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Montag, 10.12.2018
07:15 - 08:00, arte
Indiens jüngste Polizisten

Etwa 300 Kinder im indischen Bundesstaat Chhattisgarh melden sich mehrmals pro Woche nach der Schule zum Dienst bei den Polizeistationen in ihren Heimatorten. Die Jungen und Mädchen sind zwischen 5 und 17 Jahre alt, sie tragen Khaki-Uniformen wie ihre erwachsenen Polizei-Kollegen, und sie verrichten einfache Büroarbeiten wie kopieren oder Akten ordnen. Einmal im Monat erhalten die Kinder ihren Sold – 6.000 Rupien, umgerechnet etwa 80 Euro. Auf diese Weise wird den Hinterbliebenen von Polizisten ein Einkommen gesichert. Für die Kinder-Cops ist der Job allerdings auch eine Belastung – besonders für jene, die sich in der Schule schwertun. Sujit ist neun Jahre alt und einer der jüngsten der zehn Kinderpolizisten in der Polizeistation des Dorfes Bihlai. Sein Vater starb vor zwei Jahren an Malaria. Seitdem erscheint Sujit an mehreren Nachmittagen in der Woche zum Dienst. Er ist stolz auf seine Arbeit bei der Polizei, mit der er seine Mutter und drei ältere Brüder unterstützt – auch wenn er manchmal lieber mit seinen Freunden draußen Kricket spielen würde. Sujits Kollege Shivaji ist schon 17 Jahre alt und seit zwei Jahren Kinderpolizist. Die Jungs übernehmen kleine Botendienste, müssen beim Postversand helfen oder die bis zur Zimmerdecke reichenden Aktenstapel sortieren. Der Einsatz der Kinder soll auch gar nicht die Dienstkraft der verstorbenen Väter ersetzen. Vielmehr ist der Kinderpolizeidienst von Chhattisgarh eine Form der Waisenrente. Die 17-jährige Kanchen, die ebenfalls als Kinderpolizistin arbeitet, ist ehrgeizig. Sie strebt schon bald eine höhere Position bei der Polizei an, "um die Gräueltaten an Frauen in Indien zu bekämpfen". Auch der kleine Sujit möchte später auf jeden Fall ein "echter" Polizist werden, wie sein Vater. Doch viele Child Officers wollen keine Karriere bei der Polizei machen. So zieht es Shivaji eher in die freie Wirtschaft, er möchte einmal viel Geld verdienen. Doch dafür muss er zuerst die vielen Examen am Ende des Schuljahres bestehen.
08:00 - 08:45, arte
Eine Sommerreise am Polarkreis

Ville Haapasalo durchquert auf seiner 6.000 Kilometer langen Reise zur Beringstraße die Nordostpassage, den legendären Seeweg im Nordpolarmeer. Die Reise beginnt in Murmansk, der größten Hafenstadt am Arktischen Ozean. Ville trifft hier den Kapitän Alexander Barinow, der jahrzehntelang mit einem Atomeisbrecher den Arktischen Ozean überquerte. Das Museumsschiff Lenin, auf dem Kapitän Barinow lebt und arbeitet, war das erste nuklear angetriebene Überwasserschiff der Welt. Bei einer Stadtrundfahrt mit dem Geschäftsmann und Hobby-Biker Alexander Plaxunow entdeckt Ville die Freuden des Motorradfahrens. Danach erläutern Plaxunow und seine Freunde die neuen Perspektiven, die der Warentransport über den Arktischen Ozean eröffnet. Die Umweltaktivisten Tatiana und Ilja erzählen beim Graffiti-Sprühen ihre Sicht auf die Stadt Murmansk. Die jungen Russen erklären, dass es einige Zeit dauern könnte, bis die Veränderungen an diesem abgelegenen Ort im Norden Russlands spürbar sind. Am zweiten Tag lässt Ville Murmansk hinter sich und macht sich auf zum heiligen Land des Volks der Samen. Die Landschaft um den Ort Lowosero und den Seidosero-See ist atemberaubend schön. Der Same Wladimir Galkin erzählt die Geschichte seines Volks. Wie viele andere Urvölker wurden die Samen von ihrem Grund und Boden vertrieben und gezwungen, sich anderenorts niederzulassen. Wladimir sehnt sich nach den Zeiten, in denen man allein von der Jagd leben konnte. Er schlägt Ville vor, in der Rolle des Bären einem uralten Ritual beizuwohnen, bei dem die Seele des erlegten Raubtiers von den Jägern ins Jenseits begleitet wird. 
09:45 - 10:40, arte
Argentinien - Der Jaguar ist zurück

Jaguare, die größten Raubkatzen Südamerikas, waren schon immer beliebte Jagdobjekte. Die indigenen Völker der Region waren auf ihre Felle aus, die spanischen Eroberer ebenso, und die Viehzüchter sahen in ihnen eine Bedrohung für ihre Herden. Aber erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Lebensraum der Jaguare durch die Viehzüchter so stark eingeschränkt, dass sie als ausgerottet galten. Heute sollen die Katzen wieder angesiedelt werden. Fünf erwachsene Jaguare wurden dafür aus der Gefangenschaft in ein eigens gegründetes Aufzuchtzentrum auf den Esteros del Iberá, dem größten Feuchtgebiet Argentiniens, gebracht. Hier sollen sie für Nachwuchs sorgen, der dann ausgewildert werden soll. Das Problem ist, dass besonders die drei weiblichen Tiere Defizite haben, die eine Zucht erschweren: Tanja fehlt ein Hinterbein, das sie als Jungtier verloren hat. Isis ist so sehr an Menschen gewöhnt, dass sie Angst vor den eigenen Artgenossen hat. Und Tobuna ist mit 17 Jahren fast zu alt für die Zucht. Die Wissenschaftler haben damit die Qual der Wahl. Dennoch soll das Unternehmen unbedingt gelingen. Zwei Jahre und viel Geld waren nötig, um den Auslauf für die Jaguare zu bauen. Vier Areale von jeweils 1.200 Quadratmetern, zwei für die Mütter und ihre Nachkommen von anderthalb Hektar und ein riesiges Gebiet von 30 Hektar für die Phase vor der endgültigen Auswilderung. Für welches Tier werden sich die Experten um die Biologin Maite Rios Noya am Ende entscheiden? Und wird die Paarung klappen? Wenn ja, könnten in frühestens zwei Jahren wieder wilde Jaguare durch die Esteros del Iberá streifen.

10:40 - 11:30, arte
Sri Lanka, eine legendäre Eisenbahnstrecke

Als die britische Kolonialmacht ab Mitte des 19. Jahrhunderts die Bahnstrecke durch das Hochland von Sri Lanka errichtete, diente diese vorrangig dem Transport von Zimt, Pfeffer, Tee und Kaffee. Die Waren wurden von den hochgelegenen Plantagen in die Hauptstadt Colombo gebracht, von wo aus sie nach Europa verschifft wurden. Heute wird die Strecke hauptsächlich für den Passagierverkehr innerhalb der Insel genutzt. Unter den Reisenden sind auch Mitarbeiter der neu entstandenen Bio-Farmen, die ihre Waren auf dem Wochenmarkt von Colombo verkaufen wollen. Noch ist die Biobranche in der Testphase, doch sie boomt. Ohne die Diesellok, die sie sich über die Hänge windet, wäre der Transport allerdings undenkbar. Zu unwegsam das Gelände, zu steil und abschüssig die Strecke inmitten der bis zu 1.900 Meter hohen Berge. Deshalb darf auch nicht jeder Lokführer die anspruchsvolle Strecke fahren. Nur erfahrene Fahrer, die sich bereits auf anderen Strecken bewährt haben, kommen in die Auswahl. Einer von ihnen ist Rodrigo Piyarathne, der seit 26 Jahren andere Strecken befährt. Zusammen mit einem Kollegen begibt er sich nun auf eine Testfahrt, die ihn bis zur Endstation hoch in den Bergen, über die spektakuläre Spirale von Demodara und wieder zurück ins Tal bringt. Bewältigt Rodrigo diese Route, wird er sie zukünftig auch allein fahren dürfen.

11:10 - 11:55, B3
8000 Meilen bis Alaska

Im ersten Teil der zweiteiligen Reportage begleitet Klaus Scherer eine Hummerfischerin vor Maines Insel Monhegan, die sowohl der Abwanderung als auch dem rauen Wetter trotzt, und besucht Farmer im romantischen Vermont. Das Filmteam ist per Schiff, Hubschrauber und auch auf Schneeschuhen unterwegs und liefert eindrucksvolle Bilder von den Großlandschaften des Kontinents und von den Menschen, die dort oft sehr eigene Lebenswege gehen. Am Ende der ersten Reiseetappe trifft Klaus Scherer Rancher in North Dakota, die mit einem befreundeten Sioux die letzte Herde von Indianer-Pferden hüten. Grimme-Preisträger Scherer meint: "Selbst nach Jahren als USA-Berichterstatter faszinieren mich die Vielfalt und Schönheit der Natur und der aufreibende Alltag ihrer Bewohner immer wieder. Solche Reisen lehren uns: Man muss die Hauptstadt Washington verlassen, um das Land besser zu verstehen." Frostiges Ziel der Trans-Amerika-Reise wird die Doppelinsel Diomedes im Fadenkreuz von Datumsgrenze und Polarkreis sein, die teils in Alaska und teils in Russland liegt. "Aufregender war es nur im Hubschrauber unter den Niagarafällen", bilanziert Scherer, der im ersten Teil des Films an der Seite eines Rettungspiloten spektakulär die Felsenschlucht durchfliegt.

11:30 - 12:15, arte
Singvögel in Not

Es existieren mehr als 5.000 Singvogelarten auf unserer Erde, doch immer mehr Singvögel sind vom Aussterben bedroht. In den nächsten 50 Jahren wird ihr Bestand um die Hälfte dezimiert sein. In China ordnete Mao Tsetung 1957 an, den Spatz auszurotten. Jeder Haussperling sollte zum Wohle der Landwirtschaft getötet werden. Er ging davon aus, dass dies die Ernteerträge erheblich steigern würde. Doch unmittelbar danach wurde das Land von einer gewaltigen Insektenplage heimgesucht. Dieses Beispiel hat gezeigt, wie riskant es ist, wenn bestimmte Vogelarten aussterben: Das Ökosystem gerät aus dem Gleichgewicht, die Tier- und Pflanzenwelt verändert sich drastisch. Denn Vögel sorgen für die Ausbreitung von Samen, bestäuben die Pflanzen mit Pollen und halten die Insektenpopulationen im Gleichgewicht. Was ist die Ursache für den alarmierenden Rückgang der Singvögelbestände? In den Niederlanden untersucht ein Forscherteam aus Leiden die Auswirkungen der Lärmverschmutzung durch Städte und Autos auf den Weidenlaubsänger. Das Ergebnis ihrer Studien zeigt, dass das Fortpflanzungsverhalten der Vögel durch den Lärm erheblich beeinträchtigt wird. In Kanada, wo sich in den borealen Waldgebieten über sieben Milliarden Zugvögel einfinden, um sich fortzupflanzen, besteht ein ähnliches Problem. Ein Großteil der kanadischen Wälder, wichtiger Lebensraum etwa für den Kanadawaldsänger, wurde von der Rohöl- und Erdgasindustrie gerodet. Aufgrund des Lärms, der die Förderung der Rohstoffe mit sich bringt, können die Singvögel ihre Jungen nicht mehr aufziehen, da sie ihre Rufe schlicht nicht mehr hören. Der Rückgang der Sumpfschwalbe ist in Kanada ebenfalls zu beobachten. Ursache hierfür ist, dass aufgrund des Rapsanabaus großflächig Insektizide zum Einsatz kommen, so dass die Insektenfresser keine Nahrung mehr finden. In Costa Rica wiederum sind Entwaldung und Kaffeeanbau Ursachen für die Dezimierung der Singvögel. In der Osttürkei wirkt sich der Klimawandel auf die Singvögelpopulation aus. Aufgrund des Gletscherrückgangs trocknen die Feuchtgebiete aus. Der Lebensraum des Drosselrohrsängers ist akut bedroht. In der zweiteiligen Dokumentation kommen Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern zu Wort, die sich alle für den Erhalt des Lebensraums der Singvögel einsetzen, den ihnen der Mensch zunehmend streitig macht.

11:55 - 13:25, B3
Reisen in ferne Welten: Tansania

Der Kilimandscharo steht im Nordosten Tansanias nahe der Grenze zu Kenia. Er ist das höchste freistehende Bergmassiv der Erde und mit 5.893 Metern der höchste Gipfel Afrikas. Höhepunkt der "Reise in ferne Welten" ist die Besteigung des Kilimandscharo. Glück und Verzweiflung, Hochgefühl und Enttäuschung liegen im Urlaub selten so nah beieinander wie hier. Dreißigtausend Wanderer suchen jedes Jahr das Gipfelglück. Zehntausend kapitulieren allerdings vor den Strapazen und geben vorher auf. Entschädigung bietet die Natur rund um den Kilimandscharo. Hier liegen einige der schönsten afrikanischen Nationalparks mit atemberaubender Landschaft und einer überwältigenden Vielfalt an wilden Tieren. Das Filmteam begleitet einen Ranger, der sich Giraffen zu Fuß bis auf wenige Meter nähert, fliegt im Ballon über den Tarangire Nationalpark und beobachtet in der Serengeti Millionen von Gnus bei der Überquerung des Mara-Flusses. Big Migration heißt die weltweit größte Wanderung von Landsäugetieren - ein einzigartiges Naturereignis.

12:15- 13:00, RBB
Vom Winde verweht

Die Sahara Brasiliens ist eine einmalige Gegend, die man in den Tropen nicht erwartet. Sie liegt im Nordosten des Landes, direkt am Atlantik. Nach der Regenzeit sind hier die Dünentäler für einige Monate mit kristallklaren, azurblauen Lagunen versehen. Lencois Maranhenses - "Bettlaken von Maranhao" - heißt der Nationalpark. Denn die Region sieht aus der Luft betrachtet aus wie ein ausgeschütteltes Bettlaken. Der Nordostwind weht ständig und modelliert bis zu 40 Meter hohe, sichelförmige Dünen. Wie ein Meer aus Sand schlängeln sie sich bis zum Horizont. Und sie wandern. Manche bis zu 70 Meter im Jahr. Die Dünen verschlingen alles, was sich ihnen in den Weg stellt. Hin und wieder auch die Hütten der Einheimischen. Zwei Oasen gibt es in dieser einmaligen Landschaft. Rund 90 Menschen leben dort unter einfachsten Verhältnissen von dem, was die karge Natur hergibt. Vom Fischfang im Atlantik vor allem. Diesen erreichen sie allerdings erst nach einem anstrengenden Fußmarsch durch die Wüste.
12:15 - 12:50, arte
Re: Faire Weihnachten

Geschenkpapier, das Augen strahlen lässt, aber ohne Plastik, Metall und giftige Farben auskommt – und das nach der Bescherung nicht gleich Sondermüll wird, sondern komplett recycelt werden kann.Diese Idee hat der österreichische Druckexperte Gugler zusammen mit der Münchnerin Sarah Kessler entwickelt. Die junge Unternehmerin hat im Keller ihres Elternhauses – neben Beruf und Familie – das Start-Up „PlanetPaket“ gegründet. Die beiden Geschäftspartner verbindet eine gemeinsame Vision: Weihnachten ohne schlechtes Gewissen feiern zu können.Aus demselben Grund reist Michael Kraus jeden Herbst tausende Kilometer nach Georgien. Hier ist die Heimat des beliebtesten Weihnachtsbaumes der Deutschen: der Nordmanntanne. Mehr als 20 Millionen werden jedes Jahr verkauft. Ihre Samen werden tief im Kaukasus unter lebensgefährlichen Bedingungen geerntet. Ungesichert klettern die Männer in die 60 Meter hohen Wipfel, um die Zapfen zu pflücken, und das für einen kümmerlichen Lohn. Die dänische Firma „fair trees“ will die Arbeit der Zapfenpflücker in schwindelerregender Höhe endlich sicher machen: Sie hat Seile, Klettergurte und Helme im Gepäck und zahlt faire Löhne.Aus den georgischen Samen werden in Deutschland kleine Setzlinge gezogen, die auf Plantagen zu Weihnachtsbäumen heranwachsen. Dabei kommen für gewöhnlich gefährliche Pestizide zum Einsatz, die nicht nur der Umwelt schaden, sondern mit den Tannen auch den Weg in unsere Wohnzimmer finden. Günther Marx aus dem Spessart züchtet neuerdings Bio-Tannen. Noch liegt der Marktanteil für Öko-Bäume unter einem Prozent, doch der Pionier glaubt fest daran, dass künftig mehr Menschen fair und nachhaltig Weihnachten feiern wollen.

13:25 - 14:05, 3SAT
Die Deutsche Hanse - Eine heimliche Supermacht

Sie waren "Global Player" des Mittelalters: Deutsche Kaufleute und Abenteurer, die ein Handelsnetzwerk gründeten, das von Island über England und Flandern bis nach Russland reichte. Die zweiteilige Dokumentation "Die Deutsche Hanse - Eine heimliche Supermacht" erzählt vom Aufstieg eines weitgehend unbekannten und unterschätzten Wirtschaftsimperiums, das Europa prägte und in der europäischen Geschichte einzigartig ist. Für den Zweiteiler begleitet das Filmteam in Lübeck die bislang größte archäologische Grabung zur Hanse. Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen geben den neuesten Stand zu einem einzigartigen Phänomen des Mittelalters wieder, das seiner Zeit in vielen Bereichen weit voraus war und damit die Grundlagen für unser heutiges Europa bereitete.

14:05 - 14:50, 3SAT
Die Deutsche Hanse - Eine heimliche Supermacht

Ende des 14. Jahrhunderts haben die Koggen des mittelalterlichen Handelsbundes ein Weltreich erobert. Das Bündnis von freien Kaufleuten und Städten wird zu einer ökonomischen Supermacht. Teil zwei erzählt die wechselvolle Geschichte des Kaufmanns Hildebrand Veckinchusen und blickt auf das Handelsimperium an seinem Wendepunkt - bedroht von Piraten, ausländischen Konkurrenten und der wachsenden Maßlosigkeit der Hansekaufleute. Die Handelsverbindungen reichen von Russland bis Spanien, von Venedig bis nach Island. Dann wollen immer mehr Menschen am Reichtum der Hanse teilhaben. Die Handwerkerzünfte rebellieren gegen die reichen Kaufleute, und auf den Meeren treiben Piraten ihr Unwesen. Die Kaufleute, darunter der junge Hildebrand Veckinchusen, müssen etwas unternehmen. Es geht um den Erhalt von Macht und Geld - und Veckinchusen ist ein Mann, der mit Leidenschaft spekuliert und schließlich für das Geschäft seines Lebens alles auf eine Karte setzt.

14:50 - 15:35, 3SAT
Kampf um die Ostsee

Seit Jahren fahnden die Männer von der "AG Wrackforschung" in den Gewässern der Kieler Bucht nach dem verschollenen Großsegler "Hedvig Sophia" der dort vor über 300 Jahren auf Grund lief. Im Frühjahr 2008 stieß ein Reviertaucher nur wenige Seemeilen von der Schleswig-Holsteinschen Küste entfernt auf einen über 20 Meter langen Hügel. Vor Ort machen die Archäologen einen überraschenden Fund. Endlich können die Forscher den Fall zu den Akten legen.
15:25 - 15:50, ARD alpha
Schneckenkönig gesucht

Schnecken sind faszinierende Lebewesen: die Weichtiere tragen den Kopf am Fuß, die Augen am Stiel und die inneren Organe in einem Mantelsack. Außerdem sind sie Zwitter und besitzen sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsorgane. Bei der Paarung kommt ihr Liebespfeil zum Einsatz. Doch leider findet nicht jede Schnecke einen geeigneten Partner... hier kommt Anna ins Spiel. Die Tierreporterin hat heute einen besonders schwierigen Auftrag zu erledigen: sie hat vom Schicksal der Gefleckten Weinbergschnecke Jeremy gehört. Jeremy ist ein sogenannter Schneckenkönig - während die allermeisten Schnecken ein rechtsgedrehtes Gehäuse haben, "schaut" es bei den Schneckenkönigen nach links. Das Problem: diese Schnecken können sich nur mit anderen Schneckenkönigen vermehren. Aber weil sie so selten sind, hat Jeremy eben Mühe, einen Partner zu finden. Auf dem Spitzberg in Tübingen macht sich Anna und Schneckenforscher Christoph auf die Suche nach einem Schneckenkönig für Jeremy. Dabei stoßen sie auf zahlreiche Weinbergschnecken, untersuchen ihr Gehäuse aus Kalk und beobachten ihre Fußsohle und die Raspelzunge. Anna veranstaltet ein Schneckenwettrennen und bekommt eine schleimige Nacktschnecke zwischen die Finger. Und vielleicht findet die Reporterin ja am Ende eine passende Schnecke für Jeremy.

15:35 - 16:20, 3SAT
Die Schatzinsel des Robinson Crusoe

Der Roman "Robinson Crusoe" ist weltbekannt. Wahrscheinlich inspirierte den Autor Daniel Defoe das Schicksal des englischen Seemanns Alexander Selkirk. Selkirk wurde im Jahr 1704 wegen Meuterei auf der Insel Más a Tierra im Südpazifik ausgesetzt. Die strategische Bedeutung des 700 Kilometer vor der chilenischen Küste gelegenen Archipels für das spanische Weltreich war immens. Englische Freibeuter versuchten von dort aus, die Vorherrschaft der Spanier vor den Küsten Südamerikas zu brechen, indem sie spanische Gold-Galeonen auf ihrem Weg nach Panama kaperten. Ein verschollener, legendärer Piratenschatz soll auf der kleinen Insel verborgen sein. Der amerikanische Geschäftsmann Bernhard Keiser entdeckte 1970 eine Schatzkarte, suchte aber jahrelang erfolglos. Ein Tsunami zerstörte 2010 die Küsten der Inselgruppe. Daraufhin machte sich eine Gruppe von Wissenschaftlern auf den Weg, um neue Erkenntnisse über die Geschichte der Insel zu erlangen. Professor Dr. Hans-Rudolf Bork, Direktor des Ökologie-Zentrums der Universität Kiel, und Dr. rer. nat. Andreas Mieth, ebenfalls vom Ökologie-Zentrum der Uni Kiel, kennen die Hauptinsel, die heute auch "Robinson-Insel" genannt wird, bereits von früheren Expeditionen. Der Marine-Historiker Andrew Lambert aus London ist Experte für die Zeit der englischen Piraten. "Terra X" begleitet die Expedition der Forscher, denen aufsehenerregende Entdeckungen gelangen. So konnten sie den bis dahin unbekannten Lagerplatz des wahren Robinson, Alexander Selkirk, identifizieren. Und sie fanden Steingräber, deren Lage und Anordnung Fragen aufwerfen: Stehen diese Gräber in einem Zusammenhang mit dem vermuteten Versteck des Schatzes?
15:50 - 16:45, arte
Expedition Sternenhimmel

Mit John Goldsmith reist die Dokumentationsreihe tief ins westaustralische Outback – zu sternenklaren Nächten und epischen Landschaften. Die Aufnahmen des Fotografen zeigen den Himmel der Südhalbkugel auf spektakuläre Weise: Stunden vergehen wie im Fluge, der aufgehende Vollmond scheint hell wie die Sonne, die Milchstraße bewegt sich als leuchtendes Band über der Landschaft.Von seiner Heimatstadt Perth aus geht es im Geländewagen zunächst zum Salzsee Lake Ballard. John interessiert sich auch für die Mythen der australischen Aborigines – und ihre Sicht auf den Sternenhimmel. Auf seiner Reise will er mehr erfahren über ihre Sternzeichen. Am Salzsee trifft John zwei Aborigine-Frauen aus der Gegend, die ihm am Lagerfeuer die Legende von den „Sieben Schwestern“ erzählen.Auf dem zweiten Teil seiner Reise wird er vom Fotografen Scott Murray begleitet. Die beiden fahren von der Küstenstadt Broome aus zum Wolfe Creek Crater, einem der größten Meteoritenkrater der Welt. Auf dem Weg dorthin machen sie Bilder von „Himmels-Emu“, einem Aborigine-Sternzeichen, das sich in den dunklen Stellen der Milchstraße versteckt und nur zu sehen ist, wenn der Himmel tiefschwarz ist.Am Wolfe-Creek-Crater möchte John erstmals einen Sternschnuppen-Schauer im Timelapse ablichten. Ein schwieriges Unterfangen, das ihm bisher noch nie gelungen ist. Doch das Wetter macht ihnen Probleme: Gewitter und Regengüsse versperren ihren Weg. Am Ende chartern sie einen Hubschrauber, um den Krater doch noch rechtzeitig zu erreichen.

16:20 - 17:00, 3SAT
Freibeuter der Meere

Die Freibeuter der Meere: "Terra X" erzählt von muslimischen Piraten, die vor Europas Küsten unzählige Weiße in die Sklaverei verschleppen: die berüchtigten Korsaren. Diese Seefahrer aus Algier, Tunis und Tripolis sind bis ins 19. Jahrhundert unterwegs. Ihr Auftrag: Schutzgelderpressung. Bei Widerstand: Verschleppung und Sklaverei. Hark Olufs aus Amrum fiel 1720 in die Hände der Korsaren und lernte ihr Imperium kennen. Anhand von Olufs Aufzeichnungen erzählt der Film ein unglaubliches Abenteuer. Um zu überleben, wird er Muslim, macht als Haussklave Karriere und bringt es schließlich zum Oberbefehlshaber der Flotte des Bey von Constantine. Ein Ausnahmeschicksal - denn die meisten der entführten Europäer verschwanden auf den Sklavenmärkten Nordafrikas, wenn sie nicht von ihren Verwandten freigekauft werden konnten. Sie waren das "Weiße Gold" - man schätzt, dass zwischen 1500 und 1800 über eine Million weißer Kinder, Frauen und Männer in den muslimischen Stadtstaaten versklavt wurden. Dieser Menschenhandel war in den Augen der Muslime nichts Anrüchiges - er war eine legitime Form des Heiligen Krieges gegen "Ungläubige" und folgte klar formulierten Gesetzen und finanziellen Anreizen. Die USA geboten 1805 den Korsaren Einhalt. Ihre Forderung: Freiheit des Seehandels, Ende von Schutzgeld und Sklaverei. "Terra X" zeigt, wie die USA für den Kampf gegen die Korsaren ihre erste Hochseeflotte bauten, die vor den Mittelmeerküsten die Korsaren aufrieb. Das war der erste außenpolitische Triumph der USA - und der Beginn des heute so gefährlichen Antagonismus zur muslimischen Welt. Die Geschichte der Korsaren - oder der Barbaresken, wie sie auch genannt werden - durchzieht die Geschichte des christlichen Europa über Jahrhunderte. Bedeutende Schlachten wurden geschlagen (Lepanto), und immer neue Feindbilder entstanden. Und dennoch wissen wir erst wenig über Korsaren und ihre Staaten in Nordafrika.

17:00 - 17:45, 3SAT
Freibeuter der Meere

Dieser Teil der "Terra X"-Reihe "Freibeuter der Meere" erzählt die grandiose Geschichte von Sir Francis Drake – und wie seine Raubzüge zur Grundlage des British Empire wurden. Ein Pirat dreht am Rad der Geschichte: Francis Drake. Er rettet Königin Elisabeth vor dem Bankrott, schwächt die spanische Seemacht, macht den Weg frei für die Kolonien. Drake steht am Anfang unseres Turbokapitalismus – effizient und erfolgreich. Dabei kam Francis Drake aus ärmlichsten Verhältnissen. "Terra X" erzählt die unglaubliche Biografie dieses Piraten, der schon als Kind lernte, wie man überlebt. Als Kind einer protestantischen Familie, als Kind von "Ketzern", ist er immer auf der Hut vor den Häschern der katholischen Königin Mary Tudor. Erst unter Königin Elisabeth genießt er Sicherheit. Ein Glück: Er kann lesen und schreiben. Auf dem Schiff seines Onkels lernt er das Seefahrerhandwerk. Bald macht er sich selbstständig - und seine Klugheit, sein Mut und seine Weitsicht bringen ihm nicht nur die absolute Treue seiner Leute, sondern auch die Gönnerschaft der Königin ein. Elisabeth I. braucht ihn für ihre Pläne: die Schwächung der Großmacht Spanien. "Terra X" analysiert, wie Drake ans Werk geht, wie er den Spaniern die Schätze abjagt und mit einer Weltumsegelung die englische Staatskasse saniert. Die Autoren besuchen Drakes Schloss bei Plymouth, sprechen mit britischen und amerikanischen Drake-Spezialisten, die ihn als einen typischen Vertreter der Neuzeit, ja der Moderne sehen: ein rationaler Geistesmensch, der die überkommenen Machtstrukturen des 16. Jahrhunderts kurzerhand für erledigt erklärte und die Welt nach seinen Vorstellungen ordnete. Ein echter Freibeuter eben am Beginn eines neuen Zeitalters: der Zeit des Kolonialismus und des Kapitalismus.
17:40 - 18:35, arte
Kolumbien - DC 3 Oldtimer versorgen den Regenwald

Die Douglas DC-3 ist einer der berühmtesten Flugzeugtypen der Luftfahrtgeschichte: Nicht nur wegen ihres Einsatzes als „Rosinenbomber“ während der Berlin-Blockade 1948/49, sondern weltweit gilt die DC-3, gebaut von 1935 bis 1946, als Klassiker. Noch heute sind einige dieser Maschinen in Kolumbien im Linienverkehr im Einsatz. Für den Piloten Joaquin Sanclemente ist die DC-3 die sicherste und beste Maschine, die je gebaut wurde. Joaquin Sanclemente schwört auf die DC-3, obwohl auch in Kolumbien Dutzende Piloten bei Abstürzen ihr Leben gelassen haben. „Das waren menschliche Fehler, die Technik der DC-3 funktioniert einwandfrei“, ist der Veteran der DC-3 überzeugt. Sanclemente fliegt von der kolumbianischen Stadt Villavicencio aus seit Jahren zu entlegenen Siedlungen im Amazonas-Regenwald sowie an die Grenze zu Venezuela, an die Flüsse Rio Negro und Orinoco. Ohne die DC-3-Flüge müssten viele Siedlungen aufgegeben werden. Die Maschinen dienen in den entlegenen Gebieten als Passagier- und Frachtflugzeuge zugleich. Die DC-3 ist bestens geeignet für den Einsatz in der Region: Die Maschine kann voll beladen auf kürzesten und nicht asphaltierten Erd- und Schlammpisten starten und landen. Darum stehen die Oldtimer in Kolumbien nicht im Museum, sondern werden noch aktiv genutzt. Derzeit sind noch – je nach Reparaturbedarf – rund acht DC-3-Maschinen auf dem Vanguardia-Flughafen in Villavicencio stationiert und im Einsatz, so viele wie nirgendwo sonst. Die DC-3 ist bis heute das am meisten gebaute Flugzeug in der Geschichte der Luftfahrt. Allein von 1941, nach dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg, bis 1945 wurden mehr als zehntausend DC-3 in militärischen Versionen produziert: bis auf wenige Änderungen, beispielsweise eine größere Frachtluke, waren es DC-3-Maschinen, wurden aber unter den Namen C-47 und R4D bei der US-Marine oder Dakota bei der britischen Royal Air Force bekannt.

17:45 - 18:30, 3SAT
Freibeuter der Meere

Die Freibeuter der Meere! Die Dokumentation rekonstruiert die dramatische Fahrt der "Wolf", einem Kaperfahrer der deutschen Marine im Ersten Weltkrieg. Die "Wolf" war im Auftrag des deutschen Kaisers unterwegs. Perfekt als Handelsschiff getarnt, fuhr das Kriegsschiff in den beiden letzten Kriegsjahren bis nach Australien und Papua-Neuguinea. Der Auftrag: kapern, versenken, zerstören, um die Nachschublinien zu stören. Man nannte Fregattenkapitän Karl-August Nerger und seine Besatzung "Piraten des Kaisers", weil sie wie Piraten aus alten Zeiten agierten. Sie wechselten die Beflaggung je nach Bedarf. Sie konnten nicht riskieren, einen Hafen anzulaufen. Sie konnten nur überleben, indem sie fremde Schiffe enterten, plünderten und versenkten. Und sie waren erfolgreich - über 40 Kaperungen gehen auf ihr Konto. Das Dokudrama erzählt 451 Tage an Bord der "Wolf" - vom November 1916, dem Auslaufen aus Kiel, bis zur Rückkehr im Februar 1918. Dabei wird das Schicksal dieses "Himmelfahrtskommandos" aus der Sicht des Kapitäns Nerger und des Matrosen Theodor Plievier erzählt, dem späteren Friedenskämpfer und Bestsellerautor. Authentisches Filmmaterial von der "Wolf" ergänzt die opulenten Inszenierungen um den Schauspieler Oliver Mommsen, und Uwe Nerger, ein Enkel des Kapitäns, zeigt wertvolle Erinnerungsstücke aus dem Nachlass seines Großvaters. Denn die "Wolf" war mehr als ein Militärschiff im grausamen Krieg. Sie war eine Schicksalsgemeinschaft aus Proletariern und feinen Offizieren, aus Kaisertreuen und aus Kommunisten, aus Deutschen und 600 britisch-australischen Geiseln an Bord. Ihre Fahrt in die Südsee und sichere Rückkehr ist der Trip in eine Epochenwende aus der Kaiserzeit in die Republik: Die Fahrt der "Wolf" gibt in dieser Dokumentation Einblick in die Welt der letzten Kaperfahrer.
18:35 - 19:20, arte
Die Karibik

Die türkisblauen Wasser der Karibik stellen ein vielfältiges Ökosystem dar. Bizarre Korallen und verschlungene Mangroven stehen in geheimnisvoller Verbindung mit den bunten Rifffischen und den großen Räubern. Doch seit der Mensch immer gnadenloser in diese einzigartige Welt vordringt, gerät das Gleichgewicht unter Wasser aus den Fugen. Die Jäger, wie Haie, Zackenbarsche, Barrakudas (Foto) oder die majestätischen Segelfische werden selbst gejagt. Das wäre an sich noch kein Problem. Doch der boomende Tourismus, Umweltverschmutzung und ausländische Hightech-Fangflotten lassen den Herrschern unter Wasser, den „Jägern“, kaum eine Chance. Zudem drohen globale Veränderungen: Planktonfressende Kleinfischschwärme wie Sardinen bleiben plötzlich aus, weil die Wetterphänomene „El Nino“ und seine kleine Schwester „La Nina“, die Vorboten einer vom Menschen beschleunigten Klimaveränderung, ganze Strömungen durcheinanderwirbeln. Auch die sensiblen Korallen, die „Wälder der Meere“, sterben. Und mit ihnen verschwinden die bunten Kleinfische und andere bizarre Riffbewohner. Die Raubfische finden kaum noch genug Nahrung. Und eines ist klar: Das Verschwinden der Jäger ist ein eindeutiges Zeichen, dass der Rhythmus des Lebens hier aus dem Takt gerät. Doch es gibt noch Hoffnung: Überall kämpfen Wissenschaftler für die großen Jäger. Sie forschen nicht nur, sie schmieden auch Allianzen, um Schutzgebiete und Schonzeiten durchzusetzen.

20:15 - 21:00, ARD
Geheimnisvolles Mittelmeer

Schroffe Felsen, blaues Meer und idyllische Sandstrände, so kennt man das Mittelmeer. Doch dieser ruhige und beschauliche Eindruck täuscht. Das Mittelmeer befindet sich in ständigem Wandel. Noch heute bewegen sich die afrikanische und die eurasische Kontinentalplatte aufeinander zu. Kräfte von gigantischem Ausmaß erschufen im Mittelmeerraum einige der aktivsten Vulkane der Erde! Tiere, die in diesen Extremen überleben wollen, müssen einen Weg finden, den tödlichen Gefahren zu entkommen. Der Oktopus ist eines dieser Tiere. Er weiß von Vulkanausbrüchen lange bevor sie stattfinden. Aber wie macht er das? Die geologischen Kräfte der Plattendrift warfen nicht nur Gebirge wie die Alpen auf, sie schufen auch gewaltige Tiefseegräben im Mittelmeer. Dort unten leben Tiere, die nahezu unbekannt sind: Tiefseehaie und Kalmare. Letztere sind die Beute des größten Raubtieres der Erde, dem Pottwal. Eine kleine Population dieser Zahnwale lebt in den Tiefseegräben und hat dort tief unten eine Heimat im Mittelmeer gefunden. Ungeachtet der geologischen Prozesse zwischen Europa und Afrika, könnten die beiden Kontinente kaum unterschiedlicher sein. Europas Küstenregion ist geprägt von Bergen und verschiedenen Vegetationszonen, während an der afrikanischen Küste verschiedene Wüstenformen überwiegen. Welche Tiere leben an den Mittelmeerküsten Afrikas? Ein Wüstenfuchs-Weibchen meistert die Aufzucht ihrer Jungen in einer der erbarmungslosesten Küstenregionen der Sahara. Zwischen Wüsten und Vulkanen sind die Herausforderungen für die Tiere enorm. Während der langen Drehzeit ist es dem Team um Tierfilmer Thomas Behrend gelungen, in seltenen Aufnahmen zu zeigen, wie die Tiere das Leben in diesen Extremen meistern.

20:15 - 22:00, 3SAT
Schlösser und Burgen der Schweiz

Die vierteilige Reihe stellt bekannte Schweizer Schlösser und Burgen sowie deren Besitzer vor und zeigt atemberaubende Drohnenaufnahmen und Landschaftsbilder dieser besonderen Orte. Dabei blickt der Film auch hinter die sonst verschlossenen Mauern und Tore dieser Gebäude und zeigt, mit welchen Problemen die Besitzer zu kämpfen haben. Denn die Instandhaltung und der Betrieb der oft denkmalgeschützten Bauwerke kostet ein Vermögen. Ohne jemals eine Monarchie gehabt zu haben, kann die Schweiz mit einer stattlichen Anzahl von Schlössern, Herrschaftshäusern und Landsitzen aufwarten. Diese wurden früher von der Oberschicht erbaut und bewohnt. Im Gegensatz zu den prunkvollen Renaissance- und Rokoko-Schlössern Europas fallen die typischen Schweizer Schlösser meist durch ihre schlichte Eleganz auf. Sie wurden nicht von Monarchen erbaut, sondern entstanden oft aus dem Umbau einer Burganlage in sogenannte Landvogteischlösser oder gingen in den Privatbesitz von Patrizierfamilien über. Ihrer großen Anziehungskraft tut dies jedoch keinen Abbruch. Eingebettet in eine malerische Umgebung mit wunderschönen Gärten und Parkanlagen sind sie magische Stätten, deren Gemäuer die spannende Geschichte Europas erzählen.

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