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Dienstag, 05.03.2019
Hinweis
Durch die Faschingssaison werden in den dritten Programmen am heutigen Tag kaum Sendungen gezeigt, die sich außerhalb dieses Themas bewegen. Daher ist es nicht unser Fehler, wenn diese Programme heute nicht hier auftauchen...
07:15 - 08:00, arte
Zauberhafte Mosel

Die Quelle der Mosel liegt in den südlichen Vogesen, deren dicht bewachsene Wälder ein weltberühmtes Theater inspirierten. An den sonnenverwöhnten Schieferhängen befindet sich einer der steilsten Weinberge der Welt – der berüchtigte Calmont. Entlang ihrer 544 Kilometer prägt die Mosel eine Jahrhunderte alte Kulturlandschaft und Menschen, deren Schicksale über Generationen fest mit ihr verbunden sind. „360° Geo Reportage“ besucht Feen und Elfen, steigt in gigantische Kraftwerksturbinen und überfliegt den steilen Calmont. Kilian Franzen ist einer jener jungen und kreativen Winzer an der Mosel. Seine Weinberge, im steilen Calmont gelegen, haben Tradition. Die moseltypischen Schieferböden, die vor Sonne und Witterung geschützten Steilhänge bieten beste Bedingungen für den Weinbau. Weit unter ihm ist Franck Pihens langer Frachtkahn auf der Mosel unterwegs: 1.300 Tonnen fasst die „Alabama“ und steuert alle großen Moselhäfen in Deutschland und Frankreich an. Eine Rarität bergen die Wälder der südlichen Vogesen, dort, wo die große Mosel entspringt: Im beschaulichen Städtchen Bussang befindet sich Europas letztes Holztheater, das Théâtre du Peuple. Jährlich zieht dieses Kleinod Zehntausende Zuschauer an. In diesem Sommer wird Shakespeares „Sommernachtstraum“ die in den Wald integrierte Bühne mit Feen und Elfen verzaubern.

08:00 - 08:45, arte
Frauen und Ozeane

Die junge Wissenschaftlerin Dr. Verena Schoepf arbeitet gegen die Zeit. Denn für das Jahr 2016 ist ein globales Korallen-Massensterben vorhergesagt. Ihr Arbeitsplatz ist das Great Barrier Reef. Überfischung, tropische Wirbelstürme und die Erwärmung des Meerwassers gefährden dieses weltweit bekannte Naturparadies. 600.000 Jahre ist das größte Riff der Erde alt, und seine Zerstörung hat unaufhaltsam begonnen - in hohem Tempo und nie dagewesenem Ausmaß. In den ursprünglichsten Regionen vor den Küsten Australiens sucht die junge Meeresbiologin Verena Schoepf im Indischen Ozean nach "Super-Korallen", die extremste Bedingungen überstehen können. Die Forscherin hofft, dass die anpassungsfähigen Korallen sich andernorts ansiedeln lassen, um dort das Aussterben aufzuhalten. Es ist eine mühsame Arbeit, und deren Erfolg ist Verena Schoepfs große Hoffnung. Das große Vorbild der jungen Wissenschaftlerin, die in den österreichischen Bergen aufwuchs, ist die weltberühmte Meeresbiologin Sylvia Earle. Sie ist eine Zeitzeugin des unübersehbaren Korallensterbens der letzten vier Jahrzehnte. Kennen die Wissenschaftlerinnen Methoden, den Zerstörungen durch den Klimawandel die Stirn zu bieten?
09:25 - 10:55, arte
Der amerikanische Traum

Die USA gelten als das Land der Träume und der unbegrenzten Möglichkeiten. 30 Millionen Europäer verließen im 19. Jahrhundert ihre Höfe und Häuser über den Atlantik, um zuerst an der Ostküste der Vereinigten Staaten ihr Glück zu finden. Die größte Gruppe waren die Deutschen. Die Einwanderer besiedelten ohne Rücksicht auf die Eingeborenen den nordamerikanischen Kontinent und machten ihn zu dem, was er heute ist. Die Spanier waren die Ersten, die sich in Florida ansiedelten. Ihr Erbe sind heute 50 Millionen Amerikaner, die als erste Sprache Spanisch sprechen, mehr als in Spanien selbst. Die zweite Einwanderungswelle kam aus England. Die Pioniere von der Insel gründeten Jamestown in Virginia und die Plimoth Plantation in Massachusetts – zwei völlig unterschiedlich ausgerichtete Kolonien, in denen der Kern eines Bürgerkrieges lag. Während in den Südstaaten mit Hilfe der Sklaverei viel Geld verdient wurde, entwickelten sich die Nordstaaten zu protestantisch geprägten, industriellen Zentren, die mittels Erwerbsarbeit reich wurden. Dort entstand auch der amerikanische Traum, es in kurzer Zeit vom Tellerwäscher zum Millionär zu bringen.
10:15 - 10:45, 3SAT
Sehnsucht nach der Alm

Um sechs Uhr morgens Kühe melken, Stall ausmisten und dann raus aufs Feld zur Ernte - das ist der Sommerurlaub von Ines und Michael Belker aus Bottrop. Ines ist eigentlich Steuerfachwirtin, Michael Service-Berater. Seit ein paar Jahren schon unterstützen die beiden eine Bergbauernfamilie in Südtirol. Die Arbeit auf der Alm, die Natur und das einfache Leben hilft dem Ehepaar, richtig zu entspannen und abzuschalten. Auch für die Bergbauern sind die freiwilligen Arbeitskräfte ein Segen. Viele kämpfen um ihre Existenz, können sich zusätzliche Arbeitskräfte nicht leisten. Ohne Menschen wie die Belkers, die nur für Kost und Logis mit anpacken, müssten viele Bauern ihre Höfe schließen.

11:40 - 12:10, 3SAT
Der Geschmack Europas

Lojze Wieser reist diesmal durch den Karst und die Küchen Sloweniens. Unter anderem kocht er mit einigen Bäuerinnen den traditionellen Bohneneintopf Jota, der für die Vielfalt Europas steht. Außerdem trinkt er den gehaltvollen Teran, zugleich Rotwein, Lebenselixier und Desinfektionsmittel, lässt sich mit einem alten Bauern auf einen Wettbewerb um den Prsut, den luftgetrockneten Schinken, ein und blickt über die historische Olivenöl-Butter-Grenze. Die Vielseitigkeit Europas ist nicht einfach zu ergründen, denn auf kleinstem Raum sind die verschiedensten Kulturen, Menschen und Sprachen zu finden. Auf jeden Fall muss man sich auf eine Reise begeben - lesend und wandernd, am besten auch essend und trinkend. Dem "Geschmack Europas" geht Lojze Wieser, Verleger und leidenschaftlicher Kulinariker, in der gleichnamigen Reihe nach. Er besucht die Küchen europäischer Länder, trifft auf außergewöhnliche Menschen und entdeckt so manches über die Geschichte und Kultur Europas. Er zehrt aus eigenen Reiseerfahrungen, erforscht kulturgeschichtliche Hintergründe, würzt mit Anekdoten und dem Wissen eines weitgereisten Feinschmeckers und Hobbykochs.
11:45 - 11:40, 3SAT
Kritisch Reisen: Alpen abgezockt

Garmisch-Partenkirchen ist ein beliebtes Reiseziel. Die ökologischen Konsequenzen: kahle und schlammige Skihänge im Sommer. Doch eine Folge ist meist unbekannt - zunehmende Armut. Die meisten Saisonkräfte im Hotel- und Gaststättengewerbe arbeiten zum Billiglohn - von wegen "Goldgrube Tourismus". Die Reportage zeigt den Wahnsinn des Alpentourismus und die bislang unbekannten schweren sozialen Folgen des Massentourismus. Garmisch-Partenkirchen: 27 000 Einwohner, Hunderte Hotels, Pensionen, Restaurants und Bars. Eine Spielbank, ein Kongresszentrum. Über eine Million Übernachtungen zählt man in Garmisch Jahr für Jahr, dazu rund fünf Millionen Tagesgäste. Im Winter locken 60 Kilometer Skipiste, größtenteils künstlich beschneit, und Deutschlands höchster Berg, die Zugspitze. Im Sommer zieht die herrliche Bergwelt die Gäste an. Doch durch Garmisch, Deutschlands beliebtem Alpenstädtchen, geht ein Riss: Die einen wollen ihren Ort, die Heimat und den sozialen Zusammenhalt bewahren. Die anderen wollen immer mehr Gäste. Vielen alteingesessenen Bergbauern, Originale im Trachtenjanker, "stinkt's". Sie fordern ein radikales Umdenken in Sachen Tourismus.

13:15 - 14:00, 3SAT
Der wilde Wald der Kaiserin

Ein malerisches Schloss in einem weitläufigen Park: die Wiener Hermesvilla im Lainzer Tiergarten. Ende des 19. Jahrhunderts ließ Kaiser Franz Joseph I. das Schloss für Kaiserin Sisi bauen. Heute strömen jährlich eine halbe Million Touristen hierher. Was die Besucher nicht zu sehen bekommen, zeigt dieser Film: die vielfältige Tierwelt. Zu den Tieren, die in dem 25 Quadratkilometer großen Tiergarten leben, zählen Wildschweine, Mufflons und Damwild. Wenn Sisi in ihrem Märchenschloss stimmungsvolle Gedichte verfasste, war sie dort auch von den Bildern der Natur umgeben. Zeitgenössische Malerfürsten wie Makart und die Brüder Klimt hatten auf Initiative des Kaisers das Schlafzimmer von Elisabeth in einen opulenten Naturraum verwandelt. All diese Motive wurden von Filmemacher Thomas Rilk in aufwendigen Dreharbeiten mit Krankameras, Heißluftballon und Hubschrauber eingefangen. Im Lauf der Zeit hat sich der Gütenbach in den Untergrund eingeschnitten. Tiefe Gräben, sogenannte Tobel, sind entstanden. Sie sind der Lebensraum unterschiedlicher Mikroorganismen, beispielsweise von Libellenlarven, die jahrelang im Bachbett eingegraben auf Beute lauern, um dann mit ihrer Fangmaske blitzschnell nach Beute zu schnappen. Erst in Superzeitlupe wird diese perfekte Fangtechnik für das menschliche Auge sichtbar. In unmittelbarer Nähe zu den Larven findet die Geburt von Feuersalamandern statt. Ein Weibchen setzt seine Jungen in den Gütenbach. Die Kleinen kommen mit Kiemen zur Welt und verbringen ihre ersten Monate unter Wasser. Der "wilde Wald der Kaiserin" bietet auch perfekten Lebensraum für eine besonders schöne Eulenart. Vor etwa 60 Jahren in Österreich ausgestorben, wird der Habichtskauz in einem ambitionierten Wiederansiedelungsprojekt heute in seine alte Heimat zurückgeführt. Erster Nachwuchs in freier Wildbahn hat sich bereits eingestellt. Weitere vergleichsweise winzige Vertreter der Fauna im Lainzer Tiergarten sind die Raupen des Eichenprozessionsspinners. Diese Schmetterlingsraupen formieren sich in der Abenddämmerung zu bizarren Karawanen und kriechen Eichenstämme aufwärts auf der Suche nach Futterplätzen in der Baumkrone. "Der wilde Wald der Kaiserin" enthüllt zudem das Liebesleben der bekannten knallroten Feuerwanzen an der zirka 22 Kilometer langen Tiergartenmauer.

14:00 - 14:45, 3SAT
Wiener Wälder - Grüne Juwele

Die Wälder von Wien prägen das Erscheinungsbild der Stadt, sind Lebensader und Zuflucht zugleich. Kaum eine andere europäische Hauptstadt besitzt pro Einwohner so viel Wald wie Wien. Im Westen und im Norden der Donaumetropole erstreckt sich der Wienerwald, im Osten liegt der Nationalpark Donau-Auen. Unzählige Wäldchen und Grünanlagen finden sich direkt im Stadtgebiet. Die Kernzone des Waldbesitzes liegt jedoch 150 Kilometer von der Stadt entfernt. Die Kalkalpen rund um die Rax, den Schneeberg und das Hochschwab-Massiv stehen in Wiener Gemeindebesitz, zumindest jene 32 000 Hektar, die im Einzugsgebiet der beiden berühmten Hochquellwasserleitungen liegen. All diese grünen Juwele stehen unter der Obhut einer beachtlichen Garde von Förstern, Landwirten, Winzern, Berufsjägern und Holzarbeitern, die vor allem im Dienst der Lebensqualität tätig sind.

14:45 - 15:25, 3SAT
Der Flug der Eule

Eulen sind Meister des lautlosen Flugs und geschickte Jäger. Ihr Bestand war lange gefährdet. Nun versucht man, die Tiere wieder anzusiedeln. Im Fokus des Films steht ein Schleiereulen-Weibchen. Intensive Agrarwirtschaft und der Einsatz von Pestiziden haben die Population vieler Eulenarten dezimiert. Da Eulen als Schädlingsvertilger einen positiven Einfluss auf das ökologische Gleichgewicht ausüben, gibt es mehrere Wiederansiedlungsinitiativen.

15:25 - 15:50, arte
Frankreichs mythische Orte

Das Dorf Piana im Westen von Frankreichs größter Insel Korsika liegt zwischen Meer und Gebirge in einer ganz besonderen Landschaft. Nicht weit von hier befinden sich die zerklüftete Steilküste der Calanche und der Naturpark La Scandola, Meeresschutzgebiet und UNESCO-Weltnaturerbe. Wie steinerne Skulpturen ragen die 300 Meter hohen rosafarbenen Granitfelsen von Piana aus dem tiefblauen Mittelmeer und erzeugen eine ganz besondere Stimmung.
15:25 - 18:45, 3SAT
Abenteurer der Lüfte

Die Reihe "Abenteurer der Lüfte" lässt die Zuschauer die Naturwunder dieser Erde im Flug erleben - gleichsam als Vögel unter Vögeln. Teil eins führt nach Asien und Australien. Vom schneebedeckten Gebirgsmassiv des Himalaja, das die Kraniche auf dem Weg in den Süden bezwingen müssen, führt die Reise nach Indien in bewohntes Gebiet. Die Kraniche müssen eine Rast einlegen, um ihre Energiereserven aufzufüllen. Den Luftraum bevölkern neben den Zugvögeln auch einheimische Arten. Raubvögel gleiten scheinbar mühelos auf dem Aufwind und überblicken das Treiben am Boden unter ihnen. Aus luftiger Höhe, mit den Augen des Geiers betrachtet, ist der Tiger nicht weniger gefährlich, aber vor allem ein Garant für Nahrung. Er erlegt die Beute, die Geier sind die Nutznießer. Mitten unter den Menschen leben die Tauben. Die alte Festung im indischen Jodhpur ist gleichsam eine Felswand aus Menschenhand und bietet mit ihren Luken und Zinnen geeignete Nistplätze. Gern sammeln sich die Tauben auch an so pittoresken Orten wie dem großen Kamelmarkt von Pushkar oder im berühmten Tempel in Bikaner, wo sie leicht Nahrung finden. In Japan erfreuen sich die Mandschuren-Kraniche ganz besonderer Beliebtheit. Als traditionelles Symbol für das ewige Leben sind sie willkommen und werden in strengen Wintern sogar mit Nahrung versorgt. Der Balztanz dieser Kranichart ist der komplexeste der ganzen Gattung und ein einzigartiges Schauspiel. Am Ende der Reise in den Süden geht es nach Australien, zum Ayers Rock. In den sonnenversengten Weiten des Outbacks zeigt sich der wilde Wellensittich als wahrer Luftakrobat. Mit atemberaubenden Manövern übertrifft er auch den Falken immer wieder, der an den wenigen Wasserstellen auf Beute hofft. Mehr als drei Jahre begleiteten die Kamera-Teams die "Abenteurer der Lüfte" auf ihren strapaziösen Flügen. Die Perspektive, aus der diese Dokumentationsreihe die Welt der Vögel zeigt, ist einzigartig: Vom perfekten Flügelschlag, aus allernächster Nähe durch eine leichtgewichtige Spezialkamera auf dem Vogelrücken gesehen, über die spektakulär exakt ausgeführten wendigen Manöver, gefilmt in Superzeitlupe, bis hin zu einem atemberaubenden Blick aus luftiger Höhe auf unsere vielfältige Welt, wie sie nur ein Vogel erleben kann.

15:50 - 16:45, arte
Ein Traum von Baum

In Deutschland thront eine Eiche einsam und majestätisch inmitten eines Feldes; in Italien ruht eine alte Zypresse, die Franz von Assisi im frühen 13. Jahrhundert selbst gepflanzt haben soll, im Kreuzgang eines Franziskanerklosters. Die starke, unbezwingbare Eiche verkörpert den Rhythmus der Jahreszeiten, dem auch die Bauern bei der Bestellung der umliegenden Felder folgen. Die Zypresse reckt sich aufrecht gen Himmel, als weise sie den Gläubigen den Weg ins Paradies. So unterschiedlich und voneinander entfernt sie auch sein mögen – Upmeyers Eiche und die Zypresse in der Villa Verucchio bilden jeweils auf eigene Weise das stabile Fundament einer Kultur, das im Laufe der Jahrhunderte friedlich weitergegeben wurde. Auf der einen Seite sind es drei Generationen von Bauern, auf der anderen Seite eine kleine Gemeinschaft von Mönchen, von denen die meisten ihr Gelübde am Fuße der alten Zypresse abgelegt haben. Und alle scheinen in "ihrem" Baum das wahre Wesen ihres Seins zu erkennen.

17:10 - 17:40, arte
Italien, Mailand: Der vertikale Wald

Die höchste Umweltverschmutzung europaweit und nur etwa vier Prozent Grünflächen – mit einem spektakulären Projekt möchte die italienische Metropole Mailand die Natur nun zurück in die Stadt holen: Zwei begrünte Wolkenkratzer bilden den sogenannten Bosco Verticale – den vertikalen Wald. Erstmals wurden hier Pflanzen als eigenständiges Bauelement für Hochhäuser verwendet. Auf 400 Terrassen wachsen rund 800 Bäume, 4.500 Sträucher und 15.000 Grünpflanzen – eine technische und ökologische Meisterleistung des Architekten Stefano Boeri. Inmitten der Stadt ist der Wohnkomplex ein Experiment der ökologischen Landschaftsarchitektur im Großformat, das Artenvielfalt mit Architektur verbindet. Wie wurden die Hochhäuser, die halb Natur und halb Wohngebäude sind, entwickelt? Welche Bedeutung wird den „grünen Lungen” für die Stadt zugeschrieben? Nicht nur die Agronomin und Landschaftsgärtnerin Laura Gatti ist bei der Gestaltung des Projekts über viele Grenzen hinausgegangen. In der dreijährigen Forschung und Planung des innovativen Baus wurden viele anfangs utopisch wirkende Ideen erstmals in die Realität umgesetzt. Die Pflanzen können Schadstoffe und Feinstaub absorbieren und beheimaten viele nützliche Insekten, Bienen, Schmetterlinge und Vögel. Neben all den Bewunderern kritisieren jedoch einige die „Luxustürme” aufgrund der hohen Baukosten – für sie stehen die begrünten Gebäude für eine Privatisierung der Natur. Bert Theis, Begründer des Künstler- und Aktivistenkollektivs Isola Pepe Verde, möchte die Natur in einer anderen, frei zugänglichen Form in die Metropole zurückkehren lassen.
17:40 - 18:35, arte
Oruro - Der Tanz der Teufel

Oruro liegt im bolivianischen Andenmassiv auf 3.700 Meter Höhe. Das ganze Jahr über fiebert die etwas mehr als 200.000 Einwohner zählende Bergbaustadt dem bunten Karnevalstreiben entgegen, das den Höhepunkt des Jahres darstellt. Tribünen werden aufgestellt, Musikgruppen und Tanzformationen proben unaufhörlich für die Hauptattraktion, die Umzüge am Samstag und am Sonntag. Zu Ehren der Jungfrau von Socavón, der Schutzpatronin der Minenarbeiter, ziehen die Mitwirkenden in aufwendig gearbeiteten Kostümen und mit übergroßen Tiermasken in einer kilometerlangen und äußerst ermüdenden Prozession durch die Straßen. Für viele ist der Maskenumzug eine Art religiöser Befreiungsakt, mit dem sie im Rhythmus der Diablada-Musik, die Ausdruck der bolivianischen Seele ist, die bösen Geister vertreiben.
18:35 - 19:20, arte
Belgrad

Serbien und seine Hauptstadt Belgrad haben bei vielen Europäern noch immer nicht den besten Ruf. Zu nah ist die Erinnerung an die Balkankriege, zu nationalistisch die Töne der Regierenden bis heute. Doch die Stadt an der Mündung der Save in die Donau ist aus ihrer jahrzehntelangen Lethargie erwacht und befreit sich gerade immer mehr von ihrem Stigma. Junge Menschen aus aller Welt zieht es seit einigen Jahren in die Balkanmetropole, viele bleiben sogar. Das Stadtbild bietet rein äußerlich eine bizarre Mischung aus bröckelnden klassizistischen Fassaden, Glanzstücken der Moderne und eindrucksvollen Beispielen des Brutalismus – einem Architekturstil aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Neben prunkvollen Gebäuden und repräsentativen Objekten birgt Belgrad romantische Viertel mit halb verfallenen Häusern und an vielen Ecken Zeichen urbaner Subkultur. Eine Stadt voller Kontraste. Auf den ersten Blick grau und eintönig, doch im Inneren bebt es. Das kreative Zentrum der 1,7 Millionen-Einwohner-Stadt liegt am rechten Ufer der Save im ehemaligen Industrie- und Arbeiterviertel Savamala. Die Kreativen haben vor einigen Jahren dieses verfallene und von der Stadtverwaltung aufgegebene Viertel eingenommen, Clubs und Bars zogen in die verlassenen Lagerhallen und Savamala trug Belgrads Ruf als Partymetropole in die Welt. Eine Entdeckungstour mit Aleksandar Djordjevic führt zu den besten Graffitis im Szeneviertel, Dusan Cavic und Dusan Saponja zeigen die verborgene Schönheit der Brutalismusarchitektur und Ivana Orlovic und Janez Kranjc dokumentieren die Unterwasserwelt des Save-Sees.

19:40 - 20:10, arte
Re: Eine Klinik in Jerusalem

Zehn Kilometer westlich von Jerusalem liegt die größte Klinik des Nahen Ostens: das Hadassah-Hospital. Vor über hundert Jahren wurde es von amerikanischen Hebammen gegründet. Ihr Credo: Bedürftigen helfen, unabhängig von Herkunft oder Religion. Das gilt hier bis heute und wird jeden Tag gelebt – so etwa vom israelisch-palästinensischen Ärzteteam auf der Kinder-Herz-Station.Die Kindersterblichkeit in Palästina ist fast fünfmal höher als in Europa. Die meisten der Kinder, die noch im Säuglingsalter sterben, haben einen angeborenen Herzfehler. Rund 300 lebensrettende Operationen führen die Kinderherzchirurgen jedes Jahr durch, 50 davon an Kindern aus den besetzten Gebieten, deren Eltern die Operation nicht bezahlen könnten – wäre da nicht die Organisation „Ein Herz für den Frieden“.Muriel Haim, französische Ärztin und Gründerin der Initiative, hat vor 13 Jahren beschlossen, etwas dagegen zu unternehmen, dass herzkranke palästinensische Kinder sterben müssen „nur weil sie auf der falschen Seite des Grenzzauns geboren sind“. Der Verein unterstützt auch die Ausbildung palästinensischer Ärzte. Einer von ihnen ist Ibrahim Abu Zahira. Neben seiner Arbeit im Hadassah betreibt er eine Praxis in Hebron, wo er als eines von acht Kindern aufwuchs. Während er vielen seiner Patienten helfen kann – nicht zuletzt mit dem Zugang zur Erste-Klasse-Medizin des Hadassah - gibt es in anderen Teilen der besetzten Gebiete noch immer Kinder, die sterben müssen, weil sie nicht oder nicht rechtzeitig im Hadassah ankommen.Nirit Sommerfeld, Jüdin und Künstlerin, streitet für deren Rechte und für die Aufhebung der Besetzung.
20:15 - 21:00, Phoenix
Geheimnisse der Ozeane

An der Ostküste des südlichen Afrikas kann jedes Jahr im Juni und Juli das spektakulärste Unterwasserphänomen der Erde beobachtet werden. Abermillionen von Sardinen versammeln sich in einem gigantischen Schwarm, um sich vor ihren Feinden zu schützen. Aber diese warten schon auf ihre Beute.

21:15 - 21:45, Phoenix
Geheimnisse der Ozeane

In der Folge "Nordamerika" besuchen die Filmemacher u.a. die Küsten der mexikanischen Yucatan-Halbinsel. Hier befindet sich eines der weitläufigsten Unterwasser-Höhlensysteme der Welt.

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