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Samstag, 23.02.2019
06:45 - 07:40, arte
Ganesh - Ein Gott, ein Kind, ein Schicksal

Ganesh mit dem Elefantenhaupt ist die beliebteste Gottheit der Hindus. Sie beten ihn vor jeder großen Entscheidung an, denn Ganesh hat die Macht, Hindernisse verschwinden zu lassen – aber auch, welche in den Weg zu legen. Krishna und Jayamma sind glücklich verheiratet und haben eine hübsche Tochter. Als sie Ganesh bitten, ihnen einen Sohn zu schenken, ahnen sie nicht, dass der Junge seinem Schutzpatron auch äußerlich ähneln wird – ein Tumor deformiert sein Gesicht. Die zufällige Begegnung mit einem Reporter führt zur entscheidenden Wende: Der Junge mit dem Elefantenkopf und seine Familie aus der indischen Arbeiterklasse treffen einen kanadischen Schönheitschirurgen, der den Jungen operieren will.

07:10 - 07:35, ARD
Warum der Wombat Würfel kackt

Zwei knuddelige Wonneproppen lernt Anna im Tierpark Bonorong in Tasmanien kennen: Die beiden Wombat-Mädchen Willow und Judy. Willow ist erst ein Jahr alt und liebt es, geknuddelt zu werden, Judy dagegen kommt bald in die Pubertät. Wenn es so weit ist, wird sie zu Anna nicht mehr so nett sein, sondern sie verjagen. Klingt hart, hat aber einen großen Vorteil: Obwohl sie von Menschen aufgezogen wurden, können Judy und Willow wieder ausgewildert werden. Erstmal jedoch kümmert sich Anna mit dem Tierpfleger Renke liebevoll um die Wombat-Mädchen. Anna sammelt Gras, weil Wombats Vegetarier sind und dabei stellt sie fest, dass die Würfelchen kacken! Renke erklärt ihr, dass die Tiere so ihr Revier markieren. Und weil die Würfelchen eckig sind, können sie auch nicht wegrollen - praktisch! Und noch etwas fasziniert Anna: Die Wombats haben eine so harte Platte am Hinterteil, dass kein Tier sie durchbeißen kann. Wenn Wombats also ihren Bau vor einem Feind schützen wollen, schlüpfen sie blitzschnell ein Stückchen in den Bau hinein und verschließen einfach mit ihrem Hinterteil den Eingang. Bei Linda lernt Anna das kleine Wombat-Baby Toorie kennen, für das sie gleich die Flasche zubereiten darf. Anna staunt, wie schnell Toorie die Flasche leer trinkt. Und am Ende schläft das Kleine satt und müde in Lindas Armen ein.

07:35 - 07:50, ARD
Anna und die Haustiere

Lustig, schlau, dickköpfig und ein bisschen faul soll er sein, der Mops. Natürlich will Tierreporterin Anna selbst herausfinden, ob das in Wirklich so ist. In Augsburg besucht sie deshalb Marco und seine Mopshündin JJ. Schnell wird klar, dass JJ alles andere als faul ist und man viel Spaß mit ihr haben kann, denn JJ ist ein kleines Energiebündel. Beim Geschicklichkeitstraining auf dem Baumstamm zeigt die Mopshündin, was sie alles kann - sofern sie Bestechungsleckerlis bekommt. Die müssen dann beim Inlineskaten wieder abtrainiert werden. Unglaublich, wie schnell so ein Mops rennen kann - von wegen faul! Anna erfährt außerdem, dass ein Mops besondere Pflege braucht. Das Ohrenputzen ist für die Reporterin etwas gewöhnungsbedürftig, dafür macht das Fellbürsten besonders viel Spaß. Denn JJ besitzt die weichsten Hundehaare, die Anna je gestreichelt hat.

08:45 - 09:40, arte
Die Krabbenfischer von Feuerland

Carlos Barría ist Kapitän und Eigner eines kleinen Fischerbootes, mit dem er jedes Jahr mitten im antarktischen Winter den schützenden Hafen verlässt und wochenlang auf Krabbenfang geht. Es ist Centolla-Saison. Die großen Königskrabben sind die Haupteinnahmequelle der Fischer von Feuerland. Die Tiere können bis zu acht Kilogramm schwer werden und einen Durchmesser von mehr als einem Meter erreichen. Die Besatzung des kleinen Bootes hat mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen. Schneestürme und hohe Wellen machen den Fang oft unmöglich. Nicht selten finden die Männer zudem leere Krabbenfallen vor. Denn die Großen Seespinnen werden immer seltener. "360° Geo Reportage" begleitet die chilenischen Fischer bei der Centolla-Jagd und taucht dabei in die faszinierende Unterwasserwelt von Kap Hoorn ein. Das Kamerateam erhält Einblick in das geheime Reich der Krustentiere am nächtlichen Meeresboden. Riesige Kelpwälder bieten den Tieren dort unten Schutz und Nahrung. Doch so reich das Unterwasserleben an der Südspitze Südamerikas auch ist, an Land herrschen lebensfeindliche Bedingungen. Trotz der heftigen Stürme und der Eiseskälte besiedelte der Volksstamm der Yagan als Seenomaden über 9.000 Jahre lang diese raue Inselwelt. Ihre Kultur gilt heute als fast ausgelöscht. Die letzten Nachfahren wohnen in Ukika, dem Heimatdorf des Fischers Carlos Barría, auf der zu Chile gehörenden Insel Navarino am Beagle-Kanal. Carlos' fast 80-jährige Nachbarin Cristina Calderón gilt als die letzte lebende Yagan, die noch die Ursprache ihres Volkes beherrscht. Ihrer kleinen Enkelin erzählt sie die alten Legenden und lehrt sie so ganz nebenbei die Yagan-Wörter und Begriffe.
09:30 - 10:00, B3
Hippos Traum vom tiefen Wasser

Eine dramatische Geschichte aus der Welt der Tiere kurz vor der Regenzeit schildern Catherine Kanhema und Udo Zimmermann. Es ist der Höhepunkt der Trockenheit in Simbabwe. Viele Flüsse sind ausgetrocknet und an den letzten verbliebenen Tümpeln sammeln sich Zebras, Gazellen, Affen und Antilopen. Für die Tiere ist es ein Albtraum - acht Monate liegen die letzten Regenfälle zurück. Nur am Sambesi, dem größten Fluss im Süden Afrikas, findet sich noch ein frisches Grün. Und hier leiden auch Tiere, von denen man es nicht erwartet hätte: die Flusspferde. Denn wenn die Nebenflüsse versiegt sind, wird selbst im breiten Sambesi der Lebensraum knapp. Revierkämpfe nehmen zu und nicht selten muss ein unterlegener Bulle ins Trockene abwandern - einem ungewissen Schicksal entgegen.

09:40 - 10:20, arte
Tunesien, die Kunst der Berbertattoos

In Tunis gibt es nur eine Handvoll Tätowierer, die 28-jährige Manel Mahdouani ist die einzige Frau unter ihnen. Sie hat kein eigenes Studio, ihr Beruf wird nicht anerkannt. Aber sie hat viele junge Kunden, die statt der westlichen „In”-Motive alte Berbermotive tätowiert bekommen wollen. Manel macht sich auf die Suche nach alten Frauen, die die Tätowierungen nicht nur auf ihren Gesichtern und Körpern tragen, sondern auch die Geschichten dazu kennen. „360° Geo Reportage” ist mit der jungen Tätowiererin Manel auf den Spuren der Vergangenheit unterwegs. Manel Mahdouani tritt von Tunis aus ihre Reise in den Süden des Landes an. Sie möchte jene Frauen treffen, die sich in ihrer Jugend tätowieren ließen. Ihre Motivation: Eine berufliche und persönliche Neugier, denn auch in ihrer Familie war die Großmutter tätowiert, und sie möchte mehr über die Vergangenheit ihrer eigenen Familie erfahren. Sie gehört zu der Generation, die nichts mehr über die Beweggründe der Großeltern weiß und daher den „Schleier” dieser Tradition heben möchte. Warum ließen sich Männer wie Frauen diese rätselhaften Motive auf Gesicht und Körper tätowieren? Auf dem Land erfährt sie erstmals etwas über die Bedeutung der Tätowierungen, und manchmal sind es sogar recht intime Bekenntnisse, die die über 80-jährigen Großmütter ihr preisgeben. Je mehr Manel in den Süden des Landes vordringt, desto komplizierter wird die Recherche, denn einer jungen Fremden gegenüber ist man hier nicht automatisch aufgeschlossen. Doch am Ende ihrer Reise hat die Tätowiererin einen reich bestückten Skizzenblock im Gepäck und kehrt voller Hoffnung und Zuversicht in die Hauptstadt zurück. Wird sich ihr Engagement auszahlen und sich die Ächtung ihres Berufes irgendwann legen?
10:00 - 10:05, 3SAT
Der Wiener Prater

Der etwa sechs Quadratkilometer große Wiener Prater besteht nicht nur aus dem bekannten Vergnügungspark, sondern auch aus weitläufigen Aulandschaften mit zahlreichen Tier- und Pflanzenarten. Das einstige kaiserliche Jagdgebiet wurde 1766 von Josef II. für die Allgemeinheit geöffnet. Damals gab es noch keine städtischen Parks, daher war das neue Erholungsgebiet ein großer Gewinn für die Wiener Bevölkerung. Noch heute ist es rund um die Uhr frei zugänglich. Das Wiener Riesenrad gilt nicht nur als Symbol für den Prater, sondern auch als bekanntes Wahrzeichen für die österreichische Bundeshauptstadt. Es wurde im Jahr 1897 eröffnet – ein Jahr vor der Feier des 50. Thronjubiläums von Kaiser Franz Joseph I. Eine Runde mit dem Riesenrad kostete acht Gulden – das war mehr als das Wochengehalt eines damaligen Beamten. Der Film präsentiert sowohl den berühmten Vergnügungspark des Wiener Praters – den sogenannten Wurstelprater – als auch den "Grünen Prater", ein Stück Naturidylle mitten in der Großstadt.

10:00 - 10:30, B3
Koalas - Teddybären im Eukalyptuswald

Koalas ernähren sich von den Blättern des Eukalyptusbaumes. Doch die sind voller ätherischer Öle und zahlreicher Giftstoffe. Kein anderes Tier könnte eine solche Nahrung überleben und selbst die jungen Koalas würden daran zugrunde gehen. Wenn sie erstmals aus dem Beutel der Mutter schlüpfen, sind sie noch nicht in der Lage, Eukalyptus zu verdauen. Es blieb den Forschern lange Zeit ein Geheimnis, wie die jungen Koalas "lernen", ihre giftige Nahrung zu verdauen. Denn da gibt es einen Trick ... Die Eukalyptusspezialisten hatten im Laufe der Evolution nie lernen müssen, sich vor Feinden zu schützen - sie hatten keine. Vor hundert Jahren gab es deshalb noch Millionen der possierlichen Tiere. Doch dann hatte eine wilde Jagd begonnen. Es war damals ein beliebter "Spaß" für junge Leute, Koalas zu schießen, denn sie waren ein leichtes Ziel in den lichten Wipfeln der Eukalyptusbäume. Die Zeiten haben sich geändert: Heute sind die Koalabestände auf das Äußerste dezimiert, und regional sind auch einige Arten schon ausgerottet. So begann man vor einigen Jahren damit, Schutzgebiete einzurichten, um das Überleben der letzten Koalas zu sichern. Begleitende Forschungen im Zoo helfen, die Lebensbedingungen der äußerst wählerischen Tiere zu erforschen.

10:05 - 10:30, 3SAT
Wiener Schmankerl: Zuckergoscherl

Wien gilt als Hauptstadt der Kaffeehäuser und Zuckerbäcker. Die Sachertorte, der Apfelstrudel und die Mozartkugel sind weltweit bekannt, die Wiener Konditoreien beliebte Touristenattraktion. Der Film wirft einen Blick in die Werkstätten der Zuckerbäcker und fragt: Was macht die Wiener Mehlspeisen so einzigartig, und was hat der "Stein der Weisen" mit dem Wiener Konfekt zu tun? Wieso machen die Italiener in Wien ein besseres Eis als zu Hause? Wahre Geschichten oder Anekdoten zum Schmunzeln ranken sich um die bunte Welt der süßen Verführung, lange währende Streits um Namensrechte oder von verfeindeten Zünften, die sich zogen wie ein Strudelteig, wie man in Wien traditionell zu sagen pflegt. Und natürlich dürfen in einem Film über Wiener Leckereien Kaiserin und Kaiser nicht fehlen - und das nicht nur in seiner süßen Form als "Schmarrn". Aber für die Wiener Zuckerbäcker ist Tradition nicht nur "die Anbetung der Asche", wie Gustav Mahler von einem Zuckerbäckermeister in diesem Film zitiert wird, sondern auch die Weitergabe des Feuers: In diesem Sinne werden alte Rezepte verfeinert. Dabei wird den Zuckerbäckern über die Schultern geschaut - sei es bei der Meisterprüfung, bei der Herstellung von handgemachtem Konfekt oder der Esterhazytorte.

10:20 - 10:50, arte
Rio de Janeiro - Das andere Gesicht der Favelas

Weiße Sandstrände, Karneval und imposante Granitberge locken Menschen aus aller Welt nach Rio de Janeiro. Die zweitgrößte Stadt Brasiliens ist bunt, vielfältig, dynamisch. Typisch für Rios Alltag ist nicht nur seine Lebensart, sondern auch die rund 700 Favelas. In diesen ursprünglich provisorischen Armenvierteln leben heute fast 20 Prozent der Bevölkerung. Lange standen sie für Gewalt und Drogenhandel, doch seit den 1990er Jahren hat die Stadt massiv in die Favelas investiert: Eine bessere Infrastruktur und die Öffnung hin zum Tourismus sorgen dafür, dass sich immer mehr Menschen von außerhalb für die Siedlungen interessieren. Auch die Bewohner selbst ergreifen Initiativen, um ihr Alltagsleben zu verbessern. Philippe Simay ist zu Gast in Providencia, der ältesten Favela Rios. Die frühere Gewalt durch Drogenhandel ist hier weitgehend eingedämmt – stattdessen wird auf Bildung und Kultur gesetzt. Gisèle und Mauricio schleusen Philippe durch die engen Gassen ihres Viertels. Dabei wird deutlich: Eine Favela ist weit mehr als ein Wohnviertel für Arme, sie ist Ausdruck der einzigartigen Kultur ihrer Bewohner, die diesem von ihnen geschaffenen Ort heute ein neues Image geben wollen. Und das gelingt ihnen: Die Physiognomie der Favelas ändert sich ständig, Häuser werden nachgebessert, Etagen hinzugefügt. Ständiger Platzmangel und Wohnungsnot sind die Kehrseite dieser Entwicklung ohne jede städtebauliche Regel. Zudem gibt es kaum öffentliche Plätze für die Bewohner. Dennoch ist es den Favelados gelungen, Raum zu schaffen für die Gemeinschaft – und mit ihrer facettenreichen Kultur die Identität der Stadt mitzuprägen.

10:50 - 11:15, arte
Zu Tisch

In Nordfriesland bestimmt das Wattenmeer das Leben im Rhythmus von Ebbe und Flut. Auf den Deichen und im Deichvorland, das bei Hochwasser überspült wird, stehen die Schafe von Simon Lossau. Als Kind schenkte ihm sein Vater ein Lamm, heute hat er eine Herde mit über tausend Muttertieren. Schafe sind wichtig für den Küstenschutz, denn sie halten das Gras kurz und verdichten mit ihren Hufen den Boden. Weil sie auf den salzigen Wiesen grasen und am Deich viel laufen müssen, um satt zu werden, ist das Lammfleisch von der Nordseeküste von Natur aus zart und schmackhaft. Simon und seine Frau Anna leben in der Gemeinde Emmelsbüll-Horsbüll. Das junge Paar hat gerade neu gebaut. Im Garten errichten sie einen Friesenwall, der die Terrasse schützen soll. Dafür werden Feldsteine ohne Mörtel aufgemauert und später bepflanzt. Für die Arbeiter kocht Anna Lammfrikadellen mit „gestovten“, also in Soße zubereiteten Kartoffeln, ein typisch norddeutsches deftiges Gericht. Anna variiert die nordfriesische Küche aber auch gerne mit Neuerungen wie Pulled Lamb mit orientalischen Gewürzen. Das Fleisch gart bei niedriger Temperatur mindestens fünf Stunden – bis es so zart ist, dass es vom Knochen fällt. Serviert wird es dann im Brot mit Sauerkraut und einer Joghurtsoße mit Knoblauch und Minze. Neben Lammgerichten ist die nordfriesische Küche vom Meer geprägt. Ein Klassiker: Krabben mit Rührei. Und es gibt zahlreiche Süßspeisen, wie Futjes. Das sind Teigkrapfen, die in einer speziellen Pfanne aus Eisen gebraten werden. Mit Apfelmus oder Zucker und Zimt versüßen diese das nachmittägliche Kaffeetrinken der Familie Lossau im eigenen Garten.
11:15 - 12:00, arte
Die Winzlinge in freier Wildbahn

Der erste Teil führt in den Nationalpark Les Ecrins im Südosten Frankreichs. Dieser umfasst einen Teil der französischen Alpen mit etwa 150 Dreitausendern und einer Gletscherfläche von mehr als 10.000 Hektar. Aufgrund seiner Lage zwischen zwei biogeografischen, klimatischen und geologischen Zonen beherbergt er eine überwältigende Vielzahl an Tier- und Pflanzenarten.
13:30 - 15:00, arte
Die Bambusflößer von Bangladesch

Die Tropenwälder im Nordosten Bangladeschs sind eine Welt, die von oben gesehen atemberaubend schön ist, vom Boden aus betrachtet ist sie voller Blutegel, Tausendfüßler und Schlangen. Für so manchen Tagelöhner, der dort den Bambus schlägt, entpuppt sich der grüne Dschungel als heimtückischer Ort, in dem sogar Geister hausen. So erzählt es der Vorarbeiter Liakot, der für das Wohl und die Nöte mehrerer Dutzend Männer verantwortlich ist. Seit fast 30 Jahren ist er dabei, als kleiner Junge schon von seinem Vater ins Handwerk eingeführt. Mit seinen Leuten fällt Liakot Jahr für Jahr ungezählte Bäume, hebt Kanäle aus, baut Dämme, um das Bergwasser zu stauen und den Bambus damit ins Tal zu schiffen. Am Fluss warten die Flößer, die das Holz weitertransportieren. Zunächst jedoch müssen sie die Bambusstangen bündeln und in tagelanger Arbeit zu einem riesigen Floß zusammensetzen. Auf dem Floß werden sie in den nächsten vier Wochen Tag und Nacht verbringen. "Toilette, Badezimmer, Waschküche, alles in einem. Mit dem Wasser kochen wir auch", erzählt einer der Männer und zeigt grinsend in die braunen Fluten. 300 Kilometer Floßgemeinschaft: Piraten und korrupte Polizisten gehören als unwillkommene Besucher dazu. Ob im Wald oder auf dem Wasser – die Wanderarbeiter und Tagelöhner eint, dass der Bambus sie von zu Hause fortlockt, von den Sorgen ihrer Frauen, mit denen sie verheiratet wurden, als sie fast noch Kinder waren. Manche wollten sich entziehen, doch die Tradition und der soziale Druck waren mächtiger. So sind das Floß und der Wald ihr zweites Zuhause, ihre Zuflucht, geworden.
15:00 - 15:30. 3SAT
Der Geschmack Europas

Das Elsass hat neben seiner Kultur und Geschichte, seinen urigen Ortschaften mit jahrhundertealten Fachwerkhäusern und Storchennestern auf den Dächern auch kulinarisch viel zu bieten. Den traditionellen Münsterkäse etwa, der noch heute in den "Ferme Auberges" von Hand gefertigt wird, oder Weinbergschnecken, deftiges Sauerkraut und das Elsässer Baeckeoffe, ein Eintopfgericht, das in kunstvoll getöpferten Ton-Terrinen zubereitet wird. Moderator Lojze Wieser und Filmemacher Florian Gebauer begegnen in dieser politisch und kulturell über Jahrhunderte stark umkämpften Grenzregion im Herzen Europas Menschen, die die alten Rezepte ins Heute übertragen.
15:00 - 16:35, arte
Jack London - Ein amerikanisches Original

Der Schriftsteller Jack London gehört bis heute zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der US-amerikanischen Geschichte. Zu seinen bekanntesten Werken zählen „Ruf der Wildnis“ (1903), „Der Seewolf“ (1904), „Wolfsblut“ (1906) und der Roman „Martin Eden“ (1909). In einer Zeit, als die Vereinigten Staaten gerade erst die Eroberung des Westens abgeschlossen hatten und innerhalb weniger Jahrzehnte zur führenden Weltmacht werden sollten, war er in alle großen Umwälzungen eingebunden, die sein Land auf politischem, kulturellem und gesellschaftlichem Gebiet erlebte. In seiner faszinierenden Lebensgeschichte spiegelt sich die Entstehung des modernen Amerikas. Der Dokumentarfilm zeigt, wie Jack London sein abenteuerliches Leben zum Stoff für seine Romane machte: das arme Leben als junger Austernräuber in der Bucht von San Francisco, die Entdeckung Alaskas während des Goldrauschs von 1897, die Erfahrung als Korrespondent und Fotograf während des Russisch-Japanischen Krieges, des Erdbebens von San Francisco im Jahre 1906 und der Mexikanischen Revolution 1910. Außerdem beleuchtet der Film sein Engagement für den Sozialismus, die Erkundung der Südseeinseln an Bord seiner Jacht „Snark“ und schließlich das Landleben auf seiner Ranch im Sonoma-Tal. Der Dokumentarfilm wurde anlässlich Jack Londons 100. Todestag am 22. November 2016 gedreht und zeigt beeindruckende und zum Teil unveröffentlichte Archivbilder, beispielsweise Londons eigene Fotografien von seinen zahlreichen Reisen. Ferner verbindet der Film Statements von Jack-London-Kennern mit Reenactment-Szenen seiner Biografie, die in der kanadischen Arktis, in Polynesien und auf Londons kalifornischer Ranch entstanden sind.
15:00 - 15:30, 3SAT
Bhutan

Als einziges Land der Welt misst Bhutan seinen Wohlstand nicht am Wirtschaftswachstum, sondern am Wohlbefinden seiner Menschen. Das "Bruttonationalglück" ist nicht die einzige Besonderheit des letzten Himalaja-Königreichs: Es gibt keine Ampeln, keine Werbeplakate, keine Plastiktüten, und bis vor wenigen Jahren gab es auch keine Fernseher. Allmählich öffnet sich das Land jedoch. Bhutan gehört weltweit zu den drei Ländern mit dem schnellsten Wirtschaftswachstum, während ein großer Teil der Bevölkerung immer noch unter der Armutsgrenze lebt. Wie wirkt sich die Globalisierung auf das "Land des Donnerdrachens" aus? Und was ist überhaupt dran am selbst verordneten Glücksprinzip? Die Reportage bietet malerische Landschaftskulissen, aber vor allem den Blick dahinter: auf die Lebenswirklichkeit von Mönchen und Ministern, von kritischen Bloggern und vom Klimawandel bedrohten Bauern, von Tänzern und Tourismusführern.

16:00 - 16:45, 3SAT
Myanmar

Wer durch Myanmar reist, erlebt ein widersprüchliches Land. Seit die Zivilregierung politische Reformen durchführt, hält die Moderne in rasantem Tempo Einzug, besonders in den Städten. Dennoch bestimmen nach wie vor alte Traditionen das Leben der Menschen, die während der Militärdiktatur fünf Jahrzehnte abgeschottet waren von der Welt. Nun können Bewohner und Besucher in einen Austausch treten - für beide Seiten ein Gewinn. Als Reisender ist man überwältigt von der Gastfreundlichkeit der Myanmaren, von ihrem Wissensdurst und ihrer tiefen Religiosität. Deren äußeres Zeichen sind Tausende von Pagoden, die ganz selbstverständlich zum Alltag gehören und oftmals in prunkvollem Gold erstrahlen. Dagegen ist der Alltag der Bauern noch archaisch und von Armut geprägt. Die Reise durch Myanmar führt in die Hauptstadt Yangon, an den Inle-See, in die früheren Königsstädte Mandalay und Bagan sowie an den Strand von Ngapali am Golf von Bengalen.

16:45 - 17:30, 3SAT
Sommerfrische in Kärnten: Der Millstätter See

Der Millstätter See liegt inmitten von Bergen und ist mit 141 Metern der tiefste und wahrscheinlich geheimnisvollste See Kärntens. Der Film entführt in dessen Reich. Das Gebiet beginnt hoch oben in den Nockbergen und beruht auf einer fast tausendjährigen und abwechslungsreichen Kulturgeschichte. Imposante Herrschaftsvillen an den Ufern des Millstätter Sees erinnern noch heute an die Zeit der "Sommerfrische". Einst ein Ort klösterlicher Frömmigkeit, avancierte der See um 1900 zur Urlaubsdestination für Adel und Bürgertum. Es zog Prominente wie den späteren Nobelpreisträger für Physik, Erwin Schrödinger, und das Klimt-Modell Sonja Knips dorthin. Es war die Zeit der sogenannten Sommerfrische, als der See zum ersten Mal in seiner Geschichte touristisch entdeckt wurde. Der Wiener Adel und das Bildungsbürgertum kauften den Bauern die damals billigen Seegründe ab: Vor allem in Millstatt waren es imposante Herrschaftsvillen. Das erste Hotel, die im venezianischen Stil erbaute "Seevilla", öffnete ihre Pforten im Jahr 1884. Der Legende nach wurde Millstatt, der größte Ort direkt am See, vom slawischen Karantanen-Herzog Domitian gegründet. "Dieser Domitian hatte einen abenteuerlustigen Sohn, der im See bei einem Sturm umkam. Domitian ließ aus Wut und Trauer 1000 Statuen, 'Mille Statue', aus einem Tempel entfernen und im See versenken. Man vermutet heute noch in den Tiefen des Millstätter Sees diese 'Schätze'", weiß Monika Peitler, die künstlerische Leiterin im "Sagamundo - Haus des Erzählens" zu berichten. In diesem Museum werden die Sagen und Geschichten der Region weitererzählt. Zu den kulturellen und historischen Anziehungspunkten zählt das Stift Millstatt. Hier haben 400 Jahre lang die Benediktiner geherrscht, später zogen Georgsritter und zuletzt Jesuiten in die altehrwürdigen Gemäuer ein. Baulich haben alle Orden ihre Spuren hier hinterlassen, wie man von Franz Nikolasch, dem Begründer des Stiftmuseums erfährt: "Aus der Benediktinerzeit stammt die Kirche in ihrer Grundstruktur und der Teil um den Kreuzgang herum - das ist alles um 1130 bis 1140 gebaut worden und bis heute in dieser Form erhalten. Aus der Zeit der Georgsritter stammt der große Hof mit der sogenannten 500-jährigen Linde, diese Arkadengänge, und aus der Zeit der Jesuiten ist dann die Inneneinrichtung der Kirche im Barock geschaffen worden. Millstatt war wirklich das kulturelle und religiöse Zentrum für ganz Oberkärnten." Der Film von Barbara Frank widmet sich einem See, der oft im Schatten des bekannteren Nachbarn, des Wörthersees, steht, und dessen touristisches Geschick heute von professionellen Erlebnis-Dramaturgen gemanagt wird. Längst ist es nicht mehr nur ein Ort für Sommerfrischler, sondern auch für Camperinnen und Camper sowie ein Hotspot für Kunst und Kultur in Kärnten.

18:10 - 18:25, arte
Äthiopien - Vom Hunger zum Wirtschaftswachstum?

Äthiopien gilt als die Wiege der Menschheit: Hier wurde 1974 bei Grabungsarbeiten das Skelett von „Lucy“ gefunden. Auf dem heutigen Staatsgebiet von Äthiopien und Eritrea befand sich einst das Kaiserreich Abessinien, der zweitälteste Staat des Christentums und Reich der Königin von Saba. Neben seiner Zivilisation hat Äthiopien entlang des großen Grabenbruchs Rift Valley spektakuläre Naturschauplätze zu bieten. Nach Jahren von Diktatur, Krieg und Hungersnot erlebt Äthiopien derzeit einen Aufschwung. Politische Stabilität und Wirtschaftswachstum ziehen chinesische Investoren und Firmen an. Auch das Geschäft mit dem Ackerland floriert, denn das „grüne Gold“ ist als Zukunftsware begehrt.

19:15 - 19:30, ARD alpha
Head-Smashed-In (Kanada) - Abgrund der toten Bisons

Der "Abgrund der zu Tode gestürzten Bisons" ist ein Ort der an eine Zeit erinnert, in der sich Amerikas Ureinwohner das Land mit den Bisons teilten. "Head-Smashed-In Buffalo Jump" gilt als einer der ältesten und besterhaltenen Jagdplätze in Nordamerika. 1981 wurde "Head-Smashed-In" von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt. Der Abgrund liegt in der kanadischen Provinz Alberta, etwa 175 Kilometer südlich von Calgary. Die Ausläufer der Rocky Mountains gehen hier in die Great Plains, ein halbtrockenes Vorland, über. Bei der historischen Bisonjagd versuchten getarnte Jäger die Tiere in eine Richtung zu locken, aus der sie nur auf einen Abgrund fliehen konnten. Wenn sich Tiere aus der Herde der Klippe näherten, tauchten schreiend und winkend weitere Indianer auf. Sie umzingelten die erschrockene Herde, die in Panik auf den Abgrund rannte. Die ersten Bisons versuchten meist an der Kante zu stoppen, wurden aber von den nachfolgenden Tieren überrannt. Sie stürzten sich wie die Lemminge in den Tod. Seinen Namen verdankt "Head-Smashed-In" übrigens nicht den getöteten Bisons, sondern einer Legende. Ein junger Krieger wollte die herabstürzenden Tiere aus nächster Nähe beobachten. Er stellte sich ganz eng an die Wände der Klippe, die Bisons stürzten vor ihm zu Tode. An diesem Tag war freilich die dem Exitus geweihte Herde größer als sonst. Immer mehr stürzten herab und erdrückten den jungen Mann an dem steilen Fels. Die Blackfoot nannten die Stelle "where he got his head smashed in", "wo sein Schädel zerschmettert wurde".
19:30 - 20:15, arte
Die gefährlichsten Schulwege der Welt
 

Die Yungas-Täler zwischen Anden und Amazonasbecken: Die Kinder in dieser abgeschiedenen und armen Region legen weite und unvorstellbar gefährliche Wege zurück. Sie trotzen Naturgewalten, Hunger und Erschöpfung. Alles für ein Ziel: Bildung. Der siebenjährige Elmer träumt davon, Ingenieur zu werden und sich ein neues Haus zu bauen, weit weg von seinem jetzigen Zuhause. Denn von dort aus führt nur ein einziger, lebensgefährlicher Weg zur Schule: Ein altes, durchhängendes Drahtseil, gespannt über eine 200 Meter tiefe Schlucht. Elmers einzige Sicherung: Eine rostige Eisenrolle und ein Plastiksack. Auf der anderen Seite des Tals, hoch oben auf einem Berg, leben die Schwestern Mariela und Helen. Abgeschieden und in großer Armut. Jeden Tag treten sie einen Gewaltmarsch zur Schule an, angetrieben von der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Sie haben den weitesten Weg von allen Schulkindern. Fast drei Stunden kämpfen sie sich den Berg hinab. Durch dichten Dschungel, vorbei an giftigen Schlangen – alles ohne Wasser und Proviant. Diese kleinen Helden haben ihren Traum immer fest im Blick: Durch Bildung die Berge verlassen und in die Stadt ziehen. Raus aus der Armut und weit weg von ihrem lebensgefährlichen Schulweg.

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