ans Schwarze Meer. Varna, Albena, Nessebar waren die Sehnsuchtsorte der Ostdeutschen. Schon die Fahrt dorthin glich einem ganzen Abenteuerurlaub. Egal, ob man mit dem Zug, als Anhalter oder mit dem eigenen Pkw unterwegs war. Es sind Urlaubsreisen, die niemand so leicht vergisst, weil vieles exotischer war als zu Hause, nicht nur Geld, Essen und Sprache. Bürger Lars Dietrich macht sich von Dresden aus auf den Weg, diese unglaublichen Urlaubsgeschichten selber zu erfahren, denn heute wie damals heißt es: Der Weg ist das Ziel. Er trifft auf seinem Weg durch Tschechien, Ungarn, Rumänien und Bulgarien auf Menschen, die die Sonnenroute des Ostens auf ihre ganz eigene Art bereist haben und denen heute klar wird: Es war der Urlaub ihres Lebens!

17:20 - 17:45, arte
Äthiopien - Summende Schutzengel

Grüne Hochebenen, durchzogen von Flusstälern – dies ist das Dach Afrikas, das Hochland von Abessinien im Norden Äthiopiens. Während die Nachbarländer von sengender Hitze geplagt werden, herrscht hier, auf über 2.000 Meter Höhe, ein mildes Klima und Afrika erscheint wie das gelobte Land. Nicht von ungefähr beschreiben Reisende und Pilger Äthiopien seit jeher als das biblische Land, in dem Milch und Honig fließen. Der Honig stammt von der Ostafrikanischen Bergbiene Apis mellifera monticola. Das Christentum hat in Äthiopien eine lange Geschichte, zu der auch die Bienen gehören, die sich in den vor langer Zeit errichteten Kirchen eingenistet haben. Für die Gläubigen sind sie Boten des Herrn. So auch für Aby Tadesse, dessen Leben von den Bienen geprägt wird. Aby besitzt rund 30 Bienenstöcke – einfache Konstrukte aus Stroh, Lehm und Rinderdung, um die er sich hingebungsvoll kümmert. Die Bienen schenken den Menschen Honig und Wachs. Aber hier, im Hochland von Abessinien, erfüllen sie noch eine weit wichtigere Aufgabe: Die Menschen glauben, sie seien eine Art Schutzengel, die den Teufel vertreiben, und auch, dass ihr Honig heilende Wirkung bei bestimmten Krankheiten habe. Die Honigernte gleicht damit einer religiösen Zeremonie.
17:45 - 18:35, arte
Die Kunst der Anpassung

Auf Borneo, der drittgrößten Insel der Welt, wuchs 130 Millionen Jahre lang in aller Abgeschiedenheit ein bis heute fast intakter Regenwald. Trotz der Verschiebung der Kontinente blieb der Archipel immer in Äquatornähe, so überlebten die Wälder selbst während der Eiszeiten. Flora und Fauna konnten sich in einer stabilen Umgebung entwickeln. In den Eiszeiten waren die Inseln Borneo und Sumatra mit dem asiatischen Kontinent verbunden. Orang-Utan, Elefant, Rhinozeros und verschiedene Katzenarten gelangten auf die Inseln. Am Ende der letzten Eiszeit brach der Austausch mit dem Festland ab. Isoliert vom Rest der Welt, entwickelten sich auf Borneo verschiedene Zwergarten: das Sumatra-Nashorn, der Malaien-Bär und der Borneo-Zwergelefant. Der Orang-Utan hingegen – Asiens einziger großer Affe – hat seine beeindruckende Statur behalten. Während die Fauna Miniaturen hervorbrachte, entwickelte sich die Flora entgegengesetzt. Auf Borneo werden die Bäume mit bis zu 60 Metern höher als in jedem anderen Regenwald. Flügelfruchtgewächse haben hier fliegende Tierarten entstehen lassen. Zwischen den hohen Wipfeln dieser Laubbaumgattung, die kein Astdickicht aufweist, haben die 30 Arten von Flugtieren freie Bahn, um von einem Baum zum nächsten zu segeln. Doch Borneo ist kein Paradies. Die Regenwälder wachsen auf einem nährstoffarmen Boden, der von starken Regenfällen und hohen Temperaturen ausgelaugt wird. Doch eine Pflanze trotzt diesen Böden: Die fleischfressende Kannenpflanze profitiert von einer engen Symbiose mit einer Spitzhörnchenart, dessen Exkremente sie als Dünger nutzt.

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