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Dienstag, 18.12.2018
07:15 - 08:00, arte
Sibirien, im Reich des Amur-Tigers

Rund 8.500 Kilometer von der russischen Hauptstadt Moskau entfernt, direkt an der Grenze zu China, erstreckt sich das raue Reich des Amur-Tigers. Hier durchstreift er ein Gebiet, das etwa halb so groß wie Deutschland ist. Dank eines strikten staatlichen Schutzprogramms konnte sich die zuvor stark bejagte Population der Amur-Tiger auf heute etwa 560 Tiere erholen. Der Sibirische Tiger ist ausgewachsen mit einem Gewicht von fast 300 Kilo und einer Länge von fast vier Metern der größte seiner Art und der einzige, der in Eis und Schnee lebt. Und das fast unsichtbar, denn die majestätische Großkatze jagt meist nachts.Die Wälder Ussuriens sind artenreich, und die Tiger hatten bislang meist reiche Auswahl: Rehe, Hirsche und Wildschweine sind ihre Beutetiere. Doch deren Bestand ist bedroht – und mit ihnen erneut der Tiger. Denn durch teils illegalen Holzeinschlag verschwinden aus der Taiga viele Bäume, auch die Mongolische Eiche. Und ohne deren kalorienreiche Eicheln können die für den Tiger wichtigen Wildschweine den harten Winter nicht überstehen. Noch sind die Wälder des Sikhote Alin-Gebirges intakt. Aber das aufstrebende China in direkter Nachbarschaft lechzt nach immer mehr Holz.Mit dramatischen Folgen: Das stetige Verschwinden der Eichen, gefolgt vom Dezimieren der Wildschweine, lässt viele wilde Tiger hungern. In ihrer Not sucht so mancher von ihnen in den Taiga-Dörfern nach Nahrung – und wird so zum „Problem-Tiger“. All dies beunruhigt den Tigerschützer Alexander Batalow. Sein Herz schlägt für den Tiger, und er engagiert sich für ihn seit über 30 Jahren. In seinem Pachtwald betreibt er Jagdwirtschaft und schützt zugleich die wichtigen Beutetiere des Tigers.

08:00 - 08:45, arte
Eine Sommerreise am Polarkreis

Ville begibt sich in die Stadt Dudinka mit ihrem Seehafen an der Flussmündung des Jenissei. Er ergreift die Gelegenheit, um einem Freund des Geschäftsmanns Plaxunow aus Murmansk den mitgegebenen Sextanten auszuhändigen. Der alte Seemann ist zwar nicht da, aber sein Sohn verspricht, ihm das Geschenk zu geben. Der junge Kapitän Slawa zeigt Ville den Hafen und überlässt ihm sogar das Steuer seines Lotsenboots. Ein zweimotoriges Boot zu steuern ist allerdings nicht gerade ein Kinderspiel. Die Nganasanen sind die Ureinwohner von Taimyr und mit ihnen geht Ville auf Fischfang. Doch die Fischer haben ihre Netze vergessen und ziemlich bald fällt einer der Motoren aus. Schließlich ist es Ville, der die Boote wieder heil an Land zurückbringt. In einer Schule von Taimyr trifft Ville Jugendliche. Einige der jungen Leute stellen ihm Fragen über sein Leben und seinen Beruf. Dazu gibt es eine musikalische Vorstellung der besonderen Art: Ein traditionelles Instrument der Nganansanenkultur wird dabei mit Beatboxing kombiniert. Der nächste Halt nach Taimyr ist Jakutien. Doch das Wetter wirft Villes Pläne um: Ein Sturm wütet auf See und sein Flugzeug kann nicht starten. Schließlich kann das Abenteuer weitergehen: Ville verlässt die Industriestadt in Richtung Tiksi am Ufer des Arktischen Ozeans.
10:15 - 10:30, 3SAT
ÄTNA - Höllenschlund im Mittelmeer

Der Ätna gehört zu den aktivsten Vulkane der Erde. Mit einer gewaltigen Höhe von über 3300 Metern dominiert er Sizilien. Es ist das Porträt eines der faszinierendsten Naturwunder Europas. Dieser Film dokumentiert mit eindrucksvollen Bildern von Eruptionen, welche Urkraft in den Tiefen des Ätna schlummert. Wissenschaftler erklären, welche Gefahren von ihm ausgehen. Einheimische zeigen, wie sie es gelernt haben, mit den Tücken von "Mama Ätna" zu leben. So liebevoll bezeichnen die Sizilianer den Vulkan, der sie ständig bedroht: "Wie eine brummelige Landmama", die ihre eigene Suppe kocht und "sich ungern in die Karten schauen lässt", fasst Dr. Boris Behncke den Charakter des Ätna zusammen. Er ist Deutscher, arbeitet seit rund 20 Jahren als Vulkanologe im INGV, der staatlichen italienischen Überwachungszentrale in Catania. Er hat unzählige Ausbrüche miterlebt und erzählt in diesem Film vom durchaus tückischen Charakter des Vulkans. Im März 2017 erlebte er die gefährlichste Situation seiner Laufbahn, als glühende Lavabrocken über einer Eisfläche plötzlich explodierten. Die Bilder der fliehenden Menschen, die in der Nähe waren, gingen durch die Nachrichten in aller Welt. Für Dr. Behncke indirekt auch ein Zeichen dafür, dass "Mama Ätna" ihren Charakter allmählich ändert: vom "gutmütigen" Vulkan zu einem eher explosiven Wesen. Fast jedes Jahr bricht er, respektive sie, einmal aus. Die Gefahren für die Anwohner halten sich zwar in Grenzen, seit der obere Teil des Ätna zum Nationalpark erklärt wurde, der nicht bebaut werden darf. Reißen jedoch Flanken in tieferen Regionen auf, gibt es fast nichts, was den Lavafluss stoppen kann. Winzerin Chiara Vigo erinnert sich daran, wie sie als Kind miterleben musste, dass ein Ausbruch im Norden bei Randazzo fast alle Weinberge der Familie vernichtete: eine Katastrophe, denn versichern kann man sich am Ätna bis heute nicht dagegen. Dass der Lavastrom einen Rest der Habe übrig ließ und "wie durch ein Wunder" urplötzlich die Richtung änderte, wie Chiara im Film erzählt, wird sie nie vergessen. Gemeinsam mit ihrem Mann Gianluca baut sie heute hier den "Nerello Mascalese" an, die typische rote Rebsorte der wenigen, etwa 130 Winzer am Ätna. Dass der Vulkan nicht nur nimmt, sondern auch gibt, weiß sie zu schätzen. Der fruchtbare und mineralreiche Vulkanboden ermöglicht den Anbau von Wein, Oliven, Pistazien und vielem, was die sizilianische Küche ausmacht. Wann aber Mama Ätna das nächste Mal ihren Höllenschlund öffnen wird, vermag niemand genau zu sagen. Die Vulkanologen am INGV können zwar jedes Zittern der Gasblasen im Inneren des Berges messen und mit der Häufigkeit der Intervalle auch vage Prognosen treffen, ob ein Ausbruch wahrscheinlich ist. "Aber das Einzige, was wir wirklich mit Sicherheit ausschließen können, ist, dass der Ätna morgen erlischt", konstatiert Dr. Behncke. So beobachtet er weiter jede Regung des Vulkans - nicht nur während seiner Schichtarbeit in der Überwachungsstation in Catania. Für seine Familie und sich hat er eine Wohnung gemietet - mit freiem Blick auf die Hauptkrater des Ätna.

10:25 - 11:10, B3
Ein Jahr am Kirchsee

Der Kirchsee - Einheimische lieben den flachen Moorsee, der etwa einen Kilometer lang und 300 Meter breit ist. Wie eine schwarze Perle liegt er mitten in einer urtümlichen Moorlandschaft, die sich nach der letzten Eiszeit bildete. Sogar das Baden ist im Naturschutzgebiet an einigen Stellen erlaubt. Das Moor im Süden vom See ist dagegen streng geschützt, dort herrscht das ganze Jahr über Betretungsverbot mit empfindlichen Strafen. Der Naturfilmer Thomas Dammer jedoch darf sich ein Jahr lang mit Erlaubnis der Behörden nicht nur rund um den See, sondern auch in seinem Moor umsehen. Begleitet von Andrea Rüthlein und ihrem Kamerateam erlebt er die urtümliche Landschaft in allen Facetten. Denn im Moor sieht es jeden Monat anders aus, entsteht ein Farbenspiel, das weder er noch das BR-Team vor den Dreharbeiten erwartet hätte. Zwei Kamerafallen zeichnen auf, welche Vierbeiner das Moor besuchen oder sich an einem Dachsbau blicken lassen. Am Ende empfinden alle dasselbe: Das Jahr am Kirchsee ist wie im Flug vergangen. Die Zeit im faszinierenden Moor wird keiner von ihnen vergessen ...
10:30 - 11:15 3SAT
Expedition Sternenhimmel

Der Iraner Babak Tafreshi hat sich mit ganzem Herzen der Astrofotografie verschrieben. Der Film begleitet ihn auf auf seine Reise in die Atacama-Wüste im Norden Chiles. Mithilfe von Zeitrafferaufnahmen setzt Babak die Gestirne über einzigartigen Nachtlandschaften in Szene. Er ist ein Meister seines Faches. Seine Bilder schaffen einen magischen Dialog zwischen Himmel und Erde. Die Atacama-Wüste gilt als die trockenste Wüste der Erde außerhalb der Polarregionen: der beste Ort der Welt, um den Sternenhimmel der Südhalbkugel zu beobachten. Babaks Aufnahmen zeigen die Milchstraße auf eine atemberaubende Weise, aber auch der Mond und die Sterne scheinen in seinen Bildern elegant übers Himmelszelt zu tanzen. Von der chilenischen Küstenstadt La Serena aus führt die Route ins Elquital – ein Ort, an dem sich in den letzten Jahren ein ganzer Tourismuszweig auf passionierte Astronomen und Sternengucker spezialisiert hat. Von dort geht es weiter zur La-Silla-Sternwarte. Die Teleskope auf dem Berggipfel inmitten der Wüste bieten eine spektakuläre Kulisse für Babaks Aufnahmen. Babak reist weiter in noch entlegenere und dunklere Gebiete der Wüste im Norden Chiles. Er interessiert sich auch für die archäologischen Funde der Region. An vielen Orten haben die Ureinwohner der Wüste Zeichnungen im Stein hinterlassen – sogenannte Petroglyphen. Babak trifft sich mit einer chilenischen Archäologin, von der er mehr über die mythologische Bedeutung der Darstellungen und ihre Verbindung zum Sternenhimmel erfährt. Immer höher geht es anschließend in die Anden. Babaks großes Ziel ist das ALMA-Observatorium, eine der höchstgelegenen Sternwarten der Welt, die auf 5000 Metern liegt. Die Fahrt dorthin ist nicht ungefährlich und gestaltet sich überraschend schwierig. Doch Babaks Hartnäckigkeit und sein Wille, widrigsten Umständen zu trotzen, werden am Ende belohnt. Seit Anbeginn der Zeit blicken die Menschen zum Sternenhimmel auf. Die Reihe begleitet fünf Sternenfotografen auf abenteuerlichen Reisen zu den entlegensten Winkeln der Erde. Durch Wüsten, Regenwälder und Eislandschaften geht es durch fünf Kontinente zu magischen Plätzen mit sternenübersätem Nachthimmel, wie man ihn so noch nie gesehen hat.
11:10 - 11:55, B3
Die Husky-Familie

Dave Olesen hat zum letzten Mal vor 15 Jahren am Iditarod teilgenommen, dem mythischen Schlittenhunderennen in Alaska. Doch dem frischgebackenen Vater wurde die komplizierte Anreise zu viel. Die tagelange Fahrt auf eisigen Winterstraßen steckt auch jetzt wieder voller unerwarteter Hindernisse, mehrere Hunde sind schwer verletzt. Seine Tochter Annika muss sich entscheiden, ob sie das Risiko eingehen will, mit den verletzten Huskys an den Start zu gehen. Doch die Familie setzt die Reise fort, für sie ist der Weg das Ziel. Die gegnerischen Teams entpuppen sich als professioneller, die Rennstrecke überfordert die unerfahrene Annika und ihre teils lädierten Tiere. Die Olesens müssen erkennen, dass die Uhren jenseits der Wildnis anders ticken. Dennoch bewältigen sie und ihre Huskys die Herausforderungen mit Courage, Herz und Humor.
11:30 - 12:15, arte
Singvögel in Not

Es existieren mehr als 5.000 Singvogelarten auf unserer Erde, doch immer mehr Singvögel sind vom Aussterben bedroht. In den nächsten 50 Jahren wird ihr Bestand um die Hälfte dezimiert sein. In China ordnete Mao Tsetung 1957 an, den Spatz auszurotten. Jeder Haussperling sollte zum Wohle der Landwirtschaft getötet werden. Er ging davon aus, dass dies die Ernteerträge erheblich steigern würde. Doch unmittelbar danach wurde das Land von einer gewaltigen Insektenplage heimgesucht. Dieses Beispiel hat gezeigt, wie riskant es ist, wenn bestimmte Vogelarten aussterben: Das Ökosystem gerät aus dem Gleichgewicht, die Tier- und Pflanzenwelt verändert sich drastisch. Denn Vögel sorgen für die Ausbreitung von Samen, bestäuben die Pflanzen mit Pollen und halten die Insektenpopulationen im Gleichgewicht. Was ist die Ursache für den alarmierenden Rückgang der Singvögelbestände? In den Niederlanden untersucht ein Forscherteam aus Leiden die Auswirkungen der Lärmverschmutzung durch Städte und Autos auf den Weidenlaubsänger. Das Ergebnis ihrer Studien zeigt, dass das Fortpflanzungsverhalten der Vögel durch den Lärm erheblich beeinträchtigt wird. In Kanada, wo sich in den borealen Waldgebieten über sieben Milliarden Zugvögel einfinden, um sich fortzupflanzen, besteht ein ähnliches Problem. Ein Großteil der kanadischen Wälder, wichtiger Lebensraum etwa für den Kanadawaldsänger, wurde von der Rohöl- und Erdgasindustrie gerodet. Aufgrund des Lärms, der die Förderung der Rohstoffe mit sich bringt, können die Singvögel ihre Jungen nicht mehr aufziehen, da sie ihre Rufe schlicht nicht mehr hören. Der Rückgang der Sumpfschwalbe ist in Kanada ebenfalls zu beobachten. Ursache hierfür ist, dass aufgrund des Rapsanabaus großflächig Insektizide zum Einsatz kommen, so dass die Insektenfresser keine Nahrung mehr finden. In Costa Rica wiederum sind Entwaldung und Kaffeeanbau Ursachen für die Dezimierung der Singvögel. In der Osttürkei wirkt sich der Klimawandel auf die Singvögelpopulation aus. Aufgrund des Gletscherrückgangs trocknen die Feuchtgebiete aus. Der Lebensraum des Drosselrohrsängers ist akut bedroht. In der zweiteiligen Dokumentation kommen Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern zu Wort, die sich alle für den Erhalt des Lebensraums der Singvögel einsetzen, den ihnen der Mensch zunehmend streitig macht.

11:55 - 13:25, B3
Straße der Sehnsucht

Die berühmte Route 66 wurde zur existenziellen Lebenserfahrung für Generationen von Amerikanern - und durch Filme und Romane später auch zu einem Mythos in Europa. Als schneller Weg nach Westen hat die Route 66 längst ausgedient. Doch Amerikas berühmteste Landstraße lebt als Mythos fort: in Bobby Troups musikalischer Landkarte "Get your kicks on Route 66", in Erinnerungen an Oldtimer, rostende Tankstellen und Oldtimer-Museen entlang des alten Highways. Ein Filmteam macht sich auf die Suche nach diesem Mythos, fährt mit einem Wohnmobil die Route 66 von Chicago bis L.A., redet mit Menschen über Geschichte und Geschichten an der alten Straße. Die schönsten Abschnitte liegen im Westteil der Strecke von New Mexiko bis zum Pazifik. Hier ist noch am meisten vom Flair der alten Route 66 erhalten: nostalgisch verwitterte Neonschilder, Motels aus den Fifties, bunte Diner-Lokale. In Arizona trifft das Drehteam auf den deutschen Schauspieler Martin Semmelrogge, der wie viele Harley-Fans auf dem alten Highway die Freiheit sucht und das Easy-Rider-Feeling nachleben möchte. Außerdem nimmt das Filmteam teil am alljährlichen Route-66-Festival, fährt mit den Autofans in ihren polierten Oldtimern auf dem längsten noch erhaltenen alten Routenstück mit. Hier wird die Faszination der Mobilität greifbar. In der Dokumentation "Route 66" aus der Reihe "Reisen in ferne Welten" begibt sich Filmemacher Karl Teuschl von Chicago nach L.A. auf die Suche nach Geschichte und Geschichten an der alten Straße.

13:20 - 14:05, 3SAT
Europa ungezähmt

Der erste Teil der Reihe "Europa ungezähmt" widmet sich "eisigen Welten": Während auf dem Großteil des Kontinentes mildes Klima herrscht, müssen sich die nördlichen Regionen auf Temperaturen bis zu minus 40 Grad einstellen. Ein Härtetest für jede Form von Leben. Trotzdem findet sich eine enorme Vielfalt: vom weltgrößten Landraubtier, dem Eisbären, der die eisigen Polarregionen durchstreift, bis hin zum kleinsten Wiesel, das in den tief verschneiten Wäldern auf die Jagd geht. In dieser lebensfeindlichen, weiß umhüllten Welt überleben nur die Stärksten. Wer hier nicht perfekt angepasst ist, hat keine Chance.

14:05 - 14:50, 3SAT
Europa ungezähmt

Im zweiten Teil der Reihe geht es um die großen Wälder Europas. In den Karpaten beispielsweise haben sich bis heute unberührte Wälder erhalten. Sie sind Heimat des Eurasischen Luchses. Die Neuansiedlung europäischer Wisente in den Karpaten war erfolgreich. Die urtümlichen Tiere sind natürliche Landschaftsgärtner: Als Grasfresser sorgen sie für artenreiche Lichtungen, Lebensraum für Blütenpflanzen, Insekten und Vögel. Ein ganz anderes Landschaftsbild findet sich in der Taiga: In den tiefen, dunklen Nadelwäldern nahe am Polarkreis haben Braunbären, Wölfe und Bartkäuze ganz unterschiedliche Strategien entwickelt, um die langen schneereichen Winter zu überleben.

14:50 - 15:35, 3SAT
Nach der langen Nacht - Der Winter auf Spitzbergen

Das Ende der Polarnacht ist eine besondere Zeit in der Arktis: geheimnisvoll, wenn die letzten Nordlichter am Himmel spuken. Jetzt beginnt alles neu, erwacht das Leben. Es ist die beste Zeit, um Eishöhlen unter Gletschern zu erforschen - oder um im Packeis Eisbären beim Liebesspiel zu beobachten: vom ersten Kuss bis zum Paarungsakt. Der Film zeigt einzigartige Bilder und spannende Geschichten aus der Kälte. Die hohe Arktis ist ein extremer Lebensraum - zu jeder Jahreszeit. Schnee und Eis, Sturm und Kälte bestimmen alles, sind verantwortlich für Bedingungen, die auf den ersten Blick absolut lebensfeindlich erscheinen. Dennoch existieren auch wenige Breitengrade südlich des Nordpols Fauna und Flora, die sich den harschen Voraussetzungen geradezu perfekt angepasst haben. Spitzbergen, eine etwa 1200 Kilometer unterhalb des Pols gelegene Inselgruppe, ist dafür ein exemplarisches Beispiel. "Nach der langen Nacht - Der Winter auf Spitzbergen" zeigt die hohe Arktis von einer ganz besonderen Seite: Bizarr und anmutig, wenn anfangs nur für Minuten mit der Sonne das Licht wiederkommt. Wild und unbändig, wenn Kälte und Sturm Spitzbergen im Griff haben.

15:15 - 16:00, SWR
Myanmar - Leben am Großen Strom

Myanmar, das einstige Birma, hat sich nach fünf Jahrzehnten Militärdiktatur geöffnet und demokratische Reformen begonnen. Ein Fluss prägt das Land völlig, der Ayeyarwady. Über 2170 Kilometer durchfließt er das Land - als Lebensader, Kulturstifter und zentraler Verkehrsweg. Er verbindet die wichtigsten historischen Orte Myanmars wie Mandalay, Bagan, Yangon und ist gesäumt von goldglänzenden Stupas, Tempeln und Pagoden. Und nirgendwo sonst in Asien reihen sich so viele buddhistische Klöster auf wie am Ayeyarwady, den die Briten Irrawaddy nannten und der von der Mündung bis fast an die chinesische Grenze schiffbar ist.

15:30 - 15:55, ARD alpha
Unterwegs mit der Elefantenpolizei

Anna freut sich auf einen besonderen Ausritt. In einem Nationalpark auf der indonesischen Insel Sumatra begleitet die Reporterin einen Mahut - also einen Elefantenhüter - mit seinem zahmen Elefanten. Der Asiatische Elefant ist der kleine Cousin des Afrikanischen Elefanten. Aber was heißt hier klein: 3 Meter hoch und 3 Tonnen schwer sind immer noch stattlich. Und da Sumatra-Elefanten im Wald leben, gilt: je kleiner, desto besser. Sonst bleibt man ja an jedem Ast hängen. Aber die Elefanten haben ganz andere Probleme. Durch die Abholzung des Waldes wird ihr Lebensraum immer kleiner. Auf Nahrungssuche plündern die hungrigen Elefanten oft die Felder der Bauern. Tierschützer haben deshalb geschützte Gebiete errichtet, in denen kein Baum gefällt und kein Tier erschossen werden darf. Dort schieben die Mahuts mit ihren zahmen Elefanten Wache - und heute ist Anna mit dabei. Morgens muss sie ihren Elefanten im Fluss von oben bis unten abschrubben und die Stoßzähne putzen. Nachmittags schaut die Truppe an der Grenze des Nationalparks nach dem Rechten und entschärft eine Schlingfalle. Die Patrouille verläuft ruhig. Doch am Abend bekommen Anna und die Mahuts wilden Besuch...
15:35 - 16:20, 3SAT
Wildes Russland

Eine riesige Wildnis im Herzen Russlands, wo die Kälte dominiert - das ist Sibirien. Jenseits des Urals gelegen, umfasst Sibirien rund zehn Prozent der gesamten Landmasse der Erde. Keine Frage, dass es sich um ein Land der Superlative handelt: riesige Temperaturschwankungen um etwa 80 Grad, die widerstandsfähigsten Tiere unseres Planeten und der tiefste und älteste See der Welt. Der harte Winter fordert Anpassung - der dichte Pelz des Zobels wurde ihm allerdings fast zum Verhängnis. Inzwischen liegen Pelze nicht mehr im Trend, und die einheimischen Raubtiere stellen dem Zobel häufiger nach als der Mensch. Sibirien ist die kälteste bewohnte Gegend der Erde, und man lebt meist in einfachen Verhältnissen. Die Männer züchten die berühmten jakutischen Pferde und halten große Rentierherden - ihre Haustiere kennen jedoch keinen Stall und keine Futterzeit, sondern sorgen in der Wildnis für sich selbst. Zugefrorene Flüsse dienen im Winter als Straßen, auf denen Rentierschlitten und Lastwagen gleichermaßen unterwegs sind. Der Baikalsee ist dann nicht nur der größte See der Welt, sondern auch ein riesiges Eishockeyfeld. Für die scheuen Baikalrobben bleibt immer noch genug Platz - auch wenn sie sich im Sommer um die wenigen Sonnenplätze auf den Felsen streiten. Den Filmemachern gelangen spektakuläre Unterwasseraufnahmen der einzigen Süßwasserrobbenart unseres Planeten.

15:50 - 16:40, arte
Grenzenloses Frankreich

Neukaledonien ist ein Archipel im südlichen Pazifik. Auf der Hauptinsel Grande Terre gibt es viel zu entdecken. Auf den westlichen Hochebenen leben die sogenannten Stockmen, die Cowboys von Neukaledonien. Sie bewohnen noch heute die weiten Gegenden, die einst von den ersten französischen Siedlern eingenommen wurden. Hier züchtet Patrick seine Zebu-Rinder. Im Tjibaou-Kulturzentrum in Nouméa lässt Nicolas alte kanakische Kulte und Mythen mit Hilfe von neuester digitaler Technologie wieder aufleben. In der größten Lagune der Welt taucht die Korallenexpertin Fanny regelmäßig ins Meer hinab, um den Zustand des Aboré-Riffs zu überprüfen. Korallen leiden besonders unter den Folgen der Wasserverschmutzung durch den Menschen. In Boulouparis an der Westküste erntet Jean-Luc die Blätter des Niaouli, des neukaledonischen Wappenbaums. Aus den Blättern dieser Myrtenweidenart lassen sich ätherische Öle destillieren, für die sich seit kurzem auch die westliche Medizin interessiert. Marc-Henri will mit seiner Firma die ehemaligen Nickelabbaugebiete wieder aufforsten. Der Stamm der Kouaoua hilft dabei, indem er wertvolle Samenkörner liefert. In Neukaledonien lagern noch zehn Prozent der weltweiten Nickelressourcen. 300.000 Hektar, also fast 20 Prozent der Inseloberfläche, dienen dem Nickelabbau. In Baco spielt Erika in einer generationenübergreifenden Frauenkricketmannschaft. Der Sport wurde im 19. Jahrhundert von protestantischen Pastoren aus England eingeführt. Die kanakischen Frauen beherrschen ihn heute bestens. Im Norden von Koumac liegt das ehemalige Minendorf Tiébaghi, eine beeindruckende Geisterstadt, die als kaledonisches Kulturerbe gilt. Bis in die 50er Jahre lebten hier noch 1.500 Menschen, die in der größten Chrommine der Welt arbeiteten. Auf der Halbinsel Golone, ganz im Norden von Grande Terre, widmet sich Jean-Pierre dem Studium und der Aufzucht der Riesenmuschel. Die größte Muschel der Welt ist vom Aussterben bedroht. Panouna ist von ethnischer Vielfalt geprägt. Hier hat sich der Bretone Stéphane niedergelassen, um traditionelle Holzschnitzerei zu unterrichten.
16:20 - 17:00, 3SAT
Wildes Russland

Ussurien an der russischen Pazifikküste ist ein zerklüftetes Land aus Wasser und Eis mit sanften waldbedeckten Hängen und einer schroffen Küste. Der Herrscher dort ist der Amur-Tiger. Die gepunkteten Sika-Hirsche kommen aus dichtem Wald häufig an die Küste, um angespülte Algen zu fressen. Doch das Leben im Jagdrevier des Sibirischen Tigers ist nicht ganz ungefährlich. Sensationelle Aufnahmen zeigen erstmalig einen wilden Amur-Tiger am Strand. Junge Kragenbären verstecken sich lieber in den Baumwipfeln, sobald ein hungriger Tiger aufkreuzt. Doch der Amur-Tiger hat selbst gefährliche Feinde: Wilderer machen den Jäger zum Gejagten, und durch Rodung schrumpft sein Lebensraum unaufhaltsam. Das gleiche Schicksal teilt der Amur-Leopard. Schätzungsweise gibt es weltweit nur noch 40 Tiere. Der Amur-Leopard konnte bei der nächtlichen Jagd gefilmt werden.
17:00 - 17:45, 3SAT
Unser blauer Planet

Der renommierte Naturfilmer Alastair Fothergill war fünf Jahre unterwegs, um die Weltmeere filmisch zu dokumentieren. Die dabei entstandene Filmreihe enthüllt die Geheimisse der Ozeane. Im Mittelpunkt der ersten Folge steht die Erkenntnis, dass alles Leben in den Ozeanen abhängig ist von einer ständigen Versorgung mit Nährstoffen. Deren Verteilung übernehmen die Meeresströmungen, indem sie nährstoffreiches Wasser an die Oberfläche treiben. Im Ostpazifik, wo Cocos und die Galapagosinseln wie isolierte Berggipfel aus dem Meer ragen, treffen die Meeresströmungen auf ein Unterwassergebirge, das sie die Hänge aufwärts zwingt. Diese planktonreichen Gewässer locken riesige Schwärme von Fischen an, diese wiederum Haie und andere Raubfische. Auch vor der Küste Südafrikas ziehen Millionen Sardinen mit den küstennahen Strömungen vom Kap nordwärts, dicht gefolgt von Kaptölpeln, Haien und Delfinen. Nährstoffe allein reichen jedoch nicht aus, um Leben gedeihen zu lassen. Auch die Sonne ist lebenswichtig. Die Rückkehr der Sonne im Frühjahr der nördlichen Hemisphäre lässt Millionen Heringe zum Laichen nach Alaska ziehen. Die Fische und ihr Laich stehen am Beginn einer langen Nahrungskette, die von Krabben über Vögel bis zu Eisbären reicht. Der Frühling in Alaska lässt auch die Grauwale aus ihren Fortpflanzungsgebieten in der Sea of Cortez ins Beringmeer zurückkehren. Die Weibchen mit Kälbern ziehen langsamer und sind verwundbarer als ihre Artgenossen. Sie werden oft von Gruppen von Orcas verfolgt, an deren Verhalten erkennbar wird, weshalb sie auch Killerwale genannt werden: Sie haben es auf die Grauwalkälber abgesehen.

17:45 - 18:30, 3SAT
Unser blauer Planet

Die Tiefsee ist der unbekannteste aller marinen Lebensräume. Der Film unternimmt eine Reise von der Wasseroberfläche bis in die scheinbar lebensfeindliche Welt der Tiefseegräben. In tausend Metern Tiefe herrscht ewige Nacht, in der nur noch Tiere überleben können. Pflanzen, die Licht für die Photosynthese brauchen, können dort nicht mehr existieren. Aber gerade die ewige Dunkelheit ist der Lebensraum der bizarrsten Tierarten. Die Raubfische der Tiefsee haben gewaltige Zähne und riesige Mäuler. Es schwimmt so selten Fressbares an ihnen vorbei, dass sie fähig sein müssen, Beute jeglicher Größe zu überwältigen. Um Energie zu sparen, stehen sie wie geduldige Mäusefallen reglos im Wasser und warten auf Beute. Mit empfindlichen Fühlern und ihrem Seitenlinienorgan registrieren sie die kleinste Bewegung in der Finsternis. Biolumineszenz ist die einzige Lichtquelle in der Tiefsee. Laternenfische besitzen eine Reihe von Leuchtorganen, die der Kommunikation dienen. Potenzielle Beutetiere bedienen sich der Biolumineszenz, um Angreifer in die Flucht zu schlagen, während Anglerfische mit ihren Leuchtorganen regelrecht Beute ködern. Die mittlere Tiefe des Ozeanbodens liegt bei etwa 4000 Metern. Die meisten Tiere, die in dieser kalten Finsternis, in der immenser Wasserdruck herrscht, existieren, sind Aasfresser. Ihr ausgezeichneter Geruchssinn führt Tausende Schleimaale zu den Fisch- oder Walkadavern, die ab und zu von der Wasseroberfläche zum Meeresboden sinken. Oft tauchen sogar riesige Eishaie an solchen Fressplätzen auf. Alles Leben in der Tiefsee ist völlig unabhängig vom Sonnenlicht. In mehreren Tausend Metern Tiefe ist Vulkanismus die Lebensgrundlage. Entlang von Vulkanketten hat sich eine ganze Tiergemeinschaft darauf spezialisiert, ihre Energie aus heißen Tiefseequellen zu gewinnen. Hier steht Schwefelwasserstoff am Beginn der Nahrungskette, in die sich Muscheln und Krebstiere ebenso reihen wie Fische und Kraken. Der renommierte Naturfilmer Alastair Fothergill war fünf Jahre unterwegs, um die Weltmeere filmisch zu dokumentieren. In acht Teilen enthüllt die dabei entstandene Reihe "Unser blauer Planet" die Geheimisse der Ozeane.

18:30 - 19:20, arte
Russlands wildes Meer

Das Ochotskische Meer am östlichsten Rand Russlands ist ein rauer Ort, an dem Stürme häufig tagelang das Meer aufwühlen und Tod und Verderben bringen. Im Winter herrschen am Nordrand des Meeres Temperaturen bis unter minus 40 Grad Celsius. Das Klima ist extrem, die Vegetation karg. Und doch sind zahlreiche Tierarten hier beheimatet, die sich den klimatischen Bedingungen über Jahrtausende angepasst haben. Darunter der Braunbär Kamtschatkas, der bis zu 600 Kilogramm wiegt und zu den größten Landraubtieren der Welt gehört. Er verbringt einen Großteil der langen Wintermonate in seiner Höhle. Noch bis vor wenigen Jahrzehnten wurden am Ochotskischen Meer Wale fast bis zur Ausrottung gejagt. Glücklicherweise sind diese Zeiten vorbei und die großen Meeressäuger kehren allmählich in die Gegend zurück. Insbesondere Buckelwale sind regelmäßig anzutreffen, aber auch Orcas. Bei der Nahrungssuche wenden beide Walarten völlig unterschiedliche, jedoch gleichermaßen erfolgreiche Jagdstrategien an. Vereinzelt leben auch Menschen am Ochotskischen Meer: Die Koryaken sind das indigene Volk dieser Region. Als Nomaden ziehen sie an der Seite von Rentieren durch die Tundra. Rentiere bieten den Koryaken Nahrung, Wärme und Transport. Dafür schützen die Menschen sie vor den Angriffen der Wölfe. Über Jahrtausende hat sich diese einzigartige Lebensgemeinschaft entwickelt. Der Winkelzahnmolch wiederum führt das Gegenteil eines Nomadenleben und hält die Stellung: Er verbringt die Wintermonate tiefgefroren im Eis und produziert zum Überleben sein eigenes Frostschutzmittel. Ein ständiger Wandel ist hier die einzige Konstante, alles Lebendige muss sich dem anpassen.
20:15 - 21:30, arte
Die Welt des Xi Jinping

Nie zuvor in der Geschichte war China so erfolgreich und verfolgte so ehrgeizige Ziele. Und nie zuvor hat China das weltpolitische Gleichgewicht so sehr durcheinandergebracht. Größtenteils verantwortlich dafür ist der Staatspräsident der Volksrepublik Xi Jinping. Als Schlüsselperson der chinesischen Politik lenkt er das kommunistische Land seit 2013 mit nüchternem Pragmatismus und Kalkül. Sein freundliches Auftreten darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Xi Jinping zu allem bereit ist, um den Auftrag seiner Kommunistischen Partei zu erfüllen: China bis 2049, dem 100. Geburtstag der Volksrepublik, zur führenden Wirtschafts- und Militärmacht zu machen – zum Wohle der Chinesen und der Menschheit. 2017 wurde Xi Jinping nach umfangreichen politischen Säuberungen vom Nationalen Volkskongress zum „Präsidenten auf Lebenszeit“ ernannt. Sein Schlachtruf ist der „chinesische Traum“, eine neue Ideologie mit nationalistischen Tönen. Wer nicht spurt, landet im Gefängnis und muss öffentlich Abbitte leisten. Dazu soll ein neues elektronisches Überwachungssystem künftig zwischen guten und schlechten Bürgern unterscheiden. Auf internationaler Bühne versucht Xi Jinping unter dem Deckmantel eines angeblich für alle Seiten vorteilhaften „Win-Win“ ein Gesellschaftsmodell zu etablieren, das für die westlichen Demokratien Grund zur Besorgnis gibt. Die Dokumentation über den rätselhaften Präsidenten Xi Jinping ist die erste ihrer Art. Ein Oberst der Volksbefreiungsarmee am Puls der Macht, ein Historiker aus Beijing, mehrere Regimekritiker, ein ehemaliger US-Botschafter in China und verschiedene Biografen versuchen, die kompromisslose Strategie des neuen starken Mannes zu entschlüsseln.
20:15 - 21:00, NDR
Die Reise der Schneeeulen - Ein Wintermärchen

Vielen Harry Potter Fans ist die Schneeeule "Hedwig" bestens bekannt. Sie überbringt in Potters Zauberwelt als Postbotin wichtige Botschaften. Doch in unserer realen Welt führt die Schneeeule ein geheimnisvolles Leben nördlich des Polarkreises. In ganz besonderen Jahren tauchen Schneeeulen sogar in Deutschland auf. So werden immer wieder Schneeeulen in Mitteleuropa gesichtet und gelten dann als ornithologische Sensation. Doch was treibt die hervorragend an die arktische Tundra angepassten Schneeeulen plötzlich in unsere Breiten? Schneeeulen und Lemminge bilden seit Jahrtausenden eine Schicksalsgemeinschaft. Etwa alle vier Jahre vermehren sich die Lemminge massenhaft. In dieser Zeit gibt es für die Schneeeulen genug Futter für die Jungenaufzucht. Die Eulen legen dann bis zu 11 Eier und können erfolgreich ihre Küken groß ziehen, denn zwei bis vier Lemminge verschlingt ein Küken täglich. Doch in den letzten Jahren scheinen in einigen Regionen der Tundra die zyklischen Massenvermehrungen auszubleiben. Was passiert mit Lemmingen und Schneeeulen? Wie sind die ökologischen Zusammenhänge? Und was passiert, wenn der Winter doch einmal viel zu früh kommt? Die Lösung ist, rechtzeitig in den Süden zu fliehen, wie es die meisten Zugvögel tun. Die Lemminge allerdings können nicht abwandern und müssen bei Temperaturen bis zu -40 Grad °C ausharren. Doch die Eulen können ihr Gebiet verlassen, eine abenteuerliche Reise beginnt. Der Film von Klaus Weißmann, Dietmar Nill und Brian McClatchy nimmt uns mit auf diese ungewöhnliche Reise der Schneeeulen. Dabei erlebt der Zuschauer, wie sich Tiere vom Norden bis in den Süden den unwirtlichen klimatischen Bedingungen des Winters anpassen, welche ökologischen Zwänge auf die Tierwelt lasten und welche phantastischen Strategien es gibt, die lebensbedrohliche Kälte draußen zu überleben. So erfährt der Zuschauer beispielsweise, weshalb Wasservögel trotz splitternackter Füße in eisiger Kälte nicht erfrieren und welche cleveren Strategien Tiere in der Wunderwelt des Winters anwenden, um zu überleben. Ein besonderer Film, der es schafft, mit traumhaften Bildern eine faszinierende Naturgeschichte zu erzählen, die sich nur alle paar Jahre in unseren Breiten ereignet. "Die Reise der Schneeeulen" wird so zum erlebnisreichen "Wintermärchen" für die ganze Familie!

20:15 - 21:45, RBB
Expedition Baikal - Mit dem Robur nach Sibirien

Mehr als 7000 Kilometer lagen vor dem rbb-Team, mit Abenteuerlust und Neugier ging es zu einem Sehnsuchtsort: zum Baikalsee! Das Reisefahrzeug: ein blauer Oldtimerbus, ostdeutsches Fabrikat der Marke Robur. "Expedition Baikal - Mit dem Robur nach Sibirien" ist ein vierteiliges Roadmovie entlang der Straßenverbindung zwischen dem Brandenburger Tor in Berlin und der "Perle Sibiriens", dem Baikalsee. Die Reisereportage lädt ein zum filmischen Erleben eines geografischen Zusammenhangs, über 7.000 Kilometer entlang einer Wegstrecke, die faszinierende Kulturen und grandiose Landschaften verbindet. Es ist eine Begegnung mit Menschen, die im Hier und Jetzt einer globalisierten Welt leben und zugleich mit ihren Traditionen, Sitten und Gebräuchen eine kulturelle und religiöse Vielfalt bewahren. "Expedition Baikal - Mit dem Robur nach Sibirien" folgt den Spuren von Faszination und Schrecken, die unser Bild von den Weiten dies- und jenseits des Urals ausmachen. Heute ziehen sich schwarze Asphaltbänder bis fast in den letzten Winkel Russlands, zumindest so rückt das Land näher heran an Europa. Und auf den Straßen bewegen sich nicht mehr Reiterheere oder Panzerdivisionen, sondern lange LKW-Schlangen, viele Gebrauchtwagen und immer mehr neugierige Reisende. Sie erfahren von einem Land im dauernden Umbruch und einer immer weitherzigen, einladenden und lebendigen Alltagskultur der Menschen am Wegesrand. Los geht es mitten in Berlin, das Team begibt sich auf die lange Reise nach Russland, zunächst geht es jedoch durch Polen, Litauen und Lettland. Drei Länder, die heute zur Europäischen Union gehören, über eine lange Zeit jedoch Teil des russischen Imperiums waren. Dieses Ost-West Spannungsfeld ist für die Menschen in dieser Region heute wieder besonders spürbar. Im westlichen Teil Russlands trifft das Team auf Bärenkinder, einen Wanderzirkus und einen "patriotischen" Parmesanhersteller. Und: Trotz einiger Reparaturen, der Robur hält durch!
21:40 - 22:40, arte
Der tausendköpfige Drache

Wie geht die Volksrepublik China vor, um die für das eigene Land als entwicklungs- und sicherheitsrelevant erachteten Daten zu erlangen? Der Film von François Reinhardt und Franck Renaud zeigt die grenzenlose Gier des Reichs der Mitte nach ausländischen Firmeninterna und die Machenschaften eines weltweiten Spionagenetzes, das einem „tausendköpfigen Drachen” ähnelt. Ebenso wie andere Großmächte verbirgt China kaum mehr seinem Absichten: Das 2006 von der Kommunistischen Partei angekündigte Konzept „Neuland” verfolgt etwa das Ziel, ausländisches Wissen einzuführen und es durch die Hinterlegung inländischer Patente in chinesisches Eigentum umzuwandeln. Diese Art von Technologie-„Transfer” ist nicht neu und hat in den vergangenen Jahren bereits einige namhafte Industrieunternehmen wie TGV und Airbus getroffen. Das Vorgehen war den europäischen Geheimdiensten und Außenministerien durchaus bekannt, doch Europas Interesse am gigantischen chinesischen Binnenmarkt verstellt den Politikern und Diplomaten oftmals den Blick. So bemächtigen sich die Chinesen weiterhin fleißig fremden geistigen Eigentums und breiten ihr Einflussnetz aus. Auch kontrolliert Peking schärfer denn je alle Exilchinesen, die für die Vorherrschaft der Partei gefährlich werden könnten. Millionen Beamte, aber auch über eine Milliarde andere Chinesen stehen im Dienste der gigantischen Maschinerie. Teilweise stellen sie sich aus Patriotismus freiwillig zu Verfügung, teilweise bleibt ihnen gar keine Wahl. Der Investigation auf vier Kontinenten – Europa, Asien, Amerika und Australien – liegt eine zehnjährige Recherche der Autoren zugrunde.
22:40 - 23:35, arte
Taiwan: Mit Heavy Metal ins Parlament

Seine Fans kennen ihn im schwarzen Bühnen-Outfit und mit wilder Bemalung im Gesicht. Seit 2016 müssen sie sich an ein neues Kostüm gewöhnen: Mit Anzug und Krawatte, die langen Haare zum diskreten Pferdeschwanz gebunden, sitzt Freddy Lim, der Leadsänger der Heavy-Metal-Band Chthonic nun als Abgeordneter der New Power Party in Taiwans Parlament. Lims Geschichte erzählt viel von der Desillusionierung, die die Jugendlichen in Taiwan in den vergangenen Jahren erfuhren und von ihrem politischen Aufbruch im Frühjahr 2014. Damals fanden sich Schüler und Studenten im Protest zur sogenannten Sonnenblumen-Bewegung zusammen. Sie sahen sich als Verlierer der Annäherung an China, als Verlierer einer Politik, deren Profite nur in die Taschen des Establishments gingen. Freddy Lims New Power Party ist ein Versuch, mit der 2014 aufgekommenen Energie die Politik zu retten. „Ich habe Angst“, sagt er, „dass all die Kraft sonst verpufft.“ Über ein Jahr lang begleitete der Filmemacher Marco Wilms Freddy Lim bei dessen Auftritten im Parlament und in der Öffentlichkeit, wo er für mehr Transparenz, Bürgerbeteiligung und soziale Gerechtigkeit sowie weniger Abhängigkeit von China eintrat. Er reiste mit ihm nach Washington, wo Lim unter Chinas heftigem Protest an der Vereidigung des neuen US-Präsidenten Donald Trump teilnahm, nach Dharamsala zu seinem Idol, dem Dalai Lama, und nach New York, wo Lim für die Aufnahme Taiwans in die Vereinten Nationen warb. „Taiwan: Mit Heavy Metal ins Parlament“ ist ein temporeicher Film über einen rebellischen Künstler, der sich zum Realpolitiker wandeln muss und sich nichts weniger vorgenommen hat, als das politische System in Taiwan grundlegend zu modernisieren.
23:35 - 00:35, arte
Hongkong - Aufstand der Demokraten

Im Herbst 2016 lösen vier frisch gewählte Abgeordnete der ehemaligen britischen Kolonie ein politisches Erdbeben aus, als sie sich weigern, den gesetzlich vorgeschriebenen Amtseid abzulegen. Yau Wai-ching, Sixtus Leung, Nathan Law und Eddie Chu sind nicht bereit, die Sonderverwaltungszone Hongkong als untrennbaren Bestandteil der Volksrepublik China anzuerkennen, was diese seit dem 1. Juli 1997 de facto ist. Die vier jungen Volksvertreter kommen aus der Schüler- und Studentenbewegung und sind neben Joshua Wong die bekanntesten Gesichter der sogenannten Regenschirm-Revolution. Nun fordern sie das Recht Hongkongs auf Selbstbestimmung ein und damit China heraus. Ihrer Meinung nach sollte Hongkong nicht von Peking, sondern von Hongkong aus geführt werden. 20 Jahre nach der Rückkehr Hongkongs ins chinesische Staatsgefüge und nach der Einführung des Prinzips „Ein Land, zwei Systeme“, das Hongkong noch bis 2046 vor der vollständigen und endgültigen Machtübernahme durch China schützt, ist Alain Lewkowicz nach Hongkong gereist. Er porträtiert diese Generation, die sich dem schrittweisen Verlust der individuellen Freiheiten und der Kultur Hongkongs entgegenstellt. Wer sind die jungen Volksvertreter und führenden Köpfe dieser Generation? Wofür setzen sie sich ein? Wen repräsentieren sie? Wie kämpfen sie und welches sind die Mittel ihrer demokratischen „Revolution“ in Asien? Alain Lewkowicz, Regisseur und Produzent bei France Culture, verfolgt die Entwicklungen in Hongkong bereits seit 20 Jahren.

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