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Samstag, 01.12.2018
03:05 - 03:50, arte
Die stolzen Reiter von Lesotho

Lesotho, auch "Dach Afrikas" genannt, ist der höchstgelegene Staat des Kontinents. Das Land von der Größe Belgiens liegt auf einer Höhe zwischen 1.400 und rund 3.500 Metern und ist vollständig von Südafrika umschlossen. Die Bauern in den oft nur zu Fuß oder per Pferd erreichbaren Bergregionen leben von der Zucht von Schafen und Mohairziegen sowie vom Ackerbau. Seit Generationen sind die Menschen in den Bergen Lesothos Selbstversorger. Sie ernähren sich von dem, was sie ernten. Und wenn es im Frühjahr genügend regnet, führen sie ein gutes Leben. Circa 30 Familien wohnen im Dorf Ha Lesala, der Heimat von Tello Masotsa. Drei Jahre lang besuchte er eine Berufsschule für Tourismus und Management in der Stadt und hat dort seine Frau Malorato kennengelernt. Vor sechs Monaten ist das Paar mit dem kleinen Sohn Keketso in Tellos Heimatdorf zurückgekehrt. Dort gibt es weder Strom noch Straßen. Tello versucht, neben Viehzucht und Ackerbau neue Geschäftsideen umzusetzen. Unter anderem plant er, als Tourguide für Touristen zu arbeiten. Seine Frau kann sich an das einfache, aber arbeitsreiche Leben nicht so recht gewöhnen. Sie vermisst das Leben in der Stadt. Das Hüten der Schafe hat Tello an zwei Neffen delegiert. "Zurzeit ist es hart für die Tiere. Es gibt kaum noch Gras hier oben", erzählt er. "Aber die größte Gefahr sind die Viehdiebe. Sie kommen nachts, wenn die Schäfer hier oben alleine sind. Als mein Vater noch die Herde hütete, gab es auch schon Viehdiebe, aber die stahlen gerade mal ein Schaf, das sie hinterher verspeisten. Heute klauen sie die ganze Herde." Seit Jahrhunderten sind die Menschen in dieser Bergregion Lesothos auf ihre Pferde angewiesen, um größere Entfernungen zu überwinden. Aufrecht und stolz auf ihren Pferden sitzend hüten die Hirten ihre Herden. Im Spätherbst wird ein großes Pferderennen veranstaltet, das für viele Menschen der Region das wichtigste Ereignis des Jahres ist.
05:30 - 05:55, ARD
Wie sieht die Welt im Weltraum aus?

Ferne Galaxien, unendliche Weiten, fremde Welten - diesmal begibt sich Willi auf eine Reise durch das Weltall. Natürlich nicht wirklich, aber er trifft Menschen, die sich im Weltraum auskennen. Los geht's mit dem Raumfahrt-Experten Matthias Raif von der Technischen Universität in Garching bei München. Matthias hat ein Modell der Ariane-5-Rakete mitgebracht: Willi zählt den Countdown, und - wusch - zischt die Mini-Rakete dem Himmel entgegen. Die Triebwerke der echten Ariane 5 erzeugen beim Start soviel Energie wie mehrere Kraftwerke zusammen! Willis Weltall-Reise geht weiter zur Landessternwarte in Tautenburg bei Jena. Dort trifft er den Sternenforscher Eike Günther, einen Experten in Sachen Himmelskörper. Um die richtig gut beobachten zu können, braucht man hervorragende Hilfsmittel: Eike steht das größte Spiegelteleskop Deutschlands zur Verfügung. Schön, dass gerade der Mond aufgeht und Willi einen Blick durch das riesige Fernrohr werfen darf: Wow, sind das gigantische Krater! Neil Armstrong war der erste Mensch, der den Mond betrat. Auf den roten Planeten Mars haben Menschen allerdings noch nie einen Fuß gesetzt. Aber das könnte sich ändern. Wissenschaftler sind deshalb dabei, den Mars ganz genau zu erforschen. Wie es dort ausschaut, erfährt Willi vom Mars-Experten Jörg Fischer von der europäischen Weltraumagentur ESA. Die beiden treffen sich im Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim, wo Jörg dem Reporter einen Mars-Rover zeigt: ein Fahrzeug, das mit einer Spezial-Kamera Bilder von der Oberfläche macht und per Satellit zur Erde funkt. "Willi an Mars, Willi an Mars". Ob es Marsmännchen gibt, die Willis Botschaft hören?

06:30 - 07:20, arte
Venedig, Stadt der Sehnsucht

Keine andere Stadt der Welt hat so viele Träume, Sehnsüchte, Fantasien und auch Tränen hervorgebracht wie Venedig. Im 18. Jahrhundert erfuhr die Stadt eine kulturelle Blütezeit, die ihren Ruf bis heute prägen sollte. Komponisten, Maler, Dramatiker und viele illustre Persönlichkeiten strömten in die Stadt. Im Gassenlabyrinth des heutigen Venedigs erinnert vieles an die glamouröse Vergangenheit der Stadt, an diese kulturelle Glanzzeit des 18. Jahrhunderts, die ihren schmerzhaften Untergang schon im Keim in sich trug. Vivaldi, Tiepolo Vater und Sohn, Canaletto, Longhi, Guardi, Goldoni und Casanova – sie alle berauschten sich an ihrem freiheitlichen Duft und stürzten sich in einen trunkenen Wirbel aus Sünde und Ausschweifung. Jeder von ihnen prägte die Stadt auf seine Weise. Doch die Monate währenden Feste und der morbide Prunk des Karnevals waren die Vorboten eines schmerzhaften Erwachens: 1797 wurde Venedig von Napoleon unterworfen und an Österreich verkauft. Hiermit ging eines der glanzvollsten Kapitel der venezianischen Geschichte zu Ende.

07:10 - 07:35, ARD
Willkommen in der Gürteltierwelt

Was in Brasilien aussieht wie ein Maulwurfhügel, ist der Bau eines Tatus, wie die gepanzerten Gürteltiere in der Landessprache heißen. Tatsächlich haben die Säugetiere kein Fell, sondern Ringe aus Knochenplatten, die wie Gürtel aussehen. Bei Gefahr können sie sich wie ein Igel zusammenrollen und sind so sicher, z.B. vor einem Puma. Gürteltiere gehören zu den sogenannten Nebengelenktieren. In Mittel- und Südamerika gibt es 20 verschiedene Arten, elf davon alleine in Brasilien. Die meisten sind nachtaktiv, weil sie es gerne kühl mögen. Doch das tagaktive Sechsbinden-Gürteltier lässt sich hin und wieder blicken. Anna besucht mit Tierforscherin Lydia die einzigartige Gürteltierwelt. Die Mondlandschaft ist von hunderten Erdhügeln bedeckt. Doch wo sind die Gürteltiere? Die Reporterin hält Ausschau nach Erde, die in die Luft fliegt. Dort gräbt sich gerade ein Tatu in den Boden - ein lustiges Schauspiel. Aber Vorsicht: Die Tiere sehen und hören zwar nicht gut, haben jedoch einen sehr guten Riecher. Bei Gefahr verschwinden sie sofort in ihrem Bau. Für Anna heißt es also: ganz leise staunen!

07:20 - 08:15, arte
Ein Tsunami auf dem Genfer See

Im 6. Jahrhundert verursachte ein Bergsturz in einem Ort namens Tauredunum am östlichen Ende des Genfer Sees eine Flutwelle, die so riesig war, dass sie über die Genfer Stadtmauern schwappte und die ganze Stadt überflutete – so liest man es in einem damaligen Bericht des Bischofs von Tours, der im 19. Jahrhundert die Aufmerksamkeit von Geologen und Archäologen erregte. Die Forscher recherchierten jahrzehntelang ergebnislos. Die Geschichte geriet schon fast in Vergessenheit, als 2010 zwei Forscherinnen der Genfer Universität zufällig auf ungewöhnliche Sedimentverschiebungen auf dem Seeboden stießen. Die einzig mögliche Erklärung für dieses Phänomen: der Tsunami aus dem Jahr 563. In der Dokumentation geben Regisseur Laurent Graenicher und Fachjournalist Pierre-Yves Frei den Menschen das Wort, die sich mit dem historischen Naturereignis befassen: Historiker, Archäologen, Geologen und Physiker rekonstruieren, wie es zu der verheerenden Katastrophe kommen konnte. Tsunamis sind riesige Flutwellen von großer Zerstörungskraft. Sie kommen nicht nur an Küsten, sondern auch auf Binnengewässern vor; insbesondere an Bergseen. Anders gesagt: Das Tauredunum-Ereignis beeindruckt zwar durch sein Ausmaß, ist aber durchaus kein Einzelfall. Schwer zu glauben, dass sich die scheinbar friedlichen Wasserflächen, die heute oft als Naherholungsgebote dienen, unverhofft erheben könnten. Die wissenschaftlichen Ergebnisse jedenfalls sind handfest: Was gestern geschah, kann morgen wieder passieren.
07:35 - 07:50, ARD
Anna und die Haustiere

Anna beobachtet eine ganz besondere Zusammenführung: Uwe und Iris haben eine neue Partnerin für Gizmo, ihren grünen Leguan, gefunden: Peach, ein 16 Jahre altes Leguan-Weibchen. Ob sich die beiden anfreunden werden? Leguane brauchen zwar einen Partner, doch auf Fremde reagieren sie trotzdem erst mal aggressiv. Deshalb wird Peach vor dem Terrarium auf einen Ast gesetzt. So können sie und Gizmo sich erstmal in aller Ruhe durch die Scheibe beobachten. Ausgewachsene Leguane sind gut 1,50 Meter lang - da staunt Anna. Entsprechend viel Platz brauchen die Tiere: Bei Uwe und Iris nimmt das Terrarium fast das ganze Zimmer ein. Am Ende des Tages darf Peach endlich zu Gimzo. Anna beobachtet gespannt, ob die beiden sich annähern.

08:55 - 09:45, arte
Myanmar, die Marmorkünstler von Mandalay

Myanmar – das Land der goldenen Pagoden. Die Schönheit des Landes verzaubert immer wieder. Gespeist wird diese Prachtentfaltung aus der Verehrung Buddhas. Über 20 Meter misst die größte Marmor-Statue in Mandalay. Myanmars zweitgrößte Stadt ist berühmt für die Kunstfertigkeit ihrer Marmor-Schnitzer. Klöster und Tempel in ganz Asien verlangen nach immer neuen Bildnissen des Erhabenen. Und Mandalays Handwerker liefern Abertausende von makellosen Buddha-Statuen. Die weißen Klippen der Marmor-Steinbrüche liegen nördlich der Stadt. Hier arbeiten wahre Künstler. „360° Geo Reportage“ hat sie bei ihrer Arbeit begleitet. Die Verehrung Buddhas ist in Myanmar nicht zwingend stille Andacht. Oft genug erinnert sie an ein buntes Volksfest. Wer eine Buddha-Figur spendet, erwirbt Verdienste für sich und seine Verwandten für dieses und alle weiteren Leben. Und so spendet, wer immer es sich leisten kann, möglichst viele Buddha-Abbilder. Mandalay ist mit 1,6 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Myanmars. Knapp 60 Kilometer nördlich, beim Dorf Sagyin, liegen die Marmorsteinbrüche. Sie liefern einen besonders feinen weißen Stein. Was nicht zur Herstellung von Buddha-Statuen taugt, wird zu Fliesen oder Terrazzo verarbeitet. Nahezu alles im Dorf Sagyin dreht sich um Marmor und fast jeder lebt von ihm. U Po Ther gilt als einer der besten Bildhauer von Sagyin. Per Handy verhandelt er im ehemals isolierten Myanmar mit Auftraggebern aus ganz Asien. Denn Buddha-Figuren sehen immer unterschiedlich aus. Jedes Land hat seinen eigenen Stil. Und auch jede Pose hat ihre Bedeutung.
09:30 - 10:00, B3
Im Höllental der Schneeaffen

Gewaltige Gebirgsmassive, faszinierende Tiere und eine ursprüngliche Wildnis. Solche Naturlandschaften sind in Japan selten. Von Dezember bis März erstarrt die Natur in den Bergen auf der Hauptinsel Honshu unter klirrender Kälte. Heiße Quellen machen das Leben für Mensch und Tier hier nicht nur erträglich, sie locken sie sogar an. Obwohl die meisten Affenarten in wärmeren Gefilden leben, haben sich Rotgesichtsmakaken hier weit in den Norden vorgewagt. Für sie sind Schnee und Eis selbstverständlich geworden. In Jigokudani, das "Höllental" der japanischen Alpen, haben 300 Schneeaffen einen sicheren Zufluchtsort. Die Schlucht mit ihren heißen Quellen wurde extra für die Affen als Nationalpark ausgewiesen. Aber der geheimnisvolle Ort hat noch etwas Besonderes: Menschen und Schneeaffen gehen hier in den heißen Quellen genussvoll den Badefreuden nach. Jens-Uwe Heins schildert in dieser Dokumentation das Sozialleben der Schneeaffen im Höllental und zeigt, wie die Menschen mit ihnen umgehen.

09:45 - 11:00, arte
Sibirien, im Reich des Amur-Tigers

Rund 8.500 Kilometer von der russischen Hauptstadt Moskau entfernt, direkt an der Grenze zu China, erstreckt sich das raue Reich des Amur-Tigers. Hier durchstreift er ein Gebiet, das etwa halb so groß wie Deutschland ist. Dank eines strikten staatlichen Schutzprogramms konnte sich die zuvor stark bejagte Population der Amur-Tiger auf heute etwa 560 Tiere erholen. Der Sibirische Tiger ist ausgewachsen mit einem Gewicht von fast 300 Kilo und einer Länge von fast vier Metern der größte seiner Art und der einzige, der in Eis und Schnee lebt. Und das fast unsichtbar, denn die majestätische Großkatze jagt meist nachts.Die Wälder Ussuriens sind artenreich, und die Tiger hatten bislang meist reiche Auswahl: Rehe, Hirsche und Wildschweine sind ihre Beutetiere. Doch deren Bestand ist bedroht – und mit ihnen erneut der Tiger. Denn durch teils illegalen Holzeinschlag verschwinden aus der Taiga viele Bäume, auch die Mongolische Eiche. Und ohne deren kalorienreiche Eicheln können die für den Tiger wichtigen Wildschweine den harten Winter nicht überstehen. Noch sind die Wälder des Sikhote Alin-Gebirges intakt. Aber das aufstrebende China in direkter Nachbarschaft lechzt nach immer mehr Holz.Mit dramatischen Folgen: Das stetige Verschwinden der Eichen, gefolgt vom Dezimieren der Wildschweine, lässt viele wilde Tiger hungern. In ihrer Not sucht so mancher von ihnen in den Taiga-Dörfern nach Nahrung – und wird so zum „Problem-Tiger“. All dies beunruhigt den Tigerschützer Alexander Batalow. Sein Herz schlägt für den Tiger, und er engagiert sich für ihn seit über 30 Jahren. In seinem Pachtwald betreibt er Jagdwirtschaft und schützt zugleich die wichtigen Beutetiere des Tigers.

10:00 - 10:30, B3
Portugal - Die Rückkehr der wilden Tiere

Der Biologe Bernardo Rebelo de Andrade hat in den letzten Jahren für Artenschutzprojekte in Afrika und Brasilien gearbeitet. Doch seitdem auch in seiner Heimat Portugal immer mehr für den Schutz der wilden Tiere getan wird, gibt es hier viel für ihn zu entdecken: In der Flussmündung des Sado beobachtet Bernardo Delfine, die sich dort angesiedelt haben - eine Rarität, die in ganz Europa nur dreimal vorkommt. Der Iberische Luchs hat ein lang ersehntes Comeback. Eine Seuche hatte seine Hauptnahrung, die Wildkaninchen, dahingerafft. Der Schwund von Nahrung und Lebensraum machte den Katzen so stark zu schaffen, dass sie auch heute noch zu der am stärksten vom Aussterben bedrohten Raubtierart der Welt zählen. Bis vor Kurzem lebten die letzten Luchse Portugals in einer Aufzuchtstation, die Bernardo besucht. Doch jetzt werden die ersten Tiere im Naturpark Guadiana ausgewildert. Vom Norden her breitet sich auch der Iberische Wolf ohne fremde Hilfe wieder aus. Doch weil es immer noch an freilebender Beute mangelt, holen sich die hungrigen Wölfe unbewachte Nutztiere - sehr zum Unmut mancher Bauern. Im Privatreservat "Faia Brava" im Côa Tal dagegen sind die großen Beutegreifer willkommen, denn dort wird alles für die Rückkehr der einst wilden Natur vorbereitet. Prähistorische Felsbilder, vor 25.000 Jahren von Menschen in die Felsen geschabt, zeigen Auerochse, Iberische Ziegen oder Pferde. Nach deren Vorbild werden die großen Grasfresser von der NGO Associação Transumância e Natureza in Zusammenarbeit mit der Rewilding Europe Naturinitiative im Côa Tal wieder angesiedelt. Bereits mehr als 50 Garranos, eine uralte Pferderasse, leben dort zusammen mit robusten Maronesarindern. Iberische Ziege, Rotwild und Kaninchen sollen bald folgen. Andrea Rüthlein und ihr Team begleiten Bernardo Rebelo de Andrade bei seiner Suche nach Portugals wilden Tieren.
10:00 - 10:30, 3SAT
Traumvillen am Wörthersee

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts blühte der Tourismus am Wörthersee zum ersten Mal auf. In dieser Zeit entstanden rund um den See viele Villen. Die Dokumentation erzählt die Geschichte dieser landschaftlich attraktiven Urlaubsregion und zeigt vor allem auch, wie exklusiv das Wohnen im Wörthersee-Raum in diesen Traumvillen ist. Baumeister wie der Wiener Franz Baumgartner schufen neben Villen auch Hotelanlagen, Boots- und Badehäuser, die zum Teil bis heute erhalten geblieben sind. Die sogenannte Wörthersee-Architektur prägt den Raum rund um den größten Badesee Kärntens bis in die Gegenwart. Traumvillen rund um den Wörthersee entstanden aber auch später, viele Prominente aus Gesellschaft und Wirtschaft schufen sich hier ein Domizil. Seit einigen Jahren lässt sich dort sogar ein regelrechter Bauboom feststellen. Vor allem im Bereich des Südufers entstanden und entstehen luxuriöse Anlagen, die keine Wünsche offen lassen.
10:30 - 11:15, 3SAT
Wörthersee - Bühne für Tier und Mensch

Der Wörthersee, einer der schönsten Seen Österreichs, ist ein international bekanntes Gewässer, das Komponisten, Architekten und Hollywood-Stars anlockt. Doch er hat auch stille Seiten. Jenseits des Trubels ist das landschaftlich reizvolle Gewässer mit seinen Inseln und Halbinseln ein Naturjuwel.

11:00 - 11:30, arte
Zu Tisch

Das abgelegene Bergdorf Villar-d‘Arêne liegt zwischen Grenoble und Turin im Schatten des Berges La Meije, der „Königin der Alpen“, einer fast 4.000 Meter hohen Granitwand. Die Familie Rousset gehört zu den alteingesessenen Familien des Ortes. Jedes Jahr am dritten Wochenende im November lassen die Dorfbewohner eine Tradition wiederaufleben. Sie backen Hunderte „pô buli“, große Schwarzbrote aus Roggenmehl. Diese Tradition stammt aus einer Zeit, als es kaum genug Brennholz gab, um den Winter zu überstehen. Im Gemeindebackhaus wurde daher einmal im Jahr, kurz vor Wintereinbruch, für alle gebacken. So sparte man Feuerholz, den Rest brauchte das Dorf zum Heizen. Auch wenn die Dörfer heute im Winter zu erreichen und Gas- und Ölheizung längst Standard sind – die Tradition blieb lebendig: Die Einwohner treffen sich am alten Backhaus und bereiten zusammen das sogenannte gekochte Brot zu, essen, trinken und erzählen Geschichten. Die Tradition verbindet die Gemeinschaft und sorgt für Kontakt unter den Nachbarn. Um die Hitze des Backofens effektiv zu nutzen, arbeiten die Dorfbewohner abwechselnd in Schichten und rund um die Uhr. 400 Brote werden so an einem Wochenende gebacken, außerdem zahllose Aufläufe, Kuchen und Pasteten. An diesem Novemberwochenende besucht Caroline Rousset ihre Eltern zusammen mit ihren beiden Töchtern. In Villar-d‘Arêne wird vor allem mit Produkten aus der Region gekocht. Gerne handfest und deftig mit Kartoffeln und Kohl. Ein typisches Gericht der Region ist ein salziger Kuchen, der zusammen mit den Broten sieben Stunden lang im Ofen garen muss.
11:30 - 12:10, arte
Home Swiss Home

Das ganze Jahr über ist die öffentliche Pâquis-Badeanstalt im Genfer Hafenbecken ein Anziehungspunkt für die Stadt. Seit 2007 findet dort im Sommer ein ungewöhnliches Festival statt, bei dem es sechs Wochen lang täglich ein Konzert zwischen 6.00 Uhr und 7.00 Uhr morgens gibt. Der Veranstalter Philippe Constantin erzählt von der einmaligen sozialen und kulturellen Dimension dieses Festivals. Am nordöstlichen Ufer des Genfer Sees liegen die terrassierten Weinberge von Lavaux. Die Winzerfamilie Vincent Chollet keltert hier seit fünf Generationen. Und der von der Elfenbeinküste stammende Sommelier Jérôme Aké ist mit den Jahren zu einem der führenden Weinkenner der Schweiz geworden. Die Unterwasserarchäologin Géraldine Naters und ihr Kollege Jean-Daniel Renaud legen vom Ufer des Neuenburgersees ab. Sie erforschen die Überreste prähistorischer Pfahlbausiedlungen, die dort weit vor unserer Zeitrechnung errichtet wurden.
12:10 - 12:55, arte
Home Swiss Home

Die Bibliothek des Klosters St. Gallen in der Deutschschweiz stammt aus dem neunten Jahrhundert und gehört zu den ältesten Klosterbibliotheken der Welt. Hier digitalisiert der Fotograf Urs Baumann die alten Handschriften, um das Kulturerbe für die Nachwelt zu erhalten. In der Ostschweiz hat sich im Elmtal der Wildhüter Michael Freuler die Beobachtung und den Schutz der ältesten Tierbestände Europas zur Aufgabe gemacht. Keiner kennt die Geheimnisse des Gebirgsmassivs besser als er. Im Kanton Graubünden arbeitet Vera Rudolf als Zugführerin der Albulabahn, die Thusis und St. Moritz verbindet und einen außergewöhnlichen Panoramablick auf die Ostschweizer Alpen bietet. Luciano Rossi ist im Kanton Tessin Wächter der Burg Castelgrande und mit seiner Familie auch deren einziger Bewohner. Die zur Restaurierung der Burg erforderlichen Mittel versucht man durch die Organisation von Ausstellungen, Seminaren und Konzerten zusammenzubringen. Der Monte San Giorgio gilt als eine der weltweit wichtigsten Fundstätten für marine Fossilien. Für die wissenschaftliche Forschung an diesem Ort ist der Paläontologe Rudolf Stockar zuständig. Im Val Müstair stellen Luciano und Gisela nach uralten Rezepten feinste Liköre her. Das klare Wasser, die gute Luft und die reinen Zutaten verleihen ihren mehrfach prämierten Produkten ein einmaliges Aroma. Etwas weiter befindet sich das Benediktinerinnenkloster St. Johann in Müstair. Zwölf Nonnen leben dort nach den Regeln Benedikts von Nursia, Gründer des Benediktinerordens, und seinem Grundsatz "ora et labora" – bete und arbeite.
12:55 - 16:35, arte
Russland von oben

Das größte Land der Erde, wie man es noch nie gesehen hat. Russland ist das mit Abstand größte Land der Erde. Doppelt so groß wie die riesige USA, fast 50 Mal größer als das kleine Deutschland. Von Kaliningrad an der Ostsee bis zur Meerenge der Beringstraße, in Sichtweite zu Alaska, sind es elf Zeitzonen und 7.000 Kilometer Luftlinie. Das Team der vielfach preisgekrönten „Deutschland von oben“-Serie und der mit Auszeichnungen überhäuften Reihe Zugvögel hat neun Monate eine Dauer?ugreise über das Riesenreich zwischen Europa und Asien gewagt.„Russland von oben“ ist ein bisher einmaliges Unternehmen, die endlosen Weiten aus Vogelperspektive erlebbar zu machen – und dabei kleine Geheimnisse zu entdecken. Im Fluge sind spektakuläre Luftaufnahmen gelungen, von wilden, menschenleeren Landschaften, zauberhaften Städten, von wilden Tieren, Wüsten, Taiga-Wäldern – und harter Arbeit in der Kälte Sibiriens. Ge?lmt aus Hubschraubern und mit den besten Luftbild-Spezialkameras der Welt. In fünf Folgen geht es vom europäischen Teil mit den Metropolen Moskau und Sankt Petersburg, über die 5.000er Gipfel des Kaukasus und die Steppe Kalmückiens hin zu einem der größten Flussdeltas Europas – dem Wolgadelta. Das Kamerateam folgt der Transsibirischen Eisenbahn auf dem Weg nach Fernost und fliegt über die menschenleere Taiga, zeigt die beeindruckenden Eisbrecher im Arktischen Ozean und besucht Eisbärfamilien und Walrosse in Cape Schmidt. Am östlichen Ende wartet die Halbinsel Kamtschatka mit 29 aktiven Vulkanen und Braunbären beim Lachsfang.

13:15 - 14:00, MDR
Im Bann des Sibirischen Tigers

Sibirische Tiger sind in freier Natur nahezu unsichtbar. Aber vielleicht beobachtet einer gerade den Tierforscher Chris Morgan, der sich in ihr Revier wagt und sie sucht. Die seltensten Großkatzen der Welt finden und filmen - das ist der Traum des britischen Ökologen und Naturschützers. Die unwegsame Wildnis in Russlands Osten und der gewaltige Bewegungsradius der Tiger machen das Aufspüren aber zu einer Herausforderung. Deshalb trifft sich Morgan mit dem koreanischen Tierfilmer Sooyong Park. Dem waren in fünf Jahre währender Beobachtung sensationelle Einblicke in das Leben einer Tigerfamilie über drei Generationen hinweg geglückt. Der Film zeigt seine einzigartigen, oft hautnahen Bilder vom Sozialverhalten der Raubkatzen, von ihren Kämpfen, von der Suche nach neuen Revieren und von ihrem Sterben. Von Sooyong Park erfährt Chris Morgan, wie die letzten Tiger in den riesigen Wäldern jagen, aber auch, dass sie selbst gejagt werden und ihr Bestand durch Wilderei extrem bedroht ist. Sooyong Park zeigt aber auch, welche außergewöhnlichen Strapazen er für seine Aufnahmen auf sich genommen hat. "Ich wartete drei Monate ohne einen einzigen Tiger zu sehen", erinnert er sich. Das nahezu regungslose Verharren in seinem kleinen Versteck bei Temperaturen von bis zu -30 Grad Celsius bewirkten gefährlichen Muskelschwund bei dem Koreaner. Chris Morgan folgt am Ende im Revier von Sooyong Parks Tigerfamilie allein den Spuren der seltenen Katzen. Bis er schließlich tatsächlich einer alten Bekannten begegnet.

13:30 - 14:00, NDR
7 Tage... unter Weihnachtsmännern

Mit kugelrundem Bauch, vollbärtig und gerade ziemlich verloren steht Stephan im Schneetreiben. Zusammen mit ihm als Weihnachtsmann tingeln die NDR Autoren Julian Amershi und Lars Kaufmann durch deutsche Wohnzimmer, über Betriebsfeiern, durch Seniorenheime und Asylbewerberunterkünfte. Sieben Tage Weihnachtswelt, die mehr ist als Kitsch, Kommerz und Kindheitserinnerungen, nämlich ein harter Job. Denn für die Menschen, die Stephan buchen, ist er auch Kummerkasten, Kulturvermittler und Erziehungshilfe. Ein schräger und überraschender Blick auf gebuchte Weihnachten und gebuchte Weihnachtsmänner.

13:30 - 14:00, WDR
Weihnachtsmärkte

Glühwein, Glaskugeln und Geschenkartikel: Die Weihnachtsmärkte starten Ende November. Einer der größten Weihnachtsmärkte Deutschlands findet in Dortmund statt. An über 300 Ständen bieten Händler rund um die Reinoldi-Kirche ihre Ware an. Schon Monate vorher wird produziert, muss ein Sicherheitskonzept erarbeitet und überlegt werden, wer wann an welcher Stelle seine Bude aufbauen darf. Vor allem die attraktiven Plätze sind heiß begehrt, steigt der Profit der Markthändler doch Jahr für Jahr. Mit dabei ist - wie jedes Jahr - der Imker Ralf Schmidt aus Dortmund, der seine Produkte in einem originalen Fachwerkhaus verkauft. In den sechs Wochen auf dem Weihnachtsmarkt verdient er rund 80 Prozent seines Jahresumsatzes. Dafür arbeitet er auch 15 Stunden pro Tag. Der Stress beginnt schon Wochen vor der Eröffnung, denn alles muss pünktlich fertig sein. "Man wächst über sich hinaus, es ist ein dichtes, intensives Leben und ich wundere mich nachher immer, wie ich das geschafft habe", sagt er. Ähnlich geht es Kirsten Metten, alleinerziehende Mutter von drei Kindern aus Dortmund. Da sie leidenschaftlich gern näht, verkauft die Verwaltungsangestellte im Nebenjob selbstgenähte Kinderkleidung auf dem Weihnachtsmarkt. "Von dem Geld können wir in Urlaub fahren", sagen die Kinder und nehmen dafür in Kauf, dass ihre Mutter seit September in jeder freien Minute näht. Während des Marktes beginnt ihr Arbeitstag schon um 5 Uhr morgens. Doch sie mag das: "Es ist kurz vor Weihnachten, alle sind gut gelaunt und ich liebe die Gerüche auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt!" Günter Wendler betreibt den größten und - wie er sagt - auch schönsten Glühweinstand im Schatten des riesigen Tannenbaums. Der Aufbau seines zweistöckigen Glühweinstands ist eine logistische Herausforderung. Wenn alles steht und es endlich losgeht, verdient er gut: "Denn zum Weihnachtsmarkt-Besuch gehört für viele ein Glühwein einfach dazu!"

15:35 - 15:55, 3SAT
Spaniens stolzer Süden

Riesige Ländereien, Stolz und alte Traditionen prägen Andalusien – aber auch Armut, hohe Einwanderungszahlen und Arbeitslosigkeit. Der Film stellt die südlichste Provinz Spaniens vor. Jerez de la Frontera ist Spaniens Treffpunkt für Liebhaber edler Rösser. Reitkunst in Perfektion gibt es in der dortigen Spanischen Hofreitschule zu bestaunen. In Tarifa trennen Europa nur 14 Kilometer von Afrika – eine begehrte Route für Flüchtlingsboote. Das bedeutet viel Arbeit für die spanische Küstenrettung, die über die Gefahren der Straße von Gibraltar berichtet.
15:55 - 16:40, 3SAT
Der Oman

Karge Wüsten, Korallenriffe, schneebedeckte Berge – raffiniert passen sich Tiere und Pflanzen extremen Bedingungen an. Die Reihe stellt "Wilde Schönheiten" im Nahen und Mittleren Osten vor. Temperaturen von bis zu 50 Grad Celsius und Sand, so weit das Auge reicht: Das Klima im Wüstenstaat Oman zwingt Tiere und Pflanzen, wahre Überlebenskünstler zu sein. Auf verschiedene Art und Weise trotzen die Tiere der Wüste Nahrung und - noch wichtiger - Wasser ab. Flughühner beispielsweise transportieren in ihren Brustfedern Wasser zu ihren Jungen. Und sie haben noch weitere Tricks, um ihr Überleben zu sichern: Klippschliefer können stundenlang direkt in die Sonne schauen - ihnen entgeht kein Feind am Himmel. Und die Wüstenrennmäuse verstecken sich in ihren weiten Gangsystemen vor Feinden und der Hitze. Auch die Pflanzen haben eigene Überlebensmethoden entwickelt: Der Drachenbaum verwendet sein Blätterdach als Sonnenschirm für seine Wurzeln, Schirmakazien warnen sich durch chemische Botenstoffe gegenseitig vor Fressfeinden. Einmal im Jahr kommt der Monsun: Kühle Winde, die auf die Berge des Süd-Oman treffen, sorgen für riesige Wolkenbänke. Im Juli, August und September regnet es dadurch an bis zu 22 Tagen im Monat, und auch die Temperatur sinkt auf bis zu 25 Grad Celsius. Die Landschaft ergrünt, die Wadis führen Wasser, und Kamele ziehen über saftige Wiesen - eine Einzigartigkeit auf der Arabischen Halbinsel.

16:40 - 17:20, 3SAT
Rund ums Kaspische Meer

Das Kaspische Meer ist das größte Binnengewässer der Erde. Majestätische Berge, endlose Steppen, heiße Sandwüsten und üppige Sumpflandschaften umgeben das Gewässer. An den waldreichen Berghängen des Kaukasus haben Luchse und Wölfe ihre Heimat, das weitverzweigte Mündungsdelta der Wolga bietet Wasservögeln, Amphibien und der Rohrkatze ideale Lebensbedingungen. Auf den Sandbänken vor der iranischen Küste tummeln sich Kaspische Robben, und in der Steppe leben die urtümlich aussehenden Saigas. Die kleinen Huftiere mit ihren rüsselartigen Nasen sind vom Aussterben bedroht, da die Hörner der Böcke in der traditionellen chinesischen Medizin reißenden Absatz finden.
18:10 - 18:25, arte
Indien: auf dem Weg zur Weltmacht?

Der indische Premierminister Narendra Modi will seinem Land zu einer Stellung in der Welt verhelfen, die mit der Chinas vergleichbar ist.Der Wettlauf zwischen den beiden asiatischen Riesen hat begonnen: Als China 2013 das Projekt „Neue Seidenstraße“ startete, antwortete Indien mit einem eigenen Handelsrouten-Konzept.Als Gegengewicht zum wachsenden Einfluss Chinas will Indien die Zusammenarbeit mit seinen unmittelbaren Nachbarn im Indischen Ozean ausbauen, aber auch die Beziehungen zu Japan und den USA vertiefen.Doch ist das Land mit dieser Strategie auf dem richtigen Weg?
18:25 - 19:10, arte
Peru, das Goldhaar der Vikunjas

Geschützt von ihrer dichten Wolle, vertragen Vikunjas, die wie ihre Verwandten Lamas und Alpakas zu den Kamelen gehören, selbst große Kälte von bis zu minus zehn Grad in der Nacht. Und die ist in ihrer Heimat, den Anden, zwischen 3.500 und 5.500 Metern Höhe nicht selten. Es sind karge Böden, hart für Mensch wie Tier. Bereits unter der Herrschaft der Inka wurden die Vikunjas wegen ihrer Wolle und des Fleisches gejagt. Nach der spanischen Eroberung und lange darüber hinaus wurden sie abgeschlachtet, so dass sie bis Mitte der 1960er Jahre fast ausgestorben waren. Die Länder, in denen die Tiere lebten, zogen daraufhin die Notbremse und unterzeichneten eine Naturschutzkonvention zu ihrem Erhalt. Heute gibt es wieder zehntausende Tiere, die meisten davon in Peru. Im Gegensatz zu anderen Ländern wie Argentinien leben sie hier auch weiterhin frei. Nur zur Schur werden sie von den Einheimischen eingefangen. Denn die Wolle, feiner als Menschenhaar, ist wertvoller als Kaschmir und begehrtes Luxusprodukt westlicher Edel-Designer. Bis heute boomt das Geschäft. Neu ist, dass sich die Bauern des Hochlands inzwischen daran beteiligen. Denn sie wussten ja schon immer, wie man die Tiere fängt. Findige Geschäftemacher und Wilderer machten ihnen den Gewinn jedoch stets streitig. So gründeten die Bauern des Dorfes Lucanas nun eine Kooperative, die direkt mit den Abnehmern verhandelt, ohne störende Zwischenhändler. Ein voller Erfolg und Ansporn für die Bauern, möglichst viel Wolle zu erwirtschaften. So auch beim demnächst geplanten Chakku, einer Hatz, an der das ganze Dorf teilnimmt und bei der durch ein kilometerlanges Seil mehrere hundert Tiere zusammengetrieben werden sollen.
19:15 - 19:30, ARD alpha
Göreme (Türkei) - Felsenstadt der frühen Christen

Als der spanische Schriftsteller Juan Goytisolo durch die Täler von Göreme in der Türkei wanderte, war er sich sicher: der Architekt Gaudi muss hier gewesen sein und das alles gebaut haben. Tausende von Kegeln, Pilzen, Kaminen, Türmchen und steinernen Ornamenten, hinter jedem Felsvorsprung tauchen neue Formen auf. Der Canyon im türkischen Hochland ist eine märchenhafte Vulkanlandschaft, in der Wind, Wasser und Kälte die Baumeister waren. Unterschiedlich hartes Tuffgestein der verschiedenen Lavaströme vor mehreren Millionen Jahren ließen Hütchen und Dächer auf den weicheren Kegeln darunter zurück, die sich wunderbar aushöhlen ließen. Das nutzten die ersten Mönche und Nonnen Vorderasiens, die sich im vierten Jahrhundert unter der Anleitung von Bischof Basileios von Kayserei in die bizarren Formationen der Täler Kappadokiens zurückgezogen hatten. eine unglaubliche Bautätigkeit begann, in das Tuffgestein hinein: Felsenklöster, Kirchen, Zellen, Kapellen über der Erde und ganze Städte unter der Erde von weltweit unvergleichlichem Ausmaß. Die ersten Christengemeinschaften fanden in den Tälern bei Göreme andächtige Stille für ihr bescheidenes und autarkes Leben und Schutz vor den damals zahlreichen Feinden, seien es Perser, Römer oder Araber. Und sie verstanden, ihre Kirchen und Kapellen zu schmücken. Heute findet der Besucher in jedem Tal des Nationalparks von Göreme kostbare Schätze byzantinischer Kultur. Die nahezu vollständig erhaltenen oder restaurierten Ikonographien aus dem 7. bis 11. Jahrhundert können sich mit der Kunst der byzantinischen Zentren messen - nur daß die Natur in Kappadokien ein unvergleichliches Erlebnis daraus macht.

19:30 - 20:15, arte
Botswana, die Königinnen des Heavy Metal

Man sagt, Heavy Metal sei vor allem "weiß, europäisch und männlich". Doch in Botswana bildet sich seit Jahren eine kleine Heavy-Metal-Subkultur heraus: Frauen unterschiedlicher Generationen finden in dieser Musik ihre Identität. Und sie lehnen sich dabei so ganz nebenbei gegen die patriarchalisch strukturierte Gesellschaft ihres Landes auf. Die Dokumentation erzählt unter anderem die Geschichte von Queen Gloria, die in der nördlichen Kleinstadt Maun, mitten im Okawango-Delta, einen Rockerverein gegründet hat. Bisher haben vor allem die männlichen Rocker einfach nur gefeiert. Dank des Vereins etablieren sich Queen Gloria und ihre Mitstreiterinnen als ernstzunehmende Gruppe in der Stadt, die nicht nur in Rockerkleidung bei traditionellen Hochzeiten von afrikanischen Metal-Fans feiert, sondern auch Aktionen organisiert, zum Beispiel den Müll in den Straßen der Stadt zu sammeln. Alles natürlich in schwarzer Lederkluft. Wer sagt schon, dass Rock 'n' Roll weiß ist? Wer die Königinnen des Heavy Metal kennenlernt, wird sich bewusst, dass eine Lebenshaltung niemals an eine Hautfarbe gebunden ist, aber vielleicht an ein paar Akkorde – weltweit.
20:15 - 21:05, arte
Kleopatra - Porträt einer Mörderin

Kleopatra gehört zu den schillerndsten Gestalten der Geschichte. Die ägyptische Königin wurde durch ihre Schönheit, ihre Liebesbeziehungen zu Julius Caesar und Marcus Antonius, ihre List und ihren Freitod zur Legende. Eine bahnbrechende Entdeckung enthüllt nun eine dunkle und skrupellose Seite der großen Herrscherin. In der szenischen Dokumentation "Kleopatra" wird ein historisches Drama aufgerollt. Eine Reihe zufälliger Entdeckungen, die mit einem sensationellen Knochenfund in einer verschollenen Grabstätte ihren Höhepunkt erreichten, haben Archäologen zu erstaunlichen Schlussfolgerungen kommen lassen: Vieles deutet darauf hin, dass es sich bei den Knochen um das Skelett von Kleopatras jüngerer Schwester Arsinoë handelt, die von Marcus Antonius auf Befehl seiner Geliebten Kleopatra ermordet wurde. So kommt ein neues Gesicht der glorreichen ägyptischen Herrscherin ans Licht, das mit der mitfühlenden Femme fatale, die uns Hollywood einst vorführte, nicht mehr viel gemein hat.Kleopatra führte einen Kampf gegen ihre Schwester Arsinoë, in dem es um alles oder nichts ging. Römische Historiker berichteten von Kleopatras nationalistischer, kämpferischer Schwester, die sich gegen Cäsar auflehnte und auch gegen Marcus Antonius wandte. Doch bisher war dieses Thema ein Feld nicht belegbarer historischer Spekulation. Diese Dokumentation zeigt zum ersten Mal und mit Hilfe modernster Computeranimationen, was wirklich geschah - und damit eine bisher unbekannte Seite von Kleopatra.
20:15 - 21:45, SWR
Die schönsten Naturparadiese im Südwesten

Der Südwesten Deutschlands hat mehr als 20.000 Naturschutzgebiete, fast 5.000 Seen, 40.000 Kilometer Bäche und Flüsse und zahllose Wälder, Heiden, Moore und Felsengebirge. Die Dokumentation stellt die schönsten Naturparadiese im Südwesten vor. Dazu gehören die großen Naturparks in Schwarzwald und Eifel genauso wie die kleinen Naturparadiese, die manchmal nur so groß sind wie ein Fußballplatz. Für mehr als 40.000 Tier- und Pflanzenarten ist der Südwesten die "freie Wildbahn", für 15 Millionen Menschen die "Wildnis vor der Haustüre".

21:05 - 22:00, arte
Ägyptens versunkene Hafenstadt

In der versunkenen Hafenstadt Herakleion im Mündungsdelta des Nils soll früher ein buntes Leben geherrscht haben. Die Stadt galt um die Zeitenwende als das Tor nach Ägypten. Hier kamen die Handelsschiffe aus Griechenland an, und im Haupttempel erhielten die neuen Pharaonen ihre Weihen. Doch im 7. Jahrhundert versank die Stadt auf rätselhafte Weise in den Fluten und verschwand zunehmend aus dem Gedächtnis der Menschen. Von Herakleion blieb nicht viel mehr übrig als ein paar dürftige Erwähnungen in antiken Texten. Über die Jahrhunderte verschob sich die Mündung des Nils, und an der Stelle, an der einst die Stadt gewesen sein musste, ist heute nur noch Wasser. Der französische Meeresarchäologe Franck Goddio wagt sich mit großer Beharrlichkeit an die Herkulesaufgabe, die versunkene Stadt wiederzufinden. Das Forschungsgebiet erstreckt sich über 150 Quadratkilometer – was etwa der halben Fläche der Stadt Leipzig entspricht. Die Sicht unter Wasser ist extrem schlecht, und die Reste der Stadt liegen versunken im Sediment. Nicht einmal ihr Name ist eindeutig. In den alten Texten ist mal von Herakleion, mal von Thonis die Rede. Schließlich machen Franck Goddios Taucher eine sensationelle Entdeckung: Sie legen den Haupttempel Herakleions frei, den legendären Amun-Gereb-Tempel. In den folgenden Jahren geht es Schlag auf Schlag: Goddio findet meterhohe Kolossalstatuen, Gold und Schmuck, Anker, Schiffe, Keramiken und Alltagsgegenstände. Wie lebten die Menschen in Herakleion? Wie intensiv war der Seehandel? Wie groß war der kulturelle Austausch mit den anderen Mittelmeerländern? Jeder gefundene Gegenstand gibt Aufschluss über das Leben in der antiken Stadt. Am Ende gelingt es Franck Goddio sogar, das jahrtausendealte Rätsel um die beiden Städtenamen zu lüften. Mit jedem Quadratmeter Meeresgrund, den der Meeresarchäologe erforscht, wird die legendäre Hafenstadt lebendiger. Ein Mythos taucht auf. Die Dokumentation schildert die jahrelange penible Suche nach der versunkenen Stadt und zeigt, wie einzelne Funde langsam ein Gesamtbild ergeben, von ersten Umrissen bis hin zu einem detaillierten Stadtplan der einst blühenden Hafenstadt.

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