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Mittwoch, 19.12.2018
07:15 - 08:00, arte
Polen, Winter in den Waldkarpaten

Die Woiwodschaft Karpatenvorland ist im Vergleich zum polnischen Landesdurchschnitt eher dünn besiedelt. Viele Bewohner sind in den 60er und 70er Jahren hierhergezogen. In der Einsamkeit der Wälder war der Staatskommunismus weniger spürbar. Heute ist es eine der ärmsten Regionen der Europäischen Union, und die Menschen ziehen wieder fort, vor allem die Jugend sieht wenig Perspektiven. Doch nahe den Grenzen zur Slowakei und der Ukraine floriert eine kleine Ikonen-Werkstatt. „360° Geo Reportage” hat sie besucht. Das Karpatenvorland hat im Laufe seiner Geschichte viele Herrscher erlebt: polnische Könige, Habsburger Kaiser, deutsche Besatzer, sowjetische Diktatoren. Was durch die Jahrhunderte Bestand hatte, war der starke Glaube seiner Bewohner. Die orthodoxen Einheimischen vom Volksstamm der Lemken schlossen sich nie der russisch-orthodoxen Kirche an, sondern blieben griechisch-orthodox oder griechisch-katholisch. Lemken leben inzwischen nur noch wenige im Karpatenvorland. Und doch haben sie viele alte Holzkirchen hinterlassen, die wie verzaubert in den Wäldern stehen und alle Veränderungen überdauert haben. Neben den Ikonen und den Kirchen steht die Region aber vor allem für die Tradition der Glasfertigung. Zwar befindet sich die großindustrielle Glasproduktion seit längerem im Niedergang – dafür aber blüht die Glaskunst im Kleinen. Das Glass Studio Habrat startet mit seinen kreativen Entwürfen gerade voll durch.
08:00 - 08:45, arte
Eine Sommerreise am Polarkreis

Ville wartet, bis der Sturm sich legt, um nach Tiksi weiterzureisen. Während dieser unfreiwilligen Wartezeit macht er sich mit der örtlichen Kultur vertraut. Er begegnet zwei Schamanen: Den ersten hält er für einen Scharlatan, dem zweiten dagegen vertraut er und lässt sich auf eine spirituelle Reise mit ihm ein. Der Himmel in Tiksi klart auf und der Flug 1.000 Kilometer nach Norden verläuft problemlos. Der russische Hafenort nahe dem Flussdelta der Lena leidet unter der Abwanderung der Bevölkerung. Wladimir Iljus, der Leiter eines Naturschutzgebietes im Lena-Delta, erzählt Ville von der ruhmreichen Vergangenheit des heute eher verschlafenen Hafengürtels. Er erfährt, dass vor zwei Jahren, als die Temperaturen drei Wochen lang unter 50 Grad Celsius gefallen waren, viele Menschen erfroren sind, weil die Heizungen nicht funktionierten. Ville trifft den Hafenmeister, der sich nach der Zeit zurücksehnt, als hier noch lebhaftes Treiben herrschte. Die Zukunft war vielversprechend, heute langweilen sich die Leute. Da läuft das Frachtschiff „Narva“ ein, das Material der Gazprom für Bohrungen und die Förderung von Erdgas transportiert. Den Einheimischen zufolge ist Tiksi nicht ganz so tot, wie man auf den ersten Blick meinen möchte. Das älteste Gebäude von Tiksi ist die Wetterstation, die von internationalen Geldgebern hauptsächlich aus den USA und Finnland mitfinanziert wird. Ville besucht die Station und lässt mit den Meteorologen einen Wetterballon aufsteigen. Für die Abreise aus Tiksi braucht es viel Geduld. Die Naturgewalten müssen einem wohlgesonnen sein. Ville hat Glück und kann ohne Probleme nach Tschukotka abfliegen, den östlichsten Bezirk Russlands.
09:25 - 10:55, arte
Die Vermessung der Erde

Seit jeher haben die Menschen versucht, sich auf der Erde zu orientieren. Anfangs nutzten sie die Sterne zur Navigation, heute vermessen moderne Satelliten den blauen Planeten millimetergenau. Und zu allen Zeiten strebten Wissenschaftler nach korrekten, exakten Ergebnissen. Bis zum heutigen Tag ist die Vermessung der Erde in vollem Gange. Weltweit sind Forscher damit beschäftigt. Mit Satelliten, Kameras oder Drohnen erfassen sie fast jeden Winkel des Planeten, um ihm die letzten Geheimnisse zu entlocken. Sie vermessen Ozeane, feuerspeiende Vulkane, das Wachstum von Getreide und die Atmosphäre. Die digital beschleunigte Welt verfügt über immer neue Möglichkeiten, sich selbst zu vermessen und dadurch einen neuen Blick auf das Leben der Menschen und die Erde zu richten. Anders als zur Zeit der frühen Wissenschaftler und Vermesser wie Ptolemäus, Mercator, Humboldt und Everest wird das Sammeln von Daten heute jedoch nicht mehr ausschließlich positiv gewertet. Moderne Wissenschaftler unternehmen stets eine Gratwanderung zwischen dem Drang, immer mehr Daten zu erheben, und dem zunehmenden Wunsch der Bevölkerung, möglichst wenige persönliche Daten preiszugeben. Zwischen den historischen Geschichten, die in der Dokumentation erzählt werden, liefern wissenschaftliche Expeditionen spannende Einblicke in den aktuellen Forschungsstand. Und Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen ordnen die Bedeutung der Vermessung ein.
10:25 - 11:10, B3
Winterzauber in Japan

Allein 2.000 Riesenseeadler aus Sibirien und Kamtschatka überwintern auf Hokkaido, Japans nördlichster Insel. An der fischreichen Küste warten die größten Adler der Welt mit ihren leuchtend gelben Schnäbeln auf Beute oder lassen sich über dem Meer bei atemberaubenden Flugspielen beobachten. In eisfreien Meeresbuchten und Vulkanseen versammeln sich Scharen von schneeweißen Singschwänen und balzen bei Eiseskälte um einen Partner für die nächste Brutsaison in der fernen Taiga. Nordjapan ist in den Wintermonaten aber auch Anziehungspunkt für einen der seltensten Vögel Asiens: den Mandschurenkranich. Kein anderer Vogel genießt in Japan eine solche Bewunderung wie er. Die Ainu, ein Volk auf Hokkaido, verehren ihn als Gott der Moore und Sümpfe. Die eiskalten Nächte verbringen die Kraniche in flachen Flüssen. Hier sind sie nicht nur sicher vor Füchsen. Es ist vor allem eine Anpassung an ihre bitterkalte Umwelt, denn bei Lufttemperaturen von minus 28 Grad bereiten Wassertemperaturen von plus 2 Grad ein angenehmes Fußbad. Bei Sonnenaufgang verlassen sie ihre in rote Nebelschwaden gehüllten Übernachtungsplätze und fliegen zur Arena der tanzenden Kraniche. In Jigokudani, das "Höllental" der japanischen Alpen, haben 300 Schneeaffen einen sicheren Zufluchtsort. Die Schlucht mit ihren heißen Quellen wurde sogar extra für die Affen als Nationalpark ausgewiesen. Aber der geheimnisvolle Ort hat noch etwas Besonderes: Menschen und Schneeaffen gehen hier in den heißen Quellen genussvoll den Badefreuden nach.

11:10 - 11:55, B3
Kitzbühel - Ein Wintermärchen

Ein wenig "ver-rückt" ist die Welt in der 9.000-Seelen-Gemeinde schon: Innerhalb der vergangenen Jahrzehnte hat sich Kitzbühel vom Dorf zu einer der teuersten Städte in ganz Österreich entwickelt. Es gibt allein im Winter dort 600.000 Übernachtungen bei knapp 10.000 Hotelbetten. In den Straßen und Gassen der herausgeputzten Altstadt reihen sich exklusive Modeläden, noble Restaurants und Hotels aneinander. Bürgermeister Klaus Winkler versucht, zwischen den Bedürfnissen der auf Events "programmierten" Urlauber und denen der verbliebenen Einheimischen zu vermitteln: Er streitet für bezahlbare Wohnungen und fürs traditionelle Image der Stadt, immerhin ist Kitzbühel gut 800 Jahre alt. Die Natur zwischen dem Kitzbüheler Horn, der Bichlalm, dem Hahnenkamm und dem Schwarzsee mit einem Panoramablick auf das Kaisergebirge hat ihren Charme bewahrt. Das ist auch ein Grund, dass Originale wie Hermann Pichler ihrem Dorf die Treue halten. Mitten in der glitzernden Altstadt führt er das "Huber-Bräu", eine alteingesessene Schänke mit Tiroler Kost zu bürgerlichen Preisen. Pepi Eberharter macht selbst als Pensionär noch aus bester Milch aromatischen Bergkäse, Fini Sulzenbacher kämpft für Jugendklubs, und der frühere Knecht und Bauer Lois Vötter hat noch im hohen Alter Fahrrad- und Skifahren gelernt. Selbst der weltgewandte Abenteurer Horst Ebersberg, der viele Jahre in Hollywood als Schauspieler und Schriftsteller arbeitete, kehrte wieder in seine Heimatstadt zurück.

11:25 - 12:10, H3
Romantische Advents-Reiseziele

Bei Reisen in der Vorweihnachtszeit entdeckt man nicht nur andere Länder und Regionen, man erfährt auch gleich noch einiges über dortige Weihnachtsbräuche und -traditionen. In vielen Orten haben dann auch die Weihnachtsmärkte geöffnet - alle mit Weihnachtsbäckerei, Kerzenglanz und Festmusik, aber jeder doch mit seinem ganz eigenen Charme. Und wie viel Platz braucht eigentlich ein Weihnachtsmarkt? Eine Kapitänin auf dem Achensee beweist, dass schon ein Schiff ausreicht, um in vorweihnachtliche Stimmung zu kommen. Sie schippert ihre Gäste zwei Stunden lang über das winterliche Wasser, und auf dem Schiff duften die Stände mit einheimischen Köstlichkeiten um die Wette. Konventioneller - und mondäner - geht es da in Wien zu: Zwischen Stephansdom und Ringstraße liegt ein inspirierendes Einkaufswunderland für alle, die besondere Weihnachtsgeschenke suchen. Und der Klassiker unter den deutschen Weihnachtsmärkten darf natürlich nicht fehlen: der Nürnberger Christkindlesmarkt. Die Stadt an der Pegnitz ist berühmt für ihre Lebkuchen. Ganz anders der Weihnachtsmarkt im niederländischen Valkenburg. Der Weihnachtsmarkt liegt hier unter der Erde, und beim Weihnachtsumzug kommt fast schon Karnevalslaune auf. Wer zum Jahreswechsel in wärmere Gefilde will, ist in Mallorcas Hauptstadt genau richtig. Dann zeigt sich das Zentrum in festlichem Lichterglanz, der bis weit ins neue Jahr hinein leuchtet: Denn erst am frühen Abend des 5. Januar legt unweit der Kathedrale ein herrlich geschmücktes Schiff an, dem die Heiligen Drei Könige entsteigen - und damit beginnt ein prachtvoller Umzug durch die Altstadt.

11:55 - 13:25, B3
Reisen in ferne Welten: Kanada

Das Kamerateam beginnt die Fahrt in den Norden Kanadas auf dem legendären Dempster Highway, der vom einstigen Goldgräberort Dawson City im Yukon 700 Kilometer weit nach Norden in die Northwest Territories nach Inuvik führt, dem Versorgungsort der Region. Dort beginnen die Eisstraßen ins Delta des Mackenzie River und hinaus bis ins Polarmeer zum Inuit-Ort Tuktoyatuk. Familien und Trucker nutzen sie, aber auch Jäger, Rentierzüchter und sogar der Pfarrer von Inuvik, der im Winter seine abgelegenen Kirchengemeinden gut über das Eis erreichen kann. Die wenigen Monate, in denen die Eis-Highways bestehen, bedeuten für die Menschen im weiten Delta des Mackenzie River in Kanada die beste Reisezeit des Jahres. Dann können sie zum Einkaufen in der Stadt nach Inuvik fahren und bei Festen wie dem "Muskrat Jamboree"-Festival Verwandte und Freunde treffen. Tagsüber werden sportliche Meisterschaften wie Motor- und Hundeschlittenrennen ausgerichtet - aber auch skurrile Wettbewerbe wie Bisamratten-Häuten. Abends trifft man sich in der großen Sporthalle der Schule Inuviks zu traditionellen Trommeltänzen und einem Festmahl mit gebratenen Wildgänsen und Karibu-Eintopf. Doch die Ära der Eis-Highways neigt sich dem Ende zu. Eine neue Schotterstraße wird ganzjährig Inuvik mit Tuktoyaktuk am Eismeer verbinden, nur einige kürzere Strecken werden in Zukunft noch auf dem Eis angelegt werden.
12:45 - 13:00, 3SAT
Unsere wilde Schweiz

Der Aletsch ist der größte Gletscher der Alpen: ein Eisgigant von magischer Schönheit. Seine einmalige Lage begeistert besonders Forscher und Künstler. Jetzt kämpft man gegen das Abschmelzen. Der Klimawandel macht dem Gletscher gewaltig zu schaffen: Der Eispanzer schrumpft jedes Jahr rund 50 Meter in der Länge und zwölf Meter in der Höhe. Sein Verschwinden bedroht nicht nur Landwirtschaft und Tourismus, sondern die gesamte Flora und Fauna.

13:25 - 14:10, 3SAT
Europa ungezähmt

Europa ist ein grüner und fruchtbarer Kontinent – dank seines gemäßigten Klimas und seines Wasserreichtums. Mit 2857 Kilometern Gesamtlänge ist die Donau der zweitlängste Fluss Europas. An der Donau in Ungarn ereignet sich regelmäßig ein ungewöhnliches Schauspiel: Die großen Theiß-Eintagsfliegen starten zum Hochzeitsflug, Millionen tanzen in der Abenddämmerung über dem Wasser, paaren sich, legen ihre Eier und sterben. Im Donaudelta leben verwilderte Pferde und eine seltene Spezies: der Goldschakal, dessen Lieblingsspeise Karpfen ist.
14:00 - 14:30, NDR
Wie geht das? Karpfenzucht mit Tradition

Der Karpfen zu Weihnachten und Silvester wird in Norddeutschland gern gegessen. Doch bis auf den Teller ist es ein langer Weg. Die Teichwirtschaft im Wald von Ahlhorn ist eine der größten Karpfenzuchten Niedersachsens. Seit über 100 Jahren werden hier die Speisefische gezüchtet - auf nachhaltige Weise, teilweise nach alten traditionellen Methoden. Der Film begleitet die Fischwirtschaftsmeister Friedrich von Heydebrand und sein Team über eine ganze Saison und wirft dabei einen Blick hinter die Kulissen des faszinierenden Handwerks. 3.000 Karpfen passen auf einen Esslöffel - wenn sie noch ganz klein sind! Der Karpfen zu Weihnachten und Silvester ist in vielen Haushalten in Norddeutschland immer noch eine feste Tradition - doch wo kommen diese Karpfen eigentlich her? Eine Antwort auf diese Frage gibt es in der Teichwirtschaft im Wald von Ahlhorn, eine der größten Karpfenzuchten Niedersachsens. Seit über 100 Jahren werden hier die Speisefische gezüchtet - auf nachhaltige Weise, teilweise nach alten traditionellen Methoden. Der Film begleitet die Fischwirtschaftsmeister Friedrich von Heydebrand und sein Team über eine ganze Saison und wirft dabei einen Blick hinter die Kulissen des faszinierenden Handwerks - vom Schlüpfen der nicht einmal stecknagelkopfgroßen Karpfenlarven über den schwierigen und anspruchsvollen Aufzuchtprozess bis hin zur "Karpfenernte" der ausgewachsenen Tiere im Herbst.

14:10 - 14:40, 3SAT
Abenteuer Hurtigruten

Viele Passagiere meinen, es sei die schönste Schiffsreise der Welt. Tradition und Moderne, atemberaubende Winterlandschaften - die Hurtigruten. Eine Schiffsreise auf den Hurtigruten ist ein Erlebnis. Im Süden Norwegens beginnt das Abenteuer. Es geht entlang der zerklüfteten Fjordlandschaft hoch in den Norden zum Polarkreis. 1893 wurde die Strecke von einem Postschiff erstmals befahren. Endlich gab es damals eine Verbindung zwischen den Handelszentren im Süden und den unerreichbaren Fischerdörfern im Norden Norwegens. Aus der Transportroute von damals ist längst ein Touristenmagnet geworden. Besonders im Winter, wenn Schnee und Eis die Küsten in eine faszinierende Landschaft verwandeln und Reisende vom Polarlicht verzaubert werden. Von Menschen, die sich mit dieser Reise einen Lebenstraum erfüllen, von Besatzungsmitgliedern, die das einzigartige Erlebnis möglich machen, und von Norwegern, die die "MS Nordkapp" für Behördengänge oder Arztbesuche nutzen, erzählt der Film. Teil eins der Reise beginnt in Bergen, der zweitgrößten Stadt Norwegens. Umgeben von sieben Bergen, wird sie auch das "Tor zu den Fjorden" genannt und ist zentraler Ausgangspunkt für Norwegen-Reisen. Die Mischung aus Lokalkolorit und Geschichte kann man am besten im Hafenviertel Bryggen kennenlernen. Das UNESCO-Weltkulturerbe und ein Besuch auf dem Fischmarkt stimmen die Passagiere auf die kommenden Tage an Bord der "MS Nordkapp" richtig ein. Die Reise führt durch den atemberaubenden Nordfjord auf das offene Meer. Erster Halt ist Ålesund. Mit ihren Jugendstil-Türmen ist die Stadt schon aus der Ferne gut zu erkennen. Im Hafen werden Waren, Lebensmittel und Post aus- und wieder eingeladen, Arbeitsalltag für die Crew. Weiter geht es zur drittgrößten Stadt Norwegens, nach Trondheim. Es ist Zeit zum Verweilen. Der Wikinger und spätere König Olav Tryggvason gründete die altertümliche Stadt 997 nach Christus. Hier befindet sich die Kathedrale "Nidarosdom", die einzige Norwegens aus gotischer Zeit. Am vierten Tag wird der Polarkreis überquert und dieser Augenblick mit einer zünftigen Polarkreis-Zeremonie zelebriert. Dann tauchen schon bald die Lofoten auf, mit einer 1000 Meter hohen Eiswand am Horizont. Den Charme der Inselgruppe erleben die Passagiere, vorbei an den kleinen, malerischen Fischerdörfern auf dem Weg zum Städtchen Bodø. Bei einer Winterwanderung außerhalb des Stadtzentrums von Bodø hat man einen beeindruckenden Ausblick auf die 13 schneebedeckten Gipfel der Bergkette Borvasstindan.

14:40 - 15:30, 3SAT
Expedition ins Eismeer

Die "Vagabond" ist ein außergewöhnliches Forschungsschiff. Mit nur 15 Metern Länge und einem geringen Tiefgang dringt sie in Regionen vor, die mit großen Schiffen nicht erreichbar sind. Auf dem kleinen Boot lebt der französische Kapitän Eric Brossier mit seiner Frau und seinen sechs und neun Jahre alten Töchtern. Im Winter lassen sie sich im Packeis bei Temperaturen unter minus 30 Grad einfrieren, im arktischen Sommer geht es auf Expedition. Wissenschaftler aus aller Welt schätzen das kleine, wendige Boot und chartern es für ihre Forschungsprojekte. Wie der Klimatologe Jochen Halfar, der sich für die Entwicklung des Meereises in den letzten 1000 Jahren interessiert. Er erhofft sich Einblicke in das Auf und Ab des Klimas während dieser Zeit, was wiederum wertvolle Rückschlüsse auf den heutigen Klimawandel erlaubt. Auf der "Vagabond" will er drei Wochen lang durch das Nordpolarmeer zwischen Grönland und Kanada reisen, durch eine der unwirtlichsten und gleichzeitig faszinierendsten Regionen der Erde. Taucher sollen am Meeresboden nach jahrhundertealten Korallenalgen suchen, aus deren Jahresringen Halfar die Dicke des Meereises rekonstruieren will. Ein Film-Team ist auf der abenteuerlichen Reise dabei, auf der sich das kleine Schiff durch das Treibeis der Nordwestpassage arbeitet, Stürmen trotzt und immer wieder die Route ändern muss, um den schlimmsten Wetterkapriolen auszuweichen. Wird es gelingen, trotz der widrigen Bedingungen genügend Korallenalgen zu sammeln? Die Forscher könnten damit ein einmaliges Klimaarchiv der Arktis schaffen.
14:45- 15:15, RBB
Himmlische Wohlgerüche

Keine Zeit des Jahres ist so erfüllt von Wohlgerüchen wie die Advents- und Weihnachtszeit. Von Anis bis Zimt sorgen dann intensive Düfte für Verführungen auf dem Teller. Warum gehören an den Lebkuchen sieben Gewürze, an den Weihnachtsbraten aber neun? Was bedeutet die Form des Christstollens, was die der Springerle und der Spekulatius? Die Beziehung zwischen Glaube und Leben ist beim Essen besonders eng. Religion kann schmecken, und zwar am besten in der Weihnachtszeit.

15:15 - 16:00, H3
Winterreise an den Bodensee

SWR Moderatorin Annette Krause lädt zu einer Winterreise an den Bodensee ein, wo auch die kalte Jahreszeit ihren Charme hat. Nicht nur im Sommer ist der Bodensee eine Reise wert. Im Winter, wenn Nebel die Geräusche dämpft, Reif die kahlen Bäume ziert, Schnee die Seepromenaden bedeckt und Eisschollen im Wasser treiben, steigt ein eigener Zauber auf. Ein Hauch von Melancholie, von Sehnsucht nach Ruhe nach dem umtriebigen Sommer geprägt und auch nach Wärme und Gemütlichkeit zu Hause. Die Seeanwohner hoffen, der See gehöre nunmehr wieder ihnen allein. Aber das stimmt nicht. Auch Besucher erfreuen sich am Reiz der stillen Mainau, an der Reichenau, ihren Kirchen und Glashäusern, die verschleiert aus dem Morgennebel herausragen und an dem Bodanrück mit seiner spezifischen Tier- und Pflanzenwelt. Und sie genießen auch die Museen in Konstanz, die Altstadt von Bregenz oder die Bibliothek in St. Gallen. Dann gibt es auch noch Wintersportfreuden am See oder in den nahen Schweizer Bergen. SWR Moderatorin Annette Krause lädt zu einer Winterreise an den Bodensee, wo auch die kalte Jahreszeit ihren Charme hat.

15:25 - 15:50, arte
Mit Kompass und Köpfchen auf hoher See

Von den Seychellen aus nimmt der Katamaran „Nomade des Mers“ Kurs auf den Golf von Bengalen. Nach einigen Tagen auf hoher See macht die junge Crew Halt im südindischen Chennai, dem ehemaligen Madras. Vor 15 Jahren erlebte der einstige Handelsstützpunkt der britischen Kronkolonie die schlimmste Dürrekatastrophe seiner Geschichte. Die Wasserversorgung in dieser Sechseinhalb-Millionen-Metropole ist ein riesiges Problem. Zudem wächst die Bevölkerung immer weiter. Mit Amandine und Pierre-Alain möchte Corentin verschiedene lokale Akteure treffen, die daran arbeiten, den Zugang zu sauberem Wasser zu verbessern. Seit der Meerwasserentsalzer auf der „Nomade des Mers“ kaputt gegangen ist, hat auch Corentin nirgendwo ein brauchbares Lowtech-System zur Gewinnung von Trinkwasser gefunden. Corentin begibt sich auf einen Streifzug durch die Stadt und trifft unter anderem Wissenschaftler, die hauptsächlich zur Wasseraufbereitung forschen, um so ausreichend Trinkwasser für alle herzustellen. Wasser wird in Indien wegen des Bevölkerungswachstums und hinzu kommt, dass die meisten Ressourcen kontaminiert sind. Viele Menschen erkranken beispielsweise an Cholera und verlieren ihre Arbeit. Das Forschungsinstitut setzt alles daran, auch Lösungen für die sozial Schwachen zu finden. Manche Systeme, die in der Stadt installiert wurden, wie eine Pflanzenkläranlage, könnten auch für die Crew der „Nomade des Mers“ interessant sein.
15:30 - 15:55, ARD alpha
Die Feueraugen der Plumplori

In Indonesien macht Anna heute Bekanntschaft mit einem der süßesten Affen überhaupt: dem Plumplori. Aber Achtung! Dieses Tier ist giftig. Bei Gefahr vermischt der Plumplori ein Sekret mit Speichel und beißt dann zu. Für den Angreifer kann das tödliche Folgen haben. Die Tierreporterin ist also stets auf der Hut und hält sich an die Anweisungen von Tierschützer Roel, der ihr die Nachtaffen zeigt. Leider sind die Plumploris vom Aussterben bedroht. Sie werden gejagt, gefangen, bekommen die Zähne gezogen und fristen ihr Dasein in winzigen Käfigen. Denn viele Menschen wünschen sich einen so niedlichen Affen als Haustier. Dabei gehören sie in die Natur und nicht in ein Wohnzimmer. In einer Rettungsstation für wilde Tiere kommt Anna gerade rechtzeitig: ein Plumplori wird gerade versorgt. Anschließend darf die Reporterin die anderen Nachtaffen der Station füttern. Dann nimmt Roel sie mit in das Dorf Cipaganti. Dort beobachtet ein Forscherteam Plumploris in der Wildnis. Im roten Schein der Taschenlampe leuchten ihre Feueraugen aus der Ferne. Die Nacht endet mit einer spektakulären Aktion: die Forscher holen ein junges Tier vom Baum, um es zu untersuchen.
15:30 - 16:15, 3SAT
Wildes Russland

Auf der Halbinsel Kamtschatka treffen Feuer und Eis aufeinander. Feuer speiende Vulkane herrschen über Himmel und Erde. 20 verschiedene Klimazonen gehen ineinander über. Vulkanschlote rauchen neben Gletschern, meterhohe Schneewehen grenzen an kochend heiße Geysire. Im "Tal der Geysire" sind die heißen Wasserfontänen besonders konzentriert. Es wurde daher zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt. In einem verheerenden Erdrutsch 2007 wurden jedoch viele von ihnen unter Schlammmassen begraben. Kamtschatka gehört zu den geothermisch aktivsten Gebieten der Welt, wie die zahlreichen Vulkankrater, Geysire und Fumarolen deutlich vor Augen führen. Trotz der launischen Natur ist die heimische Tierwelt einen gewissen Komfort gewöhnt: Bachstelzen finden "beheizte" Kinderstuben, und Bären lieben das Bad in den Thermalquellen. Das warme Wasser befreit sie von Flöhen, Zecken und anderen Parasiten. Überhaupt ist Kamtschatka ein Paradies für Bären: Im feuchten Sommer finden sie genug Kräuter und Beeren, und im Spätsommer stehen täglich 40 Kilogramm Lachs pro Bär auf dem Speiseplan. Auch der seltene Riesenseeadler ist hier heimisch und jagt im Herbst Lachse für seine Jungen. Im Meer finden Orcas und Pottwale Nahrung im Überfluss. Im Winter schlägt die Stunde der kleineren Raubtiere: Während die Bären Winterschlaf halten, konkurrieren Vielfraß und Rotfuchs um kleine Beutetiere und vor allem Aas. Die Adler belagern die wenigen offenen Wasserstellen und kämpfen untereinander um die wenigen Fische. Noch stehen sechs Monate kalter Winter bevor - im Land der Bären und Vulkane. Die Reihe "Wildes Russland" zeigt die Natur des riesigen Landes zwischen Schwarzem Meer und Pazifischem Ozean in HD-Qualität. Fernab der Metropolen Moskau und St. Petersburg offenbart sich eine ursprüngliche Welt mit rauen Gipfeln und endloser Weite, ungezähmten Flüssen und einer unvergleichlichen Tier- und Pflanzenwelt.

15:50 - 16:45, arte
Grenzenloses Frankreich

Guadeloupe ist ein Archipel in den karibischen Antillen. Die beiden Hauptinseln sind die wilde, vulkanische Basse-Terre und die flache, landwirtschaftlich geprägte Grande-Terre. Am Fuße des Vulkans La Soufrière erntet Joseph das „grüne Gold“ von Guadeloupe und begeistert die Menschen für die Kräfte der Natur. Er hat einen Doktortitel in sogenannter Pharmakognosie und will den pharmazeutischen Markt mit traditionellen Heilpflanzen erobern. In Rivière des Pères ist es Zeit für die Zuckerrohrernte und man riecht die Rumbrennerei Bologne schon von weitem. Zuckerrohr ist das wichtigste Wirtschaftsgut der Antillen und wird von hier aus in die ganze Welt exportiert. Früher war die Destillerie sehr umweltschädlich, doch inzwischen wird ein Großteil der Abfälle recycelt. In den Küstengewässern vor Malendure liegt das Sanctuaire Agoa, ein Schutzgebiet für Meeressäuger. Hier beobachten Renato und Caroline seit 25 Jahren die zahlreichen Pott- und Buckelwale sowie Fleckendelfine. An Bord ihres Forschungsseglers „Tzigane VI“ sammeln sie Wasserproben aller Art. Im Tal von Capesterre liegen die ausgedehnten Bananenplantagen der Insel. Tinos Früchte sind von der Sonne verwöhnt und brauchen keine Pestizide. In den nachhaltigen Fischfarmen von Pointe-Noire züchten der Agraringenieur François und der Biologe Patrick die Speisefische der Zukunft. Sie haben bereits eine Fischkooperative vor dem Bankrott gerettet. Bei Pointe-à-Pitre leben Yves und seine Frau Jacqueline im Rhythmus der Gwo ka, einer traditionellen Trommel aus Guadeloupe. Sie widmen ihr Leben der Vermittlung von Musik und Tanz der Antillen. In der Nähe von Sainte-Anne kreiert Alex mit der Kettensäge fantasievolle Holzfiguren. Obwohl seine Werke für Afrika und Guadeloupe typische Einflüsse aufweisen, sind seine Kunstwerke universell. Zwischen Le Moule und Saint-François widmet sich der französische Künstler François der engagierten Kunst Guadeloupes. Für seine vergänglichen Kunstwerke lässt er sich von Eisenmaterialien und der Kolonialgeschichte inspirieren, verweist auf die Bedeutung der traditionellen kreolischen Häuser und schafft hybride Figuren, die weder schwarz noch weiß sind.
16:15 - 17:00, 3SAT
Wildes Russland

Russland hat mehr arktische Gebiete als jedes andere Land der Erde. Die Eiswüsten und Tundren ziehen sich von der russisch-finnischen Grenze bis in den äußersten Nordosten der Beringstraße. Hier, nur einen Steinwurf von Alaska entfernt, liegt auch die Wrangel-Insel. Im Sommer sammeln sich dort die Eisbären, um auf die Ankunft der Walrosse zu warten. Nach mageren Wochen hoffen die größten Bären der Erde auf leichte Beute, aber die Walrosse sind wehrhaft. Im äußersten Westen der Arktis, im Weißen Meer, liegt die Kinderstube der Belugawale. Die "Geister der Meere" finden hier ideale Bedingungen, um ihre Jungen aufzuziehen. Einen härteren Start haben Schneekraniche in Tschukotka. Ihre Eltern legen am Ende des arktischen Winters ihre Eier und müssen sie immer warmhalten. Denn die eisige Luft kann die Brut innerhalb kürzester Zeit zerstören. Schneekraniche gibt es nur in Russland. Sie müssen sich vor den diebischen Polarfüchsen in Acht nehmen, die es sowohl auf ihre Eier als auch auf die Küken abgesehen haben. Im kurzen arktischen Sommer versuchen die Füchse, so viel Nahrung wie möglich für ihre Jungen zu finden. Denn eines ist sicher in der russischen Arktis: Nach wenigen Wochen des Überflusses regiert wieder der dunkle Winter.
16:15 - 17:05, RBB
Ein Winter in Weißrussland

Terra Incognita, weißer Fleck auf der Landkarte, letzte Diktatur Europas - für Weißrussland gibt es viele Bezeichnungen. Durchaus autoritär regiert Präsident Alexander Lukaschenko sein 10-Millionen-Volk. Ein Fernsehteam des rbb konnte Belarus, wie Weißrussland auch heißt, hautnah erleben, im Winter in der Hauptstadt Minsk und weit draußen auf dem Lande. Begegnungen mit Menschen, die bereitwillig Auskunft über ihr Leben geben. Treffen mit der Schauspielerin Katja Yavorskaja, mit ihrem Mann Ilja, mit ihrem zehnjährigen Sohn Timofei. Der Zuschauer wird ins Theater eingeladen, auf die Kunsteisbahn, lernt viele Facetten der weißrussischen Hauptstadt kennen. Minsk ist durch und durch europäisch - schnell, grell und laut. Jeder fünfte Weißrusse lebt hier. Katja und ihre Familie laden zu einer Reise ins ländliche Belarus ein. Nicht weit von der litauischen Grenze entfernt haben sie ihren Lebenstraum verwirklicht und eine Datscha gekauft. Das Leben auf dem Lande ist das absolute Kontrastprogramm zum pulsierenden Minsk. Bei Eis und Schnee ein "Winterwonderland" im wahrsten Sinne des Wortes. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, gehen die Uhren langsamer. Katja und Ilja sprechen über ihre Hoffnungen und Träume, über das Leben in Weißrussland, besonders über das auf dem Lande. Belarus gehört zu den europäischen Ländern, die im letzten Krieg ganz besonders unter den deutschen Besatzern gelitten haben. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung, mehr als zweieinhalb Millionen Menschen kamen ums Leben. In den riesigen Waldgebieten tobten erbitterte Kämpfe zwischen Partisanen und der Wehrmacht. Ilja besucht dort einen Freund, der im Wald von Naliboki als Förster arbeitet. Bis zum heutigen Tage werden hier noch Verstecke entdeckt, in denen sich einst Partisanen aufhielten. Die Herrscher des Waldes von heute sind dagegen Wölfe und Wisente.
17:00 - 17:45, 3SAT
Unser blauer Planet

Tiefes Blau dehnt sich in alle Richtungen bis zum Horizont aus. Vom Meeresspiegel bis zum Grund sind es mancherorts unheimliche 10 000 Meter. Die filmische Reise führt ins offene Meer. Das offene Meer ist eine unermessliche Fläche zwischen sengender Sonne und kalter Finsternis. Wer dort überleben will, sollte groß und kräftig genug sein, um aus eigener Kraft überallhin gelangen zu können. Delfine etwa legen auf der Suche nach Beute Hunderte Kilometer zurück, Gestreifte Marline können den Geruch von Sardinen wahrnehmen und folgen ihnen kilometerweit, und über Wasser folgen Sturmtaucher den jagenden Fischen, die sie zu einem sicheren Fressplatz führen. Die Reise führt unter anderem in Korallenriffe. Wenn sich dort Drückerfische fortpflanzen, gelangen Millionen befruchteter Eier ins Wasser, die mit den Strömungen ins offene Meer treiben. Ihre Überlebenschance ist gering: Von einer Million Eier werden vielleicht zwei heranreifen. Noch bevor die Jungfische schlüpfen, verschwinden unzählige Eier im Schlund von Teufelsrochen, die mit weit aufgesperrten Mäulern durch die Ei-Wolken gleiten. Plankton kann nicht gegen die Strömung schwimmen, stattdessen treibt es mit den Wassermassen - manchmal ins Verderben. Immer wieder erheben sich Vulkane mehrere Tausend Meter hoch über den Meeresboden. Wenn die Strömung an die Flanken des Seeberges prallt, wird sie aufwärts gelenkt und mit ihr das Plankton. Dann brechen fette Zeiten für die Planktonfresser an, die sich an den Seebergen versammelt haben. Aber das Leben auf dem offenen Ozean ist nicht weniger gefährlich. Zahlreiche Tiere haben sich auf das Hochsee-Leben spezialisiert. Die Kammqualle etwa jagt Plankton an der Grenze von Wasser und Luft, darunter durchsieben riesige Sardinenschulen das Meer nach Nahrung, über Wasser lauern die Schnäbel von Sturmvögeln. Klein zu sein ist auf dem offenen Ozean von Nachteil. Daher zieht jede Art von Treibgut sowohl Plankton als auch Jungfische wie ein Magnet an, denn jeder Zufluchtsort vergrößert ihre Überlebenschancen. Junge Drückerfische wachsen unter dem Schutz von Treibholz heran, während Entenmuscheln sich auf dem driftenden Floß festsetzen und Plankton aus dem Wasser filtern. Oft halten sich Tausende Fische gleichzeitig unter dem Treibgut auf - zum Beispiel riesige Schwärme von Drachenköpfen.

17:40 - 18:35, arte
Kanada - Mit der Hebamme durch die Badlands

Die kanadischen Badlands im Südosten Albertas: Prärie, so weit das Auge reicht, staubtrockene Canyons und bizarre Felstürme, genannt „Hoodoos“. Eine faszinierende, unwirklich scheinende Landschaft. Auf fast 90.000 Quadratkilometern leben nur noch wenige, sehr bodenständige Menschen – auch junge Familien. Hebamme zu sein im „schlechten Land“, ist mehr als ein Abenteuer. Inmitten dieser Landschaft lebt und arbeitet die Hebamme Terrie Shaw. 250 Kilometer zu einer Kundin zu fahren ist für sie Alltag. In Medicine Hat, einer Kleinstadt inmitten der kanadischen Badlands, wohnt die Hebamme. Terrie hat selbst fünf erwachsene Kinder und ihr Beruf ist ihre Passion. Terrie ist fast immer unterwegs, denn ihre Kundinnen wohnen oft weit im Land verteilt, Stunden entfernt. Die meisten der Frauen hier wollen ihre Kinder zu Hause entbinden und schätzen die Begleitung einer Vertrauensperson. Doch längst nicht alle kommen in diesen Genuss, denn das Budget für die selbstständige Hebamme ist begrenzt.
17:45 - 18:30, 3SAT
Unser blauer Planet

Das Leben der Tierwelt an den Polarregionen ist geprägt von der unerbittlichen Umklammerung des Eises im Winter und einer kurzen Periode des Überflusses im Frühjahr und im Sommer. Aber der Überfluss dauert nur wenige Wochen, dann kehren Eis und Finsternis zurück. Ein- und Ausstiegslöcher sind für die Bewohner der Arktis lebenswichtig. Walrosse kehren jeden Winter an dieselben Stellen zurück, an denen sie sicheren Zugang zum Wasser finden. Alle Robben der Arktis müssen bei der Aufzucht ihrer Jungen die ständige Gegenwart von Eisbären fürchten. Die meisten Tiere verlassen die Antarktis im Winter. Nicht so die Kaiserpinguine. Bei denkbar schlechtestem Wetter beginnen sie, ihre Eier auszubrüten und die Jungen großzuziehen. Sobald die Frühjahrssonne durch das Eis dringt, beginnt sich an seiner Unterseite Plankton zu vermehren. Es zieht riesige Schwärme von Fischen an, denen Vögel, Narwale und Belugas folgen.

20:15 - 21:00, NDR
Die Weihnachtsinsel und der Palmendieb

Sie ist nicht mehr als ein winziger Punkt im Indischen Ozean: Die Weihnachtsinsel. Ihre paradiesische Kulisse ist die Bühne für ein besonderes Tier - bis zu einem Meter groß und an die 100 Jahre alt. Es knackt Kokosnüsse und zieht den Menschen das Essen vom Teller. Der Palmendieb ist ein Rüpel mit harter Schale und weichem Kern, wachsamen Facettenaugen, acht Beinen und zwei kräftigen Scheren. Der Palmendieb ist ein Krebs und die "willensstarke" Hauptperson der Naturdokumentation über die Trauminsel am Ende der Welt. Auf der Weihnachtsinsel im Indischen Ozean findet man Krebse überall, nicht nur im Meer: hoch oben in den Palmen, im Wald, auf dem Golfplatz, in Tempeln und in den tiefsten Höhlen. Auf der Weihnachtsinsel, die mit 135 Quadratkilometern etwa ein Drittel größer ist als die Nordseeinsel Sylt, gestalten Krabben das gesamte Ökosystem, sie kultivieren den Boden und bestimmen, was im Wald wächst. Ihren Namen verdankt die Weihnachtsinsel dem britischen Kapitän William Mynors, der sie im Jahr 1643 am 25. Dezember entdeckt hat. Australien, zu dessen Staatsgebiet die Insel gehört, liegt mehr als 1.000 Kilometer südlich. Und auch der nächste Nachbar Java ist Hunderte Kilometer entfernt. Berühmt ist das Eiland für die Roten Krabben. Jedes Jahr zu Beginn der Regenzeit wandern sie ans Meer, um an der Küste ihre Eier abzulegen. Kurz vor Neumond ist es so weit: Die bis zu 120 Millionen Krebse färben die Strände blutrot. Ein Spektakel, das auch den wahren Herrscher der Insel aus der Deckung lockt: den Palmendieb. Palmendiebe sind die größten Landkrabben der Erde. Für sie ist das Schauspiel vor allem aus kulinarischer Sicht interessant, denn die Roten Krabben stehen bei den Palmendieben ganz oben auf dem Speiseplan. Der Film folgt dem Lebenslauf des Palmendiebs, vom tropischen Ozean, in dem er als Larve die ersten Monate verbringt, bis tief in den Wald. Nichts ist vor seinen Scheren sicher, die kräftiger sind als der Kiefer eines Löwen. Palmendiebe werden bis zu 100 Jahre alt und können einen Durchmesser von einem Meter erreichen. Auf der Suche nach Nahrung machen sie vor nichts Halt, selbst Opfergaben in Tempeln sind vor ihren Scheren nicht sicher. Auch die anderen Bewohner der Weihnachtsinsel kommen im Film nicht zu kurz, denn sie alle sind mit den Krabben auf die eine oder andere Art verbunden. Seien es die zahlreichen Seevögel, die auf der Weihnachtsinsel nisten, die geselligen Flughunde oder die Menschen, die es aus allen Erdteilen hierher verschlagen hat. Kameramann und Regisseur Moritz Katz und sein australischer Filmpartner und ehemaliger Ranger der Weihnachtsinsel Braydon Moloney filmten über zwei Jahre lang das Leben der skurrilen Krabben. Entstanden ist ein humorvolles Bild der Insel und ihrer ungewöhnlichen Bewohner.
21:00 - 21:45, NDR
Weihnachten oder der Karpfen in der Badewanne

Weihnachten unserer Kinderzeit: das erinnert an aufregende Tage, rote Wangen und klopfende Herzen. Der Weihnachtsmann und die Bescherung, der Duft von Tannengrün und Braten, Gedichte aufsagen und Weihnachtslieder singen - jede Familie hatte ihre eigenen Traditionen, an denen viele bis heute festhalten. Der Film "Weihnachten oder der Karpfen in der Badewanne" erzählt davon, wie das Fest früher gefeiert wurde. NDR Autorin Kati Grünig trifft die Kinder von damals, die heute erwachsen sind und taucht mit ihnen ein in ihre ganz persönlichen Erinnerungen, als Mutter den Weihnachtsmann spielte, Matrosen auf See eine Tanne mit Lametta aus Nudeln schmückten oder eine Familie sich nicht traute, den Weihnachtskarpfen zu schlachten. Yared Dibaba erlebte Weihnachten sowohl in seinem Heimatland Oromia (Äthiopien) als auch in Norddeutschland. Besonders gern singt er norddeutsche Weihnachtslieder, am liebsten "op platt". Wenn er "Buten is Wiehnacht" hört oder selbst singt, bekommt er noch heute eine Gänsehaut. Bei Lutz Ackermann gab es viele liebevoll bewahrte Familientraditionen. Ganz wichtig: der bunte Teller. Weil er keine Süßigkeiten mochte, prangte darauf jedes Jahr ein Räucheraal. Für viele Familien war Weihnachten aber auch eine stressige Zeit. Pastoren, Landwirte, Einzelhändler - sie alle mussten arbeiten. Die Kinder halfen mit und erinnern sich noch heute daran, dass nach der Bescherung der Vater oder die Mutter erschöpft einschlief. Die Familie von Anuschka Blockhaus betrieb ein Räucherfischgeschäft und arbeitete bis Heiligabend rund um die Uhr. Besonders eingeprägt hat sich ihr ein Weihnachtsfest, als die Familie statt wie üblich "Rundstück warm" Karpfen essen wollte. Vor dem Fest schwamm er tagelang in der Badewanne, aber niemand traute sich, ihn zu schlachten. Eines haben sie alle gemein: mit leiser Wehmut erinnern sie sich an Weihnachtsfeste ihrer Kindheit, bei denen noch die ganze Familie zusammen war. Denn das war das Schönste zu Weihnachten.
22:00 - 22:45, RBB
Big Five Asien

Der Komodowaran ist die größte lebende Echse unserer Zeit. Grund genug, ihn in die Big Five Asiens mit aufzunehmen. Er kann über 3 Meter lang werden und vollgefressen ein Gewicht von 150 Kilogramm auf die Waage bringen. Oft wird der Komodowaran als "der letzte überlebende Dinosaurier" bezeichnet. Es gibt ihn aber erst seit 4 bis 5 Millionen Jahren, während die letzten Dinosaurier bereits vor etwa 65 Millionen Jahren ausgestorben sind. Nur auf fünf der etwa 17.500 Inseln Indonesiens lebt der Komodowaran. Der aktuelle Bestand wird nach einer aktuellen wissenschaftlichen Untersuchung auf nur noch etwa 2.400 Exemplare geschätzt. Auf der großen Insel Flores gibt es nur noch wenige Tiere. Die meisten leben auf Komodo und Rinca, den beiden Hauptinseln des Komodo-Nationalparks sowie den beiden kleinen Inseln Gili Motong und Gili Dasami.

22:15 - 23:00, ZDF
Russlands versteckte Paradiese

Russland ist mit Abstand das größte Land der Welt. Seine gewaltige und abwechslungsreiche Natur zieht die Menschen seit jeher in ihren Bann. Mehr als 100 Naturschutzgebiete, Nationalparks und Biosphärenreservate gibt es zwischen der Tiefebene im Westen und den Feuerbergen auf Kamtschatka im Osten. Engagierte Forscher und Naturschützer kämpfen täglich dafür, dass dieser Schatz erhalten bleibt. Vier dieser spektakulären Regionen stehen stellvertretend für Russlands versteckte Paradiese. Den westlichsten Zipfel Russlands bildet die Exklave Kurische Nehrung, ein schmaler Landstreifen, der in die Ostsee ragt. Für Zugvögel ist die Nehrung ein beliebter Rastplatz auf ihren Reisen zu den Brutgebieten im hohen Norden und zu den Winterquartieren im Süden. So wundert es nicht, dass hier die älteste ornithologische Forschungsstation der Welt seit mehr als 100 Jahren das Treiben der Vögel beobachtet. Heute werden die unterschiedlichsten Zugvögel in gigantischen Reusen aus Fischernetzen kurz gefangen, auf ihren Gesundheitszustand untersucht und beringt. Die gewonnenen Daten liefern der Forschung unter anderem eindeutige Nachweise für den globalen Klimawandel. Im fernen Osten auf Kamtschatka liegt der Kurilensee, ein Paradies für die größten Braunbären der Welt. Zur Zeit der Lachswanderung finden sie hier Nahrung im Überfluss. Seit eine engagierte Anti-Wilderer-Einheit die etwa 500 Bären im Blick hat, sind die pelzigen Giganten in Sicherheit. Zuvor haben Wilderer immer wieder Jagd auf die Braunbären gemacht und einen florierenden Markt für Bärenprodukte in China bedient. Hoch im Norden in einer Wüste aus Eis leben die Rentierherden der Nenzen. Seit Jahrhunderten sind die Huftiere und die nomadisch lebenden Menschen bestens an die lebensfeindlichen Bedingungen auf der Halbinsel Jamal angepasst. Doch trotz aller Flexibilität verändern Klimawandel und Gasförderung die Welt der Nenzen und ihrer Tiere rasant. Im Süden begrenzt der mächtige und wilde Kaukasus das Land. In den Schutzgebieten von Nordossetien gibt es große Flächen mit uralten Bergwäldern - ideale Lebensräume für Europas größte Urrinder, die Wisente. In einer beispiellosen Anstrengung gelang es Naturschutzorganisationen, hier die erfolgreichen Nachzuchten aus zoologischen Gärten der bereits ausgestorbenen Kolosse wieder anzusiedeln. Neben den gigantischen Landschaftsräumen geben zahlreiche Wissensinseln mit modern gestalteten Animationen einen Eindruck von der unendlichen Weite und Vielfalt Russlands.

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