banner_klein.jpg (6301 Byte)

Navigation

Diese Woche
Samstag
Sonntag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag


Nächste Woche
Samstag
Sonntag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag

Länderübersicht

Tip des Tages
Tagesthemen

Bahn- und Verkehrsgeschichten
Empfehlungen
Geschichtssendungen
Kindersendungen
Kulinarische Entdeckungenn
Religionen
Spielfilme
Tier- und Natursendungen
Weltkulturerbe
Wissenschaft & Technikk

KommunikationKommunikation  
Gästebuch
Kontakt
Impressum
Datenschutz

 

Sonntag, 21.04.2019
06:00 - 06:45, 3SAT
Ostern auf dem Land

An Ostern wird der Winter ausgetrieben, werden Eier als Symbol der Fruchtbarkeit bemalt. Das christliche Fest hat sehr viele Seiten. Der Film zeigt ganz unterschiedliche Bräuche. Osterlämmer werden gebacken, Schokoladen- und Zuckerhasen gegossen, Osterfeuer entzündet. Mit Rätschen wird das Dorf geweckt. "Ostern auf dem Land" spürt die alten Bräuche wieder auf und blickt mit vielen Zeitzeugen zurück auf die 1950er-, 1960er- und 1970er-Jahre. Zahlreiche historische Filmaufnahmen führen in eine Welt, die noch gar nicht so lange vergangen ist. Der Film "Ostern auf dem Land" zeigt außerdem auch den Alltag von Palmsonntag bis Ostermontag. Damals, als die Auferstehung von Jesu Christi und damit seine Überwindung des Todes noch eine ganz andere Bedeutung hatte als heute. Ein Dorfpfarrer erzählt, wie seine Gemeinde an Ostern in langen Reihen anstand, um die Beichte ablegen zu können. Der Dorfbäcker weiß noch, wie heimlich das Arbeitsverbot an Karfreitag umgangen werden musste, damit niemand auf sein Osternest verzichten musste, und der Schokoladenfabrikant erzählt, was die offiziellen Namen der in Massen produzierten Schokohasen mit seinen einstigen Lehrern zu tun haben.
06:45 - 07:30, 3SAT
Früher waren die Ostereier bunter!

Waren die Ostereier früher wirklich bunter? Und der Frühjahrsputz gründlicher? Das Osterwetter sonniger und die Frühlingsgefühle euphorischer? Oder wird die Vergangenheit verklärt? Wie war die Zeit zwischen Ostern und Pfingsten in den vergangenen Jahrzehnten in Berlin wirklich? Der Film blickt zurück und zeigt viele fast vergessene Aufnahmen aus der Stadt an der Spree im Frühlingsrausch. Die Berliner beschäftigten in der aufregendsten Zeit des Jahres die unterschiedlichsten Themen: die Blumendekorationen am Ku'damm und Alexanderplatz, der Kampf gegen die Frühjahrsmüdigkeit, die Ausrichtung von Jugendweihe und Konfirmation, der Herrentag in lustiger Runde und - nicht zu vergessen - der Aprilscherz. In jedem Jahrzehnt hegten und pflegten die Berliner Ost wie West ganz spezielle Traditionen und Rituale.

07:15 - 08:00, arte
Tai Chi – Der weiche Fluss der Energie

Wie ein Gemälde liegt das Wudang-Gebirge in der Provinz Hubei vor den Augen des Betrachters: Tempel, die sich an Berghänge schmiegen, wolkenverhangene Gipfel, ein Pfad, auf dem daoistische Mönche Kräuter sammeln. Eine Gruppe Tai-Chi-Schüler pilgert zum Gipfel des Wudang Shan, des heiligen Berges der Daoisten, einem der berühmtesten Wallfahrtsorte Chinas. Unterwegs üben sie verschiedene Formen des Tai Chi, das der Legende nach vor rund 700 Jahren in den Wudang-Bergen entstand.In der Dokumentation werden die Ursprünge des Tai Chi erforscht, das Kampfkunst und Bewegungsmeditation zugleich ist. Sie erzählt die Geschichte des Tai-Chi-Schülers Ming Yuen in Wudang und zeigt, wie in der Nachbarprovinz Henan der Familienclan der Chen über viele Generationen hinweg einen der bekanntesten Tai-Chi-Stile Chinas entwickelte. In diesem ist der kämpferische Aspekt des Tai Chi bis heute viel lebendiger als in vielen jüngeren, später entstandenen Formen.Die Reise führt auch ins Kloster Louguantai unweit der alten Kaiserstadt Xian. Hier soll der berühmte chinesische Philosoph Laotse vor 2.300 Jahren das Buch Tao Te King geschrieben haben, eine der wichtigsten Quellen des Daoismus, auf dessen Energievorstellungen neben Tai Chi auch die traditionelle chinesische Medizin basiert. Auch in Europa wird Tai Chi immer bekannter und beliebter. So entstand beispielsweise mitten in St. Pauli der „Tempelpark“: Rund ein Dutzend Schüler üben hier täglich acht Stunden Tai Chi, geben sich in aller Stille den Standmeditationen und dem Formentraining hin. Für sie ist Tai Chi nicht nur eine Art Gymnastik, sondern ein spiritueller Weg, der zu mehr Gelassenheit und Klarheit führt.Die letzte Station der filmischen Reise führt in die slowenischen Alpen zu einem internationalen Workshop mit einem der berühmtesten lebenden Tai-Chi-Meister. Großmeister Chen Xiaowang ist das Oberhaupt der Chen-Dynastie in der 19. Generation. Rund 150 Tai-Chi-Schüler sind aus München, Moskau und Madrid angereist, um bei ihm Unterricht zu nehmen. Der Großmeister ist eine lebende Legende, der fast schon magische Fähigkeiten zugeschrieben werden.

08:00 - 08:20, arte
Dem Kummer zum Trotz!

Sein Spitzname ist Haiduc, was im Rumänischen „Strolch“ oder „kleiner Räuber“ bedeutet, und genau das ist auch sein Ruf. Doch Nicu lebt in einer Welt ohne Mitleid. Mit sieben Jahren lief er von zu Hause weg und verbrachte Jahre unter der Erde in der Bukarester Kanalisation, mit anderen verlorenen Seelen. Heute wohnt er bei Raluca, die ihn wie viele weitere Bukarester Straßenkinder bei sich aufnahm. Dank ihrer Hilfe hat er jetzt ein Bett und jeden Tag eine warme Mahlzeit. Doch die Drogen, die er wie die meisten anderen über viele Jahre nahm, haben seinen Körper zerstört. Haiduc muss sich entscheiden: Entweder mit den Drogen aufhören, oder hinnehmen, dass es ihm künftig noch schlechter gehen wird. „Haiduc“ ist ein Film über das Recht auf Gesundheit und ein behagliches Zuhause.
09:05 - 09:50, 3SAT
Wildnis am Strom - Nationalpark Donau-Auen

Der Nationalpark Donau-Auen ist einzigartig in vieler Hinsicht: Beginnend in Wien, reicht er bis vor die Tore von Bratislava und verbindet die beiden Hauptstädte miteinander. Auf über 36 Kilometern Länge schützt der Nationalpark eine der letzten freien Fließstrecken der Donau und gleichzeitig die letzte große Auenlandschaft Mitteleuropas. Beeindruckend ist die Vielfalt der Lebensräume, die dort zu finden ist. Außergewöhnlich ist auch die Zahl der Tiere und Pflanzen, die in dem Park überleben können. Seit der Gründung des Nationalparks im Jahr 1996 wird versucht, die Au wieder stärker an die Donau anzubinden: Ufer wurden rückgebaut, Altarme miteinander verbunden und Treidelwege am Fluss gesenkt. Diese Maßnahmen zeigen Wirkung. Der Film erzählt von der neuen, alten Aulandschaft, vom steten Wandel, der allein das Überleben der Aubewohner ermöglicht, und von den großen und kleinen Ereignissen, die das Jahr im Nationalpark bestimmen.
12:10 - 13:05, arte
Athos

In der Mönchsrepublik Athos lebt das vor Hunderten von Jahren untergegangene Byzanz noch immer fort – in den Mönchen, in ihrer Kunst und in ihren Riten. Die Halbinsel ist das spirituelle Herz der Orthodoxie, ein Refugium, an dem das Alte wichtiger ist als das Neue. Ein orthodoxer Mönch des 21. Jahrhunderts lebt ähnlich bescheiden wie seine Brüder vor tausend Jahren. Sie tragen schwere Bärte und schwarze Roben als Zeichen für ihren weltlichen Tod mit dem Eintritt ins Kloster. Außer ihrem Glauben besitzen sie nichts. Und doch hüten sie weltliche Schätze von unermesslichem Wert – wie Altarwände aus purem Gold oder Handschriften aus dem 9. Jahrhundert. Auch die Ikonen des Athos sind einzigartig. 20 Großklöster bestimmen seit über tausend Jahren die Gesetze und Geschicke der Republik, stellvertretend für diese 20 wurde im Großkloster Pantokrator gedreht. Die kleinste Gemeinschaft des Athos ist die Zelle mit mindestens zwei Mönchen, von denen der eine dem anderen gegenüber gehorsam sein muss – neben der Keuschheit, der Demut und der Arbeit eine wichtige Mönchsregel. Die extremste Lebensform auf dem Athos sind jedoch die sehr kleinen und schwer erreichbaren Höhlen der Eremiten. Dagegen pulsiert das Leben in der Hauptstadt Karies. Dort ist der Sitz der Mönchsregierung. Auch die Zeit scheint auf dem Athos einen anderen Stellenwert zu haben als in der Außenwelt. Diesem Phänomen wird die Dokumentation mit ruhigen, sorgfältig eingerichteten Bildern gerecht, die den Zuschauer in eine weitgehend unbekannte Welt entführen.

12:55 - 13:40. 3SAT
Südtirol - Die Dolomiten

Die Dolomiten gehören zu den markantesten Berglandschaften der Welt. Ob die Drei Zinnen, der Lang- und Plattkofel - die mächtigen Gipfel liegen in Südtirol, der nördlichsten Provinz Italiens. Im Sommer sind die Dolomiten ein Kletter- und Wanderparadies, im Winter ein Traumziel zum Skifahren. Benannt wurden sie nach dem französischen Geologen Déodat de Dolomieu, der ihr Gestein als Erstes erforschte. Heute sind Teile der Dolomiten UNESCO-Weltnaturerbe. Landschaftlich reizvoll sind die Seiser Alm, die größte Hochalm Europas, und der Pragser Wildsee, von denen der Film spektakuläre Luftaufnahmen zeigt. Außerdem begleitet der Film ein Team der Helikopterrettung bei einem schwierigen Einsatz an den Drei Zinnen, beobachtet Hollywoodstar Terence Hill bei Dreharbeiten und schaut einem Holzbildhauer über die Schulter, dessen zeitgenössische Skulpturen schon auf der Biennale in Venedig gezeigt wurden. Schließlich erinnert der Film auch an die Zeit des Ersten Weltkrieges, als die Front mitten durch die Dolomiten verlief, und stellt eine junge Sängerin vor, die mit ihrer Musik die ladinische Sprache retten möchte.

13:40 - 14:25, 3SAT
Südtirol - Zwischen Brenner und Bozen

Er ist das Tor zum Süden: der Brenner. Hinter dem Alpenpass beginnt der Traum von Italien. Der Film von Susanne Gebhardt stellt Menschen in der nördlichsten Provinz des Landes vor. Das Tal zwischen Brenner und Bozen ist seit jeher Durchgangsland, flankiert von zahlreichen Burgen. Es besticht mit Kleinstädten voller Flair wie der Domstadt Brixen. Hoch über dem Tal steht das Schutzhaus "Latzfonser Kreuz", der höchstgelegene Wallfahrtsort Südtirols. Die Dokumentation begleitet die Wirtsfamilie eine Saison lang bei der Arbeit. Tochter Tamara ist Bergsteigerin und plant eine Expedition auf den K2, den zweithöchsten Berg der Welt. Außerdem zeigt der Film den Neubau einer Schutzhütte, deren moderne Architektur für Aufsehen sorgt. Er führt zur Baustelle des Brennerbasistunnels, besucht eine Frau, die ihr Leben einer mächtigen Burg widmet, stellt einen innovativen Tischler vor, der Handtaschen aus Holz produziert, und schaut dem Leibarzt der Gletschermumie Ötzi über die Schulter.
13:05 - 14:00, arte
Athos

Ein Rhythmus aus schwingenden Tönen erfüllt die Dunkelheit der Gemäuer. Ein Mönch singt am frühen Morgen Psalmen. Um sechs Uhr ist die Liturgie vollendet und ein neuer Tag wird am Athos willkommen geheißen. 350 Quadratkilometer – dicht bewaldet, felsig und beinahe menschenleer. Heute leben über 2.000 Mönche in dem Kirchenstaat ein Leben, das auf die Überwindung des Todes ausgerichtet ist. Verborgen vor den Augen der Öffentlichkeit, folgen sie ihren Regeln, die Hierarchie betonen, aber dem individuellen Gebet weiten Raum lassen. Wie schwer es ist, dort zu leben, hat Vater Grigorios immer wieder erlebt. Es ist eine tägliche Prüfung für ihn, der seit Jahren vergeblich versucht, sein eigenes Heim zu einer Mönchsgemeinschaft auszubauen. Er sorgt für die Maultiere und ist als Handwerker begehrt, aber wenn es um seine eigenen Probleme geht, dann sind seine Gebete bisher nicht erhört worden. Er hat sein Haus zwar schon gut in Schuss, aber das wichtigste, seine Kirche, ist noch immer eine Baustelle. Die Geschichte von Vater Grigorios erinnert an das Leben Hunderter früherer Eremiten, die sich trotz der Widrigkeiten dieser kargen Landschaft am Heiligen Berg über die Jahrhunderte angesiedelt haben. Aus ihren Höhlenkirchen sind prosperierende Mönchsdörfer geworden, die Weihrauch oder Ikonen herstellen. Einer der Höhepunkte der Dokumentation ist die Besteigung des Heiligen Bergs, geführt von Vater Grigorios. Die letzte Etappe der Besteigung findet nachts statt, um den Sonnenaufgang zu erleben.

13:15 - 14:00, MDR
Der Kyffhäuser

Südöstlich vom Harz liegt eines der kleinsten Gebirge Deutschlands - 7 km breit und 19 km lang - das Kyffhäusergebirge. Weithin sichtbar ein riesiges Denkmal, frühes Symbol des deutschen Nationalstaates und Fortschreibung des Mythos um den sagenumwobenen Kaiser Barbarossa. Ob im Mittelalter oder in der Kaiserzeit, während der NS-Herrschaft oder in der DDR, kaum ein Ort in Deutschland ist von den Herrschenden stärker vereinnahmt worden als "Der Kyffhäuser". Wer hier Spuren hinterließ, hatte Großes vor - Kaiser und Könige, selbsternannte Führer ebenso wie führende Kader. Sie alle haben diesen Ort geprägt, ihre Herrschaft und Macht hier inszeniert. Diesen Spuren folgt "Der Osten - Entdecke wo du lebst" hinauf zum Denkmal, aber vor allem tief hinab. Denn das größte Geheimnis dieses Ortes ist nicht das weithin sichtbare Wahrzeichen, sondern das, was der Kyffhäuser in seinem Innersten verborgen hält - sagenumwoben, geheimnisvoll und düster - ein Labyrinth aus mehr als 50 Höhlen. ?Weltbekannt - die Barbarossahöhle.Wie und weshalb diese Höhlen im 20. Jahrhundert ins Blickfeld der Mächtigen und ihrer Geheimdienste gerieten, gehört zu den spannendsten Kapiteln deutscher Geschichte. "Der Osten - Entdecke wo du lebst" erzählt von einem Ort, der so sichtbar ist, dass ihn jeder zu kennen glaubt, dessen unsichtbare Geheimnisse allerdings umso spannender sind, je tiefer sie im Inneren des Kyffhäusers verborgen wurden.

14:50 - 15:25, arte
Das Vermächtnis der Zisterzienser

Nach der Gründung des Ordens in Frankreich 1098 zogen schon bald die ersten Mönche nach in Italien. Die Regeln des Bernhard von Clairvaux nahmen sie mit, das Credo von „ora et labora“ lebten sie auch im Süden im strengen Rhythmus von Arbeit und Gebet. Anhand von fünf ausgewählten Klöstern erzählt die Dokumentation die Weiterentwicklung des zisterziensischen Erbes im „Belpaese“. Die Abtei Chiaravalle Milanese im Süden von Mailand beeindruckt nicht nur durch ihren weithin sichtbaren Turm, der wie ein Zeigefinger aus der Flussebene ragt, sondern auch durch ihre großartige Ausmalung. Es war der Einfluss Giottos, der die zisterziensische Nüchternheit und Strenge ignorierte und die Ausmalung der Kirche mit Fresken zur Marienlegende zuließ. Auch in den großen Klöstern des Latium lässt sich die Weiterentwicklung zisterziensischer Kunst und Kultur ausmachen. Lokale Handwerker und Baustoffe trugen dazu bei, aber auch die Nähe zum Papsttum und zu großen Städten. Viele Mönche kamen – und kommen – aus einem großbürgerlichen Umfeld, waren studierte Leute. So fand man in der Abtei Fossanova Keramikscherben, die von einem Essgeschirr herrühren, wie man es eher Adelshäusern als asketischen Mönchen zuschreiben würde. Die filmische Reise widmet sich nicht nur der Kunst- und Kulturgeschichte. Das Kamerateam begegnet auch Klosterbrüdern – und ihren Gästen – die von ihrem Weg zum Glauben erzählen und den Geist dieser Orte spüren lassen. Wie oft waren diese von Naturgewalten, politische Wirren, menschlichem Versagen bedroht. Aber immer gab es Neuanfänge. Schwestern und Brüder, denen es zu verdanken ist, dass die Klöster nicht als Museen erstarren, sondern spirituelle Orte bleiben.

14:25 - 15:15, 3SAT
Unsere wilde Schweiz

Die Landschaft um die Engadiner Seenplatte bietet Superlative: die höchste Schifffahrtslinie Europas, die größte Steinbock-Population der Schweiz, die ältesten Zirbelkiefern Graubündens. Auf dem Weg dorthin geht es 200 schroffe Höhenmeter den Malojapass nach oben – nur abwärts geht es vorerst nicht. Stattdessen gibt es ein Hochplateau mit vier eindrucksvollen Seen inmitten einer bombastischen Bergwelt mit steil aufragenden Gipfeln. Obwohl das Wetter es nicht vermuten lässt, bestehen die Engadiner darauf, die Schnittkante zwischen Afrika und Europa zu sein. So verblüffend das klingt, plattentektonisch gesehen stimmt es: Hier stoßen die Afrikanische und die Eurasische Kontinentalplatte aufeinander. Als sie sich einst entschlossen, zu kollidieren, haben sie die Berge aufgeschoben, und es kam zu der sogenannten Blattverschiebung, die noch heute dafür sorgt, dass es hinter dem Malojapass erst sechs Kilometer später wieder ins Tal geht. Dazwischen liegen die vier Seen. Mit ihren knapp 10 000 Quadratkilometern Fläche sind sie von großer Bedeutung für den Wasserhaushalt, für das Klima und auch als reichhaltige Ökosysteme. Rund um die Seen und auf den höher gelegenen Bergwiesen, Hochmooren und Gipfelfelsen tummelt sich alles, was in der Alpen-Flora und -Fauna Rang und Namen hat: Enzian und Edelweiß, Steinbock und Murmeltier, jahrhundertealte Zirbelkiefern. So kurz der Sommer hier ist, so gewaltig weiß er sich zu inszenieren: eine Symphonie aus Farben und Formen, aus dem plötzlich explodierenden Grün der Almen, gesprenkelt mit der weiß schäumenden Gischt schmelzwasserführender Wildbäche. Auch in Sachen Wetter wird an einem Tag schon mal das ganze Repertoire aufgefahren: Sonnenstrahlen im Morgennebel, gleißendes Mittagslicht, abgelöst von plötzlich aufziehenden spektakulären Wolkenformationen und wildem Gewitter. Alles zusammen ein Naturschauspiel, das schon Philosophen, Dichter und Maler beflügelte, die die Oberengadiner Seenplatte immer wieder bereisten und in deren Licht und Farben sie Inspiration und Frieden fanden.

15:15 - 16:05. 3SAT
Unsere wilde Schweiz

Nahe der Heimat des berühmten Gruyère-Käses thront das Juwel der Voralpen: der Vanil Noir. Er zählt nicht zu den höchsten Berge der Schweiz, besticht aber durch die wilde Schönheit. Mit seiner außergewöhnlich vielfältigen Flora und der reichhaltigen Fauna formt der 2389 Meter hohe Gipfel an der Grenze zwischen den Kantonen Freiburg und Waadt das Herz eines Naturschutzgebietes - ein Geheimtipp für Wanderer und Naturliebhaber. Der Biologe Gregor Kozlowski präsentiert seltene Pflanzenarten wie den Drachenkopf, den Alpenmohn oder den kleinsten Baum der Welt, die Krautweide. Naturschützer, aber auch Almwirte, kämpfen für den Erhalt der prachtvollen Bergwiesen. Der Film führt in das Tal der Schmetterlinge und an verborgene Ruheplätze der Schwarzen Kreuzotter, der Vipera berus. Gewaltige, von der Eiszeit geprägte Felsformationen prägen die Landschaft. In einer Höhle wird das Karstphänomen deutlich. Wildhüter Patrick Romanens macht sich auf Steinbocksuche. Die Population mit gut 200 Tieren hat er stets im Auge und erklimmt dafür die höchsten Lagen. Der nicht ungefährliche Aufstieg auf den Vanil Noir lohnt: Ein atemberaubendes Panorama und eine nur noch selten anzutreffende Stille lassen die Zeit vergessen - weit oben, wo auch die Bounets Rodzos, die Kobolde, wohnen. Sie sind es, die all die Schönheit geschaffen haben. Davon ist jedenfalls Bergführer und Legendenspezialist Cyrille Cantin überzeugt und mahnt ganz in ihrem Sinne zum Erhalt der noch intakten Natur.
18:25 - 19:10, arte
Zu Tisch

Ostern ist das höchste Fest auf der griechischen Insel Rhodos. In dem Dorf Archangelos wird dieses Fest traditionell begangen und jedes Jahr werden spezielle Osterspeisen vorbereitet. „Zu Tisch“ begleitet Germanos und Tsabika Polichronis und ihre Familie von Karfreitag bis Ostersonntag. Die beiden sind Fischer, haben Ziegen, Hühner und Olivenbäume. Sie leben in einem kleinen Haus mit Holzofen, ganz am Ende des Strandes von Archangelos, der in der Vorsaison noch leer ist. In der Fastenzeit kocht Tsabika Gemüse und fangfrischen Fisch. Zu Ostern kommt die ganze Familie angereist. Dann backt Tsabika das Ostergebäck Avgoules und bereitet das traditionelle Festessen vor: Rifiki, gebackenes Zicklein. In der Familie gibt es noch eine besondere Ostertradition: Jeder Teil der Verwandtschaft schiebt sein eigenes Zicklein in den Holzofen und am Ostersonntag wird entschieden, wer den Wettbewerb um das beste Rifiki gewonnen hat.
19:15 - 20:00, 3SAT
Feiern mit Osterbrot und Festtagsbraten

Die Dokumentation geht zwischen dem bayerischen Oberfranken, Tirol, Niederösterreich und der Steiermark auf die Suche nach unterschiedlichen Ostertraditionen und den besten Osterspeisen. Filmemacherin Anita Lackenberger präsentiert eine Auswahl der interessantesten Gerichte und Geschichten rund um Ostern in unseren Breiten. Für evangelische Christen beginnen die Osterfeierlichkeiten schon am Karfreitag. Für Katholiken hingegen gilt an diesem Tag noch strenges Fasten. Im niederösterreichischen Mitterbach zum Beispiel frühstücken evangelische Familien am Karfreitag im Festgewand einen "Osterschober" und brechen anschließend zur Messe auf. Zu Mittag wird dann bereits wieder gegessen - etwa ein deftiger Schweinsbraten. Gründonnerstags- und Karfreitags-Eier werden gesammelt und an verschiedenen Stellen in Haus und Garten verteilt. Sie sollen das Anwesen schützen. Außerdem sind sie bis zum Karfreitag des nächsten Jahres haltbar. Vor allem die Kinder sind begeistert, Eier aufschlagen zu können, die sich nach einer solch langen Zeit immer noch gut backen und fürs Osterbrot am Ostersamstag verwerten lassen. Auch im katholischen Pielachtal werden auf diese Weise verschiedene Striezel und Osterbrote gebacken. Jedes Haus hat sein eigenes Rezept. Manchmal wird ein selbst geselchter Osterschinken eingebacken und in die Weihe-Körbe gelegt. Am Karfreitag gibt es am besten nur eine Gemüse- oder Stosuppe, eine einfache Suppe aus gestockter Milch. Geschlemmt wird erst am Ostersamstag mit einer deftigen Jause, bei der frischer Schafskäse nicht fehlen darf. Von der ersten Frühlingskräuter-Milch schmeckt er am besten. Am Ostersonntag werden dann die Ostereier gesucht, anschließend wird ein Osterbraten serviert. Eine typisch evangelische Tradition am Karfreitag in der steirischen Ramsau sind geselchte Lamm-Ripperln mit Sauerkraut. In der schwer zugänglichen Bergregion waren die jungen Lämmer das erste Fleisch, das im Frühling zur Verfügung stand. Auch in den Tiroler Alpen ist Ostern das erste Frühlingsfest. Noch sind die Bergspitzen weiß, oft reicht der Schnee weiterhin bis tief ins Tal. In der Karwoche werden Osterbrote und Osterzöpfe gebacken. Zum Fest wird etwa in Gallzein im Bezirk Schwaz Tiroler Lammbraten genossen. Auch im bayerischen Oberfranken, zwischen Schwabach und Kammerstein, existieren evangelische und katholische Ostertraditionen. Vom Roggenbrot bis zur Schlachtschüssel ist dort vieles zu finden.
19:15 - 19:30, ZDF
Boomtown Belfast

Belfast ist aufstrebend, bunt und in der Mitte zusammengewachsen, auch wenn die Ränder noch immer Horte des Separatismus sind. Die Stadt hat durch die EU zum Frieden gefunden. Nach 21 Jahren Friedensprozess boomt Nordirlands Hauptstadt. Sie sprüht vor Lebensfreude. Die Menschen sind froh, sich ausschließlich um ihre Wirtschaft zu kümmern. "Wir wollen das Leben endlich genießen", sagt Stephen Toman, einer von zwei Michelin-Sterne-Köchen in Belfast. Haute Cuisine in der nordirischen Hauptstadt! Tatsächlich rappelt Belfast sich auf. Lange wurde die Stadt nur mit Terror, Gangs und Mauern assoziiert oder mit dem Bau ausgerechnet der Titanic. 21 Jahre nach Beginn des Friedensprozesses tobt am Fluss Lagan das pralle Leben. So lange hat Belfast auf Normalität verzichtet, auf einen gewaltfreien Alltag, auf Leichtigkeit, da erscheinen die banalsten Dinge wie ein Segen: "Wir haben jetzt sogar Touristen!" grinst das Model Nuala Meenahan. Noch immer durchziehen Mauern die Stadt, noch immer werden die Tore am Wochenende geschlossen, damit es keine Ausschreitungen gibt, und nun lässt der Brexit alte Spannungen wieder aufleben. Für den Musiker Tony Villiers hat Belfast gerade in diesen Zeiten eine große Aufgabe. "Wenn es um Versöhnung geht in dieser so gespaltenen Welt, können wir ein Vorbild sein. Wir haben es schließlich auch geschafft."
19:15 - 19:30, ARD alpha
Die Altstadt von Jerusalem und das Christentum (Israel)

Die besondere kulturelle Bedeutung Jerusalems liegt in seiner Rolle als religiöses Zentrum der Christen, Juden und Muslime. Vom Anfang des 4. Jahrhunderts bis zur Eroberung durch die Araber 637 war es von Christen beherrscht. Nach christlicher Überlieferung wurde hier Jesus Christus gekreuzigt. Noch heute gedenken Pilger auf der "Via dolorosa" seinem Leidensweg. Im "Coenaculum" soll Jesus sich mit seinen Jüngern zum Abendmahl versammelt haben. Zu den weiteren Stätten des Christentums in Jerusalem zählt die Kirche zum Heiligen Grab, die von sechs verschiedenen christlichen Glaubensrichtungen verwaltet wird. In ihr befinden sich das Grab von Jesus Christus und das Heiligtum von Golgatha. Auf dem Ölberg entstand eine große Zahl weiterer kleinerer Kirchen. Jerusalem gehört zum Weltkulturerbe.

19:30 - 20:15, arte
Yoga - Der Atem Indiens

Während die aufgehende Sonne die indische Stadt Raipur in goldenes Licht taucht, ertönt ein intensiver vibrierender Gesang. OM. Swami Ramdevs öffentlicher Yoga-Kurs ist das wichtigste gesellschaftliche Ereignis der Stadt. Eng aneinander gedrängt sitzen 12.000 Menschen im provisorisch errichteten Camp. Das Rezept des inzwischen bekanntesten Gesundheitsgurus Nordindiens sind einfache Übungen, die alle nachmachen können. Eine Woche gastiert der Wanderprediger in Sachen Yoga in der zentralindischen Stadt. Swami Ramdevs Auftritte werden auch im Fernsehen übertragen und erreichen Millionen Zuschauer. Seine Mischung aus modernem Gesundheitskult und Rückbesinnung auf alte Traditionen trifft den Nerv der Zeit. Der Film von Eberhard Rühle zeigt, dass Yoga in Indien wiederentdeckt wird und sich wachsender Popularität erfreut. Er zeigt auch, dass Yoga viel mehr ist als eine Art Gymnastik und intensives Stretching. Yoga ist nicht nur Hatha-Yoga, so werden die Körper- und Atemübungen genannt, die im Westen zum Synonym für Yoga wurden. Yoga ist ein eigener Kosmos mit einer körperlichen und spirituellen Komponente, mit unterschiedlichen Strömungen und einer sehr vielfältigen Praxis. Ausgewählte Schulen werden vorgestellt. Gurus, Therapeuten und Schüler kommen zu Wort. Auch die Ursprünge des Jahrtausende alten Yoga-Wissens werden beleuchtet. Die Dokumentation erzählt unter anderem die Geschichte des Sehers Patanjali, der vor rund 2.500 Jahren die Yoga Sutras verfasste und als Erster das alte überlieferte Wissen der indischen Seher auf Palmblättern niedergeschrieb. Seine Schriften sind bis heute die wichtigste Quelle für alle Yogis, denn sie beschreiben detailliert den Zusammenhang verschiedener Yogapraktiken. Im Ashram der Devine Light Society in der Stadt Rishikesh am Oberlauf des Ganges folgt die Dokumentation den Spuren von Swami Sivananda, dem wohl berühmtesten Yogameister des vergangenen Jahrhunderts. Der Arzt und Gelehrte hatte die Yoga-Schriften Patanjalis aus dem Sanskrit in eine für jeden verständliche Sprache übersetzt. Er vereinfachte die vielfältige Yogapraxis. Seine Schüler machten Yoga schließlich auch im Westen populär, so dass Yoga in den 60er Jahren seinen Siegeszug um die Welt antreten konnte. Im südindischen Isha-Yoga-Zentrum, einem der neueren Ashrams des Landes, zeigt der Film den Alltag einer spirituellen Gemeinschaft von Sanyassins, so werden die Mönche in den Ashrams Indiens genannt. Ihr charismatischer Guru Jaggi Wassudev ist eine Art Baghwan des neuen Jahrtausends für stressgeplagte Inder. Zu seinen Workshops im Ashram kommen Softwareingenieure, Architekten und Ärzte aus dem ganzen Land angereist. Bis zu 16 Stunden täglich unterwerfen sie sich dem strengen Kursprogramm des Gurus, der mit seiner Einführung in verschiedene Yoga- und Meditationstechniken eine Reise ins Innere des Selbst verspricht. Im Krishnamacharya Yoga-Mandiram, eine der traditionsreichsten Yoga-Schulen von Chennai, wurde Yoga zu einer modernen Therapieform weiterentwickelt. Hier zeigt die Dokumentation eine andere, moderne Form von Yoga, ohne Guru und ohne lebenslange spirituelle Bindungen. Täglich singen die Mitarbeiter des Zentrums gemeinsam ihre Mantras. Sie sind ausgebildete Yoga-Therapeuten in der Tradition des südindischen Yogi Krishnamacharya, der Yoga als ganzheitliche und individuelle Methode lehrte. Die Therapeuten seiner Schule sehen sich als Berater. Ihre Patienten nennen sie Schüler, um deren aktive Rolle im gemeinsamen Lernprozess zu betonen. Yoga ist hier Psychotherapie, Atemtherapie und Heilgymnastik zugleich.
20:15 - 21:00, Phoenix
Russland von oben

Russland ist das mit Abstand größte Land der Erde. Doppelt so groß wie die Vereinigten Staaten, fast fünfzigmal größer als das kleine Deutschland. Von Kaliningrad an der Ostsee bis zur Meerenge der Beringstraße - in Sichtweite zu Alaska - sind elf Zeitzonen und 7.000 Kilometer Luftlinie zu überwinden und das nur, wenn man die Abkürzung über den Nordpol nimmt. "Russland von oben" ist ein bisher einmaliges Unternehmen, die endlosen Weiten aus Vogelperspektive erlebbar zu machen - und dabei kleine Geheimnisse zu entdecken. Dem Team gela ngen spektakuläre Luftaufnahmen von menschenleeren Landschaften, zauberhaften Städten, von wilden Tieren, Wüsten, Taiga-Wäldern - und harter Arbeit in der Kälte Sibiriens. Gefilmt aus Hubschraubern und mit den besten Luftbild-Spezialkameras der Welt.   "Russland von oben" zeigt die Metropolen Moskau und Sankt Petersburg aus der Luft, überrascht mit atemberaubenden Bildern aus dem Kaukasus oder dem Altaigebirge, streift über das 200 Kilometer breite Delta der Wolga und die Eisbrecher im arktischen Jamal, schaut den Braunbären der Vulkanregion Kamtschatka beim Lachsfang zu und den Eisbärenmüttern auf der entlegenen Polarinsel Wrangel bei den ersten Spaziergängen mit ihrem Nachwuchs. Norilsk, die härteste Industriestadt der Welt, wird ebenso entdeckt wie der der endlose Baikalsee, die Wale von Sachalin und die Steppen von Kalmückien mit ihren Antilopenherden und Pelikankolonien. Ein atemberaubender Flug über ein unglaubliches Land.

20:15 - 21:00, ARD
Leben im Kronendach

Hoch oben im Kronendach der tropischen Regenwälder erstreckt sich ein einzigartiger Lebensraum, auf den ersten Blick eine enthobene, opulente Welt. Doch hinter dem paradiesischen Bild tobt ein unerbittlicher Kampf ums Überleben, den die beiden Folgen des Films "Leben im Kronendach" dokumentieren. Die Sonne lockt das Leben bis zu 60 Meter hoch in die Wipfel der Bäume des südamerikanischen Regenwalds. Die Bewohner führen ein Leben über dem Abgrund, über schwindelerregender, gefährlicher Tiefe. Und doch wollen sie alle hier bestehen. Denn viele Gewächse und einige größere Tierarten können nur überleben, wenn sie ausreichend Licht bekommen. Die Tiere und Pflanzen, die sich hier behaupten, haben sich - jeder auf seine Weise - an einen der schwierigsten Lebensräume unserer Erde angepasst. Dabei haben es die "Sonnenanbeter" nicht leicht: Unten, in Bodennähe, ist es finster und feucht. Das Bedürfnis, aus dem Schatten der anderen herauszutreten, zwingt die Bäume höher und schneller zu wachsen als anderswo. Das Streben hoch hinaus ist aber für die Tiere eine allgegenwärtige Herausforderung, die ständige Höchstleistung erfordert. Das extreme Klima im Kronendach ist eine zusätzliche Dimension im gnadenlosen Überlebenskampf: Sonnenglut wechselt mit eisigen Wolkenbrüchen - jede Wetterlage birgt neue Prüfungen. Der junge Totenkopfaffe, das "Nesthäkchen" muss sich in dieser ungewissen Umgebung alleine zurechtfinden. Seine Streifzüge offenbaren die ganze Bandbreite an Abenteuern, die es hier, hoch oben im Kronendach des Regenwalds, zu bestehen gilt.

20:15 - 21:45, H3
Serengeti

Durch das jahrzehntelange Engagement von Prof. Bernhard Grzimek für die Serengeti ist dieser ostafrikanische Nationalpark gerade für das hessische Publikum besonders interessant. Er zählt zu den größten Naturwundern der Erde. Seine großartige, unberührte Landschaft erstreckt sich viele hundert Kilometer von Tansania bis an die nördlichen Ausläufer des Schutzgebietes in Kenia. Alljährlich wiederholt sich in diesem 30.000 Quadratkilometer großen Gebiet ein grandioses Naturereignis: Fast zwei Millionen Antilopen, Büffel, Gazellen, Gnus und Zebras ziehen Hunderte von Kilometern weit auf der Suche nach Nahrung und Wasser durch die schier endlose Savanne, von den Weiten der Ebenen unter den Vulkanen des Kraterhochlandes, über die dornigen Buschländer der zentralen Serengeti bis zu den üppigen Weiden im Norden an der Grenze Kenias im Nationalpark Massai Mara über den Ngorongoro Krater. Sie benutzen immer dieselben Routen und müssen dabei, dem Wechsel von Regen- und Trockenzeiten unterworfen, größte Hindernisse überwinden. Ihnen dicht auf den Fersen sind ihre natürlichen Feinde: Löwen, Leoparden, Geparde und Hyänen. Kaum anderswo auf der Welt bietet der Kampf ums Überleben ein solches Schauspiel wie im Massenzug der Tiere in der Serengeti. Bildgewaltig und berührend - mehr als 50 Jahre nach dem "Oscar"-gekrönten Film "Serengeti darf nicht sterben" von Bernhard Grzimek - bietet der Dokumentarfilm "Serengeti" ein ganz neues, spektakuläres Naturerlebnis. In faszinierenden Bildern und mit atemberaubenden Zeitlupen mit bis zu 2.000 Bildern pro Sekunde haben der erfahrene Tierfilmer Reinhard Radke und seine Kollegen über zwei Jahre das Leben der Bewohner dieses einzigartigen UNESCO-Weltnaturerbes eingefangen. Hardy Krüger jr. führt als Sprecher durch dieses herausragende TV-Ereignis.

21:00 - 21:45, Phoenix
Russland von oben

Russland ist das mit Abstand größte Land der Erde. Doppelt so groß wie die Vereinigten Staaten, fast fünfzigmal größer als das kleine Deutschland. Von Kaliningrad an der Ostsee bis zur Meerenge der Beringstraße - in Sichtweite zu Alaska - sind elf Zeitzonen und 7.000 Kilometer Luftlinie zu überwinden und das nur, wenn man die Abkürzung über den Nordpol nimmt. "Russland von oben" ist ein bisher einmaliges Unternehmen, die endlosen Weiten aus Vogelperspektive erlebbar zu machen - und dabei kleine Geheimnisse zu entdecken. Dem Team gela ngen spektakuläre Luftaufnahmen von menschenleeren Landschaften, zauberhaften Städten, von wilden Tieren, Wüsten, Taiga-Wäldern - und harter Arbeit in der Kälte Sibiriens. Gefilmt aus Hubschraubern und mit den besten Luftbild-Spezialkameras der Welt.   "Russland von oben" zeigt die Metropolen Moskau und Sankt Petersburg aus der Luft, überrascht mit atemberaubenden Bildern aus dem Kaukasus oder dem Altaigebirge, streift über das 200 Kilometer breite Delta der Wolga und die Eisbrecher im arktischen Jamal, schaut den Braunbären der Vulkanregion Kamtschatka beim Lachsfang zu und den Eisbärenmüttern auf der entlegenen Polarinsel Wrangel bei den ersten Spaziergängen mit ihrem Nachwuchs. Norilsk, die härteste Industriestadt der Welt, wird ebenso entdeckt wie der der endlose Baikalsee, die Wale von Sachalin und die Steppen von Kalmückien mit ihren Antilopenherden und Pelikankolonien. Ein atemberaubender Flug über ein unglaubliches Land.

(C) erdkunde-tv.de. Konzept, Gestaltung und Redaktion: erdkunde-tv.de. Nachdruck, Weiterverarbeitung, Weitergabe an Dritte sowie Veröffentlichung nur mit schriftlicher Genehmigung. Keine Haftung für falsche Angaben, keine Gewähr über die Richtigkeit der Informationen. Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik? Mailen Sie uns einfach.