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Mittwoch, 06.03.2019
07:15 - 08:00, arte
Die letzten Cowboys der Toskana

Wenn Stefano, Sandro und ihre Kollegen morgens um 7.00 Uhr ihre Pferde besteigen, lebt ein Stück Wildwest-Romantik auf, die man sonst nur von den Prärien Amerikas kennt. Schon ihre Sättel erinnern an die Vorbilder aus Texas oder Wyoming. Sie tragen breitkrempige Hüte gegen die Sonne und Lassos am Sattelknauf. Doch ihr Arbeitsplatz ist nicht die Southfork Ranch, sondern die Azienda Alberese zehn Kilometer südlich von Grosseto in der Toskana. Der riesige Bio-Hof wurde vor tausend Jahren von Mönchen gegründet und ist heute in Staatsbesitz. Jeden Morgen reiten die Butteri, so nennt man die italienischen Cowboys, in die Wildnis aus Dornbüschen, Wildblumen, Eichen und Zypressen, um die Rinderherden der Farm zusammenzutreiben. Im Frühjahr beginnt die Merca, das Markieren der neugeborenen Kälber. Stefano steht dabei unter besonderer Beobachtung, denn er soll der neue Vormann werden. Aber wenn es nach dem neuen Direktor geht, könnte auch ein Schreibtischtäter den Job bekommen. Wird Stefano die Aufgaben meistern und sich mit Hilfe der Kollegen behaupten können? "360° Geo Reportage" begleitet einen der letzten Cowboys Italiens auf diesem Weg.

08:00 - 08:45, arte
Frauen und Ozeane

Die US-Amerikanerin Nan Hauser lebt auf den Cookinseln im Pazifik. Ihre unermüdliche Mission ist der Schutz der Buckelwale. Immer weniger der großen Meeressäuger erreichen ihr sicheres Refugium. Illegaler Walfang – vor allem von sowjetischen Fischern in den 50er und 60er Jahren – vernichtete ganze Walfamilien. In zwei Jahren wurden allein 13.000 Buckelwale abgeschlachtet. Die Wissenschaftlerin schätzt, dass nur noch ein Viertel der ursprünglichen Walpopulation überlebt hat. Nan Hauser versucht herauszufinden, wie die überlebenden Tiere ihre Wanderrouten und sicheren Aufenthaltsorte zum Beispiel rund um die Cookinseln finden, die sie für Paarung, Geburt und Aufzucht brauchen. Eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme soll helfen, diese Refugien zu Schutzgebieten für die Wale zu erklären. Weder Geldsorgen noch eine lebensbedrohliche Erkrankung können Nan Hauser von ihrer risikoreichen Mission abhalten.
10:25 - 11:10, B3
Highway durch die Rocky Mountains - Herbst

Ein röhrender Wapiti-Hirsch mit seinem Harem blockiert einen Highway - Ernst Arendt und Hans Schweiger nehmen die Zuschauer mit auf eine ungewöhnliche Reise durch Nordamerika. Sie zeigen, wo man wegen Hirschen warten muss, wo Bergschafe schwere Highway Trucks ausbremsen, aber auch, wo die Tiere ganz artig über den Zebrastreifen gehen. Amüsant, die Hirschbrunft mitten in einem Touristenort: Liebestolle Hirsche, nervöse Ranger und neugierige Schaulustige mischen sich zu einem bunten Chaos. Die Tierfilmer beobachten auch, wie ein Bär sich neben der Straße den Winterspeck anfrisst oder wie ein Murmeltier Material für seinen Winterschlaf sammelt. Tiere haben viele Gründe auf oder in die Nähe der Straße zu kommen, das zeigen Ernst Arendt und Hans Schweiger auf ihrer amüsanten Reise durch die schönsten Landschaften Nordamerikas in einem traumhaften Herbst.
11:10 - 11:55, B3
Über den Inseln Afrikas - Kapverden

Seit seinem Flug über den Everest gilt Richard Meredith-Hardy aus England als der unerschrockenste Ultraleichtpilot der Welt. Für den Fotografen Stéphane Ducandas hat er sein FIB mitgebracht, ein "fliegendes Schlauchboot". Zusammen landen sie an einsamen Stränden der Kapverden und trotzen den immerwährend starken Winden. Ihre Reise führt sie von der Hauptinsel Santiago nach São Vicente, Santo Antão und Sal. Sie treffen auf Gitarrenbauer und Musiker, auf Schnapsbrenner und Fischer. Jede Begegnung ist für Stéphane wie eine Perle, zum Beispiel mit Kabungo in Tarrafal, bei dessen Surfkurs für Jugendliche er mitmacht. Währenddessen hat Richard alle Hände voll zu tun mit Genehmigungen, starken Winden und Reparaturen nach einem Beinahe-Absturz. Er kann nicht so oft fliegen wie geplant, doch auf Santo Antão wird er anderweitig belohnt: mit einem eigenen Flugplatz für das FIB. Den Vorsteher des eigentlich stillgelegten Flughafens, Francisco, nimmt er als Dankeschön mit auf einen Rundflug im FIB und zeigt ihm zum ersten Mal seine Insel von oben. Die Kapverden - die Inseln der Saudade, der Sehnsucht. Für Stéphane und Richard eine Reise voller Abenteuer, unvergesslicher Begegnungen und einzigartiger Fotos. Regisseur Christian Schidlowski und sein Team haben die beiden dabei begleitet.
11:25 - 12:10, SWR
Andalusien - Wo Spaniens Seele wohnt

Der sonnenverwöhnte Süden der iberischen Halbinsel steht für Flamenco, für Leidenschaft und Lebenslust - und für das reiche kulturelle Erbe, das Zuwanderer und fremde Herrscher über Jahrtausende hinweg hinterließen. Das zeigt sich besonders in den Städten und Wehrdörfern des weiten Landes: maurische Paläste, mittelalterliche Burgen, Kirchtürme, die aus Minaretten entstanden. Es zeigt sich aber auch in der offenen, gastfreundlichen Art der Andalusier: In den unzähligen Bars und Cafés bleibt immer Zeit für einen kleinen Schwatz an der Theke. Diese Mischung kann erleben, wer sich aufmacht, Andalusien zu erleben. Eine ganz besondere Art der Entdeckungstour ist eine Reise mit dem "Al-Andalus". Der Hotelzug, hervorgegangen aus dem legendären Orientexpress, bringt seine Gäste in sieben Tagen zu den Höhepunkten einer klassischen Andalusien-Rundfahrt. Startpunkt ist Sevilla, wo eine der mächtigsten gotischen Kirchenbauten der Christenheit steht, wo kunstvoll verzierte Wohnhäuser von einem einst reichen Bürgertum erzählen und wo dem Flamencotanz ein eigenes Museum gewidmet ist. Das Gewirr der Altstadtgassen grenzt an den Königspalast "Real Alcázar", dessen Grundmauern noch von den Römern stammen, dessen faszinierender Haupttraktiom aber die ganz Pracht islamischer Baukunst des 14. Jahrhunderts aufweist. Von Andalusiens Hauptstadt aus macht sich der Al-Andalus zunächst auf Richtung Süden: nach Jerez, Sherry-Metropole und berühmt für seine Hofreitschule. Cádiz und schließlich Ronda sind die nächsten Stationen. Ronda liegt wie ein Adlerhorst hoch oben auf einem Felsplateau - ein Ausflug in diese atemberaubende Landschaft ist ein Muss für jeden Andalusien-Reisenden.

11:55 - 12:40, B3
Reisen in ferne Welten: Åland

Knapp 30.000 Menschen, verteilt auf 16 Inseln im weiten Schärengarten zwischen Finnland und Schweden - das ist Åland. Eine autonome Region Finnlands mit Schwedisch als einziger Amtssprache. Eine kaum bekannte "ferne Welt" mitten in Europa mit eigener Flagge, eigenen Briefmarken, Autokennzeichen und Internetdomäne, noch dazu mit traditionsreichen Verbindungen in alle Welt. Und die Verbindung einer alten Kultur mit einer überwältigenden Landschaft. Peter M. Kruchten und sein Team besuchen den Apfelbauern Pedar und seine Frau, den Leiter eines Kirchenchors und eine Archäologin.
15:50 - 16:45, arte
Ein Traum von Baum

Die Himmelsberger Tanzlinde in Deutschland und die Eiche Whiteleaved Oak in England stehen im Mittelpunkt historischer Brauchtümer, die von der lokalen Bevölkerung bis heute lebendig gehalten werden. Die beiden Bäume – der eine verloren in der Landschaft, der andere mitten in einem Dorf – ziehen die Menschen magisch an und scheinen ihnen ein kleines Stück ihrer Kindheit zurückzugeben. Die Tanzlinde trägt ihren Namen nicht umsonst, denn unter ihrem Blätterdach kommen die Dorfbewohner seit Jahrhunderten zu ausgelassenen Festen zusammen. Früher montierte man zwischen ihren Ästen sogar einen Tanzboden aus Holzplanken, auf dem die Jugend ungestört schwofen konnte! Eine Tradition, die das ganze Dorf fortführen möchte – schließlich sind die Wurzeln des alten Baumes auch ein wenig die ihren. Der englischen Eiche mit dem verzweigten Astwerk und dem hohlen Stamm werden magische Kräfte zugeschrieben. Der majestätische Baum, an dessen Fuße die Schafe grasen, wird regelmäßig von Männern und Frauen besucht, die hier Gebete, Gesänge, Gedichte und rituelle Waschungen vollführen. Bei diesen esoterisch-verschrobenen Zusammenkünften scheint es, als würden die fröhlichen und manchmal exzentrischen Besucher tatsächlich mit der alten Eiche kommunizieren.
17:10 - 17:40, arte
Österreich, Vorarlberg: Das grüne Tal

Innovation trifft auf Tradition: Vorarlberg, das kleine österreichische Bundesland zwischen Rheintal, Bodensee und Alpen war bis vor drei Jahrzehnten noch sehr ländlich geprägt. Anfang der 80er Jahre gestalteten im Zuge einer radikalen Kehrtwende viele Vorarlberger die rustikalen Häuser ganz neu: Eine geschickte Kombination der traditionellen Massivholz-Bauweise mit moderner Architektur machte die Region so zu einem internationalen Vorbild für ökologisches und nachhaltiges Bauen. Mit ihrer klaren Linienführung und den holzverkleideten Fassaden interpretieren die Neubauten die klassische landwirtschaftliche Bauweise auf eine sehr innovative Art und Weise. Wie gelang es den Architekten, eine zeitgenössische Ästhetik mit lokaler Verwurzelung zu verbinden? Im Dorf Egg leistete der Käse- und Kosmetikhersteller Ingo Metzler mit seinem Verwaltungsgebäude Pionierarbeit. Der ineinander verschachtelte Betonwürfel greift die typische Form alter Höfe in der Region auf – nur mit einer sehr modernen Fassadengestaltung. Metzlers Engagement bei der Gestaltung der Gebäude ist typisch für die Sorgfalt, mit der sich die Bevölkerung Vorarlbergs architektonischen und landwirtschaftlichen Fragen widmet. Der Gedanke der Nachhaltigkeit stand dabei von Anfang an im Vordergrund. In Vorarlberg funktioniert das Konzept heute als Ökosystem, in dem natürliche, ökonomische, politische und soziale Aspekte eng miteinander verbunden sind. Auch wenn die Region viel Inspiration bietet, hängt die tatsächliche Umsetzung dieses Modells an einem anderen Ort noch von vielen weiteren Einflussfaktoren ab …
17:40 - 18:35, arte
Barbagia - Der Tanz ums Feuer

Die Region Barbagia liegt im zentralen Bergland Sardiniens. Für die abgelegenen Bergdörfer Ottana und Mamoiada bieten die Karnevalstage eine gute Gelegenheit, Neugierigen ihre Tore zu öffnen und die sozialen Bindungen zwischen den Gemeinschaften zu erneuern. Während Männer und Kinder riesige Scheiterhaufen aufschichten, Holzmasken schnitzen und urige Tierfellkostüme zurechtzulegen, mit denen sie ihre Verbundenheit mit der ländlichen Region zum Ausdruck bringen, bereiten die Frauen traditionelles Gebäck zu und bewirten die kostümierten Karnevalisten bei sich zu Hause mit Weinen der Region. Die aufwendigen Tiermasken werden schwarz angemalt, die Mamuthones hüllen sich in zottige Tierfelle, setzen sich Hörner auf, behängen sich mit Glocken und rüsten sich mit Stock und Lasso. In dieser Aufmachung ziehen sie durch die Straßen und versammeln sich im Anschluss mit ihren Gästen am Lagerfeuer. Jung und Alt feiern zusammen, und dieses Miteinander der Generationen ist prägend für die Identität der Bergvölker.
18:35 - 19:20, arte
Ljubljana

„Klein-Venedig“ wird die slowenische Hauptstadt auch gerne genannt, denn viele Brücken schwingen sich elegant über den Fluss Ljubljanica und Bauwerke im Jugendstil und italienischem Barock prägen das Stadtzentrum. Doch für städtebauliche Highlights hat vor allem der slowenische Architekt Joze Plecnik gesorgt. Er baute die Stadt um, entwarf Brücken und Gebäude, bei denen er antike und moderne Formelemente auf eine eigene Weise kombinierte. Plecniks Architektur in Ljubljana gilt als ein weltweit bedeutendes ganzheitliches Kunstwerk des 20. Jahrhunderts. Ljubljana ist mit seinen 280.000 Einwohnern eine der kleineren Hauptstädte Europas. Seit 2016 trägt sie den Titel die „Grüne Hauptstadt Europas“. Damit wurde sie von der EU für ihr herausragendes Nachhaltigkeitskonzept ausgezeichnet. Dazu gehören die vollkommen autofreie Altstadt sowie ein einmaliges menschen- und umweltfreundliches Konzept der kostenlosen Stadtbeförderung. Ljubljana wirkt nach außen ruhig und gelassen, die Stimmung ist entspannt. Doch hinter den Kulissen herrscht energiegeladene Aufbruchsstimmung, spürt man Innovation und kreative Ideen. Es ist eine grüne und lebendige Metropole, in der sich Alt und Neu wunderbar ergänzen: Der Stadtbauer Andrej Persin bringt jeden Morgen mit einem Handkarren sein Gemüse auf den Zentralmarkt, während der Kavalierfahrer Zoran Stojinovic in einem Elektrocaddy seine Runden durch die Altstadt dreht und Spela Zupanc mit Stand-up-Paddling auf der Ljubljanica die Stadt erkundet.

20:15 - 21:00, NDR
Wilde Pyrenäen - Sinfonie der Farben

Gut 400 Kilometer erstrecken sich steile Bergmassive, üppige Wälder, Wasserfälle und türkisfarbene Bergseen in der bis heute noch ursprünglichen Pyrenäen-Landschaft zwischen Mittelmeer und Atlantik. Sie ist ein Eldorado für unzählige Tiere und Pflanzen. Hier scheint der Lebensraum für die seltenen Bartgeier noch intakt zu sein. Durch ein aufwendiges Wiederansiedlungsprojekt begeisterter Naturschützer ist der Bestand im Alpenraum wieder auf zehn Brutpaare angestiegen. Gut 400 Kilometer erstrecken sich steile Bergmassive, üppige Wälder, Wasserfälle und türkisfarbene Bergseen in der bis heute noch ursprünglichen Pyrenäen-Landschaft zwischen Mittelmeer und Atlantik. Sie ist ein Eldorado für unzählige Tiere und Pflanzen. In den Pyrenäen spielen Sonne und Wolken mit dem Licht der Berge, so entstehen täglich neue, atemberaubende Bilder der Landschaft. Der mediterrane Klimaeinfluss verwandelt die Almen in ein Blütenmeer und sorgt für eine extrem artenreiche Tierwelt. In der französischen Cirque de Gavarnie ziehen Murmeltiere ihre Jungen auf, Bären wandern durch die Schlucht im Arántal. Die Bartgeier patrouillieren durch die riesigen Reviere in der Bergwildnis und suchen im Segelflug nach Beute. Wenn sie einen Knochen finden, sammeln sie ihn auf, nehmen ihn mit in große Höhen und lassen ihn dann fallen. Erst wenn er durch die Wucht des Aufpralls zertrümmert ist, gelangen die Bartgeier an ihren "Leckerbissen". In Europa sind die Bartgeier fast überall verschwunden. Auf Kreta brüten die letzen vier Paare Griechenlands, auf Korsika sind es noch zehn. Nur durch ein aufwendiges Wiederansiedlungsprojekt begeisterter Naturschützer ist der Bestand im Alpenraum wieder auf zehn Brutpaare angestiegen. In den Pyrenäen scheint der Lebensraum für die seltenen Bartgeier noch intakt zu sein. Abgelegene Gebirgsschluchten bieten ihnen Rückzugsräume für die Jungenaufzucht. Und Knochen finden sie hier reichlich von Gämsen oder Schafen, die abgestürzt sind. Engagierte Vogelschützer sichern die Zukunft der seltenen Greifvögel. Mitte Juli verlässt der Bartgeiernachwuchs sein Nest, in eine Welt voller Abenteuer und von atemberaubender Schönheit.

20:15 - 22:15, arte
Wüstenblume

Geboren in der Wüste Afrikas, wächst Waris im ständigen Kampf ums tägliche Überleben auf. Als sie mit 13 Jahren zwangsverheiratet werden soll, flieht sie, um dem Willen ihres Vaters zu entkommen. Sie irrt tagelang durch die Wüste, bis sie schließlich die somalische Hauptstadt Mogadischu erreicht. Die Familie ihrer Mutter nimmt sie auf und verschafft ihr eine Stellung als Dienstmädchen in der somalischen Botschaft in London – wo sie jahrelang das Haus nicht verlassen darf. Als ihr ein paar Jahre später die Rückkehr nach Somalia droht, flieht Waris erneut. Sie taucht in der Metropole unter, hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und findet in der quirligen Verkäuferin und Lebenskünstlerin Marilyn eine Freundin und Vertraute. Doch dann wird sie von einer Modelagentin entdeckt und ein Märchen wird wahr: Die Designer reißen sich um sie, Jetset und Presse lieben das einstige Nomadenmädchen, das aus dem Wüstenstaub den Weg auf die berühmtesten Laufstege der Welt gefunden hat. Waris Dirie wird zu einem der bestbezahlten Models der Welt. Doch bei allem Erfolg holen sie immer wieder die Schatten der Vergangenheit ein. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere erzählt sie in einem Interview von der grausamen Tradition der Frauenbeschneidung, deren Opfer sie selbst wurde. Die Veröffentlichung löst eine Welle von Mitgefühl und Protest aus und Waris entschließt sich, ihr Leben dem Kampf gegen dieses Ritual zu widmen ...

20:15 - 21:00, Phoenix
Geheimnisse der Ozeane

Nur wenige Taucher erkunden die Meereswelt der Antarktis. Die Wassertemperatur beträgt gerade mal minus zwei Grad Celsius. Aber das Tauchen unter und zwischen den Eisbergen der Region ist magisch und bietet atemberaubende Bilder und Perspektiven.

20:15 - 21:55, 3SAT
Suffragette - Taten statt Worte

Vom friedlichen Protest zu Hungerstreiks und Brandsätzen: Eine junge Arbeiterin wird Teil des Kampfs britischer Frauen um das Wahlrecht - gegen die Polizei und ihren eigenen Ehemann. Der Weg zur Einführung des Frauenwahlrechts in Großbritannien Anfang des 20. Jahrhunderts ist steinig und am Ende auch blutig. In den Strudel der Ereignisse gerät eine junge Frau, die seit ihrer Kindheit unter unwürdigen Bedingungen in einer Großwäscherei schuftet. Armut, Gewalt, Demütigung - ein Teufelskreis, den die junge Arbeiterin nicht infrage stellt, bis sie eher zufällig die Bekanntschaft der Suffragetten macht. Als sie die Gelegenheit erhält, vor Premierminister David Lloyd George und dem britischen Parlament vom Elend ihrer Arbeit in einer Wäscherei zu berichten, führt dies zu ihrer politischen Erweckung. Maud verwandelt sich allmählich von der braven Ehefrau und Mutter eines kleinen Jungen zur kämpferischen Frauenrechtlerin, die in der Apothekerin Edith eine enge Verbündete findet. Die polizeilich gesuchte, charismatische Anführerin der Suffragetten, Emmeline Pankhurst, motiviert die Bewegung aus dem Untergrund. Wegen ihres Engagements wird die 24-jährige Maud von Kolleginnen und Vorgesetzten in der Wäscherei geächtet und bald auch in ihrer Nachbarschaft wie eine Aussätzige behandelt. Als sie als Aktivistin der Suffragetten-Bewegung mehrfach von Polizeiinspektor Steed verhaftet und ins Gefängnis gesteckt wird, ist das aus der Sicht ihres Ehemanns Sonny eine Schande, mit der er nicht leben kann: Er wirft Maud aus der gemeinsamen Wohnung und gibt ihren Sohn zur Adoption frei. Verzweifelt, aber entschlossen, bleibt Maud von nun an nur noch die Flucht nach vorn. Der Kampf der Frauen wird zunehmend militanter.

Ein fesselndes - großartig besetztes - Historiendrama über einen Meilenstein auf dem Weg zur weiblichen Gleichberechtigung. Schauplatz des Films ist die Metropole London im Jahr 1912. Bis zum allgemeinen Wahlrecht für Frauen mussten die Britinnen übrigens noch bis zum Jahr 1928 warten - in Deutschland war es nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg schon 1918 so weit. Mit der fiktiven Figur der Maud Watts blickt Sarah Gavron einmal von innen auf die historische Suffragetten-Bewegung, die vor allem von Frauen aus dem bürgerlichen Milieu geprägt wurde. Ihr Film macht deutlich, dass Unterdrückung und Rechtlosigkeit der weiblichen Bevölkerung vor einem knappen Jahrhundert in Großbritannien und im restlichen Europa nicht nur gang und gäbe, sondern offizielle Regierungspolitik waren. Die Bezeichnung "Suffragette", ursprünglich die herabsetzend eingefärbte Bezeichnung der britischen Presse für alle Aktivistinnen, die für das Frauenwahlrecht - englisch "suffrage" - kämpften, hat die Bewegung schließlich für sich übernommen. Regisseurin Sarah Gavron durfte übrigens an Originalschauplätzen in den Houses of Parliament drehen - erstmalig für einen Spielfilm. Hauptdarstellerin Carey Mulligan ("An Education", "Shame") ist einem größeren Publikum durch den Action-Thriller "Drive" bekannt geworden, Ben Whishaw ("Cloud Atlas", "Im Herzen der See") durch seine Rollen in "Das Parfum" und als neuer Technik-Freak "Q" an der Seite James Bonds. Dem englischen Publikum hat er sich als Stimme des freundlichen Bären Paddington ins Herz gesprochen.

21:00 - 21:45, Phoenix
Drama im ewigen Eis

Der Expeditionstrupp kommt nicht voran, sie müssen zweimal überwintern. Die Vorräte würden ausreichen, aber wie Wissenschaftler heute vermuten, waren nicht wenige der Konserven verdorben. Dann folgt ein Sommer, der so kalt ist, dass die eingefrorenen Schiffe nicht mehr freikommen. Der darauf folgende schnell einsetzende Winter ist der Anfang vom Ende. Der 61-jährige Franklin stirbt. Die verzweifelten Überlebenden seiner Mannschaft versuchen, zu Fuß über das Packeis weiterzukommen. Sie durchleiden ein Martyrium, verhungern und erfrieren, sterben auf grausame Weise. Zuhause in England hat niemand auch nur eine Ahnung von dem, was geschah. Als es nach mehr als vier Jahren noch immer keine Lebenszeichen von Franklins Expedition gibt, startet eine der größten Suchaktionen des 19. Jahrhunderts. Gleich mehrere Expeditionen machen sich ab dem Jahr 1850 auf die Suche und geraten dabei selbst in tödliche Gefahr. 1854 stößt der Polarforscher John Rae auf Inuit, die Gegenstände besitzen, die offensichtlich Franklins Männern gehört hatten. Sie berichten ihm von verzweifelten Hungergestalten, die sterbend über das Eis zogen - und davon, dass die Lebenden die Toten verzehrt hätten. Was jedoch wirklich passierte, galt lange Zeit als eines der großen Rätsel in der Geschichte der Polarforschung. Erst 170 Jahre später kann das Schicksal der Franklin-Expedition weitestgehend nachvollzogen werden - unter anderem durch einen sensationellen Fund. Anfang September 2014 spüren Wissenschaftler die Überreste der HMS "Erebus" in der Victoria Strait vor King William Island auf. Von ihrem Schwesterschiff, der HMS "Terror", fehlt nach wie vor jede Spur. Und auch über die Ursache zum Tod Franklins gibt es nach wie vor nur Spekulationen. Dieser Film zeichnet das Schicksal eines der größten Dramen der Polarforschung nach - und berichtet über Erkenntnisse der Wissenschaft, die endlich Licht in eine der rätselhaftesten und tragischsten Expeditionen werfen.

21:55 - 22:40, 3SAT
Die Freiheitskämpfe der Frauen

Zum 100. Jahrestag der Einführung des Frauenwahlrechts im Jahr 1918 in Deutschland und Österreich stellt die Dokumentation die aktuellen Freiheitskämpfe der Frauen vor. Für echte Gleichberechtigung muss noch immer gekämpft werden. Zwar sind Frauen heute formal gleichgestellt, aber noch durch verkrustete Machtstrukturen benachteiligt. Zudem gibt es neue antifeministische Tendenzen, vor allem im Umfeld rechtspopulistischer Bewegungen. Deshalb streitet die Frauenbewegung inzwischen mit und für die gesamte liberale Gesellschaft, wie etwa in Polen, den USA oder beim Generalstreik der Frauen in Spanien, bei dem Millionen Menschen jeden Alters und Geschlechts auf die Straße gingen. Frauenrechte sind ein Gradmesser für Demokratie – und Frauenthemen sind längst Gesellschaftsthemen: Mitbestimmung, Lohngerechtigkeit, Pflege, Bildung und Erziehung. Die Dokumentation beginnt mit den aktuellen Protestbewegungen junger Frauen: Wofür gehen sie heute auf die Straße? Darauf folgt ein kurzer historischer Rückblick auf den Kampf um das Frauenwahlrecht, zuletzt errungen in den 1990er-Jahren in der Schweiz. "Die Frauen mussten sich das alles erobern, ihren eigenen Körper, ihre eigene Lust und ihre politische Haltung, das gehörte alles zusammen", sagt Petra Volpe, deren Film "Die göttliche Ordnung" den Kampf fürs Frauenstimmrecht in der Schweiz in der Aufbruchszeit der 1970er-Jahre zeigt. Doch damit war es noch lange nicht zu Ende: "Ich sah mich mittendrin in dem Film", erzählt Vreni Kölbener, die noch bis 1991 im Kanton Appenzell-Innerrhoden für das Wahlrecht streiten musste. "Das sind unsere großen Vorbilder. Heute geht es vor allem um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, und gleiche Entlohnung", fügt die junge Appenzellerin Leandra Hörler hinzu. In Deutschland geht es heute um das passive Wahlrecht: Im Bundestag hat sich der Frauenanteil drastisch verringert, in manchen Länderparlamenten liegt er bei 25 Prozent, es gibt nur zehn Prozent Bürgermeisterinnen im gesamten Bundesgebiet. Bundesweit engagieren sich deshalb Initiativen für Wahlrechtsreformen nach dem Vorbild vieler Länder, allen voran Frankreich. "Die mangelnde Beteiligung von Frauen ist schlicht Verfassungsbruch in Permanenz", sagte die Juristin Elisabeth Selbert, "Mutter" des Grundgesetzes. Auch in der Wirtschaft fordern Frauen mehr Beteiligung, wie die "Initiative für mehr Frauen in die Aufsichtsräte": Nur, wer gleichberechtigt vertreten ist, kann auch gleichberechtigte Gesetze und Regelungen durchsetzen. "#MeToo ist ein Gesprächsangebot", sagt Schauspielerin und Comedy-Star Maren Kroymann. "Was ist bei uns normal, was finden wir gut, wie sollte es sein – und was ist Machtmissbrauch?" In Hollywood führte die #MeToo-Debatte zur Gründung der Stiftung #TimesUp zur Unterstützung von Frauen gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Wie sehen die Lösungen in Europa aus? Auch in Kunst und Kultur herrscht eine stillschweigende Männerquote um 80 Prozent, wie Studien zeigen. Obwohl im Filmbereich ebenso viele Frauen studieren, arbeitet hinterher nur ein Bruchteil im erlernten Beruf. In der Regel verschwinden Frauen ab 30 Jahren vom Fernsehschirm, ab 25 gar schon von der Kinoleinwand. Doch wenn ihre Geschichten nicht erzählt werden, gibt es auch keine Vorbilder für ein anderes Leben. Dagegen engagiert sich "Pro Quote Film". "Das ist ein Kampf für unsere Töchter", sagt die Schauspielerin Jasmin Tabatabai, "und auch für die Frauen in anderen Ländern", in denen Frauen noch stärker in ihren Rechten beschnitten werden. Seit über 100 Jahren ist das Thema aktuell: Auf der ganzen Welt wird heute erneut über Abtreibung und das Bestimmungsrecht über den eigenen Körper diskutiert. In Deutschland stehen Ärztinnen und Ärzte vor Gericht, weil sie im Internet angeben, Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen. Es gibt jedoch für Frauen keine neutralen Informationsangebote – und an vielen Orten bereits keine Ärztinnen oder Ärzte mehr, die Abbrüche durchführen, obwohl dies gesetzlich erlaubt ist. Der Film begleitet den Fall der Gießener Ärztin Kristina Hänel, der derzeit Rechtsgeschichte schreibt. Kristina Hänel wird Werbung für den Schwangerschaftsabbruch vorgeworfen.
22:00 - 22:45, RBB
Wildes Skandinavien

Norwegens Norden wirkt, als wäre die Zeit seit dem Ende der jüngsten Eiszeit stehen geblieben. Eine baumlose Tundra, beherrscht von Zwergsträuchern und Flechten - karg, aber atemberaubend schön. Hier ziehen Herden von Rentieren und Moschusochsen über das raue Land. Norwegens Bergtundra ist einer der wenigen Orte auf der Welt, an dem die urtümlichen Moschusochsen noch in Freiheit leben. Nachdem sie vor Urzeiten in Norwegen ausgerotten wurden, hat man grönländische Tiere 1947 hier wieder ausgewildert. Mit Erfolg. Heute leben um die 300 Tiere in den Fjell. Sie sind hervorragend an ein Leben in Europas "Gefrierschrank" angepasst und trotzen in den windigen Höhenlagen Temperaturen von Minus 40 Grad. Weit weniger eisig geht es in den Fjorden und entlang der Küste zu. Der warme Golfstrom beschert Norwegens Westflanke bis weit in den Norden ein mildes Klima. Die Landschaft ist geprägt von dichten Wäldern. Hier pirscht der Luchs durchs Unterholz. Riesge Elche genießen diese Abgeschiedenheit und winzige Lemminge machen sich auf zu ihren mysteriösen Massenwanderungen. Nicht mysteriös, dafür aber umso kurioser ist das Balzverhalten der Doppelschnepfen. Bis zu 20 Männchen versammeln sich an traditionellen Balzplätzen und erregen mit ihrem ungewöhnlichen Gesang die Aufmerksamkeit der Schnepfenweibchen. Dagegen geht es anmutig und grazil bei den Ohrentauchern zu. Ihre Balz besteht aus "Synchronschwimmen" und Algengeschenken und festigt durch diese Aufmerksamkeiten die Bindung zum Partner.

22:00 - 23:35, B3
Marie Curie

Für Marie (Karolina Gruszka) und Pierre Curie (Charles Berling) geht ein Traum in Erfüllung. 1903 erhalten die beiden Forscher gemeinsam mit ihrem Professor Henri Becquerel den Physik-Nobelpreis für den Nachweis der spontanen Radioaktivität. Nie zuvor hatte eine Frau einen Nobelpreis erhalten - Marie Curie wurde so zu einer Ikone ihrer Zeit. Doch die Freude über die Anerkennung ihrer Leistungen währt nicht lange, denn Pierre Curie kommt wenige Jahre später bei einem Unfall ums Leben. Nun ist Marie alleine mit ihren zwei Kindern. Für Marie (Karolina Gruszka) und Pierre Curie (Charles Berling) geht ein Traum in Erfüllung. 1903 erhalten die beiden Forscher gemeinsam mit ihrem Professor Henri Becquerel den Physik-Nobelpreis für den Nachweis der spontanen Radioaktivität. Nie zuvor hatte eine Frau einen Nobelpreis erhalten - Marie Curie wurde so zu einer Ikone ihrer Zeit. Doch die Freude über die Anerkennung ihrer Leistungen währt nicht lange, denn Pierre Curie kommt wenige Jahre später bei einem Unfall ums Leben. Nun ist Marie alleine mit ihren zwei Kindern. Sie stürzt sich wie besessen in die Arbeit. "Pierre hätte es so gewollt!", da ist sie sich sicher. Und so übernimmt sie nur wenige Wochen nach seinem Tod seine Vorlesungen an der Sorbonne. Zwei Jahre später wird ihr der Lehrstuhl für Allgemeine Physik offiziell übergeben. Marie Curie ist somit die erste Professorin an der Sorbonne. Trotz ihrer Brillanz fällt es ihr immer wieder schwer, sich in der von Männern dominierten Wissenschaft zu behaupten. Dennoch forscht die Visionärin beharrlich weiter, lebt den mühevollen Alltag einer alleinerziehenden Mutter und kämpft für die Gleichberechtigung. Und auch die Liebe kehrt zurück in Maries Leben. Nach langer Trauer um Pierre verliebt sie sich in den verheirateten Wissenschaftler Paul Langevin (Arieh Worthalter) und beginnt mit ihm eine leidenschaftliche Affäre. Als Pauls gekränkte Ehefrau Wind davon bekommt, hetzt sie die Pariser Presse auf das Liebespaar. Der Zeitpunkt dafür könnte ungünstiger kaum sein, denn gerade jetzt bewirbt sich Marie Curie um die Aufnahme in die "Académie des sciences". Außerdem ist sie erneut für einen Nobelpreis vorgesehen. "Marie Curie" ist ein sehr persönliches Porträt des aufregenden Lebens der zweifachen Nobelpreisträgerin, bei dem sich Regisseurin Marie Noëlle auf die Zeit zwischen den beiden Auszeichnungen fokussiert. Die Auswertung von unzähligen Originaldokumenten aus der Zeit wie persönliche Briefe, Tagebücher, Zeitungsartikel und sogar Laborberichte, macht diesen intimen Einblick erst möglich. "Wir wollten von einem Kampf einer Frau um Anerkennung erzählen, einem Kampf, der sie zwang, viele Aspekte ihrer Weiblichkeit zu verleugnen, um ihrer Passion für die Wissenschaft nachgehen zu können.", so Marie Noëlle. Es geht aber auch um den verantwortungsvollen Umgang mit der Wissenschaft, Idealismus und einem von Vorurteilen geprägten Zeitgeist.

22:40 - 23:25, 3SAT
Argentinien: Rebellion der Frauen

Alle 30 Stunden wird in Argentinien eine Frau umgebracht. Morde, die oft als Verbrechen aus Leidenschaft abgetan werden. Immer mehr Frauen engagieren sich als Aktivistinnen. Unter dem Motto "Nicht eine weniger" beginnt 2015 eine neue feministische Bewegung. Dem voraus ging ein besonders brutaler Mord an einer 14-Jährigen. Regelmäßig finden Großdemonstrationen statt: Am 8. März 2018 gingen an die 700 000 Frauen auf die Straße. Claudia Levy ist eine von vielen. Die Sängerin und Komponistin singt über das Leid, das ihr wie vielen anderen Frauen widerfahren ist. Sie wurde von ihrem Mann jahrelang misshandelt. Karina Abregú hingegen hat den Mordversuch ihres Mannes nur knapp überlebt. Sie wurde mit Alkohol übergossen und angezündet. Die neue feministische Bewegung tritt vehement gegen diese Gewalt an. Gleichzeitig kämpfen die Aktivistinnen für Gleichstellung, Selbstbestimmung und Fairness. Die Ungleichheit sehen sie als den Nährboden für die brutalen Frauenmorde an. Im Schnitt verdienen Frauen in Argentinien 27 Prozent weniger als Männer. Es ist ein Kampf um mehr Gerechtigkeit, die teilweise längst auf dem Papier existiert. Der Feminizid, die Tötung von Frauen, wurde bereits 2012 als verschärfter Tatbestand eingeführt. Zur Anwendung kommt er selten. Gesellschaftlich tief verankert ist die Vorstellung, dass Verbrechen aus Leidenschaft eben passieren können. Auch die Tango-Kultur ist vom Machismo, der Vormachtstellung des Mannes, geprägt. Viele Tango-Sängerinnen treten gemeinsam für ein Umdenken ein. Darunter auch die Sängerin Noelia Moncada. Mit ihrer frechen Puppe Alfredo und einer kräftigen Prise Humor bringt sie ihre Kritik unter die Menschen. Julieta Rudich begleitet mehrere Frauen in Argentinien bei ihrem ganz persönlichen Engagement, den Gräueltaten an Frauen ein Ende zu setzen.
22:45 - 23:30, RBB
Expedition 50 Grad - Auf dem Breitengrad der Extreme

Mitten durch Europa verläuft der 50. Grad nördlicher Breite. Entlang dieses Breitengrads hat sich eine Expedition auf die Reise gemacht über Kontinente und durch Ozeane. Im diesem Teil der Reise findet sich die Expedition zuerst in der fast vertrauten Landschaft der kanadischen Küstenwälder, um aber sehr rasch schon auf Tiere zu stoßen, die man in unseren Breiten nie vermuten würde: Eisbären. Von Moskitos zerfressen schlägt sich die Expedition auf Quads durch die morastigen Böden der südlichen Hudson Bay. Auf dem Weg weiter nach Osten entdecken sie an der Mündung des St Lorenz Stroms Beluga Wale, haben die seltene Gelegenheit vor den Steilwänden Neufundlands die dramatischen Unterwasserjagden der Basstölpel zu filmen. Begegnungen mit Buckelwalen enden mit dem Hieb einer mächtigen Schwanzflosse. Quer durch den Atlantik folgen die Teams dem 50. Breitengrad, um sich in Europa auf die Suche nach den letzten Urlandschaften zu machen.

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